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E_1939_Zeitung_Nr.051

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»i Aulomobn-Revue —

»i Aulomobn-Revue — N° 51 Kosmetisches Turnen Die Taille. Sie ist Im Sommer von grosser Wichtigkeit. Sie zeigt sich bei manchen Badekostümen ganz unverhüllt und soll bei den glockigen Kleidern besonders dünn wirken. Sie ist im Augenblick das Wichtigste für die «weibliche Linie* I 1. Aus dem Stand mit leicht gegrätschten Beinen und gehobenen Armen beugt man sich seitwärts, abwechselnd nach links und nach rechts. Dabei muss der ganze Körper immer in Frontalstellung bleiben. Je exakter seitwärts die Uebung gemacht wird, desto wirksamer ist sie. Man muss ein angenehmes Ziehen in der Taille, über den Rippen und an der Innenseite der Oberschenkel spüren. 15mal. 2. Kombiniert mit Gleichgewichtsübung: Das rechte Knie und der linke, seitlich ausgestreckte Fuss sind am Boden aufgestützt. Mit erhobenen Armen lässt man den Körper nach links fallen (ausatmen) und geht wieder in die.Grundstellung zurück (einatmen), pendeln nach, rechts und versucht, die Fußspitze gleichzeitig leicht vom Boden abzuheben. Rückkehr in die Grundstellung. lOmal und dann Fusswechsel. 3. Im Langsitz mit zirka 60 cm Entfernung von der Wand: Der Oberkörper schwingt mit seitlich in Schülterhöhe gehobenen Armen nach rechts. und die rechte Hand berührt die Wand so weit links, als möglich. Die gleiche Bewegung nach links und wieder nach rechts. Die geschlossenen Beine und die Hüften dürfen sich nicht bewegen) 20mal. 4. Vorbeugen im Langsitz, bis die Stirne die durchgestreckten Knie berührt. Eine Hand greift nach vorne zu den Zehenspitzen, die andere schwingt nach rückwärts abwechselnd lOmal. Ist man sehr biegsam, dann werden die flach am Boden liegenden Beine gegrätscht, und man versucht, mit der Nasenspitze den Boden zu berühren. Die Arme sind symmetrisch über den Kopf ehoben, und bei jedem Vorbeugen rutschen die Eeine rückwärts welter auseinander. 5. «Blumenpflücken» macht die Taille dünn, die Beinmuskeln stark und wirkt energiebfingend. Rechtes Knie auf dem Boden, rechte Hand greift nach vorne und pflückt eine eingebildete 1 Blume. Ohne Hilfe der Hände erheben und eine andere «Blume» auf der linken Seite mit der linken Hand pflücken, während das'l. Knie aufgestützt'wirä. V 6mäl. ' - ->>•• -••: '"« Alter Ford Rrrh a-a-a-a rrrh — und weg ist er, um die ecke dort fort. wer? Ein alter ford. An bord hatte er zwei Damen, sie kamen alle drei, die Damen und der Ford dabei, die Bahnhofstrasse angefahren. Du Geräusch, das sie gebaren drang durch mark und bein ein. erstaunlich war nur, dass mit jungen hübschen damen dieser lottcrkastcn fuhr. doch so war es amen. alwien Unsere Leser steigen ins Examen Was war nun die Ursache, dass viele, ja unerhört viele unserer Leser das in unserer letzten Nummer arrangierte Examen— geschwänzt haben? Liegt das an den Schwierigkeiten, die Fragen zu beantworten, oder ist man als Erwachsener wenig geneigt, sein Wissen in der grossen Oeffentlicnkeit zur Schau zu stellen? Wir sind enttäuscht, tief enttäuscht über euch, liebe Leser! Bilden wir nicht alle zusammen eine Lesergemeinde, wobei jeder in solchen Dingen einfach mitzumachen hat? Sollten Sie bei der einen oder anderen Frage nicht ganz sicher gewesen sein, was hätte