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E_1939_Zeitung_Nr.052

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Bankett im Bathan« TOB.

Bankett im Bathan« TOB. Dijon, den Ruf der Küche dieser Gegenden in Tollem Masse rechtfertigte. Zunächst aber vereinigte in der Dijoner Handelsbörse eine Gesohäf ts sitzu n g die Kongressisten. Sie stand unter dem Ehren vorsitz des französischen Aussenministers, Georges Bonnet, der, persönlich am Erscheinen verhindert, durch den früheren Botschafter Frankreichs in Washington, Jules Henry, vertreten wurde, wie der Minister für öffentliche Arbeiten, de Monzie, und der Oberkommissär für Fremdenverkehr, durch Herrn Peyremäure de Borde, der den faktischen Vorsitz übernahm, ferner des Senator« des Juradepartements und. früheren Ministers Berthod, sowie der Vertreter der Genfer Behörden. Nach einer Begrüssung der Teilnehmer durch den Bürgermeister von Dijon, erstattete der Präsident der »Route Blanche>, Boutelain, seinen Jahresbericht, der im Anschluss an einen Gedächtnisakt für den verstorbenen Ehrenvorsitzenden, Senator Charles Dumont, durch •weitere Ausführung des Vizepräsidenten Gorge ergänzt wurde. Der Deputierte des Jura, Band, berichtete über die Tagung der «Route Blanche» von St. Gervais, und dessen Kollege der C6te d'Or und frühere Minister Gaston Gerard erhob neuerdings die Mahnung, den Fremdenverkehr in weitherzigem Sinne zu betreiben. Sodann begann die Reihe der Referate, ttle durch den früheren Genfer Staatsrat Antoine Bron mit einem Bericht über den heutigen Stand de« Projekte« eines Straseentunnels unter dem Mont-Blanc eröffnet wurde. Im Anschluss daran sprach der französische Strasseninspektor Guvot ober die «Route Blanche» ale S t r a s - senaohse nach der Schweiz (Bern, Lausanne und Genf). Als Vertreter des Genfer Komitees der «Route Blanche» erläuterte R. Meyer-Cayla die bedeutende Mitarbeit, die dieser Platz für die Bewegung leistet Ueber die neue Revue der «Route Blanche»: «Paris—Geneve» berichtete deren Leiter Simonin, über die sportlichen Veranstaltungen des Jahres der Generalsekretär der «Route Blanche» Collot, und über die Konkurrenz für Blumenschmuck der diese Strecke säumenden Ortschaften der Vizepräsident des Generalrates des Juradepartements, Laurent-Monnier. Aus den Darlegungen des Bürgermeisters von Gex, Groefilex, über die Vereinfachung der französisch-schweizerischen Zollformalitäten geht hervor, dass diese heute, dank dem Entgegenkommen von beiden Seiten, nicht mehr eine Reise-Erschwerung darstellen ond daher auch nicht als Argument gegen die Führung des grossen Touristenverkehrs über Gebiet der Freizone und des Kantons Genf benützt werden können. Unter einstimmiger Genehmigung der Geschäftsführung und dea Arbeitsprogramms des Komitee«! sowie dessen Wiederwahl für eine neue Amtsdauer, Jetzt, wo nach und nach sämtliche Pässe r dem Verkehr wieder zugänglich werden, ist es an der Zeit, dass jeder Automobilist sich die Grundregeln vergegenwärtigt,,die jeder Passfahrer zu beachten hat: 1. Passfahrten darf nur ein Fahrer unternehmen, der sich körperlich in erstklassiger Verfassung befindet. Müde, schlecht disponierte Fahrer gehören nicht auf eine Alpenstrasse. Mache deshalb deine Tagesetappen nicht zu lang! 2. Jeder Passfahrer hat die Pflicht zu weitestgehender Massigkeit im Alkoholgenuss. Gleiche Massigkeit hat er von den Mitfahrern zu verlangen; denn eine zu fröhliche Reisegesellschaft stört den Lenker. 3. Genau wie der Fahrer muss der Wagen in einwandfreiem Zustand sein. Bremsen, Kühlwasser- und Oelstand sind vor jeder Passfahrt zu kontrollieren. 4. Passfahrten verlangen eine besonders sorgfältige Fahrtechnik: Schalte frühzeitig in den niedrigeren Gang .