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E_1939_Zeitung_Nr.035

E_1939_Zeitung_Nr.035

haben allen Grund zum

haben allen Grund zum Wunsche, dass die Verkehrspresse die Autofahrer rechtzeitig auf die in Zürich zu erwartenden Verkehrszustände und die behördlichen Anordnungen zu ihrer Beherrschung vorbereite; das Blatt selber ist bestrebt, seinem Leserkreis nichts vorzuenthalten, was ihm dienlich sein kann, um sich im Zürich der Landesausstellung 1939 zurechtzufinden. Vor allem eines: die Zürcher Behörden werden genötigt sein, dem Autofahrer manchen Zwang aufzuerlegen, dessen er sich vielleicht vorher nicht versieht Und wenn sich diese polizeiliche Verkehrsführung im Rahmen des Möglichen auch nur auf Ratschläge 'und mehr oder weniger deutliche Winke beschränkt, um die Empfindlichkeit des Publikums so weit als angängig zu schonen: für den anständigen Autofahrer und sonstigen Verkehrsteilnehmer kann es selbstverständlich nur heissen: Dein Wunsch ist mir Befehl. Denn er wird sich sagen müssen, aber auoh sagen dürfen, dass zwar die einzelne Anordnung oder Weisung ihn als Individuum in seiner Freizügigkeit einschränken oder zunächst sonstwie unliebsam berühren mag, dass sie aber auf alle Fälle im Interesse der Gesamtheit der Verkehrsteilnehmer getroffen ist und ihm selber daher doch wieder mehr oder weniger mittelbar zugute kommt. Wenn also etwa die Polizei die nach der Ausstellung strebenden Autofahrer schon an der Peripherie nach bestimmten Parkplätzen dirigieren wird, Eine der Orientierungstafeln, wie sie am Rande der Stadt aufgestellt werden; sie enthalten Angaben so wird es durchaus in deren Interesse liegen, sich solchen Weisungen zu fügen. Wohlverstanden: die Polizei wird auf sie keinen Zwang ausüben; denn man weiss natürlich sehr wohl, dass mancher Autofahrer auch während der Ausstellung Zürich zu ganz anderen legitimen Zwecken aufsucht und aus diesem oder jenem Grunde wirklich mit dem eigenen Wagen nach der Innerstadt oder irgendeinem andern Quartier fahren muss. Es hätte daher keinen Zweck, den einzelnen Automobilisten nach Zweck und Ziel seiner Fahrt zu fragen (auf die Gefahr hin, doch nicht die Wahrheit zu vernehmen) und ihm einen bestimmten Fahrweg vorzuschreiben, einen bestimmten Parkplatz zuzuweisen. Wenn aber der Autofahrer auf einer der grossen Orientierungstafeln, die ihn schon am Stadtrand erwarten, vernimmt, dass der oder jener Parkplatz schon besetzt, an jenem andern aber noch Platz verfügbar ist, und von dem die Tafel bedienenden Polizisten überdies noch alle notwendigen Ratschläge erhält, um sich zu einem geeigneten Park durchzufinden, dann wird er in seinem eigenen Interesse diesen wohlgemeinten Ratschlägen Folge leisten. Er würde anders nur Gefahr laufen, in Stadtviertel zu geraten, wo aus Gründen der flüssigen Verkehrsabwicklung jegliches Parkieren überhaupt verboten ist. Selbst die Notwendigkeit wird den einsichtigen Autofahrer nicht verdriessen, von seinem Parkplatz aus vielleicht mit seiner ganzen Familie durch die ganze Stadt hinduroh bis zur Ausstellung die Strassenbahn benützen zu müssen. Dies erspart ihm bloss die Pein eigener Wegsuche durch die ihm vielleicht unbekannte Großstadt und die grössere eines vielleicht viertelstundenlangen Herumirrens auf der Suche nach einem