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E_1939_Zeitung_Nr.053

E_1939_Zeitung_Nr.053

heit der Fahrbahn ganz

heit der Fahrbahn ganz erheblich. Vor allem haben neuzeitliche Strassen auch in nassem Zustande uneingeschränkt griffig und gleitsicher zu sein. Ferner wird eine bleibende Qberflächenbeschaffenheit verlangt, welche die Abwicklung des motorisierten Strassenschnellverkehrs ohne nennenswerte Erschütterungen gestattet. Gerade Betonstrassen nun sind imstande, diesen Ansprüchen weitgehend Genüge zu leisten. Und darum hört man von Automobilisten immer wieder bedauern, dass in der Schweiz -,- im Gegen- . satz etwa zu den Reichsautobahnen oder den Automobilstrassen der USA — dem Fahrer nur relativ kurze zusammenhängende aus Beton erstellte Strecken zur Verfügung stehen. Doch, wenn auch langsam, unser Betonstrassennetz wächst unaufhörlich von Jahr zu Jahr : Ende 1938 betrug das Total der schweizerischen Betonstrassen 1.130.670 m 2 . In 22 unserer Kantone und Halbkantone finden sich Strassenstücke verschiedener Länge, die mit Betondecken versehen sind. An ihrer Spitze marschiert mit 317.384 m 2 der Thurgau, an letzter Stelle steht mit 286 m 2 APipenzell A.-Rh.; die drei Stände Freiburg, Obwalden und Appenzell I.^Rh. vermochten sich bis heute nicht auch nur zu einem Versuche zu entschliessen. Gegenwärtig geht in dem mit 76.270 m s an 6. Stelle rangierenden Kanton Solothurn ein neues Betonstrassenstück im Ausmass von rund 14.000 m 2 seiner Vollendung entgegen. Es handelt sich dabei um die längst dringend gewesene Korrektion der Durchfahrt durch die Ortschaft Hägendorf, etwa 6 km westlich Ölten an der grossen Durchgangsstrasse Nr. 5 Koblenz - Aarau - Ölten - Solothurn - Biel - Neuenburg - Yverdon - Lausanne, durch Erstellung eines das alte Trasse vor dem östlichen Dorfausgang kreuzenden Betonbelages. Und was besonders erfreulich : Auch dieses neue Strassenstück von ca. 1300 m Länge erhält wie alle sofothumischen Strassewbauten der letzten Zeit einen speziellen Radfahrerweg, und zwar einen doppelseitigen von je 1,75' m Breite. Die eigentliche Strassenfahrbahn ist 7,50 m breit. Von der eingebrachten 17 cm dicken Betondecke entfallen 11 cm auf die Unterund 6 cm auf die Oberschicht; das Armierungsgewicht beträgt £-—3,5 kg/m 2 . Die Betondecke ihrerseits liegt auf einer 1 15 cm dicken Kiesschicht. Die erwähnte Anlage von Radföhrerstreiferi- verdient gerade von Seiten der Automobilisten alle Anerkennung. Im Vorortsver-' kehr industriell hochentwickelter Ortschaften vermag nur diese bauliche Vorkehrung, verbunden mit der entsprechenden Disziplin ihrer Benutzer, das Verkehrschaos zu lichten und zu entwirren. Zu Ehren der solothurnischen Ritter von Pedal sei gleich gesagt, dass sie — im Gegensatz etwa zu Beobachtungen in Bern und Winterthuf — sich auch wirklich in «ihre» Fahrbahn halten und dass dies Vorgehen z.B. im dichten 12- Uhr-Verkehr Ölten-Wangen recht angenehm auffällt. $dawbschon angenommen werden, darf, dass heute 52 % der Welthandelsflotte Oel verwendet. Da gerade der Automobilverkehr eine sehr starke Zunahme bei ruhigeren Zeiten erwarten lässt, so betont der Geschäftsbericht, dass die Erdölindustrie weitaus besser fährt, wenn auf der Welt Frieden und Vertrauen herrschen. Die Verbrauchszunahme für militärische Zwecke ist nicht so gross wie die Abnahme des privaten Verbrauches. In den Jahren 1914—1918 nahm der Oelverbrauch jährlich um 8,5 % zu. In der folgenden Friede'ftsperiode betrug der Anstieg