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E_1939_Zeitung_Nr.063

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firma offenbar bereits

firma offenbar bereits von der Notwendigkeit gewisser Verbesserungen überzeugt haben. Schon hier sei aber vorausgeschickt, dass es zweifellps erfreulich ist, wenn die zuständigen Behörden versuchen, der großstädtischen Verkehrsprobleme durch die neuesten Mittel der Signaltechnik zu bewältigen, wie sie sich in andern Ländern, aber auch in andern Städten der Schweiz bereits in zahlreichen Anlagen bewähren und wie sie neuerdings die schweizerische Industrie selber in der gewohnten Qualitätsausführung herstellt. Anderseits komint man nicht um die Feststellung herum, dass; es "im Fall der Einführung solcher Neuerungen höchst angezeigt wäre, dass die; Behörden ; - , ; .. . die Oeffentlichkeit zum voraus über die bevorstehende • Indienststellung einer solchen. Anlage und über deren Wirkungsweise orientieren, wie es seinerzeit auch in Bern der Fall gewesen - ist. Damit würde vermieden, dass solche .Neuair- * lagen gewissermassen mit dem negativen 'Vorzeichen aller möglichen Kritiken in das Bewusstseirr der Allgemeinheit eingehen, was besondere-* uner-' wünscht ist bei Massnahmen, die nur auf Grundlage, willigen und verständnisvollen Mitgehens des Publikums ihre- Aufgabe richtig erfüllen können. "Wie sehr dieser Kontakt zwischen Behörden und Verkehrswelt für das einwandfreie Wirken r irgend einer verkehrstechnischen Massnahme entscheidend ist, das «ei bei dieser Gelegenheit nun doch gleich' an "einem, anderen Zürcher Beispiel gezeigt, das die interessantesten' verkehfstechnischen und verkehrspsychologischen Beobachtungen erlaubt. Die Barriere an der Kreuzung Bahnhofstrasse- Uraniastrasse. Um die untere Bahnhofstrasse während der Landesausstellung etwas vom schienenfreien Fahrzeugverkehr zu entlasten, haben die Zürcher Behörden dieses Strassenstück vor einiger Zeit an der Kreuzung mit der Uraniastrasse für den stadtabwärts .fliessenden Fährverkehr gesperrt und diesen durch eine weithin sichtbare, normengemäss schwarzweiss gestrichene Barriere nach der Uraniastrasse und dem Bahnhofquai abgelenkt. Damit dieser vom- Paradeplatz her kommende Verkehr einen möglichst ungestörten Abfluss finde und den sehr unerwünschten Rückstau der durch die Ampel zum Anhalten genötigten Fahrzeuge über die Mündung des Rennweges hinaus zu vermeiden, würde bald nach dem Inkrafttreten dieser Ordnung am dortigen Verkehrssignal eine zusätzliche Lampe mit einem nach rechts weisenden grünen Pfeil angebracht, der mit dem Rotlicht dieser Signalseite parallel geschaltet ist. Dadurch ergab sich für die über den Umweg via Uraniastrasse nach dem Bahnhof strebenden Fahrzeuge die Möglichkeit eines überhaupt nie unterbrochenen Abflusses. Denn einmal zeigte sich diesen Fahrzeugen das Hauptgrün des Dreifarbenfeldes an der Ampel; wenn dann das Rot des allgemeinen"Fahr- VerlJotes erschien, so" leuchtete gleichzeitig mit dem Rotlicht der grüne nach Techts weisende Pfeil, auf und erlaubte auch in der Phase diö Weiterfahrt wenigstens in der Richtung nach der Uraniabrücke., Diese'Regelung hätte mm, so weit der'Fahrverkehr allein in Betracht kommt, nicht von Uebel; zu sein brauchen, da die Rechtsabbieger ja keinen feindlichen Fahrstrom durchbrechen und sich auch 1 hier mehr oder weniger reibungslos in den Fahrstrom hätten einfädeln können, der während dieser Phase von dem in unserem Bilde links liegenden Ast der Uraniastrasse her die Bahnhofstrasse in gerader Richtung überquert und nach der Uraniabrücke weiterfährt. In Wirklichkeit zeigten sich jedoch folgende Erscheinungen: Einmal verstanden