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E_1939_Zeitung_Nr.026

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F E U I L L E T O N

F E U I L L E T O N Rätsel um Muriel. Roman von Johann Friedrich. 24. Fortsetzung. « Bitte, gern ! » antwortet sie nach einigem Zögern. Don Aguillar lädt sie durch eine Handbe- •wegung ein, ihm zu folgen. Er geht durch einen engen Gang zwischen zwei Käfigen hindurch, Muriel folgt ihm etwas ängstlich. Die Tigerin im Käfig links steht plötzlich mit einem raschen, leisen Sprung am Gitter. Muriel zuckt zusammen, doch ein Befehl des Dompteurs scheucht das Raubtier wie ein Hühnchen fort. Aguillar stösst eine schmale Tür auf und lässt Muriel höflich den Vortritt. Sie merkt, dass sie sich in einer Art Rumpelkammer befindet. Dann geht es durch eine zweite Tür. Ein Geräusch, das Muriel bisher von fern gehört hat, dröhnt jetzt auf einmal laut und lärmend. «Hier versteht man sein eigenes kaum >, sagt Muriel vorwurfsvoll. « Das sind die Motoren », erklärt Aguillar, « sie erzeugen die Kraft, die für die Vorstellung gebraucht wird. Für die Beleuchtungsanlage, die Pumpen, die Aufzüge und was es noch alles bei uns gibt.» « Das ist kein sehr geeigneter Ort für unsere Unterhaltung», beschwert sich Muriel. Sie hat unvermittelt ein Vorgefühl von Gefahr. < O doch ! > widerspricht Don Aguillar. «Es ist sogar ein vorzüglicher Ort. Ich möchte Ihnen nur eine einzige Frage stellen, Ma'am. Ihr Herr Gemahl liebt Sie doch sehr ? > « Sie sind ungezogen, Don Aguillar ! » weist ihn Muriel scharf zurecht. « Eine solche Frage wäre selbst unter Freunden indiskret. Mit unserm Geschäft hat sie ganz und gar nichts zu tun. > « Sie brauchen Sie auch nicht zu beantworten, Ma'am. Eine Frau, wie Sie ! Es ist ohnedies sicher, dass Ihr Gatte glücklich ist, Sie zu besitzen. > c Diese Art Komplimente —» «Das ist nur eine Feststellung, keine Schmeichelei. Ich werde Ihrem Gatten Gelegenheit geben, seine Liebe zu Ihnen zu beweisen. — Die Handtasche muss ich Ihnen leider fortnehmen.» Mit einem Griff, zu selbstverständlich, um auch nur roh zu sein, entreisst der Dompteur Muriel ihr Nachmittagstäschchen, in das sie eben nach ihrem kleinen Revolver greifen wollte. Denn es ist ihr jetzt klar, dass es ernst ist c Und nun verlasse ich Sie >, Aguillars Gesicht ist maskenhaft, Muriel hat die Empfindung, dass ihm selbst bei diesem Auftritt gar nicht wohl ist, «nur für eine knappe halbe Stunde. Fürchten Sie sich nicht, es soll Ihnen nichts geschehen. Ihr Gatte soll durch die Angst um Sie gezwungen werden, uns endlich die Munition auszuliefern, die wir unbedingt brauchen. Das ist alles. Im übrigen, wenn Sie nachher Ihre Situation ungemütlich finden sollten, das ist nur äusserlich. Ich will und werde Sie unbedingt beschützen. » Ohne eine Antwort abzuwarten, verlässt der Tierbändiger rasch den Raum, den er von aussen abschliesst. Das Zufallen der Tür geht im Motorenlärm unter. « Was hat dieser Wahnsinnige vor ?» fragt sich Muriel, als sie sich im Düster des Gelasses allein findet. «Was hofft er in einer halben Stunde zu erreichen? Und wenn er nichts erreicht ? » Unter solchen Gedanken ergreift sie eine Holzlatte, die herumliegt, und hämmert damit an die Wand, hinter der die Motoren