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E_1939_Zeitung_Nr.017

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Zur Ablehnung der

Zur Ablehnung der Steuererleichterungen durch den Glarner Landrat ! " Der'Auffassung der Regierung getrettfloh folgend, hat der Glarner Landrat unlängst drei- Anträge, welche zuhanden der Landsgemeinde eingereicht worden waren und auf Verkehrssteuer-Erleiohterungen abzielten, in Bausch und Bogen abgelehnt. Und das mit einer Eindeutigkeit, angesichts deren man versucht sein könnte, von einer Kundgebung der. Automobilfeindlichkeit zu reden. Dabei handelte es sich keineswegs um Bestrebungen, womit etwa, steuerliches Neuland betreten worden wäre, sondern lediglich darum, dass sich auch Glarus hinsichtlich der Steuerbehandlung seiner Automobilisten mit in die Reihe jener 18 andern Kantone eingliedere, welche dem Motorfahrzeugbesitzer auf diesem Gebiet bereits ein gewisses Entgegenkommen gewährt haben. Was die drei Anträge wollten, war einerseits die Reduktion der Steuern für ältere, starkpferdige Wagen, war anderseits die Einführung der Vierteliahresraten und ' schliesslioh die Schaffung von Wechselnummern. Bildet heute, da sich der Bund im Interesse der Landesverteidigung gezwungen sieht, den unter den Auswirkungen der fiskalischen Ueberbelastung bedenklich zurückgebliebenen Bestand an armeetauglichen schweizerischen Lastwagen durch Steuerrückerstattungen und Prämienausrichtung auf die unerlässliche Höhe zu bringen, bildet heute schon das schroffe Nein, welches das Glarner Parlament jedem Versuch einer Milderung des Steuerdrucks entgegensetzte, kaum ein Ruhmesblatt für dessen verkehrspolitischen Weitblick, so erhält die kategorische Ablehnung noch einen besonders bittern Beigeschmack, wenn man weiss, was für eine Art von Argumenten der Regierung zu ihrem Sieg verhalf. Natürlich operierte sie m erster Linie mit der zu befürchtenden Einnahmenverminderung, die schon mit Rücksicht auf die Amortisation der Strassenbauschuld unannehmbar sei, wobei sich die Regierungsvertreter allerdings in der Diskussion sagen lassen mussten, sie hätten allem Anschein nach reichlich gut gerechnet Aber liegt nicht gerade darin etwas Paradoxes, dass die Behörden des gleichen Kantons Glarus, der in den Belangen des Strassenbaues mit den Bedürfnissen der modernen Verkehrsentwiokhmg durchaus Schritt gehalten, kein Verständnis zeigen, sofern es darum geht, aus diesen Strassen gesteigerten Nutzen für seine Volkswirtschaft zu schlagen? Auf das und auf nichts anderes kommt die Verweigerung der Steuererleichterungen heraus: sie hemmt eine intensivere Ausnützung der Vorteile, welche: dem Motorfahrzeug als Mittel zur Befruchtung der Wirtschaft innewohnen. Auf der Ebene dieser Gedankengänge bewegt sich auch jener Kommentar, den ein Einsender in den «Glarner Nachrichten > dem negativen Entscheid über die Einführung der Wechselnummer widmet «Baumeister, Metzger, Konditoreien, Handekgeschäfte, Kaufleute > — liest man da — f sie alle haben zwei Wagen, die aber nie zugleich laufen und deshalb Wr die Besitzer zu einer gleich schweren Belastung werden. Wie reimt es sich mit dem berühmten « Schutz des Mittelstandes »< wenn dessen Existenzmöglichkeiten beschnitten und sozusagen mit Gewalt erschwert werden ? Diese Frage berührt den gesamten Gewerbe- und Handelsstand und keineswegs nur die heutigen Automobilbesitzer. In etlichen Jahren wird jedes strebsame und rationell arbeitende Geschäft sich des Autos bedienen.» Nachdenklicher — um nicht zu sagen bedenklicher — aber muss es stimmen, wenn die drei Vorstösse auf Erleichterung des Automobilbetriebs vom Regierungstisch aus mit dem Hinweis bekämpft wurden, sie tendierten doch nur nach einer