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E_1939_Zeitung_Nr.058

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8 AUTOMOBIL-REVUE 18.

8 AUTOMOBIL-REVUE 18. JULI 1939 IENST No 58 Bück auf die Kontrollorgane des neuen Willys. Willys 1939 Ein sparsames, mittelgrosses Gebrauchsfahrzeug mit der Leistungsfähigkeit eines grossen Wagens Nachdem wir schon vor mehr als Jahresfrist Gelegenheit hatten, das erste Modell von Willys, dessen Lebendigkeit uns noch in guter Erinnerung steht, eingehend zu prüfen, waren wir unlängst In der Lqge, auch seinem Nachfolger, den Willys 1939, mit unseren Messapparaten etwas zu Leibe zu rücken. Zunächst jedoch noch ein paar Bemerkungen zu gewissen Eigenheiten, die sich der Messung entziehen und trotzdem recht augenfällig in Erscheinung treten. Da ist einmal die unverkennbare Verfeinerung der äusseren Wagenform als wichtiges Faktum zu melden. Man konstatiert sie, ohne sich im ersten Augenblick genau darüber klar zu sein, woher sie rührt. Bei näherem Zusehen - entdeckt man, dass vor allem die unterschiedliche Behandlung des Wagenvorderteils daran entscheidend beteiligt ist. Die Vorderfront der Motorhaube hat sich gewandelt, die Verschalungen der eingebauten Scheinwerfer ebenso wie deren linsen sind anders «modelliert! und was der vielen kleinen Retoüchen mehr sind. Ebenso hat der mechanische Teil mit einer imposanten Reihe von Verbesserungen aufzuwarten. So ist. der Motorlauf dank der statischen und dynamischen Auswuchtung der Kurbelwelle bedeutend ruhiger geworden, was nicht zuletzt auch im Leerlauf angenehm auffällt;' Hieraus ergibt sich das Gefühl einer erhöhten Geschwindigkeit des Wagens bei niedrigen Fahrgeschwindigkeiten. Gleichzeitig konstatieren wir'eine wesentliche Leistungssteigerung gegenüber.: dem früheren.Modell (61 statt 48 PS!), was sieb in einer Erhöhung des Steigvermögens sowie der Höchstgeschwindigkeit auswirkt. Im direkten Gang nimmt er jetzt bei Besetzung mit zwei Personen Steigungen bis 10,5%, im zweiten Gang solche bis 17,5%. Das sind Werte, die auch einem beträchtlich grösseren Wagen mit einem Motor von 3 Litern oder mehr sehr wohl anstehen würden. Erübrigt sich, zu sagen, dass sich im selben Masse auch die Rasse des Fahrzeuges weiter verbessert hat. Selbst im 90-km-Tempo vermag der ne'uö Willys noch Steigungen von 5% zu bewältigen, und seine Höchstgeschwindigkeit hat sich von 108 auf 115 (gestoppte) km/Std. (das heisst zirka 125 'km/Std, am Geschwindigkeitsmesser) verbessert.' Also gewiss- ein sehr leistungsfähiger Wagen 1. * Ein besonderes Lob verdient die ausgezeichnete Wirkung der neuen hydraulischen Bremsen, die bei vollkommen geradem Ziehen, Bremswege von nur 5,5 m .aus einer Fahrgeschwindigkeit von 30 km/Std. und 25 m aus einer solchen von 60 km/Std. zu erzielen gestatten. (Hierunter ist nicht ' etwa die,Länge der Bremsspur, sondern der tatsächliche Bremsweg gemeint, der sich nur mit einem registrierenden Geschwindigkeitsmesser, wie wir ihn stets für Wagenprüfungen verwenden, exakt ermitteln lässt. Die Wagenräder erzeugen nämlich, erst ein paar Sekunden ; Bruchteile nach Beginn der Bremsung die bekannte schwarze Bremsspur, die infolgedessen stets kürzer ist, als der eigentliche Bremsweg.) c Eine Messung des Brennstoffverbrauches zeigte,' dass der neue Wagen bei gleicher Fahrgeschwindigkeit sogar noch weniger Benzin verbraucht