Aufrufe
vor 8 Monaten

E_1939_Zeitung_Nr.028

E_1939_Zeitung_Nr.028

Unsere Kolben sind

Unsere Kolben sind stanniert Bestes derzeit bekanntes Verfahren zur Behandlung der Kolbenlaufflächen. Einlaufzeit auf ein Minimum reduziert Wesentliche Erhöhung der Lebensdauer der Kolben. Anfressen praktisch ausgeschlossen. ATELIERS LAUSANNE 47AVENUEDU SIMPLON

BERN, Freitig, 31. März 1939 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 28 £ine £atdec&unQSieise Rumänien (Der deutsche Strassen- und Bergmeister Hans Stuck erzählt von seinen Erlebnissen.) Kronprinz Michael interessiert sich für den Rennsport (links), daneben Stuck, rechts Pröp. Minister Titianu und die 3 Auto-Union-Mechaniker im königl. Schloss in Bukarest 2000 km durch Das Land der Gegensätze. Rumänien ist das Land der Gegensätze. Fast in jeder Beziehung. Schon bei den beiden Bergrennen angefangen. Das «Feleac»-Rennen, seit 1926 abgehalten, ist 7 km lang. Die Strasse ist 15 Meter breit, asphaltiert und gepflastert. Die Kurven kann man sehr schnell nehmen innerhalb zweier Wochen: Das langsamste'und schnellste Bergrennen meines Hebens f Die rumänischen Frauen haben die kleinsten Füsse Europas. Ihre Schuhgrösse ist 35, höchstens 36. 38 gibt es nicht vorrätig. Sie sind wunderbar frisiert, und muss viel dabei riskieren. Bei diesem und keine Frau muss beim Friseur warten. Rennen fuhr ich einen 143er Durchschnitt heraus, was für ein Bergrennen unwahrscheinlich Salons haben etwa 50 Angestellte, 40 Föhns, Es wird am «laufenden Band» gearbeitet. Die hoch ist. Ich konnte die Zeittabelle schlagen, 20 Waschbecken, 30 Ondulierplätze usw.... die nur bis 3 Minuten ausgerechnet war. Die Strassen sind niemals leer. Ausgenommen um die Mittagszeit gegen 1 Uhr. Es findet (Meine Zeit belief sich auf 2,56 Minuten.) Der Club ist vorbildlich! In Organisation, Verständnis und Interesse. Im übernächsten Jahr soll auf und ab — trifft sich «zufällig» oder ab- noch der «grosse Bummel» statt. Man spaziert die Strecke zu einem Rundrennen ausgebaut sichtlich, schüttelt sich die Hände und geht werden. Die 14 km wären dann übersichtlich! auf einen Augenblick in die Bodega! Im Gegensatz dazu stand das langsamste Rennen, das ich bisher fuhr, in Brasov (Kronstadt). Es war nur 3 km lang und hatte 49 Zwetschgenschnaps und Hamburger Trauben. Bei der Bodega müssen wir verweilen. «Bodega» heisst «Anhängsel». In diesem Fall Kurven. Der Weg war staubig und voller Löcher. Beim Training schlug ich mit dem Gehäuse so auf, dass die Oelwanne entzwei ging. hängt sie an einem Delikatessengechäft und ist eines der schönsten Schlagworte Rumäniens. Der Durchschnitt, der eine Rekordverbesserung von beinah 30 Sekunden ergab, stand auf 54 Die Bodega hat rauhe Holztiche und unwahrscheinlich reichhaltige Büfetts. Man geht Kilometer! Beim Training wurde es nicht so genau genommen. Einmal kamen mir Pferde in seiner Bodega aus und ein. Selbst der entgegen, die scheuten, und ein andermal begegneten ich hinauf- und herunterfahrenden kleinste Or{ kann nicht auf sie verzichten. Dort findet einen der Postbote, der Freund, der Motorradfahrern in der grossen S-Kurve. Es Zeitungsmann, die Telephonistin und sogar erinnerte an den Beginn der Befgrennen vor auch der Gerichtsvollzieher. 10 Jahren. Und es war immerhin erlebenswert Man isst, was das Herz begehrt, und das begehrt dort viel. Rumäniens Küche ist vorbild- lieh. Hausfrauen hört zu! Wisst ihr, was «Mamaliga» ist? Nicht, was ihr denkt, sondern ein Maisgericht, das vortrefflich mundet, besonders wenn man es mit «cigre negro» mischt. Dieses wieder ist «schwarzer Kaviar», die einstige Volksspeise des Landes. Vorher trinkt man seine «Tuicka». Das ist ein leichter, nicht sehr herber Zwetschenschnapps. Unübertrefflich sind die Blätterteigpastetchen, die Pflaumengerichte, das Münchener Bier {!) und die «Hamburger Trauben». Sie heissen «Hamburger», sind blau und schmecken wie schwere Muskateller. Das sind die ersten süssen Geheimnisse der Bodega — die sich mehren, je länger und inniger man sie kennt! Petroleumquellen bei Ploesti. Kaviar in Hülle und Fülle. Um beim Kaviar zu bleiben: Da sind wir bis zum Schwarzen Meer hinuntergefahren als Gäste des Propaganda-Ministeriums. Wir haben dabei den Militärhafen Calati besichtig und das schönste 3000er-Tonnen-Schiff, das je die Donau, gesehen .hat, das Luxusfahrzeug «Carol II». Und dann erlebten wir Mamaia — das Luxusbad des Landes mit einem Hotel, wie es in «1000. und 1 Nacht» nur geträumt oder gelesen wird. Aber ich wollte immer weiter. Ich gab keine Ruhe. Luxushotel schön, aber was nützt mir das, wenn ich in der Nähe der Kaviarquellen sitze — und so kamen wir nach Valcov! Dort heissen die Männer, die da fitt&fofr. \ . *....^i Wassermühlen mahlen das Getreide in Turtuccaia (an der bulgarischen Grenze). In Delta. — Start zur Deltaiagd in Monoposto-Kähnen.