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E_1939_Zeitung_Nr.058

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Beauftragt durch Ihre

Beauftragt durch Ihre Mitgliederversammlung, hat sich deshalb die Via Väta in einem Schreiben an den Bundesrat zum Anwalt dieser Postulate gemacht. Mit Recht weist sie darin u. a. auf die Tatsache hin, dass der Forderung nach Heraufsetzung des Höchstgewichtes für schwere Lastwagen nicht nur wirtschaftliche, sondern auch militärische Bedeutung zukomme. Solange nämlich die Grundlagen für eine wirtschaftliche Ausnützung dieser Fahrzeuge nicht geschaffen seien, solange werde auch die mit den Massnahmen für die Vermehrung der armeetauglichen Lastwagen angestrebte Umstellung von den leichteren und billigeren ausländischen auf schwere einheimische Lastwagen trotz der Bundessubventionen illusorisch bleiben. SiKwe ;cB*e: Die Vorlage für die Schaffung einer Schweiz. Zentrale für Verkehrsförderung, deren Behandlung -während der Vergangenen Sommersession gewisse Differenzen zwischen den beiden eidgenössischen Kammern gezeitigt hatte, ist letzter Tage von der ständerätlichen Kommission neuerdings in Beratung gezogen worden, wobei selbstverständlich bloss die Differenzbereinigung zur Diskussion stand. Der Sitzung, die in Zürich stattfand, wohnten auch Bundesrat Pilet-Golaz und Direktor Kradolfer vom eidg. Amt für Verkehr bei. In der artikelweisen Prüfung fand Art. 1 in folgender Form Zustimmung; « 1. Unter der Bezeichnung «Schweizerische Zentrale für Verkehrsförderung» — S.Z.V. — wird eine öffentlich-rechtliche Körperschaft gegründet. 2. Ihre Organe sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand, der Ausschuss, die Geschäftsstelle und die Kontrollstelle. 3. Der Sitz der Schweizerischen Zentrale für Verkehrsförderung ist Zürich. Sie unterhält eine Zweigetelle in Lausanne, überdies im Ausland Agenturen oder Vertretungen. Die Agenturen sind in der im Land der Niederlassung geltenden Sprache als «Schweizer Verkehrsbüro> zu bezeichnen und wenn Fahrkartenverkauf stattfindet, überdies als «Amtliche Agentur der S.B.B.». 4. Das Nähere wird in einem Organisationsetatut festgesetzt, das der Genehmigung des Bundesrates bedarf. » Hier lag ein welscher Minderheitsantrag vor, der im Artikel 1, Ziffer 3bis, sagt: «Der Wahl eines Direktors oder Direktionsadjutanten wird ein Vertreter der französischen oder der italienischen Schweiz vorbehalten.» In Artikel 2 hielt die Kommission an ihrer bisherigen Fassung fest: «Der Zweck der Schweizerischen Zentrale für Verkehrsförderung ist die Förderung des Fremdenverkehrs. Ihre Hauptaufgabe ist die Organisation und Durchführung der gesamtschweizerischen Verkehrswerbung im In- und Ausland. Das Verhältnis zwischen der Schweizerischen. Zentrale für Verkehrsförderung und den S.B.B., wird durch einen besonderen Vertrag geregelt.» Artikel 3: «Die Geschäftsführung der Schweizerischen Zentrale für Verkehreförderung untersteht der Aufsicht des Bundes.» In diesem Artikel strich die Kommission den Nachsatz, wonach die Aufsicht vom eidg. Post- und Kisenbahndepartement ausgeübt werde. Art. 4 wurde in der bundesrätlichen Fassung gutgeheissen; rlanach stellen sich die jährlichen Aufwendungen des Bundes auf einen festen Beitrag von 2,5 Millionen, einen variablen Beitrag von 50% der Mitgliederbeiträge, ohne diejenigen der eidgenössischen Anstalten und Verwaltungen. Der veränderliche Beitrag des Bundes darf dabei 500.000 Fr. nicht übersteigen. Auch bei Art. 5 folgte die Kommission der bundesrätiichen Fassung, die besagt, daes