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E_1939_Zeitung_Nr.055

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VI A-ntomobil-Revae No

VI A-ntomobil-Revae No 55 Sonnenbaden — aber mit Mass! Die Fenen stehen vor der Tür, und wenn dieses Jahr auch viele Enttäuschungen gebracht hat, so hoffen wir doch, dass uns zumindest während dieser Monate die Sonne für wert befinden wird, uns zu bescheinen. Nun ist es ja wunderbar verlockend, so viel wie irgend möglich von dieser Gottesgabe Sonnenschein auszunützen. Aber es heisst vorsichtig sein, wenn wir uns nicht manche Wochen, vielleicht die ganzen Ferien, ja unter Umständen das ganze Leben durch ein unvorsichtiges «Zu viel» verderben wollen. Die Rötung und darauf folgende Bräunung der Haut beruht auf einem chemischen Prozess, auf einem durch die im Sonnenlicht enthaltenen ultravioletten Strahlen hervorgerufenen Zerfall der Eiweißstoffe in den Hautzellen; es bilden sich dadurch sog. Abbauprodukte, unter anderem das Histamin, die durch den Blutkreislauf durch den ganzen Körper verschleppt werden. Diese Produkte aber können, wenn sie plötzlich in grossen Mengen auftreten, im Körper geradezu revolutionäre Wirkungen hervorrufen; so erzeugt das Histamin beispielsweise starke Ausscheidungen in der Nebenniere. Die Folgen sind - ganz abgesehen von den bekannten unangenehmen äusserlichen Verbrennungserscheinungen - Kopfschmerzen, Uebelkeit, Fieber usw. Zumeist verschwinden sie nach 2 bis 3 Tagen; aber in schweren Fällen können auch Komplikationen eintreten, die schlimm enden können. Besonders vorsichtig sollten Leute sein, die schon einmal an Tuberkulose gelitten haben, da eine solche plötzlich wieder zum Vorschein kommen kann. Natürlich liegt uns nichts ferner, als überhaupt vom Sonnenbaden abzuraten. Wir wollen nur davon warnen, gleich mit zu starken Dosierungen anzufangen; eine halbe Stunde fürs erste Mal genügt, am nächsten. Tag kann's schon eine Stunde sein, und dann steigert man, wenn man keine nachteiligen Folgen bemerkt, langsam und vernünftig weiter; man kann es zum Schluss ein paar Stunden aushalten, ohne einen Sonnenbrand befürchten zu müssen. Aber es ist nur gut - und keineswegs «g'schämig», dazwischen einmal ein Hemd oder eine Bluse überzuziehen, um dem Körper Gelegenheit zu geben, die empfangene Ration Sonnenschein in Ruhe zu verarbeiten. C. Pr. diöne verkörpern, dann entscnliesst man sich für das Mousselin- oder Tüllkleid, das wie eine Wolke oder wie ein duftiger Blumenkelch wirkt. Man könnte meinen, der Oberkörper sei ganz winzig im Verhältnis zu dem unberechenbar weiten TülTrock, der aus mehreren «Schichten! besteht. Die Volants des gaufrierten Mousselinkleides sind so zahllos, wie die Sterne am Nachthimmel I Schwarz und Weiss als Kontrastwirkung ist auch sehr beliebt. Das weisse Tüllkleid wird von einem kleinen Miedergürtel aus schwarzem Tafft unterbrochen, auf dem Strassenknöpfe in zwei Reihen eine schöne Linie bilden. .. . Schwimmunterricht kostenlos! Dinard, Juni: In diesem Sommer wird den Badegästen in verschiedenen französischen Seebädern, z.B. in Dinard an der smaragdgrünen Küste der Bretagne, kostenlos Schwimmunterricht erteilt. Nicht nur die Kinder, sondern auch Erwachsene können auf diese Weise während ihrer Sommerferien schwimmen lernen, ohne dafür Geld ausgeben zu müssen. Seit vielen Jahren sind in den grösseren französischen Seebädern am Aerxnelkanal und am Atlantischen Ozean Sportlehrer tätig, die sich mit den Kindern am Strande beschäftigen, sie zu gemeinsamen Spielen vereinen und mit ihnen leichte