dröhnen. Sie merkt, dass ihr vorläufig weder Direktor Farroll noch Sir, Andrew viel nützen können. Aber auch; der Erfolg ihrer eigenen Bemühungen ist kläglich. « Mir ist doch, als klopfte was nebenan >, sagt der Heizer zum Maschinenmeister. « Ach, Unsinn ! » antwortet der. Die Manometer nehmen seine volle Aufmerksamkeit in Anspruch. Nach einiger Zeit lässt Muriel müde das Holz sinken. Sie ist kein Neuling in schwierigen Lagen und weiss, dass sie ihre Zeit abwarten muss. Major Law Steht indes ungeduldig am vereinbarten Platz. Je mehr die Zeit vorrückt, desto unruhiger wird er. Da er Muriel blindlings alle Tugenden zutraut, ist er auch von ihrer Pünktlichkeit überzeugt. Warum also kommt sie nicht ? Der Tierbändiger Aguillar will ihm nicht aus dem Sinn, Misstrauen gegen ihn und Eifersucht auf Muriel setzen dem kühlen Briten ordentlich zu. Schliesslich wendet er sich zur Kasse und fragt, ob eine Dame eine Nachricht für Major Law «hinterlassen hat. Der Kassierer schüttelt den Kopf, ihm ist nichts bekannt. Aber Direktor Farroll, der gerade neben ihm stallt, hat eine Eingebung und mischt sich ein»« -• AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 24. MÄRZ 1939 — N° 26 < Warten Sie vielleicht auf Mistress , berichtet Farroll. « Sie dürfte inzwischen das Haus verlassen haben. Ich nehme an, dass sie ihrem Gatten etwas Wichtiges zu sagen hatte. > Damit ist es dem Direktor ernst. Er glaubt, dass Muriel nach der Unterhaltung mit ihm die Rücksprache zwischen Charles und Martinez im Sinne grösseren Entgegenkommens habe beeinflussen wollen. Major Law bedankt sich. Er fürchtet, sich durch längeres Warten lächerlich zu machen und fährt ins Hotel zurück. Schon unterwegs beginnt er zu zweifeln, ob sein Benehmen richtig ist. Vielleicht wird Muriel doch noch verspätet zum Rendez-vous kommen und ihn nicht mehr vorfinden. Womöglich wird sie ihn aus irgendwelchen Gründen brauchen, wie neulich im « Peau d'Ours ». Als Major Law am Carlton ankommt, ist er schon entschlossen, schnurstracks zurückzufahren, aber da läuft er dem Radscha direkt in die Arme und muss sich zurückmelden. Dem Inder fällt die Verstörtheit seines britischen Begleiters sofort auf, zumal er sich für diesen Abend doch eigentlich beurlaubt hat. Doch sein angeborener Takt und seine britische Erziehung verbieten ihm, Fragen zu stellen. Das hat zur Folge, dass Major Law, dessen Herz voll ist, selbst einige freilich sehr vorsichtige Andeutungen macht. < Mein lieber Sir Andrew», sagt darauf der Fürst, dessen freundschaftliche Gefühle mit Neugier gemischt sind, c ich möchte Ihnen einen Vorschlag machen. Wir haben doch heute Abend nichts anderes vor. Besuchen wir noch einmal den Zirkus Farroll. Ich fand das Programm wirklich sehr interessant. Wir könnten es gut ein zweitesmal ansehen.» « Wenn es Ihnen recht ist, Hoheit», sagt der Major mit kühler Zustimmung, unter der sich ein schwer bezwingbarer Eifer verbirgt. Der Rolls des Radschas legt die Strecke zum Zirkus in ganz kurzer Zeit zurück. Trotzdem hat die Vorstellung schon begonnen, als die beiden Herren ihre Karten nehmen. Ein Blick in den Stall genügt, um festzustellen, dass er leer von Besuchern ist. Auch ein Rundgang durch die Couloirs bleibt resultatlos. Von der Loge