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E_1939_Zeitung_Nr.050

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entgegengebracht wird.

entgegengebracht wird. Zweifelsohne dürfte die Schweiz auch dieses Jahr mit einem starken Be- AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 20. JUNI 1939 s Ausdruck, dae* Zürich als Tagungsort gewählt Frado in Genf usw. besondere Beachtung geschenkt. Ein weiteres Ziel des Werbeprogramms politischen Verhältnisse die Leute von Auslandssuch aus dem Ausland rechnen, wenn nicht die wurde. In Anerkennung der Verdienste auf dem Gebiete der schweizerischen Verkehrswerbung übergab Dr. Klöti Generaldirektor Hunziker, als Prä- Reiseerleichterunzen, wie das Landesaustellungs- In der Diskussion kam vor allem zum Aus- war die Propagierung der außergewöhnlichen reisen abhielten. sident, und Fürsprecher S. Bittel, als Direktor der Generalabonnement und das Bergbahnabonnement. Bei der Fremdenverkehrswerbung im wirtschaft dieses Jahr, angesichts des grossen druck, dass die schweizerische Fremdenverkehre- Schweizerischen Verkehrszentrale, das Stadtbuch Fre- der Stadt Zürich. Die statutarischen Geschäfte, Genehmigung des Jahresberichtes und der Jahresreehnung pro 1938, eowie das Budget der Schweizerischen Verkehrszentrale pro 1939, fanden rasch« Erledigung. Als Rechnungsrevisoren wurden bestätigt Dr. Born (Interlaken) und Tissot (Leysin). Als Ersatzmann wurde bestimmt P. Juon (Chur). Direktor Bittel orientierte die Versammlung in eingehender Weise über die vorgesehenen Werbemassnahmen der Schweizerischen Vtrkthrszentrale fOr die laufende Saison. Als Richtlinie diente hiefür einmal die Konzentration bestimmter Kredite, welche der SVZ, der Landesausstellung, der Schweizerischen Zentrale für Handelsförderung und dem Auslandschweizersekretariat für die Propaganda im Auslande zur Verfügung stehen, für die Durchführung gemeinsamer Aktionen. Sodann wurde der Werbung für die schweizerischen Grossereignisse, wie die Schweizerische Landesausstellung, die internationalen musikalischen Festwochen, das Eidgenössische Schützenfest und der Internationale Schützenmatch in Luzern, die Ausstellung der Meisterwerke des Xukawfen gebucht CABRIOLET PS Nebensache, nur wirkliche Occasion. — Detaillierte, verbindliche Offerten mit km und Preis unt. Chiffre 9370 an die (50 Automobil-Revue. Bern. Ausland stützt sich die Verkehrszentrale in der Hauptsache auf die bewährten Werbemittel, wie Insertions-, Film-, Radio- und Vortragswerbung. Die «Verlagsproduktion» der SVZ erreichte in den letzten fünf Jahren nicht weniger als 51 verschiedene Drucksachen. Dem instruktiven Referat von Direktor Bittel war überdies zu entnehmen, dass die Verkehrsfcentrale speziell bemüht ist, durch besondere Aktionen der Propaganda zugunsten des schweizerischen Tourismus grösseren Nachdruck zu verleihen. Neuestens hat die SVZ gemeinsam mit dem Schweizerischen Fremdenverkehrsverband und dem Schweizerischen Burgenverein mit Unterstützung des Eidg. Amtes für Verkehr Kunstreisen und Burgenfahrten ab Zürich organisiert. Eine Propagandaaktion, welche im In- und Ausland auseerordentliche Beachtung fand, sind die drei Europaflüge, bei deren Anlass festgestellt werden konnte, dass die Schweiz im Ausland sehr grosse Sympathien 'besitzt und dass den grossen nationalen Veranstaltungen, vor allem der Landesausstellung in Zürich, höchstes Interesse Vertreter: Garage des Trois Rois, Le Locle August Vögtlin, Schützengarage, Basel Steyr-Automobile AG., Albisriederplatz 3, Zürich E. Huber, Garage Monbijou, Bern zu vergeben Zukaufen aeöucfvt CHRYSLER- PLYMOUTH 6 Zylinder, Original-Karosserie, nicht unter Jahrgang 1934. Hans HOrilmann, Traktoren- und Motorenwerk, WH (StG.). 