als das Vorjahrsmodell. Offensichtlich ist mit der Erhöhung der Motorleistung gleichzeitig eine Steigerung des motorischen Wirkungsgrades erreicht worden, ^wozu sowohl die Erhöhung des Kompressiorisverhältriisses als der Anbau eines Unterdruqkzündverstellers ihr Teil beitragen dürften. Einzig bei sehr geringen Geschwindigkeiten von nur 30 km/Std. im direkten Gang braucht das neue Modell mehr Benzin als das alte. Der Mindestverbrauch tritt jetzt zwischen 40 und 30' km/Std. auf und beläuft sich auf 9,5 Liter pro 100 km. Bei allen Geschwindigkeiten über 40 km/Std. benötigt der neue Wagen weniger Benzin als der alte. Technische Merkmale und Messresultate. Geprüfter Wagen: Normaler vier- bis fünf platziger Innenlenker mit vier durchwegs vorn anscharnierten Türen, Marke Willys-Overland, Typ Luxe. Motor; Vierzylinder, seitlich gesteuert, Zylinderabmessungen 77X111 mm, Hubraum 2060 cem, 11/61 PS bei 3600 U/Min., Kompressionsverhältnis 1:6,35, Kühlmäntel entlang ganzer Zylinderhöhe, dreifach gelagerte, ausgewuchtete Kurbelwelle, Hochdruckschmierung. Patentierter Spezialvergaser. Automatisch regulierte Gemischvorwärmung. Zündverstellung durch Unterdrück. Oelinhalt Car t ers :-3,8 Liter. des Elektrische Ausrüstung: Marke Auto-Lite. U.S.L. 6-Volt-Batterie mit 13 Platten. 96 Ah. Die fliessende Eleganz der neuen Wagenform tritt in dieser Seltenansicht des Willys 1939 besonders deutlich in Erscheinung. Ausgezeichnet ist nach wie vor die- Wendigkeit des Willys, v beträgt doch sein Lenkradius, gemessen äussefi an der äusseren Vorderradspur, nur rund 5,4 m. Aufgefallen ist uns sodann die Verringerung der Lenkradübersetzung, die ein rascheres Reagieren auf plötzliche Hindernisse >erlaubt. Angesichts des geringen Wagengewichtes von nur 1095 kg in fahrfertigem Zustand, war es ohne Nachteil möglich, die Zahl der notwendigen Lenkradumdrehungen zwischen vollem Einschlag rechts und vollem Einschlag links von 4 auf 2 7 /s zu reduzieren. Zusammenfassend können wir feststellen, dass die Firma Willys mit.der Schöpfung ihres neusten Modells eine sehr glückliche Hand bewiesen hat. Der neue Wagen, der in den Vereinigten Staaten jetzt unter dem, Namen «Overland» verkauft wird, ist ein geradezu ideales Gebrauchsfahrzeug, das Anspruchslosigkeit im Verbrauch, sowie geringe feste Kosten (Steuern und Versicherung) mit hohen Fahrleistungen- vereint. -b- KOhlung: Pumpenkühlung mit dichtungsloser Pumpe, die keiner. Schmierung bedarf. Kühlerinhalt 11 Liter. Brennstofftank hinten liegend. 30 Liter Inhalt. Kraftübertragung: Dreiganggetriebe mit zwei synchronisierten Gängen. Getriebeübersetzungen: Erster Gang: 2,673:1, «weiter Gang: 1,563:1, dritter Gang: 1:1, rw.: 3,553:1. Schalthebel auf dem Getriebekasten. Oelinhalt des Getriebes: 0,5 Liter. Einscheibentrockenkupphmg. Uebersctzunr der spiralverzahnten Hinterachse: 1:4,3. Oelinhalt der Hinterachse; 0,6 Liter. Lenkung: Schneckenlenkgetriebe System Gemmer. Lenkradius rechts 5,35 m, links 5,47 m, .gemessen aussen an 'der äusseren Vorderradspur. 