aus blickt Sir Andrew vergebens über Ränge und Parkett Mrs. d'Andrade ist nirgends zu sehen. Wahrscheinlich war seine Rückkehr, hierher doch Unsinn. Zwischen den Käfigen der Tiger hat inzwischen der neu engagierte Stallmeister einen Zusammenstoss mit dem Tierwärter Aguillars, der durchaus nicht zulassen will, dass der neue Mann der Fütterung der Tiger zusieht « Mach dass du hinauskommst», schreit er ihn wütend an, « sonst sollst du mich kennenlernen, du ausgeblasenes Gerippe ! » Der Artist sieht die strotzenden Muskeln des andern und fühlt sich ihm nach seiner Krankheit nicht gewachsen. Er schleicht wütend aber still davon. Als er einige Minuten später Artus Farroll trifft möchte er sich schon beschweren, aber wer beginnt eine neue Stellung gern als Angeber ? So stellt er sich nur stramm vor einer beliebigen Box auf. Der Direktor geht blicklos an ihm vorüber, ihm ist nicht wohl zumute. Er leidet unter schlimmen Ahnungen. Aguillars Wärter füttert inzwischen schneller als sonst in grosser Hast die Tiger. IX. Glücksrobe und Unglücksrabe. Jede Frau, die nach Paris kommt, hat den Wunsch möglichst vielerlei zu kaufen. Wenn es ihre finanziellen Mittel erlauben, unterliegt sie diesem inneren Drange gewöhnlich nach kurzem Kampfe mit sich selbst und nach einem schlimmstenfalls etwas längeren Streit mit ihrem Gatten oder Vater. Hat sie aber äusser dem notwendigen Bankkonto auch noch den Vorsatz und das moralische Recht, Einkäufe zu machen, so ist es nur natürlich, wenn sie überhaupt keine Zeit verliert. Daher haben Lady Troy und Peggy nach ihrer Ankunft in Paris auch kaum ihre Zimmer im Excelsior bezogen und sich vom Reisestaub gesäubert, als sie, schon nach flüchtig genossenem Lunch damit beginnen, sich mit den vielen Besorgungen zu beschäftigen, die sie für Peggys Aussteuer zu machen haben. « Glaube nicht, Peggy >, sagt Lady Constanza mit ihrem kühlsten Müttergesicht, c dass wir heute schon irgendwie kaufen werden. Ich werde mich erst einmal genau umsehen und dann das Geld so praktisch wie möglich ausgeben.» (Fortsetzung folgt.) CITROEN- ORIGINAL-ERSATZTEILE Bern, Murtenstr.17 Tel. 26.222 Nur Originalteile passen genau u. garantieren für Qualität. Komplettes Lager für Frontantrieb. Zu verkaufen "9C FIAT-B AULLA, Limous., 4pl., 2türig, nur 38000 km gefahren, gepflegter Wagen, Mod. 35, Fr. 1800, nur gegen bar. Eventuell Tausch an wenig gefahrenen TOPOLINO. (26,28 Offerten unter Chiffre Z6506 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Und Sie kennen noch nicht ? WIE DAS RAD AUF SCHLUPRIGEM BODEN ••Mf Mangelhaft* Schmierung vergeudet Entrajt...VERSCHWENDET BENZIN, DI«V«rg«udung ist offensichtlich, wtnn Ihre Had«r»chl«i* dem. Nicht so leicht erkennen Sie ober den Benzinvtriuit, der durch Verrvuung »nd Verschlammung der Kolben verursacht wird. Fallen Sie Ihr Kurbelgehäuse mit Veedot, dem Öl, da» die Ventile sich rechtzeitig Sffnen und «chliessen lässt. 