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E_1939_Zeitung_Nr.029

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Uli Antomabil-Revn. —

Uli Antomabil-Revn. — N° 29 Ein Handschuh und ein Esel Vvn Karl Scherrer Klassisches Frühjahrs-Tailleur, «Prince-de-Galles», Modell Jelmoli, Zürich. (Photo Honegger und Lavater.) Antworten. Berühmt ist die Antwort, die Bischof Duchatel Franz I. gab. Der Herrscher fragte ihn: «Seid Ihr adeliger Abstammung ...?» «Sir», erwiderte der Geistliche, «Noah hatte drei Söhne in der Arche. Ich kann Ihnen nicht genau sagen, von welchem ich abstamme .» Ein Meisterwerk englischer Schlagfertigkeit ist eine Stelle aus der Rede Lord Birkenheads, die dieser berühmte Staatsmann im Zenith seines Ruhmes in seinem alten Wahlbezirk hielt. An irgendeiner Stelle seiner Rede sagte er: «Und nun will ich Ihnen allen genau berichten, was die Regierung für jeden von Ihnen getan hat.» - «Nichts!» schrie eine Frau auf der Galerie. «Meine liebe Dame», sagte Lord Birkenhead, «das trübe Licht in dieser grossen Halle erlaubt mir leider nicht, einen Blick auf Ihre zweifellos vorhandenen Reize zu werfen, so dass ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob Sie eine Jungfrau, eine Witwe oder eine Matrone sind. Auf jeden Fall aber bürge ich Ihnen dafür, Ihnenbeweisen zu können, dass Sie im Unrecht sind. Sind Sie eine reizende Jungfrau, so haben wir Ihnen das Stimmrecht verliehen. Sind Sie eine Ehefrau, so haben wir die Zahl der Arbeitsstellen vermehrt und die Kosten der Lebensführung vermindert. Sind Sie Witwe, so haben wir Ihnen eine Pension gegeben. Und sind Sie nichts von alledem, sind Sie närrisch genug, eine Teetrinkerin zu sein - nun, wir haben die Zuckersteuer herabgesetzt!» Das Datum. ... Die Frau von Hannes schreibt einen Brief: «Den wievielten haben wir heute?» fragt sie ihren Gatten. «Keine Ahnung», erwidert Hannes. «Du hast doch eine Zeitung in der Tasche», meint seine Frau, «sieh mal nach.» «Das nützt uns nicht», gibt Hannes zur Antwort, «die Zeitung ist von gestern.» * * * Der Millionär. Ein Millionär zahlte allmonatlich jedem der beiden Söhne seines verstorbenen Dieners 50 Fr. aus. Einer der beiden Söhne starb. Der Ueberlebende erschien am Monatsende bei seinem Wohltäter. «Hier sind Ihre 50 Fr.» sagte der Millionär. «Und das Geld für meinen armen Bruder?» «Dir Bruder ist doch tot», erwiderte der Millionär. «Was soll das heissen!», rief der Almosen-Empfänger, «haben Sie vielleicht die Absicht, meinen toten Bruder zu beerben?» * * * Mark Twain. Mark Twain besuchte einst Whistlers Atelier und betrachtete ein noch unvollendetes Bild. «Nicht schlecht! Nur hier in der Ecke», fügte er mit prüfendem Blick hinzu, wobei er ernstlich Miene machte, die Wolke zu berühren «diese Wolke möchte ich an Ihrer Stelle etwas ausdrucksvoller machen.» «Um., Gottes willen, mein Herr! Passen Sie doch auf!' Sehen Sie denn nicht, dass das Bild noch feucht ist?» «O seien Sie unbesorgt», erwiderte Mark Twain mit engelhaftem Lächeln. «Ich habe ja Handschuhe an, mir kann nichts passieren.» Der neue EVERSHARP-REPEATING PENCIL Die weltbekannte Wahl-Eversharp-Fabrik in Chicago hat einen neuen, automatischen Füllstift auf den Markt gebracht, der als das «non plus ultra» auf diesem Gebiete angesprochen werden darf, in Dutzend kantige Eversharp-Minen kann bequem eingefüllt werden. Durch leichten Fingerdruck auf die Kappe wird die Mine um Schreiblänge vorgeschoben. Ist eine Mine abgeschrieben, so folgen die weiteren automatisch und ohne Unterbrechung. Die Minen sitzen, vermöge ihrer Form, fest in der Spitze. Dieser vollkommene «Ein-Hand-Stift» eignet sich ganz besonders für den Gebrauch am Telephon, am Schalter und im Aussendienst. Nie werden Sie mehr in Verlegenheit kommen, wenn die Spitze brechen sollte, denn: ein Druck und die neue Spitze ist dal Der neue Eversharp-Repetierstift ist auch in der äusseren Form elegant. Sie erhalten ihn in guten Papeterien schon von Fr. 6.