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E_1939_Zeitung_Nr.049

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 16. JUNI 1939 — N° 49 Der kühne Betonbogen der neuen KräzerenbrOcke. Das Haupthindernis für die nach Westen gerichtete Verkehrsentwicklung St. Gallens bildet das Tob'el der Sitter, das sog. Kräzerentobel. Zu allen Zeiten stellte diese in Molassefelsen mit zum Teil senkrechten Wänden eingeschnittene Schlucht den Brückenbauern' ganz besondere Aufgaben. Die alten Wege mussten bis auf die Sohle hinuntersteigen, um nur wenige Meter über dem Wasserspiegel, die zum Teil heute noch bestehenden uralten Holzbrücken zu queren. Die 1811 erbaute, steinerne Brücke der Kantonsstrasse St. Gallen—Wil überquert'die Sitter bereits in 25 m Höhe. Anlässlich der Erstellung der ersten Eisenbahnverbindung, ist •das Sittertobel ohne seitliche Rampen in Höhe der anschliessenden Plateaux, d. h. 65 m über dem Fin'ss, überbrückt worden. Späterhin wurde für die Bodensee-Toggenburg-Bahn ein 100 m hoher Viadukt erstellt. Vor einigen Jahren konnte eine leichte eiserne Fachwerkbalkenbrücke für den Lokalverkehr von St. Gallen—Bruggen nach Stein/App. dem Verkehr übergeben werden. Zu diesen zahlreichen Brücken wird in nächster Zeit noch eine weitere, äusserst interessante Konstruktion kom* men, nämlich die neue .Kräizerenbrücke der Kantons strasse St. Gallen—Wil. Aus rund einem Dutzend untersuchter Varianten gelangte folgende Linienführung zur Ausführung: Von St. Gallen kommend, zweigt die neue Strasse ca. 80 m östlich der Tramendstation «Stocken» nach rechts ab. Gleich nach der Abzweigung von der alten Route beginnt die 500 m lange Brücke, welche zuerst das rechtsufrige Vorgelände in einem Anschlussviadukt von 261 m Länge, hierauf das eigentliche Sittertobel mit einem Bogen von 140 m Stützweite — der in seiner kühnen Konstruktion auf obigem Bilde sehr gut ersichtlich" ist*—und schliesslich den linksufrigen Abhang auf einem 93 m langen Anschlussviadukt '••-/ - überspannt. AKTUELLES Die Automechaniker-Abteilung an der neuen Gewerbeschule in Bern Modernität der Architektur und eine Zweckmässigkeit der Einrichtung, die auch scheinbare Kleinigkeiten nicht vernachlässigt, vereinigen sich im neuen Gewerbeschulhaus Berns zu einem Werk, auf das die Bundesstadt stolz sein kann. Neugierig, wie wir Leute von der Feder nun einmal von Berufs wegen sind, haben wir uns in diesem Bau, dessen fast nur aus Fenstern bestehende Fassaden dem Lieht ungehinderten Zutritt gewähren, etwas umgesehen und dabei — versteht sich — vor allem auch einen Bück in die Räume für die Automechaniker gewqrfen. An der langen Flucht des Korridors liegt im ersten Stock der Theoriesaäl, hell, luftig, freundlich. Fünfundzwanzig Plätze enthält er, doch lässt sich nötigenfalls deren Zahl noch etwas erhöhen. Klug berechnete Raucnausnützung hat an der Wand längs des Korridors zwei Vitrinen mit allerhand Modellen untergebracht. Daneben besitzt jede Klasse ihren eigenen Schrank für Reissbretter und Reißschienen. Als ausgesprochen «gäbige» Einrichtung erweist.sich für den Lehrer die Schallisolation, die ihn der Mühe überlauten Sprechens enthebt. Natürlich hat man auch die erforderlichen Vorkehren für die Verdunkelung getroffen, die im vorliegenden Fall indessen durchaus friedlichen Zwecken dient: der Vorführung von Filmen nämlich. Sie ergänzen das gesprochene und geschriebene Wort und bringen durch das Mittel der Trickzeichnung komplizierte Vorgänge, wie z. B. da« Funktionieren des Vergasers und des Differentials, die Wirkung der Leerlaufdüse usw. dem Verständnis der jungen Leute näher. Allerdings, das «Finanzproblem» ist noch nicht völlig gelöst; man hofft aber, wie uns der Fachlehrer dieser Abteilung, Herr Althaus, verriet, die Summe, welche die Anschaffung von Filmen und Apparaturen bedingt, durch Beiträge der Berufeverbänd« zusammenbringen zu können. Weder der Theoriesaal hier noch der Demonstrationssaal unten ist ausschliesslich für die Benützung durch die Lehrlinge gedacht. In der Hauptsache sollen sie vielmehr der Weiterbildung des Jungarbeiters in Spezialkursen dienen, eine Methode der Berufsförderuag. deren Durchführung bei den früheren Verhältnissen hin und wieder auf Schwierigkeiten stiess. Das Fundament der beruflichen Tüchtigkeit des Gewerbes muss aber in der Schule gelehrt werden. A propos Automechaniker- Lehrling übrigens: Sie sind bei Herrn Althaus ausgezeichnet