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E_1939_Zeitung_Nr.057

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II Automobil-Revue —

II Automobil-Revue — N° 57 Aber nicht nur in der Reklame, sondern auch in der Ausführung seiner Bauten schlägt der Zürcher Zoo neue Wege ein. Die grosse Raubtierschlucht mag vielleicht vielen fast als zu modern erscheinen; die Tiere bewegen sich darin gewissermassen wie in einem Stück abstrakter Landschaft. Der Zürcher Elefant ist ein besonders schönes und gutmütiges Stück. Auch das Giraffenpaar mit dem weiten Auslauf ist ein Prachtsstück dieses Zoo. Das Aquarium mit dem dunklen Zuschauerraum weist von allen schweizerischen Schauaquarien die grösste Beckenzahl auf, ebenso das Terrarium mit seiner hübschen Sammlung an exotischen Reptilien. Einen ausserordentlichen tiergärtnerischen Erfolg bedeutet die Nachzucht von Eisbären. Junge Löwen sind schon wiederholt durch Hundeammen aufgezogen worden. In kurzer Zeit pflegen diese Raubtierkinder ihre domestizierten Stiefmütter an Grosse erheblich zu übertreffen, so dass viele Zoobesucher immer wieder glauben, die Hündin sei den Löwen grausamerweise lebend zum Fressen vorgeworfen worden. Es gibt nirgends so viele «Sachverständige» wie unter dem lieben Zoo-Publikum I Diese Tatsache bleibt sich überall gleich, in Basel, Zürich, Genf oder Bern. Eine besondere Spezialität des Zürcher Zoo ist ferner die reiche Affensammlung. Was hingegen- viele Besucher, namentlich aus Basel, kritisieren, ist die geometrisch-rechteckige Einteilung des Parkes. Genf — der exotische Zoo. Der 1935 ins Leben gerufene und als vollkommen unabhängiges Privatunternehmen seither gegen recht wechselhafte Schicksalsschläge ankämpfende kleine Genfer Zoo darf wirklich als exotisch bezeichnet werden, nicht nur seines Tierbestandes wegen, sondern wegen seiner Bauten, die alle in streng afrikanischem Stil gebaut sind. Der ganze Zoo gleicht einem zentralafrikanischen Negerdorf: überall^ Rundhütten aus rotem Pseudolehm mit Strohdächern — ein sehr eigenartiges und ansprechendes Bild, wenn es auch etwas seltsam berührt, z. B. Eisbären zwischen Negerhütten herumliegen zu sehen. Einzelne Gehege sind sehr leicht gebaut und auf schonende Behandlung von Seiten der «Gefangenen» angewiesen, so auch das Gehege, in dem das Glanzstück dieses in manchem etwas improvisierten Zoo untergebracht ist: ein uraltes afrikanisches Warzenschwein mit geradezu unwahrscheinlich grossen Hauern, die sieh in mächtigem Bogen über der Schnauze berühren. In keinem anderen Zoo sieht man- auch so schön die in der indischen und afrikanischen Jagdliteratur so häufig beschriebene Elefantenffihrten. Der kleine Genfer Elefant kann nämlich über eine schräge Rampe in den Trennungsgraben steigen und in dessen weichem Naturboden die charakteristischen runden Trittsiegel der vorderen und die ovalen der hinteren Säulen prachtvoll modellieren. — Das Flusspferd bildet ein Schaustück, wie es gegenwärtig nur noch im Zürcher Zoo zu sehen ist und in der Schweiz seit langem ganz fehlte. Bern — der Heimat-Tierpark. Dass gerade die heimische und heimisch gewesene Tierwelt in den Zoologischen Gärten im allgemeinen vernachlässigt wird, ist eine bekannte Tatsache. Der 1937 ins Leben gerufene, von der Stadt Bern der Bevölkerung frei zur Verfügung gestellte Tierpark Dählhölzli, will nun besonders die Tierwelt der Heimat als Spezialität nicht nur halten, sondern auch möglichst weitgehend in ihrem natürlichen Lebensraum, in geräumigen Gehegen zeigen. Dieser jüngste und mit seinen 13 Hektaren zugleich grösste schweizerische Tierpark