nach dem Inkrafttreten der neuen Regelung der Bundesbeschluss betr. die Beteiligung des Bundes an der Schweiz. Verkehrszentrale aufgehoben wird. Hatte die Kommission und mit ihr auch die Mehrheit des Ständerats den neuen Erlass in die Form eines Bundesgesetzes kleiden wollen, währenddem die Volkskammer, in Uebereinstimmung mit dem Entwurf des Bundesrates für einen nicht allgemein verbindlichen, d. h. also der Volksabstimmung entzogenen Bundesbeschluss «eintrat, so hat nunmehr auch die ständerätliche Kommission ihre Hefte in diesem Sinn revidiert, womit eine der wichtigsten Differenzen aus der Welt geschafft sein dürfte, vorausgesetzt, dass der Kommissionsantrag im Ratsplenum seiist durchdringt. Charles und Muriel fahren sofort auseinander. Am Kabineneingang steht ein britischer Leutnant zur See, im Dienstanzug, den Revolver umgeschnallt, ein blitzendes Monocle im Auge. «Hengist-Greentower, Kommandant von H.M.S. Swan», stellt der Offizier sich vor. «Bitte gehorsamst um Verzeihung, dachte glaubte wirklich, nicht anklopfen zu sollen. Ich — ach — » Die Augen des Offiziers haben sich inzwischen an das Duster der Kabine gewöhnt, deren Beleuchtung bei der Explosion selbstverständlich ausgegangen ist. Sie hängen sekundenlang grenzenlos verblüfft und geradezu erstarrt an Muriel. «Du ? ! ! » sagt er heiser vor Ueberraschung. « Wirklich du, Muriel! Also — Nein, das geht zu weit! Ich hätte grosse Lust, dich durchzuprügeln ! > « Was sagten Sie da eben ? » fragt Charles, der seinen Ohren nicht traut. < Ich sagte durchprügeln! » erklärt der Leutnant fest. « Dieses Mädchen verdient wahrhaftig Prügel! » < Hüten Sie Ihre Zunge ! Sie haben uns zwar gerettet, aber diese Dame steht unter meinem Schütze ! Beachten Sie das ! » Im Interesse der Steigerung unserer Durohsdhlagekraft im Gebiete der Propaganda für den Fremdenverkehr, der als «unsichtbarer Export» in unserer Aussenwirtscbaft eine entscheidende Rolle spielt, steht zu hoffen, die Vorlage werde noch im Laufe dieses Jahres verabschiedet werden können. AM Neue Signalanlagen Zürichs im Lichte der Kritik. Die Stadt Zürich hat kürzlich an verschiedenen stark frequentierten Strassenkreuzungen neue automatische Leuchtsignal-Anlagen aufgestellt. Dass es ihnen nicht an Kritikern fehlt, beweisen die beiden Einsendungen, die wir im Nachstehenden zum Abdruck bringen, wobei wir uns allerdings vorbehalten, auf die Angelegenheit noch ausführlicher zurückzukommen. Red. Das kürzlich an der Strassenkreuzung Limmatquai - Uraniabrücke aufgestellte automatische Verkehrasignal findet nicht überall ungeteilte Zustimmung. Man fragt eich nämlich, ob die Neuerung mit dem zusätzlichen «Tramsignal » nicht dazu angetan ist, früher oder später Unfälle hervorzurufen. Worum handelt es sich biebei? Um den Strassenbahnwagen nicht zu lange Halte vor dem Signal aufzuzwingen, wurde ihnen ein spezielles Vortrittsrecht eingeräumt. Während für die andern Fahrzeuge, die den Limmatquai auf- oder abwärtsfahren, das Signal noch auf Rot steht, was Durchfahrtsverbot Bedeutet, erscheint ein grünes Signal mit Aufschrift Tram, bei dessen Aufleuchten die Straesenbahn trotz rotem Lichtsignal passieren kann. Während dieser Zeit werden die Benutzer des Strassenzuges Uraniabrücke-Mühlegasse durch blinkendes grünes Licht auf die Strassenbahn aufmerksam gemacht. Wer sich aber während dieser Zeitperiode durch das grüne Licht im Verkehr Uraniabrücke-Mühlegaese auf die freie Durchfahrt verlässt, sieht sich dann plötzlich einem Strassenbahnwagen gegnüber und kann nur noch durch einen raschen Stopp eine