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N° 26 — FREITAG, 24. MÄRZ 1939 AUTOMOBIL-REVUE Amtliche Mitteilungen Wechselschilder Im Kanton Zürich. Die kantonale Motorfahrzeugkontrolle Zürich teilt mit: Zu Beginn des Jahres hat die Motorfahrzeugkontrolle für die Automobilbesitzer eine Neuerung eingeführt, der die Bedeutung einer erheblichen Steuererleichterung zukommt; die sogenannten Wecheelschilder. Dem Halter von zwei Personenwagen wird auf Gesuch hin die Bewilligung erteilt, ein und dasselbe Paar Kontrollschilder abwechslungsweise an beiden Fahrzeugen zu verwenden, •wobei die Steuer nur für ein Fahrzeug, nämlich für dasjenige mit der grösseren Motorstärke erhoben •wird. Voraussetzung ist, dass die Vorschriften des Bundesgesetzes über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr und der Vollziehungsverordnung über die Haftpflichtversicherung und die Zulassung eines Fahrzeuges zum Verkehr (Betriebssicherheit, Ausrüstung der Fahrzeuge) erfüllt sind. Die Auswechslung der Schilder wird nur gestattet innerhalb der Fahrzeugkategorie Personenwagen bis zu acht Sitzplätzen, ferner zwischen Personenwagen und Lieferungswagen, die aus einem Personenwagen für den Warentransport umgebaut wurden. Unzulässig ist die Auswechslung der Schilder zwischen eigentlichen Lastwagen und Personenwagen oder zwischen andern Motorfahrzeugkategorien. Es hat sich nun gezeigt, dass diese Neuerung leider vielfach missverstanden wurde. Manche Automöbilbesitzer glauben," dass ihnen ohne weitere Formalitäten gestattet sei, die Kontrollschilder zwischen zwei Fahrzeugen auszuwechseln, wenn für beide Fahrzeuge eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde und sich die Fahreuge — nach Ansicht des Besitzers — in betriebssicherem Zustand befinden. Das ist jedoch nicht der Sinn der Wechselschilder. . Für die Auswechslung der Kontrollschüdsr zwischen H zwei Fahrzeugen bedarf es einer ausdrücklichen ! Bewilligung der Motorfahrzeugkontrolle. Voraussetzung für die Erteilung der Bewilligung ist, dass der Automobilbesitzer für beide Fahrzeuge bei der Motorfahrzeugkontrolle den Versicherungsnachweis (weisse Karte) hinterlegt hat und dass die Betriebssicherheit des zweiten oder beider Autos anlässlich einer Vorführung durch die Motorfahrzeugkontrolle geprüft wurde. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so wird für beide Fahrzeuge ein Fahrzeugausweis mit gleicher Polizeinummer ausgestellt, so dass die Vermehrung von Wpchselschildern nur, für zwei bestimmte, also nicht beliebige Fahrzeuge in Frage kommt. Werden die Kontrollschilder zwischen zwei Fahrzeugen ausgewechselt, ohne dass diese Bedingungen und Formalitäten erfüllt sind, so liegt eine Zuwiderhandlung gegen das Bundesgesetz über den Motorfahrzeugund Fahrradverkehr (Benützen eines Fahrzeuges ohne Fahrzeugausweis und missbräuchliche Verwendung von Kontrollschildern) vor. . Veranstaltungen. Internat. Kongress der UIT in der Schweiz. Es, 1 ist den unablässigen Bemühungen der seh weilerischen Mitglieder der «Union, internationale de tramwäys, de chemins de fer d'interet local et de transports publics automobiles» (UIT) gelungen, den Vorstand des Vereins zu bewegen, den dieses Jahr vom 16.