freien Plätzchen; vor allem bewahrt es ihn vor der Gefahr, in den Verkehrsstockungen, die sich an Tagen besonders grossen Zustromes von Autos nach Stadt und Ausstellung selbst beim besten Willen der Polizei ganz unvermeidlich einstellen müssen, mit seinem Wagen überhaupt gefangen zu werden und dabei kostbare Zeit zu verlieren. Es sei dabei gleich darauf hingewiesen, dass die Zürcher Strassenbahnen während der Ausstellung Tageskarten zum niedrigen Preise von Fr. 1.20 ausgeben, die sich auf langen Strecken schon bei ganz wenigen Fahrten bezahlt machen und volle Freizügigkeit auf einem ausgedehnten Netz von Tram-, Autobus- und Trolleybuslinien gewähren. Nach diesen allgemeinen Vorbemerkungen sei der Leser für heute nur noch gerade mit dem System der Wegweiser und sonstigen Orientierungstafeln vertraut gemacht, die ihm nach Möglichkeit erlauben, leicht und sicher seinen Weg und eine Abstellgelegenheit für seinen Wagen zu finden. Von den grossen Orientierungstafeln haben wir bereits gesprochen, die ihn gleich am Rande der Stadt über den Besetzungszustand der einzelnen Parkplätze unterrichten, wobei die Bedienungsmannschaft dieser ständig durch entsprechende Einstellung von Wende,tafeln « ä jour » gehaltenen «Peripherietafeln » über den nach den noch Abstellmöglichkeiten bietenden Plätzen führenden Weg bereitwillig jede Auskunft erteilen wird. Der Fahrweg nach allen diesen Plätzen von den praktisch in Betracht kommenden Einfallstrassen her wird überdies an allen zu Zweifeln Anlass bietenden Punkten deutlich durch die sogenannten PARKWEGWEISER bezeichnet sein; weiter künden die sog. FESTWEGWEISER Als schwach fundiert entpuppt sich sodann auch die nächste Stütze im Qefüge der bundesrätlichen Erwiderung. Wenn dort dargelegt wird, eine Berufung auf das verbilligte Ausländerbenizin verfehle ihr Ziel, weil es sich dabei um eine durch die Verhältnisse im internationalen Fremdenverkehr bedingte Notmassnahme handle, so entgegnen wir ihm darauf mit der Frage, ob er denn nicht aus dem gleichen Grunde, eben dem Kampf um den Autogast, danach trachten sollte, die schweizerischen Automobilisten durch Einräumung von Erleichterungen im Lande zu AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 28. APRIL 1989 — N° 3 5 Orientierungstafeln and Wegweiser für den Automobilisten an der Landesausstellung Der Parkwegweiser (oben und unten) bezeichnet die Route nach den darauf vermerkten Parkplätzen. So präsentiert eich der sog. Festwegweiser, der die über die Parkplätze, auf welchen noch Abstellmög- Richtung nach dem einen oder andern Seeufer lichkeiten vorhanden sind. markiert. ganz allgemein die Richtung nach dem einen oder andern Seeufer mit ihren Ausstellungshälften, und endlich — wie es sich ja von selbst versteht — sind auch die Parkplätze selber durch grosse Tafeln einwandfrei Kenntlich gemacht. Das besondere Merkmal all dieser ausserordentlichen Orientierungsmittel liegt in der Verbindung der gesetzlichen blauweissen Parkplatztafel bzw. des ordentlichen Wegweiserbildes für nicht vortrittsberechtigte Strassen (schwarzweiss) mit dem Symbol der Landesausstellung (weisses Signet auf rotem Grund). Aus diesem Rahmen fallen einzig und allein die nach den beiden Seeufern leitenden «Festwegweiser» mit ihrem roten Grunde unter gewöhnlicher