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E_1939_Zeitung_Nr.028

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& AUTOMOBIL-REVUE

& AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 31. MÄRZ 1939 — N° 28 Aktuelle Fragen in behördlicher Beleuchtung Lokalverkehr. — Sicherheitslinien Warum der Bund die Finger von einer Lokalverkehrsverordnung lässt. — Die Frage der Sicherheits- und Trennungslinien noch nicht geklärt. Das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement hat am 28. März 1939 folgendes Rundschreiben -an die kantonalen Regierungen gerichtet: I. Lokalverkehr. Mit Kreisschreiben vom 4. März 1937 unterbreiteten wir Ihnen den Entwurf zu einer Verordnung über den Lokalverkehr mit dem Ersuchen um Bekanntgabe Ihrer Stellungnahme dazu. Die am Strassenverkehr interessierten Verbände luden wir ebenfalls zur Vernehmlassung ein. Aue den zahlreichen Antworten ersahen wir, dass die Materie noch in voller Entwicklung begriffen ist; ferner, dass die Bedürfnisse für die Regelung des Lokalverkehrs so .verschieden sind, dass es unzwecfcmässig erscheint, den Innerortsverkehr durch eine bundesrechtliche Verordnung zu regeln,, die für alle Ortschaften (Städte und Dörfer) gelten müsste und den Ge- ! meinden zu wenig Freiheit zur Würdigung ihrer lokalen Stadtverhältnisse geben würde. Es fehlte denn auch nicht an Stimmen, sowohl von Kantonen als von grossen Verbänden, die Zurückhaltung; bei der Aufstellung einheitlicher Regeln empfahlen und eich grundsätzlich gegen die Vorlage aussprachen. "Wir sehen uns demnach veranlasst. davon abzusehen, die zahlreichen Probleme, welche der 'Innerortsverkehr bietet, gestützt auf Art. 69, Abs. 4, MFG durch bundesrechtliche Vorschriften zu lösen und dem Bundesrat Antrag auf Erlass einer solchen Verordnung zu stellen. Einzelne Punkte, für die wir im Entwurf eine Regelung vorgesehen hatten, werden allerdings bei einer Gesatntrevision der Vollziehungsverordnung zum eidgenössischen Autornobilgesetz berücksichtigt werden müssen. Bis dahin werden aber die Kantone und Gemeinden noch Erfahrungen sammeln können, die alsdann bei einer Revision zugleich mit dem umfangreichen und wertvollen Material der Vemehmlassungen verwertet werden können. II. Sicherheitslinien. Ein Punkt, der im Entwurf zu einer Verordnung über den Lokalverkehr enthalten war, bedarf allerdings einer baldigen Neuregelung, und zwar nicht nur im Lokal- sondern im Strassenverkehr überhaupt. Es handelt sich um die in Art 45, Abs. 2, MFV vorgesehene Sicherheitslinie, über deren Ausgestaltung und Verwendungsmöglichkeit bisher keine Vorschriften bestehen. In einem Urteil vom 19. Dezember 1938 hat der Kassationshof des Bundesgerichts festgestelllt. dass •die Bestimmung von Art. 45, Abs. 2, MFV absolut lautet, dass also, wo eine Sicherheitslinie, vorban^ den ist, die Fahrzeuge rechts derselben zu fahren haben ohne Rücksicht darauf, ob z. B. eine Kurve übersichtlich ist oder nicht, ob durch das Linksfahren die Verkehrssicherheit gefährdet würde usw. Der Kassationshof schliesst mit folgenden Ausführungen: «Die vorstehende, dem Gesetze zugrunde liegende Auffassung der Sicherheitslinie als absolut zu respektierender Fahrbahnabgrenzung geht allerdings von der Meinung aus, dass solche Sicherheitslinien nur an Stellen angebracht werden, wo sie wegen der Unübersichtlichkeit der Strecke (verdeckte Kurve, Terrainwelle) nötig sind. Wenn bei der hier in Frage stehenden Kurve dieser Grund fehlt, so enthebt das nach dem Gesagten den Beschwerdeführer nicht der Beachtung der Sicherheitslinie, sondern würde lediglich der Administrativbehörde ihre Aufhebung nahelegen.» Anknüpfend an dieses Urteil ersucht uns der Automobil-Glub der Schweiz um Abklärung des Problems der eigentlichen Sicherheitslinie, die ganz allgemein nicht überfahren werden darf, und der blossen Trennungslinie, die dem Führer lediglich die Orientierung, insbesondere in der Nacht oder bei Nebel, erleichtern soll und unter Beobachtung der