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E_1939_Zeitung_Nr.020

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Kreise, woran anch

Kreise, woran anch Strebel In seinem Kommentar erinnert, gegen diese Vorzugsbehandlung der bäuerlichen Fahrzeuge schon damals Front, allein sie drangen nicht durch. Immerhin verwarf der Nationalrat einen noch weitergehenden Antrag, diese Art von Vehikeln überhaupt völlig von der Beleuchtungspflicht auszunehmen. vor der Besorgnis, das Gesetzeswerk könnte in der Abstimmung durch eine Allianz zwischen Bauern und Radfahrern zu Fall gebracht werden, musste deshalb die Logik im MFG weichen. Denn eine Inkonsequenz — und eine gefährliche obendrein — ist und bleibt die hier skizzierte Regelung. Heute indessen scheint unsere Bauernschaft umgelernt zu haben und sich der Einsicht nicht länger verschliessen zu können, dass auch die Medaille der Privilegien, welche man sich beim Erlass des MFG zu sichern verstanden, ihre Kehrseite besitzt. Die Erfahrungen in einer Zeitspanne von nahezu 7 Jahren, in deren Verlauf sich der motorische Strassenverkehr kraftvoll weiterentwickelt, beginnen sich auszuwirken. Und es entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie, festzustellen, dass das, wogegen man sich einstmals so sträubte, heute nicht nur als tragbar, sondern sogar als im eigenen Interesse der Fuhrwerkslenker liegend empfunden wird. Kein Geringerer als Prof. Laur selbst, der bestimmt nicht im Ruf der Automobilfreundlichkeit steht, hat vor einem halben Jahr den Landwirten, welche genötigt sind, zur Nachtzeit die Strasse zu benützen, angelegentlichst empfohlen, um der persönlichen Sicherheit willen ihre Fahrzeuge auf der Rückseite mit einer Reflexlinse auszurüsten und ebenso die übrigen Verkehrsvorschriften zu befolgen, «weil ein unbeleuchtetes Fuhrwerk infolge einer optischen Täuschung der Aufmerksamkeit des Motorfahrzeuglenkers entgehen oder zu spät bemerkt werden könne». Wenn (Stand 22) Buick. vermochte seine -Stellung im Weltverkauf im abgelaufenen Jahr vom 7. auf den 4. Platz zu verbessern. Das sagt mehr als alle Worte. Die neuen Modelle? Wiederum die Typen 40, 60, 80 und 90, der erste mit dem Motor 20,7/107 PS, die übrigen mit dem von 26,7/141 PS. Alle in einem vollkommen nauen Kleide und gespickt mit Neuerungen und Verfeinerungen aller Art. Der Schalthebel findet sich jetzt durchs Band unterhalb des Lenkrades an der Lenksäule. Die Sicht nach allen Seiten hin ist durch Vergrösserung der Fenster ganz beträchtlich verbessert worden. Die gesamte Glasfläche der Scheiben ist jetzt 26 Prozent grösser als im Vorjahr. Durch eine neuartige Konstruktion der Kardanübertragung und leichte Neigung des Motors nach hinten in die Richtung der Kardanwelle, Hess sich der Wagenboden um mehrere Zentimeter senken. Damit das Ansaugrohr des Motors trotzdem horizontal liegt, musste es vollständig umkonstruiert werden. Die Kardanwelle ist zweiteilig, wobei die vordere Hälfte bis zur Kreuzversteifung des Chassisrahmens reicht. Dort greift das Schubrohr der Hinterachse an, in dessen Kugelgelenk das Gelenk der Kardanwelle eingebaut ist. Zur Vervollkommnung der Hinterachsführung wurden jetzt beidseitig des Schubrohrs noch schräg nach hinten reichende Schubstreben vorgesehen, die wie die- Die Hinterradabfederung am neuen Buick geschieht vermittels Schraubenfedern. Aufnahme des Radschubes durch Lenker. («The Motor».) aber der Schweiz. Bauemführer seinen Getreuen die Anbringung einer Reflexlinse empfiehlt, um sich vor Unfällen bei der Heimkehr vom Feld zu nächtlicher Stunde zu schützen (eine gesetzliche Pflicht dazu oder zur