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E_1939_Zeitung_Nr.061

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Verkehr Aucb die Schule

Verkehr Aucb die Schule kann mithelfen, dir BelSstigung von Automobilisten einen Riegel zu schieben. Wie wir seinerzeit gemeldet, war der A.C.S. mit einer Eingabe an die kantonalen Erziehungedirektionen gelangt, worin er die Behörden auf die Belästigung der Automobilisten durch die Schuljugend aufmerksam machte und den Wunsch aussprach, es möchten die erforderlichen Schritte zur Eindämmung derart unliebsamer Vorkommnisse unternommen werden. Mit Genugtuung dürfen wir feststellen, dass der Appell des Automobil-Glube auf fruchtbaren Boden gefallen ist So hat u. a. die Zuger Regierung einen Aufruf an die Lehrerschaft der öffentlichen Schulen gerichtet, worin sie sehr zutreffend beimerkt, dass hier nicht nur das wirtschaftliche Interesse der Hotellerie und anderer Wirtschaftszweige, sondern das bisher in der ganzen Welt geltende Ansehen der Schweiz als eines Landes vorbildlicher Ordnung und Höflichkeit auf dem Spiel stehe. An die Lehrerschaft ergeht deshalb die Einladung, die Schuljugend von Zeit zu Zeit Jaran su mahnen, dass Höflichkeit und Respektierung des Eigentums anderer zu den vornehmsten Pflichten des Menschen gehören und dass das Verhalten nnsern fremden Gästen gegenüber der beste Prüfstein für die praktische Beobachtung dieser Pflichten darstelle. Zu hoffen bleibt jetzt nur, das verständnisvolle Vorgehen der Erziehungsbehörden •werde seine Früchte zeitigen, wozu neben der Schule auch das Elternhaus beitragen kann. Und zwar nicht wenig. Verkehrsunterricht an der LA. Hans Zollinger, Winterthur, der Verfasser des bekannten Handbüchlein: «Die Autoprüfung in der Tasche», hielt letzthin mit seinen Sekundarschülern an der Lebendigen Schule der LA eine Lektion über die Regeln des Strassenverkehrs. In verdankens- •werter Weise wurden ihm zu diesem Zwecke die ausgezeichneten Innerorts- und Äusserortsverkehremodelle des Zürcherischen Fahrlehrerverbandes zur Verfügung gestellt und die s. Z. in Verbindung mit dem A.C.S. geschaffenen trefflichen Wandbilder ergänzten das Anschauungsmaterial. Erfreulich ist, dass der wichtigen Frage eines geordneten Straseenverkehrs auch in der Schule •vermehrte Aufmerksamkeit geschenkt wird, denn was nützt, wie aus der Lektion zu eifahren war. die 'beste Aus- Liste der Strassen für Gesellschaftswagen bis zu 2 m 40 Breite. Der Bundesrat hat die Liste der für Gesell- •chaftswagen bis 2,40 m Breite geöffneten Strassen durch Aufnahme folgender Strassen weiter ergänzt: 1. Silvaplana - Maloja - Castasegna - (Ghiavenna); 2. Eglisau - Hüntwangen - Zollamt Wil Grenze - (Bühl); 3. Brunnen - Amsteg. bfldung des Automobilisten, wenn nicht auch der letzte Fusegänger, Velofabrer bis zum cfoerüchtigten» Jauchewagenführer von der Aufklärung erfasst wird ? Volle Sicherheit werden wir erst dann haben, wenn jeder Strassenbenützer an seinem Orte genau weias, was für Rechte und Pflichten ihm zustehen t K LEINS CHRONIK Blumenanbieten durch Kinder auf der Strasse. Der T.G.S. teilt mit: Es ; kommt in der letzten Zeit wieder häufiger vor, dass Kinder am Strassenrand Blumen oder kleine Andenken verkaufen. Da sie die Gefahren des Strassenverkehre unterschätzen, wagen sie sich dabei bis in die Strassenmitte vor. Der Touring-CIub der Schweiz (T.C.S.) hat sich an die zuständigen