weisser Schrift. Damit glauben wir, für einmal dem Leser Vertrauen, in die Zweckmässigkejt seiner Orientierung in der Au^stellungsstaiät eingeflösst zu haben. Auf "Welphen Wegen sich'die Polizei über den Belegungszustand der einzelnen Parkplätze auf dem Laufenden halten wird, mit welchen Mitteln sie sich über die übrigen Verkehrsverhältnisse zu informieren gedenkt und wie sie vor allem den eigentlichen Fahrverkehr zu regeln beabsichtigt, darüber wollen wir unsere Leserschaft in den nächsten Nummern in schonender Dosierung aufklären. Verraten sei ihr bloss, dass die getroffenen Massnahmen alles Zutrauen verdienen und das Höehstmass an Verkehrsicherheit gewährleisten, die unter solch aussergewöhnlichen Umständen vernünftigerweise überhaupt erwartet werden kann. 1 Schluss von Seite 1. II.WH Abgewinkt! ALLMEND KONGRESS -mm- behalten, anstatt sie vor den Kopf zu stossen und damit der von unserer Hotelerie so übel «vermerkten Reisläuferei nach dem Ausland Vorschub zu leisten. Bisher waren wir der 'Meinung — und wir befanden uns damit in guter Gesellschaft — die Batzen des einheimischen Autlers gelten unsern Hoteliers und Wirten gleichviel wie jene der Fremden, und der inländische Autotourismus habe eine Belebung ebenso nötig wie den fragwürdigen Lockvogel Ausländerbenzin. Ja, bei den gegenwärtigen, durch die weltpolitische Lage noch stärker verdüsterten Perspektiven des internationalen Fremdenverkehrs wär& «e sogar dringender geboten denn je. Wirkt schon das, was der Bundesrat bis hieher zur Rechtfertigung seiner ablehnenden Haltung vorgebracht, kaum eben überzeugend, dann vermögen auch jene Erörterungen, die er weiterhin noch anstellt, diesen Eindruck nicht abzuschwächen. Wenn er nämlich geltend macht, die Durchführung der Benzinrückvergütung würde offenbar die Einrichtung einer eigenen, kostspieligen Abfertigungsund Kontrollstelle an der Landesausstellung bedingen und angesichts des ohnehin zu erwartenden intensiven Automobilverkehrs unliebsamen Verkehrsstörungen und Weiterungen rufen, so lässt sich diesen Ueberlegungen die Tatsache entgegenhalten, dass ja auch die Inhaber verbilligter Bahnbillette für die Ausstellung diese an besondern, eigens zu diesem Zweck eingerichteten Schaltern abstempeln lassen müssen. Es ist nicht ganz leicht einzusehen, was für « unliebsame Weiterungen » dadurch heraufbeschworen werden sollen, dass auch der Automobilist dort seine Quittungen über Benzinbezüge präsentiert Was die Verkehrsstörungen anbelangt, so darf man die Sorge um deren Behebung ruhig dem zuständigen Ausstellungskomitee überlassen. Glaubt man dagegen, Grund zur Befürchtung zu haben, der Zudrang von Automobilen könnte störende Dimensionen annehmen, dann bleibt kein anderer Weg übrig, als die Zahl der Wagen, die sich gleichzeitig in Zürich einfinden dürfen, scharfen Einschränkungen zu unterwerfen. Indessen dienen alle die Argumente, worauf sich der Bundesrat bis an diesen Punkt stützt, doch wohl nur der Verbrämung des einzig ausschlaggebenden Grundes für die Verweigerung der vom TCS nachgesuchten Vergünstigung: Der Befürchtung, « die so überaus wichtige Fiskal- Position der Treibtstoffzölie » könnte dadurch eine Einbusse erleiden. Da liegt der Has im Pfeffer. Und vor dieser Erwägung, die an erste Stelle der bundesrätlichen Antwort gehört, treten alle andern zurück. Dass Herr Musy seinerzeit verkündete, die Erhöhung des Benzinzolles stelle keine egoistische Fiskalmassnahme des Bundes dar, tut ja nichts zur Sache. Die Benzinhenne legt goldene Eier. Sie soll es weiter tun. Eine Schmälerung ihrer Ertragsfähigkeit duldet man auf keinen Fall. Die Geschichte erzählt . . .