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E_1939_Zeitung_Nr.034

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oft, unbedacht und

oft, unbedacht und unnötigerweise, auf Spazierund Ferienfahrten übernommen 3 Warum mit seinem Wagen nicht auch wandern? Ist es nicht erwiesen, dass von den mit forciertem Fahren erbeuteten und oft mit Nervenkraft überzahlten Mehrkilometern ein schöner Teil durch die Zuverlässigkeit eines nie missbrauchten Motors, durch ausgleichende Regelmäßigkeit und gelassene Stetigkeit eingeholt wird? Das Manko aber findet seinen Ausgleich in andern Werten: dem Wanderer, dessen Auge nicht stets der Strasse und ihren Tücken verhaftet bleiben muss, erschtiessen sich Schönheit und Vielgestalt am Wege in vermehrtem Mass. Ist der Eilige nicht immer schon daran vorbei, dass er weder darauf achten, noch sie mit Herz und Sinn aufnehmen kann? An der schönen, alten Holzbrücke interessiert ihn von n Hast und Eile, sie schafften uns Immer Spielraum vom Fahren zum Sehen, vom Sehen zum Erleben. Man muss nicht wie der Draufgänger sagt, unbeschränkte Zeit zur Verfügung haben oder sich mit der Eroberung des RafzerfeTdes begnügen. Lockt' das Neue, Unbekannte, die fremde Ferne, so sind die im Norden, Westen und Süden von den Meeren begrenzten Gebiete — ein gutes Stück Welt — auch mit reduzierten Kilometern in obligaten 10—14 Ferientagen sehr wohl und gut zu bereisen. Zeigt uns die Fremde ihre Besonderheiten, die Schätze ihrer Technik, ihrer Natur und Kunst, wo in aller Welt finden wir etwas so Kostbares und Schönes, wie die vier schiefen, niedern Kreuze, die einfach und schlicht und doch in gewaltiger Sprache redend, aus der Erde der Sempacherwiese? Welchem Heimkehrer kommt es nicht immer wieder zum Bewusstsein, dass die schöne Welt nirallem, ob s?e befahren werden darf, und wenn er es weiss, ist sie schon hinter ihm. Die unendliche Weite, der feine Strich am Horizont — ist er Erde, Himmel oder Meer —? wird auf Zeit und Kilometer eingeschätzt und im Triumph eingeholt. Der Wanderer aber nimmt vielleicht den Fuss vom Gas, um auch die Stille zu hören, die über der grossen Einsamkeit liegt. Das Parktor, wundervoll wie aus dem Schatten des Buchenlaubes gewoben, ist nur schmiedeisern und in der Eile sieht ein Friedhof aus, wie jeder andere. Nur Bummlern wie uns kann es passieren, im Vorbeifahren den unter dem Holunder halb verborgenen Namen zu erhaschen, anzuhalten und dem alten Fontane die Ehre gebend, nach dem Birnbaum des Herrn Ribbeck auf Ribbek zu suchen. Oder wir vermieden es, durch eine Gänseherde Slalom zu fahren und warteten, bis das letzte wackelnde Hinterteil die Strasse wieder freigegeben hatte. Worauf die siebenbürgische Bäuerin mit grossen Schritten daherkam, um uns aus der Nähe zu besehen und — uns ihre Gastfreundschaft anzubieten. Und der Polizist Jenes nordfriesischen Seestädtchens wäre vielleicht tiefsinnig geworden, wenn er uns nicht nachrennen und auf das Trittbrett unseres Wagens hätte springen können. Er sei als kleiner Junge einmal in Basel gewesen und wisse, dass dort die Polizisten einen andern Namen hätten, er könne sich aber nicht mehr darauf besinnen — ? «Tschugger!» trompeteten unser Sohn und unsere höhere Tochter entzückt und verständnisfroh. «S—timmt!» Erlöst und beglückt, diesen Fachausdruck aus dem Wortschatz seiner Jugendzeit wieder gefunden zu haben, sprang der wohlbeleibte Herr vom Wagen, s-tand s-trahlend s-tramm und salutierte dankend. Möge wenigstens dieser eine zarte, völkerverbindende Keimling gedeihen. Da war auch ein währschafter Havelländer Müller, eine Figur, als wäre er eben Grimms Märchenbuch entstiegen, dem unser Zuckeltrab ermöglicht hatte, den Schweizer Wagen zu erkennen. Worauf er mit beiden Armen wie wild aus der obersten Fensterluke zu fuchteln