Aufrufe
vor 6 Monaten

E_1939_Zeitung_Nr.054

E_1939_Zeitung_Nr.054

6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAO, 4. JULI 1939 — N° 54 Abb. 5. Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit und damit gleichzeitig eine Reduktion des Lohnfaktors. Die Fortschritte, welche in der Erzeugung von Elektroden auch hinsichtlich ihrer Verschweissbarkeit (besonders bei Arbeiten in vertikaler Richtung und über Kopf) erzielt wurden, hat die Verwendung leichter, billiger Wechselstromtransforcnatoren ermöglicht, deren Preis nur mehr einen Bruchteil der grossen Gleichstromaggregate beträgt In jüngster Zeit ist auch die Herstellung von § 1. Die Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft in Bern (nachstehend kurz „ Gesellschaft" genannt) gewährt unter den nachstehenden Bedingungen den in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein wohnenden Abonnenten der Zeitung „Automohil-Revue" Bern (nachstehend kurz „Verlag" genannt) eine Auto-Insassen-Versicherung. Der Verlag stellt jedem Abonnenten, welcher sich für diese Versicherung angemeldet hat, eine Versicherungsbestätigung aus. Die Versicherung umfasst die Unfälle;, d. h. die durch plötzliche äussere Gewalt verursachten Körperbeschädigungen, von denen die Personen, •welche sich befugterweise in dem dem versicherten Abonnenten gehörenden Personenautomobil befinden, während der Fahrt infolge eines mit der Benützung des Fahrzeuges in ursächlichem Zusammenhang stehenden Umstandes oder beim Ein- und Aussteigen oder bei unterwegs vorzunehmenden Hantierungen am Fahrzeug (Reparaturen) unfreiwillig betroffen werden. Darunter fallen auch Ersticken oder Körperbeschädigungen infolge unfreiwilligen Einatmens plötzlich ausströmender Gase oder Dämpfe. -•• Voraussetzung für den Versicherungsanspruch ist, dass der Fahrzeuglenker sich im Besitze des amtlichen Führerausweises befindet, und dass für das verwendete Fahrzeug der amtliche Fahrzeug-Ausweis besteht. Nicht unter die Versicherung fallen: 1. Krankheiten und Krankheitszustände aller Art; Eingeweidebrüche (Hernien) aller Art und ihre Folgen; epileptische und Schlaganfälle und dadurch eintretende Verletzungen; die Folgen von Temperatureinflüssen, Erkältungen, Erfrieren, Sonnenstich, Hexenschuss (Lumbago) und Ischias, sowie alle Folgen blosser körperlicher Anstrengungen; endlich Verletzungen, die der Versicherte im Zustande der Geistesoder Bewusstseinsstörung (Delirium) oder der offenbaren Trunkenheit erleidet. — 2. Körperverletzungen, die der Versicherte bei Kriegsereignissen, bürgerlichen Unruhen, bei der Ausführung oder dem Versuch von Verbrechen oder Vergehen erleidet. — 3. Unfälle bei Teilnahme an Wett- und Preisfahrten, sowie Trainierungsfahrten auf der Rennstrecke. § 2. a) Die Versicherung gilt stets nur für den Lenker und die Insassen eines Personenwagens. Wird das Fahrzeug durch ein anderes ersetzt, so erstreckt sich die Versicherung ohne weiteres auf das neue Fahrzeug. Für Abonnenten, welche mehr als zwei Personenwagen besitzen, hat diese Versicherung keine Gültigkeit. Die Versicherung gilt auch nicht für Betriebe, welche Personen gewerbsmässig gegen Entgelt befördern, für Fahrten mit Taxametern, Cars Alpins oder für solche, welche dem regelmässigen Personentransport gegen Entgelt dienen, ebenso nicht für Strolchenfahrten. b) Als nicht versichert gelten ferner mit schweren Gebrechen behaftete Personen, nämlich Blinde, Taube, hochgradig in der Sehkraft geschwächte