*) Ende Oktober 1922 begann der Zürcher Kantonsrat mit der Beratung des neuen, jetzt noch in Kraft befindlichen Motorfahrzeug(steuer)-Gesetzes. Ein Sozialdemokrat beantragte im Namen der Kommissionsminderheit, die Grundtaxe von 150 auf 120 Fr. (für 5 St.-PS) herabzusetzen und die Staffelung für jede weitere PS von 20 auf 15 Fr. zu reduzieren. Ein Fraktionskollege hielt dagegen «die hohen Taxen für Leute, die sich den Luxus eines Motorfahrzeuges leisten können, für sehr angebracht:». Nach seiner Meinung «könnte es nichts schaden, wenn wir im Kanton Zürich einige hundert Automobile weniger hätten, damit auch die Fussgänger wieder zu ihrem Rechte kommen>. (Eine solche Argumentation wurde In jener Zeit sehr ernst genommen. Uebrigens hat sich seither der Zürcher Motorfahrzeugbestand von 4689 auf 21 744 Stück Ende September 1937 erhöht.) Als das Sonntagsfahrverbot zur Diskussion stand, bemerkte ein Grütlianer, «et sei schändlich, dass man nicht einmal am Sonntag ohne Belästigung durch Staub und Gestank spazieren gehen können>. •) Siehe auch Nr. 33. überreichen. Aguillar kann nicht wagen, diese Frau noch länger zurückzuhalten, zumal es offensichtlich nutzlos ist und die Tiere durch sie beunruhigt werden. Farroll nimmt hastig aus seiner Tasche irgend einen Briefumschlag, den er zufällig bei sich hat, murmelt einen fürchterlichen Fluch und geht dann mit strahlendem Lächeln, das Papier sichtbar und hoch erhoben, auf den Käfig zu. « Hier ist die Nachricht, auf die Sie warten, Don Aguillar ! » sagt er laut. « Ein liebender Gatte will seine Gemahlin reuig wieder in seine Arme schliessen.» Während er so zirkushaft geschwollen daherredet, durchbohrt er den Dompteur mit einem dolchartigen Blick. Als der Beifall, wie auf Kommando einsetzt, fügt er noch leise zischend hinzu : « Keine Umstände, Mensch ! Freiheitsberaubung ! Erschwerende Umstände ! Zehn Jahre Zuchthaus ! » Er hätte die Drohung nicht nötig. Aguillar gibt sein Spiel längst verloren — dieser d'Andrade kommt ja nicht! — und so ergreift er gern die Gelegenheit zum Rückzug. Aber er hat alle Hände voll zu tun. So macht er nur eine chevalereske Verbeugung gegen Muriel und tut einen Schritt zur Seite, um ihren Abgang zu decken. Schon ist Muriel fast in Freiheit -r- da geschieht es. Mit einem unbeschreiblich drohenden, tiefen Knurren springt der riesige Romeo von seinem Podest wieder herunter und greift den Dompteur an. Wie auf Kommando verlassen auch die andern Raubtiere, brüllend, fauchend und entfesselt ihre gewohnten Plätze. Es ist noch ein Glück, dass alte Feindschaften unter den Bestien zum Austrag kommen. Binnen einer hundertstel Sekunde haben sich schon zwei jüngere Tiere in einer Ecke des Käfigs toll'und tödlich ineinander verbissen. Der Blutgeruch macht die Tiger vollends rasend. Don Aguillar wehrt sich mit allen Kräften. Die Peitsche hat er als unnütz weggeworfen. Während er mit der Stange in seiner Rechten geschickt