kantonalen Behörden gewandt, um sie zu bitten, den Kindern in der Schule und durch die Polizeiorgane die Weisung zu geben, den Strassenrand nicht zu verlassen. Dort, wo dieser Handel eine allzu grosse Ausdehnung annimmt, sollte er eingeschränkt werden* Der Geschäftsbericht der Schweiz. Verkehrszentrale für das Jahr 1938 gewährt im Abschnitt «Propaganda» auch Einblick in jene vielgestaltigen Mässnahmen, welche für die Werbung für die Autotouristik getroffen worden sind. Wir entnehmen der Alpenposten. Die 6. Betrie'bfwoche während der Sommersaison 1939 brachte den Alpenposten bei einer Gesamtfretruenz von 42 972 Personen einen Ausfall von 10 598, wenn man die Parallelwoche des Vorjahres zum Vergleich heranzieht, die mit 53570 Fahrgästen zu Buch steht. Von der Beeinträchtigung des Fremdenverkehrs durch die unsichere politische Lage abgesehen, findet der starke Rückgang seine Erklärung wohl hauptsächlich im Wetter, das alles andere als dazu angetan war, die Reiselust zu wecken. Von den 40 Kursen schliessen denn auch nicht weniger als 31 mit einem Minus ab, wobei von der rückläufigen Bewegung vor allem die Linien Urnäch-Schwägalp (—2840), Reichenbach-Griesalp (—1206), die Grimsel (—1185), die Furka (—915) und der Gotthard (—648) erfasst worden 6ind. Auf- der Gegenseite hält sich die Zunahme der Reisendenzahlen, die sich auf 9 Routen beschränkt, in sehr bescheidenen Grenzen; so erreicht sie auf len fortgesetzt und im Sommer 1938 mit den frag- Stellen in Schlesien, Schleswig-Holstein, Ost- Schilderung der Tätigkeit, welche die SVZ inlichen diesem Gebiete entfaltet hat, folgende Einzelheiten: preussen und Danzig persönliche Beziehungen angebahnt. Die Einrichtung eines Itineraire-Dienstes «Die sehr beliebte Strassenkarte haben wir in hat sich für Deutschland als nicht notwendig erwiesen. Seit Frühjahr 1938 hat die P.T.T. auch in deutscher, französischer, englischer und italienischer Sprache herausgegeben. Die Broschüre „Im der Agentur S.B.B. Paris einen Autobeamten eingestellt, der u.a.-den Itineraire-Dienst besorgt. Herr Auto durch die Schweiz" erschien im Nachdruck in deutscher, englischer, holländischer und italienischer Sprache. einem erweiterten Aktionsradius, d. h. bis Lyon und Manz, unser Vertreter in Südfrankreich, hat in • In französischer Sprache wurde für Frankreich Toulouse, eine Reise zur Fühlungnahme mit Automobil-Clubs, Auto-Zeitschriften etc. unternommen. und Belgien eine besonderes Flugblatt „Renseignements pratiques pour visiter la Suisse en automobile" in einer, Auflage von 50 000 Exemp.lamen her- von nun an planmässig besucht werden sollte. Wir halten dafür, dass die französische Provinz ausgegeben. Der im letzten Winter eingeführte Schneemeldedienst an Tankstellenhalter ist von 250 auf 490 Der Agentur Londbn ist es gelungen, in Gemeinschaft mit der englischen Vertretung der Humber Tankstellen erweitert worden und erfasst die ganze Automobile eine reich illustrierte und gut aufgemachte Broschüre „To the Winter Sports by Car" Im Sommer 1937 ermöglichten .wir einem unse- Schweiz. herauszubringen, für welche wir die Hälfte der Kosten übernommen haben. rer bewährtesten Vortragsredner in Frankreich eine Studienreise über die Alpenstrassen, damit er seine Neben den Hinweisen auf den Autotourismus Vortragstätigkeit auch über die Schweiz als Autoland ausdehnen könne. Seine gestützt darauf aus- in den Kollektivinseraten