2 7/8 Lenkradumdrehungen von. Anschlag links zu Anschlag rechts. Bremsen: Hydraulische Wagner-Lockheed-Vierradbremse. Bremsweg aus 30 km/St. 5,5 m, au« 60 km/St. 25 m. Mechanische Handbremse mit Kabelbetätigung auf Hinterräder. » Abfederung: Hinten und vorn starre Achsen, die sich auf Halbelliptikfederri stützen. Federlaschen mit Gummibüchsen, die nicht geschmiert werden müssen. Chassisrahmen: Stark versteifter Rahmen mit zahlreichen K- /und X-Traversen. Abmessungen und Gewicht; Totallänge 4570 mm, Totalhöhe 1680 mm, Totalbreite 1700 mm, Radstand 2590 mm, Gewicht fahrfertig inklusive 22 Liter Benzin, Reservereifen, Oel, Kühlwasser und Werkzeug = 1095 km (vorn 552 kg, hinten 543 km). Reifen: Grosse 16X5,50 normal profiliert.. Klimatische Verhältnisse bei der Prüfung; Barometerstand 704 inm, Aüssenlufttemperatur 11° C. Datum der Prüfung: 2.5.39. Gemessene Fahrleistungen und Brennstoffverbrauch: H öche tg esch win digkei t- 115 km/ St. Steigfähigkeit: Bei Besetzung mit zwei Personen im direkten Gang 10,5%, im zweiten Gang 17,5%, im ersten Gang 28,5%. Brennstoffverbrauch auf ebener Fahrbahn bei konstanter Geschwindigkeit, Windstille und Besetzung mit zwei Personen: Bei Fahrtempo von 30 km/St. 9,95 Liter/ 100 km, bei 50 km/St. 10,55 Liter/100 km und bei 70 km/St. 10,7 Liter/100 km. o 5 55 < UJ b S z > o 15 10 20 4O SO 100 -Km al DU Innenabmessungen der Karosserie des neuen Fünfplätzers. .. . Der Brennstoffverbrauch in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit Rechts: Diagramme der Fahrleistungen des neuen Willys. Links: Die Beschleunigung in den einzelnen Gängen. Rechts daneben: Die -Anfahrbeschleunigung beim Durchgehalten aller Gänge. Oberes Innenbild: Der erzielte Bremsweg in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit vor der Bremsung. Unteres Innenbild: Die Steigfähigkeit des Wagens in den einzelnen . Gängen in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit. Bei der Messung der i Fahrleistungen war der Wagen mit zwei Personen besetzt. l.O »OO on £80 a. «=7O 4O- -50- •7" z^zzzz BREMSWEG IN. M DISTANCE OE FREI NAGE tm) 3O SO too 12.0 Links: Der Vierzylindermotor des neuen Willys besitzt eine bedeutend höhere Leistung als. sein Vorgänger. Man beachte die Unterdruck-Zündverstellvorrichtunir seitlich am Verteiler. IO 15 2O £5 3O O 5 K> IS 35 20 4O 45 5O SS 3O 35 55 OO m.*tvai

Der Automobilist erlebt die ..Laiuli" BERN, Dienstag, 18. Juli 1939 Automobil-Revue -II. Blatt, Hr. 58 ie ein Querschnitt unseres Landes, listen gesehen Wer seinen Wagen parkiert, das Eintrittsbillett gelost hat und nun innerhalb Kein grosses Getue, keine imposanten Unser Land. der Drehtüre in der Landesausstellung Monumente und Attrappen erwarten den steht, der kann ungestraft den roten Pfeil Besucher; ein bescheidenes Tor öffnet ignorieren, der ihn. ersucht, den Rundgang durch die Höhenstrasse anzutreten. Frauenfigur, die im blauen Aether zu sich, und die darüber schwebende weisse Niemand hindert ihn daran, zu ebener schweben scheint, empfängt ihn mit offenen Armen. Eine schöne Geste als Symbol Erde weiterzuschreiten, um nach persönlichen Gelüsten seinen Weg durch die der Liebe zur Heimat. Hallen zu wählen. Der jedoch, der zum erstenmal den Fuss Der erste Saal singt das Lied der Landes, in die Ausstellung setzt, sollte sich derartige individualistische Extravaganzen der Schweiz, die ja in ihrer Gesamtheit niemandem besser «bekannt ist als dem nicht leisten. Die Höhenstrasse bedeutet Automobilisten, dei£ sie «fljm .