verzichtet dabei absichtlich auf die Schaustellung exotischer Grossraubtiere usw. Der Elch, die grösste lebende Hirschart, die bis ins 10. Jahrhundert in der Schweiz frei lebte, ist gegenwärtig unter den schweizerischen Tiergärten nur in Bern vertreten, und zwar in einem grossen Waldgehege mit grünbewachsenem Boden und Hunderten von Bäumen. Noch wesentlich grösser_ ist das Hirschgehege. Die Rehzucht gelingt hier ausgezeichnet, während sonst die Haltung der Rehe in den Zoologischen Gärten bisher immer Schwierigkeiten bereitete. Auch Steinwild wird mit Erfolg gezüchtet. An Stelle des heute praktisch sozusagen ausgestorbenen Wisent, dieses Wildrindes, das früher ebenfalls die Schweiz bewohnte, wird der ihm äusserst ähnlich sehende Bison in einer zehnköpfigen Herde gepflegt. Einzigartig ist auch das mit einem zahmen Damhirschrudel besetzte Freigehege, zu welchem der Besucher Zutritt hat, so dass sich darin Tier und Mensch ohne jede trennende Schranke begegnen. Wie die zahlreichen freilebenden Eichhörnchen, nehmen auch die Hirsche dargebotenes Futter aus der Hand entgegen. Im Vivarium, für dessen Besuch einzig Eintritt erhoben'wird, und auf der von über 30 Arten belebten Vogelwiese ist die Spezialisierung auf die einheimische Tierwelt allerdings durchbrochen worden zugunsten einer Auswahl exotischer Vögel und Reptilien. Die Aquarienabteilung des Vivariums enthält neben einigen Meerwasseraquarien auch das grösste Schaubecken der Schweiz mit einem Inhalt von 18 000 Litern. Die zwischen dem DählhölzliwaJd und der Aare gelegene Haustierabteilung, bzw. die darin untergebrachten Ponies und Esel bieten den Kindern bei schönem Wetter Gelegenheit zum Reiten und Fahren. Zirkus Knie ;— der fahrende Zoo. Bei einer Aufzählung der wichtigsten Tiergärten der Schweiz darf die umfangreiche fahrende Menagerie des schweizerischen National - Zirkus keinesfalls unerwähnt bleiben, um so weniger, als sie ein Tiermaterial aufweist, das in vieler Hinsicht einzigartig ist. Kein sesshafter Zoo der Schweiz besitzt so viele Elefanten wie der Zirkus Knie. Bei weitem unerreicht ist sein prachtvolles Pferdematerial, seine frisch importierte Zebragruppe und seine grosse Kamelherde. Aber auch viele andere Tiere, die nicht in der Manege auftreten, bekommen wir nur in der Zirkus-Menagerie zu sehen. Irrtümlicherweise glaubt der Aussenstehende oft, die in den engen Käfigwagen untergebrachten Raubtiere bemitleiden zu müssen. In Wirklichkeit aber sind gerade die Zirkusraubtiere durchschnittlich sogar besser daran als ihre Artgenossen im Zoo, denn die Dressur bedeutet für sie eine Wohltat. Das soll nicht etwa eine Beruhigungspille für empfindliche Tierfreunde sein, sondern das ist eine biologische Feststellung, deren Richtigkeit schon daraus erhellt, dass kaum ein Tiergarten z. B. so viele junge Tiger erzüchtet, wie der Zirkus. Es wäre falsch, zu glauben, dass die Tiere im Zirkus zu wenig Bewegung haben; die meisten von ihnen, die im Menageriezelt eng beieinander stehen, werden regelmässig in die Manege geführt, wo sie sich austoben können. Und die Dressur gibt ihnen einen dem Gefangenleben entsprechenden neuen Lebensinhalt, der leider den Aus dem Genfer Zoo. Copyright Nova Reportage. ' Artisten — Menschen ohne Nerven! ;, Ohne Nerven? Nein, besessen von ihrer Arbeit! Vollständig gegangen von ihr, atmend und lebend nur in den Bezirken ihres Berufes. Menschen, erfüllt von einem ungeheu* ren, bewundernswerten Pflichtbewusstsein. Sie haben den Platz auszufüllen, auf den Fleiss, Arbeit, Talent und die Gunst des Publikums sie stellte — und sie füllen ihn aus. Unser