Verkehrsregeln überfahren werden darf. Der ACS unterbreitet uns auch gewisse Vorschläge zur Ausgestaltung und Verwendungsmöglichkeit der Sicherheits- und Trennungslinien. Wir prüfen gegenwärtig dieses Problem in Verbindung mit der Vereinigung schweizerischer Straseenfachmänner. Zu gegebener Zeit werden wir Ihnen und den am Strassenverkehr interessierten Verbänden Vorschläge für die Regelung dieser Angelegenheit zur Stellungnahme unterbreiten. Politik und Zürcher Verkehrsgesetz. Die Verkehrsinteressenten des Kantons Zürich haben am vorletzten Sonntag den Ausgang der Regierungsratswahlen mit besonderem Interesse verfolgt, stand doch mit dem Eisenbahner Kägi eine Persönlichkeit im Kampfe, deren Wahl oder Nichtwahl den Motorradfahrern und Automobilisten nicht ganz gleichgültig; sein konnte. Bekanntlich hat der neugewählte Regierungsrat als eine der ersten Gesetzesvorlagen den Entwurf für das neue kantonale Verkehrsgesetz zu behandeln. Er wird zum Vorschlag der kantonalen Polizeidirektion Stellung nehmen und prüfen, ob er ihn tel quel an den Kantonsrat weiterleiten kann oder ob gewisse Aenderungen daran vorzunehmen, sind. Dass diese in erster Linie die finanziellen Fragen betreffen wür-r den und müssten, leuchtet ein. Wenn auch die zurückgetretenen Regierungsräte Maurer und Pfister, wie die Erfahrungen der letzten Jahre deutlich gezeigt haben, den Motorfahrzeugbesitzern wenig freundlich gesinnt waren und eine Revision des kantonalen Automobil- und Motorradgesetzes ablehnten, weil sich Automobilisten, Motorradfahrer und Radfahrer erlaubt hatten, vor 4 Jahren das 1935er Verkehrsgesetz zu verwerfen, Fernsehen im Auto. Ein Radio-Unternehmen hat in England das erste Auto (einen Lieferwagen) in Dienst gestellt, der mit einer Fernseh-Empfangseinrichtung ausgestattet ist. Neuartige Verkehrsampeln für die automatische Verkehrsregelung an Strassenkreuzungen hat die holländische Hauptstadt den Haag eingeführt. Die Signale bestehen aus \e sechs in Form von korizentrisehen Ringen angeordneten Neonröhren für Rot und (5 Quecksilberdampflampen für Grün. Senden die sedhs roten Ringe ihr Licht aus, so bedeutet das «ffa#». Einer nach dem andern erlöschen sie dann, und mit dem Verschwinden des letzten leuchten die grünen auf, die nun ihrerseits einer nach dem andern ausgeschaltet werden, so dass der Fahrer dort wie hier die Zeit bis zum Wechsel der Farbe abschätzen kann. Weisse Raben. Dass im kanadischen Staate Quebec die Erträgnisse aus den Autosteuern letztes Jahr um 600000 Dollar anstiegen, darin liegt nichts Ungewöhnliches. Wohl aber grenzt es geradezu an Unwahrscheinlichkeit, wenn man vernimmt, dass ein Teil dieser Mehreinnahmen, sozusagen als Anerkennungsprämie, den Beim gegenwärtigen Zustand betehen auf den Strassen vielerorts Linien, die gar nicht als Sicherheitslinien im Sinne von Art. 45, Abs. 2, MFV, sondern nur als Orientierung für den Führer gedacht sind. Um bis zur endgültigen Regelung der Angelegenheit die sich aus dem gegenwärtigen Zustand ergebenden Unzukömmlichkeiten möglichst zu beheben, wären wir Ihnen sehr verbunden, wenn Sie ganz besonders auch unter Berücksichtigung des im Jahre der Landesausetellung zu erwartenden Fremdenverkehrs den Polizeiorgarien von Kanton und Gemeinden folgende Weisung erteilen wollten: Da wo eine Linie überfahren wird, die nach den gegebenen Strassenverhältnissen nicht als Sicherheitslinie im Sinne von Art. 45, Aba. 2, MFV gedacht ist, also nicht den Zweck verfolgt, das Ueberfahren allgemein zu verbieten, sondern nur zur Orientierung des Führers dient, soll wegen Ueberfahrens derselben allein keine Strafanzeige eingereicht werden. Wo dagegen das Fahren über eine solche Linie hinaus die Verletzung irgendeiner Verkehrsregel bedeutet, muss natürlich nach wie vor gegen den fehlbaren Führer vorgegangen werden. Genehmigen Sie, Herr Präsident, Herren Regierungsräte, die Versicherung unserer vorzüglichen Hochachtung. Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement: Baumann. so war es doch Aufgabe der Verbände, dafür zu sorgen, dass strassenverkehrsfreundliche Kandidaten in den Regierungsrat einziehen, wobei selbstverständlich die nötige politische Neutralität gewahrt werden musste. Zu einem gewissen Teil, d. h. soweit nicht politische Rücksichten mitspielten, wurde die Losung für Streichung der Kandidatur Kägi eingehalten: Kägi erhielt rund 600Ö Stimmen weniger als seine beiden anderen Fraktionskollegen. Da aber sein bäuerlicher Gegenkandidat ebenfalls nicht ganz unangefochten blieb, ging dann die Rechnung doch nicht auf: der Eisenbahnvertreter Kägi siegte in diesem Rennen. Für das weitere Schicksal der Vorlage für ein kantonales Verkehrsgesetz eröffnet daher diese Wahl insofern nicht eben günstige Perspektiven, als Regierungsrat Kägi bei der Behandlung der Vorlage seine Abneigung gegen das Motorfahrzeug wohl kaum hinter den Spiegel stecken, möglicherweise aber da und dort ansetzen wird, um seiner bahnfreundlichen .Einstellung Ausdruck zu geben. Unter diesen Umständen richten wir daher an die anderen Regierungsräte den Appell, den gegenwärtigen Chef der Kantonalen Polizeidirektion in seinen Bemühungen für Beilegung der Differenzen mit der Verkehrsgesetz-Initiative tatkräftig zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass die Bahninteressen nicht mit in diese Frage hineingezogen werden. Trotz Wahlen und Landesausstellung sollen die istischer Automobilisten in Gestalt einer Steuerreduktion zurückerstattet werden soll. Ob das Beispiel Schule macht, das allerdings muss dahingestellt bleiben. Unfallfreie Autobusführer erhalten Prämien. In Paris erhalten die Autobusführer, denen während eines Monats kein Verkehrsunfall zugestossen ist, eine Prämie von Fr. 50 — (französischen natürlich). Bleibt der Chauffeur während eines ganzen Jahres unfallfrei und lässt er sich auch sonst keine Verstösse gegen die Verkehrsvorschriften zuschulden kommen, so erhöht sich die Prämie auf 1000 Franken. Amphibienwagen — serienmässig hergestellt Nach einer Reihe eingehender Versuche soll nunmehr der Amphibienwagen des Deutschen Trippel, wovon seinerzeit auch an die' ser Stelle die Rede war, serienmässig gebaut werden. Das Fahrzeug besitzt als Kraftquelle einen 2-Liter-Adler-Motor, der ihm auf der Strasse eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km, auf dem Wasser eine solche von 18 km verleiht. Beim Serienbau sind übrigens zwei Modelle vorgesehen: eines für Private und ein Typ für Heereszwecke, der mit einer Radiostation und weitern militärisch erforderlichen Einrichtungen versehen wird. Beratungen der Vorlage der Kantonalen Polizeidirektion durch die Kommission soweit fortgeschritten sein, dass sie noch diese Woche zu Ende gehen dürften. Nach Bereinigung des gesamten Entwurfes gelangt sie dann anfangs Mai als erstes Gesetzeswerk vor den Regierungsrat. Damit sollte es möglich sein, den Entwurf noch vor den Sommerferien vor das Parlament zu bringen, so dass normalerweise einer Volksabstimmung im Herbst nichts im Wege stehen dürfte. Vom Entscheid des Souveräns hängt es dann ab, ob auch der Kanton Zürich auf Jahresende endlich zu einem kantonalen Verkehrsgesetz kommt. Die Kantonale Strassenverkehrsliga wird während der nächsten Monate kaum darüber entscheiden müssen, ob man die Verkehrsgesetzinitiative zurückziehen könne oder nicht. Für einen solchen Beschluss wäre die Zeit erst dann gekommen, wenn die Vorlage vom Kantonsrat endgültig durchberaten ist und man weiss, was in «dem Sack steckt>. Befriedigt sie nicht, so wird man an der Abstimmung über die Initiative festhalten müssen. Jjtätiüett awt &tzie£unq. fessecec Veikehcsdiszintui Schluss von Seite 1. Bei der Schuljugend, bei der künftigen Generation der Strassenbenützer muss die Verkehrserziehung den Hebel vor allem ansetzen. Je eher es gelingt, die dabei angewendeten Methoden der Psyche des Kindes anzupassen, desto bessere Früchte werden ihr reifen. Gerade der oben skizzierte Vorschlag aber dürfte dazu angetan