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E_1939_Zeitung_Nr.053

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*l Automobil-Revue —

*l Automobil-Revue — N° 53 geöffnet, so dass das gelbliche Gebiss mit den schaufeiförmigen Schneidezähnen zum Vorschein kam, aber er brachte kein Wort hervor. Die vor Rührung oder von Rauch und Dampf tränenden Augen auf den Alten gerichtet, spuckte er ihm ein breiiges Stück Kautabak vor die Füsse. «Ja, ja, Pontiac, sie ist totf» fuhr der Trapper gemütlich fort, indem er ein zerknülltes Papier aus der Rocktasche zog und dem Indianer hinstreckte. «Hier ist der Brief von Kommissar Currie. Zwei Wochen vor ihrem Tod habe ich sie noch gesehen. Man hat sie auf dem Friedhof von Caughnawaga begraben; sie liegt neben Chief Louis, der beim Brückenbau verunglückt ist.» «Matao ist tot!» sagte Pontiac gedehnt. Er hielt das Schriftstück verkehrt in der Hand, denn er konnte nicht lesen; nur die schwerfällige Unterschrift des Indianerkommissars hatte er sogleich erkannt. Das Kinn auf die Brust gepresst, starrte er mit halbgeschlossenen Augen in die Glut und zog fröstelnd die Schulter hoch. So hockte er unbeweglich, bis in früher Morgenstunde- der stöhnende Ruf eines Elchs über den See herüber drang. Dann stand er auf, packte seine Felle und die wenigen Habseligkeiten zusammen, und während der am Boden schlafende Trapper sich grunzend auf die andere Seite wälzte, verliess Pontiac mit seinem verbeinigen Gefährten die Hütte und wandte sich südwärts. Nach elf Tagen erreichte er in der Nähe des Saguenayflusses die Eisenbahnlinie, in einem kleinen Nest veräusserte er seine Felle um vierhundert Dollar an einen Schenkwirt, dann stieg er in den Zug nach der grossen Stadt, wo er noch am gleichen Tag in einem billigen Zimmer eine Schlafstelle mietete. Es standen noch zwei weitere Betten in diesem Raum; im einen fieberte ein schwerkranker Schwede, im andern lag ein chinesischer Nachtkoch, der tagsüber fürchterlich schnarchte. Pontiac wechselte kein Wort mit seinen Zimmergenossen; er sass halbtagelang am Fenster und schaute zwischen riesigen Getreidespeichern hindurch auf den St.-Lorenz-Strom, Geld gehabt habe, als wohin es gekommen dessen Wasser noch hier grosse Ozeanschiffe war. trugen. Als er noch zwei Fünfzigcentstücke in der Tasche hatte, hielt er beim Hafenkommissar Oft rannte Pontiac mehrmals am Tage nach um Arbeit an. Er wurde von einer Kanzlei in der Viktoria-Brücke hinaus, von wo er, den die andere geschoben, bis ihn schliesslich der Kopf gegen das hohe Gitterwerk gepresst, nach Brückenkommissar als Handlanger einstellte. Caughnawaga hinüberträumte, das nur wenige Man schickte ihn auf das halbfertige Stahlgerüst der neuen Hafenbrücke hinaus, wo er Meilen flussaufwärts lag, nahe den gefürchteten Stromschnellen von Lachine. Dort lebten, zum Teil in elenden Holzhütten, die auf einer Esse grosse Nieten glühend machen und den Leuten mit den Presslufthämmern Ueberreste des stolzen Stammes der Irokesen, überreichen musste. und auf dem kleinen Friedhof,, den fromme Schwestern angelegt hatten, war Matao