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E_1939_Zeitung_Nr.064

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8 AUTOMOBIL-REVUE

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In unserer alljährlichen Lastwagen-Nummer der Illustrierten Automobil-Revue haben wir diesmal Veranlassung genommen, alle mit seiner Benützung im Zusammenhang stehenden Fragen vom technischen und volkswirtschaftlichen Standpunkte aus zu beleuchten und namentlich solche zeitgexnässe Probleme anzuschneiden, die jeden Lastwagenbesitzer mittelbar berühren. Dies dürfte ganz besonders der Fall sein mit dem Artikel Lohnt sich eine Ueberlastung? der eine Fülle interessanter und wertvoller Aufschlüsse enthält, deren Einprägsamkeit durch graphische Darstellungen noch erhöht wird. In dem Beitrag Aufgaben des Elektromobils wird ein Gebiet behandelt, das bis jetzt immer etwas zu kurz gekommen ist. Besonderen Aktualitätswert dürften die Artikel über Aufgabe, Sinn und Durchführung der neuen Autotransportordnung und Wünsche des Lastwagenbesitzers zur Revision der Vollziehungsverordnung zum Automobilgesetz besitzen, stehen doch diese beiden Fragenkomplexe auf der Tagesordnung unserer Verkehrswirtschaft. In französischer Sprache : Le gaz des forets. Les moteurs ä huile lourde. Coüt d'exploitation du zno- , teur Diesel ä regime rapide. Was aber dem Heft dokumentarischen Nachschlagewert verleiht, ist abermals die tabellarische Uebersicht über die technischen Merkmale der in der Schweiz vertretenen Lastwagen. Diese Zusammenstellung erfreut sich grosser Beliebtheit, ist sie doch für viele die einzige Vergleichsgrundlage, um die technischen Details der einzelnen Marken kennen zu lernen. Wer sich früher oder später zum Ankauf eines Wagens entscheidet, erhält hier ein zuverlässiges Spiegelbild der Charakteristiken. Die Vielseitigkeit des Inhaltes und die reiche Fülle der Illustrationen stempeln dieses Heft zu einer Veröffentlichung, welche der Fachmann • ebenso wie der interessierte Laie mit gleichem Gewinn aus der Hand legt. Auf die Ausstattung wurde die denkbar grösste Sorgfalt verwendet, so dass die diesjährige Lastwagennummer als ein Meisterwerk der graphischen Kunst angesprochen werden darf. Das 44 Seiten starke Heft ist zum Preise von Fr. 1.— an allen Kiosken erhältlich, ebenso direkt beim Verlag Automobil - Revue BERN Breitenrainstrasse 97 ZÜRICH Löwenstrasse 51 GENF Rue de la Tour de l'He, 4

Der Automobilist erlebt die ..Landi" BERN, Dienstag, 8. August 1939 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 64 Gewiss ist die schweizerische Eigenproduktion von Personenwagen auf den Nullpunkt herabgesunken, um so erfreulicher sind die von unseren Konstrukteuren auf dem Gebiete des Lastwagenbaues erzielten Erfolge. Saurer-Lastwagen haben Weltgeltung. Sie verrichten ihren Dienst ebenso gewissenhaft in den heissen Zonen Afrikas und Indiens wie auf den bis über 5000 m hinauf führenden Gebirgsstrassen der Anden. Von den in Arbon entwickelten Konstruktionen haben Lastwagenfabriken aller Länder Fabrikationslizenzen erworben. Auch das Ausland und selbst autarke Staaten anerkennen die Spitzenstellung der Saurerprodukte mit der zu einem internationalen Qualitätsbegriff gewordenen Fabrikmarke mit dem Hausgiebel. Zu ihnen gesellen sich die Erzeugnisse der die «Berna» als Kennzeichen führenden Oltenerfirma, deren Renomme auf festem Boden steht und deren Produkte ebenfalls dazu beitragen, den Ruf Von Schwergewichten