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E_1939_Zeitung_Nr.023

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 14. MÄRZ 1939 — V« 23 Die vom A. C. S. In Genf organisierte Geschwindigkeitsmesser- Kontrolle — ein voller Erfolg. (Einges.) Die Kontrolle der Geschwindigkeitsmesser, welche der A. C. der Schweiz auf dem zwischen Secheron und Bellevue gelegenen betonierten Teilstück der Strasse Genf-Lausanne während des Genfer Salons organisierte, schloss mit einem so grossen Erflog, dass es nicht möglich ist, bereits heute präzise technische Resultate zu veröffentlichen. Immerhin zeigt es sich, dass dieses Unternehmen die Voraussagen des technischen Dienstes des Clubs voll und ganz bestätigt. Fast sämtliche Geschwindigkeitsmesser sind falsch, wobei die Abweichungen keineswegs auf die üblicherweise angenommene Toleranz von 10% beschränkt bleiben, sondern ganz verschiedene, teilweise unglaublich anmutende Werte erreichen ... 30 und 40 % zum Betspiel und dies bei normalen Verkehrsgeschwindigkeiten. Da sich die Fehler bei zunehmender Geschwindigkeit meistens vergrössern, kann man sich ungefähr vorstellen, welche Glaubwürdigkeit manche Zähler verdienen, wenn man mit Tempi von über 100 km/St, fährt. Die Durchführung dieser Kontrolle durch den A.G.S. war daher, wie die Erfahrung beweist, un- Letzte Ifletcflun^^n Genfer Salon 1940:1.-10. März. Preiswerte Occasions-Automobile Grosse Auswahl in verschiedenen Marken, z. B.: BALILLA, Limousine, 5 PS OLYMPIA, Cabriolet, 8 PS RENAULT, Limousine, 7 PS MERCEDES, Cabriolet, 9 FS Günstige Zahlungsbedingungen. Tauschmöglichkeit. TITAN, Badenerstr. 527, Zürich. Tel. 7 07 77 FIAT 1500 sehr gepflegte Limousine, mit Heizung und Radio, neuen Schneepneus, in ganz tadellosem Zustand, zum Preis T. Fr. 4000.— zu verkaufen Offerten unter Chiffre Z6498 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Zu verkaufen TALBOT CABRIOLET 4-5 Plätze, 6 ZyL, 11 PS, 6fach bereift, (23,24 Fr. 450.— E. Müller, Bühlstr. 23. Bern. 8342 Zu verkaufen CAR ALPIN F. B. 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Daran anschliessend wird die Länge der Bremsspur gemessen, wobei ausdrücklich erwähnt sei, dass es sich in diesem Falle nicht um die Summe aus Reaktionsdistanz, Bremsdistanz und «Schreckdistanz» handelt, sondern nahezu einzig um die Bremsdistanz. Hit welcher Geschwindigkeit fährt er jedoch tatsächlich? Die Kontrolle des A.C.S. hat gezeigt, dass sie für bestimmte Wagen 72 km statt 60 km und für andere 40 km statt 60 km beträgt. Was nützt aber eine solche Bremsprüfung, solange über die wirkliche Verkehrsgeschwindigkeit völlige Unklarheit herrscht? Will man nämlich auf Grund einer solchen Kontrolle die Bremsdistanz für andere Geschwindigkeiten berechnen, so wächst der Fehler im Quadrat der Geschwindigkeit Der überraschend grosse Andrang der Automobilisten, zur Kontrolle der Geschwindigkeitsmesser beweist, welch grosses Interesse sie mit ihrem Wagen verbindet. Uebrigens war nicht der geringste Zwischenfall zu verzeichnen. Alles spielte sich mit der Regelmässigkeit eines Chronometers ab,» denn der Club hatte weder Kosten noch Mühe gescheut, um für eine tadellose Organisation zu sorgen. Zeitnehmer, Kommissäre, Telephonisten, Sekretäre, Helfer, Securitaswächter und Polizisten sorgten dafür, dass alles einwandfrei vor sich ging. Keine