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E_1939_Zeitung_Nr.053

E_1939_Zeitung_Nr.053

BERN, Freitag, 30. Juni 1939 Nummer 20 Cts. 35. Jahrgang — No 53 ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrsinteressen ABONNEMENTS-PREISE: Aufgabe A (ohne Versicherung) halbjährlich Fr. 5 , Jährlich Fr. 10.—. Ausland mit Portozuschlag, wenn nicht postamtlich abonniert. Ausgabe B (mit gew. Unfallversich.) vierteljährlich Fr. 7.5u. Ausgabe C (mit Insassenversicherung) vierteljährlich Fr. 7.75. Erscheint jeden Dienst*« und Frtltag WOchentHehe Beilage „Auto - Magazin". Monatlich 1 mal „Gelbe liste" REDAKTION u. ADMINISTRATION: Breitenrainstr. 97, Bern Telephon 28.222 - Postcheck III «4 - Telegramm-Adresse : Autorevue, Bern Geschäftsstelle Zürich i Lfiwenstrasse 51, Telephon 39.743 INSERTIONS-PREIS: Die achtgespaltene 2 mm hohe Grundzeile oder deren Raum 45 Rp. GrÖssere Inserate nach Spezialtarif. Inseratensehlnss 4 Tage vor Erscheinen der Nummer Strassenverkehrsunfälle im Jahre 1938 (Vom Eidgenössischen Statistischen Amt.) Die im Jahre 1937 festgestellte Zunahme der Strassenverkehrsunfälle gegenüber den vorhergehenden drei Jahren ist im Berichtsjahre sozusagen zum Stillstand gekommen. Am stärksten haben sich die leichten Fälle vermehrt, bei denen nur Sachschaden entstanden ist. Die Zahl der getöteten Personen stieg aber auf eine bisher noch nicht erreichte Höhe. Je kleiner jedoch die Zahlen, um so mehr spielt der Zufall eine Rolle; so haben beispielsweise einzig drei schwere Unfälle im Jahre 1938 zusammen zehn Todesopfer gefordert Die Entwicklung der letzten fünf Jahre zeigt, dass wir jährlich mit rund 600 getöteten Personen rechnen müssen, sofern nicht eine tiefgreifende Besserung der Verkehrsdisziplin eintreten wird. Nachstehende Tabelle gibt Aufschluss über die Strassenverkehrsunfälle und ihre Folgen in den Jahren 1934 bis 1938. Schon bei früheren Besprechungen über die Sohadenereignisse des Strassenverkehrs wurde auf den Mangel umfassender Angaben über die Verkehrsdichte hingewiesen. Diese wären für die verschiedenen Jahreszeiten, ja sogar für kleinere Zeitabschnitte erwünscht, wodurch mit einiger Sicherheit unter anderem auch die Beziehung zwischen den atmosphärischen Einflüssen auf die Fahrbahn und der Unfallhäufigkeit erfasst werden könnte. Wir wissen lediglich, wieviel Motorfahrzeuge und Fahrräder an einem bestimmten Datum verkehrsberechtigt sind, die Zahl der übrigen Fahrzeuge ist unbekannt. Und doch sind von diesen Jahr für Jahr über 2000 oder 5% an Unfällen beteiligt, ganz zu schweigen von den Fussgängern, die als wichtige Elemente des Verkehrs mit 3400 rund 9% aller Objektbeteiligungen ausmachen. Die Bestände der Motorfahrzeuge und Fahrräder zeigen für die letzten fünf Jahre folgende Entwicklung: Jahre Motorwagen* Motorräder * Fahrrd- 1934 90 735 34 514 937 065 1935 91860 32 511 981482 1936 89 873 28 677 1056 054 1937 93 372 27 472 1 132 870 1938 97 395 26 800 1212 433 *) Ende September. s ) Jahresende. Aus vorstehender Uebersicht geht mit aller Deutlichkeit hervor, dass die Zahl der Motorwagen seit drei Jahren erheblich und. gleichmassig zunimmt, dagegen die der Motorräder ganz beträchtlich zurückgeht (um 22% in fünf Jahren). Der Velopark der Schweiz hat sich jedoch seit 1934 um beinahe 30% vergrössert. -»-»••.-«-'s-•*