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E_1939_Zeitung_Nr.063

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Lfi Automobil-Revue —

Lfi Automobil-Revue — Das rfu&jlavoT* 1 N°63 auf Abenteuern Rätsel des Urwaldes Wahre Erlebnisse ans der Wildnis Brasiliens Von Carlos Kohler. Als ich vor wenigen Jahren nach Brasilien kam und dort die geheimnisvollen^Geschichten hörte, die sich nicht nur die Ureinwohner, sondern auch die Europäer untereinander erzählten, hielt ich sie ,für Ausgeburten einer durch die Tropensonne., überhitzten Phantasie. Schliesslich belehrten mich die nachfolgenden Erlebnisse, dass dieses tief mit der Natur verbundene Urvolk Dinge wahrzunehmen vermag, die über das Fassungsvermögen unserer fünf Sinne hinausgehen, die für uns ein Rätsel sind und es wohl auch ewig bleiben werden. Die Warnung eines Schweigsamen Ich arbeitete tief im Inneren des Landes, weit entfernt von jeder Siedlung. Mein Koch war ein Mischling, Abkömmling schwarzer und indianischer Vorfahren. Er war ein stiller, verschlossener Mensch, der kein überflüssiges Wort sprach. Eines Morgens, als er mir den Kaffee brachte, fragte er zu meiner Verwunderung, wohin ich heute gehen wolle. Ich schwankte noch, ob ich flussabwärts gehen sollte, um einen Grenzpflock aufzustellen, oder den Hang hinauf, wo zwei meiner Leute eine neue Pikade aufmachten. Auf gut Glück sagte ich dem Koch, dass ich mich zur neuen Pikade begeben wolle.. Da schüttelte er, entsetzt den Kopf. « Gehe heute nicht hin, Herr, ich bitte Dich darum. » Ich folgte seinem Rat und wählte den Weg flussabwärts, um so mehr, als sich herausstellte, dass die Aufstellung der Grenzmarke dringender war. Als ich ins Lager zurückkam, fand ich dort schon die beiden Pikadenschläger vor. Mit lauten, aufgeregten Stimmen erzählten sie, sie hätten ihre Arbeitsstätte.nicht betreten können, weil eine riesige Klapperschlange ihnen den Weg versperrt hatte. Fragend sah ich den Koch an. « Dich, Herr », sagte er einfach, « hätte die Schlange gebissen. Du wärst nämlich nicht davongelaufen, sondern hättest versucht, das Tier zu erschlagen». Auf meine 'Frage, woher er denn gewusst hafte, dass. die Schlänge gerade heute da lauern" würde, meinte er mit dumpfer Stimme: « Das weiss ich selbst nicht. Aber "es wäre bestimmt Dein Tod gewesen. » Das war alles, was ich über den Grund seiner Warnung erfahren konnte. Die Prophezeiung einer Hundertjährigen Im folgenden Jahr arbeitete ich als Geologe in den fast unwegsamen Küstengebieten am Atlantik. Eines Tages führte mich mein Weg in den einsamen Rancho eines Siedlers, Als ich mich zur Rast vor der Tür niederliess, sah ich plötzlich ein verhutzeltes, altes Weiblein, das von einem kleinen Mädchen geführt wurde, sich dem Rancho nähern. « Die Frau ist an die hundert Jahre alt», Geschmackvolle nnd geschmacklose Moden im Wandel der Zeiten Standpunkt aus noch heute als «schön> zu bezeichnen ist. Selbst da, wo klassischer, kultivierter Geschmack und ausgeglichener Stil, wie zum Bei- Die jeweils geltende - Mode pflegt von der ihr spiel in den Kleidern des Rokoko unsern Gefallen Folge leistenden Frauenwelt mit anderen Augen finden, selbst wo Reichtum von Gewebe und edlem Schmuck und satte Farbenpracht von Porträits angesehen zu werden, als diejenige vergangener Epochen. Prüfend gleitet der Blick über die komischen, abstrusen .Silhouetten, kritisch lautet das Bewunderung herausfordern, wird das Gefühl von aus der Zeit der italienischen Renaissance unsere Urteil sogar über Kleidung, die vom