Verkehrsstörung oder -Stockung, kein gestürzter Radfahrer, keine umgeworfene Signaltafel, so klein sie auch sein mochte. Und dies trotz der nicht immer günstigen Witterung. Da die Kontrolle ohne den geringsten Unterbruch erfolgen konnte, war es möglich, während des Zeitraumes, über den sie sich erstreckte, an weit über 1000 Wagen die Geschwindigkeitsmesser zu prüfen. Dabei gaben zahlreiche Automobilisten anderer Kantone dem Wunsche Ausdruck, man möchte eine solche Kontrolle auch in ihrem Kanton durchführen. B. Die Tradition will es, dass jeweilen am zweiten Freitag des Genfer Salons das Organisationskomitee der Ausstellung zusammentritt. Von dieser Usanz wich man auch heuer nicht ab. Gleich zu Beginn der Sitzung stand die erfreuliche Konstatierung, dass der Erfolg des diesjährigen Salons jenen des Vorjahres deutlich übertrifft. Bei der Rundfrage über das für 1940 vorgesehene Programm erklärte sich das Komitee einstimmig mit der Beibehaltung der während der vergangenen Ausstellung eingeführten Neuerungen einverstanden. Im übrigen wurde angesichts der Tatsache, dass zahlreiche Salonbesucher bei der Beschaffung von Unterkunft auf Schwierigkeiten gestossen waren, für das kommende Jahr die Schaffung einer Quartierkommission beschlossen. Als Termin für den Salon 1940 setzte das Komitee die Tage vom 1.—10. März fest, womit sich den Händlern die Möglichkeit bietet, die am Salon bestellten Wagen noch auf Ostern zu liefern. Damit wird das Gerücht, die nächstjährige Ausstellung öffne ihre Pforten erst im November, gegenstandslos. $#•»»*• Nummerneinlösung Im Kanton Schwyz. Fahrzeughalter, die ihre Motorfahrzeuge ab 1. April in Betrieb nehmen wollen, können dieselben schon ab 25. März ohne Zuschlag einlösen, eofern gleichzeitig die Haftpflichtversicherung in Kraft gesetzt und die Nachweiskarte beigebracht wird. Fahrzeug- und Führerausweis, sowie Versicherungsnacbweis sind uns frühzeitig zur Erneuerung einzusenden. Kant, Motorfahrzeugkontrolle Schwyz. Der neue Traktorenparagraph im Thurgati; Nach einem Beschluss der thurgauiechen Regierung vom 7. März 1939 ist es den Landwirten, die einen Traktor zu landwirtschaftlichen Zwecken gegen die jährliche Taxe von 60 Fr. lösen, inskünftig gestattet, auch für andere Gutsbetriebe im Ortsrayon rein landwirtschaftliche Arbeiten, insbesondere soweit der Ackerbau sie erfordert, ohne Zuschlagstaxe auszuführen. An diesen landwirtschaftlichen Traktoren muss vorn ein Kontrollschild angebracht werden, das bei der kantonalen Automobilkontrolle zu beziehen ist »- Gesucht Kapital von 1 grösserer Schweizer Garage in Bolivien (Südamerika) (23,24 zur Erweiterung des Handels, hohe Verzinsung, ev. TEILHABER m. ob. Kapitaleinlage (tücht, branihenkundiger Kaufmann). Offerten unter Chiffre 8344 an die Automobil-Revue, Bern. Zu kaufen oder mieten gesucht gutgehende Kompressor 7 HP, eines der letzten Garage Modelle, Sporttyp, 2 PL, 150 Std./km, Luxusausführung, 24 000 km. Preis mit (22,23 Fr. 3800.—. Werkstatt Grand Garage Economique, Village - Suisse, sicherem Interessenten. von zahlungs- oder miet- Plainpalais, Genf. Offerten unter Chiffre 8314II an die Automobil-Revue, Bern. :«»W»V«ES •»!