— dies entlastet den Motor und verbessert die Kühlung. Schalte vor allen scharfen Kurven — dies entlastet deinen Motor, sichert dir eine ausreichende Kraftreserve und macht dir die Hände für die Lenkmanöver frei. Bremse beim Abwärtsfahren mit dem Motor, indem du in den niedrigeren Gang Touviimus Touristik-Bulletin des A.C.S. Stand der Alpenstrasse« am 26. Juni. Die Schneeräumungsarbeiten auf den Alpenetrassen machen nun rasche Fortschritte, so konnten letzte Woche folgende Pässe dem Fahrverkehr geöffnet werden: San Bernardino: ohne Ketten offen, auch mit Gesellschaftswagen befahrbar; min, Fahrbahnbreite 3,5 m. Oberalp: vorläufig nur für Privatautos offen. Tahrbahnbreite 2,6 m. Bernina: durchgehend ohne Ketten passierbar. Für Gesellschaftswagen noch gesperrt. Furka: durchgehend ohne Ketten passierbar. St Gotthard: für den durchgehenden Fährverkehr ohne Ketten geöffnet. TTmbrail: durchgehend ohne Ketten befahrbar. Ueberfahrt mit AutocaTS für die nächsten Tage noch gesperrt. Unpassierbar sind nur noch: Albula, Grimsel, Grosser St. Bernhard, Splügen und UmbraiL Alle übrigen Paßstrassen sind echneefrei- Passtfalmräejro nahm die Versammlung eine Resolution an, in welcher die genannte Stelle eingeladen wird, ihre Bemühungen weiter zu verfolgen und namentlicl zwei Forderunfen rasch zu verwirklichen: die Karts der «Route. Blanohe» und eine Belehrung der Touristen darüber, dass man die Zollgrenze nach Gen: heute mit grösster Leichtigkeit überschreitet. Fernei wurde beschlossen, an die Behörden der Departemente Jura, Yonne und Hochsavoyen die dringend Bitte zu richten, das Komitee der «Route Blanohe in gleicher Weise zu subventionieren, wie dag in der C6te d'Or der Fall ist Die Strassenverwaltungen der Departemente Ain, Jura und Cote d'Or werden zu der durchgehenden Offenhaltung de« Fau cillepasses beglückwünscht, sowie dazu, dass sie dii Strecken der «Route Blanche» erfolgreich verbessert haben, trotz den hiefür verfügbaren bescheidenen Krediten. An den Minister für öffentliche Arbeiten •wird das dringende Gesuch gerichtet, da« Itinerarium der «Route Blanche» (von Pari« nach dei Westschweiz und dem Mont-Blanc) endgültig als grosse internationale Verkehrsstrecke zu klassieren, und inzwischen Zusatzkredite zum Ausbau der verbesserungsbedürftigen Teilstücke auszusetzen. Wie meist bei (solchen Gelegenheiten, Hess sich kein absoluter Trennungsstrich zwischen der Geschäftssitzung, dem Bankett und den zahlreichen anderen geselligen Veranstaltungen ziehen, die mi ihren Ansprachen vielfach über den Rahmen blosser Tischreden hinausgingen. So «eien im besonderen die Worte erwähnt, die der Ehrenpräsident der Sektion Genf des A.C.S., Chantre, bei dem Empfang der Tagungsteilnehmer durch den Automobilclub der Bourgogne der Rolle des Automobilisten widmete, der bei all diesen Bestrebungen ja schlieselich das treibende Element ist. Auch die interessanten Führungen, zu denen die Kongreseisten von d«n Verkehrsvereinen in Dole und Dijon geladen wurden, gehörten eewissermassen In den materiellen Rahmen der Verhandlungen, da sie ja eben den Beweis zu erbringen hatten und erbrachten, das« es sich bei der «Route Blanche» nicht nur um Naturschönheiten, sondern auch um eine alte Völkerstrasse handelt, deren reiche Kulturschätee jeden Reisenden fesseln müssen. Das® dabei auch das gastronomische Element nicht zu kurz kommt, dafür zeugte im besonderen auch die Einladung der Brüderschaft der «Chevaliers de Tastevin» in Nuits-Saint-Georges su dem Mittagessen vom Sonntag in ihrem «Caveau Nuiton», die sich zu einer wahren Apotheose des Burgunderweines gestaltete. Endlich sei auch der herzliche Empfang erwähnt, den die Schweizerkolonie von Dijon den Genfer Behörden mit der Ueberreichung einer Blumenspende in unseren Landesfarben durch eine kleine Vertreterin de« Welschlandes bereitete.' Er konnte den freundn&chbarlichen Charakter dieser ganzen Veranstaltung nur noch verstärken, in der «ich auf einem der Politik fernliegenden Gebiet Angehörige zweier Länder zur Wahrung gemeinsamer Interessen zusammenfanden. b. 1 schältest. Benütze den gleichen Gang, mit dem du aufwärtsfahren würdest.** **"" 5. Orientiere dich genau darüber, welche Sirassen Bergposhtrassen, auf denen die Postautomobile bergwärts kreuzen, sind. 6. Wenn du auf schmaler Bergstrasse einen entgegenkommenden Wagen bemerkst, so warte auf der nächsten Ausweichstelle. Dabei hat stets der abwärtsfähr ende Wagen dem aufwärtsfahrenden die Priorität zu geben. Wenn ein Wagen anhalten muss, so sei es der abwärtsfahrende. ' 7. Befahre besonders schmale, steile Kuryen so, dass da bei allfällig notwendigem Rückwärtsfähren eine ausreichende Mänöverierfähigkeit hast. Schäme dich nicht, nötigenfalls auszusteigen und die Verhältnisse genau anzusehen. \ 8. Denke bei Fahrten in den Hochalpen daran, dass sogar im Hochsommer Schneefälle vorkommen können. 