zahlreiche, vom Paradeplatz her kommende Fahrzeugführer die Bedeutung des grünen Pfeiles überhaupt nicht und blieben daher trotz seinem Aufleuchten stehen, um wie sonst auf das Hauptgrün zu warten. Noch heute, Wochen nach dem Inkrafttreten der Neuordnung, kanp man beinahe bei jedem Phasenweohsel derartige Rad- und Autofahrer beobachten, die dann denjenigen Strassenbenützern, welche den Sinn des Pfeiles kennen und weiterfahren möchten, den Weg verlegen. Schlimmer aber war, dass die während der Rotphase der Bahnhofstrasse vom westlichen Ast der Uraniastrasse herkommenden und nach der Uraniabrücke strebenden Fahrzeugführer, die von der gleichzeitigen Fahrerlaubnis für die Beaützer der Bahnhofstrasse nichts wussten, durch deren gegen die eingelebte Regelung verstossende Weiterfahrt aus dem Konzept gebracht wurden und von ihrem Standpunkte aus mit Recht annehmen mussten, es handle sich dabei um Leute, die sich bewusst über das Fahrverhot in ihrer Strasse hinwegsetzten. Es kam denn auch und kommt noch heute an dieser Stelle- immer wieder zu gegenseitigen Auseinandersetzungen. In den Wochen; die er allein im Walde weilte,' ist der JVlann seltsam geworden. Er spricht jetzt oft mit sich selbst. Auch mit den Bäumen kann er sprechen, sich hinstellen und sagen : « Du bist gross und stark geworden und hast alles um dich überlebt. Aber ich muss dir doch zu Leibe gehen; mich wirst du nicht überleben !» — Auch,mit den Blumen und Steinen kann er Zwiegespräche halten. Wenn ein Eichhörnchen vor ihm am Stamme eines Baumes emporeilt und von den Aesten zu ihm herabschimpft, so bleibt er stehen, macht eine Verbeugung und sagt: < Ich hatte das Unglück, Sie zu stören, Herr Waldgeist l Entschuldigen Sie, bitte, meine Ungeschicklichkeit, aber ich, ahnte nicht, dass Sie gerade hier Ihr Wesen treiben !» — So einsam ist er geworden, dass er Gefallen findet an solchen Reden. Auch während der Arbeit spricht er. Er schlägt die Axt* in den Stamm und sagt : « Du willst nicht aber du musst doch ! Verdammt noch einmal!» Und nach einigen weiteren Hieben: « Es nützt dir alles nichts! Du könntest dich hinlegen und uns beiden die Mühe sparen ! » — Doch auch für die Fussgänger, welche den,, auf unserem Bilde sichtbaren ßchutzweg in der; Richtung nach dem Bahnhof benutzen, ist diese: Unsicherheit eine Ursache ständi-',; ger Beunruhigung und Gefährdung.? Vor allem haben jene unter ihnen zu leiden, diej sich korrekt an die Liehtzeichen der Ampel halten!; und dann auch ihrerseits immer durch Fahrzeuge;] überrascht werden. , a Der Polizei sind diese Uebelstände nicht ün/be-i kannt geblieben, und seit einiger Zeit hat sie denn2 auch das Regime in an sich ziweckmässiger Weasei derart abgeändert, dass der zusätzliche Lichtpfeil; .für das Abbiegen aus der Bahnhof- nach der Ura-i niastrasse rechts nur noch in der 2. «Halbzeit» derj Rotphase aufleuchtet. Während der ersten Halbzeit? besteht also eindeutiges Fahrverbot für die vom' Paradeplatz .'kommenden Vehikel, womit für die* aus der Uraniastrasse links kommenden Fahrzeuge und die Fussgänger auf dem erwähnten Uebergang eine gewisse Schonzeit eingeschaltet ist. Jetzt aber 1 erlebt man, dass diese so gutgemeinte Regelung ihrerseits wieder Anlass zu stetigen Verkehrsstö- ; rungen bietet, die vielleicht noch gefährlicher sind als die bisher zu beobachtenden. Denn nun haben! sich mittlerweile zahlreiche Fahrzeugführer und; Radfahrer daran gewöhnt, dass für sie das Rechts-; abbiegen durch den Pfeil auch bei Rot am Haupt-g S#a*ass4»nv4&i«l««*la* Winker heraus als Signal beim Ueberholen? Man schreibt uns: Von den Unfällen, die sich auf den deutschen Autobahnen ereignen, geht, wie die Erfahrung