wurden spezielle Inserate in den Autozeitschriften v.on England, Frankreich, gearbeiteten Vorträge über „Les 9 cols alpestres Belgien, Dänemark, Schweden, Holland aufgegeben. suisses" konnten im Berichtejahre in Frankreich und Die Abgabe von Itineraires ist besonders in Belgien 41mal gehalten werden, wobei 23 250 Be- Brüssel, Paris und Prag ausgebaut worden. Die Itineraire-Blätter werden vom T.G.S. zur Verfügung gestellt. , AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 28. JULI 1939 ^- N° 61 >&u€c»l£u*s^ So wirbt die SVZ für unsern Autotourismus Der in der Agentur Berlin tätige Autobeamte der P.T.T. hat nach einem mit den zuständigen Instanzen aufgestellten Plan die Besuche bei den wichtigsten Reisebüros und D.D.A.C.-Geschäftsstel- sucher erreicht wurden. Zur Illustrierung dieser äusserst gut besuchten Vorträge stellten wir rund 300 kolorierte Diapositive zur Verfügung.» der Verbindung: St. Moritz-Maloja-ChiaTenua mit + 669 ihren Höchswert. Absolut betrachtet, wartet nach wie vor Nesslau-Buchs mit 4608 (—133) Passagieren mit den gröseten Frequenzziffern auf; St. Moritz-Maloja-Chiavenna steht mit •4494 (+689) im zweiten Rang, gefolgt von Chur-Julier-St. Morit* mit 3573 (—391) und der S. Bernardinoroute mit 1993 (—358). Währenddem in der entsiprechenden Vorjahreswoche die Grimsel und Reichenbach-Griesalp von über 2800 Reisenden benützt wurden, sank deren Frequenz auf 1633 resp. 1671 Personen. A.CS. SEKTION LUZERN. Wohltäflgkeltsfahrt Sine frohe Fahrt unternahm letzten Sametag der A.C.S. Luzern mit den Kindern der Erziehungsanstalt Maria-Zeil Sursee. Zur Freude aller stiegen in Sursee auch Auslandschweizerkinder aus Genua, Mailand. Brescia und Bergamo ein, denen die «Pro Juventute» einen Schweizeraufenthalt ermöglichte. Die Fahrt ging über Beromünster nach dem romantischen Waeserschlosse Hallwyl und den Seen entlang nach Hochdorf, wo ein kräftiges «Zobig» serviert wurde. Besonders stimmungsvoll war der kurze HaR auf dem Schlachtfeld von Sempach. Aus ToHea Kinderkehlen erklang in der heimischen und it*» lienischen Sprache das Sempaeherlied. lflttft£2»£ s «hc»x MOTORFAHRER DES KANTONS ZÜRICH Die Gesellschaft der Militär-Motorfahrer des Kantons Zürich veranstaltete am Samstag, den 15. und Sonntag, den 16. Juli 1939, im Feldstand der Revolver- und Pistolensektion Opfikon- Glatthrugg .erstmals ihr Motorwägeler-Sohiessen. Trotz der Ungunst des Wetters folgten eine stattliche Zahl der Mitglieder. der Einladung zu dieser Uebung. Nach dem Schiessprogramm mueste mit Revolver oder Pistole auf eine Distanz Ton 50 m nach Kommando auf Zehnerscheiben geechossen werden. Den 4 Probeschüssen folgten 6 Schüsse für den Motorwägelerstich (mal. Punktzahl 60). Beste Resultate (mit Motorwägeler-Kranzafcze!- chen): 56 Punkte: Motf. Gefr. Studer Jacques, Glattbrugg und Motf. Berliat Alwin, Zürich; 54 P.: Motf. Hptm. Besmer Arnold, Glattbrugg; 49 P.: Motf. Feldw. Brändli Fritz, Zürich; 48 P.: Motf> Korp. Hirschi Hans, Zürich. Besonderer Dank gebührt der Gemeinde sowie dem Schiessverein Opfikon für ihr Entgegenkommen, dem Präs. der G.M.M.Z., Motf. Gefr. Studer für die mustergültige Organisation des Schiessens, sowie für die vorzügliche Leitung des Feuers. NL Ein Buch, das in die Hand eines jeden Stellungspflichtigen gehört: Ich werde Soldat U as Buch hat den Ehrgeiz, etwas wie eine kleine Glaubenslehre für den schweizerischen Soldaten zu sein. Es ist auf der Ueberzeugung von der Notwendigkeit und dem sittlichen Wert der schweizerischen Landesverteidigung aufgebaut und wendet sich vor allem an den angehenden Soldaten; aber auch der fertige und gefestigte Wehrmann kann sich hier die Bestätigung und vielleicht Ergänzung eigenen Denkens und Erlebens holen. Das reich illustrierte Buch sollte bei allen Soldaten bleibender Besitz werden. 