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E_1939_Zeitung_Nr.047

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8 AUTOMOBIL-REVUE

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ERN, Freitag, 9. Juni 1939 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 47 fLi^rw Wie Liesbeth berufstätig wurde Freud und Leid einer Saaltochter oder ein Blick in das Getriebe eines Grandhotels Von J. P. Lötscher. Liebesgescbicbte in P.S. Zwo PS. 24. April. Tagebuch schreiben!!! Nein, so wie die höheren Töchter von anno dazumal nicht. Nur mal für später einzelne Tage festhalten. Vater hat mir ein Fahrrad geschenkt. Fein, nun kann ich jeden Morgen ins Geschäft fahren. Mit 2 PS. Heisst, mit zwo P ... e... dalen S... trampeln. Uebrigens habe ich gestern auf dem Heimweg Herbert Lüttichau kennen gelernt. Hübscher Junge. Hübscher Junge. Hat beinahe ein Gesicht wie der Willy Fritsch und studiert Physik. Er will die Gasturbine erfinden und damit hunderttausend Franken verdienen. Dann will er mich heiraten. Muss Vater mal fragen, ob für eine Gasturbine so viel bezahlt wird... Vorläufig spielt er sehr gut Tennis und hat im Hochsprung 1,82 Meter. Allerhand! Leider besitzt er kein Motorrad. Vier PS. 17. Mai. Eigentlich frech. Als ich durch die Parkallee am Nachmittag nach Hause fahre, überquert ein Motorradfahrer langsam die Strasse und fährt mir hinten ins Rad. So ein Lümmel. Da lag ich. Was macht der Kerl, kommt ganz gemütlich auf mich zu und sagt: «Fräulein, da wollen wir Sie mal aufsammeln.» Dabei blutete mir der linke Ellenbogen. Doch hatte er Pflaster und Verbandzeug bei sich. Dann stellte sich heraus, dass es ein junger Arzt war. Sein Motorrad ist ein kleiner Karren... Zwohundert Kubik. Aber auf dem Sozius sitzt sich's nett, und fahren kann er wie der Teufel. Wir waren draussen in der Heide und haben in der Buschmühle Kaffee getrunken. Er will mal Chirurg werden. Die verdienen zünftig, wenn sie was können. Mich aber gleich am ersten Tag zu küssen, frech! II Zehn PS. 9. Juni. Aha, der Herr Chirurg. Auf dem Sommernachtsball im «Tivoli» ist er gewesen, Die Annemie hat ihn gesehen, und mit der Hella Müller hat er in einem fort getanzt. Was er mit dieser Gans nur hat? Eine Nase hat sie wie eine Kartoffel und keine Spur von Augenbrauen. Aber so etwas interessiert natürlich den künftigen Herrn Chirurgen. Und richtig, vorgestern abend komme ich in die «Libelle». Sie tanzen gerade, und wen sehe ich? ... Hella und den Herrn Chirurgen. Ich mir was merken lassen?! Nein! Ich habe andauernd mit einem netten blonden Herrn getanzt, und wie es sich später herausstellte, war es Karli Hempel. Er ist Diplomingenieur. Sein Vater hat ein grosses Installationsgeschäft. Das erbt er einmal. Uebrigens fährt er eine feine 750er-Maschine mit Beiwagen. Sonntag wollen wir ins Gebirge. Fünfundzwanzig PS; - .» . 