Befestigung eines Lichts an der Rückseite besteht, müssen Sie wissen, lediglich für Fuhrwerke, die ohne Gespann mehr als 6 m messen, oder für Fuhren aus mehreren zusammengekoppelten Wagen), dann darf man diese Empfehlung, ohne ihrem Sinn und Zweck Gewalt anzutun, auch auf das Fahren bei dichtem Nebel ausdehnen. Das entspricht nur der Folgerichtigkeit, denn die Gefahren für die Fuhrleute sind dort wie hier genau gleich gross. Schrittweise setzt sich die bessere Einsicht durch; die täglichen Erfahrungen im Verkehr sind Wasser auf die Mühle einer Revision sowohl des MFG als auch der Vollziehungsverordnung. Noch mag zwar eine geraume Weile verstreichen, bis es einmal so weit ist, aber das steht fest, dass die Zeit für das Automobil arbeitet und dass heute manches, was vor 7 Jahren. als undurchführbar oder unannehmbar galt, ohne grosse Beschwerden geschluckt würde. Kommt die Revision — und sie wird kommen — dann heisst es auch an eine vernünftigere Gestaltung der Vorschriften über die Beleuchtung der Fuhrwerke herantreten, vernünftiger in dem Sinn, dass sie dem Bedürfnis aller nach Sicherheit im Strassenverkehr besser Rechnung tragen. Legt heute der schweizerische Bauernführer den Landwirten ans Herz, die Rückseite der Fahrzeuge aus freien Stücken mit einer Reflexlinse zu versehen, und erlebt man es auch schon, dass der und jener, ebenfalls aus eigenem Antrieb, sein Fuhrwerk im Nebel beleuchtet, dann sollte es morgen keine Schwierigkeiten mehr bereiten, dieses bisher freiwillige Tun im Interesse der Unfallbekämpfung in eine gesetzliche Pflicht umzuwandeln. Dazu ist der Bund unseres Erachtens ohne weiteres kompetent. Rundgang durch die Stände Buick. ses an der Kreuztraverse m Gramm! "gelagert sind. Dank all dieser Neuerungen, sowie dem Einbau doppelt wirkender Stossdämpfer, hat sich die Strassenlage des neuen Buick weiter verbessert. Der Chassisrahmen reicht nun nurmehr über die Hinterachse, und man hat den Benzintank sowie die hintere Stossstange, nach Vornahme entsprechender Verstärkungen, direkt an der Karosserie befestigt. Bedienungserieichterungen ergeben sich aus der Neukonstruktion der Kupplung, die jetzt eine einteilige «Kronenfeder» an Stelle der üblichen Kupplungsfedern besitzt Sie ist im Unterhalt wirtschaftlicher und wiegt beträchtlich weniger als die bisherige Ausführung. Die Masseträgheit der mit der Getriebewelle verbundenen Teile hat um einen Drittel abgenommen, was die Schaltzeiten verkürzt. — Durch eine Abänderung des Bremshauptzylinders wurde weiter das Bremspedal etwas leichtgängiger gemacht. Insgesamt werden dieses Jahr 18 neue Karosseriemodelle hergestellt. Das Modell 41 kann auf Wunsch mit Sonnendach geliefert werden. Ausgestellt finden wir je eine Limousine der Serien 40 und 90, sowie ein Cabriolet Typ 46c. Borgward 1 (Hansa) (Stand 15) Ein Kleinwagen mit der Ausstattung und Geräumigkeit eines mittelschweren Fahrzeugs, das ist der Borgward 1100. Angefangen beim obengesteuerten 4-Zylinder-Motor von 1,1 Liter Hubraum und 28 PS bis zum hintersten Detail der Karosserie, ist er sehr sauber durchkonstruiert, wie die Ausstellungsobjekte dieses Typs, eine 4-türige, 4-plätzige Limousine sowie eine 2-türige Cabrio-Limousine überzeugend dartun. Sein Fahrgestell mit vorn und hinten gegabeltem Zentralrahmen und Einzelabfederung sämtlicher Räder wäre ohne weiteres sogar dem mit einem weit stärkeren Motor erzielbaren Fahrleistungen gewachsen, denn er verfügt über eine ausgezeichnete Strassenund Kurvenlage. Als Federelemente dienen vorn zwei übereinanderliegende Querfedern, hinten eine — nach Art von Schwebeachsen — hochliegende Querfeder, wobei