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E_1939_Zeitung_Nr.031

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IV AtttocBobfl-RcttM No«t Ein königlicher Besitz Neues von Filmstars und Leinwand Maureen O'SnUivan 3eekl 3en Tisch mit einem Service, das seinerzeit der berühmten Königin Marie- 1 Antoinette gehörte. In der Mitte der Teller ist das Monogramm der Königin in Gold geprägt Film und Publikum Was Douglas Fairbanks Junior Z0 einem vielbesprochenen Problem sagt: Wie In allen Künsten, ist man heute auch Im Film oft der irrigen Ansicht, dass man sich vom Publikum dirigieren lassen muss. In einer, für ernsthaft schaffende Künstler katastrophalen Weise greift diese Ansicht. Raum. Dabei geht man — ein weiteres Unheil — von der ebenso Irrigen Meinung aus, das Publikum wolle nur Kitsch. Was ist aber das cPublikum> überhaupt? Ein schwer zu fassender Begriff, eine Im Guten wie im Bösen ebenso lenkbare Masse. Bleiben wir aber dabei, dass es sich zum Guten, auch zum guten Geschmack erziehen lasse. Machen wir uns die Verantwortung bewusst, die der Künstler und die «Zwischenhändler» der Kunst der grossen, lenksamen Masse gegenüber haben. Sobald wir danach handeln, erhält die Kunst ihre Würde zurück und erniedrigt sich nicht mehr zu einer servilen Dienerin, die eifrig bestrebt ist, einen möglichst schlechten Geschmack zu züchten. Im Grund hungern die Menschen heute nach neuen Werten. Soll man sie ihnen vorenthalten? Geben wir dem jungen Douglas Fairbanks das Wort. Er setzt sich ein für die wahren Bedürfnisse und Rechte des Zuschauers: «Das Publikum will ]a gar nicht, dass der Film ihm folge! Im Gegenteil, es, wartet darauf, dass der Film es führe, dass er ihm den Weg zeige. Ich glaube, dass der durchschnittliche Zuschauer gegenüber dem Kino ungefähr dieselbe Haltung einnimmt wie der Ehemann gegenüber der Küche seiner Frau. Ob Kapitalist, Kaufmann oder Arbeiter, er kommt abends nach Hause In der Erwartung eines guten, angenehm zubereiteten Essens. Im allgemeinen will er sein eigenes Menü nicht selber aussuchen, das ist nicht seine Arbeit! Aber er wartet auf sein schmackhaftes Dtner, das Ist sein gutes Recht. Wenn er die glückliche Ueberraschung hat, auf seinem Tisch ein neues Plättchen zu finden, oder etwas, das zugleich gesund Ist und verlockend präsentiert, dann zeigt sich der Ehemann doppelt dankbar. Es ist dieselbe Sache beim Film. Die Mehrzahl der Filmfreunde haben natürlich ihr Thema, Ihren DAS Vorzugs-Genre. Aber sie wollen doch, dass diese erprobten Elemente Ihnen in neuer Manier dar* gestellt werden, und sie zeigen sich dankbar»» wenn man Ihnen eine angenehme Ueberraschung dieser Art anbietet. Es ist die Arbeit des Produzenten und nicht des Publikums, intelligente und unterhaltsame Filme zu kombinieren, welche die Gunst des Publikums finden, ganz so wie es die Arbeit der Hausfrau ist, ein zugleich appetitanregendes und gut ausgewogenes Mahl zu bereiten und anzubieten. • .