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Dieser Mehrerlös erklärt sich nicht allein aus der Erhöhung der Zahl der ausgesprochenen Bussen von 3937 auf 4347. sondern namentlich aus zahlreichen schweren DER GOTOT-MOTOR gibt Ihnen volle Zufriedenheit Qer&uschlos - Billig - 8parsam Verlangen Sie Prospekt vom Vertreter J. SCHLEE - RII dl 31 deetmbn, 19 - GENF 10 DKW Neue und gebrauchte Cabriolets und Limousinen, teils mit Fabrik- Garantie, sofort preiswert abzugeben. Otlerten an Postfach No. 50118 Hauptbahnhof, ZUrieh. Limousine, 5 PL, neueres Modell, 8 Zyl., 11 PS, 4 Türen, 30000 km. Reelle Occasion. Preis Fr. 3950.—. Grand Garage Economique, Rue Village-Suisse, Plalnpalals-Genf. Saurer Uebertretungen, welche zur Ausfällung hoher Bussen führten. Rein zahlenmässig betrachtet stehen in allen Bezirken die Verzeigungen wegen Verstössen gegen die Verkehrsvorschriften an der Spitze. GESELLSCHAFT DER MILITÄR- MOTORFAHRER DES KANTONS ZÜRICH Samstag den 24 Juni 1939, 20.00 Uhr, finden im Rest Urania, Zürich (I. Stock), ein Lichtbilder- Vortrag «Dieselmotoren > und Sonntag den 2. Juli 1939, 8.00 Uhr, auf dem Areal der Fa. Saurer A.-G., Zürich 4, HoMstrasse 295, • Praktische Vorführungen » statt. Für beide Kurse hat sich in verdankenswerter Weise unser Vorstandsmitglied. Motf. Gefr. F. Meier, aus Referent zur Verfügung gestellt. Zur Orientierung sei allen Kameraden zur Kenntnis gebracht, dass diese Einladung eine persönliche aufhebt. Der Vorstand hofft, dass er zum zweiten Teil seines Tätigkeitsprogrammes mit einer grossen Teilnehmerzahl starten kann. Der Vorstand der G.M.M.Z. «Der neue Weg aufwärts> kostenlos CAMION vom Lehrinstitut AE, 5—6 Tonnen Nutzlast, Benzin, geeignet für Offerten unter Chiffre Onken,Kreuzlingen18O langen. (50) 9362 Holzgas, umständehalber Z 6633 an die Automobilsofort abzugeben. 17411 Tüchtiger, zuverlässiger, Revue, Bureau Zürich. Offerten unter Chiffre 23jähr., Deutsch u. Franz. 0. F. 8109 A an Orell sprechender BURSCHE Gesu cht Füssli-Annoncen, Basel 1. D^~ sucht Stelle als jüngerer, lediger (49,50 Chauffeur Chauffeur in Fuhrhalterei auf Berna- Durchaus tüchtige, selbständig« auf Personen- oder Lieferungswagen, gelernter Besel). Jahresstelle. Kost 3J£-t-Kipplastwagen (Die- Sekretärin rufs-Chauffeur. Eintritt n. und Logis beim Arbeitgeber. Nur bestausgewie- Wunsch. — Offerten an Ad. Leuenberger, b. H. sene, zuverlässige, kau- mlt_ Führerschein, sprachgewandt, bilanzsicher, Rob. Michel, Herzogenmühle, Wallisellen (Zeh.). U9* sucht Wirkungskreis. Langjährige Praxis, erstklassige Referenzen. (50)9375 Postfach 157, Luzern. 25jähriger, routinierter DT STAATL. GEPR. FAHRLEHRER tüchtig, verantwortungabewusst, bussenfrei, sucht Stelle. Ev. mietweise Uebernahme einer Fahrschule oder Beteiligung an einer solchen. (50 Offerten unter Chiffre 9377 an die Automobil-Revue, Btrn. Gesucht junger, tüchtiger, selbständiger Auto- Elektriker in Spezialgeschäft. Bei Zufriedenheit gutbezahlte Dauerstelle. 