die Radführung den Pendelachsen und ihren vorn angelenkten Schublenkern überlassen bleibt. Bei allfälligen Reifenpannen — wir wollen AUTOMOBIL-REVUE MONTAG, 6. Ml"RZ 1939 — N° 20 ja nicht schwarz malen, aber wem bleibt der Pneuwechsel schliesslich zeitlebens erspart (!) — erleichtert der Vigot-Wagenheber die Arbeit Er wird unter dem Trittbrett angesetzt und hebt die ganze Wagenseite an. Der 2-Liter-Typ mit seinem ebenfalls obengesteuerten 6-ZyIinder-Motor ist durch eine gediegene 4-türige Limousine mit neugestalteter trittbrettloser Karosserie, an der u. a. die guten Sichtverhältnisse angenehm auffallen, sowie ein elegantes Schweizer Cabriolet vertreten. Das Chassis dieses Wagens ist prinzipiell nach den gleichen Grundsätzen durchkonstruiert wie das des 1,1-Liter-Modells. Auch hier bewunderungswerte saubere Werkmannsarbeit um und um. Dazu natürlich eine noch grössere Geräumigkeit, noch reichhaltigere Ausstattung als beim « 1100 ». So verfügt er über ein Kühlerfernthermometer, eine Aohttage-Uhr, Zentralschmierung des Chassis, einen serienmässig ins Schmiersystem des Motors eingebauten Spaltölfilter, sowie eine Gummikappe zur Abdeckung des in den Kofferraum mündenden Benzin-Einfüllstutzens. Praga. (Stand 38) Praga ist mit einer gediegenen Auswahl seines Modells Picolo zur Schau gekommen. Zwei schmucke Innenlenker sowie ein rassiges, serienmässiges Sport-Cabriolet (Gewicht 40 kg geringer als bei Limousine) mit einer Spitze von mehr als 120 km/Std., dessen Motor dank dem Einbau eines neuen Dreidüsenvergasers und anderer Abänderungen 4 PS mehr leistet als bei den geschlossenen Fahrzeugen gleichen Modells, zeugen von den Qualitäten dieses Wagens. Einen interessanten Einblick in die Konstruktion bietet das ausgestellte Chassis mit seinem aus Stahl gepressten Zentralkastenrahmen, der sich vorn zur Aufnahme des Motors und hinten zur Aufnahme des Differential gabelt Es bildet einen absolut torsionssteifen Unterbau für die Karosserie. Die Abfederung geschieht vorn und hinten einzeln durch querliegende Halbellyptikfedern. Die Hinterräder sitzen an pendelnden Halbachsen, welche die Radschubkräfte durch elastisoh gelagerte Schwingarme an den Rahmen übertragen. Die Lenkung ist nach dem Zahnstangensystem gebaut. Der Motor ist ein 4-Zylinder von 1,13 Liter, der bfti 3200 U/Min. 28 PS hergibt und über ein synchronisiertes Vierganggetriebe, sowie eine mit zwei elastischen Gelenken versehene Kardanwelle die Hinterräder antreibt Die gut Das Hinterende des Praga-Picolo-Chassis. Es besitzt einen Zentralkastenrahmen, der sich vorn und hinten gabelt Das Differentialgetriebe ist unter Zwischenschaltung von Gummi, mit dem Rahmen verbunden. Alle Räder ßind einzeln abgefedert gekühlte trockene Einscheibenkupplung wirkt gleichzeitig auch als Schwingungsdämpfer. Die Motorschmierung wird durch eine Schneckenradschmierpumpe besorgt Das Kofferabteil des Innenlenkers enthält im Parterre den Reservereifen, der jedoch, um weiteren Platz zu schaffen, nötigenfalls auch auf dem Kofferdeokel festgemacht werden kann. Die Dotierung mit Zubehör ist für einen Wagen dieser Grössenklassg recht beachtlich, verfügt er doch beispielsweise über Zentralschmierung, Zeituhr am Instrumentenbrett, natürlich Blendsohutzstore, ferner über einen praktischerweise unter dem Trittbrett mühelos anzusetzenden Wagenheber und was der nützlichen, aber nicht selbstverständlichen Dinge mehr sind. Ein luftgekühlter, zweizylindriger Sport-Flugmotor von 45 PS weist auf diesen weiteren Fabrikationszweig von Praga hin. Talbot. (Stand 41) Die unter anderm durch ihre Rennerfolge bekannte Herstellerin von