das geschadet? Sie würden eine etwas kleinere Punktzahl erhalten haben, dürften aber über die richtigen Antworten immer noch stolz gewesen sein. Und für diejenigen, die besonders hohe Punktzahlen erreichen, steht vielleicht für später eine Prämiierung in Aussicht. Also bitte, die letzte Nummer zur Hand genommen, den Bleistift gezückt und die Fragen mit bestem Wissen beantwortet. Und lasst die Redaktion überdies noch mit ein paar Zeilen eure Meinung darüber wissen, ob solche Examina in Zukunft erwünscht sind und Spass machen. Die richtige Lösung der Aufgabe werden wir in der nächsten Nummer bekanntgeben. Zum Schluss die Bekanntgabe unserer Musterschülerin Frl. E. Winteler, Glarus, die das Examen durch die richtige Beantwortung aller Fragen und durch die Gewinnung der ausgeschriebenen 100 Punkte glänzend bestanden hat. Wenn Dichter grob werden G. K. Chestertons Leibesfülle ist beinahe so be rühmt wie G. B. Shaws Magerkeit. Kein Wunder, dass die beiden in der Unterhaltung oft genug ins Sticheln gerieten. «Wenn ich so dick wäre wie Sie», sagte Shaw einmal, «würde ich keinen Augenblick zögern mich aufzuhängen.» «Darüber Hesse sich reden», entgegnete Chesterton. «Wenn ich mich wirklich dazu entschliessen sollte, so würde, ich mir erlauben, Sie als Strick zu benutzen.» * * Ein gerade sehr beliebter Tagesschriftsteller sass in einer Gesellschaft neben RenÜ Schickele und hörte nicht auf, ihn Über seinen letzten Roman mit Lobhudeleien förmlich zu überschütten. Schickele hörte sich das einige Zeit schweigend an. «Wissen Sie», sagte er schliesslich, «eigentlich sind Sie'zu beneiden.» «Ich?» fragte erstaunt der andere. «Und warum das?» «Na, Sie dürfen über meinen Roman sagen, was Sie Wollen, aber ich muss anstandshalber den Mund halten.» In den englischen Zeitungen hatte irgendjemand eine Notiz verbreitet, in der ausgerechnet worden war, dass Rudyard Kipling für jedes Wort, das er bis dahin geschrieben hatte, sechs Shilling Honorar verdient hätte. Ein paar Tage später erhielt Kipling einen Brief von einem Autographensanunler, der ihn um zwei Worte bat und, zum Ausgleich, einen Scheck über zwölf Shillinge beifügte. Als Antwort erhielt der Mann einen weissen Briefbogen, auf dem mit Schreibmaschine stand «Thank you» (Danke sehr!). * • * Joachim Ringelnatz ging mit einem sehr neureichen Bekannten unter den Linden spazieren. Vor einem Juwelierladen blieb der Bekannte stehen: «Schaunse sich mal die Armbänder da an - die wünscht sich meine Frau. Soll ich sie ihr kaufen?» «JCaufensese!» riet Ringelnatz. «Die sind so schön breit - da sieht man dann weniger von Ihrer Frau Gemahlin.» * # * E. G. Kolbenheyer hatte sich von einem Freund überreden lassen, an einer Gesellschaft teilzunehmen, vor der ihm im Grunde seines Herzens grauste. Im Laufe des Abends fand der Freund Gelegenheit, Kolbenheyer einen Moment alleine zu sprechen. «Ich bin froh», sagte er, «dass es Ihnen anscheinend doch besser hier gefällt, als Sie gefürchtet hatten.» «Wie kommen Sie denn auf die Idee?» fragte der Dichter. «Nun, Sie reden ja den ganzen Abend wie ein Wasserfall. Dabei hatte ich gedacht, die Leute wären Ihnen unsympathisch.» «Sind sie ja auch», entgegnete Kolbenheyer. «Ich rede ja nur so viel, damit ich sie nicht zu hören brauche.» LA-Streiflichter Man.sagte mir, es gingen nur Herren in das