begraben, seine kleine Frau. Er hätte in einer Da diese Männer, frohmütige Franzosenkanadier, für das verschlossene Wesen des Stunde an ihrem Grabe sein können, aber die Indianers kein Verständnis hatten und ihn Furcht vor der Gewissheit ihres Todes hielt zudem als «Wilden» verachteten, wurde-ihm ihn zurück; denn trotzdem er den Totenschein sein einfaches Handwerk nicht leicht gemacht. in seinen Händen gehalten hatte, glaubte er Sie begleiteten jede seiner Handreichungen mit doch, dass er sie eines Tages- wieder sehen spitzen Reden; einmal waren seine Nieten zu werde. Was ihn vielleicht noch zurückhielt, kalt und dann wieder zu heiss. Am zweiten war da Blut des ehemaligen Nomaden, dessen Vorfahren in ihrer Rastlosigkeit sich nur Tag begrüsste ihn der Vorarbeiter mit; der selten zu den Ruhestätten ihrer Toten zurückfanden und sich vor Gräbern fürchteten. So lebte Pontiac mit seinem Hund ein paar Gemütlicher Abend. Wochen in der fremden Stadt, bis er eines Die Frau Oberst: «Lieber Ferdinand, ich kann Morgens feststellte, dass ihm sein Geld abhanden gekommen war. Er hatte es unter sei- «Johann, trag sie rausi» diesen Tabäkrauch nicht länger vertragen!» Der Herr Oberst nimmt die Pfeife aus dem Mund: nem Bett in einem deutschen Soldatenbrotsack Der Bursche: «Die Frau Oberst oder die,Pfeife, verborgen gehabt, den er als Soldat aus Flandern zurückgebracht. Der Hausbesitzer Herr Oberst?» schimpfte auf den abgefeimten Wilden, der einen Diebstahl vortäuschte, um sich auf billige Weise um die Miete zu drücken, und die «Wie steht es denn mit deinem Rheumatismus?» Das ist das Schlimmste. •'• Polizei schien sich weit mehr damit zu beschäftigen, woher der wortkarge Indianer das ich Genuss von einem Glas Bier haben «Schlecht! Ich habe ein so steifes Genick, dass ich mich in einen Schaukelstuhl setzen muss, wenn will!» Frage, ob er glühende Nieten verschluckt habe, weil er so bissig dreingucke, und als von allen Seiten lautes Gelächter erscholl, schien auch Pontiac zu lächeln. Das Zucken seiner dunklen Gesichtshaut war freilich eher Verzerrung des Schmerzes als der Belustigung; denn er hätte aufschreien 'mögen in seiner Verlassenheit und Enttäuschung. = " Während; er auf seinem winzigen Arbeitsplatz lässig den Blasbalg seiner Esse bewegte jind_._daheL_ durch- das—Balkengewirr -auf d«n wilden Lauf des Wassers schaute, das vierzig Meter unter ihm dahinfloss, verdrängte der frischgeschürte Hass gegen die weissen Landsleute alle Eingebungen der Vernunft aus seinem einfachen Hirn. Er schrieb ihnen alles Unglück zu, das ihm widerfahren war; so auch den Tod seiner Frau und seiner Tochter, die beide an einer Krankheit gestorben waren, von der die Indianer erst seit der Berührung mit den Weissen und durch die zwangsweise um einen Schwamm zu reinigen, lege man ihn etwa 12 Stunden lang in abgekochte Milch, der man den Saft einer halben Zitrone zugesetzt hat. Dann spült man den Schwamm zuerst mehrere Male in immer wieder erneuertem heissem, schliesslich ebenso in kaltem Wasser aus und lässt ihn trocknen. Für den Fall eines Kurzschlusses ist es klug und weise, schon