sein, diesem pädagogischen Erfordernis besonders entgegenzukommen, weil er den an sich spröden Stoff des Verkehrsunterrichts von seiner Trockenheit befreit und versucht, ihn der Aufnahmebereitschaft der Schuljugend dadurch näherzubringen, dass er an die Freude am Wettkampf appelliert, die in jedem echten Kinde lebt Haben wir nicht selbst einmal gestrahlt, als wir beim Laufen schneller waren als die andern, als wir sie beim Ballspiel schlugen ? Waren wir nicht mit Feuereifer dabei ? Warum also nicht auch dem Verkehrsunterricht eine sportliche Note beimengen, warum ihn nicht in die Gestalt eines Wettbewerbs kleiden, als dessen höchste Trophäe eine Prämiierung winkt ? Liesse sich auf diesem Wege das Interesse der Schüler nicht leichter gewinnen und wachhalten, könnte man ihnen die etwas fade Materie nicht « schmackhafter »zubereiten und den Untere rieht lebendiger gestalten als mit dem blossen Erklären ? Schon die «Rekrutierung» des Kerntrupps wäre wohl dazu angetan, den Ehrgeiz unter den Schülern zu entfachen, denn jeder möchte doch gern zu den Auserwählten gehören. Weil aber das Beispiel ansteckend wirkt, so würden sich auch die andern angelegen sein lassen, es den Vorbildern gleichzutun. Und was herrschte für eine Freude, wenn der « siegreichen Mannschaft » mit ein paar anerkennenden, netten, aufmunternden Worten ihr Diplom oder sonst ihr Preis überreicht würde. Das spräche sich herum, würde den Ehrgeiz der andern Klassen auf den Plan rufen und so den Funken eines gesunden, der Verkehrssicherheit in jedem Fall nur bekömmlichen Wetteifers entzünden. Mehr aber als dass jeder radfahrende Schüler sich müht, das einzuhalten, was Gesetz und Verordnung ihm zur zur Pflicht machen, wollen wir gar nicht Und vermöchte man damit zu erreichen, dass auch nur ein einziges Menschenleben dem Verkehrstod entrissen wird, so darf nichts unversucht bleiben, um diesem Ziel näherzukommen. den nächsten Tagen bekommen Sie Bescheid. » Damit erhebt sich Charles, iegt ein Geldstück auf den Tisch und geht grusslos hinaus. Martinez sieht ihm hasserfüllt nach. Zwei Minuten später telefoniert er von einer schalldichten Telefonzelle des Cafes aus mit einem Zimmer des Carlton Hotel. Charles geht schnellen Schrittes die Strasse hinab. Er ist von dem Ergebnis der Unterredung ziemlich beunruhigt, besonders die Nachforschungen des Dr. Martinez in den Häfen sind ihm unangenehm. Man muss Captain Black grösste Vorsicht einschärfen. In einer kleinen, eleganten Seitenstrasse liegt der Salon Ambrose: Hüte, Mäntel, Kleider. Charles wird bei seinem Eintritt in den vornehmen Laden von zwei Salesgirls mit zurückhaltender Freundlichkeit empfangen, sein Wunsch, Mme Ambrose selbst zu sprechen, begegnet einigem Misstrauen. Doch seine Karte bewirkt, dass die Geschäftsinhaberin sofort erscheint und ihn mit strahlendem Lächeln in ihr Privatkontor führt. Mme Leonie Ambrose hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich, die man ihrem überaus gepflegten Aeussern und ihren prinzessinnenhaften Manieren nach nicht vermuten würde. Einige Jahre war sie, eine geborne Engländerin, auch für den Secret Service tätig und da sie gute Beziehungen nicht einschlafen lässt, erweist sie sich auch heute noch ehemaligen Kollegen gern gefällig. Auf ihren Takt und ihre Diskretion ist Verlass. « Liebste Leonie », sagt Charles nach den einleitenden Worten der Begrüssung, « würden Sie mir einen Gefallen tun? Besorgen Sie mir doch unauffällig zwei Telegramme.» « Mit Vergnügen, lieber Freund », lächelt die Modistin und schiebt Charles Block und Füllfeder hin. Charles schreibt zwei Schlüsseldepeschen. Eine an das Amt, mit der Bitte um schnellste Entscheidung, eine an Captain Black mit dem Befehl zur grössten Vorsicht. Mme Ambrose lässt die beiden Blätter im Busenausschnitt verschwinden, wobei sie ein leichtes Erröten andeutet. . «Ich gebe sie selbst auf», verspricht sie. «Kann ich sonst noch etwas für Sie tun, Lieber ? » Es ist klar, dass sie eine kleine