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E_1939_Zeitung_Nr.049

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m Äutomobil-Reme —

m Äutomobil-Reme — N° 49 Prnfang: in Philosophie Wie heissen die Philosophen, von welchen nachstehend je ein Bild und eine kurze Andeutung ihrer philosophischen Richtung wiedergegeben sind? 5. Mit viel Geist, Witz, ja selbst Bosheit begegnet dieser Führer der Aufklärung der kirchlichen Engherzigkeit, den sozialen Vorurteilen und der politischen Bedrückung seiner-Zeit. ' Erschrecken 'Sie nicht, lieber Leser; niemand will Ihnen auf den Zahn fühlen, um festzustellen, was und wieviel von der Schulbank her in Ihrem Gedächtnis haftengeblieben ist. Die grössten Männer sind ja oft recht mittelmässige Schüler gewesen, und im Grunde genommen, bedeutet das für den Examentermin angelernte Schulwissen fürs praktische Leben nicht'allzuviel. Interessant und aufschlussreich wird es aber für Sie sein, den Grad Ihrer Allgemeinbildung zu prüfen und auf Grund eines Testverfahrens dieses Wissens nach Punkten zu bewerten. Was wir Sie fragen, bezieht sich auf Kenntnisse, die in der Volksschule gewöhnlich nicht gelernt werden, sondern die man sich später in stillen Mussestunden aneignet. Diese sind es, die auf die Wesensart und die innere Einstellung des Menschen zur Aussenwelt einen grösseren Einfluss habe« als die Elementarkenntnisse eines Schulbetriebes. Beginnen wir also heute mit dem ersten Examentag; wir prüfen Ihre Kenntnisse in der schönen Literatur und in der Philosophie. Bitte; holen Sie zur Beantwortung der Fragen niemanden zu Hilfe, auch das Lexikon nicht. Uebrigens dürfte Ihnen dieses wenig nützen, da die Aufgaben so gestellt sind, dass man die Antworten im eigenen Kopfe suchen inuss. Die Bewertung -erfolgt,' wie gesagt, nach Punkten. Sie können sich diese Punkte in der am Schlüsse folgenden Aufstellung selbst gutschreiben. Wer sich durch die richtige" Lösung aller Fragen sämtliche Punkte zueignet; * ist ein ganz grosser Hirsch und sendet uns die Auf Stellung, mit seinem Namen versehen, zu, damit wir, ihn; allen Lesern rühmlich bekanntgeben können. Wer jiber nur einen Teil der Fragen zu beantworten, Verjöag, hat noch keinerlei Grund zur Entmutigung. Vielleicht kann ihn die Fragestellung dazu anregen, sich mit dem betreffenden Wissensgebiet näher zu befassen oder Vergessenes aufzufrischen. Und dann wird unser «Examen» für die Leser von doppeltem Nutzen sein. 1. Das System dieses Philosophen wurde zur beherrschenden Weltweisheitsjehre des Mittelalters bis weit in den Humanismus und die Renaissance hinein. 6. Dieser Philosoph sagt, dass sich unser Wissen Ton der Aussenwelt nur auf ihre Erscheinung erstrecke und auf die Empfindungen, die wir von ihr haben. Er leugnet die Möglichkeit einer Erkenntnis des Wesens der Welt aus «reiner Vernunft». Prüfung' in Uteratnr Die nachstehenden Leseproben sind 5 bekannten Werken der Weltliteratur entnommen. Sie sind im Hinblick auf den Stil und auf den Inhalt so charakteristisch, dass es für den Bücherfreund nicht allzuschwer sein wird, die folgenden Fragen zu lösen: 1. Wie heissen die Autoren der Leseproben? 2. Wie heissen die Werke, denen die Leseproben entnommen wurden? 