9. Denke weiter daran, dass starke Regenfälle Erdrutsche und Steinschläge verursachen können. Sei deshalb nach Gewittern besonders vorsichtig. 10. Benütze bei mechanischen Störungen, Urifallen usw. das S. 0. S.-Telephon, das dir in kürzester Zeit die benötigte Hilfe bringt. Die S.O.S.-Gesprüche sind kostenlos.) (Mitg. vom Technischen Dienst des ACS.) Der Stand der gesperrten Alpenstraa-f s e n ist am 23. VI. folgender: Albula: Nordseite schneefrei bis «um Hospiz, Sud-' seite freigelegt bis i km unter Hospiz. Durchgehende Oeffnung voraussichtlich im Lauf dieseT Woche. Grimsel: Bernerseite freigelegt bis zur Staumauer,' •4 km unterhalb Passhöhe; Walliserseite schnee-- frei bis zur Posthaltestelle Plänkerli, 1 km ufiter Hospiz. Durchgehende Oeffnung voraussichtlich heute Dienstag, 27. VI. Grosser St. Bernhard: Schweizerseite schneefrei bis^ Hospiz, durchgehende Oeffnung im Laufe dieser Woche. Splügen: Schweizerseite offen bis Berghaus, durchgehende Oeffnunr erfolgt im Laufe dieser Woche. '•" Italien. Gesperrt iet noch der Gavia. Stilfserjdch seit gestern 26. VI., durchgehend offen, Deutschland. Die Grossglocknerstrasse ist dem« Fahrverkehr wieder durchgehend ohne Ketten offen. Frankreich, Gesperrt eind noch; Kleiner St Bernhard, Isäran, Lärche und Cayolle. Strassensperre. Strasse Baden — Brugg wegen Bauarbeiten bei Gebenstorf noch bis 30. Juni für allen Verkehr gesperrt. Umleitung über die Aarebrücke bei Stilli und Limmatbrücke Turgi-SiggenthaL. AUTOMOBIL-REVUE WTENSTAR *7 .TTTNT itWO -— WO K» Bergrennen Rheineck-Walzenhausen-Lachen Blancpain (Maserati) fährt die beste Tageszeit — Trümpy (Bugatti) Schnellster bei den Sportwagen. — Portmann (Ford) schafft neuen Kategorienrekord bei den Tourenwagen — Insgesamt 7 neue Klassenbestzeiten und l neuer Kategorienrekord. — Vorzügliche Organisation. — Ideales Rennwetter,r— Unfallfreier Verlauf. Wieder ist ein Rheineck-Wakenhansen-Lachen- Bergrennen in die Geschichte des schweizerischen Automobilsportes eingegangen. In ebensolcher Harmonie, mit der eich die 6,5 km lange Strecke in den überaus .pittoresken landschaftlichen Rahmen einfügt, ist auch die Veranstaltung von A-Z verlaufen, und wir wüssten nicht*, aber auch rar nichts, was die Bergprüfungsfahrt vom Training am Samstag bis zum abschliessemden Bankett am Sonntagmittag im Kurhaus Walzenhausen in irgendeiner Weise getrübt- hätte. Grosse Worte über die erstklassige Organisation zu verliere», Messe längst Gesagtes und rühmlichst Bekanntes immer wiederholen. Die Sektion St Gallen-Appenzell des A.C.S. hat ja, wie schon aus unserer Vorschau vom letzten Freitag ersichtlich war, eine ganz tüchtige Portion Erfahrung in Renndingen und schmeisst die Sache jedes Jahr aufs neue hin, dass es eine Art hat. Verdienter Dank gebührt dem Präsidenten der Sektion, Herrn Traugott Walser, Herisau, der vor genau 25 Jahren — anlässlich der ersten Wiederholung des Rennens — als Sieger gefeiert wurde und seither immer wieder massgebenden Anteil am hervorragenden Gelingen der Konkurrenz hatte. Ein respektables Quantum Vorarbeit war auch heuer wieder von Herrn Sekretär E. Bucher zu bewältigen, der nicht nur als unterhaltsamer Caiiseur am Lautsprecher, sondern auch afls zuvorkommender Betreuer der Presse geschätzt ist. Aber auch alle andern Funktionäre — um nur die HH. Rennleiter Becker und Sportkommissär Lumpert zu nennen — dürfen einen wesentlichen Anteil am sonntäglichen Erfolg auf ihr Konto verbuchen. Ein neuer absoluter Tourenwagenrekord und sieben Klassen-Bestzeiten bilden das sportliche Fazit des Tages, das seit langem nicht mehr so erfreulich ausgefallen ist, und ebenso lobenswert ist die Tatsache, dass mit einer einzigen Ausnahme sämtliche gestarteten JKsnkünrenten am Ziel eingetroffen sind, was den Fahrern das beste Zeugnis ausstellt Um so m«hr,v als die Strecke «was» in sich hat, allerhand gefährliche Kurven, bei deren Beurteilung man sich im übermässigen Tempo und im Uebereifer leicht verschätzt und von deren Giftigkeit zahlreiche Rutsch- und Schleuderspuren zu Ende des Rennens einen anschaulichen Beweis lieferten. Für sehr «lücklieb, halten wir den im