begann, bis Wir aufmerksam wurden und von der Strasse weg nach seiner Mühle abschwenkten, einer 1780 erbauten. Imposanten geradezu klassischen Vertreterin ihrer Art, bis auf die Mahlsteine das ganze Getriebe aus Holz, woraus sich, wenn der Wind in die grossen Flügel blies, ein ebenso klassisches Geklapper und Gerüttel ergab — für den technischen Spiel- und Wissenstrieb meines Sohnes und seines Vaters eine seltene und grüne Weide. Wir unsererseits interessierten den Müller als Landesverwandte iener Zürcher, die einmal einen seiner einsamen Tage so kurzweilig gestaltet haben mussten, dass ihm beim Anblick unseres Schweizer Wagens die Seligkeit wieder hochgestiegen war. Als wir nach einer fröhlichen Stunde schieden, wies uns der Müller die wir ein Getreidefeld nur in schweizerischem Ausmass und kaum vom Rande her kannten, Fahrwege mitten durch die unendlichen Felder und die Richtung, wo wir wieder die Strasse finden konnten. Das Korn, höher als unser Wagen, umschloss uns wie eine wogende, goldene Flut, durchspielt vom Sommerwind und gesprenkelt mit rotem Mohn. Nichts war um uns als der Atem Gottes und die Fülle seines Segens ein Paradies, was wir nie gekannt und längst verloren. So wanderten wir durch die goldene Pracht, wir fuhren nicht Tempo, wir wanderten, dass auch das Herz all dessen teilhaftig werden konnte, was die Stunde, der Tag und die selige Weite uns ©n. Das WandernI Das schöne Wandern! Nur wenige Kilometer weniger auf dem Zifferblatt der gends schöner, die Wiesen grüner, die Dörfer schmucker und die Wasser klarer: sind, als in unserer lieben Heimat? Sie verdient es, in geruhsamer Fahrt durchwandert zu werden, und dankt- es tau- 1 sendfach. Erst dann wird sie uns nicht nur ihre unerschöpfliche Pracht und Grossartigkeit, sondern auch ihre stillen und verborgenen Schätze und jene Schönheiten offenbaren,, die Zeit, Natur und Kultur geschaffen und die uns, wenn wir Herz und Sinn dafür offen haben, mehr beglücken können als ein fremdes, mit Druck und Gas erhastetes, m Töurenbuch besterntes Ziel. E. Neüweiler. Manch» nennen es tBordbuch> oder, wenn sie besondere Sympathien für die Seefahrt empfinden, «Logbuch». Wie auch der Name sei — gemeint ist immer dasselbe: das Kontrollbuch für den Autobetrieb. Ehe wir uns mit diesem interessanten Gegenstand mehr beschäftigen, möchten wir eines vorausschicken, nämlich die dringende Empfehlung an die Adresse eines jeden Automobilisten, sich ein Fahrtenbuch anzuschaffen, es dann aber auch zu führen. Genau besehen, bildet der Betrieb eines in privatem Besitz befindlichen Automobils eine Art nebenberuflicher Tätigkeit. Ausgaben, Gebrauch des Wagens, Zeitaufwand, sogar die gedankliche Beschäftigung mit dem uns liebgewordenen Fahrzeug nehmen den Autobesitzer erheblich In Anspruch. Unsere Berufsgeschäfte, unseren Haushalt kontrollieren und regulieren wir durch Aufzeich-^ nungen. Warum nicht auch unseren Autobetrieb? Und wir sollten das nicht nur aus finanziellen Gründen tun: auch in mancher anderen Beziehung kann uns die regelmässige Benutzung eines Bordbuches grosse Unannehmlichkeiten ersparen. Dabei braucht man sich nicht einmal die Mühe zu machen, sich so ein Ding einzurichten; der schweizerische Automobilkalender (Verlag Hallwag) enthält alle nötigen Tabellen fix und fertig vorgedruckt. Vor allem dient das Fahrtenbuch der Wenn wir regelmässig Kilometerstand und Brennstoffkonsum eintragen und uns am Wochen- oder Monatsende hinsetzen, um den durchschnittlichen Verbrauch auszurechnen, gewinnen wir nicht nur einen guten Ueberblick über die laufenden Kosten unseres Wagens, sondern merken auch sofort, wann er beginnt, mehr als bisher zu verbrauchen; mit andern Wotfen: wir haben automatisch eine Kontrolle über den Motor und etwa daran auftretende Schäden, die sich In höherem Verbrauch