1 JHadjbem öetäBrubet toiebet etftatft unb an leinen SBunben eeßeilt amt, oertraute et mit, baß et in ben ßödjften STCöien eine 2Bäflfaßtt nad) Ein= Rebeln 5u tun eeloBt Bätte. SSeil et benn ietst oBnebtes fo naBe am Sd)roei3etlanbe roäte, fo rooHte et fotdje »ettidjten, unb foHte et fid) aud) baßin Betteln. Sas roar mit feljt aneeneßm 3U Böten, unb idj Bot ißm besßalB ©elb unb meine ©efeUfdjaft an, ia, id) rooHte joaleidj 3roei Äleppet faufen, um auf ißnen bie 3Jetfe m oetrtd)ten, unb 5H>at tat idj bies nidjt aus bei Utfadje, baß mid) bie SInbadjt baju eettie&en unb anaeBalten ßätte, fonbetn um bte Gtbaenoffenfdjaft, als bas ein3iae 2anb, batin bit lie&e Stiebe nod) atünte, 3u Be= feßen. So fteute es midj aud) nidjt roenie, baß id) bte ©eleeenßett Batte, öetäBtubetn auf biefer Keife ju btenen, maßen idj ißn faft Bößet ließte als midj felBft. (Et baeeaen fdjlue forooßl meine öilfe als meine ©efellfdjaft ab, mit bem 33or= roanbe, feine SBaltfaBtt müßte 3U Süße unb nod) baau auf ©tBfen eefdjeßen. Sollte td) nun in fet= net ffiefettfdjaft fein, fo roütbe td) tßn nid)t altein an leinet &nbadjt oetßtnbern, fonbetn aud) mit fetoft roesen feines Ianajamen unb müßfeliaen ©anaes atöße Unaeleeenßeit auflaben. " " 2 D meld) ein Sdjutl' unb niebtet Sflao' Bin id)! 3ft's nidjt etftaunltä), baß bet Spielet Biet Sei einet Bloßen Std)tuna, einem £rautn Set ßeibenfdjaft, t>ermod)te feine Seele 9taä) eianen SBorfteltunaen fo 3U 3tninBen, Daß fein ©eftdjt oon tötet JReeune Blaßte, Sein Sluae naß, SBeftüwuna in ben 2Jtienen, ©eßtocß'ne Stimm' unb feine aan3e öaltuna ©efüat nad) feinem Sinn. Unb alles bas um nidjts! Um öeluba! 2Bas ift ißm SefuBa, roas ift et tot, Saß et um fie JoH meinen? öätte et Sas aJletttnott unb ben SRuf 3ut ßetbenfdjaft 2Bie td): roas roütb'ettßun? Sie S8ü6n' in SBtänen Grttänfen unb bas allgemeine D6r SJlit etaufet SReb' etfdjüttetn; Bis jum SBaBntoife Set Sdjulb'aen ttetBen unb ben Steten fdjteden, Unmiffenbe oetmitten, ia BetäuBen SU Saffunasltaft bes Süuaes unb bes DBts. Stm 29. Sultus. S 9letn, es ift aut! es ift alles eut! — 3d) tBt SJlann! O ffiott, bet bu mid) madjteft, roenn bu mit biefe Seltafett Bereitet Bätteft, mein ean3es SeBen foHte ein anBaltenbes ©eBet fein. 34) nriH ntd)t tedjten, unb »eweiße mit biefe IBtänen, oet8ef6e mit meine DetaeBüdjen SD3ünfd)e! — Sie mejne Stau! SBenn id) bas Ii.eBfte GefÄöpf unter bet Sonne in meine Sltme aefd)loffenJ)ätte! — (Es aeBt mit ein Sdjaubet butdj ben eamen Äb'tper, SBilBelm, roenn SllBctt fie um ben Wanten Sein faßt Unb barf td) es faeen? Sßatum..ntdjt, SBilBelttt Sie roäre mit mit ßlüdlidjet aerootben, als ...tritt iBm! Ö! er ift nidjt t>et Sötenftf), bte 2Bünfd)e, lote» fes öet3ens alte 3U füHen. dein Beroiffe? a 3Jlanael an SüBIBartett, ein SWanael — nimm es^ roiebu rotUft! — baß fein 6et3 nidjt [nmpat&etifdj. fdjlsjgt, Bei —- oB! — Bei bet Stelle eines lieBen SBudjes, roo mein S>et3 unb ßottens in (Einem 3ufammenttlf» fen; in Bunbert anbetnSSotfallen,,roenn.es tommt, t>a% unfexe Gmpftnbunaen ü&et eine, öanblung eines Stitien laut roetben. .ßteBetü3ßtlBeIm!( 0 "f- 3rogt. et {teBt fie üon earaet Seele fv .un1öjo.'.eute fliege, roas oetbtent bte tttdjt! — ,... .,4 4 ©enau um 3»ölf UBr faß bte 3;iftt)aefenfd)aft oon cintaen taufenb Äöpfen, meld)e ieben Xägi an» bere maren, am eebedten 2ifd)e. Cattbleute unb Stäbter, Sötanner unb SBetBer, Stlte unb Sunae, ©eleBtte unb UnaeleBtte, alle faßen ftöBlid) butd)« einanbet unb Bauten auf bte Suppe, inbetn fie bte Stafd)en entforlteh unb bas 58rot anfd)nitten. S'lit» genbs Bltdte ein Bämifdjes ©eftdjt, ntteenbs ließ fid) ein aiuffdjtet obet ein fretfajenbes ©elädjtet Böten, fonbetn nut atetdjmäßta oetBtettet bas Bunbettfad) oetftättte ffiefumme einet ftoBen Sod)* 3ett, bet aemaßtate 2BeHenfd)laa einet in fid) oet* anüaten See. öiet ein lanaet Sifd) ooll Sdjüfeen, bott eine BlflBenbe SoppelteiBe non fianbmäbdjen, am btttten 2tfd) eine 3ufammen!unft fog. attet Saufet aus allen Seilen bes ßanbes, bte bas ©ja« men enblid) üBetftanben Batten, unb am niet= ten ein aan3es ausaeroanbettes Stäbtlein, Sötän» net unb Stauen buttt)einanbet. Sod) biefe ft^en» ben öeetfdjaren Bilbeten nut bte öälfte bet Sßet» fammluna; ein ununtetBtod)enet 3Jlenfd)en3ua, eBenfo 3aBItetd), fttömte als 3ufd)auet burd) bte Gänae unb 3tDtfd)entäume unb umMnate, etoi manbelnb, bie ßffenben. 