««&§••• Im Rahmen der Sitzung, welche das Direktionskomitee der A. I. T. anlässlich des Salons in Genf abhielt, offerierte der T. C. S. den Teilnehmern am vergangenen Freitag ein Diner im Hotel des Bergues. Dem Bankett wohnten u. a. auch Hr. Adrien Lachenal, Präsident des Genfer Staatsrates, und Dr. Rothmund, Chef der Polizeiabteilung des Eidg. Justiz- und Polizeidepartementes, bei. Unter den ausländischen Gästen Dr. Hennebergs, der neben dem Vorsitz des T. C. S. auch das Präsidium der A.I.T. führt, bemerkte man Vertreter der englischen Automobile Association, des französischen Touring- Clubs, des deutschen Automobil-Clubs, der Consociazione turistica italiana, ferner der Touring Clubs von Holland und Ungarn, sowie die Herren Paul Duchaine, Generalsekretär, und Dubois, Generalkassier der A.I.T. In den Ansprachen kam überall das freundschaftliche Einvernehmen zum Ausdruck, das in diesem « automobilistischen Völkerbund» herrscht und das gekennzeichnet ist durch die Tatsache, dass auch unsere südlichen und nördlichen Nachbarn sich an dessen Arbeiten beteiligen. SEKTION SEELAND. Die Sektion Seeland des Schweizer Touring-Clubs veranstaltete am 11. März im grossen Saal des Hotels « Kreuz » in Lyss ihr traditionelles Jahresfest, das den zahlreichen Teilnehmern aus dem ganzen Landesteil wiederum eine Reihe unbeschwerter Stunden vermittelte. Der mit viel Blumen geschmackvoll dekorierte Saal, ein ausgezeichnet mundendes Bankett und ein wie immer reichhaltiges Unterhaltungsprogramm bildeten den Rahmen zu frohem Erleben und behaglichem Geniessen. Am flotten Gelingen des Festes, als dessen einzige offizielle Rede wir einen kurzen, herzlichen Willkomm des Sektionspräsidenten A. Leiser (Lyss) registrieren, waren ausser den Chargierten insbesondere beteiligt: Mitglieder des Damenturnvereins Lyss und der Liebhaberbiihne Biel. der ieder Situation gewachsene Conferencier und Humorist « Lolo » aus Zürich und das schmissige, unermüdlich aufspielende Tanzorchester «Ramona» aus Grenchen. Sd. SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Auf Einladung der Sektion St. Gallen-Appenzell des Automobil-Clubs der Schweiz eprach am Mittwoch im Hotel « Schiff», St. Gallen, Herr Dr. Th. Gubler, Basel, über Eindrücke «auf den Spuren der transkontinentalen Autostrasse London - Istambul - Ungarn - Rumänien - Türkei - Bulgarien - Jugoslawien». In Kreisen des Automobil-Clubs und darüber hinaus iet der Referent nicht allein als Präsident der Verkehrskommission des ACS und als Verfasser namhafter Reiseführer, sondern auch als gewandter und erfolgreicher Reiseschilderer bekannt. Die Transkontinentale ist nach den Beschreibungen des in Strassenbaupolitik tätigen Referenten noch weit davon entfernt, Wirklichkeit zu sein. Je mehr wir nach dem Osten gelangen, desto hoffnungsloser sieht es aus und man wird es kaum fassen können, dass *in wenigen Jahren die grosse Ueberlandstrasse West-Ost erstehen und das Reisen bequem machen soll. Ihren Spuren nachgehend, wird jeder Automobilist seine helle Freude an den bereits vollendeten Teilstrecken, wie sie besonders auf deutschem Gebiet anzutreffen eind, haben. Dass es aber beim Reisen nicht allein auf die guten Strassen ankommt, grosses Luxus-Boot Infolge Abreise sehr billig zu verkaufen %ukiuuen oder zu mieten gesucht v. tüchtigem Fachmann eine kleinere (22,23 an günstiger Lage, mit Service-Station. Offerten unter Chiffre 8327 an die in grossem Garten,. Erbauungsjahr 1927, zu H des Erstellungspreises verkauft Zustand wie neu, günstige Zahlungsbedingungen. Modernes AUTO wird mit an Zahlung genommen. — Gefl. Anfragen unter Postfach 39, Wil (St. Gallen). T. C. S. Zu verkaufen 11,80 m lang, mit einem Maybach-Benzin-Motor von 60 PS. Würde sich ganz besonders zu Personen- Transporten während der Landesausstellung eignen. Nähere Einzelheiten erfahren Sie durch Chiffre G. 2368 an die Automobil-Revue. Genf. Occasions- Einachser- Anhänger für 4 Tonnen Tragkraft. 