gelehrt hat. ein nicht unerheblicher. Teil auf das Konto des Überholens. Fuhren da — um ein Beispiel zu zitieren — drei Wagen hintereinander. Der Lenker des hintersten entschließet sich zum Überholen; im Augenblick aber, da er sich an seinen Vordermann soweit herangepirscht hat, dass er mit ihm auf gleicher Höhe.liegt, biegt auch dieser plötzlich nach links- aus, weil er dem ersten Fahrzeug vorfahren will. Folge: ein schwerer Zusammenstoss. Um der Gefahr solcher Kollisionen vorzubeugen, hat man zu einem einfachen Mittel: gegriffen: wer überholen will, muss rechtzeitig den linken Richtungszsiger herausstellen, um den hinter ihm folgenden Fahrern seine Absicht kund zu tun. Soweit sich der Erfolg dieser Maßnahme bis jetzt überblicken lässt, hat sie sich als zweckmässig erwiese'n und viel zur Vermeidung von Unfällen beim Überholen beigetragen. Dabei ist es indessen nicht geblieben. Die Zeichensprache mit dem Richtungszeiger hat weiter Schule gemacht. Zum einen auf den Reichsautobahnen selbst: nicht nur beim Beginn des Überholens wird der Zeiger nach links hinausgestellt, vielmehr gibt der Vorfahrende nun auch nach Beendigung dieses Manövers durch Betätigung desj rechten Zeigers dem Überholten zu verstehen, dass er. wieder .auf die rechte Fährbahnseite hinü.ber-j schwenkt. Auch das hei'sst Dienst an der Verkehrssicherheit, wird doch dadurch vermieden, t dass der Lenker des überholten Fahrzeugs plötzlich aufdreht und dem Überholenden das Einbiegen nach rechts verunmöglicht. Anderseits findet nun — freilich ohne dase eine gesetzliche Vorschrift dafür bestände — das Signalgeben mit dem «Richtungspfeil» schrittweise auch auf den gewöhnlichen Reichsstrassen Eingang, wo es sich ebenfalls bewährt. Ob diese Neuerung nicht auch bei der Revision der Vollziehungsverordnung zum M.F.G. im Auge behalten werden sollte ? Die Frage scheint. immeijhin näherer Prüfung wert. Je mehr Klarheit lp der Verkehraabwicklung herrscht, umso eher lassen sich Unfälle verhüten. Mit dem akustischen Signal ist es beim Überholen nicht immer getan; man denke bloss an die «Geduldproben» beim Vorfahren an Lastwagen, wobei des Pudels Kern darin liegt, daes der Chauffeur des Schwergewichts'das flupengelärm oft genug• einfach nicht zu hören vermag. Selbstverständlich soll keineswegs der unbesehenen Übernahme ausländischer Neuerungen das Wort geredet sein. Steckt darin aber ein guter Gedanke, so vergibt man sich nichts, wenn man ihn wenigsten« auf seine Brauchbarkeit hin untersucht.' ! Nachschrift der Red.: Wir vermögen die Wünschbarkeit der Einführung optischer. Signale, wofür unser Einsender eine Lanze bricht, nicht recht einzusehen. Der Verkehr auf den deutschen Autobahnen wickelt sich immerhin unter wesentlich anders gearteten Bedingungen ab wie auf unseren Straseen. Bei den hohen Geschwindigkeiten, welche die Autobahn zulässt, stellt sich das in No. 1/1939 unseres Blattes geschilderte physikalische Phänomen des Signalsohattens ein, das bewirkt, dass bei schneller Fahrt der Schall auch' lautstarker Signalhörner nicht mehr weit genug nach vorn dringt, sodass ein mit 80 km/St, fahrender Automobilist das Überholsignal' erst in jenem Die Frau sitzt vor dem Zelt und schaut ihm zu, wie er die Axt schwingt. Der Sepp denkt nicht daran, dass sie jedes Wort hört. Er schlägt zu, dass die Späne fliegen. «Ei; verdammt noch einmal, bist du ein zäher Bursche ! » — Und nach einigen weiteren Hieben : «'Du musst! — Du musst'! — Das wäre zum Lachen, wenn ich mit dir nicht fertig werden könnte!» Die Frau hört die Worte und freut sich der Kraft, mit der er die Axt schwingt. Wie stark er geworden ist! Wer hätte auch das gedacht ? — Sie schaut über die