vorher vorzusorgen, d. h. bevor er eingetreten ist. Denn, bekanntlich ist es eine veränderten Lebensbedingungen betroffen wurden. Das laute Bellen eines Hundes, der ohne jegliche Vorsicht auf einem der Längsbalken auf ihn zugerannt kam, weckte ihn aus seinen Grübeleien. Es war Assa, sein Hund, den er während der Arbeitszeit hinter der Zahlmeisterhütte angebunden hielt; er hatte vermutlich seinen Strick durchgebissen und sprang nun ausgelassen an seinem Herrn empor. Der Vorarbeiter brüllte schon von weitem, der Köter müsse wieder weggeschafft werden, aber Pontiac schien nicht hören zu wollen; er kraute dem struppigen Gefährten schmeichelnd den Rücken und blickte über den schimpfend näherkommenden Vorgesetzten hinweg nach Westen, wo hinter dem meilenlangen Stahlgerüst der Viktoria-Brücke das Indianerdorf lag. Der Vorarbeiter kam mit blutrotem Gesicht angeschnauft und stiess den Hund über die Plattform hinaus, bevor Pontiac ihn daran hindern konnte. Das Tier überschlug sich im Fallen zweimal an scharfkantigen Streben und verschwand dann anscheinend betäubt in den schäumenden Wogen. Pontiac stürzte mit einem Fluch auf den Tobenden los und wollte ihn an den Schultern packen, aber der halbbetrunkene Mann vermochte der Wucht des Ansturmes nicht standzuhalten und taumelte aufschreiend in die Tiefe. Er schlug genau an denselben Stellen auf wie der Hund; fünfzig Meter unterhalb der Brücke tauchte er nochmals kurz auf, dann verschwand er im Strudel. Die schrillen Pfiffe der Brückenpolizisten, vermischt mit den Rufen der Arbeiter und dem Sirenengeheul eines Motorbootes, auf dem die Hafenpolizei aus Dock Nr. 6 herausjagte, gellten um das Ohr des Indianers, der immer, noch am gleichen Fleck stand und in die quirlenden Wasser hinunterschaute. Er hielt die Arme in der gleichen Stellung vorgestreckt und hatte den Kopf leicht eingezogen, als erwarte er einen Schlag. Er war sich über seine Lage völlig im klaren, und wiewohl das Blut in seinen Ohren hämmerte, hatte er seine Ruhe .wiedergewonnen. Als zwei Schutzleute vorsichtig über das Stahlgerippe getrippelt kamen und ihn mit schussbereiten Revolvern aufforderten, die Hände hochzuhalten, tat er es augenblicklich. Er ging ihnen sogar mit erhobenen Armen ein paar Schritte entgegen; als sie jedoch auf zehn Meter herangekommen waren und er die Handschellen klirren hörte, — sprang er plötzlick.Jcopfüberitt dia, Tiefe. Die Schnellboote der Hafenverwaltung suchten stundenlang und meilenweit abwärts das ganze Stromgebiet ab. Doch die gewaltigen Wasser des St.-Lorenz-Stromes, der- vor mehr als dreihundert Jahren die ersten fremden Eindringlinge in das Landesinnere gewiesen und damit die Verdrängung der Indianer erleichtert hatte, hielt diesmal seine weichen Arme schützend um eines seiner stolzen Kinder. F. M. recht peinliche Angelegenheit, in der finsteren Wohnung sich zurecht zu tasten; bis man eine Taschenlampe oder Kerze und Zündhölzer gefunden hat. Man sorgt in der Weise vor, dass man unmittelbar neben dem Schaltbrett mit den Sicherungen ein kleines Kästchen an der Wand anbringt, das eine Kerze und