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Sehr interessant waren auch die ethnographischen Betrachtungen über das einst von der Mosel her bevölkerte, heute unterdrückte Siebenbürgen und die uralten Einflüsse in Bulgarien. Ebenso die wirtschaftspolitischen Zusammenhänge, beispielsweise in dem Rohölgebiete Rumäniens. Der Präsident des ACS, Herr Traugott Walser, konnte für einen ausserordentlich genussreichen, mit prachtvollen Lichtbildern begleiteten Vortrag danken. E. B. AUTOFAHRLEHRER-VERBAND BEIDER BA- SEL. Wir machen sämtliche Autofahrlehrer von Basel-Stadt und -Land darauf aufmerksam, dass am 26. März 1939 in der Schweizer Mustermesse die Delegiertenversammlung der Vereinigung staatlich geprüfter Autofahrlehrer der Schweiz stattfindet. Im Hinblick auf diese Veranstaltung laden wir sämtliche Autofahrlehrer, auch alle diejenigen, die dem Verbände noch nicht angehören, auf Dienstag, den 14. März, 20 Uhr, ins Rest. Heuwaage, Basel, zu einer Zusammenkunft ein. Der Vorstand. GESELLSCHAFT DER MILITÄR-MOTORFAH- RER DES KANTONS BERN. Neueste technische Automobil-Instruktionsfilme. Am 17. März im Hotel Guggisberg in Burgdorf, und am 22. März im Hotel Kreuz in Langenthai, gelangen die neuesten technischen Automobil-Instruktionsfime zur Vorführung. Referent: Adj. Uof. Bruni, Thun. Die Vorträge werden organisiert durch die Gesellschaft der Militär-Motorfahrer des Kantons Bern, eine junge, rege Gesellschaft, die bereits über 400 Mitglieder zählt Es beteiligen sich ferner: in Langenthai der Touring-€Iub; in Burgdorf der Automobilclub Sektion Emmental und der Chauffeur-Club BurgdorL Die Filme werden vom Kdo. Sohulen-Mot. Trsp. Trp. Thun zur Verfügung gestellt Die Gesellschaft der Militär-Motorfahrer (G.M. M.B.) lädt alle Angehörigen der Motortruppen und ganz besonders die neu Umgeteilten ein, diese lehrreichen Filmvorträge zu besuchen. Die Filme sind auch für den Autofachmann interessant. Der Eintritt ist frei. Am 19. März führt die G.M.M.B. ihr Frühlingsschiessen für Gewehre, Pistolen und Revolver in Aarberg durch. Ferner ist für den 30. April die Beteiligung an der ersten Schweiz. Motorfahrerkonkurrenz vorgesehen. Interesseriten erhalten nähere Auskunft im Vortragssaal. Was kostet das Benzin? (Preise für den Februar, pro Liter und berechnet in Schweizer Franken.) England 36 Rp. Rumänien 33 Rp. Frankreich 36 Rp. Italien: Deutschland: Gemisch 79 Rp. Berlin 69 Rp. Rein 84 Rp. Wien 69 Rp. Ungarn 46 Rp. Schweiz 42 Rp. Polen: Tschecho-Slow. 49 Rp. Gemisch 48 Rp. Belgien 40 Rp. Rein 50 Rp. Jugoslawien 53 Rp. OPEL CHEVROLET PEUGEOT Autoabbruch Bern-Zollikofen Hans Zysset, Tel. 47.011 liefert Bestandteile aller Art Motoren, Achsen, Getriebe etc. Ankauf von Altwagen, Luxusand Lastwagen. Unfall und verbrannte. V* Zu verkaufen Ausserordentliche Occasion, fast neuer (23 SAURER Benzin- Lastwagen 4%—5 t, neu durchrevid., in allerbest. Zust, preisw. zu verkaufen, ev Tausch an einen prima 3—3 K-T.