—22. Juli stattfindenden 26. Kongress, im Hinblick auf die Schweizerische Landesausstellung, in Zürich und Bern abzuhalten, obschon sich auch Stockholm mit aller Energie dafür beworben hatte. Aüsser sämtlichen dem internationalen Verband angeschlossenen Transportanstalten werden wie üblich die Regierungen der betreffenden Staaten zur Entsendung von Vertretern an diesem erstmals in der Schweiz zur Durchführung gelangenden eine Zusammenarbeit aller an dieser Veranstaltung interessierten Kreise notwendig geworden. In dem aus 18 Mitgliedern bestehenden Ehrenkomitee, an dessen Spitze Herr Bundesrat Pilet-Golaa, Vorsteher des Eidg. Post- und Eisenhahndepartementes, als Vertreter unserer Landesregierung und der Direktor des Eidg. Amtes für Verkehr als Vizepräsident stehen, sind die Regierungen der Kantone Zürich, Bern, Waadt und Genf sowie die Stadtbehörden von Zürich, Bern, Montreux und Genf durch ihre delegierten Mitglieder vertreten. Ausserdem gehören ihm weitere, leitende Persönlichkeiten des schweizerischen Verkehrswesens an. Das mit der Durchführung des Kongresses betraute Organisationskomitee wird von Herrn Kesselring, Direktor der Bodensee-Toggenburg-Bahn, als Präsident und den Tramdirektoren der beiden Kongreßstädte Zürich und Bern als Vizepräsidenten geleitet. Das umfangreiche Arbeitsprogramm des Kon-^ gresses sieht die Abhaltung von drei fachlich getrennten Vortragszyklen vor, die ausnahmslos im Zürcher Kongressgebäude stattfinden. Am 17. Juli werden die mit der Schienenbeförderung zusammenhängenden Fragen (Geleise, rollendes Material) erörtert. Am 18. Juli kommen Autobus und T r o 11 e y b u s zur Behandlung. Am 19. Juli stehen Vorträge über Betriebsfragen, Tarifbedingungen, verkehrstecr-nische und wirtschaftliche Probleme auf der Tagesordnung. Im weitern sind Werkbesichtigungen und — selbstverständlich — ein Besuch der Landesausstellung sowie offizielle Empfänge in Zürich und Bern vorgesehen. Nach dem Schlussakt, der sich am 20. Juli im Nationalratssaal abwickelt und woran sich gleichentags die Generalversammlung der UIT schliesst, führen die beiden folgenden Tage die Kongressbesucher nach Montreux und Genf. Am 22. Juli wird der Kongress in Genf aufgelöst. Propagandistisch kommt dieser Veranstaltung für die Schweiz eine hervorragende und vielseitige Bedeutung zu. Die Werkbesichtigungen und der Besuch, der Landesausstellung sowie die übrigen Ver^ anstaltungen und das anschliessende Reiseprogramm werden zweifellos dazu beitragen, den guten Ruf der schweizerischen Exnortindustrie r,n festigen und dem Verkehrswesen und der Touristik unseres Landes neue Freunde zu werben. LUX dem Zur Eröffnung der Autosaison am 1. April. Man schreibt uns: «Zahlreiche Automobilisten werden am 1. April ihre Vehikel wieder in Betrieb setzen. Mancher hätte in den schönen Tagen des März eine Fahrbewilligung gelöst, hätte dann aber gleichviel bezahlen rflüssen — wenigstens im Kanton Bern — wie ab 1. Januar; deshalb wartet er lieber, wodurch dem Bund wesentliche Zolleinnahmen auf Benzin verlorengehen und der Kanton Bern, der das Geld sicher auch nötig hätte, für einen Monat um die Einnahmen aus den Autosteuern kommt. Man kann halt allem Anschein nach die Gebühren für zehn Monate nicht berechnen. Die Autonummern sollten den Automobilisten, welche auf" 1. April fahren wollen^nioht= -erst im Laufe des 1. April zugestellt werden, sondern 1—2 Tage vorher, damit man die Schilder vorher montieren und event. in der Morgenfrühe des 1. April losfahren kann, denn das Recht hätte man dazu.» G. W. Zu dieser Einsendung teilt uns das Strassenverkehrsatnt