und kräftig um sich stösst, erfasst die Linke die Pistole,- das allerletzte Hilfsmittel des Tierbändigers. Von aussen suchen die Stallmeister und Farroll selbst Hilfe zu bringen. Auf Befehl des Direktors wird in grösster Hast ein Schlauch an einen Hydranten angeschlossen, um die wildgewordenen Bestien durch starke Strahlen kalten Wassers zur Vernunft zu bringen. Dabei überträgt sich die Aufregung auf das entsetzte Publikum und einige besonnene Männer haben alle Mühe, eine Panik zu verhüten. Während Frauen und Kinder den Ausgängen zudrängen, sind Sir Andrew und der Radseha in die Manege gesprungen, doch es gelingt ihnen nicht so schnell, sich durch den dichten Ring von Zirkusleuten bis zum Käfig durchzuschlagen. Don Aguillar hat inzwischen mit zwei Schüssen Romeo und die blutdürstig andrängende Tigerin Thisbe zurückgescheucht. Er weiss, dass es nicht für lange ist. In seinem Hirn jagen die Gedanken. Nie konnte er begreifen, dass so viele seiner Kollegen unter den Pranken ihrer Tiere verenden. Jetzt versteht er es also. So kommt das, ganz plötzlich und überraschend, wie eine unvermutet ausbrechende Geisteskrankheit. Er ahnt nicht, wie nahe dieser Gedanke die» Wahrheit streift. Sein Tierwärter, der als einziger die wirkliche Ursache der Katastrophe kennt, weil er sie mit Dr. Martinez' Pulver selbst herbeigeführt hat, sucht durch besonders, eifrige Tätigkeit ausserhalb der Gitter jeden Verdacht von sich abzulenken. Wie er die einzelnen Bestien beschwörend bei ihren Namen anruft, gleicht er den Clowns, wenn sie vor lauter Tätigkeit nicht dazu kommen, wirklich etwas zu tun. Schon springt Romeo wieder an, zwei andere Tiere warten nur auf den Erfolg seines Angriffs, um ebenfalls über den Dompteur herzufallen. Trotzdem ist in diesem kurzen Augenblick der Ausgang für Muriel frei. « Jetzt! Schnell! Hinaus ! » ruft ihr Don Aguillar zu. Sie soll ihre Chance nicht verpassen. Er will nicht schuld sein, dass dieser Frau etwas Fürchterliches zustösst. Schon fasst Direktor Farroll von aussen Muriels Hand, als sie sich heftig losreisst. « Sehen Sie denn nicht, dass der Mann ohne mich jetzt verloren ist ? > ruft sie und zeigt auf die beiden seitlich lauernden Tiger. « Er kann sich nicht gleichzeitig nach allen Seiten verteidigen. Ich brauche eine Stange ! » Ein Stallmeister reicht ihr in blindem Gehorsam seinen Eisenstab und Muriel beginnt, neben dem Tierbändiger die Bestien abzuwehren, wie sie es von ihm gesehen hat (Fortsetzung folgt.)

N° 35 — FREITAG, 28. APRIL 1939 AUTOMOBIL-REVUE wird m der kommenden Sportsaison folgende Fahrer ins Feuer schicken : Equipenchef: Conte Lurani; Mitglieder der Equipe: Marelli, Minetti, Castelbarco, Ruggeri, Spotorno, Quartaca, Cornaggia, Haller, Agosti, Bracco und Capelli. Diese Piloten werden vorab in den natior nalen italienischen Veranstaltungen und besonders in den Läufen um die italienische Meisterseihaft eingesetzt. Bei Rennen internationalen Charakters wird die genannte Mannschaft durch bekannte Grossen wie Cortese, Luigi Viloresi, Taruffi und de Teffe ergänzt. Pas Kampfmaterial der Scuderia besteht aus Sport- und Rennwagen aus 4en Werken von Fiat, Lancia, Alfa Romeo und Maserati 12,000 resp. 7000 resp. 5000 belgische Franken in bar. Nennungen sind bis 15. Mai, 18.00 Uhr, an das Sekretariat des Nouvel Automobile-Club du Grand-Duohö de Luxembourg, 11, Aveiue de la Porte-Neuve in. Luxemburg, zu richten unter gleichzeitiger Ueberweisung des Kenngeldes von 500 belgischen Franken. Schneller, immer schneller... IN U.S.A. Erstmaliger Start der neuen Miller-G. P.