Tatsachenbericht bringt einige besonders bekannte Beispiele berühmter Artisten. Die «Hegelmanns» waren da! Die -*- am Anfang des Jahrhunderts eine Weltattraktion, die beste Luftnummer, die jemals gezeigt wurde! Eine «Nummer», umgeben noch von dem ganzen einzigartigen Zauber einer Zirkusromantik, von der manche Menschen behaupten, dass sie längst ausgestorben sei. Wenn diese sieben wundervoll gewachsenen Männer die Manege betraten oder ins Licht der Scheinwerfer der grossen VarietSbühne tauchten, wenn sie mit der Gewandtheit geschmeidiger Katzen an den Seilen hinaufkletterten und zwanzig Meter über den Köpfen der Zuschauer mit ihrer exakten, bis ins kleinste ausgefeilten Arbeit begannen, dann lag über den Tausenden jenes eigenartige, begrifflich nicht festzustellende Gefühl: Hier ist trotz der waghalsigen Darbietung jedes Moment der Gefahr ausgeschaltet, hier arbeiten Männer, die mit ihren «Instrumenten» verwachsen sind! Zoo-Tieren fehlt — wenigstens solange man bei ihnen nicht auch die Dressur einführt, wie das in manchen ausländischen Tiergärten bereits der Fall ist. Trotzdem der Zirkus Knie im Gegensatz zu anderen Grosszirkussen darauf verzichtet, mit eigener Motorenkraft zu reisen und dafür den SBB pro Saison etwa 150 000 Franken für die zwei Sonderzüge bezahlt, kommt ein solches Reiseunternehmen natürlich doch nicht, ganz ohne Kraftwagen aus. 3 Lastwagen, 2 Lieferwagen, 2 Traktoren und 7 Personenwagen bilden den Wagenpark, der täglich ca. 250 Liter Benzin und 50 Liter Schweröl konsumiert. ... und die vielen Wildparke. Wenn man genau zusieht, so stellt sich heraus, dass es in der Schweiz kaum eine grössere Ortschaft gibt, die nicht einen Wildpark, ein Hirschgehege öder eine Voliere besitzt. In den Wildparken werden meistens Hirscharten gehalten, seltener Gemsen, Steinwild und andere Tiere; vielfach ist eine Voliereanlage damit verbunden. In der Regel sind es Vereine, welche derartige Unternehmen gründen und unterhalten. Aber es gibt auch eine Reihe privater Anlagen dieser Art. Der grösste Wildpark der Schweiz ist der städtische Wildpark Langenberg im Sihltal bei Zürich mit 58 Hektaren. Diese ursprünglich private Anlage wurde 1869 von Forstmeister v. Orelli gegründet und später der Stadt Zürich geschenkt, deren Forstamt sie heute unterstellt ist. — Besondere Bedeutung hat der Wildpark «Peter und Paul» in St. Gallen als Herz der Wiedereinbürgerung des Steinwildes in der Schweiz. Ebenso berühmt ist der Alpenwildpark Interlaken-Harder^durch seine Steinwildzucht geworden, aus der schon viele Tiere in unsere Alpen ausgesetzt werden konnten. Landschaftlich reizvoll ist der Naturtierpark in Goldau, der den ganzen Schuttkegel des Bergsturzgebietes mit seinen riesigen Nagelfluhblöcken umfasst. Der kleine Wildpark in Brienz ist besonders bemerkenswert wegen seiner Adlerhaltung: zwei Steinadler wurden dort über 40 Jahre lang gepflegt; einer davon lebt jetzt noch, und zwar in einem keineswegs besonders Trossen Käfig. Es ist ja eine eigentümliche, vielen Tiergartengegnern recht unangenehme Tatsache, dass ausgerechnet die grössten und besten Flieger, nämlich Adler, Geier und Kondore zu den ausdauerndsten Insassen der Tiergärten überhaupt gehören! Der Brienzer Wildpark wurde übrigens aus dem einzigartigen Grunde .geschaffen, dass die Brienzer Schriitzler für ihre Tierfiguren jederzeit lebende Modelle zur Verfügung haben. — Es geht indessen nicht an, alle die kleinen WildDarke, Hirschgärten und Volieren der Schweiz hier auch nur dem Namen nach aufzuzählen; denn von Lugano bis Winterthur, von La Chaux-de-Fonds bis Raoperswil sind