jedoch 16 % im Jahr. V4&*I«^I*H* l.d.c-« Die Reiseposten im Mai. Mit den Reiseposten wurden im Mai im ganzen 417 088 (1938 = 371830) Reisende befördert. Davon fallen 52 270 (45 653) auf die Saisonlinien und 364 818 (326177) auf die übrigen Linien. In den Monaten Januar-Mai wurden befördert: 2 211682 (2 058 072) Reisende, wovon auf Saisonlinien 366 672 (352 509) Und auf die übrigen Linien 1 845 010 (1 705 563) Reisende fallen. Zunahme gegenüber 1938 im ganzen 153 610 Reisende. Ein Parkierungsreglement in Genf. Der Genfer Staatsrat hat kürzlich dem vom kant. Justiz- und Polizeidepartement ausgearbeiteten neuen Parkierungsreglement seine Zustimmung erteilt. Die Vorschriften treten am 1. Juli in Kraft und bestimmen in der Hauptsache, dass das iParkieren im, Kreis Genf-Cite' auf den dafür bezeichneten Plätzen tagsüber wie nachts auf sechs Stünden 'beschränkt- bleibt und dass ausserhalb dieser Plätze Fahrzeuge unter Tags nur während 2s Stunden,- von 20—7,,Uhr w&hrend 6 Stunden abgestellt* werden dürfen. ,In deffi nicht zur Gite gehörenden Teilen der Stadt dagegen erleidet die P-arkierungsdauer keine Einschränkung. SeuMetoH In Paris ist es jetzt polizeilich verboten worden, Prospekte, Kataloge und andere Werbeschriften in parkende Wagen hineinzuwerfen oder dort unterzubringen. Betriebserfahrungen mit den Trolleybus in London. " ; ' "Nach den in der britischen Hauptstadt gesammelten Erfahrungen soll der Trolleybus zur Zeit das billigste ßtrassenverkehrsmittel verkörpern. Astronomische Grossen. Das American Bureau of Public Roads veröffentlicht eine Statistik, aus der hervorgeht, dass alle amerikanischen Autos zusammen jährlich rund 250 Milliarden Meilen (302 Milliarden km) auf den Strassen der USA zurücklegen. Hievon entfallen 56,4 % auf Strassen 1. Klasse und Verbindungsstrassen zwischen Städten, 13,4 % auf Strassen 2. Klasse und 30,2 % auf Strassen innerhalb der Städte. Der Privatfahrer bringt pro Jahr durchschnittlich 8870 Meilen hinter sich. Erfinderschicksal. Vincent Bendix, der Vor rund drei Jahrzehnten den ersten praktischen Autostarter erfand, ist in Konkurs erklärt worden. Bendix war bis zuletzt Präsident der Bendix Aviation Corporation; die Bankrottklage wurde von ihm selbst eingereicht, weil er vor mehr als 10 Jahren zahlreiche Garantien auf Chicagoer Grundbesitz gewährte, die er später wegen der Wirtschaftskrise nicht erfüllen konnte. Der Siegeszug der Limousine. Den neuesten Verkaufsstatistiken der wichtigsten Produktionsländer zufolge setzt sich der geschlossene Wagen fast überall immer stärker durch. Während in England die offenen Karosserien aller Arten immerhin noch 21 % aller Verkäufe ausmachen, beläuft sich ihr Anteil in Deutschland nur auf 14 %, in Amerika auf 12 % und in Frankreich gar bloss auf 9%. Die dritte Generation. Henry Ford, der zweite Sohn des Sohnes des Begründers der Fordwerke, ist vor wenigen Tagen in die Direktion der Gesellschaft eingetreten. Die dritte Generation einer modernen Dynastie. Die 45 Millionen auf unserem Erdball verkehrenden Automobile verbrauchen pro Jahr rund 100 Milliarden Liter Benzin. Für die 4 Millionen Wagen, die die Autofabriken während des Jahres 1938 hervorbrachten, waren 8 Millionen Tonnen Stahl, Eisen und Guss, 600 000 Tonnen andere Metalle, 20 Millionen Quadratmeter Glas, 70 000 km Stoffgewebe, 800 000 t Kautschuk und 250 000 t Baumwolle erforderlich. An -der New Yorker Weltausstellung Sind Parkplätze für mehr als 43 000 Wagen geschaffen worden.