-Rennwagen In Indianapolis. Am zweitletzten Tag im Mai steigt wie alljährlich das 500-Meilen-Rennen auf der Bahn von Indianapolis als grösste automobilrennsportliche Veranstaltung der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Es ist in den internationalen Sportreglementen der AIAGR als « grande epreuve > eingetragen und wird wie im Vorjahr nach der bestehenden Grand- Prix-Formel gefahren. An der bevorstehenden Neuauflage der 500 Meilen auf dem «Indianapolis Speedway > werden erstmals die drei neuen Miller-Rennwagen mit 6-Zylinder-3-Liter-Kompressor- gezeigt, das mit Sir Malcolm Campbell am Steuer auf dem Hallwilersee ebenfalls letzten Herbst einen Schnelligkeätsrekord auf dem Wasser aufstellte und, last but not least, können die Besucher der gewaltigen Sdhau einen der drei Vickers-Wellesley-Bomber bestaunen, die im November 1938 auf der Strecke Aegypten-Australien den Weltdistanzrekord im Flugzeug brachen. IN ITALIEN. Rundrennen von Neapel. um die Coppa Principessa dl Piemonte. In der Stadt, von der es heisst, dass man am besten sterbe, nachdem man sie gesehen habe, werden schon heute durch die Sektion Napoli des RACI umfängreiche Vorarbeiten getroffen, um dem 4. internationalen Rennen der Anderthalbliterrennwagen um den Pokal der Prinzessin von Piemont, das am 28. Mai im Siegespark stattfindet, zu einem glänzenden Erfolg zu verhelfen. Wie verlautet, soll die Teilnahme der Fabrikmannschaften von Alfa-Corse, Maserati und ERA (?) so gut wie gesichert sein. IN FRANKREICH Es lebe die Paragraphenreiterei! Ein neues Musterehen des ACF. Vor Monatsfrist wiesen wir in einem Artikel betr. das Kleinwagenrennen am Grossen Preis von Frankreich auf die «Fälle» Mestivier und Lapchin hin, die beide ihre Anmeldungen für das besagte Rennen mit rund einsfündiger (!) Verspätung an den A.C.F. abgesandt hatten und von diesem die Mitteilung erhielten, dass sie auf Grund eben dieser Verspätung nicht startberechtigt seien. Und auf Befragen des französischen Landesverbandes, dem doch u. a. die Rolle zufällt, die Fahrer zu sportlicher Betätigung zu ermuntern, ward dem «L'Auto> die Antwort zuteil, dass er, der A.G.F., den Reglementen genauestens nachlebe und sie auf den Buchstaben (und sogar auf die Minute, so fügten wir bei) befolge. Obwohl man dann vom A.G.F. eine generöse Geste zugunsten der «nachlässigen» Piloten erwartete, scheint ein diesbezüglicher Entscheid bis heute noch nicht gefallen zu sein. Dafür begab es sich, dass dem A.C.F. einmal mehr Gelegenheit geboten wurde, seine «Schwäche» für «Anwendung der Rennreglemente nach dem f Buchstaben» unter Beweis zu stellen. Es handelt 't-ta um einen Zwischenfall, der wiederum mit dem tennen für Anderthalbliter-Rennwagen um den okal der franz. Sportkommission in Zusammenhang steht, und zwar ist diesmal der bekannte SCHWEIZER PILOT ARMAND F. HUG in die Angelegenheit «verwickelt». Vor mehreren Monaten schon hatte unser Landsmann den A.C.F schriftlich davon in Kenntnis gesetzt, dass er am Rennen der Anderthalbliter-Boliden