angeschrieben und man fühlt, es kommt von Herzen, wenn er ihrer Zuverlässigkeit, Gründlichkeit und ihrem, anständigen Wesen ein Kränzchen windet. Ein Nebenraum birgt, ausser der Schüler- Bibliothek, worin wir auch unser «Buch vom Auto» entdecken, in zweckmässig durchgebildeten Schränken ganze Stösse von Schulmaterial. Was einstweilen 1 noch fehlt, aber bereit« auf dem Programm figuriert, das ist die Aufstellung einer Apparatur für die Untersuchung der Eigenschaften Ton Fetten und Oelen. Damit wird es gelingen, dein angehenden und fertigen Automechaniker sozusagen ad oculos zu demonstrieren, daes man nicht verschiedene Arten von Oelen miteinander mischen darf. Noch nicht bis zum vorgesehenen Grad an Vollständigkeit der Einrichtung gediehen ist der Demonstrationssaal im Erdgeschoss. Wohl stehen da, sauber ausgerichtet, eine ganze Reihe teilweise aufgeschnittener Modelle, dazu bestimmt, ein anschauliches Bild von den Funktionen der Bestandteile des Wagens auch im praktischen Betrieb zu vermitteln, doch bedarf diese Sammlung nach verschiedenen Richtungen hin noch der Komplettierung. Immerhin, schon wie sie sich heute präsentiert, darf die Anlage als einzige ihrer Art in der Schweiz angesprochen werden, enthält sie doch, ausser den bereits erwähnten Vorführungsobjekten, noch eine spezielle Einrichtung, welche die Prüfung sämtlicher elektrischer Apparate am Wagen erlaubt, währenddem daneben ein Rollp.rüfstand. der gewissermassen eine künstliche Ländstrasse verkörpert, die Feststellung der Leistung durch direkte Ablesung an den Skalen von elektrischen Messinstrumenten ermöglicht. Und da ist auch ein Chasfis, das der elektrischen Pannenbehebung dient, wobei der Schüler an Hand eines Schaltschemas und verschiedenfarbiger Kabel eine vollständige elektrische Installation vorzunehmen hat. Neben dem bereits vorhandenen, teilweise aufgeschnittenen Modell eines Schiebermotors ist übrigens auch noch die Anschaffung eines Dieselmotor« und eventuell einer Holzgaseinrichtung geplant Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege. Am vergangenen Mittwoch hielt die Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für Wandewege unter dem Vonsitz ihres Präsidenten, O. : Binder, in Zürich ihre Generalversammlung ab. Wie der rührige Geschäftsführer, Sekundarlehrer J. Ess, dabei mitteilen konnte, macht die Markierung von Wanderwegen in den meisten Kantonen Fortschritte. Vollendet ist sie im Kanton Thurgau und annähernd auch im Kanton Aargau und Zug. Als neue Mitglieder wurden aufgenommen die Schweiz. Zentralstelle für Unfallverhütung in Bern und der Schweiz. Fremdenverkehrsverband, ferner ate kantonale Sektion die Baudirektion Schwyz, der Verkehrsverband des Kantons Wallis und der Verband solothurnischer Verkehrsvereine. Ein gefährlicher Engpass verschwindet Um der Gefährdung und Behinderung des Straßenverkehrs entgegenzutreten, welche bisher der Engpass beim Gasthaus zum «Schlüssel» in Näiels verursacht hatte, ist von der Gemeindeversammlung der Beschluss gefasst worden, das Gebäude rückwärts zu versetzen. An die daraus erwachsenden Kosten von 180,000 Fr. leistet äer Kanton einen Beitrag von 110,000 Fi. Benzin-Lastwagen 2 x /2—5 Tonnen werden für den Militärdienst in den Monaten Juli—September eingemietet. Zur Stellung zugelassen werden nux Gebrauchsfahrzeuge in felddiensttauglichem Zustande, deren Erstellungsjahr in der Regel nicht mehr als 9 Jahre zurückreicht. Mietgeld: Fr. 15.— plus 3%o der Schatzungssumme pro Tag, plus eventl. Abschätzung und Reiseentschädigung (lt. «Vorschriften über Einmietung privater Motorfahrzeuge» vom 20.1.1939.) 7«01 Anmeldungen an Armee-Motorfahrzeugpark, Thun, mit genauer Beschreibung lt. Verkehrsbewilligung. SCHLECHTE ÖLUNG Mangelhaft* Schmierung vergeudet Entrgic.VERSCHWENDET BENZIN. Ein minderwertig«! Öl Ist wie ein« »nricSrtxjre IremM und fährt m leotttpteßgem lenztnverbravch. Nur eh Tel «Jet lenzln», für du Sie Ihr OeM angeben, crfODt «eine« Zweck. 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39 _ FREITAG, IB. .TUNT 1989 AUTOMOBIL-REVUE Letzte Sportnachrichten das am Samstagnaehmittag im Donington-Park stieg und über 200 Meilen = rund 820 Kilometer ging, wurde für die Zuschauer insofern zu einer grossen Enttäuschung, als der neue 1,5-Liter-E.R.A., der mit Dobson am Steuer zu einer Feuerprobe hätte starten sollen, vergeblich erwartet .wurde und auch die beiden Fabrik-Maserati von Yilloresi Luigi und, K