Rennbericht erwähnten Beschluss der Organisation, den Rennwagenpiloten zweimal Startmöglichkeit zu verschaffen, eine Gelegenheit, von der leider nur Christen" jfebraueh machte, während der Tagessieger Blancpain verzichtete und Kessler dui'cb ein sehr bedauerliches Missgeschick davon abgehalten wurde, mit seinem (Maserati zu Hochform aufzulaufen. Wenn eine solch stattliche Zahl Ton neuen Rekorden zu registrieren ist dann haben wir dies nicht zuletzt auch St. Petrus zu verdanken, der die Himmelsschleusen wohlweislich in der Nacht zum Sonntag offenhielt, sie aber beizeiten schloss und mit geradezu idealem Rennwetter aufwartete, wodurch er sich einen gehörigen Rüffel ersparte. Doch Sehen wir nun von diesen kurzen allgemeinen Be- :rachtungen über zur detaillierten Schilderung des rennsportlichen Wochenendes. Das Training. Hatte das auf morgens 6—8 Uhr angesetzte erste Training nur wenige Konkurrenten anzuziehen vermocht, so herrachte während der zweiten Sitzung ron abends 6—9 Uhr um so grösserer Hochbetrieb. 7OT dem Hotel Hecht in Rheineck, dem Startpunkt zur klassischen Bergprüf üngsfahrt, sangen die Mooren der Wagen einiger Dutzend Anwärter auf die Schweiz. Meisterschaft ihr metallenes Lied, um dann n dreiminütigen Abständen nach dem Appenzeller /brderiand zu starten. In bunter Reihenfolge lösten lieh Automobile aller Kategorien mit den Motorädern der Mitglieder des M. C. St. Gallen ab, wobei ie Bevölkerünt halb Rheinecks da« «eit manchen ahren immer wiederkehrende Schauspiel mit In- ;eresse verfolgte. Die Piloten selbst setzten bei diesen Rekognoszierungsfahrten ihre Kampfkraft mit um so mehr Verve ein, als zum erstenmal in der angen Geschichte des Rennens die Zeitmesser ihre Dienste schon im Trainine den Konkurrenten zur 'erfügung stellten. Es wurden mehrfach ganz herorragende Zeiten herausgefahren und es dürfte or allem interessieren, dass der Fr«ibur'ger BlancaJn, der schon im Vue des Alpes - Bergrennen vor ;wei Wochen mit der besten Tagesleistung aufartete, den letztes Jahr von Kessler auf Maserati m Rennen selbst aufgestellten Klassenrekord für ie 1500-ecm-Wagen überbot und von 5 :11,8 auf :03,6 verbesserte. Kessler seinerseits erwies sich tut 6:41,4 auf B-M. W. als schnellster bei den Sportwagen, und der Rapperswiler Helbllng auf i'ord Hess bei den Tourenwagen mit 5:58 auforchen, womit er den Kategorienrekord für Touenwagen um V« Sekunde echlur. Gegen Uhr verdüsterte sich der Horizont immer mehr, ictiwere Tropfen begannen zu fallen, und eine tunde später wirbelte ein warmer Sturmwind chwarze Wolken vom steinernen Tisch her über ie Bodenseegegend und im Nu war das munterste ^egengeprassel im Gange, so dass die Fahrer Geegenheit erhielten, die Strecke auch im nassen Zuitand auf ihre mannigfaltigen Tücken zu untergehen. Den Trainingsbetrieb jedenfalls, der weiterin einen zwischenfallosen Verlauf nahm, tat diese une der Wetterregie nicht den geringsten Ab- I ruch. Als dann ab 9 Uhr das Dunkel der Nacht >in weiteres Training verunmöglichte, verschwanden i die Fahrzeuge in Ihren Garagen, während sich dH Fahrer teils in Rheineck, teils in Walzenhausen oben zu geselligem Zusammensein trafen und sich zu vorgerückter Abendstunde auf telephonischem Wege bei der Zeitmessung die offiziellen Trainingsresultate einholten, die zu allerhand Prophezeiungen und Mutmassungen für den Sonntag Anlass gaben. ßec JUmvedauf. Die Optimisten haben Recht behalten) Was man auf Grund der dräuenden Wetterlage vom Samstirabend kaum zu hoffen wagte, ist eingetroffen: ein heftiger nächtlicher Gewitterregen und ein ebenso stürmisch fauchender Wind haben die ehedem getrübte Atmosphäre reingefegt Und alles deutet darauf hin, dass die 18. Auflage des Rheineck-Walzenhausen-Rennens bei trockenem, warmem Wetter unter Dach und Fach gebracht werden kann. Eine frühmorgendliche Promenade nach Lachen hinauf und dann hinunter bis zur ersten Haarnadelkurve oberhalb Rheineck vergewissert uns davon, dass die Strecke sich durchwegs in tadellosem Zustand befindet und nur in den durch Wald führenden Partien noch leicht angefeuchtet ist, ein Faktum, das mit zunehmendem Tag ohnehin verschwinden wird. Von 8 Uhr weg setzt der Massenaufmarsch der Zuschauer ein, die längs der ganzen .Piste