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E_1939_Zeitung_Nr.038

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16 AUTOMOBIL-REVUE

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BERR, Dienstag, 9. Mai 1939 Automobil-Revue - II. Blatt, Hr. 38 Ronny nahm das Gas weg und Hess den Wagen, als er aus der Kurve kam, auslaufen. Die Leute auf dem Startplatz - stoben auseinander. Schön sachte, aber mit unregelmässig knallendem Motor steuerte Ronny den Wagen neben andere, ebenso niedrig und bedrohlich schnell aussehende Fahrzeuge, die dort standen, und um die Monteure sich bemühten. Als der Wagen hielt, schob Ronny die Brille hoch und langte nach seinem Zigarettenetui, das natürlich wieder tief in den Taschen des Fahrzeuges steckte und nicht gleich zu finden war. Gerade als Ronny die erste Rauchwolke seiner Zigarette genoss, kam Moellermann, schob die neugierig herumstehenden Leute beiseite und fragte: «Was hat er denn?» Moellermanns rundss und gutmütiges Gesicht legte sich bei dieser Frage in Falten. Moellermann war offenbar der Ansicht, dass dem Wagen nichts fehlen durfte, weil er ihn einige Augenblicke vorher erst durchgesehen und dabei die Kerzen ausgewechselt hatte. «Er knallt», sagte Ronny und stieg vom Sitz. «Ich weiss auch nicht, was mit ihm los ist. Er kommt nicht auf Touren.» Moellermann brummte etwas und öffnete die Motorhaube, dann tauchte sein Oberkörper in dem Gewirr von Metallteilchen und Drähten und Rohrleitungen unter, die dort zu finden waren. Ronny setzte sich unterdessen auf die Wagenkante und rauchte seine Zigarette weiter. Ihm war gar nicht lustig zumute, und die schönen Frauen, die herumstanden, konnten ihm gestohlen bleiben. Ihm war zumute wie einem Mann, der keinerlei Geld hat, der seinem Monteur Moellermann drei Monatsgehälter schuldig ist und dessen Aussichten, Geld zu verdienen, gleich null sind. Weshalb er mit der alten Mühle, die er besass, bei diesem Rennen an den Start ging, begriff er eigentlich selbst nicht. Chancen hatte er mit der veralteten Karre absolut keine. Er warf die Zigarette zu Boden und trat sie vorsichtig aus, dann nahm er sich die weisse Leinenhaube ab und fuhr sich durchs Haar. Dabei sagte er mit grimmigem Lächeln zu sich: «Ronny, alter Junge, mach 3ir doch nichts vor. Natürlich weisst du, weshalb du an den Start gehst, weil das Startgeld, das dir der Club zahlt, das einzige Geld ist, was du augenblicklich zur Verfügung hast. Geld ist Geld, und kein Mensch braucht so notwendig Geld wie du, Ronny. Dass du bei diesem Rennen keinen Sieg herausfahren kannst, ist klar, aber schliesslich wollen die Leute mal einen Mann sehen, der nach der zweiten oder dritten Runde aufgibt, denn so kommt die Geschichte todsicher. Für ein paar hundert Franken macht man eben auch als Rennfahrer den Wurschtel und Statisten.» Aber so ganz im tiefsten Grunde seines Von Woltgang Börner. noch verhältnismässig jungen Herzens hoffte Ronny doch auf die grosse Chance, auf das Wunder. Dieses Wunder konnte sich aber nur vollziehen, wenn die Kanonen wie Caracciola, Chiron, Varzi oder Nuvolari, die an dem bevorstehenden Rennen teilnahmen, sauer 'wurden, das heisst: vorzeitig "aufgeben musstei^i Wenn das eintrat, hatte Ronny mit seinem alten Wagen Chancen. Ueberlegte man es sich aber ganz genau, so waren das {eigentlich keine Chancen, dies wussten Moellermann und, er, und die andern Leute vom Bau wussten es auch. Deshalb behandelten sie Ronny auch mit einer gönnerhaften und rücksichtsvollen Liebenswürdigkeit. Denselben Ronny, der sich einmal vier erste Siege und zwei zweite Siege geholt hatte. Moellermann hatte den Kopf noch immer unter der geöffneten Laube vergraben. Ronny sah sich um. Er verspürte nicht die geringste Lust, jetzt mit irgend jemand zu sprechen, ausserdem war es Zeit zu essen. So ging er, in der einen Hand die weisse Rennfahrerhaube schlenkernd, die andere Hand tief in der Hosentasche vergraben, pfeifend und gefolgt von neugierigen Blicken, weil er ein «Rennfahrer» war, dem Restaurant zu. «Enschuldigen Sie, bitte, einen Augenblick 1» sagte plötzlich jemand zu ihm. Ronny blieb stehen und sah geradewegs in das Gesicht einer blonden Dame, einer sehr hübschen, blonden jungen Dame, die einen erbsengelben Sportmantel trug. Unwillkürlich nahm er seine rechte Hand aus der Hosentasche, um das Autogramm zu schreiben, aber die junge Dame machte keinerlei Anstalten, ihm Papier und Bleistift zu geben, sondern hielt die Hände tief und fest in den Taschen ihres Sportmantels versteckt, als sollten sie von dort nie mehr ans Tageslicht kommen. Sie schien Ronnys erstaunten Blick zu erraten. «Sie irren sich», ein Paar junge Lippen gaben lächlend sehr weisse und gesunde Zähne . frei, «Ich brauche kein Autogramm.» «Schade», sagte Ronny. Er war plötzlich nicht mehr so ganz schlechter Laune. «Womit kann ich Ihnen dienen?» «Sie sind doch Rennfahrer, nicht wahr?» «Ja, wenn Sie es so nennen wollen.» Die junge Dame schien einen Augenblick zu überlegen, dann sagte sie mit einer Art besonderer Energie: «Würden Sie so freundlich sein und mir einige Fragen beantworten?» «Ach so», sagte Ronny, «Presse?» Die junge Dame schüttelte sehr heftig den Kopf, nun wurde sie richtig verlegen. «Nein ... ich möchte nur verschiedenes wissen, was Sie mir vielleicht sagen können.» Ronny sah sie interessiert an. «Ist es Ihnen recht, wenn ich dabei zu Mittag esse?» «Aber natürlich.» Und so geschah es, dass er mit der jungen Dame in das Restaurant trat, wo man beide mit neugierigen Blicken betrachtete, denn Ronny war eine bekannte Persönlichkeit und durchaus nicht als hässlich zu bezeichnen, besonders wenn er lachte. Was die junge Dame auf bestand, nur eine Zitronenlimonade zu trinken, sagte* er erwartungsvoll: «Ich bin riesig gespannt, was Sie von mir wissen wollen. Ich heisse Ronny und bin sonst durchaus verträglich. Ich werde Ihnen alles nach bestem Wissen und Gewissen beantworten, wenn ich es beantworten kann.» «Gut», sagte die junge Dame. «Das ist nett von Ihnen. Ich heisse Charlotte und will von Ihnen wissen, wie man — Rennfahrer wird.» «Wie?» «Ich möchte Rennfahrerin werden und will von Ihnen wissen, wie man das macht.» Das sagte die junge Dame sehr ruhig und sehr bestimmt, als wäre es die natürlichste Sache der Welt, dass ein junges Mädchen von vielleicht zwanzig Jahren in einem erbsengelben Sportmantel nichts anderes werden könnte, als Rennfahrerin. /Hm», Ronny vermied zu lächeln, «Dazu ist 'anbelangt, so konnte man von ihr mit Fug fjihd Recht ganz dasselbe, behaupten, ,,„. «.^ ••VK ^yj jjj e beiden' sich ah einem* kleinen Tisch nur eins vor allem notwendig, wenn Sie* das gegenüber sassen und Ronny sein Mittagessen haben.,.» bestellt hatte, während seine Begleitung dar- «Was?» Photo Froeb«!