künstlerischen «geschmackvoll gedämpft durch den Gedanken: Die reiche und doch ausgeglichene schöne Mode der Renaissance zeigt dieses Bild nach einem Gemälde von H. Holbein von der dritten Gemahlin des Heinrich VIII. um das Jahr 1536. erklärte mir mein Gastgeber. « Sie ist völlig erblindet und dürfte wohl die letzte reinrassige Indianerin dieser Gegend sein. Man hält sie für eine Feiticeira, was nicht dasselbe wie Zauberin bedeutet. Ihre Gabe scheint jedoch seit ihrer Erblindung versiegt zu sein. » Adessen war die Alte, geführt von ihrer Urenkelin, am Zaun angelangt. Das Kind klatschte in die Hände, um, wie üblich, auf diese Weise Einlass zu erbitten. Mein Gastherr lud sie zum Nähertreten ein. Die beiden kamen auf etwa zwanzig Meter an den Rancho heran und das Kind bat um Wasser für die Alte, die sich still auf den Boden gekauert hatte. Während der Ranchobesitzer fortging, um das Wasser zu holen, verhielt ich mich mäuschenstill, wie auch schon vorher beim Näherkommen des fremdartigen Paares. Auch die Kleine sprach kein Wort. Sie hatte sich ein Stück entfernt im Schatten eines Baumes ein Plätzchen gesucht. Plötzlich hob die Alte den Kopf und begann ganz klar und deutlich, mit merkwürdig tiefer Stimme zu sprechen: « Da ist ein Fremder, der erst vor kurzem von weit her gekommen ist. aber immer tragen möchten wir das heute doch nicht mehr! Keine Mode dünkt uns so unserer Zeit gemäss als die jetzige. Als ebenso zeitgemäss wurde zu ihrer Zeit fast jede Mode empfunden. Mode an sich ist weder schlecht noch unschön; sie illustriert höchst lebendig den Zeitgeschmack als solchen und entspricht einer ganz bestimmten Art von Lebensführung. Der Zeitgeschmack freilich war recht verschieden: rauh, abwegig, aufdringlich, edel, kultiviert, einfach, überladen. -Sehr oft war er be- Eine Modefigur aus Magasin des Modes nonvelles francaises et anglaises des Jahres 1789. Das hochgeschoppte Brusttuch verleiht den Frauen der damaligen Zeit das Aussehen von Kropftanten. stimmt durch die Mode führenden Schichten or» Fürstenhöfen, vom Adel, von aufblühendem Hand« werk, von freundlichem Kleinbürgertum, von industrieller oder Handelshochkonjunktur. Die ver- Empire im Kampf mit dem Rokoko. Dieses Bild zeigt eine Modekarikatur aus den ersten Jahren des 19; Jahrhunderts. Er läuft Gefahr, sein Augenlicht zu verlieren. Dreimal. In kurzer Zeit... Doch Tupan [indianisch: Gott) beschützt ihn. » Ich blieb, trotzdem mich diese Botschaft erregte, ganz ruhig. Die Alte trank von dem Wasser, das man ihr gebracht hatte, bedankte sich und setzte ihren Weg fort. Als die beiden ausser Sicht waren, erzählte ich meinem Gastgeber den Vorfall. Er wurde nachdenklich. Schliesslich meinte er: «Sie werden die Gefahren glücklich überstehen. Auf die Worte dieser Frau können Sie sich verlassen. » Auf meine Frage, woher die Greisin überhaupt von meiner Anwesenheit Kenntnis gehabt haben könnte, erwiderte der Hausherr: « Sie weiss alles, was im Umkreis von zehn Leguas vorgeht. » In den nächsten zwei Wochen ereigneten sich die sonderbarsten Dinge. Eines Abends putzte einer meiner Leute im Waldlager an seinem Revolver herum. Plötzlich'löste sich ein Schuss und die Kugel flitzte, so nah. an meinen Augen vorbei, dass ich ihren Windschlag an der Nasenwurzel spürte. Wenige Tage später ritt ich auf meinem Maulesel durch eine Pikade, eine Urwaldschneise. Sie war mit einem Gras bestanden, das die Einheimischen «Navalha do macaco », Rasiermesser der Affen, nennen. Mein Maultier streifte eine dieser Ranken, die bis zu