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E_1939_Zeitung_Nr.050

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man sie alle

man sie alle zusammentragen, so ergäbe das einen ganzen Rattenkönig. Dass diese Sachlage besonders bei der Verstellung eines Fahrzeuges vom einen Kanton in einen andern erheblichen Inkonvenienzen ruft, darüber brauchen wir kein Wort weiter zu verlieren. Es ist daher verständlich, wenn sich von seiten der Verkehrsinteressenten der Ruf nach einer gewissen Vereinheitlichung zusehends verstärkt. Natürlich kann es sich hier nicht darum handeln, in die finanziellen, steuerlichen Hoheitsrechte der Kantone einzugreifen, denn die tägliche Beobachtung lehrt eindringlich genug, wie scharf deren Behörden über die Unantastbarkeit ihrer Kompetenzen nach dieser Seite hin wachen. Nun aber gibt es gewisse, in den Zuständigkeitsbereich der Kantone fallende Fragen der Strassenverkehrsgesetzgebung, die eine Vereinheitlichung in gewissem Umfang sehr wohl ertragen, ohne dass dabei die kantonale Finanzhoheit tangiert wird. Eine Vereinheitlichung in diesem Sinne hätte eine erhebliche Vereinfachung zur Folge. Bei den Vorschlägen dafür, wie wir sie im nachstehenden kurz skizzieren, sei vor allem die Höhe der Steueransätze ausser Betracht gelassen. Dagegen wäre eine Vereinheitlichung der bestehenden Vorschriften auf folgenden Gebieten ohne Nachteil sehr wohl möglich: 1. Steuerberechnung. Währenddem die meisten Kantone noch an der quartalsweisen Berechnung festhalten, sind einzeln© unter ihnen zur monatlichen Berechnung übergegangen, die das Ziel aller bezüglichen Bestrebungen bleiben muss. 2. Steuerbezahlung. Immer mehr gewinnt die Bezahlung in vierteljährlichen Raten an Boden. Die einheitliche Durchführung dieses Modus verkörpert eines der Hauptpostulate der Strassenverkehrsinteressenten- Entscheidende Bedeutung kommt dabei dem Wegfall aller Zuschläge bei der Bezahlung der zweiten, dritten und vierten Rate zu. Vielmehr soll, wie bei der Entrichtung der ordentlichen Staats- und Gemeindesteuern, ein Zahlungsrabatt eintreten, wenn die gesamte Jahressteuer am Jahresanfang in einem Mal erlegt wird. 3. Steuerrückvergütung. Nur wenige Kantone kennen heute bei temporärer Betriebseinstellung des Fahrzeugs (im Winter) die Rückvergütung der Steuer prozentual zur Zahl der Monate, während deren das Fahrzeug stillsteht. Es wird da meist nicht nach Zwölfteln, sondern nach Zehnteln oder noch ungünstigeren Ansätzen gerechnet. Die Rückerstattung nach Monaten bildet die einzig gerechte Lösung, die übrigens auch den Versicherungsgesellschaften für die Rückvergütung der Haftpflichtprämien zur Nachahmung empfohlen sei. 4. GebUhrenansätze. Die Gebühren für Führer- und Fahrzeugprüfung, Erneuerung der Führerausweise, Kontroll- und Nationalitätsschilder usw. variieren von Kanton zu Kanton ganz enorm, und es ist nicht übertrieben, zu behaupten, sie bilden in verschiedenen Kantonen sozusagen eine zweite Verkehrssteuer. 5. Wechselnummern. Bei der Einführung dieser Neuerung hat fast ein jeder Kanton seiner « eigenen •» Lösung gehuldigt- Auf einen gemeinsamen Nenner gebracht, lauten die Wünsche der Automobilisten in dieser Angelegenheit: Bezahlung der Verkehrssteuer nur für den stärkeren Wagen, der zweite Wagen soll vollständig steuerfrei, d. h. ohne Steuerzuschlag bleiben. Die Wechselnummern sollen zur Anwendung kommen für 2 Personenwagen oder 2 Motorräder oder 2 Anhänger oder ein Personenauto und einen Lieferungswagen. 