Gymnastik, insbesondere Atemübungen, pflegen. Diese Lehrer sind von der Badeverwaltung angestellt und erhalten von den Badegästen keine Entlohnung, Die Zeit, in der man am Strande nichts tat als sich im Sande auszustrecken oder Burgen zu bauen, ist vorüber. Ueberall in Frankreichs Seebädern - mehr als 900 an Zahl - wird auf dem festen Sandstrande, der bei der oft weit zurücktretenden Ebbe freiliegt, Ball gespielt, Handball, Medizinball und sogar Tennis. In manchen Badeorten, wie in Royan am Atlantischen Ozean, reitet man morgens auf dem Strande, und in La Baule, der Königin der «Liebesküste», werden sogar Autorennen auf dem hier besonders breiten Strande veranstaltet. Dass abends auf der Strandpromenade oder auf einem Platze im Ort kostenlose Kinovorstellungen stattfinden, auch das ist eine der angenehmen Ueberraschungen, die den Besucher der französischen Seebäder erwarten. : AVRAUD COGNAC Das Hündchen. Hilde hat ein Hündchen. Hilde hat das Hündchen erst gestern bekommen. Heute sass das Hündchen hinter dem Herd und folgte nicht. Hilde lockte und schrie. Das Hündchen rührte sich nicht. Da sagte Hildes Mann: «Gib es auf! Der Hund wird dir nie gehorchen. > Hilde lächelte spöttisch: «Bei dir hatte ich am Anfang dieselben Schwierigkeiten!» KISSINGER KRAFT u. SCHÖNHEIT 100 Tabl. Fr. 12.75. Okasasind In Ihrem neuen Wagen vereint Denken Sie daran, dass auch Sie trotz des vielen Fahrens schlank und elastisch bleiben durch ENTFETTU NGS- T A B L E TT E N werden vom Menschen Höchstleistungen verlangt und vollbracht. Bedingung dafür aber sind: Kräftiger Organismus, gesunde Nerven — volle geistige und körperliche Spannkraft. Das Thermometer hiefür ist — naturbedingt — die ungebrochene Sexualkraftl Vertrauen Sie auf OKASA das weltberühmte Horm onpräparat. E* weckt im Körper neue Okasa-Sllber für den Mann Jugendkraft. Beromünster (Uzem X.C.S. HOTEL HIRSCHEN T.C.S. JUthistorischer Guthof Ton Anno 1836. Selbstgeführte BntteikUche. Gesellschaftsibnraer. Parkplatz. Garage. Landessender Beromünster. Tel. 54.001 F. 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N° 55 — Automofctl-ReTu* Der Neger hat die Fabrik gestohlen . Wehmütig Sielten die farbenreichen Melodien der Nigger-Blues durch den warmen Sommerabend aa- den baufälligen Holzbaracken vorbei. Wehmut steht auch in den Augen der Dutzend schwarzen Sänger, die. beinahe regungslos auf der primitiven Terrasse kauern und aus den tremolierenden Stimmen' klingt die Sehnsucht nach einem besseren Dasein, sei es in der afrikanischen Heimat, sei es in der «Green Pastures», dem Himmel des Negervolkes. Eine bunte Zuhörerschaft,sammelt sich auf der staubigen Strasse; -Hier stehen dicke Negerfrauen, dort stossen sich schmutzige Gassenbuben, denen die Frechheit schon allzu deutlich aus dem Gesicht schaut, die Ellenhogen in die Rippen; im Dunkel des Hintergrundes ziehen, kaum erkennbar, verschlungene Liebespärchen vorüber, und an der Ecke steht Charlie Walker, ein Polizist, der im Quartier oft Dienst tut und seines leutseligen ',Wesens wegen bei jung und alt beliebt ist. Von den Händen, die auf'dem Rücken verschränkt sind, baumelt der Gummiknüppel vor- und rückwärts, im Gleichmass mit dem Wippen seiner Füsse. Charlie wippt; wie es eben -nur ein Polizist kann, der sich trotz seines inneren Dranges in Geduld üben muss. Wie der Song zu Ende ist, geht Charlie auf die Sänger zu> «Hallo, Boys!» «Guten Abend, Mr. Walker.» «Feines Wetter heute; wie geht's sonst Immer?» «Danke Sir, gut.» «Immer fein Arbeit?» «Oh ja, wir sind zufrieden.» l:r*tM «Was treibt Ihr denn eigentlich den ganzen