fünf Meter hoch werden. Sie fiel auf mich und fuhr mir, da mein Maultier nicht stehen blieb, mit den messerscharfen Rispen über das ganze Gesicht. Meine Wangen und meine Stirn waren jämmerlich zerschunden, aber die Augen blieben wie durch ein Wunder unversehrt. Bald darauf ereignete sich ein dritter Vorfall. Ich ging zu Fuss durch eine Pikade und verhaspelte mich in einem Gewirr von Schlingpflanzen. Ich fiel so unglücklich zu Boden, dass ein Dorn in mein linkes Auge drang. Es blieb zwei Jahre lang rot unterlaufen, aber mein Sehvermögen hatte durch diesen Unfall .nicht im geringsten gelitten. So hatte mich « Tupan » innerhalb von zwei Wochen dreimal beschützt und sich die Prophezeiung der- Hundertjährigen bewahrheitet. j... Diese "Menschen ,-wissen nichts von Okkultismus und Hellsehen, sie fragen auch nicht, woher sie dieses Ahnungsvermögen haben, sie nehmen es hin als etwas Selbstverständliches. BI6RUHANS' ERLEBNISSE o Mit OBM-WELTMeiSTER" Auf hoher See wird mancher krank, nicht BUrlUun».- weM Bier er trinkt

l *N0" ; 68 — Automobil-Revue HI Die hübsche, behagliche Mode aus der Biedermeier- ; zeit ums Jahr 1836; .. schiedenen Einflüsse und Voraussetzungen'für einzelne Moden kommen uns jedoch kaum in den Sinn, wenn wir alte Modebilder betrachten. Wir -sehen die Kleiderscheinung aus ihrem Zusammenhang losgelöst und legen den heute geltenden geschmacklichen Maßstab an. Wie relativ diese Einstellung ist, würden wir staunend erkennen, wenn uns unvermutet die Schönen früherer Zeiten gegenüberstünden. Sie würden über unsern geschmacklosen Aufzug in schallendes Gelächter ausbrechen und vielleicht empört über unsere knappen Badekleider uns den Rücken kehren. Allerdings wurde seit jeher auch von Zeitgenossen -die Mode oder einzelne ihrer Aeusserungen Die Mode in Paris um das Jahr 1870 mit dem Pöleterchen unter den Röcken, an der Stelle, wo der Rücken der Damen aufhört, Nür-Rücken zu sein. oft genug als geschmacklos oder als Verirrung empfunden. Den besten Aufschluss hierüber erteilen immer die Karikaturisten. Mit welchem Behagen haben nicht die Witzblätter des vergangenen Jahrhunderts von der Verulkung der Mode gelebt! Da illustriert ein Zeichner die durchsichtigen Folgen der Schleiergewebe und mangelnder Unterkleidung des Empire, ein anderer die überdimensionierte Krinoline, über die der Kavalier behutsam hinwegsteigen muss, um seiner Angebeteten den obligaten Handkuss verabreichen zu können. Der oft pfundschwere Ausbau des «Haupt-Gebäudes» der lustigen Weiber um Sir John Falstaff war nicht weniger geschmacklos-komisch, als das hochgeschoppte Brusttuch, das den Frauen vor der französischen Revolution das Ansehen von Kropftauben verlieh. Die om häufigsten karikierte Geschmacksver-' irrung und allen NichtZeitgenossen als non plus ultra von Entgleisung erscheinend, war und ist das «cul de Paris», die Tournüre. Betonte Ausbuchtung dort, wo der Rücken aufhört, Nur-Rücken zu sein! Und doch... man staune:, die junge wohlerzogene Lizzi aus der Familie der Cornvelts begreift beim Anblick ihrer «hinten und vorne geraden» Tante nicht, wie sich eine anständige, seriöse Frau so unweiblich anziehen kann —I Und wie wettert «Nouveautes Parisiennes» aus dem glorreichen Jahr 1896. Wespentaille mit geschmackloser Anhäufung baroker Ornamente und Drapierungen. in den Jahren zwischen der 1873er und 82er tournüre der Aesthet Friedrich Theodor Vischer gegen die geschmacklosen, sinnwidrigen engen Drapierungen der Frauenkleider in der Höhe der Knie. Und doch war dieser Un-sinn