Lichtung hin und denkt.: Er hat schon viele Bäume gefällt, dass man ein Haus auf. dem Platz bauen könnte und um das ganze Haus noch einen Garten pflanzen. Ja, er hat sehr viel gearbeitet. Selbst das Holz hat er bereits aufgeschichtet. «Bist du ein widerwärtiger Bursche!» sagt der Mann und schwingt die Axt, dass die Schläge weit durch den Wald klingen. Es war höchste Zeit, dass ich kam, stellt die Frau bei sich fest. Er spricht fortwährend mit sich selbst. Am Ende wäre er noch ganz sonderbar geworden in dieser Einsam- AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 4. AUGUST 1939 — N° 63 licht, also praktisch überhaupt "immer, erlaubt ist. Daraus folgt: sie beachten die Lichtzeichen überhaupt nicht mehr, sondern fahren auch; dann zu^ wenn sie sich bei'GelbJicht der Ampel nähern und der Üebergang auf Tlot unmittelbar bevorsteht; denn sie glauben auf Grund ihrer bisherigen Beobachtungen und in Uftkenntfe der Neuerdings eingetretenen' Aenderung annehmen zu können, dass zugleich mit dem Rot auch der grüne Pfeil aufleuchten wird. Wir haben diesen Dingen notwendigerweise etwas viel Raum widmen müssen. Doch nur so''War es möglich^ einmal^ 'die verwickelten Zusammenhänge und Widersprüche zwischen den Reaktionen der verschiedenen Verkehrsteilnehmer auf eine verhältnismässig einfache Verkehrssituation klarzulegen und zu zeigen, was für Storurigsursachen und Gefahrenquellen in scKeinfcar ! sp einfaciett und auf jeden Fäll gutgemeinten Masshahmen der verantwortlichen Behörden verborgen liegen"; Da braucht man sich nicht zu wundern, wenn 3ie vjel verwiokelteren" Phasenabläufe und "die "gänzlich neuen Signalbilder an der Turineistrasse"' oder** äff der Mühlegasse zum mindesten während der ersten •Zeit und auf alle Fälle bis "zu ihrer ; endgültigenzeitlichen Abstimmung auf den Verkehrsflüsse usw. Anlass zu unaufhörlichen Verkehrsstockungen und Beschwerden bieten. f H. W. Th. Augenblick hören kann, da er überholt wird. Tempi von 120 km/St, und mehr — von dieser.Grenze an entsteht nämlich der Signälechatten — bilden aber auf unseren Strassen eine Seltenheit.' Schon mit Rücksicht auf die tatsächliche Lage der-Diage entfällt daher für uns das Bedürfnis-nach einer Regelung im angedeuteten . Sinn; Und solange, die Schweiz, keine richtiggehenden Autobahnen besitzt, leistet unsere« Erachtens das akustische Signal heim Vorfahren bessere "und zuverlässigere Dienste als der Winker. Im übrigen bestimmt ja- Art. -46 der V.O. klar und eindeutig, es sei beim Überholen besondere Vorsicht anzuwenden; erst dann dürfe nach dem Vorfahren wieder nach rechts .eingebogen werden, wenn für das überholte Fa~h,jzeug- jede Gefährdung ausgeschlossen sei. Soll aber schon die Frage der .Zeichenahgabe im Zusammenhang mit der Revisipn ,der Vollziehungsverordnung zum MiF.G. aufgerollt werden, dann scheint uns die Schaffung eirjer Vpr^chrift, welche das Herausstellen des Richtungszeigers beim Wegfahren aus einer Kolonne parkender Wagen oder überhaupt beim Abschwenken vom,Strassenrand gegen die Fahrbahn hin zur ausdrücklichen = Pflicht stempelt, schon eher aen Platz* Gerade diesen Punkt nämlich umgibt eine ausgesprochene Unklarheit, deren Beseitigung der Verkehrssicherheit nur förderlich sein könnte. S*i Kommt der Ausbau der Strasse über die Ibergeregg? *;•- v " "Zu" wfederwölten Malen schön hat die A.