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E_1939_Zeitung_Nr.035

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iäSH] Fig. 4. Schema

iäSH] Fig. 4. Schema des Heywood-Nova-Druckluftstarters. 1 = Anlassknopf. 2 = Bowdenkabel. 3 = Hocbdrückventil. 4 = Druckflasche. 5 = Schmelzsicherung. 6 = Ablass-Schraube. 7 *= Rohrleitung zum Hochdruckmanometer. 8 = Hochdruckmanometer. 9 =* Rohrleitung zum Druckluftverteiler. 10 = Druckluftverteiler. 11 = Rohrleitung vom Druckluftverteiler zum Anlassyentil. 12 = Anlassventil. 13 =;; Hochdruckvergaser, 14 = Brennstoffpurape. 15 = Behälter mit Startbrennstoff. 16 = Rohrleitung, vom Startbrennstoffbebälter zum Hochdruckvergaaer. 17 = Rohrleitung vom Hochdruckvergaser zum Zerstäuber im Ansaugrohr. 18 = Zerstäuber. 19 = Hockdruckkompressor. 20 = Luftfilter des Kom- , pressors. 21 = Anschluss der Kühlwasserzuleitung zum Kompressor. 22 ~ Anschlug« der Kühlwasserableitung vom Kompressor. 23 — Kühlwasserablaß schraube des Kompressors. 24 = SchmieranschluBS" des Kompressors. 25 = Luftleitung zum Hoch- und Niederdruck-Regulierventil. 26 = Höehdruck- Wasserabscheider. 27 = Ablaßschraube. 28 = Automatisches Hoch- und Niederdruckventil. 29 = Luftleitung zum Hochdruckbebälter. 30 = Knopf zur Einstellung dee Drucks im Niederdruckbehälter. 31 = Hebel zur direkten Füllung des Niederdruckbehälters. 32 = .Luftleitung \zum Niederdruckbehälter. 33 = Niederdruck-Sicherheitsventil. 34 = Niederdruck-Luftbehälter. 35 = Luftleitung zum Niederdruck-Manometer. 36 = Niederdruck-Manometer. 37 — Luft-Abblasleitung des Kompressors. Anlassen mit dem Heywood-Nova-Starter. Will man den kalten Motor in Gang setzen, so pumpt man vermittels der Handpumpe (14) am Instrumentenbrett etwas Startbrennstöff (Petroleum oder bei sehr kaltem Wetter ein Teil Aether und 6 Teile Gasöl) in den Hochdruckvergaser. Ist der Motor bereits warm, so fällt dieser Bedienungsgriff weg. Hierauf drückt man kurz und kräftig auf den Startknopf (1), der über ein Bowdenkabel (2) das Hochdruckventil (3) an der Druckflasche öffnet und Pressluft zum Hochdruckvergaser gelangen lässt Von dort strömt sie einerseits durch das ovale Loch (X) in der Verteilerscheibe «um Startventil jenes Zylinders, dessen Kolben sich eben im Arbeitshub befindet. Ausserdem gelangt aus dem Hochdruckvergaser durch das runde Loch (t) der Verteilerscheibe ein Gemisch au« Luft und Startbrennstoff zur Startdüse jenes Zvlinders, dessen- Kolben eben den Kompressionshub beginnt. Man erhält dadurch zwei eehr kräftige Anlassimpulse nacheinander, die den Motor unweigerlich in Gang setzen. tnodetle beträgt. Dabei sind sie dazu bestimmt, die Luft zum Anwerfen von 800-PS- Flugmotoren zu liefern. Allerdings dauert das Das Neueste in Sachen Kolbenringe: Zur Abdichtung der Kolben von Verbrennungsmotoren im Zylinder dienen die Kolbenringe. Sie sollen das Durchblasen von Oasen zwischen Kolben und Zylinderwandtmg verhindern. Den oberen Ringen kommt ausserdem die wichtige Aufgabe zu> einen beträchtlichen Teil der vom Kolben aufgenommenen Verbrennungswärme an den Zylinder abzuleiten. Der unterste aber, der Oelring, soll zudem das überschüssige Oel von der Zylinderlaufbahn abkratzen und dadurch den Oelverbrauch niedrig halten. Man hat bisher die verschiedensten Mittel ausprobiert, um dieses Ziel, insbesondere