Kollision vermeiden. Leider fehlen in der Schweiz zur Zeit einheitliche, detaillierte Vorschriften für die automatischen Signale, d. h. für deren Einrichtung, Lichtfarbe und Funktionieren noch. Es wäre sehr wünschenswert, dass diese Lücke rasch verschwände, zumal die automatischen Signale immer häufiger zur Anwendung gelangen. Grün sollte nun einmal konsequent erlaubte Durchfahrt und rot verbotene Durchfahrt bedeuten. Ein Abweichen von diesen Grundsätzen In den Vereinigten Staaten und in der' Schweiz sind die Fälle von Krebs bei den Arbeitern der Teerfabriken nicht häufiger als sonst. Mat hat keine Kenntnis von Lungen-, krebsen besonders bei den Angehörigen dieses Berufes. . , • ? Was den künstlich erzeugten Krebs an- i belangt, fährt «Dr. Qoudron» fort, so wissen wir, dass das während mehrerer Wochen wiederholte Bestreichen des ausrasierten RückenV einer Maus mit Teer zu Geschwürbildungen führt, die mitunter krebsartigen Charakter annehmen. Diese Laboratoriumsexperimente haben indessen nichts Gemeinsames mit den Verhältnissen, wie sie der Verkehr auf einer geteerten Strasse antrifft. Bei den Tierversuchen liegt das entscheidende Merkmal im langen und intensiven Kontakt des Teers mit der Haut. Der Strassenstaub dagegen kann nur unendlich viel kleinere Mengen Teer enthalten. In dieser Beziehung schrieb die « Münchener Medizinische Wochenschrift» vom 9. Dezember 1932: c Im Zusammenhang mit der Notiz, die in den Spalten unseres Blattes bei Anlass des 70. Geburtstages Dr. Guglielminettis, des Förderers des Teers, erschienen ist, sei auf die interessante Arbeit Prof. « Unter Ihrem Schütze? Lächerlich! Wenn jemand von uns beiden dieses Mädchen zu beschützen hat, so bin ich das, Sir! > « Sie ? ! » Charles kommt ein schrecklicher Gedanke. « Oder sind Sie etwa — ? » « Jawohl. Ich bin !» bestätigt der Leutnant ernst. «Muriel! Dieser Offizier ist wirklich dein — ? » «Er ist mein Bruder Francis, Charles.» Muriel hat Charles' Erschrecken mit grosser Genugtuung beachtet. « Und wer ist dieser Herr ? » fragt Leutnant Hengist-Greentower mit viel Würde seine Schwester. « Das ist Charles Lord Roehampton, Francis 1 » stellt Muriel vor. « Er ist mir ein lieber Kamerad.» «Hm», macht der Offizier nur, aber er schüttelt doch Charles Hand. Dann nimmt er Muriels Kopf in seine Hände. «Du bist doch wirklich unmöglich! > schnarrt er zärtlich. « Beinahe wärst du mit diesem Kasten in die Luft geflogen.» « Du doch auch !» pariert Muriel. « Es hätte eine Familienkatastrophe gegeben.» «Ich bin ein Mann und im Dienst! » Der Leutnant lehnt sichtlich jeden Vergleich ab. AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 18. JULI 1939 — N° 58 scheint gewisse Gefahren in sich zu bergen. Auch das weitere Zusatzsignal, das bei rotem Licht den Fahrzeugverkehr nach rechts durch ein daneben befindliches grünes Pfeilsignal erlaubt, scheint uns mit dem klaren Prinzip der automotischen Verkehrsregelung nicht ganz im Einklang zu stehen. Allerdings wird dadurch wenigstens keine Gefährdung des Verkehrs hervorgerufen, wenn auch anderseits der Fussgängerverkehr eine nicht zu unterschätzende .Erschwerung bzw. Unterbindung erfährt. T. (Wozu einstweilen lediglich festgestellt sei, dass diese Art von automatischer Verkehrsregelung z. B. in Bern an der Kreuzung Effingerstrasse-Hirschengraben bereits seit geraumer Zeit funktioniert, ohne dass dabei Unzukömmlichkeiten zutage getreten wären. Red.) , Zur neuen Verkehrsanlage am Bleicher weg wird uns geschrieben: Nicht dass ich der Technik irgend etwas an ihren wirklich grossartigen