- Lastwagen. 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„Antomobli-Revue" — Hr. 23 BERN, Dienstag, 14. März 1939 Soll Reklame f Da lässt man für die Propaganda eine originelle Vorlage durch einen Graphiker ausarbeiten, legt noch eine Anzahl Franken für das Cliche aus und muss nachher feststellen, dass der Erfolg sich auch um keinen Deut verbessert. Wenn die Originalität nicht mehr hilft, was soll dann helfen? » So hat schon hie und da der eine oder andere unserer Geschäftsfreunde räsonniert. Die Meinung, dass die Erfolgsaussichten der Werbung und damit ihr Wert überhaupt mit der Originalität der Gestaltung stehe und falle, sitzt ziemlich tief, so tief, dass es scheinbar vermessen ist, dagegen in irgendeiner Form aufzutreten. Diese Meinung wäre allerdings an sich nicht so schlimm, wenn sie logischerweise nicht auch diejenige nach sich zöge, dass der Misserfolg einer Propaganda als Beweis ihre Wertlosigkeit schlechthin gelten könne. Selbst, wenn die Konsequenz nicht in einer solch scharfen Weise gezogen wird, so reiht sich daran doch wenigstens die Auffassung, dass zum Erfolg in der Propaganda eine gute Portion Glück gehöre. Des Interesses halber wollen wir den Gedanken versuchsweise etwas weiterspinnen: Welches wäre wohl der Erfolg der Reklame, wenn in einer Zeitung alle Inserate einmal ausgesprochen «originell» gestaltet würden? Wäre dadurch Gewähr geleistet, dass das letzte unter ihnen auch einen angemessen besseren Erfolg erntete?* Es ist wohl keine grosse Praxis im Reklamewesen notwendig, um festzustellen, dass dies kaum der Fall sein dürfte. Der Begriff der c Originalität» ist irreführend. Gewiss, wir versuchen durch Verwendung dieser Originalität in einer das übliche Mass übersteigenden Weise aufzufallen. Doch dieser Wunsch nach Auffälligkeit ist keineswegs Ziel an sich, sondern verfolgt den Zweck, für unser Angebot einen günstigen Eindruck zu erwecken. Nun sind aber « auffallend » und «sympathieerweckend » zwei an sich grundverschiedene Dinge, die wohl beide die Originalität zum Paten haben können, sie aber nicht unbedingt zu haben brauchen. So wenig ein Spaziergänger deswegen eine sympathische Regung erweckt, weil er — in sicher origineller Weise — bei strahlendem Mittagshimmel mit geöffnetem Regenschirm durch die Strossen läuft oder den Rock verkehrt angezogen hat, so wenig braucht eine Reklame den Wunsch zu wecken, einem Angebot den Vorzug zu geben, nur deswegen, weil es kapriolenhaft aus der Reihe tanzt. Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass die blosse Originalität der Werbung die Käuferschaft dazu veranlassen kann, einem bestimmten Produkt den Vorzug zu geben, dann nämlich, wenn bereits der Kaufswunsch besteht und der Reklame die blosse Aufgabe zukommt, von dem Vorhandensein des Angebotes Kenntnis zu geben. Leider sind in ziemlich allen Zweigen unsteres Erwerbslebens jene goldenen Zeiten längst entschwunden, da der Käufer auf den Lieferanten angewiesen war und seitens des Verkäufers kein nennenswerter Kampf um den Absatz geführt zu werden brauchte. Der Zweck der Reklame ist — man möchte sagen ohne Ausnahme — viel weiter gesteckt. Sie soll ja gerade dort als Verkaufsförderung dienen, wo die übrigen Mittel und Methoden nicht mehr ausreichen und etwas grundsätzlich Neues notwendig ist, das über