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E_1939_Zeitung_Nr.052

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 27. JUNI 1939 — N° 52 den Besitzer, die andere für den Betriebsleiter bestimmt. Eine gewundene Treppe aus Crevola-Marmor, die als Gallerie auf 1. Stockhohe um die Halle weiter geführt ist, verbindet das Parterre mit den Wohnungen. Beide Wohnungen, speziell diejenige des Besitzers, sind komfortabel ausgebaut. Bei der letztern sind sämtliche Schreinerarbeiten in Nussbaumholz erstellt. Bureaux und Wohnungen haben eiserne Schiebefenster, System «Venvo», erhalten. Von der Ausstellungshalle im Parterre gelangt man durch eine Glastüre in den grossen Fabriksaal, der sehr leicht konstruiert ist und durch 19 Satteldach-Oberlichter von 23 m Länge und 2 m Breite, sowie durch grosse eiserne Seitenfenster erhellt wird, Für den Nachtbetrieb ist eine Beleuchtungsanlage von 114 Lampen mit Mischlicht von je einer Quecksilber-Dampf lampe und einer Normal-Glühlampe eingebaut worden. Sowohl das Verwaltungsgebäude wie der Fabrikbau sind vollständig in armiertem Beton konstruiert. Die bezüglichen Projekte, statischen Berechnungen und die Erstellung der Eisenbetonpläne wurden durch die Ingenieurfirma Klinke und Weyer, Zürich, ausgeführt. Die grosse Länge des Baues verlangte die Durchführung von fünf in der Querrichtung der Baute durchgehenden Dilatations-Fugen. Als Bedachung kam ein Kiesklebedach mit 'Korkisolierung zur Ausführung. Der Bodenbelag in der Fabrik ist als Euböolith-Fussboden mit Spezial-Hartmischung, derjenige in der Halle aus grau und gelb geflammten Sinziger-Platten, der Boden in den Bureaux und in den Wohnungen aus Marmor- oder Jasp6- Linoleum ausgeführt worden. Mit den Bauarbeiten, die etappenweise zur Durchführung kamen, wurde Anfangs Dezember 1937 begonnen. Der Bezug der Fabrik und der Bureauräume erfolgte im Januar 1939. Einer Reihe von Unternehmern, Handwerkern und Spezialfirmen, von denen die Hauptunternehmerfirma AG. Eugen Scotoni - Gassmann, Zürich, speziell zu erwähnen ist, bot er eine dankbare, interessante und für die Arbeitsbeschaffung willkommene Aufgabe. P. Truninger & Sohn, Architekten, Wil. Der Fabrikneubau des Herrn Hans Hürlimann, der an die Stelle der zu klein gewordenen Fabrik trat, musste notgedrungen innert kürzester Zeit erstellt werden, damit die eingegangenen Lieferfristen für Traktorenbestellungen eingehalten werden konnten. Jeder Tag Verspätung in der Fertigstellung bedeutete für den Besitzer eine Verminderung seiner eigenen Lieferkapazität. Bei der Auswahl der für die Erstellung des' Neubaues notwendigen Handwerker- und Unternehmerfirmen war ausser der Wirtschaftlichkeit vor allem auch die technische Leistungsfähigkeit derselben massgebend. Nur absolut leistungsfähige Firmen, die in jeder Hinsicht Garantie boten, dass sie die ihnen übertragenen Arbeiten in technisch einwandfreier Weise innert den vertraglichen Terminen fertigstellen konnten, durften mit der Ausführung der entsprechenden Bauarbeiten betraut werden. Die getroffene Wahl hat sich dann auch in der Ausführung gerechtfertigt, indem die gesamte Fabrikanlage rechtzeitig fertiggestellt wurde und der Einzug in die neuen Räume termingemäss erfolgen konnte; dies nicht zuletzt dank der prompten Ausführung des Rohbaues, den die Baufirma AG. Eugen Scotoni- Gassmann rechtzeitig, vor dem vertraglich festgesetzten Termin, erstellte. Streiflichter von der „Geburt" des Hürlimann Motorschlittenzuges 1 Querschnitt durch den nttien HOrlimann-VIarzyHrideNDlMtlmotor, Uzanz $«artr, dtr auf Wunsch In die Vierzylinder-Traktortn ekijjtbaut