6. Steuerpflicht der Halter ausländischer Fahrzeuge. In den bezüglichen Vorschriften der Kantone bestehen zum TeM ausserordentliche Divergenzen, was besonders bei der Behandlung von Studenten oder zu Kurzwecken in der Schweiz weilenden Ausländern zu Ungerechtigkeiten führt. Während sich einzelne Kantone bei der Berechnung des steuerfreien Aufenthaltes ziemlich generös zeigen, tragen andere durch ihr rigoroses Vorgehen dazu bei, den Aufenthalt der betreffenden Ausländer in der Schweiz möglichst kurz zu gestalten. Eine grosszilglgere Einstellung wäre hier gewiss am Platz. 7. Ersatzfahrzeuge. Während die fortschrittlicheren Kantone für die Inbetriebnahme eines Ersatzwagens bei Ausführung von Reparaturen am eigenen, stillgelegten Fahrzeug keine Steuer für den Ersatzwagen beanspruchen, erheben andere einen Zuschlag oder sogar die ganze Steuer. Der Wegfall jeglicher Steuer für das Ersatzfahrzeug erscheint um so eher als geboten, als man sich hiebei auf das Prinzip der Wechselnummern stützen kann, denn praktisch steht nur ein Wagen gleichzeitig im Verkehr. 8 Zuschläge bei verspäteter Bezahlung der Steuern. Auch hier bedarf die Höhe der Das Nutzfahrzeug im europäischen Strassenverkehr In der Verdoppelung des deutschen Nutzfahrzeugabsatzes im abgelaufenen Jahrfünft und in der fast ebenso grossen Zunahme der italienischen Neuzulassungen allein im Zeitraum der letzten drei Jahre kommen die erwähnten strategischen Momente der Verkehrspolitik dieser Länder überzeugend zum Ausdruck, obwohl es im letzten Fall auch keineswegs an motorisierungshemmenden fiskalischen Einflüssen gefehlt hat. Die deutschen Registrierungsziffern zeigen, im Einklang mit jener militärischen Zielsetzung, hinsichtlich der Verteilung des Lastwagenabsatzes nach Grössenklassen in der Kategorie unter 1 t einen Rückgang von 36% in 1934 auf 15% in 1938, dem eine Zunahme in der 3—4-t-Klasse von 8 auf 24% gegenübersteht. Der Anteil der Diesel-Lastwagen an den gesamten Neuzugängen betrug 1938 rund 25% (gegen 22% in 1937 und 29% in 1935), der Diesel-Omnibusse 50% (gegen 54% in 1935). Die Zahlen der französischen Nutzfahrzeus-Neuanmeldungen im letzten Jahrfünft trugen die deutlichen Zeichen der Stagnation, die bei den immer drückenderen steuerlichen Belastungen und administrativen Beschränkungen dieses Transportzweiges sowie der besonderen Labilität der gesamtwirtschaftlichen Situation des Landes während dieses Zeitabschnitts kaum überraschen kann. In Belgien hat das abgelaufene Jahr, nach gutem Fortschritt der Registrierungen im vorangegangenen, wieder einen kräftigen Rückschlag gebracht. Gleiches bemerken wir auch in Finnland, im Freistaat Irland und — in geringerem Ausmass — in Norwegen, wogegen in Schweden und Dänemark die Aufwärtsbewegung der Vorjahre angehalten hat. Einen sehr markanten Anstieg verzeichneten die Zulassungsziffern in Holland, wo der Nutzfahrzeugabsatz vor allem durch grösseren Heeresbedarf und den zunehmenden Ersatz von Strassenbahnen durch Motorbusse gefördert wurde. Von den ost- und südosteuropäischen Staaten fallen besonders Polen, Ungarn und Rumänien durch ein rapides Anwachsen der Neuzugänge auf. Darin zeichnen sich die günstigen Wirkungen der neuerdings in etwas grösserem Verständnis 3? t\i lagsäimisä SSE? erhobenen Zuschläge einer Vereinheitlichung, die wohl zweckmässig nach der Dauer der Verspätung und der Höhe des Steuerbetrages abgestuft wird. 9. Vorschriften für die Übrigen Strassenbeniitzer. Fahrzeuge mit und ohne Tierbe- Spannung, Viehherden