Qualitätswagen mit sportlichem Charakter kann mit einer eindrucksvollen Reihe von Wagenmodellen mit Bremsleistungen zwischen 62 und 140 PS aufwarten. Es werden drei Chassisgrundtypen mit Radständen von 2950^ 3200 und 3450 mm, sowie fünf verschiedene Motoren gebaut, darunter ein 4-Zylinder von 2,3 Liter, sowie je ein 6-Zylinder von 2,7, 3,0, 4,0 Liter Hubraum (105 PS) und ein hochgezüchteter Vordere elastische Motoraufhängung von Talbot. («The Motor»J Typ gleichen «•Zylinderinhalts», der jedoch 140 PS leistet. Das kleinste Modell «tMinor» verfügt über das kurze Chassis nebst dem 4-Zylinder-Motor. Es folgen die Typen «Baby 15» (kurzer Radstand) und «Cadette 15» (mittlerer Radstand), beide mit dem kleinsten 6-Zylinder-iMotor ausgerüstet, sowie die Modelle Baby (kurzer Radstand; am Stand als 2türige, 4fenstrige Limousine vertreten); Major (mittlerer Radstand) und Master (langer Radstand, ausgestellt als 7plätziger Innenlenker mit 6 Fenstern), die wunschgemäss den 3- oder 4-Liter-Motor als Antriebsaggregat erhalten. Und schliesslich ist da noch der Lago Special zu erwähnen, ein Sportmodell auf dem kurzen Radstand mit dem aussergewöhnlich günstigen Leistungsgewicht von rund 10 kg pro PS, der mit dem poussierten 4-Liter-Drei-Vergaser- Motor von 140 PS «bestückt» ist. Eine «Kanone» von Sonderklasse mit einer «Spitze» von zirka 185 km-Std. (Er wird am Talbotstand ebenso wie der Typ «Major» 4-Liter als rassiges Cabriolet gezeigt.) Die Modelle von 3 und 4 Liter Hubraum sind allgemein «von Haus aus» mit dem zur Schau gestellten Wilson-Vorwählgetriebe ausgestattet Wolseley. (Stand 46) Als typischer englischer Qualitätswagen eignen dem Wolseley all jene Eigenschaften an, die für Klassewagen seines Heimatlandes charakteristisch sind, nämlich die ganz ungewöhnlich hohe Motorleistung von 35 PS pro Liter Hubraum (oder sogar noch mehr), die saubere Ausarbeitung bis ins hinterste Detail, verbunden mit der Gewissheit, dass auch für nebensächliche Teile nur erstklassiges Material Verwendung findet. Greifen wir aus der Typenreihe von insgesamt 7 Modellen zwischen 6/40 und 18/108 PS ein paar heraus. Als vollkommene Neukonstruktion interessiert der als Limousine gezeigte kleinste Typ « 10/40 », dessen 4-Zylinder-Motor von 1,14 1 Hubraum bei 4400 Touren/Min. 40 PS leistet (!), was dem Wagen trotz des durch die sorgfältige Ausarbeitung bedingten Gewichts ein für diese Grössenklasse bemerkenswert günstiges Leistungsgewicht von 24 kg pro PS sichert. Einzelheiten des Wagenaufbaus: Kreuzversteifter Rahmen, Abfederung der starren Achsen durch Halbellyptikfedern, hydraulische Bremsen, Vierganggetriebe mit drei synchronisierten Gängen, sehr weitgehende Geräuschisolation, Steuersäule wie bei den grössten Typen ausziehbar und in einem gewissen Winkel verstellbar. Als nächstgrössere Modelle folgen in der Typenreihe der seit dem Vorjahr unveränderte 12/48 von 8/48 PS, weiter drei mit zahlreichen Verbesserungen ins neue Baujahr eingegangene Modelle, die ausserdem zum Ausführung der Getriebeschaltung bei Wolseley «Ten». («The Motor».) Teil eine beträchtliche Leistungssteigerung erfahren haben. Das 9-PS-Modell leistet jetzt 60 statt 56 PS und nennt sich daher 14/60; das von 10,5 PS heisst neuerdings 16/65 und sein Motor gibt wie vordem 67 PS her; schliesslich ist da noch der als zweites Fahrzeug am Wolseley-Stand vertretene 18/85 mit seinen 85 statt 80 PS bei 12 Steuer-PS. All diese Wagen sind jetzt mit einer sowohl in der Länge als auch im Winkel verstellbaren Lenksäule ausgerüstet. Nach obenhin schliessen die bereits bekannten Modelle « 21» und « 25 » das Typenprogramm von Wolseley ab.