noch zahm im Vergleich zum Humpelrock von 1913/14. Im grossen ganzen ist heute die Mode vorsichtig. Nur auf unsern Köpfen-tollt sie sich aus in formalen Bizarrerien. Was sie — zweifellos vom Kostümfilm angeregt — an allen möglichen und auch unmöglichen Details aus verstaubten Truhen an alten Ideen hervorkramt, verwendet sie nur für neue spielerische Andeutungen. Dabei gewöhnt sich das Auge unter anderem an Reifröcke, an kokette Verschleierungen, an Blumengärten am Sommerhut, an Rüschen und Schleifen, an vorwitzige weisse Jupons, die länger sind als dunkle Kleider und selbst an umfangreiche Seidenschleifen genau dort, wo das berüchtigte cul de Paris seinen Sitz hatte. Wie wenig kommt uns im Grund genommen, Spott über m,odische Geschmacklosigkeiten versun- CÖGNAC ••• . - • • • •> > " /7 LEIPZIGER HERBSTMESSE 1939 Beginn: 27. August Alle Auskünfte erteilt die 60% Fahrpreis- Ermäßigung auf den deutschen Reichsbahnstrecken schweizer Geschäftsstelle des Leipziger Meßamts ZÜRICH liluihofstraBt 77 und die fuhrenden Reisebüros Im Zoo. «Komm, Bernhard, wir wollen uns die Bären ansehen I» — «Bleib doch noch etwas hier, Erika, ich finde es bei den Affen viel interessanter ! » — «Ach, du denkst auch bloß immer an dich!» (Humorist) Besuchen Sie das Wurten malerische Städtchen STRANDBAD Pariser Karikatur auf den Jugendstil, der um die Jahrhundertwende auch in der Mode seine Blüten trieb. kener Epochen zu. Nur 11—14 Jahre brauchen wir im grossen Zeitenbuche zurückzublättern. Seit das Abendland in Mode macht, war keine Epoche derart geschmack- und phantasielos, so jeder Anmut und jeden weiblichen feinen Empfindens bar, wie die des kniekürzen, abgeflachten, taillelosen Sackkleides der zweiten Hälfte des dritten Jahrzehnts unseres «fortschrittlichen» Jahrhunderts. Man stelle sich doch einmal die Frauen der Renaissance und des Barock, Damen des Rokoko, zierlich-adrette Biedermeierinnen, Damen ä la Eugonie, Damen mit' Tournüre, mit strassenfegenden Schleppkleidern, mit Wespentaillen, mit Turmbauten von Perücken, mit kunstvollen Frisuren im Vergleich mit der Dame von 1926/28 vor, in ihrem geschmacklos kurzen, ärmellosen Hemdkleid, das mit seinem ärmlfchen Schnitt des Oberteils an den primitiven Europäer aus dem 3. und 4. Jahrhundert unserer Zeitrechnung erinnert. Und dazu «der schönste Schmuck des Weibes» der Coiffeurguillotine geopfert,' den Filztopf tief über den vermännjichten Kopf gezogen. Mag sich die Mode wandeln, wie immer sie Der Unsinn des Humpelrockes. Aus einem Pariser Journal des Jahres 1914. Talleyrand. IM16Ö Mit Napoleons erbittertster Gegnerin Madame de Stael war Talleyrand lange freundschaftlich verbunden, was gelegentliche Häkeleien nicht hinderte. Einmal fuhren die beiden mit einer grösseren Gesellschaft auf dem Genfersee. Ein leichter Wind erhob sich, und das Boot begann zu schaukeln. Es war kein Geheimnis, dass Talleyrand alles andere als mutig und opferwillig war. Auch Madame de Stael wusste es nur zu gut. Sie gedachte Talleyrand in Verlegenheit zu bringen und fragte ihn: «Was {würden Sie tun, Fürst, wenn ich ins Wasser fiele?» Talleyrand parierte den Schlag, indem er mit den will, kleine oder gröbere Geschmacklosigkeiten wird man ihr immer wieder nachweisen können. Wenn sie nicht von sich aus zu Uebertreibungen tendiert, so wird es immer einzelne Frauen geben, die aus Gründen des Temperaments und übersprudelnder Lebensbejahung, aus bewusstem oder unbewusstem Bedürfnis der Ich-Betonung das an sich weder Gute noch Böse übertreiben. Jedes Zuviel aber, auch das Zuviel vom wirklich Schönen empfinden schon Zeitgenossen, empfindet ganz bestimmt die Nachwelt, die es bildhaft zu Gesicht bekommt, als geschmacklos. Grete Trapp. 