Leistungen beim Bau der Verkehrsampeln absprechen möchte oder dass ich gar ein Gegner von Signalanlagen wäre. Meiner Auffassung nach aber ist die nun an der Kreuzung Bleicherweg- Tunnelstrasse errichtete Anlage einfach nicht am Platz. Noch nie stauten sich bisher an dieser Kreuzung so lange Autoschlangen wie jetzt. Durch die Kompliziertheit der Anlage, insbesondere durch die Spezialampeln für das Tram, entstehen fast fortwährend Stockungen. Das aber kann doch sicher nicht der Wille der für den Strassenverkehr verantwortlichen Instanzen sein. Und dass fast ausgerechnet dann, wenn für die Richtung Tunnelstrasse das grüne Signal leuchtet, auch die Strassenbahn freie Durchfahrt hat, kann zu Unfällen führen, denn das Blinken des grünen Lichtes wird ia von den meisten übersehen oder missverstanden. Zudem sind wohl auch die Trampassagiere, die oft zwischen einer Kolonne von Automobilen hindurch das Tram an der Haltestelle besteigen oder verlassen müssen, nicht besonders erbaut. An diese Kreuzung gehört unseres Erachtens ein Verkehrspolizist, denn ich glaube kaum, dass hier der Verkehr je befriedigend durch einen Automaten geregelt werden könne. A. N. Um das neue Gesetz für die bernische Automobilsteuer In der Konferenz zwischen den bernischen Strassenverkehrsverbänden und der kantonalen Polizeidirektion, worüber wir in Nr. 46 eingehend berichtet hatten, stellte Regierungsrat Seematter die Ausarbeitung eines neuen Strassenverkehrs- und Autosteuergesetzes in Aussicht, das, nach allem zu schliessen, was man bei dieser Gelegenheit Wirkt der Strassenteer krebserzeugend? (Schluss von Seite 1.) vernahm, durch verständnisvolles Entgegenkommen gegenüber den Wünschen der Automobilisten, namentlich was den bisherigen wunden Punkt Steuern anbelangt, gekennzeichnet sein dürfte. In den Monaten Juli, August und. September ereignen sich die meisten Verkehrsunfälle. Vermehrte Vorsicht ist daher in dieser Jahreszeit unbedingt erforderlich. Unsern Informationen zufolge befindet sich diese zeitgemässe Revision auf guten Wegen; bereits sollen die Vorarbeiten so weit gediehen sein, dass der Entwurf der-Polrzeidirektion auf dem Kanzleitisch des Regierungsrates deponiert werden konnte. Dazu sind auch schon die Vorbereitungen für die parlamentarische Beratung getroffen worden, hat das Bureau des Grossen Rates doch Auftrag erhalten, die Kommission für die Behandlung des Entwurfs zu bestellen. Wie wir, so werden sicherlich alle bernischen Automobilisten Genugtuung empfinden ob der speditiven Behandlung, welche die kantonale Polizeidirektion dieser Angelegenheit angedeihen lässt, steht doch zu hoffen, dass wir damit endlich unseres « jahrealten » Sorgenkindes, die Anpassung der Autosteuern an die veränderten Verhältnisse, ledig werden. V. Internationaler Kongress für Rettungswesen und erste Hilfe bei Unfällen. Zürich und St. Moritz, 23.-28. Juli 1939. Ende Juli findet in Zürich und St. Moritz der V. Internationale Kongress für Rettungswesen und erste Hilfe bei Unfällen statt. Der Kongregs steht unter dem Patronat von Herrn Bundespräsident Philipp Etter; Herr Prof. Dr. med. H. Zangger, Direktor des Gerichtlich-Medizinischen Institutes der Universität Zürich hat das Ehrenpräsidiumübernommen. Zur übrigen gehören dem Ehrenkomitee auch die Präsidenten des A.C.S. und des T.C.S., Dr. Mende und Dr. Henneberg an. Der Kongress soll eine Vereinigung aller jener Kräfte bilden, die aus wissenschaftlichen oder humanitären Gründen Interesse an der Entwicklung des Rettungswesena und der ersten Hilfe bei Unfällen haben. Das