— an. Verlangen Sie dort stets den echten mit der eingravierten Marke «Eversharp Made in USA>. Ich trete aas einem Warenhaus und blicke einer weiblichen Person unverhohlen ins Gesicht. Ich blicke weder an ihr vorbei noch durch sie hindurch, sondern tnitten hinein in die helle und farbige Landschaft ihres Angesichtes. Mein Blick ist wie ein Frühlingswind. Die Person lässt einen Handschuh fallen, stolpert über ihn hinweg und geht weiter. Mir ist als ob sie es unbedingt hätte merken sollen. Sie kehrt aber nicht zurück. «Was soll das heissen», sage ich mir, «eine Dame verliert ihren Handschuh und weiss es gar nicht!» Ich hebe das Ding auf und sehe, dass es schmutzig ist. Ich rieche daran und ahne eine ganz und gar unverdorbene Seele; ich betrachte es und finde, dass die Dame eigentlich keine «Dame» sein kann, da das Ding da reichlich billig und gewöhnlich aussieht. «Wer mag die Dame sein?» Ich kombiniere endlos und entschliesse mich, ihr nachzueilen, äusserst nervös. «Wo ist sie? Sie muss in Eile gewesen sein," sie hat wirklich keine Ahnung vom schwerwiegenden Vorfall.» Sie steht am letzten Schaufenster des Warenhauses und tut, als ob — ja, als ob sie nichts wüsste. Wieso nichts wüsste? Damenhände ertragen doch keine Kälte; also hat sie es doch gemerkt und will mich prüfen, sie will mich lächerlich machen, sie will mich ohrfeigen — oder sie hat die ulkige Ansicht, meinen Blick mit Absichten zu beantworten. Was? — eine Dame? Ja, ja, eine Dame ist schon so charmant — sicher, unbedingt und darum tut sie jetzt, als ob sie die Sachen in der Auslage wirklich sehen wollte. Ich bin ihr bis auf zehn Schritte nahe, da dreht sie sich um und kommt auf mich zu. Sie hat blaue Augen und einen entzückenden Hut. Es ist weder eine Verkäuferin noch eine höhere Tochter; sondern eine richtige Dame! Gott sei's gedankt! Welche Ueberraschung! Welche Möglichkeiten! Welch unabsehbare Reihe von Vergnügungen! Aus dem erröteten Antlitz der kuriosen Dame quillt ein Lächeln, das so verschämt und lieblich tun kann, wie ein Mädchen. Was? eine Dame ist doch kein Mädchen. Blödsinn! Ich bin verrückt. Warum errötet sie dann? — Des Handschuhs wegen, meines Blickes wegen, meiner Schüchternheit wegen? Denn auch ich schäme mich. Was soll ich ihr sagen? «Verzeihung, Madame, es war nicht so gemeint!» Ach quatsch, das ist zu blöd. Also: «Entschuldigen Sie bitte, aber ich fand diesen Handschuh!» Was, entschuldigen? Wofür? Für meine Tapferkeit? Ja, wie man will. Und sie errötet noch mehr, über ihr Rouge hinaus in Ungewisses Pastell, mit Auge und Ohr. Ich fühle keinen Handschuh mehr und die Dame blickt zur Seite. Da breche ich auf mit geübtem Arioso: «Entschuldigen Sie freundlichst, aber ich glaube, sie haben diesen Handschuh verloren —» beider Blicke irren auf dem schmutzigen schwarzen Handschuh umher, und verfangen sich plötzlich wieder ineinander. Ich fahre fort: «Er ist wohl sehr schmutzig, aber ich kann nichts dafür.» Ich gebe ihr das schicksalvolle Ding in die bleiche Hand, Soll ich sie nun berühren? Wäre das taktlos? Nein, nein! Denn ich war tapfer und sie ist eine Dame, eine grande dame sogar; der Handschuh bedeutete ein billet doux. So ist es! Oder ist es anders? — Sie flüstert unzusammenhängend: «Dankeschön!» und geht unsicheren Ganges davon. Ich heuchle ein «Bitte sehr!» nach und nenne mich einen Esel, eine überaus tapferen Esel. Und Esel kriegen Ohrfeigen. Sie