1927! Anlehnung an die Mode der Männlichkeit der Frau. Damensmoking und geschmacklos kurzes ärmelloses Hemdkleid, das mit seinem ärmlichen Schnitt an den primitiven Europäer aus dem 3. und 4. Jahrhundert erinnert. Kommende Ereignisse (Aendenmgen vorbehalten.) IK1721 Adelboden: 6. August: Schwimmkonkuirenz und Wasserbauspiel. Arosa: 6. August: Groases Sommerfest. Bern: August: Kunsthalle: Ausstellung der Meisterwerke des Museums von Montpellier. Bis 20. August: Berner Festspielwochen: Aufführungen von Mysterienspielen vor dem Munster. Bis 6. August: 31. Esperanto-Weltkongress. Champezy: 6. August: Schwimmfest. Crans s. Sierra: 6./7. August: Golf: Meisterschaft von Clans. Engelberg: 6. August: Alpenschwimmfest. Fttzigen: S./6. August: Tennisturnier (Preise des Kurvereins Fürigen). Genf: August: Ausstellung der Meisterwerke des Prado-Museums* August: Golfkonkurrenzen. Grindelwald: Bis B.August: Tennisturnier für Gäsfe und Einheimische. Gsfaad: G.August: Grosses Schwixnmfest. Interlaken: 6. August: Wilhelm Tell-FreOichtspiele im Eugenpark. Klosters: 6. ev. 13. August: Bündnerischer-Glamerischer Kantonal- Turntag. Lenkerbad: 10. August: Internatjonales Tennisturnier. Lnzern: Bis 29. August: Internationale Musikalische Festwochen. Maloja: 8—7. August: Golfwettspiele. Montana-Vermala: 6.17. August: Golf: Meisterschaft von Crans Samaden: 6. August: Golfwettspiel: Inn Cup. St. Moritz: 7.-14. August: Kulm Tennisturnier (Meisterschaft des Engadins). Bad Schnls Tarasp Vnlpera: 7. August: Tennisturnier um die Meisterschaft von Vulpera. Siders: 5. August: Schwimmeisterschaften. Thnn: 8. August: Seenachtfest. Wen gen: 8. August: Schwimmfest. Zürich: Bis 8. August: Nationales Segelfliegerlager auf dem Albis. B./6. August: Ausstellungstheater: Kantonaltag Glarus. - Letzigrund: Meisterscfeafts- und Gruppenwettkämpfe des Eidg. Turnvereins. B./6. August: Strandbad: Schweiz. Schwimmeisterschaften. S.-7 August: Festhalle: Schweiz. Arbeiterfest. 6.-13. August: Albisgütli: Landesausstellungs-Schiessen. 6. August: Internationales Rad-Mannschaftsfahren. 7.-12. August: Tour de Suisse (Rad). • Blicken Frau von Staels imposante Gestalt von oben bis unten mass: «Madame, Sie wissen, wie hoch ich alle Ihre Talente schätze. Wollen Sie, dass ich Sie auch noch als kühne Schwimmerin bewundere?» Sein grosser Gegenspieler, der englische Premierminister William Pitt, verfügte nicht im gleichen Masse über die Gabe des Witzes. Dennoch fand er einmal eine hübsche Erwiderung, als er von taktloser Neugierde bedrängt wurde. Der einflussreiche Abgeordnete Taylor besass diese Eigenschaft in einem höchst lästigen Grade. Jedes Regierungsmitglied überfiel er mit der Frage: «Was gibt's Neues?» Auch Pitt selbst blieb von dieser Zudringlichkeit nicht verschont. Als er freundlich abwehrte, liess Taylor nicht nach: «Doch, doch, sicher wissen Sie etwas Neues. Sonst wäre ja nicht der Kabinettsrat, zu dem Sie jetzt gehen, so plötzlich einberufen worden. Es muss etwas Wichtiges sein, Sie wollen es mir bloss nicht sagen!» Pitt verlor nicht die Ruhe: «Sie haben recht, lieber Taylor, es ist etwas sehr Wichtiges. Ich habe die Sitzung eigens anberaumt, um mir vom Kabinett die Genehmigung zu erbitten, Ihnen Staatsgeheimnisse mitteilen zu dürfen 1» Sprach's und liess den Zudringlichen stehen. E. Looser & Co., Oelbrenner-Fabrik, Sargans