des Kantons Bern mit: «Gemäss § 10 des Dekrets vom 18. März 1924 über die Automobilsteuer wurde die Steuer für das Kalenderjahr berechnet, und zwar für ein ganzes Jahr, wenn das Fahrzeug vor dem 1. Juli steuerpflichtig wurde und für ein halbes Jahr, wenn die Steuerpflicht am 1. Juli oder später entstand. Der Fahrzeughalter hatte somit die volle Jahmssleuier zu bezahlen, ob nun sein Fahrzeug im März, April oder sogar Juni in Verkehr gesetzt wurde. Ebenso fand keine Rückerstattung der Steuer statt für Fahrzeuge, die aus dem Verkehr Kongress eingeladen. Die Veranstaltung, an derzurückgezogen wurden. Das Dekret vom 15. Februar 1934 brachte nun insofern eine Erleichte- i^ fast alle im Transportwesen führenden Persönlich- ' keiten des gesamten In- und Auslandes teilnehmen rung, als für Fahrzeuge, die im II. Quartal in werden, bildet somit für die Schweiz und namentlich für die Tagungsorte Zürich und Bern ein Ersteuer entrichtet werden müssen und die Steuer Verkehr gefetzt wurden, nur noch 80% der Jahreseignis von besonderer Bedeutung. bei Ausserbetriebnahme des Fahrzeugs für die Um die Tagung in würdiger Form und ihrer Bedeutung entsprechend durchführen zu können, ist erstattet wird. Diese neue Regelung hatte für nicht angebrochenen Kalenderquartale zurück- den Staat einen Steueraüsfall von ca. Fr. 200,000.— zur Folge. Mit dier Behauptung, bei monatlicher Berechnung der Steuer käme eine Anzahl von Fahrzeugen schon im Monat März in Verkehr, hat der Einsender zweifellos recht. Indes wäre mit dieser Neuerung bestimmt auch mit einem ansehnlichen Steuerausfall zu rechnen, weil andere Fahrzeuge wenigerlang im Verkehr wären und insbesondere solche Fahrzeuge, für die bisher die ganze Jahressteuer entrichtet wurde, in den Wintermonaten Dezember und Januar eingestellt würden. Jedenfalls wird aber die Frage der monatlichen Berechnung der Steuer zur Zeit im Hinblick auf die bevorstehende Gesamtrevision der Automobilsteuer - Vorschriften geprüft. Bezüglich, der Erneuerung der Fahrzeugausweise auf den 1. April a. c. verweisen wir auf unsere «Weisungen», die den Haltern von Motorfahrzeugen zugestellt und übrigens auch in Nr. 24 der «Automobii-Revue> vom 17 >März 1939 veröffentlicht wurden. Sofern sich die Interessenten an unsere Weisungen halten und uns die- erforderlichen Ausweise möglichst frühzeitig und vollständig zukommen lassen, werden wir die Kontrollschilder und Ausweise 1—2 Tage vorher abgiehen oder der Post übergeben, damit die Fahrzeuge an dem Tag, von welchem an die Haftpflichtversicherung und Fahrzeugausweise gültig sind, schon in der Frtihe benützt werden können.» muutäi.fsdhc*« GESELLSCHAFT DER MILITÄR - MOTOR- FAHRER DES KANTONS ZÜRICH. Donnerstag, den 30. März 1939, abends 8 Uhr, findet im Restaurant National, Wintexthur (1. Stock) ein technischer Vortrag mit Lichtbildern über das Thema Bremssysteme und Bremsberechnungen statt. Als Referenten konnten gewonnen werden: Herr E. Schwegler. Ing., Zürich; Motf.-Gefr. J Studer (Chefexperte MFK). Präsident der GMMZ; Motf.