oder stark schwerhörige Personen. Epileptische, ganz oder teilweise Gelähmte, Geisteskranke und schon einmal vom Schlagfluss betroffene Personen. § 3. Die Versicherung gilt in ganz Europa, mit Ausnahme von Sowjetrussland (U. S. S. R.) und den Balkanstaaten (Albanien, Bulgarien, Griechenland,. Jugoslawien, Rumänien und Türkei). § 4. Voraussetzung für die Gültigkeit der Versicherung ist, dass der Abonnent den Abonnementsbetrag (einschliesslich Versicherungsbeitrag) für denjenigen Zeitraum, in.dem sich der Unfall ereignete, und zwar vor dessen Eintritt, entrichtet hat, vorbehaltlich der Bestimmungen unter a) und b) a) Die Versicherung beginnt nach zweiwöchigem, ununterbrochenem- Bestand des Abonnementes. Als Beginn des Abonnementes gilt der Zeitpunkt der Einlösung der ersten Abonnementsquittung des Verlages. b) Die Versicherung endigt mit der Abbestellung oder dem Unterbruch des Abonnements. Wird eine Nachnahme nicht eingelöst, so gilt das Abonnement als unterbrochen vom Moment der Nichteinlösung an, frühestens aber vom Ablauf der Zeit an, für die das Abonnement bezahlt war. Das Abonnement bzw. die Versicherung beginnt in diesen Fällen erst wieder 8 Tage nachdem sämtliche rückständigen Beträge bezahlt worden sind. Wird ausnahmsweise aus Gründen, die lediglich beim Verlag liegen, der Abonnementsbetrag vom Abonnenten verspätet er- Elektroden für nicht eisenhaltige Legierungen (Bronze, Leichtmetall) aus dem Versuchsstadwm herausgetreten. Ersatzteilpreisen .liegenden Kosten wieder gebrauchsfähig zu machen. Dabei kann der in dieser Weise regenerierte Teil hinsichtlich seiner Qualitäten dem neuen wesentlich überlegen sein, da die Schweissteehnik heute über Mittel verfügt, durch die im Wege der Lichtbogenschweissung die härtesten derzeit überhaupt erzielbaren Oberflächen hergestellt werden können. Die Vielzahl der Anwendungsgebiet© der Lichtbogenschweissunig geht beispielsweise aus der Tatsache hervor, dass so heterogene Objekte wie der Auto- Union-Rennwagen, die riesige Eisenbahn« brücke Rügendamm und die sogar von südamerikanischen Bahnen eingeführten Diesel- Triebwagen der Ganz-Danubius-Werke unter I« AUTOMOBIL. Umhabe C> hoben, so haftet die Gesellschaft gleichwohl für allfällige, in der Zwischenzeit eintretende Unfälle. c) Fällt der Vertrag zwischen dem Verlag und der Gesellschaft aus irgendwelchen Gründen dahin, so ist der Verlag verpflichtet, die Aufhebung des Vertrages in drei aufeinanderfolgenden Nummern der Zeitung an augenfälliger Stelle bekanntzugeben, unter genauer: Angabe des Ablaufes des Vertrages. Wird diese Veröffentlichung durch den Verlag nicht vorgenommen, so ist die Gesellschaft berechtigt, diese mit gleicher Wirkung gegenüber den Abonnenten im Schweizerischen Handelsamtsblatt vorzunehmen. Die Versicherung erlischt in diesem Fall (unter Vorbehalt der Bestimmungen betreffend Unterbruch der Versicherung infolge nicht rechtzeitiger Bezahlung tsezamung des Abonnements- inkl. Versicherungsbeitrag laut vorstehendem Absatz b) mit Ablauf d Zeitraumes, für den der Abonnements- inkl. Versicherungsbeitrag entweder schon bezahlt wurde oder gemäss Bestellschein noch entrichtet "werden muss, soweit es sich nicht etwa um erst nach Ablauf der Kündigungsfrist herausgegebene Abonnements 'handelt, für welche die für welche die Gesellschaft Gesellschaft nicht nicht ftsftet haftet !1 _ - _^ Die Gesellschaft kann die noch ausstehenden Versicherungsbeiträge für die Zeit vom Dahinfallen