Schwäche für den eleganten Besucher hat. «Doch, Leonie», sagt Charles, «Sie könnten mir noch ein sehr schönes Abendkleid verkaufen, für eine sehr elegante Frau.» Diese Idee ist öira eben erst gekommen. Da MurieJ es ablehnt, von seinem Scheckbuch Gebrauch zu machen, wird er ihr selbst ein Geschenk aussuchen. Etwas soll sie als seine Mitarbeiterin und treue Kameradin von seinem neuen Reichtum doch auch haben. Mme Leonie ist ein bisschen enttäuscht. Ein persönlicheres Anliegen, etwa eine Aufforderung für den Abend, wäre ihr lieber gewesen. Doch schliesslich ist auch ein Geschäft nicht zu verachten. Auf ein Klingelzeichen erscheint -eine junge Dame, und nach wenigen Minuten führen zwei Mannequins, schlanke, wunderhübsche Gliederpuppen, tänzelnd und lächelnd elegante Roben vor. Charles entscheidet sich schnell für ein schwarzes Kleid aus Chantillyspitze, das er sich zu Muriels blondem Haar sehr schön vorstellt. Seine Wahl findet Mme Ambroses volle Billigung, nur macht sie ihn mit diskretem Flüstern auf den exorbitant hohen Preis aufmerksam. Charles schreibt nonchalant seinen Scheck und erhöht damit noch ungemein den Eindruck, den er ohnedies auf die Modekünstlerin gemacht hat. «Für Mistress Muriel d'Andrade», bemerkt er, als er das Papier an der Kasse übergibt, «bitte beim Portier des Carlton Hotel abzugeben. > < Wirklich verheiratet? » staunt' Mme Ambrose leise am Ausgang. « Oder nur — » ? Ein Augenblitz ergänzt die Frage. « 0 nur ! » schmunzelt Charles zurück und tritt nach einem verständnisvollen shake hands auf die Strasse. Die Modistin sieht ihm Selbstvergessen durch die spitzenverhängte Türscheibe nach. « Dieses kleine Geschäft macht auch einen recht netten Eindruck >, konstatiert Lady Troy eine Viertelstunde später vor dem mit blauem Samt ausgeschlagenen Schaufenster des Salon Ambrose, in dem ein Hut, ein Mantel und ein Nachmittagskleid zu sehen sind. Sonst nichts. Aber Lady Constanza hat ein angebornes Gefühl für Qualität und wahren Chic. Peggy wirft einen fast gequälten Blick in die Auslage. Sie konstatiert innerlich, dass die Generation ihrer Mutter zwar im Sport, im Tennis, Schwimmen und Fechten nie etwas Rechtes geleistet hat, dass sie aber dafür in speziell weiblichen Beschäftigungen, wie zum Beispiel in Einkaufsdauermärschen unendlich überlegen ist. « Man sollte das wirklich auch trainieren >, denkt sie noch, da ist sie schon von ihrer Mutter in das gedämpfte Licht des Verkaufsraumes hineinlaviert. (Fortsetzung folgt.)

N°28 FREITAG, 31. MÄRZ 1939 AUTOMOBIL-REVUE 3 Saison-Auftakt in Pau Es gehört seit Jahren zur Tradition, dass die eigentliche Rennsportsaison auf europäischem Boden im Südwestzipfel von Frankreich mit dem Qrossen Automobilpreis in der schönen alten, rund 35.000 Einwohner zählenden Pyrenäenstadt Pau ihren Anfang nimmt. Dem Rennen, das das zweite Gültigikeitsjahr der neuen Rennformel einleitet, welche den Zylinderinhalt des Motors auf 3 Liter mit Kompressor bzw. 4,5 Liter ohne Kompressor bei einem Minimalgewicht von 850 kg festsetzte, kommt einzig die Bedeutung eines Vorgeplänkels, eines Vorpostengefechtes, ja für manche Konkurrenten und ihre Vehikel sogar nur einer Feuerprobe zu, wobei dies absolut nicht heissen will, dass man unter Umständen nicht mit äusserst spannenden und zermürbenden* Kämpfen zu rechnen hat, deren Ausgang alles andere denn gewiss ist. Gerade einen überwältigenden Anblick bietet die Nennliste gewiss nicht, auf der ausser den drei Mercedes-Benz-Formelwagen lauter ziemlich unbekannte oder dann doch unbedeutende Grossen figurieren, als da sind die zwei kompressorlosen Talbot, die fünf unverdichteten, von Privatfahrern gesteuerten Delahaye, zwei Bugatti, die an frühere Zeiten erinnern, ein Maserati und ein Alfa, und endlich der 8-Zyl.