und einzelne Tiere und FusS'gtager. Da sich die eidgenössische Gesetzgebung aus referendumspolitischen Erwägungen heraus mit der Aufstellung einiger weniger, elementarer Vorschriften begnügt, haben einzelne Kantone in anerkennenswerter Weise weitere Vorschriften erlassen, die Nachahmung verdienen. Angesichts der Buntscheckigkeit der heutigen Regeln auf diesem Gebiet wäre der Erlass dniheitlioher Bestlm- AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 20. JUNI 1939 — N° 50 (Schluss von Seite 1.) I9M St für die Erfordernisse der Motorisierung sich äussernden staatlichen Verkehrspolitik sehr deutlich ab. Zusammenfassend stellen wir hiernach fest, dass sich in den 15 genannten Ländern der Nutzfahrzeugabsatz im Zeitraum 1934 bis 1938 von rund 156,000 auf 220.000 Einheiten, also um etwa 40%, erhöht hat. Welchen Einfluss diese beachtliche, in 1936 besonders ausgeprägte Steigerung auf die Entwicklung des Wagenumlaufs gehabt hat, veranschaulicht untenstehende Tabelle. Hieraus geht hervor, dass der europäische Nutzwagen-Bestand im ganzen eine verhältnismässig gleichförmige Zunahme erfahren hat, die jedoch in Anbetracht des jeweils vorliegenden Erneuerungsbedarfs naturgemäss im Tempo beträchtlich hinter dem Anstieg der Registrierungsziffern zurückblieb und demzufolge auch in ihrem Ausmass bei den einzelnen Ländern stark unterschiedlich war. Von den rund 850,000 nach 1934 neu in Verkehr gestellten Einheiten dienten nach den vorstehenden Ziffern über die Hälfte dem Ersatz überalterter Wagen, so dass sich der Fahrzeugumlauf im letzten Jahrfünft nur um etwa 400,000 erhöht hat. In einzelnen Fällen, so in Frankreich, Holland, Rumänien und in der Schweiz, bemerken wir sogar zeitwellig eine Rückentwicklung der Bestände, während diese wiederum in anderen Ländern in einer den Neuregistrierungen weitgehend entsprechenden Progression angstiegen sind. Besonders augenfällig nach dieser Richtung ist die ausserordentliche Vergrösserung des deutschen Nutzwagenparks, der seinen Stand von 1934 heute um mehr als 100% übersteigt, was anderseits auf eine sehr niedrige Erneuerungsrate schliessen lässt. Demgegenüber verraten die Umlaufsziffern Grossbritanniens, das nach wie vor in der Motorisierung des Strassentransportwesens vor den übrigen europäischen Ländern weit in Front liegt, dass Erweiterung und Verjüngung des Nutzfahrzeugbestandes Hand in Hand gegangen sind. Hat somit der Nutzkraftverkehr des alten Kontinents während der vergangenen Jahre im ganzen ansehnlich an Umfang zugenommen, so kann diese Tatsache doch nicht darüber hinwegtäuschen, dass er vielfach — und dies besonders in den kleineren Staaten — den vorliegenden Transportbedürfnissen noch nicht entfernt entspricht. Abgesehen von seiner unabschätzbaren wehrpolitischen Bedeutung schliesst er als Instrument der Gesamtwirtschaft so einzigartige Möglichkeiten in sich, dass er jede erdenkliche Förderung verdiente, um diese Möglichkeiten zu voller Entfaltung zu bringen. Hierzu aber braucht er ein freies Betätigungsfeld. Ihm dieses zu sichern, ist in der Vergangenheit von den staatlichen Instanzen meist versäumt worden. Entsprechen bleibt für die Zukunft noch viel nachzuholen, J. P. K. in twtapa mungen für alle Kantone dringend wünschenswert. Nicht dass damit die Fragen der kantonalen Strassenverkehrsgesetzgebung, in denen eine Vereinheitlichung nicht nur angebracht, sondern auch möglich ist, eine erschöpfende Aufzählung gefunden hätten. Den Stein ins Rollen zu bringen und die