Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1939_Zeitung_Nr.053

E_1939_Zeitung_Nr.053

AUTOMOBIL-REVUE FREITAG,

AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 30. JUNI 1939 — N° 53 Auto-Abbruch Dietikon Occasionen, gegen Kassa, zum legalen Export. (53 9500 Tel. 65.379 Zürich, Hauptpostfach 20. Zukaufen geflucht BALILLA Äffoltern a. A. Alb.Dubs Auto-Garage u. Rep.-Werkstätte Tel. 946.201 Dreispitzgarage Reinacherstxasse 30 Tel. 44.453 Garage Erstkl. Referenzen Tel. 74.99 Sarnen Cl. Sidler Uramastr. 31 - J. F. DÜger. dipl. Chefmechaniker Tel. 3 93 64 Auto-Rep.-Werkstätte Schwendengasse 8 Tel. 56.116 Schaffhauserstr. 519 Tel. 69.154 MANGELHAFTE SCHMIERUNG zum Reppischhof Tel. 918.618 KAUFE unverzollte AUTOS eventuell LANCIA 'Zukaufen aeöucht 7-9 PS, 4-5-Plätzer, Mod. nicht unter 1936, nur seriöse Occasion. Abnehmer von Druck- u. Photoarbeiten werden bevorzugt. A UGUSTA gsgen bar. Nähere Angaben und äusserste Preisofferten unt. Chiffre 9463 Offerten unter Chiffre an die " (53 9487 an die (53 Automobil-Revue, Bern. Automobil-Revue, Bern. SPEZIAL- Telephon £7350 Basel Georg Kenk Hindelbank Christ Schorro Tel. 102 Zürich 1 City-Garage A.G. Zürich 3 Fritz Schleith Zürich-Seebach Glattal-Garage G, Bieri AUTO Basel H. Amacher-Egger Garage u. Reparaturwerkstätte Isteinerstrasse 82 Tel. 34.437 Buchs (St. G.) Alfred Sulser Auto-Garage Tel. 88.500 Luzern J. Doggwiler Kleinmattstrasse Reparaturwerkstätte für Personen- u. Lastwagen - Tel. 27137 Sursee O. R. FORD MERCEDES-BENZ Telephon 36 Zürich X. Perrot Neue Capitol-Garage, beim Central Tel. 42.624 Autogarage . Hardplatz 21 Tel. 31.108 Auto-Rep.-Werkstätte Steinwiesstrasse 37 Tel. 21.570 Privat 24.603 Zukaufen aeöucht Zukaufen aeöuckt Einfamilienhäuschen Amerikaner- Limousine Mangelhafte Schmierung vergeudet Energie...VERSCHWENDET BENZIN. Minderwertiges Schmieröl wirkt sich immer gegen den Motor aus. Die Verschwendung ist da —wenn auch unsichtbar ... Der Kraftstoff, für welchen Sie den vollen Preis zahlen, rinnt unausgenützt an den Kolben und Ventilen vorbei. Um das meiste aus Ihrem Benzin herauszuholen, fragen Sie nach Veedol, dem Öl mit der berühmten Schutzschicht, das mit recht Weltruf genieist MINERALOELE A. G. — BERN — ST. GALLEN ~ ZÜRICH an verkehrsreicher Strasse, dienend, für Autogarage. Offerten m. Preisangabe sind zu richten an Chr. Wittwer, Bernstr., Münchenbuchsee. (53) 9484 6-7pl. in sehr gutem Zustand und nicht unter Jahrgang 1934. — Offerten an Spicher & Co., Garage Freiburg. WERKSTÄTTE , Züricli 4 Wyder Zürich 4 Rob. Fässler BASEL Zürich n Hans Lienberger ein Hohlstrasse 86 Basel Grosspeter-Gara ge OPEL Offizieller General- Motors - Service Grosspeterstr. 12 Telephon 4.99.40 Frauenfeld Talbach-Garage P. Walter Chefmechaniker Tel. 3.66 und 8.83 Romanshorn Hans Müller Garage z. Schiruedstube Dipl. A. Graf, Chefmechan. Tel. 169 Zürich Walche-Garage Hans Schenkel bei der Motorfahrzeug- . kontrolle Tel. 4 5570 Zürich 3 Emil Horber Tnemli-Garage Birmensdorferstr. 494 Tel. 72.960 Zürich 4 E. R. Rüegg Auto- Rep.