-R. eine Lanze für.deni Ausbau« der Strasse über».die- Iber-, geregg gebrochen. «Strasse» ist übrigens etwas viel gesagt, denn in seinem gegenwärtigen Zustand er-- innert dieser Uebergan« von Iberg nach Schwyz! hinunter stellenweise eher an einem Knüppelweg. Mit der Erschliessung der Gegend des Sihlsees entwickelt sich aber der Autoverkehr über den genannten Pass je länger desto intensiver. Wohl hat man die Notwendigkeit eines Ausbaues der Strasse seit geraumer Zeit erkannt, aber dabei blieb es auch. Heute indessen scheint die Angelegenheit der Verwirklichung einen Schritt "näher zu rücken, sind doch bei Behörden und .Interessenten'Bestrebungen im Gang, das Projekt in die Tat umzusetzen. Bereits-hat das für diesen Zweck ins Lehen gerufene Komitee die Vorarbeiten für die Planierung und Finanzierung aufgenommen. Zu denVerkehrsverhältnisseh auf der Strasse Brig-GIetsch während des Ausbaus. Auf Grund, zahlreicher; Klagen hatte die Sektion Wallis des T.C.S. das dortige kantonale Baudepartement in einem Schreiben^ auf die zu Kritik Anlaes "gebende Art der •Durchführung der Bauarbeiten a.n der Strasse Brig ; .- Gletsch und auf das Benehmen, gewisser Arbeiter aufmerksam gemacht. In seiner Antwort erklärt .nun der Chef des Walliser Baudepartements, Rei.-Rat Anthamatten, dass er strenge Anweisung gegeben habe, im künftighin die Wiederholung derartiger Vorkommnisse zu vermeiden. Sollte ©ich ein Arbeiter eine Erschwerung des Verkehrs zuschulden kommen lassen, so werde er unverzüglich weggeschickt. Woraus hervorgeht, das« man zuständigenorts nichts unterlagst, um im Rahmen des Möglichen eine ungehinderte Abwicklung des Verkehrs auf der im Ausbau begriffenen Strecke zu gewährleisten. keit. Das wird nun anders werden, wenn ich wieder zu ,ihm .sehen kann.. Auch nützlich werde ich mich machen können, spinnt sie ihre" Gedanken weiter. In erster Linie werde ich das Reisig und die Späne zusammentragen,- damit man wieder laufen kann. Haben tyif -erst einmal eine Hütte oder gar ein Hafts, so können wir alles verbrennen. Eigentlich .könnte ich sofort damit beginnen. Zu was, 4itze ich hier und halte die Zunge im Mund, während der Sepp arbeitet ? — Bin ich. besser als er, dass ich hier sitze und die Hände: in den Schoss lege? — Aber dann denkt sie daran; dass sie in diesen Kleidern und Schuhen-nicht arbeiten kann. — Gut, dann werde ich meinen Koffer im Dorfe holen und mich umziehen. Der Sepp könnte, ihn mir . herauf tragen, aber besser ist es doch, wenn ich nichts zu ihm sage. Ja, sicher ist das besser, sonst denkt er doch, ich mache ihm noch mehr Arbeit, als er ohnedies schon hat. Ich trage ihn selbst herauf, es wird auch gehen, und er sieht, dass ich keine Zierpuppe bin. (Fortsetzane foletj ' Eine Aktion für richtiges Parken Der zunehmende Strassenverkehr bringt es mit sich, dass die Parkierungsmöglichkeien in den meisten Schweizerstädten immer ungünstiger werden. Zudem zeigt sich, dass es noch zahlreiche Strassenbenützer gibt, die nicht imstande sind, ihre Fahrzeuge vorschriftsgemäss zu parken und den ihnen zur Verfügung stehenden Raum richtig und vernünftig auszunützen. Wie oft wird völlig gedankenlos parkiert, so dass wertvoller Parkplatz für weitere Fahrzeuge verloren geht. Trotzdem die Erfahrung lehrt, dass durch mustergültiges Parken nicht nur Zeit gewonnen, sondern häufig eine Busse oder ein verbeulter Kotflügel vermieden wird, scheint diese Regel noch immer nicht genügend Beachtung gefunden zu haben. Diese Feststellungen haben den ACS in Weierführung seiner Bestrebungen zur Hebung der Verkehrssicherheit veranlasst, in enger Zusammenarbeit mit den Behörden eine Akion für richtiges Parken durchzuführen. In der ersten Augusthälfte werden die Polizeiorgane zahlreicher Schweizerstädte jedem 'ahrzeugffihrer, der seinen Wagen nicht vorschriftsgemäss parkiert, ein Merkblatt aushändigen, durch das er auf die begangenen ehler aufmerksam gemacht wird. Auf der Rückseite unterstützt der ACS durch einige prägnante Bemerkungen in wirksamer Weise