Initiative dazu zu ergreifen, wäre eine Aufgabe, mit deren Inangriffnahme sich behördliche Instanzen, sei es die kantonale Po>lizeidirektorenkonferenz, sei es das eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement, den Dank der Motorfahrzeugbesitzer erwerben und fruchtbare Arbeit im Dienste der gesamten Verkehrs- und Volkswirtschaft leisten könnten. Wissen Sie, wieviel Lord Nuffield, der Mann, der über den Morris - Konzern verfügt, bisher an öffentlichen Stiftungen gespendet hat? Rund 300 Millionen Franken, wovon 80 allein im zweiten Halbjahr 1938. Und kürzlich erst konnte die Heeresmacht von ihm eine Zuwendung in der Höhe von rund 30 Millionen Franken entgegennehmen, dazu bestimmt, « Gelegenheit zu heiterer Erholung, Unterhältung und Freude zu verschaffen». Dabei hat der gebefreudige Lord, als er noch Mr. Morris hiess, seine Karriere als einfacher Velohändler begonnen. Röntgen von Automobilreifen. in Amerika hat eine Reifenfabrik eine transportable Röntgenapparatur angeschafft, um mit deren Hilfe Reifen auf eingefahrene Nägel, Scherben und ähnliche Fehler zu untersuchen. Alkoholverdächtige werden gefilmt. Die Polizeiverwaltung von Dallas, Texas, lässt jetzt Kurzfilme von Autofahrern herstellen, die unter dem Verdacht eingeliefert worden sind, betrunken am Steuer gesessen zu haben JWenn der Verhaftete sich bemüht, dem berühmten geraden Strich auf dem Fussboden möglichst genau zu folgen, so wird er hiebei gefilmt; der Film dient dann als Grundlage für die Gerichtsverhandlung. Getarnte PoÜzeiwagen. Die Londoner Polizei stellt neuerdings eine Anzahl «camouflierte» Wagen in ihren Dienst, Fahrzeuge, die ziemlich verwahrlost und ungepflegt aussehen, ganz im Gegensatz zu den sonst von den Hütern des Gesetzes verwendeten Autos. Wozu die Tarnung dient? Um Banditen leichter und unvermerkter verfolgen zu können. Albaniens Strassen werden modernisiert. Italien hat bereits einen Plan für die Modernisierung der Strassen Albaniens ausgearbeitet. Danach sollen rund 650 km verbessert und 80 km neu gebaut werden. Die < Stopstrassen », welche Deutschland Im vergangenen Jahr eingeführt hat, scheinen sich, nach den in Berlin gemachten Erfahrungen zu schliessen, recht gut zu bewähren. Wenigstens ist in der Hauptstadt die Zahl der Unfälle an solchen Strassen um die Hallte gesunken. Um die Wirksamkeit der Massnahme noch zu erhöhen, wird die Kennzeichnung der Stopstrassen in nächster Zeit noch eine Verbesserung erfahren. Was die Automobilindustrie als Veredelungsindustrie leistet und in welchem Masse sie werterhöhend wirkt, veranschaulicht ein Beispiel aus den USA. Im Jahre 1937 verbrauchten die amerikanischen Karosseriewerke, Auto- und Einzelteilfabriken Rohstoffe im Betrag von 3670 Millionen Dollar. Durch den Bearbeitungsprozess stieg deren Wert auf 5175 Millionen Dollar, was einer Vermehrung um 45 % entspricht. TV» u ras maus ' s t i s c h e r Are you going abroad this year? Diese bedeutsame Frage wird den englischen Automobilisten in der Autofachpresse Englands gestellt. Es ist ja verständlich, dass bei zahlreichen englischen Automobilisten Hemmungen und Bedenken in bezug auf die Ausführung von Autoreisen nach dem Kontinent bestehen. Die politische Unsicherheit, die verschiedenen Grenzabfertigungs- und Devisenerschwerungen reizen heute nicht zum Autotourismus an. Und doch gibt das Tourist-Office der grössten englischen Automobilistenorganisation, der englischen Automobile-Association mit ihrer halben Million Mitglieder