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E_1939_Zeitung_Nr.032

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 18. APRIL 1939 — N° 32 Die neue Automobilstrasse Carona-Vico Am 5. April ist im Südtessin eine neue Strasse dem öffentlichen Verkehr übergeben worden; Wer von Lugano-Paradiso den Hang zum San Salvatore hinaufklimmt, kommt zwar nicht direkt auf den Gipfel des Salvatore, wohl aber bei Ciona auf einen Grat, Ueberraschungen. Sie heisst auch schon «il balcone fiorita ehe guarda sur Ceresio», oder, da sie auf der Höhe von 6—700 m längs dem Arbostora entlang führt, heisst sie auch «il balcone fiorita dell' Arbostora ». Wer immer die neue Strasse benützt, Strasse von Vico Morcote nach Carona. Die grosse Kurve oberhalb Vico Morcote. Blick auf die Brücke von Melide-Bissone.

N°32 DIENSTAG, 18. APRIL 1939 AUTOMOBIL-REVUE 11 -M-_.,JL O !J I ,R!SZ? 1 * | Touristik-Bulletin des A. C. S. Stand der Alpenstrassen am 17. April, Rückgängige Julier-Frequenz auch im März. Blieb die Frequenz des Julierpasses schon im Januar und Februar 1939 hinter den Zahlen der entsprechenden Vorjahresmonate- zurück, so setzte sich diese Entwicklung mit negativem Vorzeichen auch im März fort. Bei einem Total von 1607 Motorfahrzeugen verzeichnet er gegenüber dein März 1938 einen Ausfall von 945 oder rund 37 %. Dabei liefern die amtlichen Zählungen, welche die Fahrzeug© nach ihrer Herkunft in drei Gruppen unterteilen, folgendes Bild : Graubünden 482 (1938: 761) Uebrige Schweiz 490 (1938: 602) Ausland 635 (1938; 1189) Total 1607 (1938 : 2552) Di« Erklärung für den starken Rückgang, der aus diesen Ziffern spricht, liegt vor allem in den überaus schlechten Witterungsverhältnissen, während des Berichtsmonats. Trat in der Frequenz der Motorfahrzeuge mit Bündner Nummer eine Verminderung um 36 % ein, so fiel die Einbusse bei den Fahrzeugen aus der übrigen Schweiz mit —18 % etwas geringer aus, dagegen aber sank das Kontingent der Ausländer um 46 %. S«Bawefiz«9»&9cclaes Der Automobilpark der Post. samtfrequenz des Winters 1937/38, die 247.960 Personen erreichte, einem Rückgang um 7,6% entspricht. Autokurs Solothurn-Wasseramt. Soeben legt dieses Unternehmen seinen Geschäftsbericht für das Jahr 1938 vor. woraus hervorgeht, dase sich die Betriebseinnahmen mii 87,163 Fr. gegenüber dem ; Vorjahr um 7053 ode 8,75% erhöht haben. Zu dieser Steigerung hat vo: allem der Dezember mit ««inen für die Radfahre: und Fussgänger sehr, ungünstigen •Witterungsverhältnissen biegetragen. Seit dem Bestehen des Be triebs ist ein Einnahmeposten von 11,194 Fr., wie ihn der Dezember brachte, noch nie verzeichne worden. Gleichzeitig sind* allerdings auch die Betriebsausgaben um 6639 Fr. auf insgesamt 68,590 Fr. angewachsen, vor allem infolge von Revisionen. Damit stellt sich der Betriebsüberschuss im Betrag von 19,023 Fr. nur um 413 Fr. höher als im Vorjahr und gestattet wiederum die Anwendung der reduzierten Abschreibungssätze. Die Fahrleistung der vier Wagen belief eich während des Berichtsjahres auf 124,277 km; pro Wagenkilometer erreichten die Betriebseinnahmen Der kürzlich erschienene Geschäftsbericht des 70,5 Rp. (gegen 64,6 Rp. im Vorjahr), denen Be- von 55,2 (49,5 Rp.) pro Wagenkilo- eidg. Post- und Eisenbahndepartements für dastriebsauegaben Jahr 1938 wartet wieder mit aufschlussreichen meter gegenüberstehen. Zahlen über den Automobilbetrieb der Post auf. Danach besass die Automobilregie der Postverwaitung 617' (612) Fahrzeuge, nämlich für die Reisepost 246 (239) Personenwagen, 1 (1) Personenanhänger, V«>B» !*«*!••• 4 (4) Gepäckautomobile und 103 (100) leichte Gepäckanhänger; für die Ortspost 122 (132) Autofourgona, 2 (1) Auto-Postbureaux, 24 (24) Elektrofourgons, 25 (25) Elektrodreiräder, 41 (87) Kleinautos, An den Pranger mit den Alkoholsündern. 