- Gefr. A. Laemmel, Techniker, Zürich. Die Gesellschaft der Militär-Motorfahrer (GM MZ) ladet alle Angehörigen der Motortruppen zu diesem sehr lehrreichen Referat ein. Frühlingsschiessen der Gesellschaft der Militär-Motorfahrer des Kantons Bern (GMMB) in Aarberg. (Korr.) Die G.M.M.B. führte ihr diesjähriges Frühlingsschiessen letzten Sonntag in Aarberg durch. Das mit militärischem Schneid und Pünktlichkeit arbeitende Organisationskomitee unter der Leitung von Korp, Käser Fritz (Aarberg) von Wchtm. Keusen Fred (Aarberg), nebst Zugewandten hatte ein vorsorgliches Allwetterprogramm ausgearbeitet, denn auf höhern Befehl musste das Schiessen bei jeder Witterung abgehalten werden. Dieses umfasste einen Wettkampf für Gewehr mit 10 Schüssen auf die lOer-Scheibe, einen Wettkampf für Pjstole mit 8 Schüssen auf lOer-Scheibe und einen solchen für Revolver mit ebensovielen Schüssen;"ktif das gleiche Ziel. Für die Rangierung kam der gelöste Gesellschaftsstich in Betracht. Die besten'ScTiüSen würden mit einem speziellen Kranzabzeichen, die ersten jeder- Kategorie mit einer prächtigen Vase, alle 163 Teilnehmer mit einem schönen Erinnerungsteller ausgezeichnet. Punkt 17.15 -eröffnete zur freudigen Ueberräschung aller das mit spontanem Beifall begrüsste Knaben-, Trommler- und Pfeiferkorps die Preisverteilung in der »Krone». Der Präsident der G.M.M.B., AdjudantrUnteroffisier Oesch, Bern, hiess die Kameraden mit einem patriotischen Grass willkommen, speziell eine Delegation der Schwestergesellschaft Basel, ferner Nat.-Rat Oberstleutnant Müller (Aarberg), Gemeinderat Fr. Berchtold, sowie eine Abordnung Scharfschützen. Ergreifend war der Augenblick, als sich der ganze Saal zu Ehren der im Dienst fürs Vaterland verunglückten Kameraden im Wildhorngebiet erhob. Gemeinderat Fr. Berchtold zollte der Arbeit der Motorfahrer-Truppen hohes Lob und gab der Ueberzeugung Ausdruck, dass auch unsere Motorfahrer-Truppen ebenso wie ihre Kameraden an der Front ihr Restes zur Verteidigung unseres Heimatbodens geben würden. Oberstleutnant Müller drückte seine Genugtuung über die ausserdienstliche Tatzeit G.M.M.B. aus und unterstrich, daß unser Volk große Opfer zur Wahrung seiner Unabhängigkeit bringen müsse, dass aber Disziplin, gegenseitige Ach- Apv tung und Kameradschaftsgeist gerade den Schweizersoldaten jedes Opfer gerne ertragen lasse.- Ro..* Rangliste; Gewehr (300 m); Kranzabzeichen: 1. Motf. Bieri Fritz, Oberei-Mühleberg, 89 Punkte; 2. Motf. Bohren Fritz, Thun, 83 P.; 3. Gefr. Iseli Wilhelm, Bern, 82 P.; 3a. Korp. Bosshardt Rudolf, Bümpliz, 82 P.; 4. Gefr. Aeberbardt Werner, Schönbühl, 81 P.; 4a. Brand Hans, Lyss, 81 P.; 5. Motf. Beuret Edmond, Seedorf, 80 P.; 5a. Motf. König Paul, Wabern, 80 P.; 5b. Gefr, Brönnimann Ernst, Bümpliz, 80 P.; 6. Korp. Käsär Fritz, Aarberg, 79 P.; 6a. Wchtm. Müller Hermann, Bern, 79 P. Pistole, 50 m, Kranzabzeichen: 1. Korp. Flühmann Hans, Bern-Bümpliz, 72 Punkte; 2- Korp. Bosshardt Rudolf, Bümpliz, 69 P.; 3. Motf, Heimann Friedrich, Bümpliz, 68 P.; 3a. Adj.-Uof. Bruni Alfred, Thun, 68 P.; 4. Wchtm. Hediger Hermann, Thun, 66 P. Revolver, 50 m. Kranzabzeichen:!. Adj.