Modetheater der LA — von wegen der 12 Meitschi, auf die uns so viele Zeitungsreportagen freundlichst aufmerksam gemacht haben. Das stimmt aber nicht. Die Frauen sind sogar ifi der Mehrzahl und klatschen noch begeisterter, weil ihre Gatten eben die Operngläser vor den Augen balancieren müssen. Natürlich aus Ihteresse an den neuesten Modeschöpfungen. Es ist wirklich bezaubernd, was, da alles geboten wird, mit einem Witz übrigens, der beste Schweizer Schnitzelbank ist. Wenn zum Beispiel eine holde, Maid in den Armen ihres Anbeters mit Schallplattenpräzision den Werdegang der Kunstseide herunterplappert, so ist das zum Brüllen. Der Jüngling beachtet mehr ihre (natürlich von Kunstseide, umhüllten) schönen Beine; das Publikum ebenso. Dennoch bleibt im Ohr der Firmenname haften und ein nebuloser Begriff von Düsen, die irgend etwas spritzen, das dann zum herrlichsten Kunstseidenkleid wird. Reklamefachleute könnten von dieser graziösen Art der Werbung manches lernen. Hab' ich's schon gesagt: das Stück heisst «Der verlorene Faden>. Das ist ja die Tragik, dass gleich zu Beginn der rote Faden der Handlung verloren geht. Zwar wird er nachher von einem biederen Appenzeller gefunden, aber da Ist es schon zu spät, denn die «Hochzeit» rückt bereits heran und wirbt für die St. Galler Stickereien. Als verantwortungsbewusster Chronist mü'sste ich eigentlich sämtliche Bilder und Zwischenspiele anführen, von «Les Pöupees» bis zum Schluss.' Und bei jedem Bild wäre ein bisschen Lob einzuflechten, ganz nach Verdienst. Man entbinde mich dieser Arbeit. Ich hatte während der Aufführung anderes zu tun, als Notizen zu machen. Einiges ist mir aber doch in Aug' und Ohr geblieben. So zum Beispiel das Lied des Schuhputzers mit dem Endreim «alli —...» (den Namen der Schuhfirma habe ich vergessen). Oder der Walzer in Farben, ein traumhaftes Meer der Buntheit, nicht anders wie das Biedermeierbild «Les violettes de l'lmpe>atrice». «Mord im Fenster» ist nicht so erschröcklich, wie man dem Titel nach vermuten würde. Alle jene Herren aber, die Folies- Bergeres-Geschmack entwickeln, mögen sich «Ein kleines, süsses Wäschestück» ansehen. Sie werden ..., nun, ihren Eindruck mögen sie mir später schriftlich mitteilen. Meine Adresse ist ja glücklicherweise der Redaktion unbekannt. Aber lassen wir das. Sprechen wir lieber noch einmal vom Modetheater, das drei Beiwörter verdient: witzig, geschmackvoll, originell. Fachleuten sei noch mitgeteilt, dass die Mädchen wirklich so hübsch sind, wie es sich für eine Revue geziemt. H.G. ßlERLIHANS' ERLEBNISSE A1IT DEM'WELTMEISTEfr Als Botsam für G«müt und Herz, ein Bier «et» eonfro Seelensdwnert I

N° 51 — Automobil-Revue \Sil Erstere Frage dürfen wir von vornherein nicht verneinen, da es eine bekannte Tatsache ist, dass im Irrtum auch ein Körnchen Wahrheit vorhanden sein kann. Was die zweite Frage anbetrifft, so glauben wir, dieselbe mit einem entschiedenen. «Nein» beantworten zu dürfen. Eine Kunst, die fast ausschliesslich an das logische Moment im Menschen appelliert, darf sicherlich als steril bezeichnet werden. Was einem Kunstwerk seinen innern Wert, seine Grosse verleiht, sind nicht abstrakte Selbstverständlichkeit und ruhige Gelassenheit, die man an den Schöpfungen von einst bewundert.» Der Bruch mit der Tradition in der «modernen» Kunst wirkt