5 Sie Sttlte nrnt Beute, roie immet, Blatt ae» lammt. SBte Blonben, BalBetatauten, fpätttdjen, tote eemöBnlid) mit Del fettaefdjmtetten Saate maten Bihten in einen büttnen 3opf 3ufammen» eeflod)ten, bet ausfaB rote ein 5Rattenfd)roan3 unb, mit einet öaatnabel aus öorn 3ufammcnae6al= ten, am öinterfopf anaejefct roat. Set Sd)laa traf fie auf bie Sd)Iäfe, rooxan iBt Iletnet SD3ud)s jdjulb mat. Sie fdjtte auf, aBet nut feBt fdjtDad), unb ftütste in fitsenbet Stelluna su Soben, moBet fie mit Beiben öänben iBten Äopf etfaßte. 3n bet einen öanb Btelt fie immet nod) bas „Sßfartb". Sa fdjlua et nod) einmal mit aUet Ätaft auf iBten Äopf, unb 3tnat roiebetum mit ber fladjen Seite ber 9lit unb roiebetum auf bte Sdjläfe. Sas 93tüt eteoß fid) rote aus einem umaerootfenen ©lafe, unb bet ftötpet fiel tüifltnas 3u 58oben.

N° 49 — Automobll-Revns III Im Dienste der Schönheit Habeft Sie einen empfindlichen Teint, liebe Leserin? Darp ist es besser, Sie massieren sich das Gesicht selbst. Denn keine fremde Hand kann Ihr eigenes Körpergefühl besitzen. Und gerade bei einer zarten und reizbaren Haut muss Behutsamkeit das oberste Gebot für jede kosmetische Massnahme sein. Ist Ihre Haut aber nicht so empfindlich, ist sie etwas derb und fest, so ist wahrscheinlich auch Ihr Naturell etwas schwerer beweglich. Und es wird Ihnen dann erst recht gut tun, sich durch Selbstmassage des Gesichts etwas nützliche Arbeit zu machen. Sie alle, meine Leserinnen, nehmen sich die Zeit zur Gesichtsmassage am besten abends, wenn Sie Ihren Teint gereinigt haben. Kommt Ihnen Ihre Haut noch nicht weich genug vor, so legen Sie erst ein paar heisse'Kompressen auf und fetten danach die Haut gut ein, ehe Sie mit dem Massieren beginnen. Eine wichtige Vorbereitung auf die eigentliche Zeremonie ist Ruhe und Entspannung. Ein Töpfchen mit milder, fetter Creme oder mit duftigem, reinem Massage-Oel aus süssen Mandeln darf nicht fehlen. Es wird Ihnen notwendige Dienste leisten; denn die Gesichtsmassage bezweckt unter anderem eine Ernährung der Haut — und dazu dient die Fettsubstanz. Um die gleichfalls gewünschte Straffung des Teints zu erreichen, ist Ihre eigene Hand nach kurzer Uebung am geschicktesten. Haben sich bei Ihnen schon Gesichts-Schäden gezeigt? Krähenfüsse, Lachfalten und Aehnliches? Dann ist es hohe Zeit, dass regelmässig — womöglich jeden Tag — etwas geschieht. Auf jeden Fall aber: nur in der richtigen Art und Weisel Denn eine falsche Massnahme schadet dem guten Aussehen und führt zu Aerger. Und das wollen wir doch vermeiden, nicht wahr! Wie Sie ohne Zweifel wissen, geschätzte Leserin, neigen die Züge dazu, im laufe der Zeit zu fallen. Sie müssen also mit Ihrer Selbstmassage versuchen, die Züge zu heben. Darum dürfen fast alle Massage-Bewegungen nur von unten nach oben gemacht werden. Und damit die Haut nicht von ihrer Grundlage gelockert wird, ist ein zartes Streichen oder gar nur ein Tupfen meist das Gegebene. Also keine Gewaltl Und kein KnetenI Dagegen dürfen Sie, wenn Sie es nicht übertreiben,