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E_1939_Zeitung_Nr.062

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Er wird sich ebenfalls,

Er wird sich ebenfalls, wie dies in Grossstädten des Auslandes längst der Fall ist, damit abzufinden haben, die Strecke zwischen dem parkierten Wagen und dem Geschäft auch dann zu Fuss zurückzulegen, wenn sie statt 20 Meter deren 200 beträgt. Je mehr in diesen Dingen mit dem Verständnis jedes einzelnen gerechnet werden kann, desto weniger werden sich drakonische Massnahmen, wie • sie anderswo bereits getroffen werden mussten, in unserem Lande unmittelbar aufdrängen. A. AKTUELLES Teure Erfahrungen. Entgegenkommen ist eine lobenswerte Bürgertugend. Dass sie auch den Strolchenfahrern und Automardern gegenüber geübt wird, heisst freilich den Edelmut auf die Spitze treiben. Allein, die Gattung jener automobilbesitzenden Glieder der Menschheit, die nicht umhin können, der Tätigkeit dieser Dunkelehrenmänner — wenn auch ungewollt — ihre Unterstützung angedeihen zu lassen, die Gattung stirbt nicht aus. Es fehlt eigentlich nur noch die Gründung einer « diesbezüglichen Liga ». Kürzlich erst haben wir den allzu Bequemen, Sorglosen und Vertrauensseligen plausibel zu machen versucht, wie aufreizend ein nicht abgesperrter Wagen auf Leute vom Schlag der Autodiebe wirken muss. Und es sieht aus wie bestellt, wenn ein paar Tage später der Gerichtskorrespondent einer Tageszeitung seine Schilderung der Missetaten eines unverbesserlichen Autostrolches mit den Worten einleitete : < Die Gewohnheit der Autobesitzer, ihren Wagen unverschlossen und den Zündungsschlüssel stecken zu lassen, hat es einem jugendlichen passionierten Strolchenfahrer leicht gemacht, seiner Leidenschaft zu frönen ». Viermal binnen anderthalb Monaten hatte dieser vielversprechende junge Mann unerlaubterweise Automobile entfernt, weil eben Gelegenheit Diebe macht. Die Quittung, welche er dafür vom Richter bezog, lautete auf 6 Monate Gefängnis. Noch eine Probe aufs Exempel gefällig ? Dafür, wie's die Automarder treiben und dank der Unvorsichtigkeit der Automobilisten treiben können ? Parkierte da ein Neuenburger seinen Wagen bei der Astrid-Kapelle, um diese mit Frau und Tochter zu besichtigen. Bei seiner Rückkehr stellte er fest, dass ihm aus der Tasche an der Innenseite der Autotüre ein Cöuvert mit 550 Fr. geklaut worden war. Nach menschlicher Voraussicht hat der Mann eine Erfahrung von dieser Sorte wohl zum letztenmal gemacht. Bestohlene Kinder fürchten die Diebe. Wobei immerhin zu bemerken wäre, dass es gar nicht erst so weit zu kommen braucht. Die kleine Mühe des Abschliessens macht sich noch immer reichlich bezahlt. Sftvaisxen Nochmals: Oeffnung des Gotthards spätestens auf Pfingsten. Man schreibt uns : Der in Nr. 59 der «Automobil-Revue» erschienene Artikel über die Gründung einher Vereinigung für die frühere Oeffnung der Pässe im Gotthardgebiet hat mein lebhaftes Interesse gefunden. Noch jedes Jahr fuhr ich mit meiner Familie über Pfingsten nach dem Sonnenstand des Tessins. Leider aber war der Gotthard weder heuer noch vorletztes Jahr auf diese Zeit hin offen, weshalb ich mich 1937 entschloss, den Wagen in Göschenen zu verladen. Trotz der Reduktionen, welche die SBB für die Transporte durch den Gotthardtunnel gewähren, kam mich die Geschichte etwas teuer. Für Hinund Rückbeförderung des Wagens hatte ich 32 Fr. zu erlegen, dazu noch für 5 Personen Vorläufige Ergebnisse über die Haftpflichtversicherung von Motorfahrzeugen im Jahre 1938 Auch hn Berichtsjahr sind wir, nachdem uns die unter Aufsicht stehenden Versicherungsgesellschaften die Spezialberichte über die Haftpflichtversicherung von Motorfahrzeugen in der Schweiz vorgängig der allgemeinen Berichterstattung zugestellt haben, in der Lage, über den Verlauf dieses bedeutungsvollen ,Geschäftsweiges vorläufige Ergebnisse bekanntzugeben^ die wie folgt lauten: Die Betriebsziffern der Haftpflichtversicherung von Motorfahrzeugen der letzten fünf Jahre belaufen sich auf: PrämlenrOck Jahr Prämien Schäden Vergütungen Fr. Fr. Fr. 1934 25 009 415 15 380120 1847 644 1935 25 255 496 15 762 