> «Was denken Sie von den Serienfilmen, die einander nachahmen?» wurde Fairbanks junior gefragt. «Diese Filme sind just der Beweis für die Richtigkeit meiner Aussagen. Da ist ein Produzent kühn genug, um etwas Neues zu wagen. Er übernimmt die Führung und offeriert dem Publikum das, was es nicht gefordert hat, weil es ja noch nichts davon wusste, aber die Sache wird ihm sicherlich gefallen! Es dankt für die hübsche Ueberraschung und schenkt dem Film Erfolg. Darauf folgen die andern Produzenten dem von dem kühnen Kollegen eingeschlagenen Weg. Hier aber revoltiert das Publikum. Denn es will nicht, dass man ihm folge; es verlangt, dass man ihm immer Neues gebe, dass man ihm stets neue Wege zeichne.» y. Arena: 18./18. April: LA-FruhUngs-Sldfeit mit Riesenslalom. Basall 16. April: Meisterschaftsspiel der National-Uga Basel- Lausanne (Landhof, 16 Uhr). Davos: 16. April: Meierhoftällirennen und SUlomlaut. Locarno: Bis 23. April: «D Ticino visto dai Ticinesi». Ausstellung von Tessiner Landschaften (Tesslnex Künstler). Palazza della Societa Hettrica. Lugano: 15. April: Eröffnung eine Körperschaft von ausserordentllch grossem Einfluss, die mehr als 300 Theaterbesitzer umfasst, die Grossproduzenten inständig bittet, von dem Dn Starsystem abzusehen. Die hochbezahlten Filmstars werden als «Gift für den Kassenrapport» bezeichnet, und man wird überrascht sein, dass sich unter den namentlich angeführten «Schädlingen» keine geringeren befinden als Greta Garbo, Joan Grawford, Marlene Dietrich, Mae West, Katharina Hepburn, Fred Astaire und andere mehr. Es ist fraglich, ob es noch dieser Mahnung bedurfte, um die Produktionsfirmen darauf hinzuweisen, dass etwas faul zu sein scheint im Filmstaat Hollywood. Der Rückgang der Produktion im letzten Jahr ist vielsagend genug, die Krise noch immer im Ansteigen begriffen, und der Bedarf an neuen Kopien alter Filme als Lückenbüsser so gewaltig, dass "3ie Kopieranstalten kaum den Anfragen nachzukommen vermögen. Und auch hier wieder die typische Erscheinung: «Arbeitslos» sind zur Zeit nicht weniger als vierzig der hervorragendsten Stars und rund zwei Dutzend namhafter Regisseure. Kinos auf britischen Kriegsschiffen ,- In England geschieht alles Erdenkliche, um die jungen Leute zum freiwilligen Eintritt in die bewaffnete Macht zu veranlassen. Da insbesondere die Marine noch von alten Zejten her im Rufe barbarischer Strenge und puritanischer Einfachheit steht, bemüht man sich gerade hier, den Eindruck eines gewissen Wohllebens zu schaffen, das den Eintretenden erwartet. In diesem Rahmen wurde vor einiger Zeit der Beschtuss gefasst, möglichst viele Schiffe und Küstenstationen mit Kinoapparaturen auszurüsten, die in den Freistunden zur Unterhaltung der Mannschaft dienen sollen. Inzwischen wurden 150 derartige Apparate eingerichtet. Die zur Vorführung gelangenden Filme sind hauptsächlich belehrender und bildender Natur, jedoch sollen auch, da insgesamt V/2 Stunden in der Woche für die Vorführungen reserviert sind, leichtere Unterhaltungsfilme ins Programm aufgenommen werden. Otalien führen Sie die neuen, grossen Nationalautostrassen rasch und bequem von den Alpen nach Sizilien, vom thyrrenischen Meer nach der Adria. Sie zeigen Ihnen auf der Fahrt die wunderbaren „Naturschönheiten, an denen das Land so reich ist. Jeden Mittwoch um 18.40 Uhr (mitteleuropäische Zeit) können Sie auf Wellenlänge 245 des Senders Rom II (Kc/s 1222) und 31.02 2 Ro 9 (Kc/s 9670), sowie jeden Samstag von 21.30 bis 22.15 Uhr auf Welle 19.61 2 Ro 6 (Kc/s 15.300) und 2 Ro 9, musikalische Beschreibungen der Schönheiten Italiens in deutscher Spräche hören. Grosse Ersparnisse durch Schecks und Kreditbriefe in Reiselire, Hotel- und Benzinbons. Bahnermässigungen 50—20%. Auskünfte: ENIT, Zürich, Bahnhofstrasse 80 ENIT, Genf, Place Longexnalle 1 ENIT, Lugano, Rira Albertolli 3 '