N° 20 — MONTAG, 6. MÄRZ 1939 AUTOMOBIL-REVUE Lancia. (Stand 6) Lancia geniesst weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus einen ausgezeichneten Ruf. Und mit vollem Recht, denn seine Wagen stellen sowohl in technischer wie in ästhetischer Hinsicht ausgesprochene Spitzerzeugnisse dar. Das beweist auch diesmal wieder der Lancia-Stand, wo man wie jedes Jahr einige ganz auserlesene Schönheiten von Wagen zu sehen bekommt, von denen blitzenden Hülle sich das Auge nicht so rasch wieder trennen will. Welch ein Juwel beispielsweise der von Farina karossierte zweiplätzige Roadster oder das von Graber mit Aufbau versehene 2(4)plätzige, rote Sport- Cabriolet ! Eine andere karosserietechnische Glanznummer: Die Aprilia-Special-Limousine Farina-Karosserie. Horch. (Stand 8) Schon mehr als drei Jahrzehnte ist diese Herstellerin hoch feudaler Luxuswagen im Automobilbau tätig. 1926 nahm, Horch als erste europäische Firma den serienmässigen Bau von 8-ZyHnder-Wagen auf, die in der Folge allmählich zur heutigen Vollkommenheit entwickelt wurden. Im Laufe von 11 Jahren konnte Horch nicht weniger als 25 000 8-Zylinder-Fahrzeuge absetzen. Ihre moder- ein 4-Zylinder von 8,9/42 PS auf einem Radstand von 2600 mm. Ihm zur Seite stehen in der Typenreihe zwei 6-Zylinder-Modelle von 13,5/62 PS, das eine (W 23) auf einem Chassis von 2900 mim und das andere (W 26) auf einem solchen mit 250 mm längerem Radstand. Sowohl äusserlich wie in ihrer mechanischen Konzeption huldigen sie vollkommen einheitlichen Baugrundsätzen. Eigene Wege geht Wanderer vor allem in der Chassiskonstruktion. Die Vorderräder sind ein- cial bietet auf 116 PS. Dies hat ein ausserordentlich günstiges, sportliches Leistungsgewicht von ca. 13.5 PS zur Folge. Gegenüber der Normaldrehzahl von 3600 U/Min, beim kompressorlosen Motor tritt die Höchstleistung beim Kompressortyp erst bei 4000 U/Min, ein. Graham war als fortschrittlicher Konstrukteur einer der ersten, der sich serienmässig dem Leichtmetall-Zylinderkopf zuwandte und ist ihm seither treu geblieben. Wenn der Kompressor als weiteres, der Lei- Schnitt durch den Motor des Lancla-Aprllla. Die vier Zylinder sind leicht V-förmig angeordnet. Man beachte die Durchbildung des Ventilsteuerungsantriebes. Technisch ist gerade der Typ Aprilia deshalb so riesig interessant, weil er als einziger Wagen seiner Grossen- und Stärkenklasse in der Ausführung als Serienlimousine über ein Leistungsgewicht, mit andern Worten also auch über eine Rasse und Steigfähigkeit verfügt wie ein Wagen mit dreimal so grossem Huforaum. Seine vorzügliche Strassenhajtung verdankt er der angesichts des geringen Wagengewichts besonders wichtigen Einzelabfederung der Räder, die im Falle der Hinterräder noch dadurch wirkungsvoller gestaltet wurde, dass man die Bremstrommeln ans Differentialgetriebe heranrückte und damit die Räder entsprechend leichter machte. Ein anderes technisches Kunstwerk ist der Aprilia-Motor, der bei einem Hubraum von 1.35 Liter nicht weniger denn 50 PS leistet Als zweites Modell fabriziert Lancia den Typ « Astura > von 15/80 PS, der am Stand als Cabriolet sowie als Gplätziger Innenlenker zu sehen ist. Morris. (Stand 26) Die zu den grössten englischen Automobilproduzenten zählende Firma hat ihre vier Modelle zu 5, 6, 8 und 9 PS, sämtliche als Limousinen mit Sonnendach, zur Schau gebracht. Ihre Linien haben durch eine Senkung der Gesamthöhe der Wagen bedeutend an Reiz gewonnen. Sowohl im mechanischen