die Bestrebungen der Polizei. Durch diese Verkehrserziehungsmassna.ilmen wird zudem d>ie Aufmerksamkeit der Behörden auf die ungenügenden Parkplatzverhältnisse gelenkt, die in einigen Städten noch anzutreffen sind, und wo die vorhandenen Parkierungsmöglichkeiten oft noch nicht zur Verfügung der Oeffentlichkeit stehen. Es ist zu hoffen, dass dieser Initiative des ACS, die sicherlich viel zur Linderung der Parkplatznot und zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse beitragen wird, ein voller Effolg beschieden sein wird. Korrektes Parken verrät den guten Fahrer! Schutz des Menschenlebens im SJbvasseiwmkehc (Schluss von Seite 1.) Dann der Faktor Strasse! Hier liegen die Dinge am schlimmsten. Gerne sei anerkannt, dass wir alles in allem genommen ein recht gutes Strassennetz besitzen, das den neuzeitlichen Verkehrsbedürfnissen immer besser angepasst wird. Unsere Strassen führen aber viel zu häufig durch Ortschaften hindurch, statt um sie herum. Wie wohltuend und unfallverhütend wirken sich z. B. die Umfahrangsstrassen an der Strecke Basel-Zürich aus ! Die kleinen Ortschaften Effingen und Spreitenbach sind seit einigen Jahren durch flüssig geführte Umleitungen vom Durchgangsverkehr befreit Müssen hier nicht die Eltern, deren Kinder auf der Strasse spielen, geradezu aufatmen; spürt nicht ein ganzes Dorf etwas wie eine Erleichterung, wenn die alte Dorfstrasse wieder zum Klatsch benützt werden kann! Trotzdem pflegen aber solche Bestrebungen an kleinlichen Widerständen zu scheitern, da sich merkwürdigerweise jedes Dörfchen gegen das Umfahrenwerden wehrt, ein Fall, wie man ihn kürzlich im Toggenburg wieder erlebte. Nach dem Projekt sollte ein unübersichtliches Strassenstück zwischen Wattwil und Lichtensteig durch Umgehung eines belebten Engpasses grosszügig verbessert werden. Und was geschah? Die vernünftige Absicht scheiterte, weil es einige Anwohner durchzwängten, dass sich die Staatsstrasse weiterhin zwischen ihren Häusern hindurchschlängeln müsse, was nur eine halbe und zudem teurere Losung gestattet. Wir Automobilisten müssen von den Behörden Grosszügigkeit und eine feste Hand verlangen, wenn es gilt, durch die Gestaltung eines Strassenzuges den Verkehr flüssiger und dadurch ungefährlicher zu gestalten. Die systematische Umfahrurag kleinerer Ortschaften bedeutet jedenfalls eine gute Gelegenheit, die Verkehrsgefahren zu vermindern. Umgehungsstrassen liegen nicht nur im Interesse des Automobils, sondern in Wirklichkeit auch der betreffenden Ortschaften, allerdings vielleicht mit Ausnahme Von einigen Wirtshäusern. Mit diesen wenigen Vorschlägen und Gedanken soll gezeigt werden, dass noch ungenützte Möglichkeiten vorhanden sind, Menschenleben vor Verkehrsunfällen zu bewahren. Möge sich die Ansicht durchringen, dass die Bestrafung eines «Schuldigen» allein nicht genügt, wenn nicht gleichzeitig auf allen Gebieten alles getan wird, was den Strassenunfall verhindern kann l A.C.

N° 63 — FREITAG, 4. AUGUST 193& AUTOMOBIL-REVUE Wie steht es um die Europa- Meisterschaft 1939? MAXIMALPUNKTZAHL Sieger Zweiter Dritter Vierter Fünfter Uebrige Klassierte und Gestartete 10 Punkte 6 Punkte 5 Punkte 4 Punkte 3 Punkte 1 Punkt MINIMALPUNKTZAHL Sieger - 1 Punkt Zweiter 2 Punkte Dritter 3 Punkte Vierter 4 Punkte ... Wer-von den übrigen (ob klassiert oder aus- • geschieden) zurückgelegt hat: mindestens halbe Distanz des Siegers 4 Punkte mindestens ein Drittel des Siegers 5 Punkte mindestens ein Viertel des Siegers 6 Punkteübrige 7 Punkte DERZEITIGER STAND DER MEISTER- . SCHAFT a) Maximalpunktzahl. Bei- Frank- Deutsch- - , . loul zien reich Und Müller (Auto-Union) 1 10 6 = 17 Caracciola (Mercedes-Benz) 1 1 10 = 12 Lang (Mercedes-Benz) 10 1 1 = 12 Meier (Auto-Union) 1 6." .1 =• 8 Sommer (Alfa Romeo) 4 3 1 = 8 Hasse (Auto-Union) 6 — 1 = 7 v.