- Uoff. Oesch Hans, Bern, 70 Punkte; 2. Korip. Lack Hans, Bern, 66 P.; 2a. Wchtm. Brack Karl, Bern, 66 P.; 3. Wchtm. Münger Arthur, Bern, 65 P.; 4. Motf. Bieri Fritz, Oberei-Mühleberg, 64 P.; 4a". Gefr. Bill Fritz, Flamatt, 64 P.; 4b. Motf. Kummer Fritz, Busswil, 64 P.; 5. Korp. Hebeisen Ernst, Bern, 61 P.; 6. Motf. Klafiger Kurth, Bern, 60 P. Kombination Gewehr-Pistole-Revolver: 1. Motf. Bieri Fritz, Oberei-Mühleberg, 216 P.; 2. Korp. Flühmann Hans, Bümpliz, 208 P.; 3. Korp. Bosshardt Rud., Bümpliz, 194 Punkte. VEREINIGUNG STAATL. GEPR. DER de AUTOFAHRLEHRER SCHWEIZ (V. A. S.) ZENTRAL-VERBAND. Für die am 26. März in Basel stattfindende Delegiertenversammlung sind die schriftlichen Unterlagen versandt worden, aus denen das Programm vom 25. und 26. März, die Tagesordnung der Delegiertenversammlung, die die letztere betreffenden Statutenvorschriften und Richtlinien, sowie die Vorschläge für die Statutenrevision in deutscher und französischer Sprache ersichtlich sind« Es erübrigt sich deshalb, an dieser Stelle noch nähere Angaben zu machen. Delegierte und sonstige Teilnehmer benötigen zu ihrem Eintritt in den Konferenzsaal des Messegebäudes einer Eintrittskarte zu Fr. 2.—, die an der Messekasse beim Haupteingang erhältlich ist und zu zweimaligem Eintritt, vormittags und nachmittags, aber auch zum Besuch der Messe selber nach Schluss der Delegiertenversammlung berechtigt. Die Sektion Basel wird sich angelegen sein lassen, die beim Messegebäude ankommenden Delegierten nötigenfalls über den Weg zum Versammlungslokal zu orientieren. Zui Delegiertenversammlung haben sich ange^ meldet und werden erwartet: als Delegierte und eventuelle Ersatzdelegierte: von der Sektion Basel die Herren: Waelle Hans, Brodbeck Carl; von- der Sektion Bern die.Herren^ Blaser Alfred, Kormann Fritz, Mathys Gottlieb, Urwyler Sam., Stettier Ernst (Thun), Wittwer Alfred (Biel), eventuell: Lingeri Gius., Kramer Franz (Langenthal) und Ryser Robert (Solothurn); von der Sektion Zürich die Herren: Lustenberger Alois, Berliat Alwin, Schärer Walter, Monnier Alfred, Attinger Rudolf, Brauchli Edy, Frey Milo; von der Sektion Lausanne; stehen die Nominationen noch aus; von der Sektion Genf: stehen die Nominationen noch aus.' vom Zentralvorstand die Herren: Meier Theo (Präsident), Gfeller Arthur (Kassier), Weber Reinhold (Sekretär/Protokollführer) alle in Zürich, ferner: Spcerri Max (Bern), Kiesinger Wilhelm (Bern), Heiber Oscar (Basel), Seiler A. (Lausanne), Aeberli Ed. (Bern) als interimist. Zentralsekretär. Die Sektion Basel freut sich, die Kollegen der übrigen Schweiz als ihre Gäste empfangen zu dürfen. Für Zentralvorstand und Zentralsekretariat: Ed. Aeberli, Sämtliche Modelle von 5 bis 28 PS Tadellose Strassenhaltung Sämtliche Preise von Fr. 3980.- bis Fr. 14200.- Zu verkaufen Limousine 45-Plätzer 8444 IMPERIA * (26 4 Zyl., 5,57 PS, Herstellungsjahr 1931, erst 54000 km ..fääfgfältig gefahren. An Zahlung wird neuer Radio ,,Jnommen. Fritz Reinhard, Melchnau (Bern). 7 PL, mit Separation, Ciel ouvert. Maximum Leistung, maxim. Ölersparnis, ohne Spannfedern, ohne unnötigen Zylinderdruck. Verlangen Sie Prospekte. 0. Knittel, Lenzburg Telephon 500 Packard MINERVA 7 PL, Landaulet, mit Separation, in bestem Zustd,. aus Herrschaftshaus. ' F. Häusle, Birmensdorferstrasse 71, Zürich. stellt die idealste Lösung des Schiebedach-Problems dar. Seit Jähren zu einem billigen Preis lieferbar. Hunderte zufriedener Besitzer bestellen immer wieder nach. Absolut geräuschfrei und wasserdicht. 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