739 2092 318 1936 21212 420 15689 638 1473 884 1937 25439 524 15 386 480 1201110 1938 26 232198 14176 096 — Die Prämienrückvergütungen werden sich als eine Folge des Abrechnungssystems (3jährige Periode) durch die fortschreitenden Auszahlungen von Jahr zu Jahr noch etwas verändern. Sie stellen nämlich die auf das ZeichnunB«jafc.r entfallenden Rückvergütungen dar, während es .sich bei den Prämien und Schäden um die in den betreffenden Berichte Jahren effektiv eingenommenen bzwi bezahlten Beträge handelt. Gegenüber dem Vorjahr ist die um Fr. 792 674 gestiegen. Der Prämienzuwachs entfällt auf folgende Kategorien : Fahrzeugkategorie Prämieneinnahme Personenautomobile u. Lieferungswagen Lastwagen Motorräder Spezialrisiken PrSmienzuwachs des Jahres 1938 Fr. 449 566 113525 116 621 112 962 für fiohadenfreien Verlauf wurden im Berichtsjahr Fr. 2253 079 auegezahlt. Sie gehen zu Lasten der drei vorhergehenden Jahre mit folgenden Beträgen: ; ,. . Zu Lasten der Prämien- ' einnähme 1935 1S>36 1937^ gehen RDckvergÖfangm Fr." Fr. * Fr/ 1 * des Berichtsjahres mit 589607 518 362 1201 HO der Vorjahre mit 1558 711 955 522 . —, -1 In der Haftpflichtversicherung von Motorfahrzeugen kann sich die Erledigung schwebender Schäden während Jahren hinziehen. Die im Berichtsjahr bezahlten Schäden enthalten deshalb weitgehend Zahlungen für unerledigte Schadenfälle früherer Jahre, ^on den Schadenfällen des Berichtsjahres selbst gelangen vorerst nur die kleinern und solche zur Auszahlung, deren Liquidation keine oder nur •geringe Schwierigkeiten bietet. Die schweren und kostspieligen Schäden belasten demgemäss zunächst nur die Schadenreserve. Aus unten stehender Zusammenstellung ist ersichtlich, wie sieb die Schadenzabiungen des Jahres 1938 und der mutmassliehe Bedarf für schwebende Schäden auf Ende 1938 nach Jahrgängen getrennt zusammensetzen. Für Schadenfalle aus den Jahren: die Billettkosten auf der Strecke Qöschenen- Airolo retour im Betrag von Fr. 13-50. Macht nach Adam Riese zusammen Fr. 45.50. Nun, für die ganze Strecke von meinem Wohnort im Zürcher Oberland über den Gotthard nach dem Tessin und zurück habe ich nie mehr als zirka 35 Fr. für Benzin ausgegeben. Mit mir werden es sicher noch zahlreiche andere Automobilisten begrüssen, wenn wirklich dafür gesorgt wird, dass diese Qotthardstrasse insikünftig immer auf Pfingsten für AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 1. AUGUST 1939 — N° 62 Mitg. vom Eidg. Versicherangsamt. Total 792 674 An Prämlemückverefituneeo Total 2 092318 1473 884 1201110 im Jahre 1938 Schadenreserve bezahlte Schäden Ende 1938 Fr. Tr. 1933 und früher- 409 609 1667159 1934 51Ö 864 1155 301 1935 1099 262 1465 804' 1936 1864486 2246 861 1937 4 927 365 5 684 593 1938 5 355 610 14031293 Total U 176 096 26 251011 Hervorzuheben ist, dass die Rückstellung für schwebende Schäden die Höhe der Jahresprämien erreicht tat. Da ihre Dotierung allgemein nach strengen Grundsätzen erfolgt, darf angenommen werden, dass ihre Gesamtabwickdung schlussendlich keinen Verlust bringen werde. Indessen dürfen daran nicht zu hohe Erwartungen geknüpft werden, hat doch die Abwicklung der Reserve für schwebende Schäden aus den Vorjahren für im Jahre 1938 regulierte Schäden gezeigt, dass nicht weniger als fünf Gesellschaften auf der Abwicklung einen Verlust von Fr. 339 563 erlitten. Bei neun andern Gesellschaften war das Ergebnis positiv mit zusammen Fr. 4090 326. Wir weisen-aber neuerdings darauf bin, dass hierbei eine Belastungskömponente, nämlich diejenige für die Ausrichtung von Rückvergütungen bei schadenfreiem Verlauf — auch für die im Jahre 1938 seitens der Versicherten erworbenen — Ibei den meisten Gesellschaften nicht in Rechnung gestellt ist. Es darf deshalb nicht mit einer Entlastung des betriebstechnischen Aufwandes im Umfange des auf der Rückstellung für schwebende Schäden erzielbaren Abwicklungsgewinnes gerechnet werden. Zum Zwecke der Beurteilung des geschäftlichen Verlaufs der .Haftpflichtversicherung von Motorfahrzeugen im einzelnen setzen wir — wie in den Vorjahren — in den nachstehenden Tabellen 1—5 die Aufwendungen für bezahlte