N° 53 — FREITAG, 30. JUNI 1939 AUTOMOBIL-REVUE Nationale Gelände- und Orientierungsfahrt und Auto-Ski-Meeting Gletsch Samstag/Sonntag 1./2. Juli 1939 Bild-Nachschau zum Rhemeck- Walzenhausen- Lachen- Bergrennen Programm. SAMSTAG, 1. JULI 1939. 09.00 Uhr: Abfahrt der Konkurrenten ab Luzern. 16.00 bis 19.00 Uhr: Ankunft und Empfang in Gletsch. 19.30 Uhr: Instruktionen und Startverlosung für die Skifahrer im Hotel Rhonegletscher. 20.00 Uhr: Bankett und Ball. SONNTAG, 2. JULI 1939. 06.30 Uhr: Abfahrt der Skifahrer nach Furka. 10.30 Uhr: Start zum Skirennen. 12.30 Uhr: Lunch und Skichilbi im Hotel Belvedere. 15.00 Uhr: Rückfahrt nach Gletsch. 16.00 Uhr: Preisverteilung und Tanztee im Hotel Rhonegtetscher. Am nächsten Samstag führt die Sektion Luzern des ACS als vierte Meisterschaftsveranstaltung dieses Jahr die nationale Gelände- und Orientierungsfahrt durch, deren Zweck es ist, die Automobilisten im Geländefahren und in der Orientierung zu schulen. Wenn es um diese Konkurrenz, die sehr interessant zu werden verspricht, in den vergangenen Wochen so ruhig war, so ist dies vor allem auf ihre Eigenart zurückzuführen, die nicht gestattete und noch heute verbietet, irgendwelche Einzelheiten an den Tag zu bringen und auszuposaunen. Wohin die Fahrt geht, ist zwar bekannt, doch wess' die Art das wird den Teilnehmern erst aus den ihnen unmittelbar vor dem Start in Luzern in einem geschlossenen Couvert überreichten,- zu losenden Aufgaben ersichtlich sein. Wie alle bisherigen automobilsiportlichen Anlässe, so hat auch der vom 1. Juli einen erfreulichen Nennerfolg gezeitigt.: 33 Konkurrenten, unter denen wir die Namen fast aller Anwärter auf die Amateur- und Expertenmeisterschaft finden, haben ihre Teilnahme zugesagt. Einige unter ihnen starten am Sonntag an der vom Skiclub Monte Rosa organisierten Schwesterveranstaltung, in einem leichten Abfahrtsslalom, der auf der Strecke Mutthorngrat-Station Muttbach ausgetragen wird. Dass dem Treffen der Automobil- und Skisiportler oben in der herrlichen Bergwelt von Gletsch auch der Wettergott seine Gunst erweisen möge, ist der Wunsch, der uns alle beseelt. Nennliste (Mitfahrer in Klammer.) 1. A. Dold, Dr. C, Herriiberg (Maag, M.), BMW/ Sp., a. — 2. A. Zurlinden, R., Aarau (Hostettler, F.), Lancia, a, b, c. — 3. A. Bloch, R., Chaux-de-Fonds (Reuche, M.), Citroen, a, c. — 4. A. Schäfer, E., Bern (Schäfer, K., jun.), Dodge, a, c. — ES. E. Trcesch, M. A. C, Zürich (Rentschier, E.), Fiat, a, c. — 6. A. Straumann. C. P., Basel (Kurz, H.), Alfa Romeo, a, b, c. — 7. E. Stich, H., Chaux-de- Fonds (Jaccard, L.), Fiat, a, c. — 8. A. Häffner, K.. Zürich (Haussener, W.), Fiat/Sp., a, c. — 9. A. Der Große Preis von Frankreich, der am Sonntag in acht Tagen auf der 7 km 830 langen Rundstrecke von Reims-Gueux steigt und als zweiter Lauf um die Europameisterschaft zählt, dürfte, wenn ncht alles täuscht, von 17 Konkurrenten bestritten werden. Das heisst mit andern Worten, dass alle gemeldeten Wagen in den Kampf ziehen, mit Ausnahme der beiden Werks-Maserati, für welche die Nennung zurückgezogen worden ist. Es stehen sich demnach 4 Mercedes-Benz und 4 Auto-Union gegenüber, zu denen sich aus Italien drei Alfa Romeo gesellen, wobei es sich, dem Vernehmen nach, um 2 8-Zylinder und 1 16-Zylinder- Modell handeln