-Werkstätte Badenerstrasse 360 Tel. 33.084 Wir garantieren für prompte und fachgemässe Ausführung sämtl. Reparaturen IST EINE KRAFTVERGEUDUNG VEEDOlToT Zfakaufen aeöucfvt eventuell zu mieten Occasionswagen in einwandfr. Zustand, Limousine, 4türig, nicht unter Mod. 37, 10—12 PS. Genaue Angaben sind zu richten unt. Chiffre Z 6651 an die Automobil-Revue, Bur. Zürich. (53,54) 9499 'Zukaufen aeducht Reisewagen bis 11 PS, 4/5-P1., nich unter Mod. 1936. Detaill Offerten von nur ganz günstigen Occasionen an Postfach 36, Bern 10. (53 Zukaufen aeöucfit ein 3 -L- Anhänger evtl. Tausch gegen Auto. Gleichenorts gesucht e^n solider, lediger . , ^ Hilfschauffeui!; Sich wenden an von Ar)? 4 Niklaus, Teleph: 6.14.8g, Peseux. (53) 941; Zukaufen * aeöucfif ]' ein Motor ' Fiat514 evtl. ganzer Wagen. Offerten an Garage Plüss, Oftrinnen. Tel. 7 33 20. (53 Zukaufen qeöucht 7pI. Limousine neueres Modell, bis 30 PS. Ausführl. Offerten unter Angabe der Marke, Jahrgang, PS, gef. km und Verkaufspreis sind zu richten unter Chiffre Z 6648 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. (53 hydr., FORD wird bevorzugt. Nur gute Occasion. Offerten an R. Pulver, Bahnhofgaräge, Thun. Teleph. 31.41. (53,54) 9469 PACKARD BUICK sportlicher 9490 7-PI., m. Schiebedach. 7-PIätzer. BUICK Cabriolet Mod. 1935, 5-Plätzer. MINERVA schöner Reisewagen, 7/8 PL, Limousine, Landaulet. Ausk.u .Besichtigung: Auto-Service Bahnhof Wiedikon, Birmensdorferstr. 71, Zürich. BALILLA Kompressor, 7 PS, neue res Modell, Sporttyp, 2 PL 150 km/St., Luxusmasch. 24000 km, Preis Fr. 3800 Grand Garage Economique Rue Village-Suisse, Plainpalais-Genf. Zu verkaufen ADLER 13 PS, 6 Zyl.; 19 000 km gefahren, Limousine mit Schiebedach, mit Fabrikgarantie. Offerten unter Chiffre 16917 an die Automobil-Revue. Bern Zu verkaufen Lastwagen Benzin,' ev. m', Anhänger. Auskunft bei Garage Krümmeneich, Pratteln (Baselland). (53,54) 9486 Zu verkaufen "^ PEUGEOT 301 4 Zyl., 7 PS, Mod. 1934, Limousine, 4-türig, 4/5- plätzig, sehr geräumig, in anz prima Zustand, revidiert, neue Kolben etc. mit Garantie. Preis Fr. 2500— Offerten gefl. unt. Chifre 16915 an die Automobil-Revue, Bern Zu verkaufen Citroen C6 limousine, 4türig, 5 PL, 6 Zyl., 12 PS, 1931, revidiert, mit neuen Kolben. Preis Fr. 800.—. Offerten unter Chiffre Z6644 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. 51-53) 9422 F" Zu verkaufen ""» Lancia Astura iabriolet, Mod. 1934, 15 'S, grau, in sehr gutem Zustand, wenig gefahren. Preis Fr. 4000.—. Offerten unter Chiffre 470 an die (53,54 Automobil-Revue. Bern. und Lieferwagen Solider mit ca. Fr. 5000.— zur Uebernahme eines Dieselwagens gesucht. Grosse Verdienstmöglichkeiten garantiert. Offerten unter Chiffre SA 1257 X an Schweizer Annoncen AG., Basel. als Aushilfe für ca. vie Wochen per sof. gesucht. Offerten mit Lohnanspruch etc. an Jean Naef, Auto-Service, Langenthai. Tel. 61.077. /Vollen Si« sicher sein mmer eine gute Occa ;ion zu erwerben, IO wählen. Sie ein renoviertes und garantierte* Fahrzeug, da*, ebenso wie ein neuer Wagen, ausführlichen^ Spezifikationen entspricht und ga rantiert ist. Für Auskünfte wende man tich im Ver- - trauen an die FORD V 8, 11 PS, 4-Plätzer, Coupe. FORD V8, 11 PS, 4 T., Limousine, mit Schiebedach. OPEL-Kadett, Limousine Modell 1937. TERRAPLANE, 13 PS Limousine, 4 T., Mod 1934. STEYR, 11 PS, 4 T., Limousine, Mod. 1930. FIAT-Balilla, 2 T., Limousine, Mod. 1935. Andere Occasionen, welche ganz billig abgegeben werden: 2 CITROEN C6. FORD, 10 PS, Mod. 1929. ESSEX, 13 PS, Mod. 1933. ESSEX, 13 PS, Mod. 1931. PEUGEOT, 10 PS, Mod. 1929. 