Schäden, für Prämienrüokvergütungen bei schadenfreiem Verlaut und für schwebende Schäden — jahrgangweise zusammengefaest und nach Fährzeugkategorien getrennt — mit den entsprechenden Prämieneinnahmen ins Verhältnis. Bei der Beurteilung des geschäftlichen Verlaufs der Haftpflichtversicherung von Motorfahrzeugen ist hinsichtlich der Zeichnungsjahre 1933 und früher, sowie 1934 zu bemerken, dass die schwebenden Schäden auf Ende des Geschäftsjahres 1938 bis auf den voraussichtlichen Bedarf von noch Fr. 1 677 159, und Fr. 1155 301 abgewickelt sind. Dagegen muss damit gerechnet werden, dase die Ergebnisse besonders der Geschäftsjahre 1936 und folgende durch weitere Zahlungen für Prämienrückvergütungen noch beeinträchtigt werden, wobei allerdings die vorsichtige Dotierung der Schadenreserven einigermassen ausgleichend wirken dürfte. Abschliessend sei dargestellt, welchen Verlauf die Schadenbelastung Inkl. Prämienrückvergiitungen im Verhältnis zur Prämieneinnahme seit 1934 in den einzelnen Fahrzeugkategorien genommen hat: Fahrzeugkategorie 1934 1935 193« 1937 1938 den durchgehenden Verkehr offensteht. Voriges Jahr schon erhoben die Verkehrsinteressenten und mit ihnen auch die «Automobil- Revue > die Forderung, diesen wichtigen Uebergang im «Jahr der Landesausstellung» möglichst frühzeitig freizulegen. Und mit den neuen Schneeräumungsmaschinen, die sich ja so gut bewähren sollen, hätte man die Oeffnung auf Pfingsten bestimmt erreichen können. Allerdings: rechtzeitiger Beginn der Arbeiten ist und bleibt dabei Voraussetzung, Für mich steht es ausser Zweifel, dass auch das Wirtschaftsgewerbe von einem derartigen Schritt nur profitieren könnte. Man braucht ja nur an einem schönen Sonntag eine Passfahrt zu unternehmen, um es bestätigt zu finden, dass die Automobilisten immerhin einen beträchtlichen, wenn nicht den wichtigsten Teil der Gäste der Passhotels und -wirtschaften repräsentieren. Von dieser Frequenz fällt auch wieder etwas für die Kantone, in unserm Fall-somit für Uri und Tessin, ab. Und die Summen, welche sie für die-Schneeräumung und möglichst frühzeitige Oeffnung der Pässe aufzuwenden hätten, würden in Form erhöhter Steuererträge des Gastgewerbes usw. wenigstens teilweise wieder in die Staatskasse zurückfliessen. Schliesslich zahlt nur jener Steuern, der ein Einkommen hat. Aus eigener Anschauung weiss ich, dass zu Pfingsten Hunderte von Wagen in Andermatt oder auf dem Qotthardhospiz Halt machen. Meiner Ueberzeugung nach könnte sich die neugegründete Vereinigung den Dank Tausender von Automobilisten erwerben, wenn sie bei den Regierungen der in Betracht fallenden Kantone mit allem Nachdruck darauf dringen würde, dass die Schneebrucharbeiten am Gotthard künftighin spätestens auf Pfingsten beendet werden. Die Belebung von Verkehr und Wirtschaft würde die Ausgaben dafür bezahlt machen, ganz zu schweigen von der propagandistischen Wirkung einer solchen Tat. O.S. •Verkehr Radfahrende Geschäftsausläufer im Strassenverkehr. Es hat schon seine Richtigkeit damit, dass die radelnden Bäcker- und Metzgerjungen und andere Angehörige der velofahrenden Ausläufergilde durch ihr dreistes, mitunter jeder Disziplin hohnsprechendes Verhalten glühende Kohlen auf ihr Haupt sammeln. Der Automobilist, der Tramführer und der Fussgänger, dem sie nicht schon innigste Verwünschungen entlockt haben, müsste erst noch geboren werden. Wenn sich deshalb das Polizeidepartement Baselstadt in einem Aufruf mit dieser ganz besonderen Kategorie von Strassenbenützern befasst, wobei es, durchaus objektiv, nicht nur deren eigene Sünden saftig rügt, sondern auch auf die Fehler anderer hinweist und daran ein wohltemperiertes Wort der Ermahnung knüpft, so verdient dieses Vorgehen auch andernorts Personenautomobile und " i Lieferungswagen 73 66 60 64 66 Lastwagen 89 85 82 84 97Nachahmung. Der Appell lautet wörtlich : Motorräder ' 81 77 90 82 81 Bei der Behandlung der Verkehrsunfälle fällt Spezialrieiken 102 74 78 67 91auf, welche besondere, leider bedauerliche Rolle die Durchschnitt 77 71 67 69 74 radfahrenden Geschäftsausläufer spielen. Immer wieder finden wir sie unter den