überall, dort, wo etwas zu erwarten, zu sehen ist, die von ihnen seit Jahren bevorzugten Plätze mit Beschlag belegen. Die Bauern scheinen ihre Pappenheimer zu kennen und haben vorsorglicherweise all diese Rasenflächen hübsch sauber gemäht 2 Stdn. lang pilgert das Fussvolk in Scharen zu den Höhen hinauf, das Heer der Radfahrer wälzt sich strampelnder- und schwitzenderweise Walzenhausen entgegen,. Motorfahrzeuge aller Gattungen schwängern die herrliche Höhenluft mit Benzinduft und schaffen so die nicht wegzudenkende, richtige Atmosphäre für die bevorstehenden Kämpfe. Der Lautsprecher serr viert leichte Musik am laufenden Band, sofern nicht gerade der gewandte und unermüdliche Speaker, Herr E. Bücher, Sekretär der organisierenden Sektion St. Gallen - Appenzell des A.C.S. allerlei Interessantes und Wissenswertes über die heutige Veranstaltung durchgibt. 9K Uhr — der Wagen mit der gelben Fahne mit Rennleiter Becker am Steuer bringt die Kunde vom näherrückenden Start Nachdem der M. C. St. Gallen mit seinem geschlossenen Rennen für Soloräder und Gespanne ein teilweise recht schmackhaftes Hors-dOeuvre aufgetischt hat, beginnen die Sirenen zu heulen: das Rennen der Tourenwagen ist gestartet In der Klasse 1100 com stehen sieh! 3 Amateure und 3 Experten auf lauter Fiat BaliUa gegenüber, und es sei keinen Moment länger verschwiegen, dass der Vorjahresrekord von Stich (7 :03,0) von allen Experten weit überboten wurde. Stich (La Chaux-de-Fonds), ein überaus forscher Draufgänger •— das konnten wir hier unten an der Haarnadelkurve beobachten — hat seinen eigenen Rekord um nahezu eine Minute auf 6 :16,0 verbessert, aber auch der Zürcher Dattner, der wie wild in die Kurven und den Berg hinanfegt, darf sich mit seiner um nur 5,6 Sekunden differierenden Zeit wohl sehen lassen, während Troeech (Zürich) mit einer weitern halben Minute Abstand den letztjährigen Klassenrekord gleichfalls zu bodigen vermag. Die Amateure schneiden in der Reihenfolge Morel (Küsnacht), Cramer (Genf), «Arret» (Zürich) ab, wobei der Küsnachter bis auf % Sekunde an die letztjährige Bestzeit herankommt Nur zwei Konkurrenten machen sich den Sieg n der Klasse 1500 cem streitig, da nämlich Grosser Preis der Schweiz am 20. August, auf der Bremgartearondstrecke in Bern. Fast schien es eine Zeitlang, als sei die Durchführung des diesjährigen Grossen Preises der Schweiz in Frage gestellt. Heute indessen ist diee Ungewissheit gewichen, der Grand Prix auf der Berner Ruadstrecke kommt. Und mit ihm auch wieder der Preis von Bern für die l^-Literwagen wie der Preis vom Bremgarten als nationale Konkurrenz, doch gelangen heuer alle diese Rennen an einem einzigen Tag, Sonntag den 20. August, zur Austragung. Dass dieses great event des schweizerischen Automobilsj>ortes allen Schwierigkeiten zum Trotz gesichert "werden konnte, ist in erster Linie dem Weitblick und der Opferfreudigkeit der bernischen Hotellerie, das Gastgewerbes, der Verkehrsinteressenten und — last but not least — dem Staat und der Gemeinde Bern zu verdanken. Uebrigens hat der wichtige Posten des Remüeiters seinen Inhaber gewechselt; als Nachfolger des zurückgetretenen Herrn W. E. Huber betreut nunmehr Herr Fritz Christen, der dem Rennkomitee schon seit Jahren angehörte, dieses verantwortungsvolle Amt

,N°52 DIENSTAG, 27. JUNI 1939 AUTOMOBIL-REVUE 3 Campolongo (Zürich) auf Hanomag wegen eines im Training zutage getretenen Bremsdefektes auf den Start verzichtet. Während der Liestaler Handschi n auf Fiat als Amateur eine Zeit von 6:51,8 benötigt, behält Kaiser, Zug (Opel) als Experte in Sotlofahrt das bessere Teil für sich. Die hervorragende Zeit von 6:10,6 (alter Rekord 6:22,2 — aus dem Jahre 1931 datierend) verdient um so mehr unterstrichen zu werden, als Kaiser auch den bestehenden Rekord der Klasse 2000 ccm über den Haufen gerannt hat. Amateure und Experten halten sich zahlenmässig auch in der 2-Liter- Grupp© die Stange. Auf Biegen und Brechen wird bei den Amateuren gekämpft, "wo der Zürcher Dr. Pfosi (Peugeot) eine um 2,6 Sekunden bessere Zeit als der Basler Citroen-Fahrer Scherer landet. Da Meier, Zürich (BMW), seine Meldung zurückgezogen hat, kommt es bei den Experten zu einem Citroen-Doppelsieg von Schlotterbeck (Zürich) und Vuilleumier (N/euenburg), ohne dass dem aus dem Jahre 1932 stammenden Rekord die Spitze gebrochen -worden wäre. Bemerken -wir hiezu, dass der Neuenburger in der Haarnadelkurve ob Rheineck mit feinem solchen Schuss dahergesaust kam, dass er mit der Mauer unliebsame Bekanntschaft zu •schliessen drohte, was nur durch einen plötzlichen Stop zu vermeiden war. Bei den Amateuren der 3-Lite r-Gruppe dominiert Bollinger, Äugst a. A. (Peugeot), einwandfrei über den Basler Straumann auf Alfa Romeo. Ein weiterer Rekord ist bei den Experten fällig, wo Weber (Suhr) auf Altmeister Scheiblers Bugatti in famoser Fahrt auf 5:50,8 kommt und damit nicht nur den ehemaligen Klassenrekord um 9 Sek. unterbietet, sondern auch Zwjmpfers absoluten Tourenwagenrekord das Lebenslicht aushaucht. Von den beiden Citroen- -Fahrern Kradolfer (Erlen) und Dr. Suter (Basel) schliesst der Thurgauer erfolgreicher ab. In der Klasse über 3000 ccm verliert «Aryll», Bern, auf Graham in der Haarnadel-Serpentine wertvolle Sekunden, so dass es ihm bei den Amateuren nur zu einem dritten Platz hinter den Ford-Fahrern Schlauer (Zürich) und Locher (Zürich) reicht. Was nun einsetzt, «stellt eine geradezu ' tolle Jagd auf den Tourenwagenkategorien-Rekord dar, der seit dem Jahre 1934 von Zwimpfer auf Chrysler mit 5:58,2 gehalten wird. Inzwischen ist nämlich am Start die fabelhafte Zeit Webers «ruchbar» geworden, und so hängt es einzig vom Basler Portmann auf Ford und seinem Markengefährten Helbling (Rapperswil) ab, ob diese eine weitere Verbesserung erfährt oder nicht. Wie aus dem Kanonenrohr geschossen rast Helbling in die Haarnadelkurve hinein, riskiert aber etwas zuviel und "wenige Zentimeter nur haben gefehlt, dass er mit dem Heck seines Wagens an die Mauer gekracht •wäre. Und noch ist Helbling unterwegs, wie Portinann seine Verfolgung aufnimmt, in der festen Absicht, «auf tutti» zu reisen. Der Erfolg bleibt nicht aus, stellt doch der schon mehrfach siegreiche Basier die von Weber in der 3-Liter-Klasse erreichte Zeit um 1,2 Sekunden in den Schatten und etabliert mit dem schlechthin phantastisch anmutenden Resultat von 5:49,6 einen neuen Kategorienrekord, ein Ergebnis, das um so höher zu bewerten ist, wenn man es mit jenem des schnellsten Sportwagenfahrers (Trümpy, Glarus) vergleicht, der nur 1,6 Sekunden besser als Portmann absohnitt. Ausgezeichnet nimmt sich aber auch die Leistung Helblings aus, der 4 Sekunden länger als Portmann unterwegs war. Dem Bericht über den nun folgenden ersten Lauf der Rennwagen seien einige grundsätzliche Bemerkungen vorausgeschickt. Schon letztes Jahr wurde in der « A.-R. » die Anregung gemacht, man möchte die Rennwagen inskünftig zweimal starten lassen, sind ihnen doch im schweizerischen Sportkalender ohnehin nur wenige Startmöglichkeiten geboten, während sie anderseits mit relativ hohen Unkosten und ausserdem damit zu rechnen haben, dass ihr Motpr, der sehr oft allerhand « Stimmungen > unterworfen ist, im letzten Moment vor dem Start versagt, streikt, sich weigert den Kampf aufzunehmen. Das Organisationskomitee hat sich auf Grund dieser Erwägungen entschlossen, den Konkurrenten dieser Kategorie einen zweiten Start zu ermöglichen, womit sie sich in g'lobo einverstanden erklärten. Zu diesem Zweck nahm man im Rennprogramm insofern eine Umstellung vor, als der erste Start der Rennwagen zwischen das Rennen der Touren- und Sportwagen eingeschoben wird. Schon ist deutlieh das Säuseln eines Kompressors zu vernehmen. Die Jugend — sie macht das grosse Kontingent unter den Zuschauern aus — ist ausser sich, und es bewahrheitet sich einmal mehr, dass die Renn wagen eben doch den Anziehungspunkt einer Bergprüfungsfahrt bilden, während sich die breite Masse für den Wettbewerb hauptsächlich der Tourenwagen nicht besonders erwärmen kann, wenn sie teilweise auch recht Beachtliches zeigen. Der Freiburger Blancpain lenkt seinen Maserati ruhig und ohne jeden Zeitverlust durch die zahlreichen Kurven, und das Resultat sieht entsprechend aus: 5:00,2 == 77,948 km/St. Es bedeutet dies nicht nur einen neuen Rekord für die 1,5-Liter-Klasse, sondern — wie man später vernimmt — gleichzeitig auch die beste Tageszeit überhaupt. Wird es dem Zürcher Kessler auf Maserati gelingen, den Freiburger