Streichhölzer enthält. Wenn man geschickt ist, so kann man das Kästchen derart anbringen, dass bei der Oeffnung der Deckel eine waagrechte Fläche bildet, so dass man die Kerze direkt daraufstellen kann. Samt wird niemals gebügelt, sondern avisgedämpft: man spannt dazu den Stoff, die linke Seite nach oben, über ein mit kochendem Wasser gefülltes Gefäss und lässt ihn etwa 30 Minuten lang dämpfen. Dann wird der Stoff mit einer weichen Bürste zuerst auf- und abwärts, sodann dem Strich nach ausgebürstet. Schweizerische Mobiliar Versicherungs Gesellschaft in Bern Aelteste schweizerische Versicherungsgesellschaft , Genossenschaft gegründet auf Gegenseitigkeit im Jahre 1826 Versichert vorteilhaft gegen Feuerschaden Mietzinsverlust und Choniage als Folge dei . 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No 51 Automobil-Revne III Der /\. rzt hat das Wort: Welt ohne Bazillen: Ein ungemein interessantes Experiment wird zur Zeil im biologischen Forschungslaboratorium der Notre-Dame-Universität unter Leitung von Professor Reyniers durchgeführt: man zieht dort Meerschweinchen und neuerdings auch Kaninchen, Ratten und andere Klein-Säugetiere in absoluter Bazillenfreiheit. Die Wichtigkeit dieses Experiments liegt auf der Hand. Bisher ist es noch niemals möglich gewesen, bakterielle Versuche an Tieren mit der vollkommenen Gewissheit zu machen, dass nicht andere, schon vor Beginn des Versuchs vorhandene Bazillen bei den Resultaten mitbestimmend gewesen sind. Man hatte, mit andern Worten, niemals das ideal reine Versuchsmaterial zur Hand, wie es beispielsweise der Chemiker bei seinen Experimenten als unerlässlich voraussetzt. Diesem Mangel will Prof. Reyniers abhelfen. Die Sorge um die Bazillenfreiheit der. Tiere beginnt bereits vor ihrer Geburt, denn der Geburtsvorgang stellt ja die erste Möglichkeit dar, die Tiere mit der Bakterienwelt in Beziehung zu bringen. Das trächtige Muttertier wird daher aufs Sorgfältigste gereinigt, vermittels eines chemischen Enthaarungsmittels restlos seines Pelzes beraubt, nochmals desinfiziert und dann in einem Zellophanbeutel in eine Art Kasten gesteckt, dessen Innenraum keinerlei direkte Verbindung mit der Aussenwelt besitzt. Komplizierte Instrumente, die von aussen gehandhabt werden können, gestatten nicht nur die Fütterung der Insassen, sondern ermöglichen sogar chirurgische Eingriffe. Glasfenster lassen genügend Licht, raffinierte Ventilationssysteme keimfreie Luft ins Innere. In dieser abgeschlossenen Welt werden die jungen Tiere geboren und grossgezogen. Vor kurzem hat dort das tausendste Meeschweinchen das Licht der keimfreien Welt erblickt. Man sollte nun annehmen, dass diese Tiere, vor jeder Ansteckung geschützt, in ungehemmter Gesundheit bald eine übernormal kräftige Rasse darstellen würden. Dies ist aber auffallenderweise durchaus nicht der Falll Ganz im Gegenteil: die keimfreien Tiere sind empfindlicher als jedes normal aufgezogene Exemplar, sie erkranken sofort, wenn das ihnen gereichte Futter nicht vollkommen Fi tadellos gewesen ist und erliegen über jedes Erwarten rasch auch harmlosen