sich heute schon sehr nachteilig aus. Eine Pflanze, die aus dem nährenden Boden gerissen-wird, verdorrt bald. Wir bekennen uns zum Zweiklang «Tradition und Fortschritt»,* die eng miteinander verbunden sind und sich zu einer harmonischen Einheit ergänzen. Die wahre Kunst der Zukunft ist noch nicht geboren, doch erblickt der aufmerksame Kunstfreund schon hie und da die Morgenröte einer neuen Kunstepoche: unsere Zeit ringt noch um die Abb. 2. R. Delaunay: Der Eifelturm. men nicht oder nur wenig befasst hat, einen bescheidenen Einblick in die Welt der «modernen» Kunst verschafft zu haben, wodurch ihm gleichzeitig vielleicht eine eigene Bewertung des heutigen Kunstgeschehens ermöglicht wird. Zum Schluss wollen wir, auf das Gesagte rasch zurückblickend, uns die etwas heikle Frage stellen ob diese Kunsteinstellung befruchtend auf die Kuns* im allgemeinen wirken wird und ob diese überhaupt eine Zukunft hat. Abb. 4. Paul Klee: Wandbild aus dem Tempel der Sehnsucht. 1922. Abb. 6. Gleizee: Drei sitzende Frauen. Abb. 7. Picasso: Büste. Gestaltung derselben. Niemand wird uns die Hoffnung rauben können, dass früher oder später der moderne Mensch doch wieder den Weg zu einer gesunden und auch volksverbundenen Kunst zurückfinden wird. «Wenn sich der Most auch ganz absurd gebärdet, Es gibt zuletzt doch noch n'en Wein.» Die Abb. 2 ist dem Buch von Kreitmaier «Von Kunst und Künstlern» entnommen. Abb. 3, 4 und 5 stammen aus dem Buch von Willrich «Säuberung des Kunsttempels». Abb. 6 ist dem «Grossen Herder» entnommen. Abb. 3. Küthe: Der Redner. Ideen, wie sie bei gewissen exakten Naturwissenschaften grundlegend sind, sondern vor allem sein Empfindungsgehalt. Neuheiten verblüffen meistens. Dieses Kriterium kann aber niemals von entscheidender Bedeutung sein. Selbst ein entschiedener Verfechter der «modernen» Malerei gestand in einer stillen Stunde: «... Neue: Noten müssen ä tout prix ertönen; neue Schauer sollen ä tout prix die Nerven kitzeln. Deshalb hat die Kunst von heute nicht mehr jene Die religiös bürgerliche Zeremonie in der «Vidna, ViAna» Am 18. Mai fand in Bari die religös-bürgerliche Zeremonie der «Vidua, Vidua» statt, eine festliche Meeressegnung, die man jedes Jahr am Himmelfahrtstage vornimmt. ' Sie spielte sich am Ankerplatz von Bari ab, an 'dem Punkte, wo sich im 15. Jahrhundert der Doge Orseolo mit seinen Kriegern aufhielt und wo er sich während der ausgelassenen Feste der Einwoh- 'ner' von Bari einschiffte, die von dem Alpdruck einer wütenden Plünderung und von der voraussichtlichen Zerstörung befreit worden waren. *"•' Der Ausruf «Vidua, Vidua» vergegenwärtigt lebhaft das Staunen und die ungeheure Freude der Einwohner von Bari, als sie in ihrem alten Hafen von neuem die Besieger der Türkenmacht einlaufen sähen. Da muss das Volk im Hafen zusammengelaufen sein, mit dem angstvollen Rufe: «Vide, Vide» (Seht, seht). Heute hat nun das Volk den Ritus mit diesem Namen getauft, in welchem sich das Staunen mit der Bewunderung, Dankbarkeit und Freude mischt. So wie in diesem entfernten Jahrhundert macht es nun die Menge von Bari jedes Jahr, indem sie das lateinische «Vide, Vide» dialektisch in «Vidua, Vidua» umgewandelt hat. Der Ritus wird von einem wahren, charakteristischen Volksfest begleitet, bei welchem Bjükone, Fenster, Geländer in allen Strassen und