bemerkbar machen. An Hand der jeweiligen Kilometernotierungen können wir auch den Wagen terminmässig schmieren lassen, abgesehen davon, dass es uns dann auch weit weniger passiert, die jeweiligen Ueberholungsarbeiten über Gebühr hinauszuschieben. Weiter tragen wir in das Fahrtenbuch alle Anschaffungen, Sonderausgaben und sonstigen Aufwendungen ein, so sind wir nicht nur über die laufenden sondern auch über die fixen Kosten stets im Bilde. AUTOMOBIL-REVUE 25. APRIL 1991 — Das unwiderruflich erste Automobil die Schöp$ua# eines Wenn es auch Gottlieb Daimler und Carl Ben* waren, die die Entwicklung des modernen Automobils gestartet haben, so ist es bei der Frage nach dem wirklich ersten Automobil doch angebracht, die Begriffe richtig zu umgrenzen, um nicht ins Uferlose ru geraten: unter Automobil sei in den nachstehenden Zeilen der Wagen mit Verbrennungsmotor verstanden; Dampfwagen und «elbstbewegliche Vehikel mit andern Kraftquellen bleiben hier ganz und tar ausser Betracht Also Daimler nad Ben« in allen Ehren! Ihre Konstruktionen bildeten die Grundlagen der späteren. Dennoch verstummte in der Welt nie die Frage nach dem «eigentlichen» Erfinder des Automobils. Und schreitet man die Reihe der Vorläufer ab, die mehr oder weniger dunkel das Automobil Torausgeahnt haben, dann erlebt man in der Tat Ueberraschungen. Die Sache mit dem Amerikaner Gtorge B. Seiden ifit bekannt Seiden war Patentanwalt, nahm am 8. Mai 1879 ein Patent auf ein eelbstbeweglichw Fahrzeug auf, das man damals, weil das Wort «Automobil» noch nicht existierte, «Strassenlokomotive» nannte und das mit flüssigem Kohlenstoff xu betreiben — gewesen wäre, wenn Seiden die Erßndunr auch ausgeführt hätte. Ihm war es aber weniger um den Wagen als um den Patentanspruch zu tun und in der Tat schlug er nachher ungeheures Kapital aus seinem famosen Patent Im Jahr 1899 übernahm die Columbia Seldens Patentrechte und machte sich die gesamte_ amerikanische Automobilin duetrie zinsbar, bis diesem Minotaurus der Industrie F o r d im gewaltigsten Patentprozess aller Zeiten erst 1911 ein Ende bereitete. Die Gutachten der Sachverständigen füllten allein 36 dicke Bändel Ein paar Jahre Tor Seiden hatte sich ein Pariser, Joseph Ravel, ein Automobil mit Verbrennungsmotor patentieren lassen, anno 1868. Ueoer ihn ring die Weltgeschichte buchstäblich hinweg: während- er sich noch mit dem praktischen Ausbau seines Fahrzeuges im Pariser Vorort Saint- Quen befasste, brach der deutsch-französische Krieg 1870/71 aus. Das rasche Vordringen der Deutschen liess eine ausgiebige Verstärkung der Festungswälle von Paris geraten erscheinen, und just an der Stelle, wo Ravels. Arbeitsschuppen stand, musste aufgeschüttet werden. Ravel konnte seine Werkstatt nicht schnell genug wegschaffen und diese sowie Ravels Wagen wurde unter einem hohen Sandberg begraben, wo das Ravel-Auto heute noch liegen soll... « „ ' „ , , . Aus dem Jahre 18«5 liegen Wiener Berichte Tor, wonach Siegfried Maren« mit einem Automobil gelungene Fahrten unternommen hat Marcus kannte bereits das richtige Benzin-Luft-Gemisch, das er «carbourierte Luft» nannte. Er baute seine Erfindung weiter aus und schuf 1875 ein zweites, verbessertes Modell, das noch im Wiener Technischen Museum zu sehen ist Aber vor Marcus war der Franzose Eüenne L e n o i r da, der am 10. Oktober 1859 unter dem Titel «Motor a air dilate par la combustion du gaz» die Erfindung eines Gasmotors bekanntgab. Er nahm Leuchtgas, das er in einem Zweitaktmotor verbrannte. Später baute er ein Automobil, das mit seinem Explosionsmotor betrieben wurde, und nach ganz zuverlässigen Berichten fuhr Le- Fähren Sie ein Fahrtenbuch? Es hilft besser wirtschaften und beantwortet peinliche Fragen. Wirtschaftlichkeit. Seinen besonderen Wert erweist das Fahrtenbuch als Nachweis