Krankheiten. Eine schlüssige Erklärung für diese unerwartete Folgeerscheinung hat man bisher noch nicht zu finden vermocht. Man nimmt jedoch an, dass es eben Bakterien gibt, deren Vorhandensein dem Organismus unerlässlich ist und deren Fehlen ihn schwächt. Andere Erklärungen gehen dahin, dass der Organismus erst im Kampf gegen die Bakterienwelt die Widerstandskraft gegen Erkrankungen erwirbt, oder aber, dass bestimmte Bakterieharten zum Aufbau lebensnotwendiger Vitamine unentbehrlich sind. Eine zweifellose Erkenntnis hat man jedenfalls schon jetzt aus der Durchführung von Prof. Reyniers Experiment gewonnen: die vielfach als eines der Ideale einer künftigen Welt bezeichnete vollkommene Bakterienfreiheit des menschlichen Lebens ist weit davon entfernt, einen erstrebenswerten Zustand darzustellen. C. Pr. Im medizinischen Forschungslaboratorium der Universität Tokio wurde vor kurzem eine aussei ordentlich interessante Entdeckung gemacht, die aller Voraussicht nach zu wichtigen Folgerungen in der Behandlung von Blutdruck-Unregelmässigkeiten führen dürfte. Es wurde nämlich ein direktes Verhältnis zwischen der Höhe des Blutdrucks und dem Vitamin C festgestellt. Vitamin C, bekannt als das «antiskorbutische» Vitamin, findet sich in allen rohen Gemüsen, Früchten und Kartoffeln, vor allem im Paprika, in Zitronen, Orangen, Erdbeeren und Tomaten; beim Kochen, Trocknen, Pökeln und Konservieren dieser Nahrungsmittel wird es zumeist zerstört. Die Japaner haben nun in Tierversuchen konstatiert, dass grosse Gaben von Vitamin C eine deutliche Steigerung des Blutdruckes herbeiführen, während bei Tieren, die Mangel an Vitamin C litten, der Blutdruck unter der Norm stand. In letzterem Falte konnte der AN DEN KÜSTEN Beeinflussung des Blutdrucks durch Vitamine C. Blutdruck nicht einmal mit Hilfe des bekannten blutdrucksteigernden Nebennieren -Präparates Adrenalin beeinflusst werden. Die Forschungen über die praktischen Anwendungsmöglichkeifen dieser neuen Erkenntnis sind im Gange. RANKREICHS Unsere Leser steigen ins Examen Das war recht freundlich von euch, liebe Leser, -in letzter Stunde an unserm Examen doch noch mitzumachen, obwohl wir davon abgesehen hatten, die mit Namen aufzurufen. — Alle haben sich nun freilich doch nicht gemeldet, aber das Ergebnis der eingegangenen Lösungen hat den Grund verraten, weshalb so viele abseits standen: Die gestellten Aufgaben scheinen dem Interessenkreis vieler unserer Leser überhaupt fernzuliegen. So ist -es verständlich, dass man sich nicht gerne an einer Sache mit eigenem Urteil beteiligt, in der man nicht zu Hause ist. Ein Gutes aber hatte die Aufgabe sicher: Mancher wird sich , bewogen gefühlt haben, den Bücherschrank zu : öffnen, um einen Griff in jene Ecke zu tun, wo die Bücher der klassischen Literatur vielleicht schon /seit langem ein allzuverlassenes Dasein fristen. Ermuntert durch eine .Reihe von Zuschriften, welche den Wunsch um Fortsetzung solcher Examina zum Ausdruck bringen lassen wir nachstehend eine Aufgabe folgen, die sich auf Welt- und Schweizergeschichte bezieht. Sie ist lange nicht so schwierig wie die