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C. sein und ev. auch befähigt sein, den Fahrlehrerausweis zu er- tionsfähige Bewerber mit langjähriger Praxis wollen sich melden. — Offerten mit Zeugnissen u. Photo unt. Chiffre 9324 an die Automobil-Revue, Bern. CHAUFFEUR 24 Jahre alt, solid, gewissenhaft und zuverlässig (mehrjähriger Fahrer mit roter Karte), D*F" sucht Stelle per sofort od. nach üebereinkunft Gute Zeugnisse und Ref. Off. erb. an Joh. Scherrtr, Hulftego -MDhlrQH (St.G.). Gesucht von erösserer Maschinenfabrik in Zürich Garage-Chef für den gesamten Personen- und Lastwagendienst. Weitgehende Kenntnisse und Erfahrungen in der Wagenverteilung sowie in der Instandhaltung des Wagenparkes. Gute Umgangsformen und sicheres Auftreten sind unerlässlich. («>0 Bewerber, welche sich über die notwendigen Fähigkeiten ausweisen können, wollen Offerten einreichen mit Lebenslauf, Zeugnissen, Lichtbild, Gehaltsanspruch unter Chiffre Z6635 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. Gesucht in grosse Reparatur-Werkstatt (50,51 Lastwagen-Reparateur SAURER-Spezialist bevorzugt. — Verlangt werden gründliche Kenntnisse für Benzin- und Dieselwagen. Alter nicht unter 28 Jahren. Dauerstelle. Ohne gute Zeugnisse und Referenzen Anmeldung unnütz. Offerten unter Chiffre 9360 an die Automobil-Revue. Bern. TEILHABER gesucht in gut eingerichtete Autoreparatur-Werkstatt, Garage, Benzinstatioa im Kt. St. Gallen, gute Verkehrslage und Kundschaft, (50) 9361 für den Zweig Autoverkauf Offerten unter Chiffre Z 6632 an die Automobil-Revue. Bureau Zürich. No 50

„Automobil-Revue" — Hr. SO BERN, Dienstag, 20. Juni 1939 Für und Wider einer Sanierung Es wäre sicher verfehlt, anzunehmen, dass die Sanierung des Marktes ein in sich geschlossenes Problem darstellt, das unabhängig von allerlei Bindungen gelöst werden könnte. Wenn trotz allen Bemühungen bis heute noch kein nennenswerter Fortschritt erzielt worden ist, so sind daran nicht in letzter Linie eine Anzahl Faktoren schuld, deren weitgehender Einfluss auf den Neuwagenhandel erst bei näherem Zusehen festgestellt werden kann. Damit ist aber auch gleich von Anfang an erwiesen, dass eine blosse Normalisierung der Verhältnisse auf behördlicher oder kooperativer Basis kaum zum Ziele führen dürfte. Eine solche Regelung darf — darüber brauchen wir wohl kaum viele Worte zu verlieren — auf keinen Fall das Spiel der Kräfte unterbinden, indem sie den Handel in einen starren Mechanismus zwingen würde, der eine mehr oder weniger automatische Abwicklung des Verkaufsgeschäftes nach sich zöge. Solche Regelungen sind unnatürlich und fallen gewöhnlich nach kürzerer oder längerer Frist in sich selbst zusammen, auch dann, wenn die Aussichten anfangs sehr ermu- 3. Die Sorge um die Zufuhr von zusätzlicher Arbeit an die Garage und Reparaturwerkstatt. 4. Das Bewusstsein, dass die Organisation Geld verschlingt, ohne Rücksieht darauf, ob sie beschäftigt ist oder nicht. 5. Die Furcht, wegen zu niedrigen Verkaufszahlen eine offizielle Vertretung zu verlieren, um derentwillen grössere Investitionen gemacht worden sind. Wenn sich auch dieser oder jener Punkt durch bindende formelle Abmachungen scheinbar ordnen Hesse, so "wäre damit das Uebel doch noch nicht mitsamt der Wurzel ausgerottet. Gesetze, Verordnungen, Regelungen und Abmachungen haben nur dann einen Sinn, wenn der Wille vorhanden ist, sie nicht nur formell einzuhalten, sondern auch ihrem Sinn und Geist Nachachtung zu verschaffen. Wo dieses Wollen aber nicht vorhanden ist, da findet der gerissene Aussenseiter immer wieder einen Ausweg, der zwar hintenherum, aber doch zum Ziel führt, ohne dass es deswegen möglich wäre, eine Verletzung der eingegangenen Verpflichtungen nachzuweisen. Die