deren allzu viele. Weit seltener sind Schau-Aquarien, wie etwa das in Privatbesitz befindliche Vivarium in Arbon,.., H. Hediger, Bern. Menschen ohne Nerven Tatsachenbericht aus der Welt des Zirkus und Yarie'te's KÖNIGE DER LUFT Von Peter., Paul Möbius Ein herrlicher Anblick: schlanke, kraftvoll gebaute Gestalten bewegten sich an den Trapezen mit derselben Sicherheit, mit der andere auf der*Erde Spazierengehen. Die atemraubenden Riesenwellen zwanzig und mehr Meter über den Zuschauerreihen, die am fliegenden Trapez ausgeführten Glanzleistungen turnerischer Kunst — es schien nichts weiter zu sein als das übermütige Spiel lebensfreudiger junger Menschen! Lebensgefahr? Pah! Seht Ihr nicht, wie wundervoll leicht das alles vor sich geht? Seht Ihr nicht das ungezwungene Lächeln der Gesichter? Ja, die

57 — Automobil-Bern» Ltl es seien die sichersten FängerhSnde der Welt, gerade diesmal daneben griffen oder nicht festhielten. «Wir arbeiten!» kam es dann in fast hartem Ton Ton seinen Lippen. «Das Publikum zahlt sein Eintrittsgeld, um uns zu sehen— Sie zahlen die Gage — wir müssen arbeiten! Unser Privatschickfial interessiert das Publikum nicht. Es will unsere Nummer sehen — also ...» Der Direktor legte Rudolf Hegelmann die Hand auf die Schulter und wollte etwas sagen. Hegelmann wandte sich fast brüsk ab und schritt davon. Am Abend arbeitete die Hegelmann-Truppe wie immer. Es waren nur sechs Männer. Der siebente Nur einen Moment Von Paul Haag. Wenige Minuten später war der Arzt da. Eine kurze Untersuchung nur. Ergebnis: Genickbruch! Rudolf Hegelmanns Gesicht war kalkbleich. Kein Muskel zuckte in seinen Zügen. Er stand an der Leiche des Sohnes, die Hände zu Fäusten zusammengekrampft und starrte auf den Toten, als begreife er nicht, was sich ereignete. Keiner der fünf anderen wagte ein Wort zu sprechen. Bis Rudolf Hegelmann sich umdrehte, einen nach dem andern anblickte und schweigend die Garderobe verliess. Der Direktor kam ihm entgegengestürzt. Er hatte eben erfahren, was geschehen war. • Um Himmelswillen, Hegelmann, wie war denn das möglich?» Rudolf Hegelmann stand vor dem Direktor. «Wie's bei uns allen mal möglich ist, Herr Direktor!» sagte er, und seine Stimme hatte einen seltsam rauhen, heiseren Klang. «Den einen erwischt's früher, den anderen später! Nur dass es gerade Fritz ist...» Er sprach nicht zu Ende. «Und was wird nun? Sie können unmöglich heute abend arbeiten — anderseits aber sind Sie die Hauptnummer des Programms und ...» Rudolf Hegelmanns Gesicht war starr und unbeweglich wie seit jener Minute, in der der Arzt ihm das Resultat seiner Untersuchung mitteilte. Er hob die Hände und sah sie an, als könne er nicht begreifen, dass diese Hände versagen konnten, dass diese Hände, von denen die «Flieger» behaupteten, würde nie mehr dabei sein. Ein anderer flog an seiner Stelle durch die Luft in die Hände des «Fängers» Rudolf Hegelmann. Das Publikum klatschte wie rasend Beifall. Rudolf Hegelmann musste sich wieder und wieder verneigen. Das Publikum hatte noch keine Ahnung von der Tragödie des Vormittags. Am andern Morgen erst würde es davon durch die Zeitung erfahren. Das Publikum vermisste vielleicht den siebenten nicht veinmal, wusste nicht, dass der Mann, der da mit hartem, entschlossenen Gesicht und unfehlbarer Sicherheit den «Flieger» auffing, vor wenigen Stunden den Sohn verlor, einen der besten Artisten — und der doch mit zusammengebissenen seine Pflirht erfüllte. Artisten ... Zähnen (Schluss folgt.) Also ich sage noch zu meiner Frau: «Bleib hier an der Ecke stehen, nur einen Moment. Ich gehe über die Strasse und