erste Aufgabe, denn die hier gemachten Angaben enthalten jeweile,n einen solch unmissverständlichen und charakteristischen Hinweis auf die zu suchende Persönlichkeit oder die in Frage 'stehende Begebenheit, dass auch • |ene Leser die Lösung leicht finden werden, die in der Schule während des Geschichtsunterrichtes Allotria getrieben haben. Prüfung in Geschichte: Stiles btänate ftdj, ben iunaett öettldjct ju \t-- im, nur Diogenes ntdjt, ein metfroürbiscr Son= berlins, ber bes Solrates ©runbfafe, baö man um \o alütflitßei fei, je rrjentfler man Ijebütfe, fits sum äujerften irieb. (Er IeBte tote ein Sßettler; als SBofinuna biente iljm ein leeres 5a&. Sein SRuf •war audj sum Äönts aebrunsen. Siefer Befudjte stfin, fanb ifm oor feiner Sonne liegenb unb iuntertielt fid) lange mit iljm. 3ulefet fragte tön , ber #önia, ofi er ifim eine Qöunft ermeifen tonne. ,,3a", fagte Diogenes, o5ne aufsufteBen, „geß" mir r -ein toenifl aus ber Sonne!" Ä * SE Welther König war das? , , öier fanb et enbtidj ©clegenljeit, 31t jetgen, bafj Br nidjt 6I0& ein aeroanbter Siebner unb SBoIfs* ffiÜTex, fonbern »ot allem ein geraaltiger Selbljexr iroar. (Et fa&te ben 5ßlan, ganä (Ballten untet bie jöm.ifdje Ober&errltdjfeit 311 bringen. (Et unter= ^atf aunadjft bie öeloetiet, bie eben im ^Begriffe Jtanben, i&re öeimat, bie Sdjroeiä, 5U oerlaffen, ittn neue Sifee meiter im Sßeften aufjufudjen. "fDonn fcesroang et in adjtiälirigen Äamufen alle übrigen gaUifdjen Stämme. (Et btang fogar übet ben Stljein nadj Seutfdjlanb unb fuljt übet ben *&anul nacfj Stitannien. Wie hiess dieser Feldherr? Seine Ätnttöett fiel in eine 3eü, wo bet 25ater nod) mit 5iot unb Stttmut 3U ringen Satte unb bie SJJuttet ißt Ö0I5 auf bem SRüden aus bem Sßalb fietmtrug. Dennod) beftimmten ibn bie (Eltetn 8U ööfjertn unb fdjidten tön auf bie ßateinfdjulen 3U äJtagbebutg unb ßifenadj, roo et nadj bet Sitte bamaliget atmet Spület jein 33rot not ben Xüten bet Säufer fingenb etbcttelte. Sann sing et an bie öodjfdjule au (Erfurt, um fid) nadj bem SBiUen bes SJaters sum 9tea)tsgelei3tten aussuiüben. Stbet bet plöfeltdje Xob eines Sreunbes unb ein SBIifc« fdjlag, bet tun beinahe gettoffen fmtte, etjdjüttctten ben jungen Stubenten betatt, bafs et bas ©elübbe tat, ein ÜDtönä) $u werben. Wer war dieser Mönch? SIbet et lebte nidjt bloß für fid) auetn, et war audj unetmfiblid) füt bas fittlidje unb ßctfttgc SB06I {einet ÜDUtbütger tätig. (Et gtünbete öffent* lidje 93i6Iiotf>efen unb anbete gemeinnüfeige Sin« ftalten, et »erfa&te irefftidje 33o«sfä)riften unb fanb bei attebem nod) 3eit ju unffcnftt]ajttidjen Stubien, beten Crgefcntffe ibn *um »eltbetüömicn 9?aturforfd)er unb »um SBobltätet bet ganäen 3KenItt)6eit tnadjten. (Et ettannte nämtid), baö bet SBItfe ein eleftrifdjer Sunle fei unb madjte biefe (Entbeifung Sofort auft) nufebat. Wem schreibt die Geschichte diese Eigenschaften zu? Stile Em|td)ttecren erfannten, baö nur etne Stärtung bet SBunbesgeroalt bie (Sibsenoffenfdjaft not bem Sdjicffat Polens retten tonne. SIbet bie non ben Sefuiten befierrfdjten latfiotifdjen Äan» tone ßuaern, Uri, Sdjrotjä, Unterroalben, 