zu starten beabsichtigte, dass er indessen noch nicht wisse, ob er als Privatfahrer an der Veranstaltung teilnehme oder ob er von einer Fabrik verpflichtet werde. Dann verabschiedete sich Hug für einige Monate von Europa, um sich an zwei südafrikanischen Rennen zu beteiligen. Verdutzt stellte er bei seiner Rückkehr aus der südlichen Hemisphäre fest, dasä die Meldefrist abgelaufen war und sein Käme auf der Kennliste nicht figurierte. Worauf er sich schriftliche an den A.C.F. wandte und von diesem darauf aufmerksam gemacht wurde, «dass er sich leider zu spät rege, indem die Einschreibefrist schon vor einigen Tagen abgelaufen sei.» Kun hatte zwar Hug in seiner ursprünglich erfolgten Anmeldung bemerkt, dass er noch berichten werde, ob er als Privat- oder Werkfahrer starte. Er hat dies aus irgend einem Versehen heraus zu tun vergessen- Aber glauben Sie, der A.C.F. hätte ihn etwa einige Tage vor Abschluss der Nennfrist an dieses Versprechen erinnert? Bewahre, der A.C.F. kann es sich offenbar leisten, auch auf das Engagement dieses hervorragenden Piloten, der letztes Jahr immerhin die «Kleinigkeit» eines «Preis von Bern» und einige andere wichtige Rennen gewonnen hat, ohne weiteres zu verzichten und verschanzt sich bei der Begründung seiner Handlungsweise hinter den Artikeln und Paragraphen seiner Reglemente. Ein wahres Musterbeispiel von Mangel an Grosszügigkeit und dafür, wie man es anstellen muss, um die Rennfahrer, anstatt sie in ihren Bestrebungen zu unterstützen, anstatt ihren guten Willen zu schätzen, vor den Kopf zu stossen und alle Initiative mit einer Geste kaltlächelnd abzutöten! Der Grosse Preis der Picardie, der am 11. Juni als Rennen der 1,5-Liter-Boliden in PeYonn« — rund 70 Kilometer von der belgischen Grenze entfernt — zum Austrag kommt, wird auch heuer wieder in zwei Ausscheidungsläufe und ein Finale unterteilt. Von Rennmannschaften und Privatfahrern Die Scuderia Ambrosiana Die € Squadra Torino » setzt sich für das Sportiahr 1939 wie folgt zusammen: Piero Dutlo auf Alfa Romeo 2900 ccm. Salvi del Pero auf Alfa Romeo 2900 ccm. Andrea Brogul auf Maserati 1500 ccm. Edoardo Teagno auf Maserati 1500 ccm Giorgio Pelassa auf Maserati 1500 ccm. Mario Sertorin auf Fiat Siata 500 ccm. Vorgesehen ist vor allem eine Teilnahme am Grossen Preis von Tripolis, an der Targa Florio und an den Bergrennen Parma-Poggio di Berceto, Sassi-Superga, Stilfserjoch und Pontedecimo-Giovi. Am Millionenrennen von Tripolis werden ausserdem Pietro Ghersi und Renato Balestrero auf Maserati 1500 ccm für die Squadra Torino starten. Der Schweizer von Graffenried, der an den Rennen des vergangenen Jahres und zu Beginn dieser Saison auf einem Maserati mit 3-Liter-Kompressor-Motor teilnahm, wird am Grossen Preis von Deutschland, der am 23. Juli auf dem Nürburgring ausgetragen wird, auf einem Alfa Romeö-Rennwagen mit einem Motor gleichen Hubvolumens starten. Aus Renn-Reglementen Grosser Preis von Luxemburg. Diesmal gilt's also! Der schon mehrmals im internationalem Terminkalender ausgeschriebene und immer wieder abgesagte Grosse Preis von "Luxemburg für Sportwagen wird — wie vorgesehen — am 4. Juni nächsthin endgültig ausgetragen. Schauplatz des Rennens ist eine 3 km 836 lange Rundstrecke, die 60mal abzufahren ist und somit über 