dürfen sich keine Hand zum Kusse nehmen. Sie haben keine Verdienste. Sie sind unbeliebt. Sie gehören erschossen; denn sLe wissen sich hilflosen Frauen gegenüber nicht zu benehmen. Sie denken an Liebe, während Wesen, die keine Esel sind, an das Reinigen des Handschuhs denken — was ein sittliches und allgemeines Verdienst ist. Schlags zwölf Uhr kam ich aus dem Warenhaus. Ich schaue an die grossc Uhr und sehe, dass der Minutenzeiger noch nicht auf 12 Uhr 01 Minute gesprungen ist. Das Abenteuer hatte das ungeheure Tempo eines Traums; das Tempo eines phantasiebegabten, energischen Eselhirnes. Seit dieser Episode gaffe ich in jede Handschuhauslage der Stadt und mache kein ebenbürtiges Modell ausfindig, was klar beweist, dass «Dame» eine wirkliche Dame war. Eine Leonardo-Ausstellung in Mailand Die Ausstellung zeigt sich dem Publikum in einem prachtvollen Rahmen, würdig des «Grossen», den Mailand mit einer wissenschaftlichen Nationalfeier verherrlichen will. Die Werke werden im Ehrensaal des Palazzo dell'Arte, in einer charakteristisenen Aufmachung auf Stoffgrund und mit besonderer Beleuchtung ausgestellt werden. In anderen Sälen werden Zeichnungen und Handschriften Leonardos ausgestellt. Originale und Reproduktionen fand Rekonstruktionen der Modelle, die er erfunden hat. Die Malerei zu Leonardos Zeiten, die ein weites und bemerkenswertes Feld eröffnet und den Forschungen der Fachleute interessant ist, wird zusammen mit Werken seiner Schüler gezeigt werden. Von der Pinacoteca in Neapel wird kommen: «Die Anbetung der heiligen drei Könige», aus der Sammlung des Duca Tommaso Gallarati-Scotti, «Die Taufe» von Cesare Da Sesto, vom Museum in Budapest: «Profil des Matthias Corvinus» von G. A. Boltraffio; Werke von Ambrogio d'Oggiono, del Solario, von Francesco Napoletano, Giampietrino, Bernardino dei Conti, Sodoma, Lucini, Gaudenzio Ferrari und anderen zeigten die hervorragendsten Schöpfungen ihrer Tätigkeit Auch der Orte, in denen Leonardo gelebt hat, wird gedacht werden, zusammen mit einer Bildersammlung der Familie Sforza. Die Anatomie-Studien Leonardos stellen noch heute ein unübertroffenes Beispiel bewunderungswürdiger wissenschaftlicher Genauigkeit dar. Das gleiche kann man von allen anderen wissenschaftlichen Zweigen sagen, die er mit der religiösen Leidenschaft eines Künstlers und Philosophen pflegte. Man sieht einige Säle, die Leonardo, dem Anatom, gewidmet sind, Leonardo, dem Geologen, dem Geographen, Botaniker, Baumeister, Mechaniker, Hydrauliker und Flugzeugkonstrukteur. Adlers «Avion», dem ersten dynamischen Apparat, der sich in die Lüfte hob, gingen Leonardos Theorien voran, und er war auf Grund seiner Versuche und Vorahnungen konstruiert. Neben der Ausstellung wickeln sich noch zahlreiche Veranstaltungen mit touristischem Charakter ab. Die Ausländer, die nach Italien strömen werden, erhalten bemerkenswerte Fahrpreisermässigungen auf allen Verkehrsmitteln der Luft, Erde und des Meeres. Die Stadt Mailand veröffentlicht eine Zeitschrift, die ganz der «Mostra Leonardesca» (Leonardo- Ausstellung) gewidmet ist, und deren Mitarbeiter sich auf den besten Pflegern Leonardischer Kunst zusammensetzen. Praktische Bureaumöbel erleichtern die Arbeit! Zürich Stadttheater Empfehlenswerte Unterhaltungsstätten Mi. nachm. 5. April Heidi. Mi. abend 5. April Carmen. Do. abend 6. April Tanz um Daisy. Fr. abend 7. April 16 Uhr: Parsifal. Sa. nachm. 8.April Heidi. Sa. abend S.April Der fidele Bauer, ich liefere Ihnen komplette neuzeitliche Büroeinrichtungen und Herrenzimmer. Auch Einzelmöbel wie Diplomaten und BQcherschräncke in verschiedenen Ausfahrungen. 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