auoh bei Motoren mit abgenützten Zylinderbohrungen zu erreichen. So versuchte man durch grössere Vorspannung der Ringe in der Zylinderbohrung eine gleichmässigere Abdichtung zu erhalten. Dies ist jedoch zwngsläufg mit einem grösserem Reibungswiderstand verbunden, d.h. mit einem Verlust an Antriebsleistung, der bei gewissen Speziairingen so weit gehen kann, dass sich der Motor, selbst wenn man die Kerzen herausschraubt, nur schwer durchdrehen lässt (!). Ein solcher « Murks» muss selbstverständlich mindestens so viele Nachteile Aufladen der Flaschen damit naturgetnäss auoh länger als bei den weit grösseren Lastr wagen-Aggregaten. Ein wirklich guter Oelrlng sollte auch ohne solch übermässigen Anpressdrud? rundum absolut satt anliegen. Dies wird nach der Fabrikation dadurch geprüft, dass man den Ring in die exakte Bohrung einer Lehre einfügt und diese nun gegen einen beleuchteten Schirm hält. Dann darf zwischen der Lehre und dem Kolbenring kein Lichtspalt sichtbar sein. Es gibt heute auf dem Markt Ringe, die speziell zur Verminderung des Oelverbrauchs alter Motoren angepriesen werden, jedoch der beschriebenen Prüfung nicht im entferntesten standhalten. Die Vermutung liegt deshalb nahe, und wurde auch durch exakte Messungen bestätigt, dass solche « Oelringe» den Oelverbrauch hauptsächlich dadurch «drosseln >, dass sie mehr Oase vom Zylinder ins Kurbelgehäuse durchblasen lassen, welche natürlich das Oe] auch mitreissen, so dass es nicht hoch steigen kann. Von einer Verbesserung der Kompression kann unter diesen Interessant ist der Antrieb des Kompressors gelöst. Auf der Kurbelwelle des Motors sitzt ein Zahnritzel, das in ein mit der kleinen ^Kurbelwelle des Kompressors aus einem Stück hergestelltes Rad mit Innenverzahnung eingreift und dieses mit halber Motordrehzahl antreibt. Auch die übrigen Apparate der Startanlage sind bei den Sondertypen für Flugzwecke im Hinblick auf möglichste Qewichtserleichterutig konstruiert. Abgesehen vom Anlassen, wird bei Flugzeugen Druckluft noch für die verschiedensten andern Zwecke benötigt, so bei Militärflugzeugen zum Laden der Kanonen, zum Einziehen des Fährgestells, für die Bombenabwurfvorrichtutig usw. Zur Betätigung aller hiefür vorgesehenen Servo-Motoren werden Druckluftbehälter von total 5—10 Liter benötigt. Wir hatten'Gelegenheit, einen solchen Druckluftbehälter zu besichtigen, der etwa den Durchmesser • einer Siphonflasohe hatte und doppelt so lang war. Bei einem Inhalt von 3,3 Fig. 5. Druckluftverteiler in geöffnetem Zustand, d = Verteilerscheibe, die sich auf der Planfläche (m) dreht, wobei sich ihre Oeffnungen abwechselnd mit den den einzelnen Zylindern zugeordneten Bohrungen der Fläche (m) decken. Liter und einem Prüfdruck von sage und schreibe'225 at (erlaubter Fülldruck 150 at) wog er nur 3,5 kg. Qewiss eine technische Spitzenleistung für sich. Dabei ist das Leichtmetall derart zäh, dass der Behälter bei allfälligen Schussverletzungen ohne Splitterbildimg einfach auseinanderklafft. -b- Umständen nicht die Rede sein. Wenn sich der Motor nach dem Einbau solcher Ringe schwerer durchdrehen lässt, so ist dies wie gesagt öfter nur auf den übermässigen Reibungswiderstand zurückzuführen... . -. Zur Erreichung einer einwandfreien Oel-

mit ferroxierter Lauffläche, verhindert ^iedesVerölen des Motors UNKER&FERBER