3ug, öreiourg unb SBaflis- mollten baoon nid)ts roifjen unb gingen jogat ein Sünbnis unter fidj ein, um iebem Sßerfud) einer Umgeftaltung ber Sunbesoer» faffuns nötigenfalls mit ben Sßaffen «ntgegensu» treten. Sie lagfakuns, bie cibBenöififdje SSunbes» bebötbe, verlangte burd) 3JIetirbeitsbe[d}Iu6 bie Sluflöfung biefes Sünbniffes. Slber bie Heben Äantone roeiserten ftdj, ber Sluffotberung Sotge ju Ieijten, unb mürben babei oon ben Sto&mädjten bes Seftlanbes ermutigt. I>ie eibgenüfjijdje 2JIe5r» 6ett tiefe \\§ iebod) burd) bie Stooungen bet 3J?äd)te nid)t einfdjüdjtern, fonbetn ämang burd) einen fräftig gefübtten Jutsen Selbgug bie Heben Äantone sum Cöeöotlatn gegen bie 23unbesbe= idilüffe. Welchen Namen erfuhr dieses Bündnis, und wie hiess der General, der den Feldzug gegen die sieben Kantone führte? Die richtige Lösung aller Fragen wird mit 100 Punkten bewertet. Lösungen der Prüfung in Literatur und Philosophie der Nr. 49, 16. Juni Literatur: Autor: Werk: 1. Grimmeishausen, Simplicius Simplicissimus. 2. Shakespeare, Hamlet. 3. Goethe, Leiden des jungen Werthers. 4. Keller, Fähnlein der 7 Aufrechten. 5. Dostojewski, Schuld und Söhne. Philosophie: Namen der Philosophen: 1. Aristoteles. 2. Bacon. 3. Spinoza. 4. Rousseau. 5. Voltaire. 6. Kant. 7. Schopenhauer. 8. Nietzsche. 3000 km Käste 120 Strandbäder Nordseeküste, Küste des Aermelkanals (Calvados, Cotentin, Pays de Caux), Küste des Atlantischen Ozeans (Bretagne, Loire und Gironde- Gebiet, Baskenland), Mittelmeerküste (Cöte d'Azur). Angenehmer Aufenthalt — Berühmte gastronomische Spezialitäten. Hotelpreise offiziell garantiert. Verlangen Sie die CARTE DE VOYAGE TOURISTIQUE, die Ihnen eine Ermässigung von 40% auf den französischen Staatsbahnen sichert und Benzingutscheine für eine Preisermässigung von 50 cts. per Liter (bis zu 600 Liter). AUSKÜNFTE durch alle ReUebureaux oder beim Office FRANCE: Zürich: Werdmühleplatz 2, Tel. 3 26 49; Genf: Rue du Mont-Blanc 3 t Tel 2 30 35. Kommende Ereignisse (Aenderungen vorbehalten.) Basel: 1./2. Juli: Kantonaler Sängertag (Mustermesse). 1. Juli: Sommemachtsfest im Zoologischen Garten, veranstaltet vom T. C. S., Automobil-Sektion beider Basel. v .. 2. Juli: Propagandafahren des Rollschuh-Klubs Basel. 4. und 6. Juli: Festspielaufführung für den Basler-Tag in der Landesausstellung Zürich: «Undefem Lällekeenig» (Mustermesse). Bern: Juli-August: Kunsthalle: Ausstellung der Meisterwerke des Musems von Montpellier. 1. Juli-20. August: Berner Festspielwochen: Aufführungen von Mysterienspielen vor dem Münster. 3.-9. Juli: Internationales Tennisturnier. Btel: 1./2. Juli: Bieler Braderie (Volksfest). Bürgenstock: Juli: Golfwettspiele. Crans s. Sierre: Juli: Golfwettspiele. Dornach: 2. Juli: «Eurythmie». Genf: Juli: Ausstellung der Meisterwerke des Prado-Museums. Juli: Golfwettspiele. Glelsch: 1./2. Juli: V. Schweiz. Auto-Ski-Meeting, verbunden mit der Nationalen Geländefahrt des A. C. S. Lausanne: l./2.Juli: Internationale Ruderregatta. • 2. Juli: Schweiz. Strassen-Radmeisterschaft. Golfmatch. Lazern: Bis 11. Juli: Internationaler Schützenmatch (Weltmeisterschaften). 