bekannt, dasis in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres die Zahl der Mitglieder, welche Fahrten nach dem Ausland unternahmen oder sich über solche informierten, nicht geringer war als in der nämlichen Zeitperiode des Vorjahres. Dagegen soll nun die Nachfrage im Mai stark zurückgegangen sein, so dass die Perspektiven für die Zukunft nicht als günstig angesprochen werden. Es ist von besonderem Interesse, zu sehen, wie von Seiten der englischen Fachpresse in erster Linie Reisen nach Frankreich, Belgien, der Schweiz und besonders Skandinavien empfohlen werden. Zwar fehlen dabei auch Deutschland, Ungarn, Spanien und Italien nicht, und vor allem werden Fahrten nach den USA anempfohlen. Die bekannte Autocheques Ltd. Unternehmung hat ein spezielles Reisearrangement geschaffen, das eine monatliche Reise mit dem Auto nach den USA, wovon 14 Tage auf See und 14 Tage auf dem Lande, zum Pauschalpreis von 59 Pfd. St., alles inbegriffen, gestattet. V

N° 50 — DIENSTAG, 20. JUNI 1939 AUTOMOBIL-REVUE 3 Stand der Schweizer Meisterschaft (Unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Nationale Sportkommission.) Experten. SehitM-Stern- Bertram»« Fahrer Wohnort Uhrt Gent Valangln- Vu in AIJM Punkt« Portmann H., Basel 100,000 100,000 Stich J., La Chaux-de-Fonds 98,258 100,000 Helbling H., Rapperswil 94,438 94,750 Dattner A., Zürich 94,406 93,700 Vuilleumier H., Neuchätel 99,222 87,400 Weber H., Suhr 85,844 100,000 Kaiser A., Zug 89,894 91,900 Delmarco F., Yverdon 76,920 79,150 Sandoz A., Neuchätel 89,496 52,000 Santschy W., La Chaux-de-Fds 62,196 77,350 Zimmermann M., Zürich 46,700 79,750 Baehler A., Genfeve - — 100,000 Mergy E., La Chaux-de-Fonds — 100,000 Kessler H., Zürich — 100,000 Pfäffli ,H., Bern — 100,000 Scheibler A., Lanpen 99,538 — Pauli A., Le Locle 99,146 0,000 Troeach M.A.C., Zürich 98,812 — Moebus Ed., Lausanne 93,662 — Klingler W., Lausanne 92,354 — Röci E\, Basel 90,876 — Suter Dr. F., Basel — 90,450 Guttmann J., La Chaux-de-Fda 88,036 — Eggler H„ Thalwil — 87,600 Kleiner H., Zürich 87,050 — Schuler H., Frauenfeld 85,820 — Benmtb W., La Chaux-de-Fonds — 83,460 Schenk P., Lausanne 82,738 — Marandan A., Fribourg — 78,500 Meier F., Zürich — 73,750 Dietrich 0., Basel 71,864 — Schaetz C, Neuchätel 64,900 — Amateure. Sauthier M., Martigny 99,230 100,000 «Arret», Zollxkon 97,166 100,000 Pfosi H., Dr. 92,202 100,000 Häfiner K., Zürich 91,644 100,000 Bloch R.. La Chaux-de-Fonds 96,232 91,900 Handschin E., Liestal 98,644 77,150 von Tschafner H. K., Bern 94,504 79,250 Duval A., Lausanne 69,542 86,050 Fehr H., Kilchberg 75,644 69,850 Perrin J., Le Locle 100,000 — de Montfort L., Lausanne — 100,000 Dold C, Dr., Herrliberg — 100,000 Seitz P., Les Brenets — 100,000 Trümpy H., Glarus — 100,000 Waeffler H., Binningen — 100,000 Haefeli P., La Chaux-de-Fonds 99,156 — Schäfer E., Bern 99,138 0,000 Locher W., Zürich 99,020 — Dellsperger R., Liebefeld 98,950 — Cramer G., Zürich — 98,700 L'Huillier F., Chene-Bourgr 98,580 — Tissot F., Leysin 08,234 — Hatt R., Zürich 98,150 — Hartmann H., Zürich 97,172 — Gautschi H. R., Bern 97,038 — Ion Selve G., Thun 96,792 — Lombard F., Villette 96,258 — Haldimann E., Bern 96,210 — Moser W., La Chaux-de-Fonds 96,004 — Zurlinden R., Aarau 95,640 — Hammer W., Zürich 94,586 — «Paude», Allaman 93,934 — MoTf E., La Chaux-de-Fonds 93,688 — Toledo P., Geneve 93,606 — Labhardt M., Basel 93,524 — Straumann P., Basel — 92,450 Collioud G., Coppet 92,054 — Scherer A., Basel — 90,150 Blanc