für den jeweiligen Aufenthalt Nehmen wir an, ein Polizist notiert einen falsch parkenden oder unkorrekt fahrenden Wagen und erstattet Anzeige. Nach Durchlaufen des langen Instanzenweges kommt die Bussenverfügung oe\ Ihnen an — aber Sie sind gar nicht der Schul dige. Sie haben sich am fraglichen Tage und zur fraglichen Stunde gar nicht an dem Ort aufgehalten, an dem Sie nach dem Polizeirapport bei einer Verkehrssünde ertappt worden sein sollen. Erinnern können Sie sich allerdings nicht mehr genau, wo Sie damals waren, und deshalb sind Sie auch ausserstande, Zeugen dafür zu nennen. Also müssen Sie gute Miene zum bösen Spiel machen und bezahlen. Ein Einspruch, der nicht genau belegt ist, würde Ihnen wenig nützen. So aber, im Besitz eines Fahrtenbuches, in das Sie genaue Eintragungen zu machen pflegen, können Sie nachweisen, das Sie am betreffenden Tage nicht in Ölten, sondern in Zürich gewesen sind, und an Hand dieser Eintragung erinnern Sie sich, dass Sie damals mit Herrn Bächli zusammen waren, um mit ihm über den Fall X. zu verhandeln. Und nachher"— richtig nachher haben Sie mit ihm noch den Notar Kunz besucht, natürlich .., da muss ja auch noch ein Bestätigungsbrief da sein. Kurz: das Fahrtenbuch ermöglicht Ihnen den Nachweis, dass der Polizist sich geirrt hat, und dass nicht Sie, sondern ein anderer der Verkehrssünder gewe- Gewlss, die Busse für falsches Parken Hesse sich allenfalls noch verschmerzen. Aber wie, wenn sich ein Unfall ereignete und aufgeregte Augenzeugen die Nummer des weiterfahrenden Wagens falsch ablesen, so dass Sie, der Sie gar nichts mit der Sache zu tun haben, beschuldigt werden. Der Nachweis im Fahrtenbuch, dass Sie sich zur fraglichen Zeit anderswo aufgehalten haben, kann Ihnen schwere Folgen eines an sich begreiflichen Irrtums ersparen. Aus diesen und noch vielen anderen Gründen erweist der Automobilist mit der Führung eines Fahrtenbuches sich selbst den grössten Dienst — allerdings nur dann, wenn er die Eintragungen wirklich fortlaufend und genau vornimmt. Klafft irgendwo eine Lücke, so verliert das ganze Fahrtenbuch an Wert, denn wenn eine Eintragung fehlt oder nicht stimmt, können ja auch andere unrichtig s e i n . •- •• •••• : - - : noir im September 1863 mit »einem ATito von Pari« nach Joinville de Pont und zurück, achtzehn Kilometer weit! Der Motor leistet« IM PS und drehte mit hundert Touren... Degrand erfand 1858 dl« Kompr—sion d— Gisluftgemische« im Zylinderinneren. DM Ga» vor der Entzündung überhaupt «u komprimieren war ein Gedanke, den der Engländer William Barnett schon im Jahre 1838 gefasst hattt, doch geeehah diese Verdichtunt bei den späteren Ausführungen von Jame« Johnston (1841), Drake (1842), Stuart rey (New York 1844). Christian Reithmann (München 1854) und Barsanti und Matteooci (1854) durch eine Pumpe, also durch einen Kompressor Wir sind noch nicht am Ende, das heiftt an Anfang unseres geschichtlichen Exkurses angelangt Samuel Brown ist noch zu nennen, der Das wirklich erst» AntomoWl dar Wtlt, du mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet war: Zeichnung des Wagens, den der Walliser Offizier Isaac die Bivaz 1807 patentieren liess. 1823 einen Verbrennungsmotor baut»; er soll öal In «inen Wagen eingebaut und damit auch ***** Zufriedenheit der Zuschauer» einige Fahrt« absolviert haben. Jetzt endlich rind wir beim wahrsch«inBdi anwiderruflich ersten Automobil in der Geschichte des Motorfahrzeug« angelangt Es handelt sich um den Wagen de« Offiziers Isaac de Rivaz (1752—1829). N»34 der im Wallis lebte und" dessen Arbeiten von der französischen Akademie die schmeichelhafteste Annerkennung erfuhren. Rivaz erhielt am 30. Januar 1807 ein Patent auf einen Wagen mit Explosionsmotor! Als Sohn eines hervorragenden Ingenieur» hatte er von diesem offenbar die technischen Talente geerbt Der Motor das Automobils von Riva» wurde mit einem Gemisch von Wasserstoff nn« Sauerstoff oder Luft und Leuchtgas gespeist Wir geben hier eine primitive Zeichnung des Wagen« wieder, die der Beschreibung beigefügt war. Die Nachkommen Rivaz' haben in den Kantonalarchiven die Belege dafür gefunden, dass „ 1813 In Vevey sein Wagen fuhr. Er war 20 Fuss lang und bei dieser Gelegenheit mit 1400 Pfund Steinen und einigen Neugier!?