die blosse Benachrichtigung weit hinaus geht. Wir kommen der Lösung der Frage am nächsten, wenn wir die Bedingungen untersuchen, unter denen für die Reklame die denkbar beste Aussicht auf einen maximalen Erfolg besteht. sein t Wer nicht nur etwas Neues, sondern gleichzeitig Besseres oder Geeigneteres zu offerieren hat, wer also mit anderen Worten der natürlich-egoistischen Einstellung des einzelnen Käufers entgegenkommt, darf mit Sicherheit auf die Gunst des Publikums zählen. Aufgabe der Reklame ist es nun, diesem Publikum die Ueberzeugnug beizubringen, dass die Art des Angebotes deren Annahme unbedingt rechtfertigt. Dass dabei die Originalität eine vorteilhafte Rolle spielen kann, nämlich die Aufmerksamkeit der Kundschaft zu erregen, stimmt ohne Zweifel; ebenso richtig ist aber auch, dass dadurch weder das Interesse noch gar der Kaufsentschluss gesichert sind. Um € das Geschäft unter Dach zu bringen », ist ein Mehreres unerlässlich: Jene Fassung zu finden, die bei aller Originalität der äusseren Aufmachung auch inhaltlich die Eigenartigkeit, Ursprünglichkeit und vor allem Vorzüglichkeit des Angebotes zum Ausdruck bringt. Was wir darunter verstehen? Ein Beispiel, das wir mit Absicht etwas exzentrisch wählen, möge Aufschluss geben. Nehmen wir an, ein Automobilkonstrukteur hätte ein Modell geschaffen, das nebst den von einem modernen Wagen verlangten Eigenschaften ein stufenloses und automatisches. Getriebe aufweist. Er mag nun in seiner Werbung grundsätzlich drei Wege gehen: 1. Er beschränkt die Originalität auf das Aeussere der Werbung (z. B. durch Verwendung neuartiger graphischer Formen, seltener Schriften, Nochmals: neuartiger Werbemittel), oder 2. er kümmert sich überhaupt nicht um die Art der Darstellung, sondern konzentriert sich ausschliesslich auf den Inhalt und legt einzig Bedacht darauf, dass die Vorzüge seines Getriebes sachgemäss behandelt sind, oder 3. er entwickelt aus dem Vorhandensein des stufenlosen Getriebes einen Werbefeldzug, der sowohl in seiner äusseren Form wie dem Inhalt nach originell, d. h. bis zu einem gewissen Grad einzigartig ist. Brauchen wir darauf hinzuweisen, dass diese letzte Methode ideal ist, weil sie ein Maximum an Wirkung verspricht? Allerdings steht in den seltensten Fällen ein Werbeargument wie das stufenlose Getriebe zur Verfügung. Nichtsdestoweniger muss und kann diese Einzigartigkeit in der Werbung, die Individualisierung eines Angebotes angestrebt und auch fast in allen Fällen, wenigstens in einem gewissen Masse, erreicht werden. Es kommt nicht nur darauf an, was man dem Kunden zu bieten hat, sondern auch darauf, wie weit er sich überhaupt der Leistung der Konkurrenzartikel bewusst ist. Gelingt es einer Oelfirma, die vorteilhafte Funktion ihres Oels dem Automobilisten in irgendeiner Richtung bewusst zu machen, so wird ihr dieses Bewusstsein auch einen vermehrten Zuspruch verschaffen, falls dieselbe Eigenschaft seitens der Konkurrenzprodukte nicht bekannt ist. Auf Grund dieser Erkenntnis sind schon grosse Vermögen verdient worden. Vielleicht klingt es unwahrscheinlich, Ist dabei aber doch nicht weniger wahr, dass beharrliches Suchen auch in den verzweifeltsten Fällen erreicht, irgendeinen Umstand, der sich als originelles Werbeargument verwenden lässt, zu finden. Hauptsache ist und bleibt: Nicht nur in der äusseren Form