1. Abschnitt: Die Grundlagen: Vom Geist und Wesen des Schweizer Heeres. Das schweizerische Heer nach der Truppenordnung von 1936. Von der Aufgabe unseres Heeres. 2. Abschnitt: Der junge Schweizer wählt seine Waffe. Rekrutenzeit. Ich werde Infanterist.. Ich diene bei den leichten Truppen. Bei der Artillerie. Ich wähle die Fliegerwaffe. Ich will Von Oberstlt. Edgar Schumacher 5. bis 7. Tausend Unter Mitarbeit zahlreicher.Offiziere aller Waffen 208 Seiten, gebunden Fr. 4.80 Aus dem Inhalt: zur Fliegerabwehrtruppe. Ich gehe zur Genietruppe. Ich will zur Sanität. Ich gehe zur Verpflegungstruppe, ich melde mich zur Motortransporttruppe. Ich werde Trainsoldat. 3. Abschnitt: Soldat seinl Vom soldatischen Sein und Denken. Der Dienst als seelisches Erlebnis. Soldat und Staatsbürger. Trostspruch und Ermahnung an den. der nicht Soldat sein kann. In jeder Buchhandlung erhältlich VERLAG HALLWAG BERN CHEMPOL SHEENE Unvergleichl. Lage. Einzigartige Terrasse. Grosse Säle. Fischfilet und Backfische. Lebende Forellen. Grill. Der ideale Ort für Kenner. Bankette. Das ganze Jahr geöffnet. Tel. 8 20 55. Der 20-Minuten-Auto-Pöhsh ZWEI VORZÜGLICHE POLISH Bellerive b. Genf Wirttt au Lac „La Reserve" CHILLON Luzern: TH. WILLY. Bundesolatz Weltberühmte Schloiibura bei M ONTR EU X (Schweiz), auf Fels gebaut, von den* Wassern des' CSenfersees umspült, einen Engpass von grosser Bedeutung im Altertum und Mittelalter beherrschend. Typisches Beispiel eines feudalen Fürstenschlosses und kleiner Festung des Mittelalters. - - , , , • •• Schloss ChUlon ist weltbekannt und ward besungen und beschrieben von Byron, Victor Hugo und andern Dichtern. Das ganze Jahr geöffnet. Eintritt Werktags Fr. 1.—. Sonntags Fr. —,S0. Ermkssigte Preise für Vereine.. Gratis- Muster Auto-Wachs für dauerhaften Hochglanz Schweiz. Vertretung 5, Rue Petitot •dienen die OriginaUPoIstenmg and sind waschbar. Wir haben ans aaf die Anfertigung der» selben spezialisiert and liefern sie deshalb rasch and gegen massige Berechnung. 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NO 61 FRfelTAG, 28. JULI 1939 AUTOMOBIL-REVUE \usland Zufahrt Schweiz-Genua um eine Stunde verkürzt. Das italienische Ministerium für öffentliche Arbeiten hat vor kurfcem den Beschluss zum Bau einer direkten Autpstrasse zwischen Lainate und Binasco gefasst, wodurch ein wichtiges, seit längerer Zeit schwebendes Problem seinen Abschluss findet, worüber wir seinerzeit unsere Leser genauer informiert haben. Der ganze Transitverkehr von und nach Genua von der Schweiz, aus den Provinzen Varese, Gomo und Mailand nahm . bis jetzt seinen Wex •. über Mailand, was eine unerwünschte Belastung der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt im Gefolge hatte. Durch die direkte Verbindung Lainate- Bihasco mit einer Autostrasse von 27,5 km Länge wird zwischen Como und Pavia eine gerade Strecke von, 70 km Länge geschaffen, in welche wichtige Staatsstrassen wie diejenigen von Novara und Turin, von Abbiategrasso, von den oberitalienischen Seen .und vom Simplon her einmünden. Durch den Bau dieser neuen Strecke zwischen Lainate und Binasco wird nicht nur der Strassenverkehr von Mailand stark entlastet, sondern der Autofahrer macht zugleich einen Zeitgewinn von ca. einer Stunde, was sich natürlich auch vorteilhaft auf den Brennstoffverbrauch auswirkt. x>eau -wasser o-dlouches • Douchen M -maqasms-Verkaufe teilen sfischer Wer s hat und vermag. Wahrscheinlich gehört Lord Craigmyle, einer der Direktoren der Bank von England, zu jenen Enthusiasten des Automobils, die Anspruch darauf erheben können, den grössten Stall von motorisierten « Pferden » besessen zu haben. Sei 1913 nämlich hat er sich nicht weniger als 89 Wagen verschiedenster- Marken gehalten. Und heute nennt er neben zwei Rolls Royce einen 12-Zylinder Lagonda, einen Daimler, einen Rover, einen Talbot, einen Lincoln und — einen Pferdetransportwagen sein eigen: Kilometersteine ziehen um. Die Reichsautobahnen erhalten neue Kilometersteine,die nicht wie bisher auf der rechten Fahrbahnseite, sondern auf dem Grünstreifen zwischen den Fahrbahnen aufgestellt' werden. Erholung der französischen Autoindustrie. In Frankreich verursachte die mit einer, fibermässigen Fiskalbelastung des Motorverkehrs verbundene Deflationspolitik ähnliche Erscheinungen wie 1 wir sie in der Schweiz beobachten. Zufolge der unzeitgemässen Steuerpolitik büsste die französische Automöbilihduistrie ihre ehedem führende Stellung in Europa ein. Die ersten Anzeichen eines Redressements tauchten vor ungefähr zwei Jahren auf und jetzt treten die Merkmale einer Erholung immer deutlicher hervor. Im verflossenen Jahr nahmen die Verkäufe neuer Personenwagen von 161.659 um rund 12,5 % auf 181.551 zu, die Lastwagen- Neuzulassungen stiegen von 23.293 auf 23.843 an und nur die Motorräder weisen einen weitern Rückgang von 12.532 auf 11.417 an. Nun ist aber zu beachten, dass in Frankreich die sogenannten Velomoteurs (Motorräder bis 100 ccm) von der Statistik nicht erfasst werden und von diesen Kleinrädern kommen alljährlich mehrere 10.000 Stück in den Verkehr. Die monatlichen Neuzulassungen an "Personenwagen und Nutzfahrzeugen ergeben für die vergangenen zwei Jahre folgendes Bild: Personenwagen Lastwagen 1937 1938 1937 1938 Janwar - 12 600 J 12 512 '2000 r'2058"- Feßruar , 12496., 13666- 1846 2162 März — ' 14 550 17 262 1936 2 357 April 15 483 12922 2 091 1890 Mai 15 206 18 595 1952 2 058 Juni 17 011 18 690 2 147 2 306 Juli 17 306 18 840 2101 2017 August 10195 11480 1689 1530 September 9 417 11246 1545 1638 Oktober 11439 13 892 1890 1508 November 12414 16 505 1936 1999 Dezember 13 532 "15 841 2160 2 265 Total 161649 181551 23 293 23 843 Einzelne der 'angeführten Einzelergebnisse sind, abgesehen von den saisönmässigen Schwankungen, deshalb bemerkenswert, weil sie bestätigen, dass der Bedarf ein echter ist. Bei den Personenwagen .verzeichnet einzig der April einen Bückschlag, der sich erklärt, dass die Fabriken wegen den Streiks nicht alle Aufträge erfüllen konnten. Dagegen hielt sich der Absatz im Ferienmonat August, wo ganze Belegschaften miteinander in die Ferien gehen, über- dem Vorjahresstand. .Trotz der gefährlichen aussenpolitischen Spannungen und den Teilktreiks in den Monaten September und Oktober blieb der gefürchtete Bückschlag aus, ja, überraschenderweise zog gerade in diesen kritischen Tagen das Geschäft stark an. Anderseits hemmten verschiedene Dekrete, die