Äutomobil-Revue schlagt vor: Schaffung einer Garantie für gebrauchte Wagen auf freiwilliger Basis und Zuerkennung des Benützungsrechts, nur sofern der betr. Händler die übrigen für den Neuwagenhandel aufgestellten Bedingungen zu erfüllen gesinnt ist. tigend waren. Dort, wo sie trotz allem Bestand haben, verdanken sie diese Tatsache vielfach nicht der eigenen Leistung, sondern dem seltenen Fall, dass nicht der Käufer, sondern der Verkäufer den Markt beherrscht. Meist liegen dann die Verhältnisse so, dass der Käufer froh ist, den Wagen überhaupt zu erhalten, weil die Kundschaft «am Ausgang der Montagehalle Schlange steht >. In der Schweiz kannte man diese Verhältnisse z. B. anfangs der Zwanzigerjahre, als der Hunger des Publikums nach Automobilen bedeutend grösser war denn die Produktionsfähigkeit der Industrie. — Dass unter diesen Umständen keine allgemeine Regelung notwendig ist, um dem Händler die gesamte Marge zu sichern, liegt auf der Hand. Ebenfalls aus den gleichen Ueberlegungen heraus kann das Beispiel Deutschland für uns Schweizer nicht als massgebender Vergleich gelten. Bestände im Reich draussen gegenwärtig ein Ueberangebot an neuen Wagen, so wäre es ohne jeglichen Zweifel viel schwieriger, die strikte Durchführung der Marktordnung zu erreichen. So wie die Dinge heute liegen, ist seitens des Händlers kein grosses fachliches Können notwendig, um sich den Verdienst in vollem Umfang zu sichern. Die Ursachen für die gegenwärtige Situation im Automobilhandel lassen sich kurz wie folgt zusammenfassen: 1. Die Umsatzverpflichtungen des Händlers, durch die er besonders gegen Ende der Saison unter Druck gesetzt wird, falls die Verkaufsziffern nicht die vorgesehene Höhe erreichen. 2. Der Eintausch alter Wagen, meist unter Anrechnung eines exorbitanten Preises, und die Ueberfüllung der Lager mit solchen Occasionen. Wir wollen damit keineswegs sagen, dass eine strikte Abmachung von vorneherein nutzlos sei, sondern einfach, dass sie allein nicht imstande ist, eine Besserung der Verhältnisse herbeizuführen. Um das gesetzte Ziel zu erreichen, muss sie sich nicht nur auf das Formelle beziehen, sondern gleichzeitig auch eine Umstellung geistiger Art anstreben oder, mit andern Worten, gleichzeitig auch die psychologischen Faktoren berücksichtigen. Sind die weiter oben angeführten Ursachen der gegenwärtigen Lage nicht schon an sich genügend Hinweis in dieser Richtung? Ist die Sorge um den Absatz nicht ebensosehr ein Problem der geistigen Einstellung wie der formellen Abmachung! Ist die Ueberfüllung der Lager mit gebrauchten Wagen nicht eher eine Frage der Verkaufskunst denn eine solche der Eintauschtaktik? Hat der Käufer über den Händler nicht vielfach nur deswegen eine beinahe despotische Macht, weil der letztere sich selbst als Bittenden und Empfangenden betrachtet, statt als vollwertigen Handelspartner in einer geschäftlichen Transaktion, die nicht nur ihm, sondern in ebenso starkem Masse auch dem Käufer zum Vorteil gereicht? Diese Umstände müssen bei einer Regelung unbedingt berücksichtigt werden. Das Vorhandensein fachlichen Könnens seitens des Verkäufers muss vorausgesetzt werden, auch auf die Gefahr hin, dass dieser oder jener Händler, der den Aufgaben der Gegenwart nicht mehr gewachsen ist, nach und nach auf ein Seitengeleise gerät. Auf keinen Fall kann der Zweck irgendeiner Abmachung darin bestehen, der Branche den angemessenen Verdienst unter allen Umständen zu sichern, sondern einzig und