«» belastet Aus der Patentbeschreibung geht hervor, das« Rivaz hauptsächlich Konstruktionseinzelheiten des heutigen Explosionsmotors verwendete, unter denen nicht einmal die elektrische Zündung fehlte! Rivaz war aber offenbar mit dem Errebnis seiner Versuche nicht zufrieden, denn er schrieb, ds«« wahrscheinlich andere seine Gedanken besser iB die Wirklich umsetzen werden. Betrachten wir die Zeichnung dieses errten Automobil«. Der Brennstoff, das fertig gemischt« Brenngas, befindet sich in einem Ballon, der durch eine kurze, mittels Hahn schliessbare Rohrleitung mit dem Zylinder in Verbindung stand. Die Verbrennungskammer des riesigen Einzylindermotora liegt unten, der Zylinder iet oben offen. Im Zylinder gleitet ein Kolben, der oben statt einer PleueW stange eine lange Zahnstange trägt, die in ein Sber dem Zylinder angebrachtes Zahnrad eingreift Sobald nun im Zylinder eine Explosion erfolgte, wurde der Kolben hochgeschnellt und die Zahnstang» flog nach oben, wobei sich natürlich das Zahnrad in Bewegung setzte. Innerhalb des Zahnrade« befand sich eine Sperrklinke, welche die Drehun* de« Zahnrades nur nach einer Richtung erlaubte. War der Arbeitstakt vorbei, so glitt die Zahnstang« nach einem Freilaufprinzip wieder nach nnten, allerdings erst, wenn der Fahrer durch das Pedal die Auspufföffnung freigegeben hatte. Das Zahnrad war durch eine Art Pleuelübertragung mit der Hinterachse verbunden und besorgte solcherart den Antrieb. Die gesamte Steuerung des Motors teschah durch Hand and Fuss. In der Ausgantsstellung war die AuspufTöffnnnc geschlossen, der Kolben befand sich auf dem tiefsten Punkt; der Fahrer öffnete den Hahn de» Gasballons und drückte eine Laduns Gas ins Zylinderinnere. Dann gchloss er den Hahn und liess den elektrischen Funken überspringen, mit einem kräftigen Krach sauste der Kolben nach oben, ein Tritt auf das Pedal besorgte den Auspuff, der Kolben sank wieder nach unten. Das «Auspuffventil» wurde abermal« geschlossen, der Gashahn neuerdings aufgedreht ein kräftiger Druck auf den Dudelsack hatte den gewünschten Kompressor- Effekt: das Gas füllte die Verbrennun^kammer. "dann wurde der Gashahn wieder sorgfältig geschlossen, das Gasgemisch elektrisch entzündet n«4 so weiter mit Grazie. Aber lachen wir nicht! Technische Anfange »ind in der Regel grotesk, und Isaae de Rivaz bewies nur, dass in seiner Seele schon die Sehnsucht wirksam geworden war, die erst in den achtziger Jahren du letzten Jahrhundert« ErfüUun* jefunden hat *. JE. 9.

N° 84 _— DIEWSTAG, ». APRIL 1999 AUTOMOBIL-REVUE In HOLLA SCHWEIZER- sagt man • REIFEN sind die besten, die je gemacht wurden Im Monat März lieferten wir mehr als 1200 Riesenreifen und 1100 Personenwagenreifen nach Holland Dieser Export bedeutet Die Schweiz, welche grösstenteils auf den Import auslandischer Reifen angewiesen war, kann heute nicht nur ihren eigenen Bedarf mit Schweizerreifen decken, sondern sie ist, dank der hervorragenden Qualität des Schweizer-Firestone-Reifens, ein bedeutender EXPORTEUR VON AUTOMOBILREIFEN geworden. Auch Sie sollten Schweizer-Firestone-Reifen kaufen, denn warum sollten Sie weniger Vertrauen in ein Schweizerprodukt setzen als das Ausland? Der Firestone-Reifen ist der einzige Reifen, welcher mit dem sogenannten «Safety-Lock»-Cord konstruiert wird. FABRIK FÜR /7AES7O/VE PRODUKTE A.G-, PRATTELN b. BASEL