Strässchen der Stadt mit kostbaren Fahnen und Seidenteppichen geschmückt sind. Gegen zwölf Uhr tritt der Bischof mit grossem Pomp aus der Kathedrale und durch die Strassen der Stadt ziehend begibt er sich zum Hafen, wo die Venezianer nach dem Sieg gelandet sein sollen, indem der Doge, ganz in Eisen gekleidet, mit seinen sämtlichen Kapitänen und Galeerensklaven an diesem Punkte seinen Triumphzug in die Stadt begonnen haben soll, um den ersten Waffenstillstand zwischen Bari und Venedig zu schliessen. Wenn der Bischof am Ankerplatz angelangt ist, schreitet er auf einem Teppich bis zum Meeressaum. Dort schickt er sich zur feierlichen Segnung des Meeres an, das von einer Menge festlich hergerichteter Schiffe bevölkert ist. Alle Schiffe auf See hissen die Wimpel. Nach der Segnung weihräuchert der Bischof das Meer. Dann schiesst die Kanone drei traditionelle Schüsse auf einen Zielpunkt, eine alleinstehende Barke im Meere, als Sinnbild für das Brandfeuer, das von den Venezianern gegen die türkischen Galeeren geschleudert wurde. Ein Lorbeerkranz wird zur Erinnerung an die Seehelden versenkt. Höchste Eisenbahn! Ist es nicht soi Wenn jeweils dieses Inserat erscheint, dann gilt's, dann ist es höchste Eisenbahn, sein Seva-Los • noch besser seine|1O-Los-Serie.mit einem sicheren Treffer - zu kaufen. Und diesmal werden Sie um so lieber mitmachen, weil dieSeva ja ausser dem bekannten, prächtigen Trefferplan mit seinem Haupttreffer von|Fr. 100000.-1 als Extrazugabe 25 Jubiläumstreffer ä je Fr. 1000.- ausschütten wird. Verlassen Sie sich ja nicht darauf, dass in der letzten Woche noch Seva- Lose zu haben sein werden. Decken Sie sich HEUTE und nicht erst morgen ein. Lospreis Fr. 5.- (10-Los-Serie Fr. 50.-) pfus 40 Cts. für Porto auf Postcheck II110026 - Adresse: Seva - Lotterie, Genfergasse 15, Bern. (Bei Vorbestellung der Ziehungsliste 30 Cts. mehr.) Lose auch in bernischen Banken sowie Privatbahnstationen erhältlich. Die Gluckssträhne Eine weise Vorsehung sorgt für gerechten Ausgleich. Niemand kann alles miteinander haben. Die Zürcher haben gegenwärtig ihre «Landi» und wir freuen uns mit ihnen darüber. Die Bemer aber haben gegenwärtig etwas anderes, nämlich eine ganz ausgesprochene Glückssträhne. Ein Lotterie- Haupttreffer nach dem andern fällt gegenwärtig in bernische Hände; sogar der letzte Haupttreffer der Landesausstellungslotterie wanderte ins Beroerland. Die Berner verstehen es aber auch, ohne zu übertreiben, d. h. ohne zuviel zu wagen, die Gelegenheit zu erfassen und dem Glück das Türlein offen zu lassen. SEVA 10 ist eine Jubiläumslotterie, denn man darf schon festhalten, dass es auch eine Tat ist, zehn Grosslotterien durchzuführen und rund 6 Millionen Franken für Arbeitsbeschaffung und Gemeinnützigkeit bereit gestellt zu haben. Die SEVA benützt ihre Jubüäumstranche, um sich auch den Loskäufem gegenüber nicht durch Worte, sondern durch eine weitere Tat erkenntlich zu zeigen; sie hat nämlich beschlossen, über den prächtigen Trefferplan (52% Treffersumme) hinaus noch 25 Jubüaumstreffer ä Fr. 1000.