9488 Tounng lothurn. ta Durdadmitt CmutahHUraaciM StaM-ScMcbadadi ftfomllnlcnf&naif »Securiu-Glai Elmelradfedcruni Zcntrabduite OMnidc-Brsmte» Mcdi. Motor A.-G., So- Tel. 22.222. (53 4 Zyl., 6 PS, 300 kg Tragkr., wenig gefahren u. sehr gut erhalten, für Fr. 900.—. Anfragen unter Chiffre 9442 an die (52-54 erhältlich bei Garage Fischer, Grenchen. Tel. 8.55.21. VAUXHALL 6 Zyl., 12 PS, 4/5pl., Ciel ouvert, Mod. 1935, in tadellosem Zustand, wie Adler eu, wenig gefahren, ist Super-Trumpf iofort abzugeben. Halber Limousine, 4türig, 7 PS, Veupreis. — Für weitere neu revidiert u. neue Kolben, preiswert zu verkau- ichreiben unter Chiffre Auskünfte und Besichtig, fen bei R. Strubel, Birrwil 1446 an die (52,53 AIILEI» Generalvertretung: CHAUFFEUR Fahrlehrer FORD Verbrauch 18-13 Ltr. A. G. für AUTOMOBILE - ZÜRICH Pflanzschulstr. 9 - Tel. 7 27 33 - Ausstell.: Theaterstr. 12 - Tel. 2 28 00 VERTRETER Kastenwagen OPEL zu verkaufen, Marke Automobil-Revue, Bern. F- Zu verkaufen ~9C LIMOUSINE STELLEN-MARKT Gesucht solider, zuverlässiger, lediger CHAUFFEUR in Privathaus. Soll nebenbei Garten- und Hausarb, verrichten. Absolvierte Mechaniker- oder Garage- Lehrzeit erwünscht. Anmeldung (ohne prima Zeugnisse aussichtslos) mit Photo unter Chiffre G 5014 an Publicitas, Solothurn. Kaufmann für selbständige Führung eines Bureaubetriebes und Lagers in Garage, selbständiger und bilanzsicherer Buchhalter-Korrespondent, Kassaführung, gewandt im Verkehr mit Kundschaft, Deutsch und Französisch in Wort und Schrift. Eintritt sofort. Offerten mit Bild und Zeugnis, Gehaltsan Sprüchen und kürzestem Eintrittstermin unter Chiffre 16921 an die Automobil-Revue, Bern. für Lastwagen, wenn mögl. Car-Alpin-Fahrten und Werkstatt. Jahresstelle. Kleine • Kaution muss gelei-> stet werden. — Offerten unter Chiffre 9494 an die 53) ' Automobil-Revue, Bern. die imBerufe vorwärtskommen wollen, verlangen das Büchlein «Der neue Weg auf-' wärts» kostenlos vom Lehrinstitut Onken,Kreuzlingen18O nicht unter 28 Jahren, w. möglich auf Lastwagen eingearbeitet. Bei Zufriedenheit Dauerstelle. Offerten unter Chiffre Z6650 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. für sofort jüngerer, tüchtiger (53,54 Zukaufen aeöucht 1 Lastwagen- Dreiseitenkipper Auto- Mechaniker Kost und Logis beim Meister. Offerten mit Lohnansprüchen unter Chiffre 9483 an die elernter Automechaniker sucht Dauerstellung in Garage, Transportgeschäft oder zu Privat als Guter Wagenpfleger. Offerten unter S.3749Y. an Publicitas Bern. 1 Auto- Mechaniker gesucht Bei Zufriedenheit Leoensstellung. Eintritt n. Uebereinkunft. Tücht., zuverlässige u. absolut ehrliche Bewerber wollen sich melden bei Garage W. Kündig, Ibach-Schwyz. (52,53 gesucht Chauffeur-Mechaniker Mechaniker Gesucht per sofort tüchtiger Automechaniker Gesucht Automobil-Revue, Bern. Chauffeur gesucht Gesucht tüchtiger, jüngerer, lässiger Auto- Mechaniker Kost u. Logis beim Meister. Eintritt sofort. Offerten mit nur la. Zeugnissen u. Referenzen an Schorro, Autogarage, Hindelbank. Tel. 74.99. Bedeutende Garage im Tessin sucht zu sof. Eintritt tüchtigen eidg. dipl. Automechaniker der die Landessprachen kennt. Sichere Stelle. Tessiner oder Personen, die das Italienische perfekt beherrschen, werden bevorzugt. Offerten m. Curriculum vitae, Zeugn., Lohnanspr. und Photo unter Chiffre 9501 an die (54 Automobil-Revue, Bern. Gesucht zuverfür Aushilfe Chauffeur auf Lastwagen. (53 