und anderem schweizerischer Qualitätsarbeit zu erhöhen und zu festigen. Zahlreiche Chassis beider Marken sind ausgestellt, viele davon mit Car-Alpin- Carrosserien versehen. Auf dunklem Hintergrund präsentiert sich ein mit Leichtfarbe angestrichenes Fahrgestell, dessen Marke unsichtbar bleibt, wenn auch der Kenner auf den ersten Blick seinen Erzeuger identifiziert. Es gilt als Symbol der gesamten schweizerischen Lastwagen- Industrie. Steht dieselbe nun auch in hoher Blüte, so ist doch nicht zu vergessen, dass ihr diese Erfolge nicht aufs Geratewohl zugefallen sind. Wie schwer unsere schweizerischen Lastwagenfabriken zu kämpfen hatten und haben, beweisen die Namen der im Konkurrenzkampf erledig ten Firmen, wie Orion, die heute in der Kühler- und Bestandteilefabrikation einen guten Klang hat, die Franz A.-G., die sich mit der Vertretung und Handel von ausländischen Automobilen befasst, die ganz von der Bildfläche verschwundenen Martini, und als letztes Opfer, Oetiker '(früher Arbenz) — eine Firma, die jedoch eben im Begriffe steht, durch die von ihr entwickelte Motorbremse eine neue Fabrikationsgrundlage zu schaffen. Kürzlich konnte dieses Unternehmen in Deutschland einen grossen Erfolg davon tragen, indem bei einer Demonstration der Oetiker-Motorbremse der Einbau derselben auf allen deutschen Lastwagen von über 6 t Tragkraft obligatorisch erklärt wurde. Dem aufmerksamen Betrachter entgeht auch nicht, wie die Lastwagenindustrie eine ganze Reihe von andern Fabrikationszweigen nachgezogen hat, die füglich in einem Atem mit den Lastwagenkonstrukteuren genannt werden dürfen. Neben den Car-Alpins sehen wir in allen Ausführungsarten und Anwendungen die bekannten Wirz-Kipper, deren Teleskopmitteltrieb die Ladebrücke von Lastwagen und Anhängern nach allen Seiten Die Fabrik für Firestone-Produkte Pratteln im Verkehrspavillon, in einen Neigungswinkel kippt, der anch dem letzten Restchen des Ladegutes das Verweilen auf der Brücke unmöglich macht. Weitere Anwendungsmöglichkeiten des Wirz-Kipper-Aggregates sehen wir in einem Kehrichtwagen System Ochsner und einem Strassenbahnturmwagen. Die «Automobil-Revue» freut sich über die Erfolge dieses Konstrukteurs ganz besonders, hat er doch die Anregungen zu seiner Erfindung vor etwa zwanzig Jahren diesem Blatt entnommen. Weiter gibt es listig erdachte Anhängerkupplungen und Züghaken, die neben Wirz auch Schlagenhauf in Oerlikon fabriziert. Besonders auf die jugendlichen Besucher übt der Lastzug grosse Anziehungskraft aus, weil dessen Kippvorrichtung sowohl beim Zugwagen als beim Anhänger elektrisch betätigt werden kann. Die gebirgige Struktur unseres Landes hat nicht zuletzt auch die Bremskonstrukteure auf den Plan gerufen. Neben Oetikers Motorbremse sehen wir die Bremsenkönstruktiön von Schmutz,, die sich bereits in weiten Fachkreisen einen guten Namen errungen hat. Man findet sie bei dem Anhänger des erwähnten Lastwagen-Zuges, und ausserdem in äusserst instruktiven Schnittmodellen in der Mittelhalle. In das Kapitel « Konstruktion » gehören auch unsere einheimischen Traktorenfabriken, unter denen Hürlimann mit seinem berühmten Schlittenzug und einigen einzeln ausgestellten Motoren hervorsticht. Diese Traktoren bestehen ausschliesslieh aus Schweizermaterial; die Bedeutung dieser Firma im Rahmen unseres Motorfahrzeugbaues lässt sich wohl am besten daran ermessen, dass für den Wiler-Traktor . beispielsw.ej§e_ nicht 3veni- ^|ei?als,?Mind 300 