Eidgenössische Politische Departement hat eine Einladung zur Beschickung des Kongresses an alle Staaten- gerichtet;. Teilnehmer und Referenten mit Namen von gutem wissenschaftlichem JKlajjg haben sich bereits aus 24 Ländern angemeldet. Der Kongress wird Samstag, den 23- Juli in- Zürich durch eine feierliche Eröffnungssitzung im neuen Kongressgebäude eingeleitei In den folgenden Tagen finden in der E. T. H. in acht Sektionen Vorträge, über das Rettungswesen und die erste Hilfe statt (Katastrophen im nationalen und internationalen Verkehr, Wundbehandlung, Gasvergiftungen, L,ehmanns über, 3 die Strassenteerung hingewiesen,, Der Würzburger Wissenschafter hatte sich die Frage gestellt, ob der Staub der geteerten Strassen im Hinblick auf seinen Teergehält Gefahren in sich berge. Zu diesem Zwecke untersuchte er zu wiederholten Malen den Staub solcher Strassen und ermittalte die Teermenge, die in einem Kubikmeter davpn enthalten ist. Das Ergebnis seines Befundes läutet, dass selbst unter den ungünstigsten Umständen nicht mehr als 0,33 Milligramm Teer in einem Kubikmeter Staub vorhanden sein können. Organisation des Samariterwesens, erste Hilfeleistung beim Sport usw. Den Automobilisten wird Angesichts des Umstandes, dass der Staub, der mit den ungeschützten Teilen des Körpers in Berührung dabei namentlich das Kapitel «Rettung und erste gelangt, noch weit weniger teerhaltig ist, müssen Hilfeleistung Im Landstrassenverkehr» interessieren die Niederschläge dieses Produktes auf die Haut und wir können den Besuch dieser Referate, die als sehr gering bezeichnet werden. Und derart Mittwoch, den 26. Juli, mit Beginn um 9.30. Uhr in minime Quantitäten sind völlig ausserstande, Hautoder Lungenkrebse hervorzurufen. » der E.T.H. stattfinden, um 60 eher empfehlen, als den drei Referenten Dr. Behague (Paris), Dr. Andr& Bussy (Lausanne) und Generaloberstabsarzt a. D-, Dr. Hornemann (.Berlin), wie dem Korreferenten Oberst Mechler (Paris), der Ruf interna- Die Automobilisten und die Anwohner der Teerstrassen brauchen deshalb tional anerkannter Autoritäten vorangeht Die wissenschaftlichen Vorträge werden ergänzt durch vom Teerstaub nichts zu'befürchten, praktische Demonstrationen und durch Besichtigungen- Am 26. Juli 1939 disloziert der Kongress aber sollte man mir beweisen können, dass mit Extrazug ins E'ngadin, wo ihm die Gemeinde die Teerung mit eine der Ursachen des Krebses, dieser Geissei der Menschheit, bildet, tungswesens mit Demonstrationen behandelt wer- St. Moritz einen festlichen Empfang bereiten wird. Hier sollen vor allem die Fragen des alpinen .Retden Ȧuskunft über Einzelheiten des Programms und Teilnahmebedingungen erteilt das Sekretariat - des Kongresses, Schmelzbergstrasee 4, Zürich, Tele- so wäre ich der erste, um zur Gründung einer Liga gegen dieses Uebel Hand zu bieten, genau so wie ich vor 30 Jahren eine solche zugunsten des Teers geschaffen habe. Für den Augenblick scheint mir aber eine Notwendigkeit dafür nicht zu bestehen. Dr. Guglielminetti. < Uebrigens Dienst — ich suche zwei Emissäre vom Secret Service, die an Bord sein sollen. Hoffentlich leben Sie noch.» « Sie stehen vor Ihnen », klärt Charles den Offizier auf. « Wie ? — Muriel ? — Auch das noch ? Daher deine sonderbaren Reisen ? — Du arbeitest für den Intelligence Service ? — Das ist —» « Genau so gut, wie wenn ich einen Zerstörer führte», behauptet Muriel. « Mädchen haben auch keine Zerstörer zu führen!» sagt ihr Bruder sehr energisch. « Wenn ich mich nicht irre, sind Sie Nr. Ia vom Intelligence Service, Lord Roehampton ?» «So weit habe ich es nicht gebracht», lächelt Charles. c Aber er muss an Bord sein ». behauptet der Offizier. «Ich habe eine Ondre an ihn. » < Vielleicht weisst du Bescheid, Muriel >, meint Charles, «manchmal hörst du ja das Gras wachsen. » «loh ? Allerdings. Wirst du auch nicht böse werden, Charles ? > « Böse werden ? » Charles ist sehr erstaunt Das ist eine merkwürdige Frage. Ta^un^en phon 2 35 00. Für schweizerische Teilnehmer sind Vergünstigungen (Abgabe von Tages-Hörerkarten zu Fr. 5.