K. Bai, Elisabethenstrasse 26, Bern. 9471 Junger, tüchtiger Chauffeue sucht Stelle DIESEL 10 PS Personen- in Bern, evtl. in Garage oder als Magaziner oder Vertreter. Bin guter Wagenpfleger, sicherer Fahrer und prima Beiter. Offerten unter Chiffre 9467 an die (53 Automobil-Revue, Bern. Gesucht für die Sommersaison ins Bündnerland tüchtiger, seriöser, selbst. Automechaniker Pension b. Meister. Offerten m. Gehaltsanspr. u. Zeugniskopien unt. Chiffre Z 6649 an die Automobil-Revue, Bur. Zürich. (53). 9480 «T i T\. i_ J r\\i _i_ i __ MII • in * t\ ä r% n Tür wirtnntrirvnllft TfM»rAttt* Hft]lwa.f-Clichfe t

BERN, Freitag, 30. Juni 1939 bfdjtf alte gp Ein der lieben Traditionen bleibt das Bemalen brauner Chalets-Wände mit einem guten Spruch, an dessen mahnendem, eröffnendem oder rein beschaulichem Sinn sich der Vorübergehende stets freuen wird. Solch ein Haus muss uns lieb sein, enthält es doch nicht nur die unbedingten vier erforderlichen Wände und den ebenso notwendigen Anstrich, sondern zu diesem rein notwendigen, materiellen etwas Seelisches, Persönliches. Wie gerne pflegen wir da die. alten, krabbligen und oft verschnöfkelten JBuchstaben aneinander zu reihen und dann "zu "entziffern, meist iangsam, Buchstaben für Buchstaben aussprechend, weil hier eine Zeit zu uns spricht, der wir uns längst entfremdet und «für die wir keine Zeit mehr naben». — In der Stadt sind sie selten anzutreffen, diese hübschen alten «Sprüchworte» und gerade deshalb seien nachstehend einige wenige angeführt, die alle, mit einer Ausnahme, im Süden und Südosten der Stadt den Sonntagsbummlern erfreuen. Fast scheint es, als ob das Emmental, als eines der an Haüssprüchen reichsten Gebiete in der Schweiz, seinen Einfluss bis an die östlichen Stadtgrenzen geltend machte. Im Berner Oberlande brauchen wir uns weniger zu wundern, wenn an diesem oder jenem alten Spycher ein Segen in der zierhaften Schrift vergangener Geschlechter ruht. Ganz anders verhält es sich mit dem bernischen Stein-Dorado, wie es sich zum Beispiel von hoher Warte des Gurtens oder Rosengartens überblicken lässt. — Mehr und übergenug sind da der Reklamen, die uns sogar in der Nacht keine Ruhe lassen wollen und uns mit grünem, rotem oder grell gelbem Schein zu später Stunde in die Augen springen; wie sollten wir da noch Zeit und Lust haben an bescheidene alte Sprüche zu denken?! — Kein Mensch würde ihnen auch nur die geringste Beachtung schenken. Im Stadtverkehr ersticken derlei Sentimentalitäten) aber draussen, in den ländlich feinen Idyllen der Stadtgrenzen, gedeihen sie noch immer wie vor alten Zeiten, ja, hier scheinen sie geradezu neu aufzuleben und «Mode> zu werden, die weiss getünchten Grüsse an braun gebeizter Lattenwand. Von Ost nach West findet sich zunächst in Muri ein Fliegerheim mit der einem Amulett gleichenden Aufschrift: «Glück ab!» Warum nicht Glück auf? Flieger würden uns darauf antworten, däss es sehr leicht sein könne, Höhe d)* im §wmv ijiiufcvu zu gewinnen, dagegen ganz bedeutend schwieriger, wieder mit heiler Haut unten zu landen. «Glück abl» ist also nützlicher. — Ganz bescheiden nennt jemand sein Heim in Muri: «La maison». Dies eine Wort sagt alles. Weiter westlich, in den Brunnadern, finden sich folgende"hübschen Reime: «Der Nachtigallen Gesang und Blümenduft, Ausblick in die Sterne und Sonnenschein, das