finanziellen Entlastung der Automobilisten auf Kosten des Staates : die Autobesitzer rerdlenten aber kein Erbarmen. Solche Worte, von Regierungsmännera ausgesprochen, wirken mehr als befremdend und werfen ein sonderbares Licht auf deren Einstellung gegenüber dem Verkehrs- und Wirtschaftsfaktor Automobil. Wenn sich der Mann von der Strasse vielleicht noch nicht überall von der Meinung freigemacht hat, der Automobilist sei sozusagen von Hause AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 28. FEBRUAR 1096 — 17 aus ein schwerreicher Kauz, der sich diesen « Luxus» leisten könne — nun, das wäre noch verzeihlich. Dass aber derartige Anschauungen, die vor einem Vierteljahrhundert ihre Berechtigung haben mochten, auch heute noch in den Köpfen von Regierungsräten spuken, darüber macht sich wohl jeder Autobesitzer so seine eigenen Gedanken. Zwar, die Antwort auf diese längst zum alten Eisen gehörenden Ideengänge blieb nicht aus : ein Oberrichter war es, der sich gegen die Auffassung zur Wehr setzte, als ob jeder, der Auto fahre, « es habe und vermöge >. Aber ein peinliches Gefühl bleibt bei alledem doch zurück : dass es überhaupt so weit kommen und dass sich Regierungsräte heute, im Jahr 1939, eine solche Richtigstellung gefallen lassen mussten. Noch ist das letzte Wort in der Angelegenheit der Steuererleichterungen im Kanton Glarus nicht gefallen. Der endgültige Entscheid steht bei der Landsgemeinde. Und wir geben die Hoffnung nicht auf, sie werde den berechtigten automobilistischen Wünschen Gehör schenken, besonders jetzt, da sich auch andere Kantone, die bisher m punkto Steuererleichterungen ein etwas zugeknöpftes Wesen zur Schau trugen, zum Entgegenkommen bereit finden. Der Kanton Genf baut seine Strassen aus. Ein von der Genfer Kantonsregierang dem Grossen Rat unterbreitetes grosses Arbeitsbeschaffttngs-Programm für 7,8 Millionen Fr., die sich auf zehn Jahre verteilen werden, sieht für nahezu 2 Millionen Arbeiten für den Ausbau des dortigen Strassennetzes vor. Von diesem Betrag, der genau 1840 000 Franken ausmacht, und der nur den Anteil des Kantons an den betreffenden Kosten darstellt sind / 450 000 Franken für die Haaptstrassen bestimmt, nämlich 400000 Fr. für Arbeiten auf der Route Genf-Lausanne (zwischen Bellevue und Versoix); 500 000 auf derjenigen von Genf nach Tfaonon; 100000 Fr. auf der von Genf-St-Julien und 100 000 Fr. auf der von Genf-Vernier. Für Beleuchtung der Hauptstrassen von Genf zur Iiandesgrenze in der Richtung Thonon, Annemasse, St-Julien und Ferney (auf der « Route de Suisse > besteht sie bereits) sind 150 000 Fr. vorgesehen, für die Herrichtung der Strassen (nach Entfernung der bisherigen Tramgeleise) nach St? Julien 60 000 Fr., nach Ghancy 100000 Fr. und nach Ferney 40 000 Fr. Der für den Ausbau der Strassen zweiten Ranges übrig bleibende Betrag von insgesamt 390 000 Fr. verteilt sich wie folgt: 40 000 Fr. für die Route de Malagnou, 50 000 Fr. für Vandceuvres- Choulex, 50 000 Fr. für Satigny-Russin und 250 000 Fr. für die Verbindungsstrasse quer über das Gelände von La Praille, auf das der künftige Güterbahnhof von Carouge zu stehen kommen wird. Für die Deckung des totalen Betrages von 7,8 Millionen, der in 10 gleichmässigen Annuitäten von je 780 000 Fr. zu begleichen ist, sollen während zehn Jahren die fünfprozentigen Steuerzuschläge beibehalten werden, die gegenwärtig für Flusskorrektionen erhoben werden. Der Rest der erwähnten 7,8 Millionen entfällt auf Kunstbauten und Kanalisationsanlagen, die Instandhaltung staatlicher Gebäude und Beteiligungen an Arbeitslosensubventionen, b. Stfa»«assenv^a»k«»h* Einen verdienstvollen Schritt zur Förderung der Verkehrssicherheit unternimmt di« Sektion Zürich des