wird. linksLängMchnitt, rechts Querschnitt Man beachte die •Wirbelkammer in den Kolb«n. Der Motor hat einejBohrung Ton 85 sowie einen Hub Ton 125 mm und entwickelt eine Leistunf Ton 46-Brems-PS. Steuerieistunr 15 PS. Der Brennrtoffrerbrauch beträgt dank dem -wirtschaftlichen, direkten Einipritereriahren nur 175 z Rohöl pro PS/St. — Dei Diesel- Traktor, das neueste Fahrzeug Hürlimanm, wird igegenwärtig an der temporären Schau für landwirtschaftliche Maschinen, welche im Rahmen der LA in Zürich vom 24, Juni bis 24. Juli stattfindet, tägu ' lieh voriEiSi&rt. *' *'-'• "'* *,,- • i .. -- .,« Im vergangenen Winter hat. sich riims völlig in die Reihe der modernen Winterplätze gestellt und darf sogar Anspruch darauf erheben, mit der Einführung des modernsten Transportmittels im Schnee vorangegangen zu sein: des Motorschlittenzugs Hürlimann, dessen geistige Vaterschaft in Flims nachzuweisen ist, während es der ganzen praktichen Erfahrung und des unermüdlichen Willens eines Konstrukteurs, wie Hans Hürlimann einer ist, bedurfte, um die einfach scheinende Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Die Idee aber musste gerade in Flims sich aufdrängen, da hier die Vorbedingungen für eine der andern winterlichen Transportmöglichkeiten sehr schlecht waren. Luftseilhätten wohl m Frage kommen können, wenn grössere Frequenz zu erwarten gewesen wäre, aber Sür Standseilbahnen, FuniscMitten oder Skilift eignet sich das Gelände schlecht, wobei erst noch ein Skilift für einen Ort, der auch dem Nichtsportler die Landschaft erschliessen will, nicht als das geeignete Verkehrsmittel, schien. Hier konnte nur ein Vehikel in Betracht fallen, das bei verhältnismässig geringen Anschaffungs- und Betriebskosten und unabhängig von einem kostspieligen Trasse eine nicht allzugeringe Zahl von Passagieren samt Sportgerät zu befördern. Da steile und schneebedeckte Wege befahren werden müssten, blieb als einzige Lösung ein Spezialantrieb. Und weil obendrein mir schmale Strassen zur Verfügung standen, konnte man an keine grossen Wagen denken, so wenig wie ein Ozeandampfer sich für die Binnenschiffahrt eignet Warum aber sollte das Prinzip der Binnenschiffahrt, die Idee des kleinen und kräftigen Schleppers, der einen ganzen Zug/von Lastkähnen hinter sich herzieht, nicht auch auf den Schnee übertragen lassen ? Dieser Gedanke war gewissermassen die Initialzündung zur neuen Erfindung- Während man sich aber zunächst einfach eine motorisierte Tailingpartie vorstellte, einen Traktor, der eine Reihe primitiver Schlitten hinter sich herziehen sollte, stiessen die Konstrukteure bei der Umsetzung des Gedankens in die Praxis auf mancherlei unvorhergesehene Schwierigkeiten. Der einfache Traktor verwandelte sich zu einer Spezialfconstruktion, bei der die bewährten Niederdruckpneus mit einem neupatentierten, stahlarmierten Gummiraupenband kombiniert wurden; der Schneepflug, mit dem man ursprünglich ^ auszukommen hoffte, nahm die Gestalt einer Schleudenmaschine an und die Anhängerschlitten entfernten sich in bezug auf Bau, Kupplung und Steuerung so weit von einem gewöhnlichen Schlitten wie ein Motorrad von einem Trottinet. So wich man, je weiter das Studium der Frage gedieh, Schritt ran Schritt vom ursprünglichen einfachen Projekt ab, bis der Motorschlittenzug dastand. Zum Fabrikneuhau des Herrn Hans Hürlimann, Wil: Sämtliche Erdarbeiten Maurerarbeiten Eisenbetonarheiten Furdie Schweizerische Landesausteilung Siidhalle Keramik: Sämtliche Maurerarbeiten und Innenausbau Hoch- und Tiefbauunternehmung Telephon 61636 Schaff hauserstrasse 114

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