Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1939_Zeitung_Nr.035

E_1939_Zeitung_Nr.035

8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 2S. APRIL 1999 — N° 35 Zulassung von Camping-Anhängern Das eidg. Justiz- und Folizeidepartement gibt in einem Schreiben an die Kantonsregierungen bekannt, da«« mit Ausnahme Graubündens sämtliche Kantone seinem Vorschlag betreffend die versuchsweise Zulassung von ausländischen Campinganhängern zugestimmt haben. Gestützt auf das Ergebnis dieser Rundfrage habe der Bundesrat «inen Beschluss gefasst, wobei das Verzeichnis der dem Campinganhänger an ausländischen Wagen geöffneten Strassen nur solche umfasse, für die die Kantone ihr Einverständnis erklärt haben. Im weiteren werde der Camping-Club der Schweiz eine kleine Karte dieser Strassen herausgeben und fie an die Interessenten versenden. Der neue Erlass hat folgenden Wortlaute Bundesratsbeschluss Ober die versuchsweise Oeffnung bestimmter Strassen fOr Camping-Anhänger an ausländischen Personenwagen. (Vom 25. April 1939.) 1 Vom 1. Juli bis zum 31. August 1939 werden Versuchsweise und zum Sammeln von Erfahrungen an ausländischen Personenwagen Camping-Anhänger auf den in der beiliegenden Liste aufgeführten Strassen zugelassen, auch wenn sie den in Art. 17, Abs. 4, der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr enthaltenen Vorschriften über die Länge, die Breite sowie das Gewicht nicht entsprechen. 2. Die Kantone können für solche Anhänger weitere Strassen öffnen, soweit es sich um die Zufahrt von einer der in Ziff. 1 erwähnten Strassen zu einem Campingplatz handelL Liste der für Camping-Anhänger an ausländischen Personenwagen versuchsweise geöffneten Strassen. 1.

N° 35 " FREITAG, 28. AFRTC 1939 AUTOMOBIL-KEVUE Deutschland und das rumänische Oel Die anf Erdöl bezüglichen Bestimmungen des deutsch-rumänischen Handelsvertrags haben eine Flut von Kommentaren ausgelöst, die der sachlichen Begründung zumeist ebenso entbehren, wie sie in ihren Folgerungen übers Ziel hinausschiessen. Viele Beurteiler sehen in den neuen Abmachungen die Basis für die Schaffung einer deutschen Schlüsselstellung in Rumäniens Petroleumindustrie, und daran knüpfen sie die Konsequenz, dass das Reich damit dem Ziel einer gesicherten Ölversorgung entscheidend nähergerückt sei. Im Lichte der realen Tatsachen wird man derartige Urteile zumindest als stark übertrieben bezeichnen müssen. Soweit zu sehen ist, kann im Augenblick schwerlich davon die Rede sein, dass Deutschland einen « monopolartigen » Einfluss auf die rumänische Oelwirtschaft gewonnen habe. Es ist gewiss möglich und auch wahrscheinlich, dass die deutschen Oelbezüge aus Rumänien künftig eine erhebliche Steigerung erfahren werden, denn das ist ja ein Hauptzweck der Abmachungen. Dagegen erscheint es als ausgeschlossen, dass sie in absehbarer Zeit ein so bedeutendes Ausmass erreichen können, um das Reich von der Zufuhr aus andern Ländern unabhängig zu machen. Rein wirtschaftlich betrachtet, bezweckt der Vertrag auf dem Oelgebiet, ebenso wie in andern Bereichen, die Intensivierung des Handelsverkehrs «wischen den beiden Ländern, und zwar unmittelbar, indem Deutschland mehr Erdölprodukte aus Rumänien erhält als bisher, und mittelbar, indem es an der Erschliessung seiner Vorkommen teilnimmt und dadurch dazu beiträgt, die Oelgewinnung zu steigern. Was die sofortige Vergrösserung der detitschen Oelbezüge angeht, so ist das Reich bekanntlich schon seit Jahren bestrebt, im Rahmen der geltenden Clearingverträge soviel Oel wie möglich aus Rumänien m beziehen. Diese Verträge haben aber nicht immer glatt funktioniert, was wiederholt Stokkungen in den Lieferungen zur Folge gehabt hat. Im übrigen waren die deutschen Oelkäufe insofern begrenzt, als sie 25 % des Wertes aller rumänischen Exporte nach Deutschland nicht überschreiten durften. Wie inoffiziell verlautet, soll diese Begrenzung auch weiterhin bestehen bleiben, jedoch erscheint es zweifelhaft, ob dies sehr lange der Fall sein wird, wenn Rumänien Deutschland in wesentlich