des Vertrages an bis zum Erlöschen der einzelnen Versicherungen direkt einziehen. Es steht aber den Abonnenten frei, durch einfache 1 Nichtzahlung eines solchen Beitrages die Versicherung mit sofortiger Wirkung zur Aufhebung zu bringen. d) Werden die allgemeinen Versicherungs-Bedingungen geändert, so ist der Verlag verpflichtet, die Aenderungen mit ihrem genauen Wortlaut in einer Nummer der Zeitung an augenfälligerstelle zu veröffentlichen. Die zu Ungunsten des Abonnenten bzw. Versicherten abgeänderten und veröffentlichten Versicherungs-Bedingungen werden für diesen erst nach Ablauf des Zeitraumes verbindlich, für den er den Abonnementsinkl. Versicherungsbeitrag entweder schon bezahlt hat oder gemäss Bestellschein noch entrichten muss. e) Der Abonnent ist verpflichtet, allfällige Adressänderungen dem Verlag unverzüglich anzuzeigen. § 5. Die Versicherungssummen betragen pro Person: Fr. 5000.— im Todesfall für Erwachsene; für Kinder unter 5 Jahren werden die effektiven Beerdigungskosten, im Maximum ; Fr. 1000.—, vergütet. Bis Fr. 5000.— im Invaliditätsfall für Erwachsene und Kinder. Für ein und dasselbe Unfallereignis desgleichen Fahrzeuges werden höchstens Fr. 20,000.— vergütet; übersteigen die bedingungsgemässen Ansprüche diesen Betrag, dann werden alle Entschädigungen verhältnismässig gekürzt. § 6. I. Die Todesfallentschädigung wird geschuldet, wenn der Unfall sofort oder binnen Jahresfrist vom Unfalltage an den Tod des Versicherten herbeigeführt hat. Bezugsberechtigt ist in erster Linie der überlebende Ehegatte. Hinterlässt der Verunfallte keinen Ehegatten, so fällt die Todesfallentschädigung seinen Kindern und beim Fehlen solcher seinen Eltern, und falls auch solche nicht vorhanden sind, seinen Geschwistern zu, unter Ausschluss aller anderen Hinterbliebenen. Wer den Tod des Versicherten durch ein Verbrechen oder Vergehen herbeigeführt hat, verwirkt zugunsten der andern Bezugsberechtigten seinen Anspruch. II. Die Invaüditätsentsehädigung wird geschuldet und« dem Versicherten selbst ausbezahlt, wenn infolge des Unfalles sofort oder binnen Jahresfrist vom Unfalltage an die Arbeitsunfähigkeit des Versicherten bleibend völlig aufgehoben oder bleibend beeinträchtigt wird; Bei Ganzinvalidität besteht die Entschädigung in der vollen Versicherungssumme und bei Teilinvälidität in einem nach dem Grade der Invalidität abgestuften Teil davon. Die Zahlung der Invaliditätsentschädigung erfolgt, sobald die bleibende Invalidität und deren Grad endgültig festgestellt sind. Kann binnen Jahresfrist vom Unfalltage an noch nicht sicher festgestellt werden, ob und in welchem Masse eine bleibende Invalidität zurückbleiben wird, so kann die endgültige Feststellung bis auf höchstens ein Jahr vom Abschluss des Heilverfahrens an verschoben werden. a) Als Fälle von Ganzhnraliditit gelten ausschliesslich: Verlust beider Augen oder voll- Verwendung umhüllter Elektroden entstanden sind- Die durch die Elektroschweissung neben bedeutenden Qualitätsvorteilen erzielten Ersparnisse an Material im Vergleich zur Nietung einerseits und Guss anderseits ist aus den Abb. 5 u. 6 klar ersichtlich. Von den dadurch ermöglichten Einsparungen an Löhnen dagegen liefert die nachfolgende Qegenttberstelihing ein anschauliches Bild : Vorgänge beim Nieten: 1. Anzeichnen (nicht nur. der Profile, »ondern jeder einzelnen Niete); 2. Bohren der Heftlöcher. - Abb. 6. ständige Aufhebung ihrer Sehkraft, der Verlust oder die vollständige unheilbare Gebrauchsunfähigkeit beider Arme oder Hände; beider Beine oder Füsse, eines Armes oder einer Hand und zugleich eines Beines oder Fusses, unheilbare Geistesstörung, die jede Erwerbstätigkeit ausschliefst. b) Für lebenslängliche Teilinvalidität wird die Höhe der Entschädigung in Prozenten von Fr. 5000.