originell, d. h. «ursprünglich» oder «ein- -• r zigartig » zu sein, sondern ebensosehr auch im Inhalt der Werbung. Erst dann ist Gewähr gegeben, dass sich die erzielte Aufmerksamkeit zum Interesse und dem Kaufentschluss weiter entwickelt. = Für und Wider einer ITlarkt-^anieriins' Nicht umsonst kommt es immer und immer wieder vor, dass junge Firmen mit jungen Köpfen an der Spitze die längst bestehenden und erfahreneren Konkurrenten zu schlagen vermögen. Der Grund ist wohl darin zu suchen, dass sie mit einer viel grösseren Frische, Unbefangenheit, ja man darf schon sagen Naivität an die Probleme herantreten und in ihren Dispositionen durch keinerlei unangenehmen Erfahrungen beeinträchtigt werden, die sich zu schwächeren oder stärkeren Minderwertigkeitsgefühlen entwickelt haben. Ein psychologischer Faktor, der für den Geschäftserfolg ebenfalls eine Bolle spielt! Man darf nie vergessen, dass jeder Zwischenmann, sei er nun Grosskaufmann, Spezierer oder Autohändler, ständig Gefahr läuft, ausgeschaltet zu werden. Und wenn diese Ausschaltung auch nicht vollständig erfolgt, macht sie sich doch durch eine immer gedrücktere Verdienstmarge unangenehm bemerkbar. So seltsam dies scheinen mag, so liegt es doch ganz im Sinne einer naturgemässen Entwicklung. Der Grosskaufmann, der noch vor Jahrzehnten ganze Schiffsladungen in irgendeinem Erdteil kaufte, sie nach einem andern verfrachtete und dort so teuer als möglich absetzte, versichert sich heute nicht nur dadurch gegen Preisschwankungen, dass er auf dem Wege des Terminhandels die gleiche Menge Waren auf Zeit wieder verkauft, sondern er wählt dazu auf Grund jahrelanger Erfahrungen und eingehender Studien der Verhältnisse sorgfältig den günstigsten Markt, ja sogar den Monat. Dem Spezierer, der früher die Funktionen eines Vertrauensmannes der Hausfrau bei der Wahl der Waren erfüllte, wurde die Arbeit durch die Einführung des Markenartikels wesentlich erleichtert, dadurch aber auch ein Teil der Verdienstmöglichkeiten entzogen. Der Automobilhandel seinerseits war während der letzten zwölf Jahre Zeuge nicht nur einer sukzessiven Konzentration in der Automobilfabrikation und einer ständigen Verbesserung und Verbilligung der Verkaufspreise, sondern auch einer dadurch möglich gewordenen weitgehenden Rationalisierung und Normalisierung, welche die Verdienstspanne ganz natürlicherweise zusammendrückte. Wo immer im Wirtschaftsleben die Aufgabe eines Gliedes in der Kette der volkswirtschaftlichen Funktionen vereinfacht wird, hat der Einfluss der Konkurrenz immer eine Verringerung der Gewinnmöglichkeiten naturnotwendig zur Folge. Es wäre vielleicht ganz interessant, durch eine Bundfrage festzustellen, welches Ziel jeder einzelne im Auge hat, der heute nach einer Sanierung des Marktes ruft. Die Antworten würden ganz bestimmt nicht einheitlich lauten, weil ein Jeder das Problem vornehmlich aus seiner eigenen Perspektive betrachtet. Trotzdem glauben wir auf Grund des im vorliegenden Absatz Gesagten, dass es im Grunde genommen nur eine einzige Möglichkeit gibt, um der Kalamität ein Ende zu bereiten: Das Wirkungsfeld, das sich im Laufe der Jahre immer weiter verengt hat, auszudehnen oder, mit anderen Worten, die Leistungsmöglichkeiten im Interesse der Allgemeinheit zu vermehren und zu erweitern. Das will natürlich nicht heissen, dass deswegen die Zahl