brauchen wir- Menschen zu einem freundlichen Heim.» Ein anderer: «Schynt d'Sunne is Hus, geisch mit Freud.y und us.» Nahe dem Kirchenfeld, in den «vorderen Brunnadern, wurde .zum bekannten. Dichterwort gegriffen: «Ich hebe mein Auge auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt.» Ein alter, zum verlassenen Forsthaus Bern-Muri gehörender Schober weiss zu erzählen: «Wenn jemand ist auf dieser Erden, der allen Leuten recht kann thun, so bitt' ich ihn in allen Ehren, dass. er mich diese Kunst macht lehren.» Ein kleines Häuschen nahe dem neuen Tierpark Dählhölzli erwidert auf allfällige- Spötteleien mit den schlagfertigen Zeilen: «Und wenn du im Herzen Frieden hast, wird dir die Hütte zum Palast.» Ein modernes und neueres Forsthäus am Rande des Bremgartenwaldes griff, wie dies bei fast allen Forsthäusern anzutreffen, zum Schutzpatron der Waldhäuser: «Dies Försterhaus am Waldesrand steht in Gottes mächt'gef Hand; und die da gehen aus und ein, die sollen ihm befohlen sein.» Bekannter ist das alte Haus an der Junkerngasse, dessen bemalte Fassade folgenden Gedanken enthält: «Aus Tquf, Hochzeits- und Grabgeläut mischt sich der Klang des Lebens. Woher, wohin, wozu? Du fragst vergebens.» Gleichsam als Aufmunterung auf diese schwermütige Betrachtung hat ein witziger dereinst hinbringen lassen, und zwar genau unter jene ernsten Zeilen: «Hier herrschen Schönheit und Geschmack, Hier riecht es angenehm nach Lack. Hier wird gemalt in Oel und Kleister, Friedrich Traffeiet Malermeister.» Auf solch höchst poetische Weise dürfte heute selten mehr signiert werden. — Diese reklameartige Sentenz erinnert an eine nach 2000 Jahren in Rom ausgegrabene Inschrift an einer Wirtsfassade. Sie heisst: «Hier verspricht Merkur Gewinn, Appolo Gsundheit, der Wirt Septumanus Aufnahme und Mahlzeit. Wer einkehrt, wird sich nachher besser befinden. Fremder sieh' zu, wo du bleibst.» Paolo. Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 5: und verschlossenen Art die Einsamkeit Wälder nicht mehr ertragen; er sehnte sich nach seiner Frau, die er kaum beachtet h/tte, als sie um ihn war. Er hatte nun schon seit Monaten /lichts mehr von ihr gehört. Einem dumpfen 3bmmer war ein kalter Herbst gefolgt, und Poil begann schon wieder, die Fallen hervorzuholen, mit denen die halbe Hütte angefüllt war. Ein heftiger Nordwestwind fegte die letzten Blätter von den uralten Bäumen, als John, das Halbblut, ein im Dienst der Hudson Bay Company ergrauter Trapper, zu später Nachtstunde die einsame Hütte am Mistassinisee erreichte. Der Lärm brechender Aeste und das Tosen des nahen Flusses, der sich an unzähligen Steinen und Stämmen brach, erstickte seine Rufe; erst als er mit dem Buschmesser gegen die klobige Tür hämmerte, wurde drinnen eine Stimme laut und ein Hund begann zu bellen. John Hess sich durch den mürrischen Empfang nicht verdriessen; er warf grinsend sein Bündel auf den Boden und gab dem knurrenden Hund rückwärts einen Fusstritt, dass er über einen Haufen Fallen stauchelte. Indes hatte sich Pontiac wieder am Feuer niedergelassen, das in der Mitte des niederen Raumes glomm, und während er von einer Stange Kautabak ein tüchtiges Stück herunterhts5 L beobachtete;er misstrauisch den Trapper, dessen erfahrene Hand im Fell eines prachtvollen Silberfuchses herumwühlte. — Pontiac konnte den Alten nicht ausstehen, der