— bestimmt, „ nach der dauernden Beeinträchtigung, welche die Arbeitsfähigkeit des Versicherten ohne Rücksicht auf dessen spezielle Berufsverhältnisse erfahren hat. Massgebend sind die Schätzungen der patentierten Aerzte, eventuell von Spezialärzten. Bei gänzlichem Verlust oder gänzlicher unheilbarer Gebrauchsuhfähigkeit nachbezeichneter "Körperteile gelten- folgende Invaliditätssätze: ..,:• .. '- Für den rechten Arm oder Hand. . . . . . . . . . 60% - Fr. 3000 Für den linken Arm o. Hand 50% = _. 2500 Für ein Bein im Hüftgelenk 60% 3000 Für ein Bein im Oberschenkel 50% 2500 Für ein Bein- im Unterschen- Für ein Auge- .< . . . .. . . 25% — "Für.das Gehör, einseitig . .10% = •Fuldas Gehör, beidseitig . 60% = Für den. rechten Daumen. . 20% Für den linken Daumen . . 18% Für den rechten Zeigefinger 12% Für den linken Zeigefinger . Für den rechten Mittelfinger Für den linken Mittelfinger, Für den rechten Ringfinger, Für den linken Ringfinger . Für den rechten Kleinfinger Für den linken Kleinfinger . Für die Grosszehe . . . 8% %%%%% 8 6 6 666 3% 2000 1250 50Ö* 3000 1000 900 600 400 400 300 300 300 300 300 400 150 Für jede andere Zehe Für unheilbare Nervenkrankheiten als Folge eines versicherten Unfalles im Max. 20 /O 1000 Bei nur teilweisem Verlust oder nur teilweiser Gebrauchsbehinderung der vorgenannten Körperteile verringert sich die Entschädigung entsprechend. Bei gleichzeitigem Verlust oder gänzlicher unheilbarer Gebrauchsunfähigkeit mehrerer Glieder oder Organe werden die betreffenden Entschädigungsbeträge zusammengerechnet; die Gesamtsumme darf aber den Betrag von Fr. 5000.— pro Person nicht tiberschreiten. Geringsfügige bleibende Invaliditäten, die mit weniger als 3 % einzuschätzen sind, berechtigen zu keiner Entschädigung. In den vorstehend nicht genannten Fällen bleibender Invalidität ist der Invaliditätsgrad nach der dauernden und unheilbaren Beeinträchtigung zu bestimmen, welche nach ärztlichem Gutachten die Arbeitsfähigkeit des Versicherten, ohne Berücksichtigung seiner Berufstätigkeit, durch den Unfall erfahren hat. Die Entschädigung besteht in dem dem festgestellten Invaliditätsgrad entsprechenden Prozentsatz der für den Ganzinvaliditätsfall versicherten Summe. Waren Körperteile schon vor dem Unfall ganz oder teilweise verloren oder gebrauchsünfähig, so wird bei der Feststellung der durch den Unfall bedingten Invalidität der vorher schon vorhandene Invaliditätsgrad in Abzug gebracht. § 7. 1. War der Unfall nicht die alleinige Ursache des Todes oder der Invalidität, sondern haben schon bestehende Krankheitszustände oder Gebrechen oder hinzugetretene Krankheiten, die nicht erst durch den Unfall hervorgerufen sind, mitgewirkt, so wird nur ein verhältnismässiger Teil der Entschädigung geleistet, entsprechend • dem vom ärztlichen Sachverständigen abzuschätzenden, prozentualen Anteil des Unfalles. 