Tag?» «Aber, Mr. Walker, Sie wissen doch, dais wir alle für Mr. Rockwood, den Abbruch-Jim, arbeiten!» «So, so? Ach natürlich! Wo war denn eigentlich der letzte Abbruch?» «An der North-End Street) die Fabrik von Steven & Sonl» Diese Antwort hat Charlie Walker nun aller« dings nicht erwartet. Zuerst kratzt er sich am Kopf, blast dann plötzlich in seine Signalpfeif«, sieht sich gleich von einem halben Dutzend Kollegen umgeben und hat binnen weniger Minuten den ganzen Minnerchor hinter Schloss und Riegel. Die Fabrik war nämlich — gestohlen worden, II. Im Gerichtssaal herrscht eine ungewöhnlich aufgeräumte Stimmung. Neuigkeitshungrige Reporter denken mit Schmunzeln an die Schlagzeilen, die in den Abendblättern auf den «Frontpages» prangen werden; das Publikum tauscht flüsternd seine Kommentare aus und selbst der Richter, der den erhöhten Stuhl besteigt, kann ein Lächeln nicht ganz unterdrücken. Nur vor der Gerichtsschranke will keine Stimmung aufkommen. Die Zeugen — unsere zwölf Blues-Sänger — blicken mit unverhohlenem Hass zur Angeklagtenbank hinüber. Dort sitzt ihr ehemaliger Brotgeber, Jim Rockwood, dem sie eine Nacht im Untersuchungsgefängnis und die Rolle als Zeugen im Strafprozess zu verdanken haben. Der Hammer des Richter« eröffnet die Verhandlung; «Jim Rockwood, Sie sind angeklagt, mehrere Fabriken gestohlen zu haben!» Der in sich zusammengesunkene Hundertkilo- Neger macht kaum eine Bewegung, wie er »ein Geständnis stockend zwischen den Zähnen herautpresst. Bis in den Sommer 1936 hinein hätte er sich, seine Frau und seine sechs jungen Mäuler als Abbruch-Unternehmer schlecht und recht ernähren können. Dann sei plötzlich eine/Krise gekommen und er habe nur noch einen einzigen Ausweg gewusst: Anderer Leute Fabriken, die stillstanden, «in Angriff zu nehmen». Das erste Objekt sei diejenige der Firma Diener gewesen. Ohne das* seine Arbeiter Kenntnis hatten von der Unrechtmässigkeit seines Vorgehens, hätte er zuerst aus den Büros Geldschränke, Briefordner, Schreib- und Rechenmaschinen entfernen lassen, dann den auf 30 000 Dollar geschätzten Maschinenpark autgeräumt, dann eine grössere Garage, einen Fabrikbau aus Ziegelsteinen und eine Sagerei niederreissen lassen. Aus der Fabrik von Steven & Son, die seit 1933 geschlossen war, hätte er unter anderem einen 15 Tonnen schweren ..Baukran und zwei Hebezeuge im Werte von 4500 Dollar entführt. Unter Zuhilfenahme von gefälschten Fakturen wäre die Beute hauptsächlich an die Altwarenhändler • des Ortes verschachert Worden. Schliesslich verkündet der,-Richter das Urteil: «Ein bis zehn Jahre Gefängnis» und stellt die übliche Frage an den Angeklagten, ob er noch irgend etwas zu bemerken hätte. «Your honor», bittet darauf Rockwood mit weinerlicher Stimme, «würden Sie mich nicht gegen Kaution frei lassen, damit ich .mein Geschäft in Ordnung bringen kann?» «Nun ist's aber genug», und damit saust die Faust des Richters auf den Tisch hernieder, «glaubst du, ich sei blödsinnig geworden und lasse dich frei herumlaufen, damit morgen früh auch noch das Gerichtsgebäude zusammengerissen ist?» So geschehen im September 1937 in Chicago. 0 «Ich habe meine Frau schon gekannt, als sie irein kleines Mädchen war!> . i •- «Und ich habe meine leider erst naoh der Hoohsseitskennen gelernt.» • • -.. • (HumorisücW .Lästy.) .-.i:..-;-- „,.-i-.^a IT Löwenstr. 42, Zürich 1 Gr. Spez'i'al- Geschäft der Schweiz. Beste Referenzen. (Jubiläiimskatalog Nr. 59 von 200 Seiten mit 1200 !; Abbildungen). Unterhaltsame, spannendeRomane ü. 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