-Volätit-son für die « Landi > gleichsam eine Einführung, und wer es gewohnt ist, in den Bü- Genf bis zum Bodensee in weniien Stunden zu durchqueren vermag. Das'Auto chern die Vorworte zu überschlagen und hat unser Land, das für manchen kleinen bei Konferenzen die einführenden Reden Bergbauern ausserhalb seiner engeren zu schwänzen, der möge hier sein Ohr Heimat oft eine nahezu unzugängliche einer wohldurchdachten Wegleitung nicht Welt bedeutet, dem Fahrer zu einem Wundergarten verkleinert, in dem er nach den verschliessen und die Höhenstrasse auf t gelegentlich » versparen. Gerade sie- vermittelt, wie kein anderer Teil der Ausstel- Mühen der Woche lustwandelt und die Schönheiten der Natur im Gewände einer lung, einen eindrucksvollen Ueberblick über das Wesen, den Geist und die Arbeit von Land und Volk. Auch jene, die mit der Brille der Sonderinteressen hierher kommen, und das Ausstellungsareal als ein Jagdrevier erblicken, ih dem man nur nach solchen Dingen Ausschau hält, die in den höchst persönlichen Interessenkreis fallen, werden in der Höhenstrasse mit ihrer universellen Gestaltung auf ihre Rechnung kommen. Zwar — und das soll zum vornherein gesagt sein — wäre es verfehlt, diesen lebendigen Ueberblick über das kulturelle und geistige Leben der Schweiz nicht als Ganzes auf sich wirken zu lassen. Es lohnt sich kaum, hier Rosinen aus dem Kuchen klauben zu wollen, denn die Gesamtheit des hier Gezeigten ist auch für den Spezialisten noch weit schmackhafter als die Teile, derentwillen er hierhergekommen ist. Aber diese Gefahr ist nicht aUzugross. Auch der Automobilist, der hier Beziehungen zum Tourismus, zum Verkehr und zur Technik des Motorund Autobaues sucht, wird letzten Endes nicht als Fachmann seiner Liebhaberei oder seines Berufes, sondern als Mensch und Staatsbürger durch die Höhenstrasse Schreiten und vom der Kraft und Mannig' faltigkeit der Eindrücke überwältigt werden* Es wird also keinen Schaden anrichten, wenn wir jetzt ganz unvoreingenommen die sanft ansteigende Rampe zur Höhenstrasse ersteigen, uns von Halle.zu Halle treiben lassen und gelegentlich den Automobilisten am Aermel zupfen, um ihm zu Qagen: Schau, das wird dich besonders interessieren, vielleicht profitierst du davon, wenn du in deinem Wagen über Land fährst, oder wenn du einmal Rückschau halten willst über die Entwicklung des Automobilwesens in unserem Land. Aber, wie gesagt, das soll nur so nebenbei geichehen, denn diese würdige Schau, die wie ein geistiges Band die ganze Ausstellung zusammenhält, kann nur als Ganzes erlebt werden. Höhensirasse mit den Augen des Automobi- südlichen Flora wie der hochalpinen Eisund Gletscherzone geniesst. Diese Vielgestaltigkeit unserer kleinen Eidgenossenschaft tritt dem Besucher hier besonders augenfällig ins Bewusstsein. Bilder, Kartenreliefs und Wandtische veranschaulichen sowohl die geologischen Eigenschaften wie die pflanzlichen, klimatischen und verkehrstechnischen Verhältnisse. Auf dieser gigantischen Verkehrskarte dort an der Wand findet der Autotourist das grau eingezeichnete Strassennetz, das sich vom roten Schienennetz der Eisenbahnen durch seine engmaschigeren Verzweigungen auszeichnet und damit wieder einmal augenfällig, die Vorteile seines Vehikels zeigt. Und wie hübsch sind hier die Klimaverhältnisse der verschiedenen Gebiete auf einer grünen Reliefkarte dargestellt! «So sind Sonne, Regen und Schnee im Jahreswechsel verteilt», erfährt der Beschauer, und nun weiss er, wohin er als Sonnenfreund seinen Wagen zum Ferienaufenthalt zu lenken hat. Diesem- Reichtum an landschaftlichen