R., Courtelary 89,746 — Heiniger J., La Chaux-de-Fds — 88,900 Wermeille M.,Neuchätel — 86,800 Wagner J., Zürich 80,814 — Gavard F., Ghene-Bourg 79,026 — Morel H. R., Küsnacht — 76,400 Bertschmann M., Basel 76,014 — Nikiaus P., Wabern — 71,100 Morel Ch., Ariesheim 70,570 — Meier J., Mme, Le Locle — 70,550 Bollschweiler C, Zürich 68,938 — «Arylh, Bern — 67.450 Buttikofer J., La Chaux-de-Fds — 65,550 Schäfer K., Bern — 55,900 Quartier J. L., Biel — 51,750 Paquin Ch., St-Sulpice 5,926 -^ Die Tabellen sind nach dem gegenwärtigen Rang der Meisterschaftsanwärter aufgestellt. Jedoch wurde der Rang nicht aufgeführt, da die endgültige Bewertung der Meisterschaft auf Grund des höchsten Punkttotais von 4 für die Meisterschaft zählenden Veranstaltungen erfolgt; wobei in Betracht kommen, die 2 höchsten PunktresultaJa von Prüfungsfahrten und die 2 höchsten funktresultate von Rennen. Rennwagenkategorie. (Unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Nationale Sportkommission.) Berrrtnntn Fehrir Wohnort Valangln-Vu« in Alp« Punkte Blancpain B., Fribourg 100,000 Christen M., Zürich 100,000 Noverraz L., Geneve 100,000 Mandirola A„ Geneve 98,850 Blaettler F., Basel 92,050 Kessler H.. Zürich 85,050 Hahn K., Luzern 80,750 Stürzinger L., Fiau, St. Gallen 13.900 Bergpriifungsfaiirt Rheineck-Walzenhausen-Lachen 25. Juni. Schlag auf Schlag folgen sich nun die im schweizerischen Automobilkalender figuriesterschaftswertung zähfen. Mit ganz beson- renden Anlässe, die für die diesjährige Meiderm Interesse sieht man dem am nächsten Sonntag stattfindenden zweiten Bergrennen der Saison, der Bergprüfungsfahrt Rheineck- Walzenhausen-Lacihen entgegen, die wiederum unter der Aegide der Sektion St. Qallen- Appenzell des ACS steigt und von der man ohne Uebertreibung sagen kann, dass sie in der Geschichte der schweizerischen Bergrennen geradezu klassische Bedeutung erlangt hat. Dass sich die bevorstehende Neuauflage dieser einzigen, in der Ostschweiz zur Durchführung kommenden rennsportlichen Veranstaltung ihren Vorgängerinnen würdig anschliessen wird, dafür bürgt schon die uns am Montagmittag von den Organisatoren übermittelte, nahezu 40 Namen umfassende Nennliste, die bis zum endgültigen Abschluss der Meldefrist am Montagabend noch weiter anschwellen dürfte. Aus ihr geht hervor, dass sich auf der famosen, 6,5 km langen, in tadellosem Zustand befindlichen Rennstrecke so ziemlich alles messen wird, was im einheimischen Motorsport gegenwärtig einen Namen hat, und so kann man all jenen, die wieder einmal einem der in unserem Lande ja nicht besonders dicht gesäten Bergrennen beiwohnen und spannende, hochinteressante automobilistische Wettkämpfe erleben möchten, nur empfehlen : Auf, am nächsten Sonntag zur Bergprüfungsfahrt Rheineck-Walzenhausen-Lachen, ihr werdet es nicht zu bereuen haben! NENNUNGSLISTE PER 19. JUNI 12.00 Uhr. Tourenwagen: Locher Werner, Zürich Ford Schlotterbeck Rene, Zürich Citroen Dr. Pfosi, Zürich Peugeot Gerald Cramer, Zürich Fiat Huber Ernst, Bern Graham Schmidt Alfred Zürich Fiat Hermann Helbling, Rapperswil Ford Eric Handschin, Liestal Fiat C. Peter Straumann, Basel Alfa Romeo Weber Hans, Kreuzgarage, Suhr Bugatti Troesch M., Zürich Fiat-Balilla Kaiser Alois, Zug Opel-Olympia Portmann Hans, Basel Ford Stich Hans, La Chaux-de-Fonds Fiat Dattner Alfred, Zürich Fiat-Balilla Dr. Suter Richard, Basel Citroen Meier Ferdinand, Zürich B.M.W. Bollinger Willy, Äugst Peugeot Estler Christian, Bühler Alfa Romeo Hirt Felix, Zürich