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E_1939_Zeitung_Nr.017

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 28. FEBRUAR 1989 — NT 0 17 Meisterwerke schweizerischen Karosseriebaus am Genfer Salon 1939 Formschönes Cabriolet der Firma Ramseyer &. Co., WorMaufen (Ford V-8 Luxe). Alfa Romeo-Cabriolet aus den Werkstätten der Karosserie Langenthai. Eine Schöpfung der Karosseriewerke Reinbolt und Christe, Basel: M.G.-Cabriolet, Grand Sport, 2—frplätzig, auf dem neuen 2,6-L-Chassis. C!«SB» Hanf Zum Abbau der Motorfahrzeugtaxen im Thurgau. Die Kommission des Grossen Rates stimmt zu. Die Kommission des Grossen Rates des Kantons Thurgau hat der Vorlage des Regierungerates über die Abänderung der kantonalen Verordnung über die Motorfahrzeuggebühren auf der ganzen Linie zugestimmt. Von landwirtschaftlicher Seite ifurde weiter der Antrag gestellt, es sei der Retierungsrat zu ermächtigen, die besonderen Vergünstigungen für die Besitzer landwirtschaftlicher Traktoren, die bereits wegen der Maul- und Klauenseuche gewährt wurden, weiterhin zu bewilligen. Dieser Antrag wurde mit der Notwendigkeit begründet, den Getreideanbau zu fördern. Die Traktorenbesitzer könnten so anderen Landwirten beim Umbruch von Wiesen leichter aushelfen. Die Kommission lehnte dieses Begehren nicht ah. verwies aber darauf, daes Paragraph 29 der geltenden Verordnung über die Motorfahrzeuggetoühren den Regierungsrat ermächtigt, für die landwirtschaftlichen Traktoren besondere Vorschriften zu erlassen. Der Regierungstat ist darnach ohne weiteren Grossiatsbeechluss befugt, dem gestellten Begehren, falls er es für berechtigt hält, zu entsprechen. Nun wird sich noch der Grosse Rat mit der Angelegenheit befassen, doch darf echon heute mit einer eindeutigen Annahme der- neuen Motorfährzeuggebühr-Verordnung gerechnet werden. Ueber die lärmfreie Woche in Lugano, die im vergangenen November zur Durchführung gelangte, gibt die. Kommission, welche zur Losung dieser Aufgabe gebildet worden war, einen Bericht heraus, dem wir entnehmen, dass die Aktion einen NEUE CARROSSERIE 9ANGLOFF vollen Erfolg gezeitigt hat. WähTenddem einerseits die Polizei Kontrollen organisierte und Mahnungen an die Strassenbenützer erteilte, machten sich anderseits Experten der Verkehrspolizei ans Werk, um jene Fahrzeuge, bei denen Mängel festgestellt worden .waren, einer Nachprüfung zu unterziehen, deren Ergebnisse durchaus befriedigten. Im ganzen wurden 623 Automobilisten, Radfahrer und Fuhrleute verwarnt, hauptsächlich wegen unnötigen Gebrauchs der akustischen Signale, teilweise auch wegen Nichtbeachtung der Verkehrszeichen und in vereinzelten Fällen wegen übersetzter Geschwindigkeit, Einhaltung der falschen Strassensei'te, Nichtbeachtung der Fussgängerstreifen. Daneben hielt die Polizei 203 allzu «geräuschvolle» Motoriädai an, deren Fahrer sich nach Vornahme der Reparaturen zur Behebung des übermässigen Lärms zu einer zweiten Kontrolle einzufinden hatten. Saftige Strafen erwarten sie, sofern sie sichts etwa einfallen lassen sollten, den Schalldämpfer wieder ieu- entfernen. Auch auf die Fnssgänger und deren Sünder. namentlich beim Ueberschreiten der Strasse, richtete die Hermandad ein aufmerksames Auge, wobei man allerdings auf einzelne Widerspenstige stiess. Heute indessen lässt sich eine merkliche Besserung feststellen. Die Beobachtungen und Erfahrungen im Verlauf der Antilärmwoche haben die Luganeser Behörden bewogen, die Vorschriften, welche sie ursprünglich lediglich für dieses Experiment aufgestellt, beizubehalten, ebenso wie die Kontrollen und die Verwarnungen gegenüber den Automobilisten, namentlich aber gegenüber den Fussgängern. Im übrigen geht man bei den Behörden mit der Absicht um, während des kommenden Frühjahrs durch Presse und Flugblätter die Propaganda für die Lärmfreiheit zu wiederholen und die Kontrollen noch weiter zu verstärken, um die bisher erreichten Erfolge zu festigen. Hastermesse Basel Halle VI, Stand Nr. 1085 Mustermesse Basel Cars alpins - Omnibusse - Trolleybusse sssm UNION AG. BIEL Generalvertreter: HENRI BACH MANN BIEL Spitalstrasse 12 b Tel. 48.42 GENF Rue de Frlbpurg 3 Tel. 26.343 ZÜRICH Löwenstrasse 31 Tel. S&824 Autosalon Genf 1939 ErhaltUch durch alle Garagen und Fachgeschäfte. Verlangen Sie aber ausdrück, lieh Original-Union-Schneeketten mit der Armbrustplombe. • ••-. Bern 4ie Nummer für telephonltch« Aufgabe von «Kleinen Anzeigen* In der «Automobil-Revue». Verlag, Druck und Cliches: HALLWAG A.