-Kompressor-Sefac, von dem man wohl wieder spricht, an den jedoch niemand recht glaubt. Die offiziellen Mannschaften von Alfa Romeo und Maserati, sowie jene der Auto-Union werden also nicht am Start sein, da ja die Behörden unseres Nachbars südlich der Alpen, die sonst für sportliche Zwecke ungeahnte Summen übrig haben, angesichts der verfahrenen politischen Lage über Frankreich den sportlichen Boykott verhängten und den italienischen Piloten ein Startverbot diktierten, das weiss Gott wie lange gültig sein wird. Jedenfalls öffnen sich für den diesjährigen Automobilrennsport nicht eben die günstigsten Perspektiven. Bei der Rennstrecke von Pau, die gleich jener von Monte Carlo mitten durch die Stadt führt, handelt es sich um einen der langsamsten und perfidesten Circuit unseres Kontinents überhaupt. Sie ist nur 2 km 769 lang, mit Kurven — u. a. auch zwei Haarnadelkurven — reichlich gesegnet und von den Konkurrenten 100 Mal abzurasen, ein tolles Karussel also, bei dem vom Einsatz der von den heutigen Rennwagen erreichbaren hohen Geschwindigkeiten gar keine Rede sein kann, zumal die Freude der Fahrer, richtig auf den Gashebel treten zu können, nur kurze Zeit währt: Die längste Gerade beim Ziel misst wenige hundert Meter, über 200 m darf der Konkurrent rund 170 km/St, t drauf haben » und schon ist's wieder aus, geht wieder das Bremsen und Schalten los. Dipl. Ing. Hundt rechnet in der < B. Z. am Mittag» vor, dass auf die 100 Runden mit sieben scharfen Bremsstrecken und sechsmaligem Gangwechsel in jeder Runde insgesamt 700 Mal die Bremsen zu betätigen sind und 600 Mal geschaltet werden muss, und wenn man weiter bedenkt, dass auf der verhältnismässig schmalen und sehr kurzen, kurvenreichen, unübersichtlichen Strecke die Motoren von 15 Boliden ihr ehernes Lied singen, wobei die langsameren von den schnelleren am laufenden Band überholt werden müssen, dann kann man sich ungefähr ein Bild machen von den ungeheuren Anforderungen, die in dieser « Course dans la Cite » an jeden einzelnen Fahrer gestellt werden. Der letztjährige Sieger, Rene Dreyfus, der dem Rennfahrer-Duo Caracciola / Lang auf Mercedes-Benz den Sieg auf dem kompressorlosen Delahaye in erster Linie dadurch wegschnappte, als dieser ohne Tankhalt über die nahezu 280 Kilometer lange Strecke kam, indem sein Motor für die Dauer des ganzen Rennens nur 99 Liter Brennstoff verbrauchte, •während der Untertürkheimer Rennwagen, der auf 100 Kilometer 100 Liter verschluckte, tanken musste und dabei rund eine Minute verlor... dieser Dreyfus also wird am kommenden Sonntag nicht mit von der Partie sein, da der 12-Zylinder-Delahaye-Monoposto mit einzelgefedertenVorderrädern und Doppelgelenk-Hinterachsen, den die Ecurie O'Reüly Schell für ihn und Raph gemeldet hatte, in letzter Minute noch einigen technischen Abänderungen unterzogen wurde und nicht startbereit ist. Aus einem Duell Delahaye/ Mercedes-Benz wird also diesmal nichts. Natürlich aber ist man in Untertürkheim — wie man durch die «B. Z. am Mittag» erfährt, — für alle Eventualitäten gewappnet. Mercedes- Benz habe, so erzähle man sich, durch Umkonstruktion verschiedener Fahrgestellteile auf Leichtmetall das Vorjahrsgewicht von 960 kg auf das Fomxelmindestgewicht von etwa 850 kg heruntergedrückt, was sich gerade auf der Stadtrundstrecke von Pau, wo eine hohe Beschleunigung fast die einzige Gewinnchance bietet, stark bemerkbar machen werde. Anderseits sei die Leistung der Motoren, deren Spitze auf dieser Strecke nicht einsetzbar ist, zweifellos stark gedrosselt worden, um so den enormen Brennstoffverbrauch senken zu können. In wieweit die beiden Talbot-Fabrikwagen, bei denen ein völlig neuer 6 - Zylinder - 4,5 - Liter-Motor ohne Kompressor in ein nigelnagelneues Chassis eingebaut wurde, in der Lage sind, gegenüber Mercedes-Benz am bevorstehenden Rennen die Rolle des Spielverderbers zu übernehmen, wagen wir nicht zu prophezeien. Die neuen Talbot sollen sehr rasch sein, stehen jedoch am Vorabend ihres Debüts und so wäre es denn müssig, über ihre wahre Leistung und ihr Durchhaltevermögen zu diskutieren. Wenn jedoch der Dreizack-Rennstall gleich mit 3 Wagen anrückt und in Richard Seaman noch einen Ersatzfahrer nach Pau