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E_1939_Zeitung_Nr.059

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I»' Automobil-Revue —

I»' Automobil-Revue — N°59 an pflanzen wir nun selber um und können beruhigt s^in, richtige Erde verwendet zu haben, die unseren*Zimmerpflanzen zum Wohle und uns selbst zur Freude und Zufriedenheit gereicht. Erdmischungen für einige Zimmerpflanzen, kurze Angaben; •' Aralia Sieboldi, Blätter handförmig geteilt. Für helle Plätze im Nordzimmer sehr gut. Ueberwinterung hell. Erde: 2 Teile Mistbeeterde, 1 Teil Lauberde, 2 Teile Rasenerde, 1 Teil Sand, Aspidistra, Schildblatt. Sehr widerstandsfähig für dunkle Zimmer. Erde: 2 Teile Lauberde, 1 Teil Heideerde, 1 Teil Mistbeeterde, 1 Teil Rasenerde, 1% Teile Sand. Asparagus Sprenger!, Zierspargel. Will nahrhafte Erde, Dunggüsse. Ballentrockene Pflanzen werfen sofort Blätter ab. Erde: 2 Teile Mistbeeterde, 1 Teil Lauberde, 2 Teile Rasenerde, 1 Teil Sand, Hornspänezusatz. Blattbegonien, Begonia Rex. Schönes Blatt. Massig hellen Standort, fürchtet Sonnenbrand, •will feuchte Luft. Erde: 1 Teil Lauberde, 1 Teil Komposterde, 1 Teil Sand, alljährlich umpflanzen. Kahle Geranien und Fuchsien werden im Frühling , zurückgeschnitten. Geranien. Vermehrung durch Stecklinge. Ertragen heisse Lagen. Erde: 1 Teil Komposterde, ,1 Teil Lauberde, 1 Teil Rasenerde, Hornspäne. Gummibaum, Ficus elastica. Nicht zu warm im Winter,' viel Licht und Luft, viel Wasser und Düngung, Blätter oft abwaschen. Erde: 1 Teil Kompost, 1 Teil Mistbeet, 1 Teil Lauberde, 1 Teil Sand. / Zimmertanne, Araucaria excelsa. Ueberwinter^ing kühl und hell. Im Sommer oft überspritzen. Massig giessen im Winter, Jährlich, höchstens "zweifährlich verpflanzen. Erde: 1 Teil Lauberde, 1 Teil Komposterde, 1 Teil Heideerde, 1 Teil Moorerde, 1 Teil Sand, Sparmannla africana, die Zimmerlinde, wird oft kahl. Wir schneiden sie kräftig zurück. Zimmerlinde, Sparmannia africana. Gedeiht auch noch bei wenig Licht. Luftiger Platz, alljährlich verpflanzen, gut düngen. Erde: 2 Teile Komposterde, 1 Teil Lauberde, 2 Teile Rasenerde, 1 Teil Sand. Kakteen. Sonniger Standort. Im Sommer reichlich giessen, im Winter Wasser reduzieren. Erde: 2 Teile Rasenerde, 1 Teil Lauberde, 3 Teile Sand, Primeln. Warmer Standort. Achtung Hautausschläge. Erde: 1 Teil Komposterde, 1 Teil Lauberde, 1 Teil Mistbeeterde, y 2 Teil Sand. Azaleen, Rhododendron, Erika, Kamelien, Heller, nicht zu heisser Standort. Erde: 2 Teile Moorerde, 1 Teil Heideerde, 1 Teil Sand. Aspidistra elatior. das Schildblatt ist durch Teilung leicht zu vermehren. ERFINDER Chamberlain leitet seine «Grundlagen des 19. Jahrhunderts» mit einer Verteidigung des vielgeschmähten Dilettanten ein, und er weist darauf hin, dass gerade i h m ungemein wertvolle Bereicherungen unseres geistigen Besitzstandes zu verdanken seien. Er ist nicht durch den Ballast einer ins äusserste Detail gehenden Sachkenntnis behindert, welche dem Fachmann den Blick allzuleicht verstellt, er wagt sich an Dinge, die der Experte geneigt ist, als «Katerideen» von vornherein abzulehnen. Und dieser Mut, der häufig genug nur Unkenntnis ist, führt bisweilen zu überraschenden Erfolgen, denen dann die graue Theorie nachhumpelt. Aber so überzeugend auch Chamberlains Beispiele sein mögen, einen Faktor scheint er dabei ausser Betracht gelassen zu haben: es kommen auf einen Fachmann hunderttausend Dilettanten, die als blinde Hennen nach dem Korn suchen, das dem sehenden Fachmann vielleicht entgangen ist. Mag sein, dass einer es findet — die andern aber sind im allgemeinen unangenehme Zeitgenossen. Da die folgenden Skizzen tatsächlich nach dem Leben entworfen wurden und als eigene