25. Juli. Naja, die Beiwagenmaschine dieses Herrn Diplomingenieurs hatte 25 PS. Er aber?! Halt, beinahe hätten wir uns verlobt. Da kriegte Karlis alter Herr den Vogel und heiratete auf seine alten Tage seine Haushälterin, Na, danke, die bringt drei Töchter mit in die Ehe ... Sowas!! Und dabei hat sie Karl die ganze Erbschaft verdorben! Geht doch jetzt in vier Teile! Habe übrigens im Geschäft einen netten Mann kennengelernt. Ist schon älter, so über dreissig. Hat die Generalvertretung einer grossen Maschinenfabrik. Spricht nicht viel und trägt Brille. Er ist wohl einmal ganz toll in ein Mädel verliebt gewesen und war auch lange Jahre mit ihr verlobt, bis er herausgekriegt hat, dass sie etwas mit einem ganz windigen Jungen hatte. Da ist es zum Krach gekommen. Er sah mich so ein bisschen schüchtern an. Als ich an diesem Abend nach Hause fahre, hält plötzlich ein netter dunkelblauer Wagen an der Ecke, und er steigt aus und winkt mir zu. Ich steige vom Rad ab und dann haben wir zusammen eine Tasse Kaffee getrunken. Seitdem fahren wir oft am Abend ein Stückchen hinaus. Ich soll das Autofahren lernen. Fein! Er heisst übrigens Erhard Renz, Hundert PS. 8. September. Nun ist Erhard von seiner Firma ganz weit hinauf nach Norddeutschland geschickt worden. Wir schreiben uns jedoch tagtäglich. Herrgott war das ein bildhübscher Junge, der mich gleich beim ersten Walzer holte. Ich war nämlich einmal im Esplanada mit Annemie zum Tanz. Er soll Brasilianer sein. Vielleicht ein Graf. Er wohnt im Grand-Hotel und fährt einen 100-PS-Wagen. Er tanzt himmlisch.,. Ach was, war alles Blödsinn, Quatsch, Angabe. Annemie wusste das schon zehn Minuten später. Er ist Eintänzer im Esplanada und heisst August Pietsch. Und ich habe an die 100 PS natürlich nie ernstlich geglaubt. ? ? ? PS. 9. August. Ja, nun habe ich wirklich fast ein ganzes Jahr lang nicht mehr ins Tagebuch geschrieben. Kurz nach Neujahr starb unser Vater... Und da kam Erhard sofort aus Norddeutschland zurück, und wir haben kurzen Prozess gemacht und einfach geheiratet. Und es ist wirklich das Beste gewesen. Erbard hat zwar seinen Wagen verkaufen müssen. Dafür haben wir uns eine nette, kleine Wohnung eingerichtet und den Wagen, den entbehre ich auch gar nicht... Wir haben einen neuen Wagen kaufen müssen, auch einen mit Gummirädern. Es ist allerdings nur ein Platz drin, doch ein ganz weicher Platz... und auf dem liegt ...unser Bubii Lisbeth, war eben flügge geworden. Da hob ein Raten und Werweisen im Familienkreise an. «Ja, ja, eine Lehrerin, das war' schon öppis. Da böte ich auch noch meine allzeit hilfsbereite Hand», stimmten die Brillengläser von Tante Harie zu. «Ach was, die Lisbeth will doch auch mal einen Mann anschauen dürfen. Ist ja ein scharmantes Meitschi», blinzelte Onkel Daniel aus dem Velt- Unerglas herfür. J «Sie ist eine gute Rechnerin, wie wär's mit dem Bureau?» - j Man kam nicht zu einem Resultat. Mit der-Lisbeth war vorderhand nichts anzufangen. Dann kam Vetter Heinrich zu Besuch. Der war ein Schwerenöter und ein aufgeweckter, weltgewandter Kerl. Der verdiente sommersüber am Meere und in der Sportsaison im Oberengadin schon massig Geld. Fünftausend Franken hatte der sich schon erspart in kurzen Jahren und verfügte zudem über eine ganz gediegene Tenue-Auswahl. Lisbeth und Vetter Heinrich sassen sich, derweil die Eltern in Haus und Stall alle Hände voll zu tun hatten, Aug' in Auge gegenüber. _ Der Heinrich schaute, als wiederum die Berufsfrage aufs Traktandum gesetzt war, die Lisbeth an. Die Lisbeth guckte in des Vetters blaue Schelmenaugen. Sie verstanden sich stumm. .t^>«-.-..s*;."%- " Gleich einer Riesenschlange windet sich die Autostrasse am sonnigen Südhang des Berges ia die Höhe. (Photo: Paul Wollt) •