allein, jene Geschäfte zu verunmöglichen oder dann wenigstens zu erschweren, die nur um des Umsatzes und nicht um des Verdienstes willen durchgedrückt werden. Was heute mangelt, sind zwei Dinge: Die Verkaufskunst seitens eines Teiles des Handels und das Vertrauen des Publikums. Auf den ersten Punkt ist an dieser Stelle schon so oft hingewiesen worden, dass sich weitere Erörterungen wohl erübrigen. Zum zweiten ist zu sagen, dass der Handel, und zwar in erster Linie derjenige in gebrauchten Wagen, in mancher Hinsicht einen Ruf geniesst, der weit unter jenem Niveau steht, auf welchem sich das Zutrauen des Publikums erst entwickeln kann. Wenn es möglich wäre, in der formellen Regelung gewisse zwingende Massnahmen einzuschlagen, die auf die Wiedergewinnung des verlorengegangenen Vertrauens hinzielen, dann wäre damit auch gleichzeitig ein Fortschritt in der Dienstleistung am Publikum erzielt und die Vorbedingungen für eine Verbesserung der Verdienstmarge geschaffen. Die Möglichkeit besteht. * Die Preisdrückerei im Occasionshandel rührt vornehmlich davon her, dass sich der Käufer durch einen möglichst niedrigen Preis gegen allfällige unvorhergesehene Mängel des Wagens zu schützen versucht. Ruf und Vertrauen sind hier noch viel wichtiger als im Neuwagenhandel. Eine Besserung der Verhältnisse liesse sich nun auf jeden Fall erzielen, indem dem misstrauischen Käufer eine Garantie gegeben wird, die ihm über den Zustand der wichtigsten Teile des Wagens Gewähr verschafft. Eine solche Garantie bildet aber nicht nur für den Käufer einen besonderen Anreiz, sondern auch ebensosehr für den Verkäufer, weil sie den Absatz weitgehend erleichtert und ihm dank der Erzielung besserer Preise die Möglichkeit gibt, der Werkstatt zusätzliche Arbeit zuzuführen. Die NWH-Garantie käme dadurch einer Verpflichtung gleich, im Handel weitgehend faire Grundsätze zu beächten. Moralisch zweifelhafte Kreaturen, die den Willen zu dieser Fairness nicht aufbringen können, würden entweder gezwungen, ausserhalb der Vereinbarung zu bleiben und dadurch auch auf eine bedeutende Verkaufserleichterung zu verzichten, oder ihre Methoden zu ändern. Es versteht sich von selbst, dass, wenn der Begriff der NWH-Garantie sich beim Publikum einmal durchgesetzt hat, der Occasionskäufer sich ihrer gerne bedienen wird. Wir sind nicht so naiv, zu glauben, dass damit alle Streitigkeiten und Meinungsdifferenzen aus der Welt geschafft werden. Wir glauben aber, dass diese Massnahme, im Verein mit denjenigen, die wir bereits in Nr. 17 vorgeschlagen haben, auf alle Fälle einen Fortschritt darstellen Nicht wahr, Ihre Berufsehre würde Ihnen auf keinen Fall erlauben, Ihren eigenen Wagen weniger gut zu pflegen, als es der besorgteste unter Ihren Kunden für sein Fahrzeug wünscht und erwartet! Ganz unabhängig von der äusseren Reinigung entlasten Sie ihn von den Oelrückständen, vom Kalk, vom Russ und vom Staub und natürlich apuch vom Sand und Schmutz im Benzintank. Wenn alle diese Fremdkörper im Augenblick auch keine eigentliche Panne verursachen, so wissen Sie als « alter Hase aus dem Fach » doch, dass sie früher oder später einen in seinem Ausmass unberechenbaren Schaden im Gefolge haben müssen. Viel näher als der Mechanismus des Wagens steht Ihnen aber sicher derjenige Ihres Körpers. Auch er sammelt Schlakken an, die ihm auf die Dauer schädlich sind und ihn verhindern, «beim ersten Druck auf den Startknopf anzuspringen und das Maximum seiner Kompression in Leistung