-Brauchitscb (Merc.-Benz) 5 1 1 = 7 b) Minimalpunktzahl. Müller (Auto-Union) 4 1 2 = 7 Meier (Auto-Union) 5 2 4 = 11 Lang (Mercedes-Benz) 1 4 7 = 12 Caracciola (Mercedes-Benz) 6 7 1 = 14 v. Brauchitsch (Merc.-Benz) 3 5 6 = 14 Sommer (Alfa Romeo) 4 4 7 = 15 Nuvolari (Auto-Union) 4 7 4 = 15 Im Samstagstraining zur Grossen Preis von Deutschland geriet, wie erinnerlich, der Auto-Union-Rennwagen Nuvolaris in Brand- Weich bemerkenswerte Leistung die Monteure der Zschopauer Rennabteilung vollbrachten, um den Boliden schon für das Training wieder startbereit zu kriegen; darüber entnehmen wir der Fachschrift « Motor und Sport» folgende Schilderung : organisierenden Landesverbänden Benz-Grand Prix-Wagen aufgestellten absoluten zu sondieren. Herr Langlois unterbreitete diesen Rundenrekord von 2 :25,4 = 143,603 km/st, um Verbänden ein Berechnungsschema, das auf dem */s Sekunden verbesserte, fuhr Vilforesi mit 2:26,4 für die französische Meisterschaft gültigen basiert. die kürzeste Rundenzeit der Maserati-Boliden. Man Im heutigen Augenblick haben noch nicht alle Grand hatte den bestimmten Eindruck, dass den Alfa-, Prix-Organisatoren zu diesem Problem Stellung Fahrern ein Kampfmittel zur Verfügung stand, daseine stabilere Strassenlage aufweist als jenes der bezogen, was indessen die französische Presse nicht davon abhält, den Stand der Europameisterschaft Bologneser Werke, was sich besonders gut in der! auf Grund des für die französische Meisterschaft Ardenza-Kurve zeigte, wo Farina stets in prachtvollem Stil durchkam, Villoresi dagegen mehr als: gültigen Wertungssystems (Maximalpunktzahl)' zu ermitteln, während man deutscherseits den Berechnungstnodus für die letztjährige Europameisterbüsste. Dass es aber dem Vierzylinder-Maserati einmal mit einer Tete-ä-queue wertvolle Zeit einschaft zur Grundlage nimmt (Minimalpunktzahl), kaum an der ebenbürtigen Motorenleistung fehlen wobei sich bei der Gegenüberstellung der beiden dürfte, kann teilsweise schon daraus abgeleitet werden, dass — abgesehen von der verblüffenden; Klassements zum Teil weitgehende Unterschiede ergeben. Wir erfahren in dieser Angelegenheit von Rundenzeit Farinas — die Werkwagöii von Ma- : orientierter Seite, dass die internationale Sportkommission sich in den nächsten Tagen mit der an der Spitze lagen: Villoresi.mit 2:26,4, Rocco und eerati punkto schnellste Runde,.vor allen, Alfetta Europameisterschaft-Wertung 1939 befassen wird. Cortese mit' 2:28. und erst nachher die Alfaleute Gewissermassen zum internen Gebrauch und mit Biondetti mit 2:28,8, Aldrighetti mit 2:30 und Pintacuda mit 2:31 folgten. Von fünf Fabrikwagen der dem ausdrücklichen Hinweis darauf, dass ihnen keinerlei offizieller Charakter zukommt, geben wir Mailänder Konstrukteure haben drei das Rennen an, untenstehend "die Zwischenklassements* auf Grund der ^Maximalpunktzahl, sowie der Minimalpunktzahl 'wieder und schicken ihnen einige Einzelheiten über die Resultatermittlung voraus: Auch ein Rekord. Zwei Aspekte des Anderthalbliter-Alfa-Romeo, der mit Dr. Farina am Steuer in der Coppa Ciano vom vergangenen Sonntag siegreich gewesen ist. erster, dritter und fünfter Stelle beendet; Biondetti stellte in der 26. Runde Störungen in der Brennstoff zufuhr fest und überliess seinen Wagen Severi, während er selbst Pintacuda am Steuer ablöste. Aldrighetti endlieh fiel einem Getriebeschaden zum Opfer, während die Ausfälle im Maserati- Lager ebenfalls auf Getriebedefekt bei Rocco, auf Kolbenbruch bei Trossi und auf eine Achsverstauchung bei Villoresi