2. Ist der Unfall auf grobe Fahrlässigkeit des Verunfallten zurückzuführen, so reduziert sich die Entschädigung auf die Hälfte derjenigen Summe, die sonst zu zahlen gewesen wäre. § 8. Ein und derselbe Unfall berechtigt immer nur zu einer der in § 5 genannten Entschädigungen, entweder derjenigen für Tod oder derjenigen für Invalidität, mit der Mässgabe jedoch, dass, wenn der Tod des für teilweise Invalidität entschädigten Versicherten binnen Jahresfrist, vom Unfalltage an gerechnet, als direkte Folge desselben Unfalles eintritt, die Todesfallstimme, abzüglich der bereits geleisteten Entschädigung, bezahlt wird; desgleichen wird für einen und denselben Unfall die Entschädigung nur einmal gewährt, gleichviel, ob die verunglückte Person durch eine oder mehrere Abonnements der Zeitung „ Automobil-Revue" versichert war. Die Anwendung der Lichtbogenschweissung ist aber bei weitem nicht auf die Herstellung' von Verbindungen beschränkt. Vielmehr wird säe in immer steigendem Masse dazu herangezogen, abgenutzte Teile durch Auftragen und darauffolgende teilweise Neu- bearbeitung zu bescheidenen und unter den n/ 3. Zuschneiden der Profile. 4. Glätten der Kanten, 5. Bohren -der Nietlöcher. 6. Versenken. 7. Erhitzen der Nieten. 8. Vernieten (3 Arbeiter). 9. Verstemmen. Beim Lichtbogenschweiesen : 1. Anzeichnen der Profile. 2. Zuschneiden der Profile. 3. Einspannen. 4. Schweissen (1 Schweisser). REVUE Als Ergebnis kostet heute beispielsweise der Chassisrahmen eines 1200-ccm-Wagens, der vor zehn Jahren im Wege der Nietung zum Gestemmgspreis von 100 Fr. erzeugt werden konnte, geschweisst nur mehr die Hälfte, wobei der Käufer die durch die Gewichtsersparnis gleichzeitig erzielte Betriebswirtschaftlichkeit und bessere Beschleunigung als < Geschenk > mitbekommt. Wie grundlegend aber die Erfindung der Elektroschweissung den Aufbau unserer Automobile verändert, ja die Schöpfung des modernen Motorfahrzeugs in seiner gegenwärtigen Form überhaupt erst ermöglicht hat, davon sei im zweiten Teil dieses Artikels die Rede. V. de St. S. (Fortsetzuna folat.) Bestand jedoch ein Abonnement auf die „ Automobil-Revue" mit Versicherung sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache, oder für eine andere Versicherungsart, so werden ohne weiteres aus jeder einzelnen Versicherung, also für jede Zeitung bzw. für jede einzelne Versicherungsart, die vollen bedingungsgemässen Versicherungssummen ausbezahlt. Werden von einem und demselben unter die Versicherung fallenden Unfallereignis mehrere durch diese Zeitung versicherte Fahrzeuge betroffen, so beschränkt sich die Deckung der Gesellschaft im Maximum auf die Summe von Fr. 50,000.—. Reicht diese Summe zu den normalen Entschädigungen nicht aus, so werden alle Entschädigungen gleichmässig herabgesetzt. § 9. TJnfallmeldungen. Tritt infolge eines Unfalles der Tod des Verletzten ein, so hat der Abonnent der Allgemeinen Versicherungs- Aktiengesellschaft in Bern, beim sonstigen Verlust des Entschädigungsanspruchs des Verletzten, sofort telegraphisch, jedenfalls aber so rechtzeitig Kenntnis zu geben (und zwar auch dann, wenn der betreffende Unfall bereits angemeldet ist), dass es der Gesellschaft möglich ist, selbst eine ärztliche Untersuchung oder die Sektion der Leiche anzuordnen. Die Angehörigen des Verletzten sind auf Verlangen der Gesellschaft verpflichtet, die Sektion der Leiche zu bewilligen, ansonst keine Entschädigungspflicht besteht. Unfälle, die eine bleibende Invalidität zur Folge haben, sind zur Vermeidung des Verlustes des Versicherungsanspruches vom Abonnenten innerhalb 10 Tagen vom Unfall an der vorgenannten Meldestelle schriftlich anzumelden, unter Beifügung der Versicherungsbestätigung und der Abonnementsquittung für die laufende