Verkehrssündern Diese Verhältniszahlen werden naturgemäss und nur zu oft unter den Verletzten, als bedauernswerte Opfer. Die einfachsten Verkehrsregeln wer- nach Massgabe der fortschreitenden Abwicklung der auf die einzelnen Jahre entfallenden Schadenreserven und durch die zunehmenden Prämienten, vor dem Abbiegen wird kenn Zeichen gegeben, den ausser acht gelassen. Kurven werden geschnitrückvergütungen für schadenfreies Fahren von das Vortrittsrecht wird nicht respektiert, unübersichtliche Strassenzüge werden durchrast, es wird Jahr zu Jahr etwas modifiziert. Gegenüber dem Vorjahre sind sie 1938 im Gesamtdurchschnitt der den steilem Hang hinuntergesaust, Fahrverbote werden ignoriert. Fahrzeugkategorien beträchtlich gestiegen. Warum dieses selbstmörderische Verhalten? Man Wir weisen erneut darauf hin, dass in vorstehenden Zahlen die Kosten des Versicherungsbetrie- Arbeitgeber, der den Ausläufer mit Aufträgen über- hat es eilig. Und immer "ist der andere schuld. Der bes nicht eingeschlossen sind. Sie belaufen sich auf häuft und überlastet, eo dass der «arme Bursche» mindestens 30% der Prämien. Die angegebenen Gesundheit und Leben riskiert. Die Hausfrau, wejche die Bestellungen nicht rechtzeitig aufgibt? Gc- Belastungskoeffizienten zeigen demnach, dass sich die Geschäftslage in der Haftpflichtversicherung wks, in vielen Fällen trifft das zu. Aber in weit von Motorfahrzeugen eher wieder etwas ungünstiger mehr Fällen liegt die Schuld beim Ausläufer selbst gestaltet hat. Wie rasch ist kostbare Zeit an irgend einer Haustür oder Strassenecke verplaudert, die dann unter Gefahren eingeholt werden muss. Oft sind Geschäfteräder in mangelhaftem Zustand (schlechte Bremsen). Es genügt nicht, dass der Ausläufer Weisung hat, notwendige Reparaturen zu melden. Ein JüngMng gibt sich oft über die Tragweite von Nachlässigkeiten \n der Behandlung seines Vehikels zu wenig Rechenschaft. Pflicht des Prinzipals bleibt es, dem Zustand seiner Geschäftsräder die nötige Aufmerksamkeit zu schenken. Halsbrecherische Fahrzeuge sind für ein Geschäft weder eine Ehre noch eine Reklame. Wir appellieren ein erneutes Mal an die Verantwortung aller. Die Hausfrau denke rechtzeitig an ihren Bedarf, der Meister an das ihm anvertraute Gut und der Ausläufer an sein und 6einer Mitmenschen Gesundheit und Leben. sicher auf und fragt: « Ich denke, es bleibt bei dem Preis, den wir gestern vereinbart haben!» Der Mann aus dem Dorfe lacht. Er freut sich des Geschäftes, das er gemacht hat. Sicher hält er den jungen Mann für einen Narren. Doch dieser geht bereits mit weit ausholenden Schritten vor den beiden her. Lacht nur, denkt er, ich werde euch zeigen, was man aus dem Walde machen kann. Wenn ihr glaubt, ich könne nur Brot essen, so habt ihr euch geirrt. Er geht immer eiliger und pfeift ein lustiges Lied vor sich hin. Der Klang der Axt, die auf hartes Holz trifft, tönt Tag für Tag durch den Wald. Hin und wieder verstummt dieser Laut, und Stille, die wie ein banges Aufhorchen ist, tritt ein. Dem Schweigen folgt ein seufzender Ton, der wie eine Klage durch den Wald geht und diesem ein Splittern und Krachen. Wieder liegt einer der alten Riesen, von dem schlanken Manne besiegt, auf deT Erde. Die Säee kreischt auf. Mit scharfen Zähnen frisst sie Ast um Ast vom Stamm, zerschneidet die stärkeren Aeste in Stücke von einem Meter Länge, die — nachdem sie mit dem Zugmesser von der Rinde befreit sind — in hohe Stapel geschichtet werden. Später wird das Holz in einer neuen Industrie Verwendung finden. Der Erlös aus dem Holze wird dem Manne reichen, sich die Werkzeuge für die (Feldbestellung anzuschaffen und wohl auch für den Bau einer Hütte. Der Anfang war für den Mann furchtbar schwer, ja, er ist unter der. ungewohnten Arbeit nahezu zusammengebrochen. Nur mit Aufwand aller Energie gelang es ihm, die ersten Schwierigkeiten zu überwinden. Er hatte Blasen an den Händen, die wie Feuer brannten, wenn er etwas anfasste. Später sind die Blasen aufgegangen. Unter ihnen hatte sich bereits die neue Haut gebildet, und diese Haut wurde hart. Jetzt hat er Schwie^ len an den früher so weichen Händen, und sie