als Tagassieger zu entthronen? Wundervoll, klug berechnend zieht dieser alte Routinier seinen Maserati durch die vielen Kurven und erweckt den Eindruck, dass er Blancpain zum mindesten außerordentlich gefährlich werden dürfte. Aber, es hat wieder einmal nicht sollen sein. Walzenhausen war schon passiert, als Kessler in einer Linkskehre mit dem linken Vorderrad einen Randstein touchierte, wobei der Pneu in einer Länge von 30 und einer Breite von 25 cm aufgeiissen und die Achse verstaucht wurde. Dasa unter solchen Umständen nicht nur alle Siegeshoffnungen, sondern auch der Gedanke an einen zweiten Start jählings begraben werden mussten, versteht sich am Rand. In der Klasse 2000 ccm ist der Zürcher Christen auf Maserati als weiterer Anwärter auf die beste Tageszeit zu betrachten. Ebenfalls ein Meister seines Fachs ra6t er mit Vehemenz über den Parcours, doch wissen die Cbronometreure «nur» einen neuen Klassenrekord zu vermelden. Frau Stürzinger auf Bugatti, die einzige weibliche Konkurrentin des Tages, klassiert sich mit anderthalb Minuten Abstand auf Christen für den Damenpreis und der Genfer Mandirola hat ea vorgezogen, den Organisatoren im letzten Moment eine Absage zu erteilen und dafür im Groseen Preis von Belgien zu starten. Und nun sind die Sportwagen an der Reihe. Häffner (Zürich) auf Fiat erweist sich im Sologang als bester Amateur, mit einer Zeit, die nur 1,8 Sek. hinter dem bisherigen Rekord zurückbleibt; bei den Experten schiesst der Winterthurer Bosshard auf Singer den Vogel ab, ohne an die Zeit Häffners heranzukommen. Von argem Pech ist der Zürcher Dattner verfolgt, der sich bei den Tourenwagen ausgezeichnet plazierte und nun mit seinem Stromlinien-Fiat-Sportwagen nicht weniger als dreimal unterwegs anhalten muss; die Ursache ist aufweinen Schaden in der Zündung zurückzuführen. Den einzigen neuen Sportwagen- Klassenrekord notieren wir in der Gruppe 15 00 ccm, und zwar bei den Amateuren, wo Dr. Dold (Herrliberg) seinen B. M. W. in äusserst ruhiger Manier in 6 :01,4 dem Ziel entgegensteuert und damit den sieben Jahre alten Rekord von Emery auf Derby um 4,6 Sekunden unterbietet. Des Baslers Werzinger M. G. benötigt rund 50 Sek. mehr, und Messmer (St. Gallen) auf Ford, als einziger Experte, wird sogar mit 6:53,2 chronometriert. Nachdem Kesslers B.M.W, kurz vor dem Start zu einer letzten Trainingsfahrt am Samstagabend mit einem Nockenwellenbruch liegen blieb und damit als Starter leider nicht mehr in Frage kam, konkurrierte in der Gruppe 2000 ccm der Winterthurer Kronauer auf Alfa Romeo solo in 6:17,6, ohne den bestehenden Rekord auch nur im entferntesten zu erreichen In der nächsthöheren Klasse (3000 ccm) fährt der Glarner Trümpy auf Bugatti mit 5:48,0 die beste Sportwagenzeit heraus, womit allerdings dem Maagschen Rekord aus dem Jahre 1934 kein einziges Haar gekrümmt worden ist. Auch Estler (Bühler) auf Alfa Romeo hat im Rennen um einen neuen Klassenrekord keinen Erfolg. Der SS- Jaguar-Fahrer Hirth aus Zürich, der sich eine Umteilung von den Tourenwagen zu den Sportwagen gefallen lassen musste, blieb in der Klasse über 3000 ccm weit hinter Stubers Rekord zurück, und der Berner von Tscharner auf einem Wagen der gleichen Marke wurde früh aus dem Rennen geworfen. Die Sache war nämlich die, das« von Tscharner bei der Haarnadelkurve oberhalb Rheineck vor unseren Augen zu weit nach rechts an den Strassenrand geriet, drei steinerne Hagpfosten förmlich entwurzelte, was nicht nur eine Verbeulung der rechtsseitigen Kotflügel, sondern auch eine Achsverstauchung zur Folge hatte. Der zweite Lauf der Rennwagen wird einzig vom Zürcher Christen bestritten, nachdem Frau Stürzinger verzichtet, Kesslers Mi.