Zeit. § 10. Nach dem Unfall ist sobald als möglich auf Kosten des Verletzten, bzw. der Anspruchsberechtigten, ein patentierter Arzt beizuziehen und für die Wiederherstellung des Verletzten auch sonst gehörig Sorge zu tragen. Der Verletzte bzw. seine Angehörigen sind verpflichtet, dem Beauftragten der Gesellschaft den Zutritt zum Verletzten zu gestatten und dem Vertrauensarzte der Gesellschaft dessen Untersuchung zu ermöglichen. Der Verletzte ermächtigt zum voraus alle Aerzte, welche ihn wegen des Unfalles oder wegen anderer Unfälle oder Erkrankungen behandelt haben, zur Erteilung jeder von der Gesellschaft gewünschten Auskunft. Der Verletzte bzw. die Anspruchsberechtigten sind ferner verpflichtet, der Gesellschaft auf ihr Verlangen nach bestem Wissen und Können jede von ihr gewünschte Auskunft über die näheren Umstände des Unfalles und seine Folgen, den Heilungsverlauf oder über allfällige frühere Unfälle oder Erkrankungen des Verletzten zu erteilen, sowie ihr die zur Feststellung der Entschädigungspflicht erforderlichen Belege (ärztliche Zeugnisse usw.) einzureichen. Die Gesellschaft kann unter schriftlicher Androhung der Säumnisfolgen den Verletzten bzw. die Anspruchsberechtigten auffordern, innerhalb acht Tagen die verlangten Angaben zu machen und die notwendigen Belege einzureichen. Die Kosten für die Arztzeugnisse über den Unfall und dessen Folgen gehen zu Lasten des Verletzten bzw. der Anspruchsberechtigten; die Gesellschaft ist berechtigt, diese Kosten an den ausstellenden Arzt oder eine von ihm bezeichnet« Stelle direkt zu bezahlen und den bezüglichen Betrag von der Entschädigung in Abzug zu -bringen. Die Kosten der von der Gesellschaft veranlassten vertrauensärztlichen Untersuchungen und Gutachten werden von ihr selbst getragen. § 11. Falsche Angaben in der Unfallanzeige oder in den weiteren Mitteilungen über den Unfall sowie die Verletzung einer der in §§ 9 und 10 vorgesehenen Obliegenheiten durch den Versicherten bzw. Verletzten oder seine Rechtsnachfolger ziehen den Verlust der Entschädigungsansprüche nach sich, sofern nicht die Verletzung den Umständen nach als eine unverschuldete anzusehen ist. Eine ohne Verschulden erfolgte Verletzung kann sofort nach Wegfall des Hindernisses nachgeholt werden. § 12. Für etwaige Streitigkeiten aus dieser Versicherung anerkennt die Gesellschaft den Gerichtsstand ihres Sitzes in Bern sowie denjenigen des schweizerischen Wohnortes des Versicherten oder Anspruchsberechtigten. S 13. Im übrigen gelten für diese Versicherung die einschlägigen Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Versicherungsvertrag vom 2, April 1908.

54 II. Blatt BERN, 4. Juli 1939 Automobil II. Blatt No 54 BERN, 4. Juli 1939 Betriebskostensenkung durch Dieselantrieb Von den mannigfachen Veränderungen, die die technische Struktur des Nutzkraftverkehrs während der letzten Dekade erfahren hat, ist die fortschreitende Umstellung des Nutzfahrzeugantriebs vom Vergaser- zum Dieselmotor fraglos eine der markantesten. Sie geht, wie man weiss, nicht in allen Ländern im gleichen Tempo vor sich und auch die Grenzen ihres Anwendungsbereiches sind hn einen Falle weiter, im andern enger gesteckt, wie es sich jeweils aus dem grössenmässigen Aulbau des Wagenparks, der Preisrelation zwischen Leicht- und Schwerkraftstoffen und den spezifischen Verkehrsfoedingungen der Verkehrsimternehmungen ergibt. UeberaH aber ist die Grundtendenz die gleiche, den Schwerölmotor in