Teil wie punkto Ausstattung' sind diese englischen Gross-Serienwagen mit grösster Sorgfalt durchkonstruiert und man trifft an ihnen immer wieder Einzelheiten an. die Das Vorderende der selbsttragenden Karosserle am Morris «Ten». («The Autocar».) sonst im allgemeinen höheren Preisklassen vorbehalten bleiben. So sind alle ausgestellten Modelle mit Vierganggetriebe mit drei synchronisierten Gängen ausgerüstet. Die Windschutzfenster lassen sich sehr weit ausstellen, um das Fahren im Nebel (der englische Nebel ist ja c berühmt») zu erleichtern. Weiter seien als konstruktive Einzelheiten noch die reichhaltige Dotierung des Instrumentenbretts erwähnt, sowie — last but not least — die hydraulischen Fussbremsen nebst mechanischer Handbremse. Der Aschenbecher des Horch-V-8 lässt sich bei Bedarf herausklappen. Die Zeituhr ist in «einer Vorderwand eingebaut. nen Repräsentanten sind das am Salon als viertüriges Cabriolet vertretene V-8-Modell, dessen Motor dank einer Vergrösserung des Hubraums um 9% auf 3,8 Liter, 92 statt 75 PS abgibt, sowie der « Grosse Horch » mit seinem 5-Liter-Reihen-8-Zylinder-Motor. Beide verfügen jetzt als Verbesserungen über ein vollsynchronisiertes Vierganggetriebe (voriges Jahr nur 3 synchronisierte Gänge) und dazu ein hinten an dieses angefügtes, durch einen eigenen kurzen Hebel geschaltetes Fernganggetriebe. Dank diesem Schongang dürfen sie auf Autobahnen stundenlang mit 130 km/St. voll ausgefahren werden. Ihre Abfederung geschieht nach wie vor vorn einzeln, während hinten als Besonderheit eine Doppelgelenkachse zur Anwendung kommt, wie man sie übrigens in ähnlicher Form auch von den deutschen Rennwagen her kennt. Es erübrigt sich fast, darauf hinzuweisen, dass diese Wagen bis ins hinterste Detail mit raffiniertestem Aufwand ausgestattet sind, wie man ihn nur bei Fahrzeugen der Spitzenklasse antrifft Wanderer (Stand 8) Drei Haupttypen stehen im Fabrikationsprogramm dieser der Auto-Union angehörenden Firma. Der kleinste, genannt W 24, ist Die Schwebeachse des Wanderer W-23. Die hoch liegende Querfeder verhindert in Kurven und wirkt daher ähnlich einem Kurvenstabilisator. zeln, durch eine tiefliegende, die Hinterachse ist durch eine hochliegende Querfeder abgestützt Diese — Schwebeachse genannte — Bauart verhindert ein Heraushängen des Wagenaufbaus in Kurven, wodurch Strassenund Kurvenlage in entscheidender Weise günstig beeinflusst werden. Die beiden kleinen Wanderer-Typen werden serienmässig als Innenlenker, Cabriolet, sowie als 4-, 5sitziges Phaeton geliefert, während der W 26 hauptsächlich zur Aufnahme von grossen Pullmanaufbauten bestimmt ist. Am Wandererstand figuriert dies Jahr einzig der U 24 als 4plätzige Limousine. ehaque jour davanlageta QUALITE TOTALEI Graham. Verlangen Sie Auskünfte beim Konzessionär für die Schweiz: Grand Garage E. MAURER, Tranchees 50, Genf Vertreter für Bern: H.Schmidt & Co., Belpstrasse 30b Vertreter für Basel: Garage Universal, Vogesenstrasse 76 Vertreter für Neuenburg: Garage des Trois Rois S. A.. Le Locle das Heraushangen (Stand 17) Kompressor heisst das wichtigste Merkmai dieser Wagen, deren kraftgeladene Formen schon auf die ihnen innewohnende Leistungsfähigkeit und Rasse hinweist. Durch das Zentrifugalgebläse steigert sich die Leistung des Sechszylindermotor? von 90 PS, wie er sie beim kompressorlosen Modell Graham Spetrou annie» consicutives le Rallye International de Monte-Carlo contra une compiüüon tilectionnie