mitnimmt, so ist das wohl nur so zu deuten, dass die Rennleitung namentlich in Talbot einen nicht zu unterschätzenden Konkurrenten sieht und es unumgänglich erachtet, ihm mit einer starken Streitmacht gegenüberzutreten. Ob der Sefac ernsthaft im Sinne hat, am Rennen mitzumachen, ist bei Redaktionsschluss noch nicht in Erfahrung zu bringen. Aber schon am Freitagmittag, wenn man die Strecke für das erste Training absperrt, wird man ziemlich restlos Klarheit erhalten, wer am Probegalopp zur Rennsportsaison 1939 zu starten gedenkt. Strasse Vitznau-Gersau über Ostern offen. Die Strasse Vitznau-Gersau wird, wie wir erfahren, über die Ostertage, d. h. von Mittwoch, den 5. April, 16 Uhr, bis Mittwoch, den 12. April, 7 Uhr, dem Verkehr freigegeben. Die wanderwegbewegung, die sich von der Ostund Nordschweiz ausgehend vor einigen Jahren auch auf zentralschweizerische Kantone ausgedehnt hat, steht heute im Begriff, auch im Kanton Schwyz Fuss zu fassen. Kürzlich fand nämlich in Schwyz eine Versammlung statt, woran sich Vertreter der Bezirks- und Gemeindebehörden, der Verkehrsvereine usw. beteiligten und die nach einem Referat von Sekundarlehrer Ess, dem Geschäftsführer der Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege beschloss, eine kantonale Arbeitsgemeinschaft zu schaffen, womit auch Schwyz in absehbarer Zeit in den Besitz eines Netzes von Wanderwegen gelangen wird. Eine weitere Etappe im Ausbau der Gotthardstrasse: Gurtnellen-Wassen. Unlängst hat der urnerische Landrat die Vorlage für den Ausbau der Gotthardstrasse zwischen Gurtnellen und Wassen gutgeheissen, die einen Kostenaufwand von 710.000 Fr. erfordert. Der Beginn der Arbeiten ist auf kommenden Herbst in Aussicht geriommen, so dass sie 1940 abgeschlossen werden können. Auf die Anlage eines Radfahrerwegs und eines Trottoirs, womit die verschiedenen Verkehrsarten getrennt und die Unfallgefahr hätte vermindert werden können, musste man aus finanziellen Erwägungen heraus leider verzichten. Sind Sie sich dessen bewusst, dass der Wohlstand eines Landes zum guten Teil von der Intensivität der Automobil-Transporte abhängt? Es ist nicht damit getan, dass Sie Ihren Lastwagen in der Garage stehen haben und veralten lassen, währenddem Sie Ihre Camionnage einer Transport-Firma übertragen. Selbst ein älterer Wagen ist noch imstande, Ihnen gute Dienste zu leisten, ohne allzu grosse Kosten zu verursachen. Sie brauchen Ihren Motor lediglich mit, einem -Vergaser mit Starter auszurüsten, um ihm seine früheren Eigenschaften wieder zu verleihen, d. h.: augenblickliches Anspringen des Motors selbst bei kalter Witterung ; Geschmeidigkeit; regelmässige Arbeitsweise ; kräftiges Anzugsvermögen; minimaler Brennstoffverbrauch. Versuchsweise Montage in jeder Garage. GENERALAGENTUR FÜR DIE SCHWEIZ^ HENRI BACHMANN ZÜRICH BIEL GENF Löwenstr.31 Spitalstr. 12b 3,ruedeFribourg TELi58.824 TEL. 48.42 TEL. 26.343 Die Nennungen: Sommer Alfa Romeo Balsa Bugatti Trintignant Bugatti « Biolay Delahaye Chaboud Delahaye Contet Delahaye Mazaud Delahaye Paul Delahaye Sta»fi»*en«lN«»tfiz«mi Nun auch Wanderwege im Kanton Schwyz. rajiffTM de Graffenried Caracciola von Brauchitsch Lang Tremoulet Etancelin Carriere oder Lebegu» Maserati Mercedes-Benz Mercedes-Benz Mercedes-Benz Sefac Talbot Talbot Das Goldene Buch des Grossen Preises von Pau. 1933: Lehoux (Bugatti) 212 km mit 73 km/St. 1935: Nuvolari (Alfa Romeo) 221,5 km mit 83,3 km/St. 1936: Etancelin (Maserati) 276,9 km mit 82,090 km/St. 1937: Wimille (Bugatti-Sport) 221,5 km mit 82,433 km/St. 1938: Dreyfus (Delahaye) 276,9 km mit 88,087 km/St. Schnellsie Runde: Caracciola auf Mercedes-Benz im Jahre 1938 mit 1:47,0 = 93,182 km/St. Eine ACS-Reise nach Amerika Auf Einladung der American Automobil Association (A. A. A.) findet der diesjährige Kongress der «Association Internationale des Automobile-Clubs Reconnus» (A.I.A.C.R.) in Washington statt. Dabei wird, anschliessend an die Sitzungen des Kongresses, eine Studienfahrt organisiert, die