teilweise aus bahnschützlerischen Motiven heraus erlassen wurden, die Entwicklung des Lastwagenverkehrs. Im Unterschied zu Deutschland spiegeln die französischen Daten den Bedarf einer freien Wirtschaft wieder. Gerade weil in Frankreich die Lieferungen, an die Armee oder sonstige öffentliche Verwaltungen nicht in die Statistik einbezogen werden, fehlen genaue Daten über die effektive Produktion. Mangels offizieller Erhebungen.. ist man darauf angewiesen, die erzeugte Menge auf Grund der Ausfuhr und der Neuzulassungen abzüglich des sehr geringen ausländischen Anteils zu, schätzen. Auf diese Weise erhält man folgende Zahlen, die, wie gesagt, unter der tatsächlich geleisteten Produktion bleiben: 1922: 75 000 1927 : 191 000 1933 : 200 000 1923: 125 000 1928: 223 000 1934: 200 000 1924-: 245 000 1929: 253 000 1935: 180 000- 1925 : 177 000 1930 : 308 000' 1936 : 210 000 1926: 192 000 1931: 212 000 1937: 208 000 1932: 183 000 1938: 210 000, Der jähe Sturz seit 1930 von 300 000 auf 200000 ist natürlich wesentlich durch die Wirtschaftskrise ausgelöst worden, teilweise wurde er aber auch durch die starke Exportverminderung verursacht und dann mag dazu, abgesehen von diesen Störungen, auch eine gewisse Sättigung beigetragen haben. Im ' ! [ Inland nahmen die Verkäufe fabrikneuer Wagen folgenden Umfang an (der ausländische Prozentsatz ist derart gering, dass er vernachlässigt werden kann): Personenwagen Lastwagen 1931 155 458 32 944 1932 , 137 846 28 298 1933 JL48 961 28 220 1934 • 152 624 24 063 1935 14-1312 21065 1936 168 429 21739 1937 161649 23 293 1938 181551 23 843 Das laufende Jahr begann für die französische Automobilindustrie recht verheissungsvolL Im Januar wurden 17.115 Uebersichtsplan mit den verschiedenen Installationen zu dem vom 29. Juli bis 15. August auf der Bächau. stattfindenden internationalen Camping-Treffen. fabrikneue Personenwagen in Verkehr genommen, was gegenüber dem Vergleichsmonat 1938 eine Zunahme um 35% bedeutet. Man muss sehr weit zurückgehen, um ein ähnliches Januarergebnis zu finden; für den ersten Monat der vorangegangenen Jahre lauteten die Zulassungen: 1935: 8770, 1936: 11383, 1937: 12 740, 1938: 12 612. Diese erfreuliche Entwicklung setzte sich im Februar fort, gegenüber dem Vorjahr stiegen die Zulassungen an Personenwagen um ca. 3000 Einheiten auf 16 913 Stück an. Auch der März stand mit 20 507 verkauften neuen Personenwagen deutlich im Zeichen des Wiederaufschwunges. DIE NEUE MARKE BÜRGT FÜR QUALITÄT ABSOLUTE REINHEIT GUTE ZÜNDEIGENSCHAFTEN NIEDRIGE VISKOSITÄT TIEFER STOCKPUNKT ESSO DIESEL tf** 1 Im ersten Quartal dieses Jahres belief sich die Personenwagen-Neuzulassung auf 54535 Stück gegenüber 43 540 im Vorjahre und 39 646 in der entsprechenden Periode 1937. Zunahme des italienischen Autoexports. Im ersten Quartal des laufenden Jahres hat die italienische Automohilausfuhr, wie aus amtlicher Quelle hervorgeht, einen Wert von 78 Mill. Lire erreicht. Gegenüber dem ParaHelabsohnitt des Vorjahres bedeutet das eine mflngenmässige Steigerung um 55%, währenddem der Export gleichzeitig um 71% angewachsen ist. ' DER TREIBSTOFF FÜR IHREN DIESEL MOTOR die Voraussetzung für ein stör« ungsfreies Arbeiten der Brennstoff-Einspritzpumpe. deshalb sofortiges Anspringen des Motors und rauchfreier Gang. d. h. geringe Zähflüssigkeit, deshalb feinste Zerstäubung und vollständige Verbrennung. darum auch bei tiefsten