dem Betätigungsgebiet, für das er prädestiniert ist, nämlich im Langstreckenbetrieb von Schwerlastwagen und Omnibussen, in immer grösserem Umfang einzusetzen. Diese Tatsache aHein legt Zeugnis davon ab, dass seine bedeutende wirtschaftliche öeberlegenheit über die Vergasermaschine innerhalb des erwähnten Verkehrssektors bereits allgemein anerkannt ist Ja, diese höhere Betriebsökonomie gilt heute schlechthin als ein feststehendes Faktum, obwohl genaue Kostenvergleiche darüber nur selten vorliegen. Um so begrüssenswerter mag es erscheinen, dass die kürzliche Tagung des britischen Petroleum- Instituts in Birmingham wieder einmal Gelegenheit gab, der OeffenÜichkeit das Betriebskostenverhältnis zwischen den beiden Antriebsarten an Hand konkreter Ziffern vor Augen zu führen. Die sehr aufschlussreiclien Untersuchungsergebnisse, die der Leiter der Transportabteilung der Manchester Corporation bei diesem Änlass bekanntgab, befassten sich im besonderen mit den Fragen des Omnibusbetriebes, der in England bekanntlich weitaus am stärksten dem Dieselmotor erschlossen werden konnte, während dieser im Güterkraftverkehr infolge des relativ geringen Anteils der Schwer-Lastwagen am Gesamtbestand in entsprechend bescheidenem Ausmass vertreten ist Von den 53 005 Omnibussen (mit über 8 Sitzplätzen), die die britische Verkehrserhebung von 1936 auswies, waren bereits nicht weniger als 17 322 oder 33 % mit Schweröjmptoren ausgestattet. Die genannte Untersuchung basiert auf bei 26 britischen'Omnibusunternehmungen durchgeführten Erhebungen. Die Analyse der Kostenrechnung kommt am Beispiel zweier 48/ Sösitziger Doppeldeck-Omnibusse mit einer Jahresfahrleistung von 45 000 Meilen (72 000 km) zu folgendem Ergebnis: Diesel-Bus Benzin-Bus £ £ Feste Generalunkösten , 1554 1554 Reparaturen, Unterhaltung 265 250 Treibstoff 271 525 Sohmienttittel 15 11 Käpitaldienst 415 396 Gesamte Jahresunkosten 2520 2736 Anschaffungspreis 2200 2100 Hieraus geht hervor, dass die Gesamt-Betriebkosten des Dieselbusses um 216 Pfd.-St. im Jahr geringer sind als die des Benzinfahrzeugs, was je Meile eine Ersparnis von, 1152 Penny ausmacht. Der entscheidende Faktor dieser Vergleichsbilanz sind die Treibstoffkosten* die im vorliegenden Falle beim Schwerölantrieb um mehr als 48 Prozent unter denen der Vergasermaschine liegen. Diese Ersparnis erklärt sich nicht nur aus dem:niedrigeren Preis je Einheit der benötigten Treibstoffmenge, sondern auch aus dem höheren thermischen Wirkungsgrad der Dieselmaschine Und dem geringeren Brennstoffverbrauch, der sich bei einer gegebenen Streckenleistung ergibt. Hierin liegt das stärkste Argument zugunsten des Dieselantriebs im Omnibusverkehr, m dem angesichts der hohen Fahrleistungen jede Redufc- Aul« Hans Stucks erster Motorboot-Weltrekord. Hit dem hier abgebildeten [Rennboot «Tempo», du« mit einem 16-Zylinder-Auto-Union-Rennmotor ausgerüstet ist, hat Hans Stuck auf dem Scharmützelsee am vergangenen Freitag den Weltrekord der 800-kg-Klasse über die Stunde Ton 70,74 km/St, auf 82,5 km/St, verbessert. tion der reinen Betriebsstoff-Aufwendungen sich im Endergebnis naturgemäss aufs stärkste abzeichnet. Die englische Untersuchung hat deshalb auch dieser Frage besondere Aufmerksamkeit geschenkt und noch ihre Erhebungen nach durchschnittlichen Treibstoffkostenersparnissen für ein- und zweideckige DieseMahrzeuge spezifiziert, die sie für erstere zu 1221 Penny, für letztere zu 1466 Penny je Bus-Meile ermittelt. Damit