der Automobilfabriken wieder erhöht oder die Preise der Occa- « Hut um Qottes uuiten etwas Jxinfezes»! hat vor ein paar Jahrhunderten der Reformator Ulrich Zwingli ausgerufen, als in einer kritischen Stande seinen Mitkämpfern der iSchreck in die Glieder gefahren war. Gewiss ist es nicht leicht, einen klaren, bestimmten Entscheid zu treffen, wenn die Kunden, Arbeiter, Angestellten, Vertreter, Hausierer und andere die ruhige Ueberlegung des verantwortlichen Leiters stören, als hätten sie vor der Türe mit zusammengesteckten Köpfen eine nervenzermürbende Stichelei vereinbart. Und wer sollte Lust haben, seine Entschlusskraft frohmütig zu betätigen, wenn die schwindende Konjunktur den gefällten Entscheiden immer mehr den Erfolg raubt? Auch der Alltag fordert vom verantwortlichen Leiter eines Betriebes eine oft gar nicht bescheidene Dosis Tapferkeit, d. h. jenen Willen zur Verantwortung, der aus einem Geschobenen einen nach eigenem Gutfinden und Gutdünken schiebenden Menschen macht. Der Steuermann ist nie notwendiger, als wenn die Kraft der Strömung das Schiff wahllos nach links oder rechts abzutreiben droht. Die Zuverlässigkeit von Maschinen und Propellern ist nie wichtiger, als wenn es gilt, trotz äusseren Einflüssen die Fahrtrichtung unbedingt einzuhalten. Entschlussfähigkeit, Verantwortungsfreudigkeit, Zivilcourage, geschäftliche Tapferkeit, oder wie man das Ding sonst noch heissen könnte, sind nie unentbehrlicher als dann, wenn die äusseren Umstände sie am meisten niederzuringen und zu vernichten drohen. 0 sionswagen verbessert werden könnten. (Selbstredend sind davon die hochvolumigen Modelle ausgenommen, deren vorzeitliche Entwertung ja nicht auf die Abnützung, sondern auf die zu hohe Besteuerung zurückzuführen ist.) Es gilt einfach, alle bestehenden Möglichkeiten ausfindig zu machen, wie das Gewerbe dem Automobilisten nützlicher als bisher sein könnte. Dazu gehört nicht in letzter Linie die Schaffung einer Preisbasis für neue und alte Wagen, die den wirklichen Wert darstellt und den Eindruck vermeidet, als wären die Automobilhändler feilschende Strassenverkäüfer vor einem orientalischen Basar. Amerika ist bekanntlich keine Republik, sondern ein Bund von 48 Staaten, von denen ein jeder sein Haus nach eigenem Gutdünken führt. 4 Staaten haben bereits vor einiger Zeit den Automobilhandel dadurch zu sanieren versucht, dass sie für dessen Ausübung eine Bewilligung vorschreiben, die nur dann erteilt wird, wenn die notwendigen fachlichen und finanziellen Garantien geboten werden könnten. Das System hat sich bis heute noch nicht so günstig ausgewirkt, dass es zur Nachahmung reizen würde. — Man darf darüber aber nicht vergessen, dass in den meisten Städten für den einzelnen Händler kein Gebietsschutz vorhanden war, ein Zustand, dem gegenwärtig besonders unter Führung der grossen Automobilkonzerne zuleibe gegangen wird. • Wie wäre es übrigens, wenn der einzelne Händler versuchen würde, bei seiner Kundschaft die Einstellung zu den Bestrebungen einer Marktsanierung zu sondieren! Wir unsererseits sind, wie gesagt, der Auffassung, dass das Publikum — hier wie überall von Ausnahmen abgesehen — eine solche begrüssen würde, weil auch es aus eigener Erfahrung weiss, wie notwendig die Schaffung geordneter Verhältnisse oft ist und dass es davon letzten Endes ebenfalls profitiert. :—: