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E_1939_Zeitung_Nr.041

E_1939_Zeitung_Nr.041

edauern. Tag für Tag

edauern. Tag für Tag flutet der grosse Strom der Ausstellungsbesucher durch die Bahnhofstrasse nach dem Ausstellungsgelände; an den Sonn- und besonderen Festtagen muss man zwischen 8 und 10 Uhr vormittags jeweils mit der Ankunft von rund 60 Extrazügen rechnen. Die Strassenbahn hat sich für einen einmmütigen Betrieb eingerichtet. Abends liegen die Verhältnisse zwischen 17 und 19 Uhr bei der Wegfahrt der Besucher ungefähr gleich. Dazu kommt der Strom der per Auto zur Ausstellung fahrenden Gäste und der normale Stadtverkehr, der durch die zahlreichen Ausstellungslieferungswagen eher noch gesteigert werden dürfte. Dieser grosse Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr staut sich nun vom Bahnhof her bei den Strassenbahnstationen Trülle wie Volksbank, anstatt dass er durch den Einbau der vorgeschlagenen Verkehrsinseln hätte reibungslos abfliessen können. Man wird die Unterlassung vielleicht in wenigen Wochen schon bedauern und dann das Versäumte doch noch nachholen müssen, allerdings mit erhöhten Kosten, weil dafür nur eine kurze Zeit zur Verfügung steht. Der Hauptzustrom zur Ausstellung setzt erst im Juni ein. Noch hat der Stadtrat also einen Monat Zeit, diese Inseln einzubauen, wenn er sich nicht der Gefahr aussetzen will, Kritik von Seiten der Ausstellungsbesucher zu ernten. Finanzielle Argumente konnten bei der Ablehnung dieser dringend nötigen Verkehrsinseln nicht massgebend sein, wenn man sieht, wie andernorts aus weniger zwingenden Die jährlich im September auf Grund der Meldungen der kantonalen Automobilkontrollen stattfindenden Aufnahmen des schweizerischen Motorfahrzeugbestandes geben Auskunft über die zahlenmässige Zusammensetzung des Automobil- und Motorradparkes nach Kantonen und Fahrzeugarten. Die schweizerischen Ergebnisse der letzten fünf Herbstzählungen sind in folgender Tabelle zusammengestellt: Die im vorjährigen Bericht erwähnte, seit 1934 erstmalige Zunahme des Gesamtmotorfahrzeugbestandes ist auch für das Jahr 1938 festzustellen. Die Zahl aller Fahrzeuge hat sich um 3351 oder 3 Prozent erhöht, so dass am 30. September 1938 im ganzen 124.195 Motorfahrzeuge im Verkehr standen. Damit ist der Bestand von 1935 fast wieder erreicht worden. In verhältnismässig kurzer Zeit hat sich die Zusammensetzung des Motorfahrzeugparkes nicht unbedeutend verändert Von hundert Motorfahrzeugen waren vor vier Jahren 55 Personenautos und 28 Motorräder, letztes Jahr 60 Autos und 22 Motorvelos. Die restlichen 18 Prozent sind Last- und Lieferwagen, Spezialwagen und gewerbliche Traktoren. Vergleichsweise sei erwähnt, dass vom Motorfahrzeugbestand des Deutschen Reiches am 1. Juli 1938 nur 39 Prozent auf die Personenwagen und 47 Prozent, also fast die Hälfte der Fahrzeuge, auf die Motorräder entfielen. Während der Motorfahrzeugbestand von 1938 in der Schweiz hinter dem von 1934 zurücksteht, nahm er in Deutschland (Altreich) in der gleichen Zeit von 1,9 auf 3,2 Millionen Einheiten zu. Trotz dieser gewaltigen Steigerung der Motorisierung ist die Verbreitung der Personenwagen in beiden Ländern ungefähr gleich gross; in der Schweiz entfällt ein Personenauto auf 55 Einwohner, im Deutschen Reich auf 56. Eine Betrachtung der einzelnen Fahrzeugarten ergibt, dass an der Zunahme des Bestandes nur die Automobile beteiligt sind und die Motorräder wie in den letzten vier Jahren einen Rückgang verzeichnen. Gründen mit der « grossen Kelle » angerichtet worden ist, wie z. B. bei der bereits * berühmt» gewordenen Strassenüberführung an der Bellerivestrasse (Eingang Hornbaoh der Landesausstellung). Trotzdem hier eine Ueberführung des Fussgängerverkehrs genügt und nicht einmal die Hälfte der Kosten verursacht hätte, wurde unverständlicherweise der Fahrverkehr über den Fussgängerverkehr überführt Die Kosten beliefen sich auf rund 60 000 Fr. Es ist von den Verkehrsinteressenten sofort darauf hingewiesen worden, dass die 7 m breite Fahrbahn nicht genüge, da nioht nur der ganze Automobil-, Autobus- und Lastwagenverkehr die Ueberführung zu benützen hat, sondern auch der Radfahrerverkehr über die Brücke geleitet wird. Bis heute haben sich denn auch bereits zwei Unfälle ereignet, und die Ueberführung war teilweise unbenutzbar, weil die schweren Lastwagen den Belag aufgerissen haben. Die am rechten Seeufer wohnenden Automobilisten klagen über den unhaltbaren Zustand, dass man, wenn sich ein Radfahrer auf der Ueberführung befindet, gezwungen sei, im Schneckentempo hinter ihm herzufahren und damit Zeit verliere, wenn man nicht einen Unfall riskieren wolle. Auch hier ist durch die Bekämpfung des vorgeschlagenen Fussgängerüberganges eine rationelle Lösung verunmöglicht worden. Aber so geht es immer, wenn man nicht auf die Polizeibehörden und Verkehrsfachleute abstellen will. Durch Schaden wird man klug! Turicum. Der Motorfahrzeugbestand in der Schweiz am 30. September 1938 Vom Eidgenössischen Statistischen Amt. hen. Den geringsten Zuwachs verzeichnen die für die Motorisierung unserer Armee wichtigsten Fahrzeuge, indem Ende September 1938 nur 195 Lastwagen (1,5 Prozent) mehr im Verkehr standen als vor Jahresfrist. Etwas grösser ist die Zunahme bei den Lieferwagen, deren Bestand um 265 oder 4,5 Prozent anstieg. Verhältnismässig am stärksten verändert hat sich der Park der Spezialwagen (Krankenwagen, Gefangenenwagen, Tankwa- Fahrzeugarten 1934 • 1935 1936 1937 1938 Personenwagen 69,744 70,765 69,136 71,537 74,923 Autobusse 1,239 1,286 1,266 1,301 1,391 Auswechselbare Wagen *) 248 256 249 323 337 Lastwagen 2 ) 13,067 13,014 12,714 13,088 13,283 Lieferwagen 3 ) 5,229 5,340 5,332 5,894 6,159 Spezialwagen 632 555 563 612 669 Gewerbliche Traktoren 676 644 613 617 ' ' 633 Motorwagen im ganzen 90,735 91,860 89,873 93,372 97,395 Motorrader ohne Seitenwagen 31,964 30,082 26,357 25,030 24,362 Motorräder mit Seitenwagen 2,550 2,429 2,320 2,442 2,438 Motorräder im ganzen 34,614 32,511 28,677 27,472 26,800 Motorfahrzeuge im ganzen 125,249 124,371 118,550 120,844 124,195 l ) Als Autobus oder Lastwagen verwendbar. *) Mit 1000 kg und mehr Nutzlast. 3 ) Bis 999 kg Nutzlast Die Zahl der Motorwagen stieg um 4023 oder 4,3 Prozent auf 97 395, wobei in der Bestandesveränderung für die einzelnen Wagenarten kleinere graduelle Unterschiede besiegen, Kehrichtabfuhrwagen, Feuerwehrwagen, Montagewagen, Abschleppwagen usw.), der um 57 Fahrzeuge (9,3 Prozent) grösser war als letztes Jahr. Auswechselbare Wagen waren 337 (Vorjahr 323), gewerbliche Traktoren 633 (617) im Gebrauch. Von den der Personenbeförderung dienenden Fahrzeugen haben die Autobusse mit 7 Prozent oder 90 Wagen relativ stärker zugenommen als die eigentlichen Personenautos, deren Bestand um 3386 oder 5 Prozent auf 75 000 Wagen anstieg. Die seit 1934 beobachtete Abnahme der Motorräder setzt sich in abgeschwächter Form auch im Berichtsjahr fort; die Zahl der Motorvelos sank um 672 auf 26 800, so dass der Bestand von 1938 um über 7700 oder 22 Prozent kleiner ist als der von 1934. Am letztjährigen Rückgang sind nur die Motorräder ohne Seitenwagen beteiligt, die Zahl der mit Seitenwagen versehenen Fahrzeuge blieb sozusagen unverändert. In Deutschland und Italien entwickelte sich der Motorräderbestand in den letzten Jahren in umgekehrter Richtung. Im Deutschen Reich standen am 1. Juli 1938 mehr als anderthalb Millionen Krafträder im Verkehr, das sind 186000 mehr als im Vorjahre und über eine halbe Million mehr als vor vier Jahren. In unserem südlichen Nachbarland, wo die Motorräder 30 Prozent des gesamten Motorfahrzeugbestandes ausmachen und somit nicht die grosse Bedeutung besitzen wie in Deutschland, wurden am 1. AUTOMOBIL-REVUE • FREITAG, 19. APRIL 1939 - N° 41 Juli 1938 fast 200 000 Motorräder gezählt, oder 22 000 mehr als im Vorjahre. Ausser den 26800 Motorrädern, die Ende September des letzten Jahres in der Schweiz im Verkehr standen, dienten 1,2 Millionen motorlose Velos dem Personenverkehr. In der Zeit von 1934 bis 1938 sind dem Verkehr somit 7700 Motorräder entzogen und 275 000 Velos zugeführt worden. Das Velo hat nioht nur die abgehenden Motorräder ersetzt, sondern darüber hinaus im ganzen Lande eine nie erwartete Verbreitung erlangt; hat sich doch der Bestand innert anderthalb Jahrzehnten verdoppelt. Betrachtet man die Entwicklung der Motorfahrzeugbestände in den Kantonen, über die Tabelle 2 Aufschluss gibt, so zeigt sich, dass die Zahl der Motorwagen im ganzen Lande zugenommen hat und die der Motorräder in fast allen Kantonen zurückgegangen ist; eine Ausnahme machen Graubünden und Tessin, die eine ganz unbedeutende Zunahme ausweisen, sowie das Wallis, dessen Bestand gleich blieb. Für die Personenwagen schwankt die Zunahme zwischen 2,6 Prozent im Kanton Wallis und 7,7 Prozent im Kanton Waadt Ueberdurchschnittlich, d. h. mehr als 5 Prozent grösser geworden sind die Bestände in den Städte- und Industriekantonen Zürich, Solothurn, Basel-Stadt und Neuenburg sowie in den Bergkantonen Uri, Schwyz, Nidwaiden, Freiburg und Graubünden. In Appenzell I.-Rh., wo die Fahrzeugdichte ohnehin weitaus am kleinsten ist — auf ein Fahrzeug kommen 314 Einwohner, also zweimal soviel wie im Wallis, das hinsichtlich der Dichte an zweitletzter Stelle steht — standen wie am letzten Stichtag 45 Personenautos im Verkehr. Weniger einheitlich ist die Entwicklung bei den Kantone, Städte Zürich ...... Bern Luzern Uri Kantone, Städte 12,742 11,089 2,679 156 550 165 185 405 501 1,638 2,057 3,980 1,598 743 586 45 3,324 1,103 3,617 2,164 2,565 7,381 877 2,307 9,090 7,764 3,776 6,454 3,165 2,561 1,189 873 1,282 819 609 Personenwagen 1937 1938 13454 11448 2774 166 581 160 195 421 525 1725 2183 4232 1649 771 615 45 3421 1168 3770 2270 2652 7950 900 2422 9426 160 263 89 15 12 8342 36 60 30 20 17 20 1 65 67 61 28 125 146 13,454 11,448 2,774 166 581 160 195 421 525 1,725 2,183 4,232 1,649 771 615 45 3,421 1,168 3,770 2,270 2,652 7,950 900 2,422 9,426 8,245 4,017 6,629 3,268 2,812 1,241 940 1,314 856 678 wechselbare 8 ) Uebrige Motorwagen 1937 19S8 4,496 2,849 1,032 238 Tl A 56 120 149 501 684 1,552 659 271 212 31 1,123 330 971 640 1,115 1,799 490 660 1,699 2,640 1,510 1,190 814 619 384 348 484 221 126 Motorwagen 39 2579 24 1677 588 54 9 158 41 45 20 45 73 100 10 330 125 394 138 961 408 419 153 8 172 64 15 93 72 3 19 11 40 685 290 3 216 68 15 685 156 236 375 697 172 27 1190 322 12 403 337 443 57 988 142 578 1355 238 707 55 262 17 Last- und Lieferwagen, deren Zahl in den Kantonen Uri, Schwyz, Qlarus, Basel-Stadt, Basel-Land, Appenzell A.-Rh. und Neuenburg den Vorjahresstand nicht mehr ganz erreichte. Die Rückgänge schwanken zwischen 0,8 und 3,8 Prozent. Von den Kantonen mit Zunahme fällt der Kanton Graubünden mit der bisher geringsten Verbreitung der Lastund Lieferwagen durch einen Anstieg um fast ein Fünftel auf. Vom schweizerischen Motorfahrzeugbestand gehören 36 Prozent den Einwohnern der 10 grössten Städte. Zwei Fünftel der Personenwagen, ein Viertel der Motorräder und Autobusse, 38 Prozent der Lastwagen, 42 Prozent der Lieferwagen und mehr als die Hälfte der Spezialwagen stehen in den Gemeinden mit über 30 000 Einwohnern. Auffallend und offenbar durch die bessere Wirtschaftslage zu erklären sind die Bestandesveränderungen in La Chaux-de- Fonds, wo die Personen-, Last-, Lieferwagen und sogar die Motorräder um rund ein Zehntel zugenommen haben. Die grösste Dichte der Personenwagen und Motorräder verzeichnet Genf, wo auf 19 Einwohner ein Auto und auf 91 Personen ein Motorrad kommt Nach der Dichte der Last- und Lieferwagen stehen Basel und Zürich an erster Stelle. Motorfahrzeugbestand in den Kantonen und Städten 1 ), Ende September 1938 Schwyz Obwalden. . . . Nidwaiden . . . Glarua Zug Fribourg . . . . Solothurn. . . . Basel-Stadt Basel-Land . . . Schaffhausen . . Appenzell A.-Rh. Appenzell I.-Bh.. St. Gallen. . . . Graubünden. . . Aargau . . . . . Thurgau . . . . Zürich s ) Basel Geneve Bern Lausanne . . . . . St. Gallen..::.. Winterthur . . . .= Luzern Biel •. . La Chaux-de-Fonds 4,598 2,947 1,045 90 232 78 59 120 150 523 698 1,542 647 280 207 35 1,184 394 Motorwagen im ganzen 1937 1938 Kantone 17,238 13,938 3,711 240 788 229 241 525 650 2,139 2,741 5,532 2,257 1,014 798 76 4,447 1,433 4,588 2,804 3,680 9,180 1,367 2,967 10,789 Personenwagen Autobusse Liefer- Last- wagen*) wagen 3 ) 4Bad 3Rad Ge- Spe- wertzial- liehe wa- Trakgen toren Kantone 127 100 83 138 37 33 3 5 3 11 18,052 14,395 3,819 256 813 238 254 541 675 2,248 2,881 5,774 2,296 1,051 822 80 4,605 1,562 4,770 2,936 3,839 9,844 1,400 3,072 11,172 Gross- und Mittelstädte 1 ) 2,731 10,404 10,976 1,504 5,286 5,521 1,228 7,644 7,857 835 3,979 4,103 643 3,180 3,455 397 1,673 1,638 360 1,221 1,300 487 1,766 1,801 219 1,040 1,075 138 735 816 Total Städte . . . 28,492 30,000 8,336 8,542 36,828 38,542 x ) Gemeinden mit 30,000 Einwohnern und mehr am 1. Dezember 1930. 2 ) Erweitertes Stadtgebiet vom 1. Januar 1934. Zürich Bern Luzern Uri Schwyz Obwalden Nidwaiden . . . Glarus Zug Solothurn Basel-Stadt . . . Basel-Land . . . Schaffhausen . . Appenzell A.-Rh. Appenzell I.-Rh.. St. Gallen Graubünden. . . Aargau Thurgau Ticino Vaud Valais Neuohätel GenÄve 1,000 18052 14395 3819 256 813 238 254 641 675 2248 2881 5774 2296 1051 822 80 4605 1662 4770 2936 3839 9844 1400 3072 11172 Motorräder 1937 1938 4,456 4,884 1,010 87 291 83 80 164 188 795 712 1,057 797 383 315 28 1,428 548 1,886 1,235 1,146 2,342 559 787 2,211 1,956 1,001 1,393 782 470 293 337 200 174 156 1,957 1,008 1,351 743 492 286 328 190 197 169 Motorrader ohne mit Sei- • Sei- Total ten- tenwagen wagen 3962 4207 926 71 258 66 76 142 167 700 680 869 732 336 283 22 1361 541 1759 1113 1140 2063 616 660 1712 4,363 4,718 980 77 273 Einwohner 1938 pro Mo- Mor tor- torwagen rad 163 160 91 162 178 223 174 Motorfahrzeuge Total Groii- und Mittelstädte*) Zürich 5 ) 8245 96 8 1520 818 153 90 46 10976 1676 281 1957 12933 Basel 4017 30 11 938 399 16 52 68 6521 826 182 1008 6529 Geneve 6629 41 19 690 373 23 72 10. 7857 1005 346 1351 9208 Bern 3268 70 438 469 217 23 35 17 4103 595 148 743 4846 Lausanne 2812 24 418 153 9 30 3455 404 88 492 3947 St. Gallen 1241 10 232 109 12 179 1638 271 15 286 1924 rt Winterthur . . . . 940 17 225 78 14 1300 305 23 328 1628 Luzern 1314 42 272 118 7 30 14 1801 176 14 190 1991 Biel 856 12 139 47 3 1075 160 37 197 1272 An« La Chaux-de-Fonds 678 816 134 169 985 Total Städte . . . 30000 347 66 4999 2330 262 356 182 38542 5552 1169 6721 45263 J ) Gemeinden mit 30,000 Einwohnern und mehr am 1. Dezember 1930. *) Als Autobus oder Lastwagen verwendbar. s ) Mit 1000 kg und mehr Nutzlast. •) Bis 999 kg Nutzlast. ») Erweitertes Stadtgebiet vom 1. Januar 1934. 2 2 1 1 4 2 .12 4 5 11 30 tfC% 16243 7 73 37 1 12 23 2 21 38 26 30 12 34 50 8 24 1 7 5 9 42 64 35 8 1 1 29 13 41 33 1 17 1 24 78 152 737 705 1,056 781 371 304 23 1,425 558 1,807 1,162 1,149 2,312 559 778 2,184 Ticino 1,187 Vaud 1,894 .Yalaia 500 100 250 Neuchätel. . . . 650 38 151 »Geneve . . . . . 1,746 16 79 Schweiz 71,537 74,923 21,835 22,472 93,372 97,395 27,472 26,800 43 156 401 511 54 10 4 37 25 187 49 35 21 1 4363 4718 980 77 273 78 152 171 737 705 1056 781 371 304 36 49 52 93 79 85 61 65 53 65 52 29 42 50 58 177 62 82 56 47 42 35 64 1425 17 558 48 1807 49 1162 9 1149 249 2312 43 559 118 778 472 2184 29 29 16 29 25 39 44 149 148 203 310 235 262 200 233 210 199 214 160 122 142 156 615 199 229 148 119 141 147 30 280 37 202 38 184 6,762 6,721 27 157 Motorfahrzeugbestand nach Kantonen und Städten 1 ) am 30. September 1938 (Inbegriffen die Motorfahrzeuge der Postverwaltung) Fribourg » A Total 22415 19113 4799 1086 315 332 693 846 2985 3586 6830 3077 1422 1126 103 6030 2120 6577 4098 4988 12156 1959 3850 13356 Schweiz 74923 1391 337 13283 5663 496 669 633 97395 24362 2438 26800 124195 A/\

N° — FREITAG, 19. MiAI 1939 AUTOMOBIL-REVUE 3 Wachsten Sonntag: Internat Eifelrennen Zwar ist der Vorhang über der diesjährigen Saison der internationalen Grands Prix schon am 2. April im Pyrenäenstädtchen Pau aufgegangen, aber dieses erste Rencontre, das mit einem glatten Doppelsieg von Mercedes endete, vermochte noch keine zuverlässigen Anhaltspunkte über die Kräfteverteilung im internationalen Rennsport des laufenden Jahres zu geben, vor allem deshalb nicht, weil die Auto-Union der Partie fernblieb und weil Mme Schell mit ihren Delahaye «nicht in dem Ding syn » konnte oder 'wollte. Um so grössere Spannung schlägt deshalb dem Eifelrennen entgegen, denn hier tritt nun auch das Zwickauer Werk in die Arena, währenddem allerdings Delahaye wiederum pausiert, dem Vernehmen nach deshalb, weil die Motoren nicht fertig geworden sind. Man hat, wie wir an anderer Stelle dieser Nummer berichten, bei der Auto-Union den Winter durchaus nicht damit verbracht, auf seinen Lorbeeren auszuruhen und wenn sich die Aenderungen und Verbesserungen, welche an den < Silberpfeilen > mit dem Heckmotor vorgenommen worden sind, auch lediglich auf Einzelheiten beziehen, so Hessen doch schon die ersten Probefahrten in Monza erkennen, dass dabei ganze Arbeit geleistet worden ist und dass der Wagen seinem schärfsten Rivalen, dem Mercedes-Benz, punkto Schnelligkeit nichts nachgibt. Zwischen diesen beiden Gegnern wird nach menschlicher Voraussicht am kommenden Sonntag die Entscheidung liegen. Bis auf die Zähne ausgerüstet und mit einer Gründlichkeit vorbereitet, die. auch nicht die geringste. Kleinigkeit vernachlässigt, treten sie zum Kampf an. Welche Bedeutung sie ihm beimessen, dafür spricht die Tatsache, dass man hüben und drüben mit grösstem Geschütz und in stärkster Besetzung aufrückt : die Auto-Union sowohl wie Mercedes-Benz schicken fünf Mann ins Feuer, nicht nur deshalb wohl, weil das Rennen für die deutsche Meisterschaft zählt, sondern weil man sich klar darüber Rechenschaft ablegt, worum es geht: um die erste Generalprobe der Saison. Eine internationale Note verleiht die Teilnahme der Fabrikmannschaft von Talbot dem Rennen. Alfa Romeo dagegen hat seine drei Meldungen in letzter Minute zurückgezogen, ein Umstand, der geeignet ist, die Perspektiven des Grand Prix noch weiter zu verdüstern. Wenn es Talbot auch kaum beschieden sein wird, die Rolle der ersten Tenöre zu spielen, soviel haben die Franzosen in Pau bewiesen, dass sie namentlich auf kurvenreichen, schweren und nicht zu schnellen Strecken, zu deren Sorte auch der Nürburgring gehört, imstande sind, den Deutschen tüchtig einzuheizen, wobei es allerdings gleich von allem Anbeginn an Volldampf aufsetzen heisst, denn bei der Kürze der Distanz (10 Runden = 328,1 km) ist mit der Taktik des Abwartens nichts zu gewinnen. Wenn nicht alles täuscht, wird die Schlacht somit vom Start weg in voller Schärfe entbrennen. Ob dabei — gutes Wetter vorausgesetzt — die bestehenden Rekorde werden dran glauben müssen? Tatsache bleibt jedenfalls, dass die 1939er Grand-Prix-Wagen schneller sind als die vorjährigen Modelle und dass Brauchitsch 1938 im Training zum Grossen Preis von Deutschland aus dem 3-Liter-Mercedes mit 9 Min. 48,4 Sek. (139,6 km/St.) eine Rundenzeit herausbrachte, die nur um 2,2 Sek. höher lag als die Trainingsrekordrunde Romeyers auf dem Auto-Union 1937, dessen Zylinderinhalt beinahe doppelt so gross war. Im Rennen selbst buchte Rosemeyer beim Grossen Preis von Deutschland 1937 die chnellste Runde mit 9.55,0 (138,01 km/St.), währenddem Seaman, der Sieger im Grossen Preis 1938, mit dem 3-Liter-Mercedes auf 10.09,2 (134.8 km/St.) kam. Für das Eifelrennen muss man bis 1937 zuTückblättern, denn letztes Jahr fiel es wie erinnerlich aus. Damals erledigte Rosemeyer die 10 Runden mit einem Stundenmittel von 133,5 km. Wieviel mögen es heuer sein ? Sofern sich das Wetter richtig verhält, greift man wohl kaum stark daneben mit der Annahme, der Durchschnitt des Siegers werde sich gar nicht so weit unter jenem bewegen, den Rosemeyer vor zwei Jahren auf dem 6-Liter-Auto-Union erzielte. Den « grossen Kalibern » voran geht übrigens ein Sportwagenrennen für die 3 Gruppen bis 1000, 1100-1500 und 1500-2000 ccm, wofür in den beiden ersten je 14, in der letzten 17 Meldungen vorliegen, doch lässt die Unverwüstliches Antoöl ( Nennliste erkennen, dass es sich dabei sozusagen um eine rein deutsche Angelegenheit handelt, entfällt doch auf die insgesamt 45 Einschreibungen eine einzige aus dem Ausland. Tazio Nuvolarl Hans Stuck Hermann Müller Georg Meier Bigalke Paul Pietsch H. Dipper L. Joa Rudolf Caracciola Manfred von Brauchitsch Hermann Lang Richard Seaman Heinz Hugo Hartmann Philipp Etancelin Carriere Auto-Uhion Auto-Union Auto-Union Auto-Union Auto-Union Maserati Maserati Maserati Mercedes-Benz Mercedes-Benz Mercedes-Benz Mercedes-Benz Mercedes-Benz Talbot Talbot Weder im Motor, noch im Getriebe ist Shell-Oel zerstörbar, aber Staub, Wasser, Metallabrieb, usw., verunreinigen es derart, dass regelmässiger Wechsel in bestimmten Abständen das einzige Mittel ist, um der Maschine die volle Schmierwirkung zu erhalten. Der Wert des Oelwechsels beruht vor allem in seiner RegeU mässigkeü. Wir raten Ihnen deshalb, selber oder durch Ihren Garagisten eine Kontrolle darüber zu führen und nach jedem Motorölwechsel die Shell-Etikette am Spritzbrett anbringen zu lassen. Verwenden Sie jetzt 1 '' i Shell Sommeröle (selektiv raffiniert) Die Nenniiste: Frohere Sieger im Eifelrennen. Eifelrennen 1934 (15 Runden): Brauchitsch (Mercedes-Benz) 122,5 km/St. Eifelrennen 1935 (10 Runden): Caracciola (Mercedes-Benz) 117,1 km/St. Eifelrennen 1936 (10 Runden): Rosemeyer (Auto-Union) 117,1 km/St. Eifelrennen 1937 (10 Runden): Rosemeyer (Auto- Union) 133,5 km/St. Hat sich der Auto-Unlon-Rennwagen 1939 verändert? Schon zweimal haben sich die europaischen Rennmotoren der Saison 1939 miteinander gemeseen, und alle Marken, die einen Ruf zu verteidigen haben, konnten schon Proben ihrer Leistungsfähigkeit ablegen. Nur die Boliden der Auto-Union, die am Ende der vorjährigen Rennsaison einen so überzeugenden Schlussgalopp lieferten, waren noch nirgends am Start. Die Gründe sind bekannt: beim ersten Rennen dieses Jahres, dem Grand Prix von Pau, durfte wegen der damals besonders akuten französisch-italienischen Spannung der Crack des Auto-Union-Stalles, Nuvolari, nicht an den Start gehen, so dass sich das Zwickauer Werk entschloss, angesichts des Ausfalles dieser entscheidenden Chance auf die Teilnahme zu verzichten. Und in Tripolis liefen nur lK-Liter-Maschinen, an deren Bau die Auto-Union erst herangehen wird, wenn eine neue Rennformel nur diesen Typ vorschreiben sollte. Um so neugieriger ist man auf das erste Auftreten der Rennwagen des sächsischen Konzerns, das am Eifelrennen auf dem Nürburgring bevorsteht. Wir haben uns daher in Zwickau informiert, welche Veränderungen die Rennwagen dieser Marke während der Winterpauce durchgemacht haben. «Unsere Rennmotoren», so sagte man uns, < dürfen als ausgereift und den an sie gestellten Ansprüchen vollauf gewachsen bezeichnet werden. Wir haben ein paar Vergaserversuche angestellt, — selbstverständlich, aber grundsätzlich bleiben die Maschinen unserer Wagen, wie sie "waren. Die beiden überzeugenden Siege, mit denen 1938 die Auto-Union die Rennsaison beschkss, haben uns bestätigt, dass unsere Motoren kaum besser sein können, als sie jetzt sind. » «Und wie steht es mit den Problemen 'des Fahrwerkes? » « Es braucht nicht geheim gehalten zu werden, dass uns die Lösung dieses Problems in der vorigen Saison noch nicht restlos befriedigt hat, und dementsprechend haben wir gerade daran in den Wintermonaten besonders intensiv gearbeitet, wir mussten es schaffen, die enormen Leistungen unserer Motoren, die übrigens besonders günstige Kühlverhältnisse aufweisen, ohne Beeinträchtigung der Strassen- und Kurvenlage auf den Boden zu bringen. Die vielen von uns angestellten Versuche und die Trainingsfahrten unserer Mannschaft haben erwiesen, dass uns dies durchaus gelungen ist. Wir haben jetzt den "Weg der richtigen Federabstimmung gefunden, und die Strassenhaftung der Räder, die ja bei einem Heckmotor anderen Konstruktionsbedingungen unterworfen ist als bei einer vornliegenden Maschine, lässt bei den Auto- Union-Rennwagen nichts zu wünschen übrig, ts besteht also jetzt voller Einklang in allen Funktionen unserer Rennwagen. » t « Haben sich die JVuto-Union-Boliden äusserliclr verändert?» . , « So gut wie überhaupt nicht. Für normale Kurvenrennen wird die im Vorjahr verwandte Karosserie benutzt, bei schnellen Rennen werden wir einen vollkommen windschlüpfigen Aufbau verwenden. . ' " nn - IN SÜDAMERIKA Alfa-Sieg In Argentinien. Das vom Argentinischen Automobil-Club veranstaltete Rundstreckenrennen um den Grossen Preis der Stadt La Plata sah drei Alfa-Romeo-Wagen auf den ersten Plätzen. Carlo Arzam, einer der bekanntesten Fahrer des Landes, siegte mit einem Durchschnitt von 125,2 km/St, vor G. Canziani und D. Ochoteco. Im Verlaufe des Rennens ereignete sich ein tödlicher Unfall; der Fahrer Medica geriet in einer Kurve gegen die Barrieren, wurde in weitem Bogen herausgeschleudert und blieb tot liegen. IN BELGIEN Grosser Preis von Antwerpen. Zum Grossen Preis von Antwerpen, der am nächsten Sonntag steigt, entsendet Alfa Romeo Sommer, Pintacuda oder Severi; von England kommen Cowell (Alta) und B. H. Talbot (Aston Martin) herüber, und Frankreich ist durch Andre (Bugatti), Gerard und Monneret (Delage). Paul, Chaboud, Contet und Mazaud (Delahaye) sowie durch die Talbot-Fahrer Levegh und Forestier vertreten. IN ENGLAND Sydenham Trophy und Nuffield Trophy in Sicht. Als nächste wichtige Veranstaltungen im englischen Automobilsportkalender steigen nach den 200 Meilen von Brooklands die internationalen Charakter aufweisenden Rennen um die Sydenham- Trophäe (20. Mai) und um die Nuffield-Trophäe (10. Juni). Mit dem Sydenham-Trophy-Race wird am kommenden Samstag die Saison auf der Krlstallpalast-Strassenrundstrecke in London eröffnet. Für das Rennen, das auf Grund einer Handicap-Formel gefahren wird, haben sich u. a. folgende Piloten gemeldet: Rennwagen: Wilson auf E.R.A. 1100 ocm; TJodson auf Maserati 1100 ccm; Hansen, «Bira», Aitken, Dobson, Rolt und Wakefield auf E.R.A; 1500 ccm; Abecassis auf Alta 1500 ccm; Maclure auf Riley 1500 ccm; Brooke auf Alfa-Brooke-Spezial 1500 com; Evans auf Alfa Romeo 8800 ccm. Sportwagen: Dobson auf Riley 1500 ccm; Fane auf Frazer-Nash-B.M.W. 2000 ccm; Whitehead auf Alfa Romeo 2600 ccm; Aitken auf Delage 3000 ccm; «Bira> auf Delahaye 3600 com.