zurückgeführt werden. Wir erwähnten' weiter oben, dass Farina den Rundenrekord der Grand Prix-Wagen um % Sekunden unterboten habe. Dazu sei doch bemerkt, dass der gleiche Pilot für die 40 Runden-Distanz (232 km) 10 Sekunden weniger benötigte als der letztes Jahres als Sieger disqualifizierte von Brauchitsch auf Mercedes-Benz im Rennen der Formel- Boliden, was im Grunde genommen einfach so auszulegen ist. dass die 1,5 Liter-Wagen auf kurvenreichen Strecken wie dem Ardenza-Circuit ihre Motorenleistung wesentlich besser einsetzen können als die hochgezüchteten 3-Liter-Rennwagen. Die Alfetta hat in der letztjährigen Coppa Ciano bekanntlich debütiert und mit dem kürzlich verunglückten Emilio Villoresi und Biondetti auf Anhieb einen Doppelsieg gelandet, während sich acht Tage später Maserati in der Coppa Acerbo mit einem dreifachen Sieg revanchierte. Man darf daher gespannt sein, ob es der Bologneser Firma im Rennen von Pescara, das in anderthalb Wochen zum Austrag kommt, wiederum gelingen wird, die Niederlage von Livorno gutzumachen. Rektifiziertes Klassement (60 Runden = 348 ikm) 1. Farina (Alfa Romeo) in 2:30:10,4 = 139,053 km/St. 2. Cortese (Maserati) in 2:31:25,6 (59 Runden). 3. Biondetti/Pintacuda (Alfa Romeo) in 2:30:57,6 (57 Runden). 4. Taruffi ((Maserati) in 2:32:22,4 (56 Runden). 5. Biondetti/Severi (Alfa Romeo) in 2:31:33,4 (51 Runden). RENNEN DER EINGELADENEN PRIVAT- FAHRER : (20 Runden = 116 km) 1. Teagno (Maserati) in 56:29,6 = 123,280 km/St 2. Lami (Maserati) in 56:30. 3. Brezzi (Maserati) in 56:32,8. 4. Lanza {Maserati) in 56:35,4 (19 Runden). 5. Corsi (Maserati) in 57:18,8 (17 Runden). VI. Grosser Preis der Schweiz für Automobile in Bern. Ein kundiger Führer für das Rennen. Auch für den VI. Grossen Preis der Schweiz für Automobile hat die Propagandastelle desselben einen hübschen illustrierten und alle notwendigen Angaben enthaltenden Faltprospekt herausgegeben. Deser Prospekt enthält Angaben über die beste Lage der Sitz- und Stehplätze, den Quartier- und Auskunftsdienst, die Parkierungsmöglichkeiten. die Preise der Berner Hotels und die Adressen der Vorverkaufsstellen. Selbstverständlich findet man darin auch Angaben über die Eintrittspreise, die Trainingszeiten und das Programm des so vielversprechenden Renntages. Auch ist diesem Prospekt ein Streckenplan und das Goldene Buch des Grossen Preises der. Schweiz beigegeben. Dieser wertvolle Führer, der in einer Grossauflage in deutscher und französischer Sprache erschienen ist, kann an den zahlreichen Vorverkäufsstellen, in den wichtigsten Reisebureaux und beim Rennsekretariat in Bern (Wai6enhausplatz 2) gratis bezogen werden. Der Grosse Bergpreis von Deutschland. auf der Gross&locknerstrasse sieht am kommenden Sonntag, wie bereits kurz gemeldet, von Brauchitsch und Lang auf Mercedes-Benz, sowie Müller und Stuck 'auf Auto-Union am Start, die ohne Ausnahme die Boliden der Maximalgewichtsformel steuern werden, während in der 1,5-Liter-Klasse die Maserati-Fahrer Pietsch, Joa, Dipper, Rocco und Barbieri genannt sind. Das Rennen zählt als zweiter Lauf um die deutsche Bergmeisterschaft, auf welche Lang (Mercedes-Benz) mit seinem Sieg im Wiener Höhenstrassenrennen als aussichtsreichster Anwärter gilt. Im Grossen Preis von Comminqes, der am nächsten Sonntag zum Austrag kommt und den Sportwagen reserviert ist, starten folgende Konkurrenten: Delage: Gerard und Monneret. Delahaye: Dreyfus, Raph, Paul. Chaboud, Contet, Mazaud, Villeneuve, Larrue und Tremoulet. Bugatti: Wdmille, Trintignant und Leloup. . Talbot: Sommer, Lebegue, Levegh und Chin-etti. Simca: Gordini und Debille. Amilcar: Mestivier. Riley: Horvdlleur und Brunet. Fiat; Bourinet