äst aufs neue belegt, dass der Schwerölantrieb seine Vorteile um so stärker zur Geltung bringt, je schwerer die Fahrzeuge sind, in denen er eingesetzt wird. ;iDas englische Beispiel ist noch insofern besonders illustrativ, als jene Ersparnisse erzielt wurden, obwohl in Grossbritannien das ; pieselö.1,«— im Gegensatz zu,manchen andern Ländern — keine steuerliche Vergünstigung geniesst, sondern die gleiche Belastung von 9 Penny je Gallone zu tragen hat wie Benzin, wodurch es gegenüber seinen reinen Einstandskosten eine Verteuerung um nahezu' das Dreifache erfährt. Der Bericht verfehlt nicht, in diesem Zusammenhang auf die bedeutende Leistung der Oelindustrie hinzuweisen, der es gelungen ist, bei einem Preis von zirka 4 Penny je Gallone Dieselöl alle Produktions- und Vertriebsaufwendungen zu decken. Ein Buch, das in die Hand eines jeden Steflungspflichtigen gehört: ich Hinsichtlich der übrigen Kostenfaktoren zeigt der vorstehende Zahlenvergleich, dass der höhere Anschaffungspreis des Dieselmotors bei Wagen dieser Grössenordnung in der Gesamtrechnung relativ wenig ins Gewicht fällt. Auch Kapitaldienst und Reparatuwerde Soldat Von Obenüt. Edgar Schumacher 5. bis 7. Tausend Unter Mitarbeit zahlreicher Offiziere aller Waffen D, 208 Seiten, gebunden Fr. 4.80 'as Buch hat den Ehrgeiz, etwas wie eine kleine Glaubenslehre für den schweizerischen Soldaten zu sein. Es ist auf der Ueberzeugung von der Notwendigkeit und dem sittlichen Wert der schweizerischen Landesverteidigung aufgebaut und wendet sich vor allem an den angehenden Soldaten; aber auch der fertige und gefestigte Wehrmann kann sich hier die Bestätigung und vielleicht Ergänzung eigenen Denkens und Erlebens holen. Das reich illustrierte Buch sollte bei allen Soldaten bleibender Besitz werden. 1. Abschnitts Die Grundlagen: Vom Geist und Wesen des Schweizer Heeres. Das schweizerische Heer nach der Truppenordnung von 1936. Von der Aufgabe unseres Heeres. 2. Abschnitt: Der Junge Schweizer wählt seine Waffe. Rekrutenzeit. Ich werde Infanterist. Ich diene bei den leichten Truppen. Bei der Artillerie. Ich wähle die Fliegerwaffe. Ich will Ans dem Inhalt: zur Fliegerabwehrtruppe. Ich.tehe zur Genietruppe. Ich will zur Sanitat. Ich gehe zur Verpflegungstruppe. Ich melde mich zur Motortransporttruppe. Ich werde Trainsoldat. 3. Abschnitt: Soldat seinl Vom soldatischen Sein und Denken. Der Dienst als seelisches Erlebnis. Soldat und Staatsbürger. Trostspruch und Ermahnung an den, der nicht Soldat sein' kann. In jeder Buchhandlung erhältlich VERLAG HALLWAG BERN Diese Hast vermeiden denn sie kann — und das wissen viele Tausende aus Erfahrung — leicht zu einer Enttäuschung fuhren« Auf einmal sind keine Lose mehr vorhanden. Vergessen Sie auch nicht« dass, falls Sie heute schriftlich bestehen, die- Post erst über» morgen unsere Sendung abliefern kann. Handeln Sie also heute, «s Ist allerhöchst« Zeitl Besonders dann, wenn Sie noch eine 10-Los-Serie, die einen sichern Treffer und 9 übrige Chancen enthält, zu erhalten wünschen. Eine Ueberraschung: Ausser dem so chancenreichen Trefferplan mit seinem grossen cMocken» von Fr. 1OOOOO.— gibt es mm noch 25 Jubttflums* trefhtr a {• Fr. K)OO.— ab Extra* zugab«. 1 Los Fr. &-» P0-Los-Serfe Fr. 50.-J plus 40 Cts. für Porto auf Postcheck III10026 —Adresse: Seva-Lotterie, Genfergasse 15, Bern. (Bei Vorbestellung der Ziehungsliste 30 Cts. mehr). Lose auch in bernischen Banken sowie Privatbahnstationen erhaltlich.