Temperaturen leichtflüssig. « von stets gleichbleibender Qualität, das Ihrem Motor maximale Leistung und einwandfreien Betrieb sichert. STANDARD-MINERALOELPRODUKTE A. G. GEGRÜNDET 1894 100.000 Volkswagen im nächsten Jahr. •• Wie der Reichsorganisationsleiter unlängst auf einer Tagung verkündet hat, sollen int Jahre 1940 die ersten 100 000 deutschen Volkswagen zur Auslieferung gelangen, da die Fabrikation im Werk Fallersleben Ende 1939 aufgenommen werden kann. Für 1941 rechnet man mit 200000 und für 1942 mit. 250000 Wagen. Kurzwellenempfänger unerwünscht. , Amerika hat allen Automobilisten die Be-' nützung von Kurzwellen-Empfängern im Wagen untersagt, um Verbrechern das Abhören, des Polizei-Radios zu verunmöglichen. Was kosten die Reichsautobahnen? Wie aus dem Geschäftsbericht der Reichsautobahnen für 1936 hervorgeht, haben sich die Gesamtausgaben dieses Unternehmens im vergangenen Jahr um 969,1 Mill. auf total 3 0 7 6,8 M i 1L R M. erhöht. Die Länge der fertigen Strecken bezifferte sich Ende 1938 auf 3065 km. Dazu befanden sich 1383 km im Bau und 2449 km in Bauvorbereitung.! Beim t Brückenbau — die Rechsautobahnen, erforderten bisher die Erstellung von rund 4500 Brücken — fand angesichts der Stahlknappheit Naturstein, Klinkermauerwerk und Stampfbeton in vermehrtem Masse Verwen-! düng. Parallel mit der Erweiterung des? Netzes wuchs auch die Zahl der Tankan4 lagen um 8 auf 49; dazu sind weitere 21 in Angriff genommen,., An den fertigen Strecken' hat man im , Lauf- ,des Berichtsjahres etwa; 850 Rast- und; Parkplätze ""angelegt, deren Fassungsvermögen» mjt rund lÖÖOO Wagen, angegeben wird. Für; den laufenden UnterJ halt sorgen 64 Strassenmeistereien, von denen 10 bereits ihre eigenen Gebäude be^ zogen haben, währenddem 41 weitere in Ent-! stehung begriffen sind. j ... In der B e tr,i e b s r e c h n u mg figurieren! die Einnahmen' des Jahres 1938, die zur Hauptsache, aus der Tätigkeit der Tankstellen fliessen, mit" 408.511 RM. ( denen Ausgaben in der Höhe von 7,5 Mill. RM. gegenüberstehen. Wie die Deckung des Ausgabenüber-; Schusses von 7,1 Mill. RM. erfolgt? Durcfr die Benzinzoll- und Verkehrssteuererhöhun-; gen, die zu diesem Zweck dekretiert worden' sind und die im verflossenen Jahr 245 Mill; RM, abgeworfen haben. Zusammen mit einem? Vortrag aus 1937 ergibt sich für die Gewinnund Verlustrechnung ein Haben von 245,8 Mill. RM. Auf der Sollseite erscheinen ausser der schon erwähnten Mehrausgabe der Betriebsrechnung noch 43,7 Mill. RM. Schulden-* dienst für die Anlagekosten der Betriebsstrecken, 13,4 Mill. RM. Mindererlös bei der. Aufnahme von Darlehen und 176 Mill. Zuweisungen zur Sonderrückstellung. Dje K.apitalrechnung weist an Einnahmen rund 2 Mill, an Ausgaben 969,1 MillJ aus, womit dieser Posten um 265 Mill. höher liegt als im vergangenen Jahr. Zum Ausgleich des Ausgabenkontos dienen vor allem Kredite, teilweise aber die Erträgnisse der Zoll- und Steuerhöhungen. Was die Bilanz anbetrifft, so präsentiertsie sich im einzelnen wie folgt: Aktiva Mill. RM. Anläge ' • 3076,78 ; Vorräte 2,88 Forderungen an Verkehrskreditbank 0,22 Forderungen an Reichshauptkasse 116,08- Verschiedene Forderungen 22,93 Uebergangsposten 38,74 Passiva i 3257,63 Verpflichtung gegenüber der Deutschen Reichsbahn 50,00 Sonderrückstellung 371,00 Schulden 2747,75 Sonstige Verbindlichkeiten 48,82 Uebergangsrechnuag ' ' 39,96 Vortrag 0. 09 Bilanzsumme 3257,63