weder Indianer noch Weisser war und nur die schlechten Eigenschaften beider Rassen ererbt zu haben schien, gleich dem Hund, der ihn hat das E *amen dar Leser Roman den Tourenvorsch/ao Film jetzt wieder zudringlich beschnupperte und der, Sohn einer Wölfin und eines verwilderten Schäferhundes, die Unarten beider Eltörn in sich vereinigte. Jetzt trat auch der Alte zum Feuer, doch setzte er sich nicht Pontiac gegenüber, sondern neben ihn, so dass sein Kopf hinter dem Zipfel einer nassen Pferdedecke verborgen war, die über der Feuerstelle hing. Die stossweisen Atemzüge des Hundes, der zwischen den beiden Männern eingeschlafen war, drangen durch das Knistern und Knacken des schwelenden Holzes ; der übelriechenden Decke entrannen in regelmässigen Abständen Tropfen und verdampften zischend in der Glut. John spuckte unablässig in die weisse Asche vor sich hin, und nach einer geraumen Weile sagte er trocken: «Deine Frau ist gestorben!» Pontiac drehte langsam, wie lauernd, den Kopf; dann riss er plötzlich die Decke weg, die das verfallene Antlitz des Halbblut Verbarg. Das Tuch fiel klatschend auf das Feuer und verdunkelte den Raum vollends, bis Pontiac den dampfenden Fetzen wieder zu sich heranzog. Ein Strang fettiger Haare fiel über seine linke Gesichtshälfte; er hatte den Mund Der Indianer Kräftig gebaut und von mittlerer Grosse, trug Pontiac alle Merkmale seiner Rasse: Zwischen sarken Backenknochen sass eine etwas fleischige Hakennase, und das gelbbraune, fast bartlose Antlitz war von tiefschwarzen, strähnigen Haaren umrahmt. Er war ein Nachkomme jenes berühmten gleichnamigen Häuptlings vom Stamme der Ottawa, der in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts die Indianerstämme des Mississippitales vom Golf von Mexiko bis zum Lake Superior zu einem Bündnis gegen die Engländer vereinigte und damit die mächtigste und ausgedehnteste Verschwörung entfachte, die die Geschichte der nordamerikanischen Indianer kennt. Nachdem er jahrelang einer der gesuchtesten Jagdführer des kanadischen Nordens gewesen, hatte der Verlust seiner einzigen Tochter, die in einer Klosterschule bei Quebeck an Tuberkulose starb, seine nicht unbegründete Abneigung gegen die Weissen derart vertieft, dass er sich alle Gönner entfremdete. Als kurz darauf seine Frau, eine Irokesin von üppiger Schönheit, schwer erkrankte und bei Verwandten im Schutzgebiet von Caughnawaga zurückblieb, gab er seine Behausung am St.-John-See auf und zog nordwärts gegen den Mistassinisee. Er wollte von dort aus wieder der Pelzjagd obliegen und hoffte, in drei bis vier Wintern genug zu ersparen, um sich ein sorgenfreies Alter zu sichern. Nach den bequemen Jahren der Führertätigkeit war er aber den Anstrengungen des nördlichen Winters nicht mehr voll gewachsen, und das; erste Ergebnis seiner Fallen und Schlingen war so unbedeutend, dass er den Mut verlor. Auch konnte er trotz seiner wortkargen Am Stadtring zwischen Lärm und Hast Erduldest du des Alters Last: Du möchtest andern ohne Ruhn Den Dienst getreulich weitertun. Doch was dein Strahl auch frisch beschert. Kaum wird dein Spenden noch begehrt. — Der alte Brunnen Wie nur der Mond im Glanz der Nacht Hat deines kleinen Spiegels acht. Bleibt etwa im Vorübergehn Vor deiner Zier ein Fremdling stehn. Der dein beseeltes Lied erlauscht, Wie's von vergangnen Tagen plauscht.