umzusetzen». Auch er sollte periodisch entlastet werden von den Ablagerungen, die sich aus den «Sonnseiten des Daseins » und aus den Folgen unserer einseitigen Lebensweise ergeben. Wir wollen keineswegs der Enthaltsamkeit in jeder Richtung das Wort reden. Ein normaler Motor ist derart gebaut, dass er hie und da auch eine forcierte Beanspruchung ohne weiteres zu ertragen vermag. Wir plädieren auch keineswegs für diese oder jene der zahlreichen Gesundheitsmethoden, die fast alle zum Ziele führen, falls sie überhaupt in die Tat umgesetzt werden. Wir möchten Sie bloss auf die Parallele aufmerksam machen, die zwischen der Funktion Ihres Motors und derjenigen Ihres Körpers besteht, und darauf, dass es Ihnen beide danken, wenn sie immer tipptopp instand gehalten werden. 0 würden. Sie haben die grossen Vorteile, dass sie es jedem einzelnen überlassen, mitzumachen oder nicht, ihm bejahendenfalls unbedingt nützliche Dienste leisten würden und der Organisation gleichzeitig die Mittel in die Hände gäben, um den Regeln der fairen Geschäftsweise Nach- Gewiss, schon heute werden vielfach gebrauchte Wagen mit Garantie verkauft; aber auch diese hat sieh mangels festgelegter Normalien schon hie und da als leere Phrase erwiesen, weil sie durch keine spezifischen Vorschriften in ihrem Umfang und Geltungsbereich umschrieben worden war. Ist damit der nächste notwendige Schritt nicht schon zwangsläufig vorgezeichnet? Und zwar: Die an der Sanierung des Neuwagenhandels interessierten Kreise schliessen sich zu einer Gemeinschaft zusammen (wir wollen sie zum Zweck der Erörterung des Prinzips mit dem neutralen Namen «Neuwagenhändler » oder abgekürtz NWH bezeichnen) zwecks Festlegung von Normalien für die Gebrauchtwagengarantie, die nach ihrer Bereinigung unter der Standardbezeichnung NWH-Garantie zu einem stehenden Begriff wird. Sämtliche Streitfälle, die sich möglicherweise aus einer solchen Garantie ergeben, müssten durch ein aus den Reihen der NWH-Mitglieder gebildetes Schiedsgericht geregelt werden. Die Be-achtunnützung der NWH-Garantie und dadurch zu verschaffen. automatisch auch die Anrufung des NWH-Schiedsgerichts stünde nur solchen Automobilhändlern zu, die sich durch Unterschrift zur Einhaltung der durch den NWH gestellten Bedingungen für den Eintausch alter Wagen verpflichten und die bereit sind, bei Eingang einer Klage die gesamten Akten über den betr. Streitfall dem Schiedsgericht zur Beurteilung zu unterbreiten. Gesundheit Was aber in der Frage am wichtigsten ist: Der Plan Hesse sich durchführen, auch wenn sich nicht alle Händler zum Mitmachen entschliessen könnten. Die bisherigen Anstrengungen sind bekanntlich immer daran gescheitert, dass sich einige Firmen abseits hielten, wodurch die Gefahr bestand, dass sie aus den eingegangenen Bindungen ihrer Konkurrenten den grössten Nutzen ziehen konnten. Diese Gefahr bestände nun nicht mehr. :—: Wie's andere treiben Die Amerikaner sind uns, den Bewohnern der alten Welt, in einem ganz bestimmt üben In der Ausstattung ihrer Kataloge und Prospekte, wenigstens soweit sie die Gross-Serienklasse betreffen. Wir brauchen uns darüber allerdings in keiner Weise zu wundern, wenn wir vernehmen, welche finanzielle Mittel sie für die Herstellung ihres Prospektmaterials aufwenden können. Anlässlich der Einführung eines neuen Modells gab der Verkaufsdirektor bekannt, dass für die Einführungspropaganda 1 250000 $ zur Verfügung ständen, wovon 100000 $ für Drucksachen be- stimmt waren....