nicht nur den offiziellen Delegierten, sondern sämtlichen Automobil- Clubmitgliedern offensteht. Der A.C.S. ist deshalb in der Lage, seinen Mitgliedern zu einem günstigen Pauschalpreis die folgende Gesellschaftsreise nach Amerika zu offerieren: Programm. Mai 16.: 23.00 Uhr- Besammlung der Reiseteilnehmer in Basel. Mai 17.: 0.30 Uhr: Basel ab nach Paris. Frühstück und Mittagessen in Paris. Gegen Abend Weiterfahrt nach Le Havre (Nachtessen im Speisewagen). Mai 24.: Ankunft in New York und Bezug des Hotels. Mai 24. in New York; 3 Besuche in der Weltausbis Stellung, grosse Stadtrundfahrt, Führung Mai 30.: durch die Studios der National Broadcasting Go und Führung durch die Fernsehstudios derselben Gesellschaft, Besuch auf dem Observation Roof des Rockefeller Center. Mai 31.: vormittags Abfahrt nach Washington. Bezug der Hotels. Mai 31. In Washington: nach SpezialProgramm bis der A.A.A. und nach eigenen Wünschen Juni 3.: der Reisenden. Juni 4.: Beginn der A.I.A.C.R.-Studienfahrt (Privatautomobile und modernste Autobusse), Fahrt über Bedford Springs nach Akron. Juni 5.: Akron: Besuch der Goodrich- oder der Firestone-Werke. Fahrt nach Cleveland. Abends Empfang und Nachtessen, organisiert vom Cleveland Automobile Club. Juni 6.: Fahrt nach Detroit. Juni 6. in Detroit: nach Programm des Autobis mobile-Club of Michigan (Besichtigung Juni 8.: der wichtigsten Automobilfabriken). Juni 9.: Fahrt nach Buffalo und Besuch der Niagara-Fälle. Juni 10.: Fahrt nach Albany. Juni 11.: Fahrt nach New York. Juni 11. - Juni 13: in New York: zur freien Verfügung. Juni 14.: Rückreise nach Europa. Ankunft in Le bis Havre und Rückfahrt im Spezialzug nach Juni 21.: Paris. Heimreise von Paris aus nach Belieben. Preis ah Basel und bis zurück nach Paris, pro Person Fr. 2125.— einschliesslich: Hinfahrt in Europa II. Klasse Bahn inkl. Schlafwagen bis Paris, Ueberfuhr, Frühstück und Mittagessen in Paris', Nachtessen im Speisewagen Paris-Le Havre. Dampfer: Touristenklasse Roundtrip. In Amerika: I.-Klasshotels in New York inkl. Frühstück (Mittagessen und Nachtessen nicht inbegriffen), Stadtbesichtigungen usw. nach Programm, Bahn. Ueberfuhr Schiff-Hotel und umgekehrt. — Ruckfahrt: Bahn 2. Klasse, Spezialzug le Havre-Pans. Zuschlag für Kajütenklasse (I- Klasse) in beiden Richtungen minimum Fr. 634.50. Dieser Zuschlag erhöht sich bei Benützung von Zimmern mit Bad oder Brause. IViait£2»iscHe»s Die 1. Schweizer. Vielseitigkeitskonkurrenz der motorisierten leichten Truppen und der Motortransport-Truppen am 30. April in Bern. Die Schweizerische Gesellschaft der Motorfahrer- Offiziere trat am 29. März in Bern zu ihrer ordentlichen Generalversammlung zusammen. Im Anschluss daran wird am 30. April in Verbindung mit den Militär-Motorfahrer-Verbänden eine Vielseitigkeitskonkurrens durchgeführt, deren Bestreitung allen Angehörigen der motorisierten leichten Truppen und der. Motortransport-Truppen offensteht. Die Veranstaltung bezweckt die ausserdienstliche Uebung in der Handhabung der Motorfahrzeuge unter militärischen Voraussetzungen, die Prüfung von Ausdauer, Orientierungsfähigkeit, Schiessfertigkeit, Pannenkenntnis und Beobachtungsvermögen, die Feststellung der Gewandtheit im Starten und Manöverieren mit den Fahrzeugen und im Einhalten bestimmter Durchschnitte, sowie die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls. Sie spielt sich in der weitern Umgebung von Bern ab, geht über eine Strecke von ca. 50 km, kann mit Personenwagen jeder Grosse oder Motorrädern mit und ohne Seitenwagen bestritten werden und wird voraussichtlich mehrere hundert Teilnehmer zusammenführen. Nach der Abwicklung der Konkurrenz, die den ganzen Sonntagvormittag in Anspruch nehmen dürfte, findet am Nachmittag im Sand (Grauholz) bei Bern eine Vorführung geländegängiger Schwerfahrzeuge und Personenwagen statt. Mit der Organisation der Veranstaltung wurde die Gruppe Bern der Gesellschaft der Motorfahrer- Offiziere beauftragt. Sekretariat: Seilerstr. 7, Bern.