schmerzen nicht mehr, wenn er die Axt schwingt. Auf der auseehauenen Lichtung hat er ein Zelt aufgebaut, in dem er schläft. Eine Schicht Moos, über die ein alter Sack gebreitet ist und eine Decke für die kalten Nächte, das ist sein Lager. Darauf schläft er so gut, wie nie zuvor in einem Bett. Am Abend sinkt er todmüde nieder, und die Augen fallen ihm zu, ehe er Zeit findet, sich richtig zu bedecken. Der erste Sonnenstrahl, der die Bergspitzen aufglänzen lässt, findet ihn bereits wieder an der Arbeit. — Bis vor wenigen Tagen hat er sich mit kalten Mahlzeiten begnügt. Ein Stück Brot, dazu ein Stück Käse und einen Schluck Wasser aus dem Bach oder einem Rinnsal, mussten ihm genügen. Nun hat er bei seinem letzten Gang in das Dorf einen Kochapparat gekauft und kocht sich jeden Tag um die Mittagszeit eine Suppe, die er mit stillem Behagen verzehrt. An den Sonntagen, an denen er keine ArbeiJ verrichtet, kocht er sich mitunter ein ganzes Menü, bestehend aus Suppe, Gemüse oder Kartoffeln. Das sind die Festtage für ihn, an denen er seine Werkzeuge wieder instand setzt, Briefe schreibt oder in einem Buche liest, das er in einem Sack im Zelt verwahrt. Es ist bereits eine grosse Lichtung entstanden, und das geschälte Holz zu Stapeln aufgeschichtet,-über die auch ein sehr grosser Mann nicht hinsehen kann. Da steigt eine junge Frau aus dem Dorf zum Wald empor. Sie ist städtisch gekleidet, trägt Schuhe mit hohen' Absätzen, die nur schlechten Halt finden auf der ausgefahrenen Strasse. Auf dem Wege, der am Waldrand vorbeizieht, bleibt sie stehen und ruft laut einen Namen. « Seipp ! » ruft sie, und dann noch einmal : « Sepp ! » — Dann steht sie stille und lauscht. Aber die Axthiebe dröhnen weiter durch den Wald, und sie muss noch oft rufen, bis der Mann sie endlich hört und aus dem Walde kommt. « Bist du nun doch gekommen ! > sagt er, und Aerger klingt durch seine Stimme. « Ich habe dir doch geschrieben, dass du nicht kommen sollst, Lisbeth. Was willst du auch hier im-Walde ? — Das ist doch kein Platz für dich!» (Fortsetzung folgt.)

N° 62 — DIENSTAG, 1. AUGUST 1939 AUTOMOBIL-REVUE IN DER SCHWEIZ Ein heikles Sport-Thema. «Touren- und Sportwagen müssen einen Verbrennungsmotor aufweisen und sie müssen mit einem handelsüblichen, normalerweise an Sauden beziehbaren Brennstoff gefahren werden. Sie müssen ferner mit allen normalen, aus dem Katalog oder Fabrikationsausweis ersichtlichen Zubehören ausgerüstet sein; das Entfernen irgendwelcher Teile ist untersagt.» • So wird in Art. 9 des Allgemeinen Sportreglementes des ACS, das für alle nationalen Sportveranstaltungen massgebend ist, •wörtlich ausgeführt. Reglemente sind dazu da, um beachtet zu werden. Jeder Fahrer muss voraussetzen dürfen, dass von Seiten der zu den Konkurrenzen abgeordneten Sportkommissären objektiv und eingehend geprüft wird, ob die Wettbewerbsteilnehmer den Reglementsvorschriften nachleben, so dass Einwände und Proteste wegen Nichtbeachtung der Vorschriften zum voraeherein unterbunden werden. Vorbeugen,ist auch hier besser als heilen! Wie steht es nun aber in der Praxis ? An den bisherigen nationalen Sportveranstaltungen war die Kontrolle der teilnehmenden -Fahrzeuge — mit Ausnahme am Bergrennen Develier-Les Rangiers — nirgends eine so gründliche, dass der von den Fahrern verwendete Brennstoff auf seine Zusammensetzung auch wirklich geprüft wurde. In Treu und Glauben hat man angenommen, dass sämtliche Konkurrenten den normalerweise an Säulen erhältlichen Brennstoff für die Rennen verwenden, also entweder gewöhnliches Handelsbenzin oder normale Superbrennstoffe. Ob dieser Glaube wirklich gerechtfertigt ist ? An den Bergrennen an der Vue-des-Alpes und In Rheineck-Walzenhausen mag es vorgekommen sein, dass in Unkenntnis der bestehenden Bestimmungen ein anderer, nicht handelsüblicher •. Brennstoff verwendet wurde. Man war sich nicht bewusst, gegen eine wesentliche Vorschrift verstossen und sich eine gewisse Sonder- (lies: Besserstellung gegenüber andern Konkurrenten herausgenommen zu haben. Gewiss, es handelt sich hier um eine Reglementsbestimmung, die auf ihre Beachtung seitens der Konkurrenten