schweizerische Materialuftd Teillieferanten in Frage kommen. Die Produktion dieses Unternehmens ist auf mehrere Monate hinaus ausverkauft. Knupp in St. Gallen zeigt einen modernen Leichtmetallanhänger von besonders schönem Aussehen, schade, dass gerade auf diesem Gebiete,. auf dem „die Schweiz so leistungsfähig ist, nicht „weitere Firmen vertreten sind. Wie bei den vorerwähnten Objekten lässt sich der Einfluss unserer hochqualifizierten Lastwagenfabrikation auch bei den Werken der Zubehörindustrie feststellen. Orion und Chytil-Straub vermitteln uns einen Einblick, in das Werden eines Kühlers. Es ist dies einer der wenigen Fabrikationszweige, bei dem die Handarbeit noch ihre volle Geltung bewahrt hat. Die Weiterentwicklung des Kühlers dokumentiert sich in den ausgestellten Apparaten für Luftheizung und Luftkühlung. In der Schweiz steht diese Industrie, wenigstens was ihre praktische Verwendung bei Neubauten anbelangt, noch in den Kinderschuhen; während sich im Auslande die Luftkonditionierung der geschlossenen Räume im Sommer und Winter schon weitgehend durchgesetzt hat. Hier bieten sich unserer Industrie noch grosse Entwicklungs-Möglichkeiten. Die eigentliche Schwerindustrie ist mit Vorder- und Hinterachsbrücken, Achs- Der Apparat zum Nachweis der Biegefälligkeit von «Securit»-Sicherheitsglas. Das Sicherheitsglas, das im Apparat eingespannt ist, wird pro Sekunde einmal um volle 16 cm gebogen. Seit Beginn der Landesausstellung sind die Scheiben nicht ausgewechselt worden, so dass sie bis heute rund 3.600.000 Biegungen hinter sich haben. schenkein und ganz besonders den verschiedenen Radkonstruktionen vertreten, für welche sich speziell Fischer in Schaffhausen den internationalen Markt erobert hat. Auch Orion hat hier ihre für Tourenwagen bestimmte Radkonstruktionen ausgestellt. Die schweizerischen Pneufabriken stehen mit ihren ausgestellten Fertigfabrikaten in dieser Halle verhältnismässig bescheiden da; wer sich für ihre Erzeugnisse besonders interessiert, muss zur Abteilung Gummi pilgern, in welcher der Fabrikationsprozess in einer Einlässlichkeit geboten wird, die nichts zu wünschen übrig lässt. H. &. G. Meister, Zürich, zeigen ihre Kupferasbestdichtungen. Ihrem Range nach ebenfalls nicht entsprechend vertreten sind unsere beiden nationalen Hersteller der wichtigsten Motorenbestandteile, die Nova und die Sim. Wer von den Besuchern, die an der in einer bescheidenen Vitrine ausgestellten Auswahl von Kolben, Ventilen, Kolbenringen etc. stehen bleiben, denkt daran, dass die Sim für die Herstellung von Ventilen ein Patent besitzt, das wahrscheinlich allen einschlägigen Fabrikationsprozessen des Auslandes überlegen ist; dass die Nova täglich ca. 22 000 Kolbenringe herstellt, von denen bescheidene Tausend im eigenen Lande verbleiben, während der Rest seinen Weg in die entferntesten Länder des Erdballs findet; dass von diesen mehr als 6 Millionen Kolbenringen jährlicher Produktion im letzten Jahr sage und schreibe 73 Stück beanstandet wurden, dass die Nova nebenbei noch zu den gesuchtesten Beratern der ausländischen Motorenkonstrukteure gehört? Wer weiss, dass der Motor einer bekannten ausländischen Automobilfabrik, ein Motor, der in Tausenden von Exemplaren auch in der Schweiz läuft, zuerst während eines mehr als 500stündigen Dauerlaufs auf dem Zürcher-Motorenprüfstand der Nova Auskunft über seine Zuverlässigkeit geben musste, bevor zur Serienfabrikation geschritten wurde! Schluss Seite 10.