- als Extrazugabe zu verteilen, d. h. am 7. Juli auszulosen. Die Glückssträhne der Berner wächst also noch stärker an und keiner wird verfehlen, sich rechtzeitig Lose zu verschaffen. Der nationale Concours hippique in Thun findet Samstag und Sonntag, den 1. und 2. Juli auf dem Areal der eidg. Pferde-Regieanstalt statt. Ein neues Plakat, aus der Hand des bekannten Kunstmalers Iwan Hugentobler in Zürich, wirbt in ausgezeichneter Weise für das traditionelle Reiterfest in Thurt. Das reichhaltige Programm weist drei Dressurprüfungen, vier Springkonkurrenzen und andere reitsportliche Vorführungen auf. Für angenehme Unterhaltung auf den Festplatz sorgt die Stadtmusik Thun. An interessanten Einlagen und Schaunummern sind vorgesehen: eine sogenannte Fahnen-Quadrille, geritten durch 24 Bereiter der eidg. Pferderegieanstalt, Vorführung von Dressur- und Schulpferden sowie verschiedener Pferdetypen unter dem Reiter und an der Hand. Die bekannte Springklasse der Anstalt wird nicht fehlen. Die zahlreich einlaufenden Anmeldungen und die altbewährte Fest-Organisation bieten volle Gewähr für eine erstklassige Sportveranstaltung. Kapitän Holders grosser Geburtstag «Der Spatz» erzählt in der Junmummer von einer originellen und rührenden Geburtstagsgratulation, über die sich die Jugend besonders freuen wird. Von all den vielen Geschichten sei noch ein Hochwasserdrama aus dem Tösstal erwähnt, betitelt: «Der junge Held», von J. C. Heer. Für die fleissigen Bastler gibt's diesmal eine kleine Ueberraschung durch die Anleitung zur Selbstherstellung eines zoologischen Gartens aus Papier. Interessant und kurzweilig zu lösen ist der neue Wettbewerb, das Punktproblem. «Der Spatz», die illustrierte Jugend-Zeitschrift kann vom Art. Institut Orell Füssli, Dietzingerstr. 3, Zürich zu Fr. 2.50 halbjährlich bezogen werden. Probenummern sind gratis erhältlich. Kommende Ereignisse (Aenderungen vorbehalten.) Arosa: 24.,'23. Juni: Teiuusklub: Ertiffnungstunuer. 27. Juni: Schach: Aroser Klub gegen Gäste. Ende Juni: Eröffnung der bewirteten Berghütten auf Weiss- -horn und Hömli. Baiel: 28. Juni: Kant. Einzelmeisterschaft für Leichtathletik auf der Old Boys-Matte. Bern: 24./2S. Juni: 600-Jahresfeier der Schlacht bei Laupen. Grosser historischer Umzug, Festspiel-Aufführungen usw. Bremgarten: 24./26. Juni, event. 7./9. Juli: Eidg. Pontonierwettfahren auf der Reuss. Davos: 24. Juni: Aufnahme des Sommerbetriebes der Davos- Pärsennbahn. Dornadt: 25. Juni: «Eurythmie». Engelberg: 28. Juni: I..Alpensch wimmfest. Genf: 25. Juni: Golf-Club: Coupe Plumon. 28. Juni: Segelregatta. La Belotte. 28. Juni: Internat. Ruderregatta. Grimftel: 25. Juni: Grimsel Skirennen anlasslich der LA. Xrazeni! 30.Juni-1 I.Juli: Internat. Schützenmatch (Weltmeisterschaften). Muten: 28. Juni: Historisches Murtenschiessen (1200 Schützen). Neuenburg: 25.Juni: I.Segelregatta. Oberentfelden: 28. Juni: Nordwestschweiz. Schwingfest. Bad Ragaz: 28. Juni: The Kuranstalten Challenge-Cup. Reinach: 25. Juni: Concours Hippique und Hennen. St. Moritz: 25. Juni: Beginn der Konzerte des St. Moritzer Kurorchesters. Vnlpera: Ende Juni: Schwimm-Konkurrenz, Flobert-Wettschiessen. Sion: 24./2S. Juni: Walliser Kant. Turnfest. Tlura: 24./2S. Juni: Concours Hippique und Pferderennen, Tevey: 25. Juni: Ruder- und Segelregatta. Yverdon: 28. Juni: Pferderennen und Concours Hippique. Zürich: 24. Juni: Boxveranstaltung Schweiz-Italien. 24. Juni: Dübendorf: Autavia. 25. Juni: Fussball-Repräsentativspiel Schweiz-Deutschland im Letzigrund. 2S. Juni: Nat. Leichtathletik-Meeting. 25. Juni/2. Juli: Internat. Segelregatta.