Schönheiten ist die Armut an Bodenschätzen der Schweiz gegenübergestellt. Der Pfabtbauer, der einst unsere Seen besiedelt hat, und dessen Abbild hier die Wand schmückt, deutet es an, dass wir heute noch ebenso primitiv leben müssten, wären Wir allein auf den kargen Ertrag und die Schätze des eigenen Bodens angewiesen. Und schon ist damit das Problem « Fremdenverkehr » angeschnitten, denn neben dem Export haben wir es nicht zuletzt Besuch ausländischer Gäste, die vom ; undjähitofenster aus unsere Gebirgslandschaften' bewundern, unseren heutigen hohen Lebensstand zu verdanken. jEin paar Schritte führen uns in den halbverdunkelten Raum, in dem rechter Hand zwölf beleuchtete Nischen die Eigenart verschiedener charakteristischer Gemeinden widerspiegeln. Eine glückliche Idee war es, die aus 3000 Gemeinden diese Gleich beim Eingang der Höhenetrasse empfängt den Besucher das prächtige Gemälde Ton P. Bodmer, das in Motiv und Gestaltung ein «innvoller Prolog für die Hallen «Heimat und Volk»-darstellt zwölf ländlichen Orte herausgreifen hess, um damit die Mannigfaltigkeit der Lebensweise dieser «Urzellen » des Staates darzutun. Der Automobilist empfindet dabei jene Entdeckerfreude, die ihn auf seinen Fahrten und Wanderungen abseits der grossen Heerstrasse befällt. Dieses steinalte Walliserbrot dort und diese am laufenden Photoband voriibergleitenden Dorfgenossen der ersten Nische mahnen ihn an eigene Erlebnisse im Wanderdorf Visperterminen; er erinnert sich vielleicht an jenen alten Senn mit dem furchigen, sonnengebräunten Gesicht, der der Scholle seine bescheidenen Ansprüche abringt, und der jungen Bäuerin, die ihm gastfreundlich ein Stück selbstgebackenes Brot und einen Schluck Wein aus eigenen Beben Der Schandpfahl, an dem auch mancher Schuld» bewusste lächelnd vorübergeht anbietet, die an den sonnigen Hängen des Vispertales gereift sind. Wie aus einer andern Welt scheinen uns die ausgestellten Gegenstände und Bilder aus dem Industriedorf Ste. Croix zu stammen, wo die Intelligenz der Bewohner den Spaten mit Eeissbrett, Rechenschieber und Schraubstock vertauscht hat und die Errungenschaften der Technik der Bevölkerung neue Arbeitsmöglichkeiten und Verdienste schaffen. Hier in dieser Halle, wo auf der anderen Längsseite eine Reihe grosser Diapositive seltene Aufnahmen eine wenig bekannte Schweiz zeigt, fühlt man den Lebensnerv des Landes in seiner vielseitigen Verzweigung. Der Tourist bekommt Lust, auf seinen Touren den Wagen rechtzeitig zu parkieren und die Landschaft mit wachen Augen and offenem Herzen zu Fuss zu durchstreifen. Unter der Devise « Natur- und Heimatschutz » steht die folgende Halle. Für viele Autotouristen ein umstrittenes Problem. Auf der einen Seite Tradition, auf der anderen Anpassung an die Forderungen des modernen Lebens. Wir wollen uns nicht in Diskussionen einlassen! Das dürfte auch überflüssig sein, denn was wir hier sehen, ist Gewähr, genug, dass die Heimatliebe des Schweizers schon den richtigen Ausgleich dafür findet, dass die Schönheit des Landes nicht jedem Verkehrsoder Industrieobjekt geopfert oder aus übertriebener Ehrfurcht vor dem Althergekommenen die zeitgemässe Entwicklung gehemmt werde. Wirkliche Gefahren drohen und drohten immer und überall,, das zeigt die Halle «Heimatschutz» an dem klassischen Beispiel des Rheinfalls, der in riesiger photographischer Vergrößerung