S. S. Jaguar Schlauer Emil, Zürich Ford Dold Dr. C, Zürich B.M.W. Scherer A., Basel Citroen Sportwagen: Kessler Hans, Zürich B.M.W. Morel H. R., Küsnacht B.M.W. Kronauer Philipp, Winterthur Alfa Romeo Hermann Trümpy, Glarus Bugatti Bosshard Walter, Winterthur Singer v. Tscharner H. K., Bern S. S. Jaguar Wimille Veyron (Bugatti) schaffen in den 24 Stunden von Le Mans einen neuen Streckenrekord ... ...und Gordini/Scaron (Simca-Hutt) holen sich den Rudge-Whitworth-Pokal. (Sonderbericht.) Le Mans, 18. Juni. Ein Rennen wie noch nie, das alle Papierform über den Haufen wirft. Vor allem ist es erstaunlich, dass nach der 6. Stunde, also einem Viertel des Rennens, trotz des enormen Tempos bei Rekordzeiten fast keine Ausfälle zu verzeichnen sind, während in den früheren Jahren schon gut an die 25 % zu diesem Zeitpunkt zu Grabe getragen waren. Die zweite Tatsache, die bemerkenswert ist, dass diesmal die Franzosen vom Startzeichen weg die Spitze behaupten. Schliesslich als dritte Sensation, dass Adler, der Verteidiger des Rudge- er Automobilist, der die grossen Vorteile der P EM-Kerze noch nicht kennt, kann sich davon nur durch einen Versuch überzeugen lassen. Die PEM garantiert ihm in jeder Hinsicht eine solche Zufriedenheit, dass die durch die Anschaffung verursachte Mehrauslage bei weitem gerechtfertigt wird. Campolongo Emilio, Zürich Haeffner Karl, Zürich Werzinger Paul, Basel Messmer Paul, St. Gallen Rennwagen: Leni Stürzinger, Frau, St. Gallen Kessler Hans, Zürich Blancpain Bernard, Fribourg Christen Max, Zürich Mandirola A., Genf * Mit Kompressor. Hanoinag Fiat-Balilla M.G. Ford (Baby) Bugatti* Bugatti* Maserati* Maserati* ' Maserati* Come back von Christian Kautz. Der Zürcher Kautz, der sich vergangenen Frühling in Paris verheiratet hat, beabsichtigt, •wieder zum aktiven Rennsport zurückzukehren und den frohen Flitterwochen eine erfolgreiche Sportsaison anzugliedern. Der frühere Auto-Union-Rennfahrer •wird zwar nicht mehr am Steuer eines deutschen Wagens zu treffen sein. Vielmehr hat er sich der Marke Alfa Romeo verschrieben, zwar nicht der Fabrikmannschaft, sondern einer mehr «offiziösen» Gemeinschaft ausländischer Alfa Romeo-Rennfahrer. Es verlautet, dass der Alfa Corse-Rennstaü nur sehr wenige grosse Rundstreckenrennen zu beschikken gedenkt. Dagegen "will er verschiedenen Privatfahrern von Format ermöglichen, sich an internationalen Circuits zu beteiligen. Man wird sich im Lande Helvetien über die neue Absicht Christian Kautz' allseits freuen und ihm « Hals- und Beinbruch > für seine fernere Rennfahrer-Karriere -wünschen. V Whitworth-Pokals, schon nach 5 Runden, also nach halbstündigem Rennen, schachmatt war. Erzählen wir aber der Reihe nach! Das Rennen beginnt mit einer bravourösen Fahrt von Gerard auf Delage, der 5 Stunden hindurch mit einem mörderischen Tempo das Feld der 42 Gestarteten anführt. 150,6 km/St, ist der Gesamtdurchschnitt am Ende der 5. Stunde! Gerards Stallgefährte. der Schweizer nug, ist beim Start liegen geblieben, er kann erst nach 5 Minuten losfegen, arbeitet sich aber Stelle um Stelle in die Spitzengruppe vor. Die grosse Hoffnung Frankreichs, der Kompressor- Bugatti, den Wimille und Veyron steuern, erfüllt die Hoffnungen nicht. Er wird von den Delage, Delahaye und Talbot eicher in Schach gehalten. Der grosse Gegner der Franzosen, der neue kompressorlose Alfa, den Sommer in Gemeinschaft mit dem Prinzen Bira fährt, kann nicht entscheidend eingreifen. Sommer hat schon in der 3. Runde Schwierigkeiten, die