— und Dauerhörerkarten zu Fr. 10.— vorgesehen, -über die ebenfalls das Sekretariat Auskunft gibt. eich selbst bin nämlich Nr. Ia», bekennt. Muriel ganz bescheiden. « Du ? » dem Leutnant fällt vor Verblüffung das Glas aus dem Auge. «Heiliger Himmel! > ruft Charles. «Dann bist du ja mein Vorgesetzter im Dieflst!.» « Du scheidest ja jetzt aus, Charles.» « Ja, aber — » Charles' Gesicht bekommt plötzlich den alten lustigen Ausdruck, « weisst du, Muriel, eigentlich mochte ich dich als Vorgesetzten behalten.» «Du willst im Dienst bleiben?> « Nein >, lacht Charles, «ich will dich, als Vorgesetzten in und ausser Dienst behalten. » «Was soll denn das bedeuten?» fragt Leutnant Hengist-Greentower wachsam. « Das heisst, dass Ihre Schwester meine Frau bleiben soll,' Herr Leutnant! » erklärt Charles mit Nachdruck. « Frau ? — Bleiben ? — Ist sie denn Ihre Frau ? » « Sie ist Mistress d'Andrade, ohne meine Frau zu sein, oder vielmehr — » « Ich bin seine Frau, ohne Lady Roehampton zu sein. > (ForUetzuna folgt.)

N° 58 — DIENSTAG, 18. JULI 1939 AUTOMOBIL-REVUE IN FRANKREICH Der Schweizer Armand Hug in Frankreich schwer verunglückt Training in Albi mit verhängnisvollem Ausgang. Kaum acht Tage nach seinem brillanten Sieg im Rennen um den Pokal der Sportkommission des ACF für 1,5-Liter-Wagen in Reims hat der gegenwärtig erfolgreichste Vertreter und Verfechter der Schweüerfarben im internationalen Automobil- Rennsport, der Laueanner Armand F. Hug, einen unheilvollen Sturz getan und dabei so schwere Verletzungen erlitten, das« es am Montagmittag, da wir dffese Zeilen in Satz geben, noch völlig ungewiss erscheint, ob er davonkommen •wird oder ob es um den 26jährigen, sympathischen, überall geschätzten Sportsmann auf immer geschehen ist. Der tragische Zwischenfall, der in Automobiltporfkreisen tiefe Bestürzung hervorgerufen hat •reignete sich am Samstagnachmittag bald nach S Uhr, anlässlich der aweiten und letzten Trainings- Gitzung zum Grossen Preis von Albi, für den Hug auf Grund seiner am Freitag gefahrenen Rundenzeiten ate ausgesprochener Favorit angesehen wurde. Auch am Samstag machte er hervorragende Figur und erwies sich zusammen mit dem Engländer Wakefield als weitaus Schnellster unter den gemeldeten Konkurrenten. Da geschah das Unfassliche: in hohem Tempo geriet der neue 4-Zylinder- (16 Ventile)-Maserati-Rennwagen unseres Landsv mannes auf der durch den Regen der Vortage stark aufgeweichten Strasse in der Renaudie-Kurve ins Schleudern und raste gegen eine Telephonstange. Hug wurde durch den Anprall vom Sitz und in weitem Bogen durch die Luft geschleudert, um dann in 20 Meter Entfernung auf die Piste aufzuschlagen, •wobei man noch von Glück reden darf, dass die ihn verfolgenden Piloten Wakefield und Delorme ihn geistesgegenwärtig umfahren konnten. Mit schweren Verletzungen hob man den Bedauernswerten auf und transportierte ihn in die Klinik des Dr. Escudie, der einen Schädelbasisbruch feststellte und den Zustand des Verunglückten als sehr ernst, wenn nicht hoffnungslos betrachtet Vom Samstag auf m«OcfisleMrasiiM