hole den Wagen.» Warum sollte sie auch überflüssigerweise die belebten Champs-Elysees überqueren? Die Chauffeure tun einem zwar nichts, aber es kostet doch Nerven. Nun, so schlimm war es allerdings nicht. Es ist so ähnlich wie beim Kopfsprung: Augen zu und hinüber, Schwupp bin ich auch schon in Sicherheit. Da steht ja auch bereits mein Auto, das treue Tier. Es hat mich sicher schon bemerkt, und wenn es nicht ganz aus Metall wäre, würde es sich nach mir umdrehen. Schon sitze ich drin und drehe den Schlüssel. Der Anlasser arbeitet. So, jetzt eingeschaltet und vorsichtig auf den Gashebel gedrückt. Aber recht vorsichtig, sonst stösst er, kein Wunder übrigens, wo er schon so lange gestanden hat. Richtig, da stösst er auch schon und presst mich hart gegen die Rücklehne. Nun aber Achtung, da vor mir steht ein Wagen, dem es auszuweichen gilt. Geht gerade noch gut. So, und nun sind wir mitten auf der Strasse. Wie eilig es die Autos um mich herum haben! Warum eigentlich? Sie werden es selbst nicht wissen. Aber jetzt aufpassen. Nun gilt es sich mehr nach links halten um abzubiegen und die Gegenseite zu gewinnen. Zu dumm, dass der Verkehr so stark ist; man möchte sich doch nicht von der Seite anfahren lassen. Das macht einen schlechten Eindruck, gerade heute. Warum eigentlich gerade heute? Ich weiss es selbst nicht. Aber peinlich wäre es auf jeden Fall. Nur nicht nervös werden! '-**"Ach was, ich mache es ganz anders und viel einfacher. Ich biege lieber rechts in die Querstrasse ab, statt links, mache das Carre und komme so an der oberen Querstrasse gerade auf den Punkt zu, wo meine Frau steht. Wozu auch die sinnlose Eile? Hat man sich etwa darum sein Auto angeschafft? Nun also. So, hier ist es bedeutend ruhiger. Auch Passanten sind gottlob seltener. Natürlich, da muss gerade vor mir einer über die Fahrbahn. Eile scheint er auch nicht zu haben. Jetzt bleibt er sogar in der Mitte stehen und betrachtet sich die Häuser. Sie Herr, an Ihrer Stelle würde ich jetzt Memoiren schreiben, Sie haben sich den richtigsten Ort dazu ausgesucht. Da muss man schon einmal kräftig hupen. Wie der alte Herr erschrickt; nun betrachtet er mich noch obendrein mit einer Wut, als ob ich ihm nach dem Leben getrachtet hätte. Und dabei habe ich doch im Gegenteil... Aber wozu sich weiter damit abgeben. Jetzt kommt wieder die Querstrasse, also gleich rechts einbiegen, dann ist es bald geschafft. Da ist ja plötzlich ein entzückender Park! Und so nahe bei den Champs-Elysees? Man lernt doch nie aus in diesem Paris. Sogar eine Hängebrücke haben die Leute hier gebaut, eine neue Ueberraschung. Und diese blühenden Glyzinen, die sich da emporranken; wirklich ein herrlicher Duft. Aber jetzt weiter, man lässt eine Frau nicht so lange warten, nicht einmal seine eigene. Augen immer gerade aus, das ist das Schicksal des Fahrers. Das ist gerade in diesem Augenblick sehr nötig, denn da kommt so ein Wagen entgegengeschlendert; der Chauffeur ist wohl nicht ganz bei Trost, fährt da im Bogen die Strasse herunter, als ob er allein auf der Welt wäre. Wirklich sehr merkwürdige Manieren haben manchmal die Leute. Ein Glück, dass ich ein so guter Fahrer bin bringt es an den Tag! Deshalb — in Ihrem Interesse — sofort die Korpulenz bekämpfen! Sie können monatlich bis 8 Pfund abnehmen, ohne Jod, ohne Gewaltkur, ohne spezielle Diät! Orbal, das berühmte schweizerische 1 Schlankheitsmittel baut ohne zu schaden überschüssiges Fett ab und gibt Ihnen jugendliche Formen. durch Zugabe von zen noch bedeutend wirksamer. FrüchUsaL In Apotheken. 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