A. G. S., indsm sie inskünftig in jeder Nummer ihrer Sektion»- chronik irgendeine aktuelle Frage aus dem Gebiet« des Strassenverkehrs zur Diskussion stellt Ihre begrüssenswerte Initiative startet die Sektion mit der Aufforderung an die Mitglieder, ihre Beobachtungen und Erfahrungen über die Anlage, Beleuchtung und Markierung der beiden neuen Verkehrsinseln am Alpenquai vor dem Kongressgebäude bekanntzugeben, weil sich an dieser Stelle bereits verschiedene Unfälle ereignet haben. Kritik erfolgt jedoch bei dieser Rundfrage nicht um der Kritik willen, vielmehr soll sie dazu dienen, die Ursachen der durch diese Anlage hervorgerufenen Verkehrsgefährdung abklären rn helfen, damit die geeigneten Massnahmen getroffen werden können, um Remedur zu schaffen. Das Vorgehen der Zürcher A.C.S.-Sektion verdient auch andernorts Nachahmung, verkörpert et doch ein wirksames Mittel, um Mängeln von Verkehrsanlagen auf den Leib zu rücken und damit die Sicherheit der Strasse zu erhöhen. Und wer wäre eher berufen, Fehler und Unzulänglichkeiten solcher Anlagen erkennen zu können als der Automobilist, der den daraus resultierenden Gefahren vielleicht täglich ausgesetzt ist? 10.000 vergessene Waten. In 44 von den 48 amerikanischen Bundesstaaten wurden im Jahre 1938 nicht weniger ab 10,109 Automobile herrenlos auf der Strasse aufgefunden. Obwohl der Zustand der Wag«n dagegen sprach, das« sie von Diebeshand entführt worden •waren ordneten die Behörden in jedem Falle eine Untersuchung an, wobei man dahinter kam, das«, •von wenigen Ausnahmen abgesehen, alle diese Wagen von ihren Besitzern absichtlich stehengelassen oder vergessen worden waren. Hochleistungs-Lichtmaschine mit Spannungsregler liefert 125% mehr Strom gegenüber fabrikmassig eingebauten Lichtmaschinen Ihre Stromverbraucher werden also reichlich bedient Kontrollbuch der Automobil-Kosten IMratMti 67.13O Schmutz-Bremsen A.G., St-Aubin m U AU_ _ L.u__ t Vordrucke rur wöchentlichen Erfassung der Betriebskosten n«ch Tonnen-Kilometern. Praktisches Format. Preis Fr. 3.26 VERLAG HALLWAQ BERN Lancia- Dilambda 8 Zyl., Cabriolet Farina, 2pl., einer der schönsten zirkulierenden Wagen, in tadellosem Zustande, ev in Tausch gegen kleineren Wagen preiswert abzugeb. Anfragen unter Chiffre Z6493 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. 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N° 17 — DIENSTAG, 28. FEBRUAR 1989 AUTOMOBfL-REVUE F E U I L L E T O N Rätsel um Murlei. Roman von Johann Friedrich. 18. Fortsetzung. Eine Anzahl Burschen ist damit besehäftizt, die Stallgasse zu fegen, die Streu zu erneuem und die Toilette des? Stalles für die abendliche Besichtigung vorzubereiten, Martinez schlüpft unbeachtet durch. Auch Im Elefantenstall kümmert sich kein Mensch um ihn, die Ausdünstung der Dickhäuter geht ihm auf die Nerven, er macht, dass er weiter kommt. Endlich ist er bei den wilden Tieren. Hinter ihren Gittern liegen sie, faul, schläfrig und doch mit einer gewissen Würde. Wie aus einem Bilderbuch für Kinder. Dr. Martinez bleibt stehen und betrachtet sie mit grosser Aufmerksamkeit. Er hat wenlz Erfahrung mit Tieren und er gäbe etwas darum, wenn er wüsste, was in diesen grossen Köpfen vorgeht. Sind das wirklich gefährliche Bestien oder sehen sie vielleicht nur so aus ? Sind sie nur ein Kinderschreck, der in Wirklichkeit vor dem Knall der Peitsche kuscht, oder sind sie eine mühsam gebändigte, nie ganz bezwungene, stets ausbruchbereite Gefahr? Wie sie so daliegen, katzengleich sich beleckend und schnurrend, bflssen sie fraglos an Filrchterlichkeit ein. Plötzlich erhebt sich unvermittelt ein grosser Tiger, gähnt mächtig und beginnt, am Gitter seines Käfigs unruhig entlangzustreichen. Das ist wie ein Signal. Sofort