soll. Frankreich endlich wird 3 4,5-Liter-Talbot ohne Kompressor, mit dem neuen Chassis und Fünfganggetriebe, im Feuer haben (der 3-Liter-Kompressor-Motor konnte nicht rechtzeitig fertiggestellt werden), ferner 2 Delahaye mit dem alten kompressorlosen 12-Zylinder-Motor und... den Sefac. Hiezu vernehmen wir bei Redaktionsschluss aus italienischer Quelle, dass Alfa Corse beabsichtigt, während des ganzen Monats Juli Versuchsfahrten auf der Monza-Bahn durchzuführen, was die Anwesenheit der vollständigen Fabrikmannschaft erheische und einen Start am Grossen Preis von Frankreich und am Grossen Preis von Deutschland unmöglich mache. Sollten die Resultate, dieser Versuche günstig ausfallen, dann ist die event. Wiederaufnahme des Rennbetriebes für die Coppa Ciano in Livorno vom 30. Juli geplant (sofern, so fügt die «Gazzetta dello Sport» bei, das Rennen nach der 1,5-L-Formel ausgetragen werde, wozu wir bemerken möchten, dass die Coppa Ciano laut internationalem Sportkalender in zwei Rennen gefahren wird, für Formelwagen und für Boliden der 1,5-L-Klasse. Es frage sich aber, so schreibt die genannte Zeitung, ob das Rennen der Formelwagen trotz des Fehlens der italienischen 3-Liter-Konstruktionen organisiert werde oder nicht.). Duval, A., Lausanne (Nielsen, H.), Peugeot/Sp., a, b, c. — 10. E. Helbling, H., Rapperswil (Morf, E.), Ford, a, c. — 11. A. Scherer. Dr. C. W., Zug (Stocker, H. B.), Lancia/Sp... a. — 12. Datiner, A., Zürich (Hug, H), Fiat, a, c. — 14. E. Bernath, W., Chauxde-Fonds (Bernath, A.), Citroen, a, c. — 15. E. Weber. H.. Suhr (Suter, A.), Bugatti, a. — 16. A. Blanc, R., St-Imier (Meningen, Mlle. M.), Opel, a, c, d, e. — 17. E. Kaiser, A., Zug, Opel, a, c, d, e. — 18. A. «Arret», Zollikon (Alb, H.), Fiat, a, c. — 19. A. v.Tscharner„H.K.. Bern (Schaffner. J,), SS Jaguar/Sp., a. — 20. A. Morel, Ch., Artlesheim (Grüninger, E.), SS Jaguar, a. — 21. A. Locher. W., Zürich (Bühler, F.), Ford, a. — 22. E. Portmann, H„ Baseil (Rodemeyer, Th.), Ford, a, c. — 23. E. Bähler, A., Geneve, Citroen, a. — 24. A. Bürgin, W., Zürich (Schaad, Frl. G.), Opel, a, c, d, e. — 25. A. Volkmann, Dr.W., Luzern (Hahn, K.), B.M.W./Sp., a, c. — 26. A. Weber, K., Zollikon (Schumacher, Frl. T.), Studebaker, a, c, d, e. — 27. Kläsi, H., Küsnacht (Kläsi, Frau), Chrysler, a. — 28. A. Aebi, A., Luzern (Bartholomäi, A.), Packard, a. — 29. A. Heinze, K.. Lenzerheide (Bertsch, Frl. M.), Fiat, a, b, c, d, e. — 30. A. Suhner, B„ Herisau (Egger, H.), Fiat, a, c. — 31. A. Morel, H. R., Küsnacht (Haemig, Frl. A.), Fiat, a, c, e. — 32. E. Marandan, A., Fribourg, Citroen, a. — 33. A. Pfosi, Dr. H., Zürich, Peugeot, a. — 34. E. Bosshard, W., Winterthur, Opel, a. Sektions-Mannschaften. Luzern: Dr. Volkmann, A. Aebi, Dr. Schrer. Mont. Neuchäteloises: H. Stich, R. Bloch, W. Bernath. Zürich I: A. Dattner, M. A. C. Troesch, • Arret >. Zürich II: W.Bürgin, K.Weber. A = Amateur; E = Experte. Teilnahme an den einzelnen Wettbewerben: a = nationale Sportveranstaltung; b = geschlossene Mi- Jitärveranstajtung; c =, Konkurrenz der A. C. S.