nicht leicht kontrolliert werden kann, es sei denn, dass man den gleichen Weg geht, wie dies früher bei den Motorradrennen der Fall gewesen ist, wo die Veranstalter des Rennens selbst den Brennstoff lieferten, also jeder Fahrer mit der gleichen Qualität in den Kampf ziehen 'musste. Bei den Autorennen ist dies nur möglich, wenn die Fahrzeuge nach ihrer Abnahme durch die technische Kommission bis zum Rennbeginn in einen geschlossenen, bewachten Park geführt werden, wo ihnen entweder der zu verwendende «Saft» von den Organisatoren abgegeben oder kurz vor dem Start ihrem Wagen eine Brennstoffprobe entnommen wird, die man dann durch eine zuständige, neutrale Stelle (eidg. Prüfungsanstalt für Brennstoffe in Zürich untersuchen lassen würde. Auf alle Fälle muss bei den kommenden Veranstaltungen etwas geschehen, damit dieser klaren eindeutigen Vorschrift betreffend die Brennstoffqualität nachgelebt Werden kann. Es fragt sich überhaupt, ob es nicht zweckmässiger wäre, wieder zum frühem Zustand der Schaffung geschlossener, bewachter Parks nach der Fahrzeugabnahme zurückzukehren, kann es doch sonsj immer wieder passieren, dass ein Wagen bei der Abnahme punkto Ausrüstung den Bestimmungen genau entspricht, was beim Start nicht mehr zutrifft, weil man nachträglich gewisse Aenderungen vorgenommen hat. Werden die Wagen vor dem Start durch die Sportkommissäre nicht nochmals kontrolliert, so bleibt die eigenmächtige Aenderung ungeahndet. Meist fehlt aber den Siportkommissären die Zeit dazu, diese Nachkontrolle vorzunehmen, ganz abgesehen davon, dass durch dieses Verfahren die erste Wagenabnahme eigentlich unnütz und hinfällig würde. Ein ebenso heikles Kapitel bildet auch die Vornahme von Aenderungen an Motor und Karosserie, um höhere Leistungen zu erzielen. Die Beispiele sind ja nicht selten, wo ein Wagen in einem Jahr nicht das leistet, was man von ihm erwartet, und siehe da: schon im nächsten Jahr ist das Leistungsvermögen dieses gleichen Wagens, trotzdem er um ein Jahr älter geworden ist, wesentlich besser geworden, weil man den Motor etwas frisiert hat, wofür ja verschiedene Mittel zur Verfügung stehen. Die Benachteiligten sind dann jene, die mit dem wirklich « serienmässigen und handelsüblichen Personenfahrzeug » wie es im allgemeinen Sportreglement heisst, am Start erscheinen. Stichproben und ein geschlossener Fahrzeugpark könnten hier Wunder wirken. Gewiss, die Tourenwagen sind dann möglicherweise nicht mehr so schnell, aber man hätte wenigstens für alle Konkurrenten eine aufrichtige, unanfechtbare Situation geschaffen. Oder man wählt den andern Weg, gestattet im Reglement das Frisieren der Tourenwagen und braucht dann bei Uebertretungen die Augen nicht mehr zu schliessen. Eine weitgehendere Kontrolle der Fahrzeuge auf Grund klarer und für alle geltender Bestimmungen wird die heutigen Ungleichheiten beseitigen helfen und alle Konkurrenten auf die gleiche Stufe stellen. V Kommt das Klausenrennen wieder? Es scheint, dass man in den beiden nächstinteressierten Kantonen Glarus und Uri die Wiederauferstehung des Klausenrennens, das nun seit 1934 nicht mehr durchgeführt worden ist, lebhaft begrüssen würde. Bekanntlich haben die zuständigen Organisatoren seinerzeit eine Neuauflage vorab von der Instandstellung der Strasse auf dem Urnerboden, welche den hohen Geschwindigkeiten der modernen Rennwagen nicht mehr zu genügen vermochte, abhängig gemacht. Der Kanton Uri hat nun in den letzten zwei Jahren .den Urnerbodenabschnitt derart modernisiert, dass er die heute an ihn gestellten Forderungen erfüllen dürfte. Des weiteren soll beabsichtigt sein, die Strasse von der Glarnergrenze bis zum Urnefboderi,' was-das urne^ rische Teilstück anbetrifft, ebenfalls staubfrei zu machen. Damit wäre dann die Strecke vom Start in Linthal bis-zum Hotel Wilhelm Teil auf dem Urnerboden, d. h. mehr als die Hälfte des Parcours staubfrei und eine der' Voraussetzungen für die Wiederabhaltung 1 des Klausenrennens gegeben. Bleibt die nötige .Abklärung der finanziellen Seite, denn es muss bei ungünstigen WitterungsverhäJtnissen immer mit einem ganz erheblichen Defizit gerechnet