regt es sich in allen Abteilen, aus ist es mit der gelassenen Schläfrigkeit, ein Tier brüllt laut auf, ein anderes antwortet, mit einem Male hat eine allgemeine Aufregung die grossen Katzen .ergriffen. Dr. Martinez betrachtet sie mit viel Teilnahme. Was haben die Bestien nur ? Immerhin, so ganz nur harmlose Statisten, wie er schon befürchtet hat, sind sie sicher nicht. Gleich sieht er auch den Grund der allgemeinen Erregung. Ein robuster, breitschultriger Kerl stösst einen Handwagen voll roher Fleischstücke vor sich her. Je näher er kömmt, desto grosser wird der Tumult. < Fütterung der Raubtiere 1» denkt Dr. Martinez. «Das ist wirklich ifanz ähnlich, wie man es sich so vorstellt.» Der robuste Kerl am Wagen beachtet die Tiger viel weniger als den Fremden. «Was wollen Sie^ denn v hier?», fragt er Der Arzt merkt seiner Aussprache des Französischen ohne weiteres an, dass er einen Landsmann vor sich hat und antwortet daher in der spanischen Mundart seiner Heimat Der Wärter ist angenehm überrascht und vergisst, sich weiter danach zu erkundigen, mit welcher Berechtigung der unbekannte Besucher hier herumspaziert. Dr. Martinez erkennt die Wesensart des Mannes auf den ersten Blick. Er ist einfach, mit einem guten Schuss Roheit und Unbedenklichkeit Wenn er an seinem Brotgeber Don Agudllar hängt muss man sich vor ihm in acht nehmen. Wenn das aber nicht der Fall ist, wenn er vielleicht gar gegen ihn aufgebracht Ist, dann wird er ein sehr wertvolles Werkzeug sein. Der Arzt lenkt mit beruflichem Geschick das Gespräch, indem er sich als enthusiastischen Bewunderer des Dompteurs ausgibt. Der Wärter lächelt höhnisch. Er ist weit davon entfernt, Mut und Geschicklichkeit Don Aguillars zu überschätzen. Der stelle sich nur in der Manege grimmig und grossartig an, in Wirklichkeit schmeichle er den Tieren und überfüttere, sie yor der Vorstellung mit teurem Rossfleisch, bis sie unmöglich noch Appetit auf seine eigenen werten Glieder verspüren könnten. Das sei doch kein Kunststück. Er, der Wärter, habe die niedrige Arbelt und der andere das hohe Gehalt. Das sei der einzig wahre Unterschied zwischen ihnen. Dr. Martinez, innerlich hochbefriedigt, staunt anscheinend über diese fachlichen Mitteilungen. Mindestens ein Tiger, wie dieser grosse dort — er zeigt auf Romeo — müsse doch ungemein gefährlich und schwierig sein. « Das ist doch Romeo, der Verräter!» lacht der Wärter höhnisch, c er ist der beste Gehilfe Aguillars bei der Dressur. Wenn der Dompteur einmal den Rücken wendet dann aufzufressen. Romeo ist so erstaunt, dass er passt Romeo auf, dass ihm keiner der an-idern Tiger etwas antut. Er verrät seine Art- Käfigwand zurückweicht. Das rettet Bums, der ersten Verblüffung an die hintere genossen an den Menschen und die andern der vom Wärter zurückgerissen und mit Bestien fürchten sich vor seiner Grosse und einem kräftigen Fusstritt hinausgeworfen Stärke. » wird. «Hm», macht Dr. Martinez nachdenklich. «Sehen Sie Jetzt, wie das Pulver wirkt ? » « Es mfisste schon Interessant sein, zu sehen, lächelt Martinez. wie Aguillar mit den Tieren fertig werden «0 », staunt der Wärter. Sein breites Gesicht yeraieht sich achtungsvoll und rach- würde, wenn sie nicht überfüttert und friedlich wären.» süchtig. «Wollen Sie mir etwas davon hierlassen ? > « Gar nicht würde er mit flinen fertig werden ! Aber da er am Rossfleisch nicht spart rHler haben Sie die ganze Büchse», erklärt der Besucher freigebig. « Aber reichen wird er nie in eine solche Verlegenheit kommen » -. < '- •'-•• •->'' « Sie gehen nicht, ein. Wir können ja die Probe machen. Ist nicht ein Hund oder eine Katze im Stall?» « Hierherem trauen sie sich nicht. Doch drüben im Pferdestall — ich werde Bums holen. Aber