-G„ Bern. : . . .- --. 'JH* wirknn«»TOlk Inserate: Hallwae-Cliches 1

N°17 II. Blatt BERN, 28. Febr. 1939 Automobil-Revue No17 II. Blatt BERN, 28. Febr. 1939 Luftkühlung contra Wasserkühlung Einige Beispiele bisheriger luftgekühlter Automobiltnotore. In Amerika baute echon vor yielen Jahren, die Firma «Franklin» luftgekühlte Motoren mit frossem Hubvolumen sowohl für Personen- als auch für Lastwagen. Eines ihrer interessantesten Erzeugnisse war ein , Zwölfzylinder-V-Motor, der bei einer Kompression von 1:5.3 und einer Literlewtun« von 20 PS bei 3100 U/Min. 150 PS entwickelte. Bemerkenswert war die besonders sorgfältig durchdachte Führung der Luftkanäle, die einjepressten Ventilsitze aus Spezial-Aluminium- Bronze und die aus dem gleichen Material hergestellten Kerzenverschraubungen im Zylinderfcopf aus Aluminium; ferner der recht ermutigende Versuch, einen Teil des Kraftverbrauches des Gebläses (8—12 PS) durch Leistungssteigerung wieder hereinzubringen. Dies geschah dadurch, dass man ei- Beispiel eines luftgekühlten Lastwagen-Dieselmotors. Der neue •4-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor von Phänomen. (Fortsetzung aus Nr. 16) inen Teil der Ton den Zylindern abströmenden heissen Luft in den Ansaugstutzen leitete, wo es, neben einer ausgezeichneten Vorwärmung des Gemisches, eine leichte Kompressorwirkung zur Folge hatte. In Europa dürfte der in mehr als einer Hinsicht besonders fortschrittliche kleine «Tatra»- Zweizylinder, der ala Produkt des genialen Konstrukteurs Ledwinka im Jahre 1923 auf dem Markt erschien, nach dem Krieg der populärste Waren mit Luftkühlung gewesen sein. Ungeachtet des reichlich 'lauten und ziemlich harten Ganges seines Zweizylinder-Boxermotors war er besonders in den österreichischen Alpen, nicht zuletzt auch wegen seiner hervorragenden Federungseigenschäften, lange Zeit das populärste unter den Fahrzeugen der unteren Preisklassen, und seine mehr als zehnjährige Erzeugungsdauer sagt über den Erfolg des sprichwörtlich unverwüstlichen «Blechdackels» genug. Seine Nachfolger waren das heute noch von Tatra sowie lizenzweise von S t ö w e r gelbaute Modell «Greif», das über einen luftgekühlten Vierzylinder-Boxer-Motor verfügt. Als modernen Vertreter der Luftkühlung nennen wir das bis zum letzten Jahr gebaute und jetzt durch den noch leistungsfähigeren Typ 87 ersetzte Modell 77a von Tatra mit seinem Achtzylinder-Heckmotor, der mit einer Kompression von 1:6 und 3,4 Liter Inhalt bei 3500 U/Min. 70 PS abgab. Seine hohe Spitzengeschwindigkeit (140 km/St.) bei gleichzeitig sehr niedrigem Verbrauch (herunter bis 15 Liter pro 100 km) verdankt er wohl auch dem Umstand, dass er unter allen serienmässig erzeugten Fahrzeugen heute die vollkommenste Stromlinienform aufweist. Die beiden Kühlgebläse verbrauchen zusammen ca. 9 PS. Kurz nach seinem ersten Erscheinen kam ein noch stärkerer luftgekühlter Achtzylinder-V- Motor von Krupp für Nutzfahrzeuge auf den Markt, der 95 PS leistet. Ihm folgte bald darauf der erste lu f tg eküh l'te Diesellastwagenmotor, der wohl den besten Beweis dafür liefert, dass hohe Kompressionen kein grundsätzliches Hindernis für die Einführung der Luftkühlung bilden. Nicht uninteressant ist die Zunahme des Leistungsbedarfes des Gebläses bei diesem Vierzylinder von 4,1 Liter Inhalt und 55 PS. Er beträgt