10 (11) Autoschlepper und 15 (15) Elektrosohlepper. Dazu kamen an Hilfsfahrzeugen 1 Motorrad, 12 Dienstwagen und 11 Schneeräumer. Von der Ausdehnung des Autobetriebes bei der Postregie vermittelt weiter die Tatsache einen Begriff, dass sie 50 eigene und 80 gemietete Garagen benützt und über 50 eigene Tankanlagen mit einem Fassungsvermögen von 1.029.000 Liter Benzin und 438.000 Liter Dieselöl verfügte. Die Reisepost — ein Verlustgeschäft. Während des vergangenen Jahres ist die Gesamt- Betriebslänge der Reiseposten, d. h. der in Regie oder mit Unternehmern geführten Autoposten, Pferdeposten etc. von 5593 auf 5864 km; angewachsen Ḋie Saisonlinien, beförderten, 4.938 insgesamt 1.190.266 Reisende (gegen 1.120.437 im Jahr 1937) und nahmen aus diesem Verkehr 2.453.630 Fr. (gegen 2.361.847 Fr.) ein. Rechnet man dazu noch die Gutschrift für Postsachenbeförderung, so stellen sich die Gesamteinnahmen auf 2.818.895 Fr., denen jedoch 3.310.988 Fr. an Ausgaben gegenüberstehen, so dass also die Saisonposten mit einem Verlust von 492.093 Fr. abschliessen. Aehnlich liegen die Dinge bei den Jahreslinien, deren Betriebsbilanz ein Verlust von 486.430 Fr. bildet. Fasst man die Reiseposten gesamthaft, in« Auge, so lieferten sie während des Jahres 1938 folgende Ergebnisse: Linien auf Rech- Linien auf Rechnung der Post nung der Post 1938*) 1937 1938*) 1937 -Gesamteinnahm. 7.561.709 7:299.857 148.010 129.759 Ausgaben 10.278.715 9.913.726 201.576 222.296 Verlust 2.717006 2.613.869 53.566 92.537 *) Vorläufige Ergebnisse. Zu Kapitel Postkonzessionäre bemerkt der Be-/ rieht, dass 137 Konzessionen A (für Linienfahrten) bestehen, worunter 22 Stadtautobusbetriebe. 9 Konzessionen wurden neu erteilt, 46 erneuert, 4 ausgedehnt, 7 in Postautohalterbetrieb umgewandelt und 5 nicht erneuert. Senkte sich bei den konzessionierten Ueberlandlinien der Betriebsverlust von 269.341 Fr. im Jahre 1936 auf 9947 Fr. im Jahr 1937, so erhöhte er sich umgekehrt bei den Stadtomnibussen von 477.708 auf 479.025 Fr. 32 Ueberland-Unternehmungen erzielten 1937 einen Gewinn von 231.856 F*\, währenddem 47 einen Verlust von 241.803 verzeichneten. Von den 179 (218) Gesuchen für die Konzession Bl (Rundfahrten) wurden 139 (165) bewilligt; daneben erteilten die Behörden 52 (39) Konzessionen B2 für Reisefahrten, wobei die Konzessionäre zugunsten der konkurrenzierten Transportanstalten Zuschlaggebühren im Gesamtbetrag von 23.900 Fr. (18.450 Fr.) zu entrichten hatten >&u4«»l*ma*xe Alpenposten Im Winter 1938/39. In der Zusammenstellung über die Frequenzentwicklüng der" Alpenposten während der Wintersaison 1938/39 wurden irrtümlicherweise unrichtige Zahlen angegeben. Das Total der Reisenden belief sich während dieses Zeitraums auf 229.056, was, verglichen mit der Ge- Hlir d«r Miniatur-Rennwagen, von dem wir bereits kurz berichteten. Er wurde von Herrn 0. Schütz, Mechaniker, in Aarwangen, gebaut. Am Lenkrad sein kleiner Sohn. Als Antriebsaggregat verfügt er über einen Vierzvlihdermotor von O.lfi Liter TTuhrniim Von einem Leser erhalten wir einen Ausschnitt aus einer, deutschen Zeitung zugesandt, worin- das Polizeipräsidium ,der Städte Nürnberg und Fürth die Namen und genauen Adressen jener Personen bekanntgibt, die im Januar 1939 in Haft genommen wurden, weil sie in angetrunkenem Zustand ein Motorfahrzeug gelenkt und dadurch einen Verkehrsunfall verschuldet bzwi den Verkehr gefährdet hat- ,ten Ḋazu bemerkt der Leser, die Energie, womit bei unserem nördlichen Nachbar gegen angetrunkene Motorfahrzeugführer vorgegangen werde, sei durchaus am Platz- Wenn wir uns auch entschliessen könnten, die Namen der Fehlbaren zu publizieren, würde ••—.so meint der Einsender weiter — vielleicht mancher gelegentlich einen .halben Liter weniger trinken. Noch, einen .Schritt ..weiter als