stärkerem Umfang als bisher beliefern soll. Kommt sie in Fortfall, so ist eine Exportsteigerung in dem Mass zu erwarten, wie die zwischen den beiden Ländern geltenden Zählungsabmachungen den deutschen Beziehern die Möglichkeit bieten, höhere Lei-Preise als andere Länder zu zahlen. Was aber auch immer geschehen mag, so dürfte das Reich beim heutigen Stand der rumänischen Produktion in keinem Fall so grosse Oelmengen von Rumänien erhalten, als es zur Deckung seiner ganzen oder auch nur des grösseren Teiles seines Importbedarfs braucht. Selbst wenn Rumänien, was praktisch als ausgeschlossen gelten kann, seinen gesamten heutigen Exportüberschuss von rund 4,5 Mill. Tonnen Erdölprodukte an Deutschland abgeben würde, mflsste dieses immer noch weit über eine Mill. Tonnen aus andern Ländern beziehen, um seinen heutigen Normalbedarf (eitischliesslicli Oesterreich und der ehemals tschechoslowakischen Gebiete) voll befriedigen zu können. In einem solchen Fall könnte aber Rumänien weder an seine Nachbarländer noch z.B. an Italien überhaupt etwas liefern, von andern Abnehmern ganz zu schweigen. Diesen extremen Fall wird man daher als praktische Möglichkeit ausser Acht lassen können, denn das Abkommen sieht ausdrücklich vor, dass auch auf die Wirtschaftsbeziehungen Rumäniens mit andern Lindern Bedacht genommen werden soll Rumänien kann es sich auch nicht gut leisten, auf jegliche Deviseneinnahme aus seinem Oelexport zu verzichten, und schfiesslich ist zu bedenken, dass die rumänische Petroleumindustrie grösstenteils mit Auslandskapital arbeitet, dem man nicht jede Rentabilität nehmen kann, ohne die Tätigkeit dieser Industrie empfindlich zu beeinträchtigen. Auf weite Sicht würde nun allerdings die Situation insofern eine Änderung erfahren, als der Eintritt Deutschlands in die rumänische Petroleumindustrie dazu beitragen kann, die Produktion über ihren heutigen Umfang hinaus zu vergrössern. Bekanntlich sieht der Handelspakt die Gründung einer deutschrumänischen Gesellschaft vor, die sich mit der ölgewinnung- und -Verarbeitung befassen soll. (Nebenbei bemerkt ist auch noch die «Veredlung von Rückständen» besonders ins Auge gefasst, was offenbar auf eine Gewinnung von Flugbenzin Im Wege der Hydrierung hindeutet.) Da die Chancen, neue ergiebige Oelvorkommen in den bekannten Förderbezirken zu finden, als begrenzt erscheinen, wird dieses Unternehmen sein Augenmerk also vornehmlich auf die bisher noch unersohlossenen, als ölhöffig geltenden Gebiete zu richten haben. Es wird somit zunächst darauf ankommen, eine Explorations- und Bohrtätigkeit grösseren Stils zu entfalten, nm die Produktionsmögllchkeiten dieser Zukunftsgebiete zu erforschen. Darüber wird aber geraume Zeit verstreichen. Es wäre daher verfrüht, heute schon irgend etwas Konkreteres über die Erfolgsaussichten dieses Unternehmens zu sagen. Nach Ansicht der Geologen ist in diesen neuen Gebieten wohl mit einiger Sicherheit auf eine Produktion zu rechnen, jedoch wird deren Ergiebigkeit für geringer erachtet als die der meisten älteren Felder, und ausserdem werden hier vielleicht auch die Gewinnungskosten höher sein. Wenn man danach also auch die unmittelbaren Aussichten für eine entscheidende Vergrösserung der rumänischen Produktion als nicht übermässig gross erachten kann, so bedeutet doch das Abkommen mit Deutschland ohne Zweifel den Beginn einer neuen Entwicklungsphase fn der Geschichte der rumänischen Petroleum- Industrie. Bereits vor dem Weltkrieg hat deutsches Kapital einen bedeutenden Anteil an der Erschliessung der rumänischen Oelvorkommen gehabt. Sem Wiedereintritt m die Industrie ist zweifellos geeignet, zu einer verstärkten Aktivität in Zukunft beizutragen. Dieses könnte nicht nur ein weiteres Absinken der Produktion verhindern,' sondern unter Umständen auch eine Steigerung über ihren frü-* heren Höchststand hinaus verursachen, wenn auch sensationelle Entwicklungen nach dieser Richtung kaum zu erwarten sind. Eine solche Intensivierung der ölsuche wird aber möglicherweise einige Jahre erfordern, ehe sie