werden. Eine Bedingung dabei ist, dass auch der Kanton Uri und die Besitzer des an die Rennstrecke grenzenden Bodens das nötige Entgegenkommen zeigen und ihre bisherigen Ansprüche erheblich herunterschrauben. Die letzten fünf Jahre, in denen das Rennen nicht stattgefunden hat, dürften den interessierten Landesgegenden deutlich bewiesen haben, welch vorzügliche Propaganda und nicht zu unterschätzende Einnahmequelle das grösste Bergrennen des Kontinents für sie bedeutet; es wäre daher verfehlt, wenn durch immer noch zu hoch geschraubte, finanzielle Forderungen die Wiederaibhaltung der-Veranstaltung verunmöglicht würde. Wenn sie nicht schon auf den internationalen •Automobis-portkalender gesetzt wird, dann nalen Automobilsportkalender 1940 gesetzt wird, dann sollte dies doch für 1941 möglich sein. V VI. Grosser Preis der Schweiz für Automobile in Bern. Erste Namen aus der Gd-Prix-Startliste. Sofort, nachdem die Durchführung des Grossen Preises der Schweiz für Automobile eine beschlossene Sache war, machten sich die Veranstalter an die Startverpflichtung bekanntester Rennfahrer. In knappester Zeit ist es der Rennleitung auch gelungen, verschiedene europäische Spitzenfahrer für den Grossen Preis der Schweiz für Automobile zu verpflichten. Es steht schon jetzt fest, dass das grösste Automobilrennen in der Schweiz, das wiederum auf der Bremgartenwald-Rundstrecke bei Bern zur Austragung kommt; gerade diesmal ein Ereignis erster Ordnung zu werden verspricht. Wer wird am 20. August in Bern starten? Auto-Union hat nachstehende Fahrer genannt • Tazio N u v o - lari, seit Jahren einer der führenden Männer des Motorsports; Hans Stuck, der dieses Jahr den Grossen Preis von Bukarest gewann und seit langem zur Spitzenklasse gehört; Hermann Müller, der Sieger des Grossen Preises von Frankreich 1939 und einer der aussichtsreichsten Anwärter für die Europa-Meisterschaft; Rudolf Hasse, die Nummer «Sicher> seines Rennstalles, und als Ersatzfahrer Georg Meier, der sowohl im internationalen Motorrad- und Automobilrennsport einen berühmten Namen hat. Mercedes-Benz schickt folgende Piloten ins Feuer: den dreifachen Europameister Rudolf Garacciola, der den diesjährigen Grossen Preis von Deutschland gewann; Hermann I> a n g, fder sich in grosser Form befindet und dieses Jahr bereits Sieger im Grossen Preis von Tripolis, im Eifelrennen, im Grossen Preis von"Pau ,und. inr Grossen Breis von Belgien war; Manfred ' von Brauchitsch, der viele denn es gilt, die Unterhaltskosten des Vollblut-Amerikaners im Einklang mit den Zeiten zu reduzieren. Der neue Willys Overland, ein Wagen von echt amerikanischer Behendigkeit und Elastizität, wird nur mit 11 PS versteuert und versichert und begnügt sich auf 100 km mit 11 Liter Brennstoff, stellt bescheidene Ansprüche im Unterhalt und wird zu einem erstaunlich billigen Preis verkauft. Was wir Ihnen gerne am Objekt beweisen würden. Generalvertreter: S. A. Fratelli Ambrosoli, Locarno, Zürich, Dufourstrasse 188. Vertreter: Garage Metropol A.-G., Zürich; Bern: Garage Gebr. Marti; Basel: Ed. Contelly, Garage; Genf: Joillet & Girardet; Winterthur: H. Roos; St.Gallen: Hch. Grünenfelder, Garage; Amt Aarwangen und Wangen: M. Moser, Herzogenbuchsee ; Brugg : Garage Zulauf; Wohlen : J. Henggi; Lugano : Edmondo Ferrari,, Palazzo Riviera. Es werden für einige Gebiete noch Vertreter gesucht. Kommende Ereignisse I Internationaler Sportkalender 1939. (R-IF = Rennen nach der int. Grand-Prix-Formel; R = Rennwagen; S = Sportwagen; T = Tourenwagen; GRANDE EPREUVE.) August. 6. Deutschland: Grosser Bergpreis von Deutschland (RS). 6. Frankreich: Grosser Preis von Comminges (RS). 7. Grossbritannien: Meeting in Brooklands (RS). 13. Italien: XV. Coppa Acerbo (R 1500 ccm). 15. Italien: VII. Targa Abruzzo (S). 16.—20. Belgien: XIX. Zuverlässigkeitsfahrt Lüttlch- Rom-Lüttich (T). 20. SCHWEIZ: VI. GROSSER PREIS DER SCHWEIZ (R-IF). 26. Grossbritannien: 200-Meilen-Rennen (RS). 26. Grossbritannien: Rennen um die Imperial- Trophäe (RS). 27. Belgien: Grosser Preis der Internat. Wassersport-Ausstellung in Lüftich (S). 27.