bei 1000 U/Min, bloss 0,75 PS, bei 1500 U/Min. 2 PS, bei 2000 U/Min. 4,25 PS und ßchliesslich bei 2500 U/Min. 6,75 PS'. v , .... ,,,.. •, Beispiel eines luftgekühlten Vierzylinder-Boxermotors. D«r Motor des deutschen Volkswagen«, link« nach Abnehmen der Verschalung, rechts komplett mit Luftführung und Kühlgebläse. Welches sind min die Nachteile oder Bedenken, die bisher die Verwendunr der Luftkühlung im Automobllbau aul Ausnahmsfälle beschränken? Ohne-Zweifel hat erstens de r Leis t u ngsbedarf de s Gebläses viele Konstrukteure von dessen Verwendung abgehalten, obgleich diese Bedenken durch- den in der Zwischenzeit auf diesem Gebiet geleisteten. Fortschritt: echon .als -weitgehend überholt gelten können; Zweitens — und diese Erwägung tritt wohl bei allen grundlegenden Konstruktionsänderungen als hemmender Faktor in Erscheinung — kostet die notwendige F o r - schungs- und Entwicklungsarbeit eine Menge Zeit und Geld. Da wartet man allseits doch lieber ein Weilchen zu, ob nicht vielleicht der andere einem diesen Aufwand freundlicherweise abnehmen und dann die Gelegenheit zum «Abspranzen» liefern wird. Drittens — und dieses Argument ist an und für sich stichhaltig — arbeiteten alle luftgekühlten Motoren bisher wesentlich lauter als die wassergekühlten. Dies ist weniger auf das durch die Gebläse erzeugte Geräusch, als vielmehr auf das Fehlen der schalldämpfenden Wirkung des Wassermantels zurückzuführen. Aber letzten Endes ist es schwer vorstellbar, dass eine Komplikation, wie sie die Wasserkühlung gegenüber der Luftkühlung zweifellos bildet, aussehliesslich aus Gründen der Schalldämpfung beibehalten werden sollte. Ueberdies dürfte wohl mit dem Durchdringen wirklich strömungsrichtiger Formen der Motor in zunehmendem Masse ins Heck wandern, wie dies beim erwähnten Tatra 77a und 87 sowie beim deutschen Volkswagen bereits der Fall ist. An dieser Stelle lassen sich aber allfällige Geräusche mit eüifacheren Mitteln dämpfen und vom Fahrgastraum fernhalten, als auf dem teuren Umwef aber eine Wasserkühlung! • Ueberdies ist eine dem luftgekühlten Motor eigene Geräuschquelle vorübergehender Natur. Das hier durch die Notwendigkeit etwas grösseren Kolbenspiels im kalten Zustand zeitweise auftretende Kolbenklappern ist kaum voa besonderer Bedeutung, da luftgekühlte Maschinen schon innerhalb von 2—3 Minuten ihre Dauerbetriebstemperatur erreichen. Der Montage eines Thermometers zu ihrer Kontolle stehen — obwohl hier weniger nötig als ein solches zur Messung der Kühlwassertemperatur — keine grundsätzlichen Schwierigkeiten im Wege. Einfachere Bauart, verminderte Defektm5glichkeiten, Fehlen von Frostgefahren sowie von Wasserverlusten durch Verdampfen oder Undichtheiten, raschere Betriebsbereitschaft, Vermeidung starker Kondensationen und der damit verbundenen Schmierölverdünnung sowie Abkürzung der »Korrosionsperiode» sollten der Luftkühlung in Zukunft, besonders auf dem Gebiet der volkstümlichen Wagentypen, weitgehendere Verbreitung sichern. V. E. de St. Tedtniadie Notizen Luftkühlung für Autoreifen In USA hat ein Erfinder ein Patent auf eine Luftkühlung für Autoreifen erhalten, die die Zahl der Unfälle infolge bei Hitze platzender Pneus vermindern soll. Die eigentlichen Reifen sind hierbei von stabilen Schutzhüllen aus Gummi umgeben, die in einer ganz bestimmten Anordnung mit Luft* innnminil!llllllllll!l!llllllllllllllllllllllllllllll!!l!lll!l!llll!lll!l!lllllllllllllllll!llll!lll!l!llllllll!!ll!ll!ll Am Genfer Salon Stand Nr. 51 EMANUEL (Turin) F. RABOTTI (Turin) FAPA S. A. LAUSANNE FAPA S. A. Sehen Sie sich die letzten Neuheiten 1939 an Dodge - Willys Originalersatzteile jetzt in ZÜRICH Niedrige Preise — Prompter Versand S. Ä. FRATELLIÄMBROSOLI Dufourstiasse 188 Telephon 4.17.62 ' Uel>er JOO00O Teilmam. Ugei Automatische Wagenwasch-Anlage mit Tunnel Prüfbänke für elektrische Auto- Ausrüstungen .Kreuze tr..4/utoqua Telephon 4.16.20