5. Juli: Festliche Revue «Chehre und Zeige» (Festhalte Allmend). Maloja: 4. Juli: Golfwettspiele. Samaden: 4. Juli: Golfwettspiel: Fourth c-f Kuly Competition. Schaffhausen: 1./2. Juli: Kantonaltumfest in Neuhausen. Bad Schbunach: Juli: Golfwettspiele. Bad SchuU-Tarasp-Vulpera: Golfwettspiele in Vulpera. Villars-Chesieres:.Juli: Tennis- und Golfturniere, Schwimmkonkurrenzen. Weggls: 1. Juli: Traditionelles Rosentest. Wengen: 2. Juli: Schwimmfest. Zürich: Bis 26. Oktober: Festhalle. Jeden Donnerstag: LA-Festspiel: «Das eidg. Wettspiel» v. Edwin Arnet und Paul Müller. Bis Oktober: Ausstellungstheater: Täglich Autführungen. 4. Juli-31. August: Modetheater LA: Täglich Tanztee mit Modevorführungen und künstlerischen Einlagen. Abend-Revue. l.Juli: Dorfli LA: Interkantonales Boccia-Turnier. 1./2. Juli: Internationale Ruderregatte. Stadtzürch. Turnfest in Unterstrass (ev. 8/9. od. 22/23. Juli). 3.-6. Juli: Internationaler Kongress für das Baugewerbe. • Laupenstifhing für bernische Wehrmanner. Unterstützung auch durch die SEVA. Die Lotteriegenossenschaft SEVA teilt mit: Aus SEVA-Reinerträgnissen wird, der «Laupenstiftung für bernische Wehrmanner», die bekanntlich bernischen Wehrmännern, welche bei der Ausübung ihrer Wehrpflicht unverschuldet in Not gerieten (oder auch deren Angehörigen), helfen will, eine Summe von Fr. 40 000.- überwiesen werden. Wir sind überzeugt, dass die Oeffentlichkeit mit Interesse von dieser gemeinnützigen Zuwendung Kenntnis nehmen wird. Im Rahmen der gemeinnützigen Förderung der Arbeitsbeschaffung halfen SEVA-Gelder auch mit, die so trefflich gelungene Renovation des historischen Städtchens Laupen zu erleichtern. Die Ziehung der gegenwärtig laufenden X. SEVA- Emission findet unwiderruflich am 7. Juli 1939 abends im Kursaal Schänzli statt. Da es sich um eine Jubiläumsemission handelt, werden den Loskäufern über den prächtigen Ziehungsplan hinaus 25 Jubiläumstreffer ä Fr. 1000.- als Extrazugabe geboten; diese 25 Treffer werden ebenfalls einzeln ausgelost. Quellen-Geheimnisse. Der Mann schwitzt schneller als die Frau. Doktor Molineri in Luchon, dem grossen Pyrenäen- Badeorte, hat eine interessante Feststellung gemacht: In dem von ihm angelegten Radio-Vaporarium, einem natürlichen unterirdischen Schwitzbade, in dessen Grottengängen 35 bis 45° heisse, radioaktive Schwefeldämpfe aufsteigen, wurde bei Männern und Frauen die Erreichung der «Transpirationsstufe» gemessen. Es zeigte sich, dass im Durchschnitt Männer bereits nach drei Minuten die Schwelle jenes wohltätigen Zustandes erreichen, Frauen hingegen erst nach sieben Minuten. Wenn sich also das weibliche Geschlecht hartnäckiger gegenüber der natürlichen Hitze-Einwirkung verhält, so ist es darum doch nicht weniger fähig zur Gewichtsabnahme. Nach 15 Minuten Aufenthalt im Radio-Vaporairum ist ein Verlust von 1 bis 2 Pfund die Regel, und zwar bei Mann wie Frau. LECASiNcTb'EVIAN SON FAMEUX" RESTAURANT sont ouverts Repos "A \a Peilte Corte" Itoui les plots au cholx) Prix fixoi fr» 40 • Argen! 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