230 km 160 geht. Das Training wurde auf Freitag und Samstag, den 2. und 3. Juni, von 17—19 Uhr, angesetzt, während der Start am Sonntagnachmittag 14.30 Uhr stattfindet. Interessanterweiße werden die Startplätze der einzelnen Konkurrenten weder nach den Leistungen im Training bestimmt, noch ausgelost. Vielmehr erfolgt die Aufstellung nach den Startnummern, und «war wird Wagen Nr. 1 in der ersten Reihe rechts placiert usw. Dem Sieger des Rennens werden 20,000 belgische Franken in bar und der Wanderpokal von Prinz Felix- von Luxemburg zugesprochen. Die an zweiter, dritter und vierter Stelle Klassierten erhalten Verschobene Rekordversuche... Die auf 21. April angesagten Rekordfahrten des englischen Piloten Major Gardner auf einem 1,1- Liter-M, G.-Stromlinien-Rennwagen, die auf der Rekordstrecke von Dessau hätten stattfinden sollen, sind auf 15. Mai verschoben worden. ...und ein neuer Anwärter. Gleichzeitig mit Major Gardner wird Mitte Mal der Italiener Graf Lurani mit seinem Kleinrennwagen «Kibbio» auf der Reichsautobahn zwischen Dessau und Bitterfeld einige internationale Rekorde der Klasse I (360 bis 500 ccm) angreifen, und zwar jene über 1 km und 1 Meile mit fliegendem Start, für die er am 5. November 1035 auf der Autostrasse Florenz-Meer auf 162,162 resp. 161,766 km/St, kam. Verkeh» Lausannes Anstrengungen für Verkehrs- und Stadtausbau. Die Stadt Lausanne hat zurzeit Kredite für öffentliche Arbeiten in der Gesamthöhe von 3,8 Millionen Fr. ausgesetzt, denen sich in nächster Zeit, auf Grund besonderer Postulate, sowie von Anregungen der Geschäftsprüfungskommission selbst, vermutlich noch weitere in ähnlichem Ausmass anschliessen werden. Sie sind in der. Hauptsache bedingt durch die Notwendigkeit der Umgestaltung der dortigen Verkehrsverhältnisse und des städtischen Ausbaus im allgemeinen. So entfällt allein auf das laufende Jahr ein Betrag von über 600.000 Fr. für Strassenkorrektionen und vor allem das Ausbetonieren solcher städtischer Verkehrsadern, auf denen der frühere Tramwaybetrieb heute durch den Trolleybus ersetzt ist. Für den gleichen Zweck werden auch im nächsten Jahr noch etwa 200.000 Fr. verwendet b. Schweiz. Treibstoff-Importe. Im März 1939 sind insgesamt 163.623 q Benzin eingeführt worden oder 24.682 q mehr als in der entsprechenden Periode des Vorjahres. Für das erste Quartal resultiert auf den Benzineinfuhren ein Mehrimport von insgesamt 57.360 q. Als Eigentümlichkeit ist zu erwähnen, dass im Monat März des laufenden Jahres keine Petroleumeinfuhren für den Betrieb von Motorfahrzeugmötoren zu : verzeichnen sind, gegenüber 1135 q in der vorjährigen Parallelperiode. Insgesamt sind im ersten Quartal des laufenden Jahres gegenüber demjenigen des Vorjahres 1799 q weniger Petroleum eingeführt worden. In ansteigenden Mengen bewegen sich auch die Einfuhren von Petroleumsurrogaten für den Antrieb von MotorfahrzeugmotoBen, und zwar, wurden im März 1939 605 q eingeführt oder 354 q mehr als in der entsprechenden Periode des Vorjahres.' Insgesamt betragen die Mehrimporte im ersten Quartal gegenüber dem ersten Vierteljahr 1938 687 q*. Rückläufig haben sich demgegenüber die Importe von Mineral- und Teerölen für den Motorfahrzeugbetrieb entwickelt, wurden 1 doch im Monat März des laufenden Jahres nur 8896 q oder 716