ihn fortwährend verfolgen und in der 4. Stunde dazu zwingen, in fast ein- «tündigier Arbeit nahezu den halben Motorblock auszubauen, wobei er sich als phantastischer «Schnellmonteur» erweist. Die Franzosen sind also in der Spitzengruppe unter sich,_ um so mehr als die vielgerühmte 220-PS-Zwölfzylinder-Lagonda 6ich als zu langsam erweisen. Auch ansonsten ist das Rennen an Zwischenfällen sehr reich. Wie schon gesagt, eind vor allem die Adler-Werke von Pech verfolgt. Nachdem einer der beiden genannten Wagen, und zwar der 2,5 Liter, wegen Lagerischadens am letzten Trainingstag nicht starten konnte, war der 1,5-Liter-Front, unter Führung von V. Guilleaume und Löhr, die Hoffnung der Frankfurter. Nun — es ist wohl das Gesetz der Serie, das waltete — in der 5. Runde fällt dieser sonst so ungewöhnlich verlässliche Wagen gleichfalls wegen Lagerschaden aus. Unter den weiteren 11 Bewerbern um die Coupe Biennale Rudge Whitworth ist nun die Dreiermannschaft von Gardini auf dem Simea-iFiat 1100 die aussichtsreichste. Aber auch dieses Team wird von Pech verfolgt. Der von Bneillet gesteuerte Wagen dreht sich in der Tribünenkurve (anscheinend auf der Oelspur, die der Delahaye von Tremoulet auf der ganzen Strecke verstreut) und fällt aus. Fahrer leichtverletzt. Unmittelbar darauf schleudert der 1100er- Simca, den Frau Hier genannt hat, in der Arnage- Kurve, die Fahrerin tnuss gleichfalls in das Spital gebracht werden. Und als Dritter kommt Belle- Croix (Delahaye) ins Schleudern, macht eine Tete^ä-queue und landet in einem Bauernhaus. Der Fahrer soll nur leicht verletzt sein. In der 4. Stunde gelingt es Mazaud auf Delahaye, der mit 5 :12,1 = 155,677 km/St, einen neuen Rundenrekord aufstellt (bisher Benoist auf Bugatti 1937 mit 5:13 = 155,180 km/St. Rekordhalter), Gerard zu überholen; er muss selbst aber in der 6. Stund« vor Chinetti (Talibot) die Waffen strecken. Um diesen Zeitpunkt führen also Ghinetti-Matthieson vor Mazaud- Mongin, Gerard-Monneret, Wimille-Veyron und Hug-Loyer. Ausgezeichnet liegen auch die drei 2-Liter-BMW, die sichtlich nicht forcieren, sondern den Lauf der Dinge einstweilen abwarten. Gerard und Monneret geben sich nicht geschlagen. Sie stossen wieder an die Spitze vor, die sie bis zur 20. Stunde halten. Dann aber müssen sie bauen und diesen Augenblick benützen Wimille/ Veyron mit ihrem Bugatti, um in Front zu gehen, was ihnen um so leichter fällt, als inzwischen der Delahaye von Mazaud/Mongin abgebrannt ist und Chinetti wegen Defekt in der Lichtanlage seinen Talbot von der Bahn schieben muss. Leider ist auch der Schweizer Hug unter den Leidtragenden, da sein Delage einem Lenkzapfenbruch zum Opfer fällt. Ueberraschungen gibt es nun keine mehr, wohl aber serienweise die anfangs so spärlichen Ausfälle. Trotzdem halten von den 42 Gestarteten 20 bis zum Schluss durch, was für Le Mans eine niedrige Ausfallquote bedeutet. Wimille/Veyron fahren mit ihrem Bugatti bei zwar ständig sinkendem, aber immer noch üfoer dem letztjährigen Streckenrekord liegenden Tempo dem Ziet entgegen. Es folgen Gerard/ Monneret auf Delage, mit 4 Runden Rückstand — dann komen die zwei Lagonda von Dobson/Brackenbury und Selsdon/Lord Waleran, die gegen Sohluss vom Stromlinien - Innenlenker - BMW des Prinzen Schaumburg-Lippe erheblich bedrängt werden. Für BMW ist ein grosser Erfolg, hinter Konstruktionen mit bedeutend höherem Hubvolumen den 5. Platz im, Gesamtklassement belegen und ausserdem alle 3 gestarteten Wagen ins Ziel bringen zu kön-