de* meillcures Marques du Monde entier Une Seule Marque t Hotchkut, a gagni U Raüye International de la Baute 1938. La litte teraU longue t'U faUait ditaiUer tous le$ irophiet qui t'accumulent tur Une SeuU Marque t Hotel» lau. Cetl qu'une HotchhU* es! un ensemble auui harmonieux a"aspect que d» mfcanlque I eil» $atUfaU agrfabUmentle>en$del'ef thiüque et une Hotchku* eil un ensemble (quilibri de tautet U* quältet qui assurent la SATIS- FACTION TOTALE Voia qui denn* une bonne voitare, t>ou» devez choisir une Hotchkituellevout digagera de Ion» $oucit et rendra votre vie plu$ agrtable, parce stungssteigerung dienendes Konstruktionsmerkmal nur einer Klassemarke wie Graham zugänglich ist und im übrigen keinen Eingang in den allgemeinen Automobilbau gefunden hat, so Hegt dies in der teuren Präzisionsarbeit begründet, die der mit 24.000 Uf, Min. drehende Kompressor nötig macht Die seit dem Vorjahr von Graham herausgebrachte Karosserieform mit dem geradezu .nach vom stürmenden Kühler weist suggestiv auf die Leistungsfähigkeit dieser Wagen hin, deren « Spitze > um die 150 km/St liegt Die Strassenlage der auch vorn mit starrer Achse versehenen Wagen ist so einwandfrei, dass keine Begründung vorlag auf Einzelabfederung überzugehen. Ueberhaupt gehört Graham nicht zu den Marken, die ihre Modelle andauernden Aenderungen unterziehen* und man kann nur bedauern, dass sein 14- PS-Modell jetzt nicht mehr gebaut wird* Neben den bereits erwähnten Einzelheiten seien noch folgende Konstruktionsmerkmal«' dieser fortschrittlichen Fahrzeuge hervorgehoben : Ihre Motoren verfügen über Kühlmäntel, die sich über die ganze Zylinderhöhe Der Geschwindigkeitsmesser kombiniert mit Tachometer (Drehzahlmesser) am neuen Graham-Kompressorwagen. Oben: Geschwindigkeitsangabe. Unten: Ablesung der Drehzahl. Falls im Schnellgang gefahren wird, sind die kleinen Zahlen auf dem weissen Feld zu berücksichtigen. («The Autocar».> erstrecken und daher mithelfen, das Oel kühl zu halten, ferner über hydraulische Bremsen, sowie natürlich ein synchronisiertes und geräuschlos arbeitendes Getriebe. Der Käufer hat die Wahl unter einer Reihe hocheleganter Karosserien. Cabriolets sind auf Wunsch mit Schweizerkarosserien lieferbar. Firestone. (Stand 227) Noch blickt die Firestone-Fabrik in Pratteln nicht auf eine vierjährige Tätigkeit zurück, aber in dieser kurzen Zeitspanne schon hat sich der schweizerische Firestone-Reifen unter den einheimischen Automobilisten seinen Namen gemacht und seinen Platz gesichert Schweizerische Qualitätsarbeit gepaart mit Fabrikationsmethoden, die sich die neuesten technischen Errungenschaften zunutze machen — das Zusammentreffen dieser beiden Faktoren bietet Gewähr für ein erstklassiges Produkt. Viel, sehr viel, unter Umständen sogar Ihr Leben kann von der Qualität der Reifen abhängen. Sie sind Vertrauenssache. Der Name Firestone aber bürgt dafür, dass Sie sicher und bequem fahren und dass der Reifen auch hinsichtlich seiner Lebensdauer Ihre Erwartungen voll erfüllt. Die Ausgestaltung des Standes am Genfer Salon bringt die Mannigfaltigkeit der Firestone-Erzeugnisse anschaulich und lebendig zum Ausdruck. Kräftig hebt sich von der Rückwand der Markenname ab, währenddem, darunter und auf den beiden Seiten Motorrad- und Autoreifen verschiedener Dimensionen als Rahmen für photographische Vergrösserungen dienen, welche dem Besucher den komplizierten Werdegang eines modernen Pneus vor Augen führen. (Fortsetzung & S>