«rati schachmatt gesetzt ist und der Freiburger IManopain über den Lautsprecher erklärt hat, rlass er von einem nochmaligen Start absehe, in der festen Ueberzeugung, dass seine .Zeit unter den gegebenen Umständen nicht mehr zu unterbieten cei. Eigo schiessen Christen und sein Maserati "'s letzte so o den Berg hinauf, wobei sie im Uebereifer verschiedene Kurven zu forsch anfahren, was die gegenüber dem ersten Lauf um rund 4 - Sekunden schlechtere Zeit erklärlich macht. — Das interessante und spannende Rennen ist zu Ende. Resultate Seite 6. • Portmann, Basel (Ford), stellte einen neuen Strekkenrekord für Tourenwagen auf. Nationale Gelände- und Orientierungsfahrt und Auto-Ski- Meeting-Gletsch. Um der starken Beanspruchung der Konkurrenten durch die in kurzen Abständen einander folgenden Veranstaltungen (Rheineck—Walzenhausen, Nationale Geländeprüfung und Develier—Les Rangiers) Rechnung zu tragen, haben sich die Luzerner Organisatoren entschlossen, die Anmeldefrist zu einfachem Nenngeld bis Donnerstag den 29. Juni zu erstrecken. Einschreibungen müssen an diesem Tage mit der ersten Morgenpost in den Besitz des Sekretariates der Sektion Luzern A.C.S. gelangen. keit, den Sieg zu erringen, ohne dass er um die Unversehrtheit seines Fahrzeugs zu bangen braucht. Neben dem sportlichen Interesse verheisst die Konkurrenz auch landschaftliche Genüsse, namentlich bei der Traversierung der Grimsel, wird doch die Fahrt an gewissen Stellen der Strasse noch zwischen meterhohen Schneewänden hindurchgehen. Dazu winkt ein reichdotierter Gabentisch und dazu verheisst der Abend in Gletsch gemütliche, betriebsame Stunden, ganz abgesehen von den sportlich interessanten Kämpfen, welche der Sonntag mit den Skirennen bringen wird. Anmeldungen (bei Redaktionsschluss vorliegend.) Duval Andre, Lausanne a & b Zurlinden Rudolf, Aarau a, b, c Erich Schäfer jun., Bern a & o Bloch Rene, La Chaux-de-Fonds a & c Trösch, M.A.C., Zürich a & c w Häffner Karl, Zürich a & c Stich Hans, La Chaux-de-Fonds a & c Straumann Karl, Basel a, b, c Helbling Hermann, Rapperswil a & c Dr. Scherer Carl a Bernath Willy, La Chaux-de-Fds a, b, o Weber Hans, Suhr a Blanc Rene, St. Imier a, c, d, e Kaiser Alois, Zug a Dattner Alfred, Zürich a, b,c v. Tscharner Hans Karl, Bern a Morel Charles, Ariesheim a «Arret», Zürich a, c x, w Portmann Hans, Basel a, c Locher Werner, Zürich a Dr. Abr. Siegfried, Zürich a, c, d, e x Bürgin Willy, Zürich a, c, d, e x Weber Karl, Zollikon a, c, d, e x Bähler Ariste, Genf a Wettbewerb • a Nationale Sportveranstaltung, b Geschlossene Militärveranstaltung, c Skiabfabrtsrennen für Herren, d Skiabfahrtsrennen für Damen. d Skiabfahrtsrennen für Gruppen Damen und Herren. Konkurrenz der A.S.S.-Sektionen um den Inter- Sektions-Wanderpreis: Gruppe w & x. S*»o*t Die Tourist-Trophy für Sportwagen findet Samstag, den 2. September, in Donington statt und zerfällt wiederum in zwei gleichzeitig auszutragende Rennen, nämlich: a) in eine Serie von Scratch-Rennen, wobei für jede Klasse eine Preistafel errichtet wird; b) in ein Handicap-Rennen, dessen Sieger die Tourist-Trophy erhält. Es gelten folgende Reglementsbestimmungen: Man hat aus den Erfahrungen der letztjährigen Geländeprüfung gelernt und bei der Wahl der zu befahrenden Strassen darauf Bedacht genommen, dass die Gefahr erheblicher Beschädigungen des Wagens ausgeschlossen ist. Bedenken und Befürchtungen nach dieser Richtung hin sind deshalb unbe-. gründet, ja, die Art und Weise, wie die Veranstaltung dieses Jahr durchgeführt wird, bietet einem Teilnehmer auf jeden Wagen die Möglicha) Scratch-Rennen: llOO ccm: 84 Runden. 150 0 ccm : 91 Runden. 2 00 0 ccm: 95 Runden. 3 0 0 0 ccm: 99 Runden. Ausland = 312,5 Mei- Ueber3000ccm:100 Runden len = rund 500 b) Kilometer. Handicap-Rennen: 1100 ccm: 16 Runden Vorgabe. Maximale Rundenzeit: 3:09,29 = 95,623 km/St. 1500 ccm: 9 Runden Vorgabe. Rundenzeit: 2:54,72 = 103,604 km/St. 2000 ccm: 5 Runden Vorgabe. Rundenzeit: 2:47,37 = 108,157 km/St. 3000 ccm: 1 Runden Vorgabe. Rundenzeit: 2:40,6 = 112,710 km/St. Ueber 3000 ccm: Keine Vorgabe. Rundenzeit: 2:39 = 113,756 km/St. Theoretisch müssen alle Wagen das Rennen in 4 Stunden 25 Mimiten beendigt haben. Neu ist am diesjährigen Reglement, dass im Gegensatz zu 1938 auch Wagen startberechtigt sind, die an einem Grand Prix teilgenommen haben, wobei man vor allem an die Talbot und Delahaye dachte. Wagen mit Kompressormotor dagegen kommen auch heuer für einen Start nicht in Frage. Ein Sieg Stucks in Rumänien. Der am Sonntag vor 100000 Zuschauern ausgefahrene Grosse Preis von Bukarest wurde von Hans Stuck auf Auto-Union gewonnen, der die 91,5 km in 49:56 mit einem Stundenmittel von 112,5 km zurücklegte. Stuck fuhr mit 119 km/St. auch die schnellste Rundenzeit, die zugleich Rundenrekord bedeutet.