— 3. September: Frankreich: II. Internationales Rallye de la Baule (ST). schöne Erfolge aufweist und Hans Brendel, der für grosse Taten prädestiniert zu. sein scheint. Die Verhandlungen mit berühmten französischen unä italienischen Spitzenfahrern stehen vor dem Abschluss. Die Startliste wird noch wertvolle Ergänzungen erfahren. In einem vom Anfang bis zum Schluss höchst spannenden Kampfe über Vorlauf und Endlauf wird der Sieger ermittelt. Nach den vielfach überraschenden Ergebnissen an den bisher ausgefahrenen Grand Prix ist es ungemein schwer, vorauszusagen, wer den diesjährigen Grand Prix gewinnen wird. Auch bei den Rennen bis 1500 ccm stossen scharfe Konkurrenten aufeinander. Aus dem interessanten Startfeld werden in einem nächsten Communique einige Namen genannt. Hug im Flugzeug nach Lausanne zurückgekehrt. Wie wir noch in der Freitagausgabe gemeldet haben, hat sich im Zustand Armand Hugs im Laufe der letzten Woche ein bedeutender Fortschritt bemerkbar gemacht. Nach zehntätiger, immerwährender Bewusstlosigkeit sprach er am Montag und Dienstag die ersten Worte, um dann vorübergehend das Bewusstsein wieder zu vertieren. Während Dr. Escudie, der ihn seit der Einlieferung in die Klinik mit grosser Sorgfalt betreuende Arzt, am Mittwoch keine weitere Besserung feststellen konnte, erlangte Hug das Bewusstsein am Donnerstagabend und vor allem am Freitagmorgen in vermehrtem Masse, so dass es ihm möglich war, sich mit seiner bei ihm weilenden Mutter zu unterhalten. Angesichts dieser erfreulichen Umstände erhielt unser Landsmann die Erlaubnis, am Samstag auf dem Luftweg nach der Schweiz zurückzukehren. Das Flugzeug mit Hug an Bord traf Samstagnachmittag 3 Uhr auf dem Aerodrom von La Blecherette in Lausanne ein. worauf er sofort in das Kantonspital überführt wurde. Wenn sich in seinem Zustand auch ab und zu Rückschläge konstatieren lassen, so geben doch die Ärzte die Hoffnung auf eine vollständige Genesung nicht auf. IN ITALIEN. Farina gewinnt die Coppa Ciano. In Livorno wurde über 348 km die Coppa Giano ausgetragen, die dieses Jahr nur der Klasse bis 1500 ccm reserviert war. Ausser einem leichten Zusammenstoss zwischen Pietsch und Plate, bei dem es hauptsächlich Materialschaden gab, verlief das Rennen ohne grosse Zwischenfälle, aber von den elf gestarteten Konkurrenten erreichten nur vier das Ziel. Farina, der die schnellste Runda mit 146,238 km/Std. fuhr, siegte mit Rundenvoreprung. Das Klassement: 1. Farina auf Alfa Romeo 2:30:10,4 (Stundenmittel 139,2 km). 2. Cortese auf Maserati eine Runde zurück. 3. Biondetti auf Alfa Romeo \% Runden zurück. 4. Pintacuda-Aldrighetti auf Alfa Romeo zwei Runden zurück. IN U.S.A. Zum Brand des Weltrekordwagens von Jenkins, über den wir in der letzten Nummer bereits kurz berichtet haben, erfährt man noch, dass er auf das Anfressen eines Lagers der Hinterachse des «Morcnon Meteor> zurückgeführt wird. Jenkins beabsichtigte, den von ihm selbst gehaltenen Weltrekord über 24 Stunden zu verbessern und befand sich gerade drei Stunden unterwegs, als ihm ein ungewöhnlicher Lärm auffiel. Er brachte sein Fahrzeug zum Stehen, nahm eine Kontrolle vor, ohne jedoch einen Defekt zu finden und wollte neuerdings starten. Plötzlich zischten hohe Stichflammen aus dem Vehikel empor und Jenkins, der von seinem Sohn und einem Mechaniker nur unter grössten Anstrengungen vom Sitz gerissen werden konnte, erlitt schwere Brandwunden an den Armen und Beinen und wurde sofort ins Krankenhaus von Salt Lake Oify transportiert. Der Weltrekordwagen ist vollständig ausgebrannt. Major Campbell kehrt in die Schweiz zurück. Der englische Motoriboot-Weltrekordmann Sir Malcolm Campbell hat sich ein neues Rekordboot bauen lassen, das zu Rekordfahrten auf einem englischen See eingesetzt werden sollte. Die Verhältnisse waren daselbst offenbar nicht günstig genug, denn Major Campbell hat nun den Präsidenten des Schweiz. Motorbootsport-Verbandes benachrichtigt, dass er beabsichtige, vom 14. August an auf dem Hallwilersee neue Weltrekordversuche zu unternehmen. Albert Schmidt, der schweizerische Verbandspräsident, hat den Auftrag übernommen, die technische Organisation vorzubereiten.