N° Krenzworf-Silbenräfsel Waagrecht: L Sumpffieber .4. Herbstblume. 8. Luftkurort in der Schweiz. 7. Griechische Göttin. 8. Warenlager. 10. Griechitcher Buchstabe. 12. Rohes Götzenbild, mag. Gegenstand. 13. Federkleid der VögeL IS. Unlauterer Geschäftsmann. 16. Biesfliege. 18. Nadelbaum. 19. Vermächtnis. 20. Haustier. 22. Französ. Forscherpaar, Entdecker des Radiums. 23. Fruchtstand. 24. Selbstgefällig. 23. Persische Goldmünze. 26. Heimat. 27. Strom in Russland. 28. Vertrauen. 29. Weiches Pergament. 30. Edelmetall. 31. Feuerzeichen. 32. Gartenhäuschen. 33. Scheinheilig, blindgläubig. 34. Wandpapier. 36. Wegelagerer. 38. Stern im Orion, 39. Altkeit. Sänger. 40. Verdachung, Verschleierung. 41. Christi. Nachkommen der alten Aegypter. 42. Lichtspieltheater. 43. Dreieckige Flagge. 45. Rundtanz. 47. Musikdrama. 48. Aerztliches Gutachten; SO. Fruchthülse. 55. Getreideunkraut. Sl. Neusilber. 53. Baumwollstoff. 56. Stadt in Südspanien. 58. Teil des Beines. 69. Fluss und Staat der U. S. A. Senkrecht: 1. Engl. Anrede an junge Leute. 2. Abgekürzter weibl. Vorname. 3. Duftend. 4. Kleine ehem. Teilchen. 6. Altisländ. Erzählung. 7. Griech. Feldherr bei den Thermophylen. 9. Roter Farbstoff. 11. Gehalt, Lohn. 12. Schreibgerät. 14. Krankhaft erhöhte Körpertemperatur. 13. Gestein. 17. Salatpflanze. 18. Geröll. 20. Stadt in Holland. 21. Wasserstrasse zwischen Rhein und Elbe. 22. Grosse Antilleninsel. 23. Schnürjacke der Husaren. 24. Wundabsonderung. 25. Altröm. Oberkleid. 26. Hauptstadt von Liechtenstein. 27. Insel vor der Odermündung. 28. Faser. 29. Pflanzenkostesser. 30. Wortteü. 31. Blasinstrument. 32. Saiteninstrument. 33. Nagetier. 35. Wasserstandsmesser. 36. Tierische Hautkrankheit. 37. Güde. 39. Walfischzähne. 40. Stadt in Galizien. 41. Wehrgehenk, Leibriemen für das Seitengewehr. 43. Haarsaum am Augenlid. 44. Gelbe Rübe. 46. Reitertrupp. 47. Japan. Großstadt. 48. Taufzeuge. 49. Wirklich, tatsächlich. 50. Genussmittel. 52. Truppenschau. 54. Hauptstadt von Peru. 57. Festkleidung. 58. Handelsartikel. Die richtige Lösung zählt 3 Punkte. Einsendetermin: 21. April Richtige Lösungen der geometrisch«» Denkaufgabe: 4 Punkte: J. Aebfscher, Merenschwand; A. Bachofen, Glarus; Frau B. Baerlocher, St. Gallen; E. Benz jun., Goldach; M. Bertschmann,• Basel; H. Boiler, Winterthur; Frl. M. Bossert, Lenzburg; C. Burgener, Rorschach; Frau M. Canale, Brienz; Frl. M. Epple, St. Gallen; Frl. M. Frey, Zürich; Frau A. Heusser, St. Gallen; Frau J. Hopf, Bern; Frau Hom, Bern; Frau R. Kallen, Grenchen; K. Keusen, Biel; G. Laepple, Basel; }. Leimer, Bettlach; Frau Marti, Ölten; P.Meier, Bern; P.Murer, Zürich; J. Nussbaumer, Benzenschwil; Frau T. Steinbömer-Feix, Schaan; H. Sommer, Zürich; Frl. M. Vetsch, Buchs; Frl. E. Winteler, Glarus. Wer sich für Photo- oder Kinoapparate und Photo-Arbeit wirklich Interessiert, kennt den Weg zu R«ot*elp