sich in wesentlich vergrösserte Produktionsmengen umsetzen kann. So riskant es auch sein mag, in Fragen der Oelproduktion Prophezeiungen auszusprechen, so scheint doch das eine gewiss, dass sich Deutschland durch den Abschhiss des Vertrages eine Position in der rumänischen Oelwirtschaft sichert, die zwar nicht gering zu achten ist, doch wird man ihre Bedeutung auch nicht überschätzen dürfen. J.P.K. affUclie< Daimler-Benz Abschhiss 1938. Mit einem Reingewinn von 2,5 MilL RM. hat die Daimler-Benz AG. im Geschäftsjahr 1936 ein Ergebnis erzielt, das sich mit demjenigen yon 1937 deckt und woraus abermals eine Dividende von 7,5 % ausgeschüttet werden soll. Von 367 Mill. im Jahr 1037 ist der Umsatz auf 396 Mill. gestiegen., eine Verbesserung, die wiederum «u einem namhaften Teil auf das Konto des Exportes jeht Neben den 103 Mill. für Löhne und Gehälter wendet» die Gesellschaft für gesetzliche Sozialleistungen 7,5 Mill., für freiwillige 4,6 Mill. auf, während die Steuern sich auf 22,7 Mill. heliefen. Im übrigen ist nunmehr beabsichtigt, an die Durchführung der Kapitalerhöhung um 13 Mill. HM. heranzutreten» wobei die neuen Aktien mit Gewinnberechtigung ab 1. Januar 1939 ausgestattet und den bisherigen Stammaktionären im Verhältnis von 2:1 angeboten werden sollen. Adler-Abschluss 1938. Nach dem Geschäftsbericht der lAdler-Wtrts AG., Frankfurt a. M, ist der Umsati während d«s^ vergangenen Jahres von 85,5 auf 97,3 MilL RM. gestiegen. Gleichzeitig hat sich der Betriebsüberschuss von 7,6 auf 8,5 Mill. RM. erhöht. Wiederum ist für das Aktienkapital von 15 Mill. RM. ein« Dividende von 6% vorgesehen Während des Be-* richtsjahres, das eine weitere Zunahme der Exportziffern brachte, beschäftigte das Unternehmen 757OJ Arbeiter und Angestellte. Zur Errichtung neuen Werkstätten wurden in München und Breslau Grund-j stücke erworben. •i Neuer Aufschwung In der USA-Autoindustrie. Nach den heute vorliegenden Angaben iteht es bereite fest, dass die Produktion der amerikanischen Automobilfabriken während des 1. Quartals 1039 rund 1,1 Million Fahrzeuge erreicht hat. Damit bewegt sie sich auf ungefähr der gleichen; Höhe wie in den ersten drei Monaten 1937 und übertrifft die Ziffern des Vorjahres um 50%. Leute* vom Bau rechnen übrigens damit, die Erzeugung des ganzen Jahres 1939 werde ungefähr dem Ergebnis von 1937 entsprechen und somit um 40—5OJ6" höher liegen als die Jahreszahlen 1938, Berücksichtigt die Inserenten dieses Blattes! Autoschloss- Reparaturen Türgriffe aller Art, ZyllnderschlQsse! für Haus und Autos, fertige und Formen, vorteilhaft durch Seilerstr. 22. Tel. 2.77.65 PENNZOIL-Vertriebsabtlg. der Adolf Schmidt Erben A-O B«rn Schlüssel-Breitenbach Spezialist und Engroslager Luzern Verlangen Sie Schlüsselliste nnd Preis. Diff.-Gehäuse etc., repariert Ernst Rebmanri, AARAU. Telephon 214 44. FIAT BALILLA KOMPRESSOR Zu verkaufen Lastwagen G. M. c. 7 HP, neueste Modelle, 6 Zyl., 28 PS, Mod. 1934, Sporttvp, 2 PL, 150 St./km, hydr. Dreiseitenkipper, m. Luxuswagen, 24 000 km. 5 Tonnen Nutzlast. Event, Preis Fr. 3800.—* würde der Wagen auch für längere Zeit vermietet Grand Garage Economique, zu günstigen Bedingungen. Village-Suisse, Seeland-Garage, Bitl. Plalnpalals-Genf. Tel. 35.35. Ll Itltll PENNZOIL-Getriebeoel entwickelt keinen Schaum, daher erhöhte Schmier Wirkung! ERSHTJ UMGINflb Fabrikvertreter und Service: CHRYSLER - PLTMOUTH Hjf Garage Kasinoplatz Bern Rita & Wagner Tel. 87.777 Grössta Garage der Schw«fct RHft Fmstellnlätze mit freier Zu- und Wegfahrt Garage-Tag- und Nachtbetrieb Modern eingerichtete Repaxatoxwerksfitte OPEL und OPEL-BLITZ- Auto-Motorrad-Abbruch Bestandteil-Verwertung Reichhaltiges Lager. ~VC P. FANKHAUSER, Dornacherstrasse und Bielstrasse, SOLOTHURN. Telephon 2.32.58. Jloyal ÜXymauth . Kreuzstr. 4/Utoquat Original teile sind vorteilhafter Der fortschrittlich eingestellte Werkstättechef fordert die stets betriebsbereiten, bekanntlich unübertroffenen EDUARD IFANGER, USTER Werkzeugfabrik Auch zu beziehen bei allen erstklassigen Werkzeughandelsfirmen