- Sektionen um den Intersektions-Wanderpreis; d = Ski-Abfahrtsrennen für lizenzierte Mitglieder des S.S.K; e = Ski-Abfahrtsrennen für nicht lizenzierte Skifahrer. Oben; Kessler (Maserati), dessen Aussichten auf den Tagessieg kurz vor dem Ziel in ein Nichts zerrannen. Mitte: Christen (Maserati) schlittert in übersetztem Tempo durch die Haarnadelkehre oberhalb Rheineck. Unten: Kaiser (Opel) brachte in der Tourenwagen- Gruppe 1,5 Liter einen neuen Rekord unter Dach. Die Aufgaben variieren, die Wagen sind verschiedenartig, selbst die Motorenstärke differiert, aber eines bleibt sich gleich, nämlich die Wünsche der Wagenlenker: Regelmässiges, nicht ruckweises, aber elastisches Fahren, kräftiges Anzugsvermögen, das aus heiklen Situationen zu retten vermag, eine auf alle Fälle grössere Leistungsfähigkeit des Motors ohne vermehrten Brennstoffkonsum. Der -Vergaser mit Starter kann allen diesen Wünschen und Anforderungen entsprechen. Machen Sie damit einmal — durch die Vermittlung Ihres Garagisten — einen unverbindlichen Versuch. Montage überall. Bestandteile in allen Ländern erhältlich. GENERALAGENTUR FÜR DIE SCHWEIZ: HENRI BACHMANN VI. Grand Prix Suisse diesmal eintägig! Der 20. August verspricht für den schweizerischen und internationalen Automobilrennsport ein ganzer Tag zu werden. Die Rennen auf der Berner Rundstrecke im Bremgartenwäld werden diesmal eintägig durchgeführt. Am Freitag den 18. und Samstag den 19. August wickelt sich das Training ab, während am Sonntag den 20. August, vormittags, der «Preis vom Bremgarten» und der erste Vorlauf zum Grossen Preis der Schweiz ausgefahren •werden;' der Sonntagnachmittag bringt den zweiten Grand-Prix-Vorlauf, sowie den Grossen Preis der Schwe'iz für Automobile. Für den vielversprechenden Sportanlass wird auch diesmal das eindrucksvolle Plakat des feekannten Berner Künstlers Armin Bieber werben, mit dem wuchtig hingeworfenen .Rennfahrer im rassigen Rennwagen und dem darüber wehenden, riesigen Schweizerkreuz. Zum Beschluss der Organisatoren, den Grand Prix durchzuführen, erhielten wir von unserm am Grossen Preis von Belgien in Spa weilenden Berichterstatter folgende Zeilen: «Ueberall, wo heute Organisatoren und Rennfahrer zusammenkommen, spricht man von der Zukunft der Grossen Preise, erst recht beim ersten Lauf um die Europameisterschaft. Und so sei den Herren vom Automobil-Club der Schweiz berichtet, dass sie uns mit ihrem Telegramm die grösste Freude bereitet haben, in dem sie uns mitteilten, dass der Grosse Preis der Schweiz nunmehr auf den 20. August auf dem herrlichen 'Bremgartenwaldkurs zum Austrag kommt... Wirklich, es war so, man sprach hier davon, dass dieses schöne Schweizer Rennen in Frage gestellt sei und Hess die Köpfe hängen. Der Ausfall der Veranstaltung wäre allgemein betrauert worden. Und als man sich in den pessimistischen Gedanken erging, ausgerechnet in jenem Moment, traf das erwähnte Telegramm ein. Vor den Motorboot-Weltrekordversuchen Hans Stucks. Das auf der Werft Klaus Engelbrecht in Köpenick konstruierte Motorboot, mit dem — wie seinerzeit angekündigt — Hans Stuck einigen Weltrekorden der 800-kg-Klasse zu Leibe rücken will, ist laut «B. Z. am Mittag» am letzten Dienstag erstmals zu Wasser gelassen worden. Nach der ersten Versuchsfahrt mit dem stromlinientechnisch sehr gut durchgebildeten Boot, das mit einem 6-Liter-Auto-Union- Rennmotor ausgestattet ist, zeigte sich Hans Stuck sehr befriedigt. Vor allem wies er darauf hin, dass das Boot sehr gut ausbalanciert sei und ausgezeichnet in den Kurven liege.