kommen Sie mit, Herr. Allein lasse ich Sie nicht mehr hier. > Sie eilen zusammen in den Pferdestall, wo der Wärter den Bastardhund Bums an sich lockt. Er muss ihn dann auf den Arm nehmen, anders bekommt er ihn nicht zwischen die Käfige der Tiger, die in grosser Unruhe auf die verzögerte Mahlzeit warten und angesichts des fleischbeladenen Wagens geradezu Tantalusqualen dulden. Der Hund auf den Armen des Wärters zittert wie Espenlaub. < Darf ich einen Weinen Fetzen Fleisch haben ?» bittet Martinez und bestreut ihn dann mit ein paar Körnern seines Pulvers. Der Bastard Bums frisst mit Todesangst vor den gierigen Tigern. «Und Jetzt? »fragt der Wärter neugierig. «Nur 5 Minuten!» schmunzelt der Arzt. Sie sind noch nicht vergangen, als der Bastard Bums aufhört zu zittern. Plötzlich stösst er ein heiseres Gebell aus, springt aus den Armen des Wärters zur Erde und stürzt sich .mit Wut auf den Käfig Romeos. Er bezeigt ganz offenbar seine Absicht, den riesigen Tiger anzufallen, zu zerfleischen und 'inzwischen; dtberzetigen,? dass «»Bums gut Ist ond ich möchte den Ertöte gern mit ansehen. Heut kann ich leider nicht herkommen. > «Gut, gut! > knurrt der Wärter und dann entfernt sich Dr. Martinez schleunigst Den Wunsch, Don Aguillar hier zu begegnen, hat er nicht. Im Stallgang zwischen den riesigen Dickhäutern trifft er auf einen kleinen, rundlichen, etwas aufgeschwemmten Herrn in einer grauen Jagdjoppe, über schwarzen Breeches und spiegelnden« .hohen Lackstiefeln. Der Herr unter sich mit einem riesigen Elefanten, der seinerseits mit dem Rüssel vertraulich in den weiten Taschen der Joppe nach Leckerbissen sucht* Dr. Martinez bemüht sich, an diesem Idyll unbemerkt vorbeizukommen, fühlt sich aber plötzlich am Kragen gepackt. « Lassen Sie mich augenblicklich los ! » faucht er wütend und nervös von dem Unternehmen, das er hinter sich hat « Was erlauben Sie sich ? » Gleichzeitig versucht er, den Griff abzuschütteln. Recht vergeblich. Statt sein« Freiheit wiederzubekommen, wird er unwiderstehlich hochgehoben irnd mit eißemrna! schwebt er kreidebleich über der Stallgasse. Unten steht liebenswürdig grinsend .der kleine korpulente Herr. «Sparen Sie Ihre Proteste!» sagt er munter. «Bimbo versteht kern französisch und ausserdem hört er Überhaupt nur auf mich. Sie hängen übrigens ganz sicher an Bimbos Rüssel. Er wird Sie weder falten lassen, noch Ihnen sonst etwas Böses tun.» «Geben Sie mir sofort die Freihet wieder ! > fordert Martinez. Es soll energisch klingen, aber es klingt nur äegstlich. « Erst werden Sie mir sagen, was Sie hier heranzuschleichen haben. Sie wissen, dass das verboten ist. Jetzt ist keine Besichtigungszeit. Ich bin Direktor Artus Farroll. * « Herr Direktor ! » ächzt Martinez, «da» sind keine Scherze ! Ich werde -das in die Zeitung bringen. Ich — » « Passen Sie gut auf! > Farrolls Stimm© klingt ganz verändert. «Wenn Sie > bei eitler unberechtigten Durchschnüffelutig meiner Ställe ein Unglück beträfe, könnte keine Behörde mich verantwortlich machen. Drohen Sie besser nicht. Sagen Sie lieber offen, was Sie jetzt hier zn suchen haben.» «Erst lassen Sie mich zur Erde!'» fleht Martinez. «Ich habe ein; schwaches Herz« Wenn mir etwas zustösst"^—» > ' - ••;• (Fortsetzung Xuk/tu/en eine 6-Plätzer- LIMOUSINE Mod. ca. 1935, in sehr gutem'Zustande, ev. neuer Wagen. In (i « Tausch Ist zri nehmen ein vierplätziges CABRIOLET, 23 PS, prächtige Spezial-Karosserie. — t Offerten an Sp icher & Cil., Garage, Freiburg. »»•»•»•»»•••»••• Xufcuujfen aeöucfit Sportwagen Trenn möglich über 3000 ccm. (17 Offerten mit genauen Angaben sind zu richten junter Chiffre 8232 an die Automobil-Revue, Bern. Steffen Sie JJvte 1üaM eest, nachdem Sie den E N 6 ZylFrontantrieb BAS EtJ