Erlebnisse des Schreibers den Plural majestatis journalistischer Bescheidenheit nicht zulassen, so sei geradewegs zur Ich-Form der Erzählung übergegangen, die eine Musterkollektion von mehr oder weniger hoffnungslosen Erfindern vorführt, wie sie im Laufe der Zeit bei mir vorsprachen, ungeachtet "des Umstandes, dass ich unserrn-Bureaudienerjifrfmer wieder die Weisung gegeben hatte," jedejii, der wie ein Erfinder aussehe, mein eben erfolgtes Ableben mitzuteilen. Die Erfahrung hat indes gelehrt, dass hier auch bewaffnete Leibgqrde versagen müsste; fanatische Erfinder würden mich — und ausgerechnet michf — auch auf dem Gipfel des Mount Everest zu finden wissen. Es Wopft bescheidensten an meiner Tür. Ich muss zweimal «Herein I» rufen, ehe es der Marin draussen wagt, einzutreten. Und sehe mich einem etwas defekt gekleideten und unterernährten Mann gegenüber, der geheimnisvoll die Tür hinter sich ins Schloss drückt. Er trägt einen Gummikragen, der seinen Zweck längst erfüllt hat und ist unrasiert. Er tritt an mich heran, als wollte er mich für einen Anschlag gegen die Regierung gewinnen; am liebsten möchte er mir ins Ohr flüstern. «Bitte, nehmen Sie Platz. Womit kann ich Ihnen behilflich sein?» Der Mann setzt sich auf die Sesselkante und beginnt: «Ich habe eine Erfindung gemacht, Herr Ingenieur, die geeignet ist, auf dem Gebiete des Automobilwesens revolutionierend zu wirken. Sie wissen, Herr Doktor, dass das Auto noch lange nicht jenen Grad der Vollkommenheit erreicht hat, der es wirklich zu einem wirtschaftlichen Fahrzeug macht. Ich brauche Ihnen, Herr Chefredakteur, nicht die Tatsache in Erinnerung zu rufen, dass der moderne Kraftwagen im Grunde genommen nur ein kläglicher Versuch ist, die Viertaktgasmaschine in den Dienst des Transportwesens zu stellen. Ich habe nun die Lösung gefunden, Herr Direktor, die all die zahlreichen, heute noch bestehenden Mängel mit einem Schlage aus der Welt schafft. Alles was ich brauche, ist Geld, um die Erfindung auszuführen. Leider habe ich es nicht...» «Ich leider auch nicht.» «Nun wollte ich Sie fragen, Herr Generaldirektor, ob es nicht möglich wäre, durch einen Artikel in Ihrer Zeitung vielleicht in Form eines Aufrufes die massgebenden Faktoren auf mtine Erfindung aufmerksam zu machen? Ich bin überzeugt, dass ich dann die erforderliche finanzielle Unterstützung fände.» «Tia — schwer... Was ist denn Ihre Erfindung?» «Darüber möchte ich vorläufig noch Stillschweigen bewahren.» Cyclamen, Alpenveilchen, Nasse Blätter, Knospen und Blüten fangen an zu faulen, also vorsichtig giessen. Nach der Blüte wenig giessen und einziehen lassen. Erde: 3 Teile Lauberde, 1 Teil Heideerde, 1 Teil Komposterde, 1 Teil Sand. Zimmerpalmen. Heller Platz, aber nicht direkte Sonne. Zugluft ist nachteilig. Im Sommer feuchte Luft, oft überbrausen. Erde: 2 Teile Lauberde, 1 Teil Rasenerde, 1 Teil Sand, beigemischte Torfstücke machen die Erde porös. Farne. Schattig stellen, feuchte Luft, Untersätze mit Wasser füllen. Erde: 2 Teile Lauberde, 1 Teil Komposterde, 1 Teil Sand, Torfstückchen. Fuchsien. Vermehrung durch Stecklinge. Hell überwintern, kahle Pflanzen im Frühjahr zurückschneiden. Erde: 2 Teile Mistbeeterde, 1 Teil Komposterde, 1 Teil Sand. E. Cramer, Gartenarchitekt, Zürich. GALERIE VERHINDERTER GENIES «Na, was betrifft denn Ihre Erfindung? Ist es ein neuer Motor? Eine neue Uebertragungsart? Öder was sonst?» «Auch darüber möchte ich vorläufig Stillschweigen bewahren...» «Dann allerdings muss es was • Grossartiges sein! Aber ich glaube, dass Sie sich da an die falsche Adresse gewendet haben. Wenn ich es recht beurteile, so bin ich der Meinung, dass sich dafür die massgebenden Herren vom Burghölzli interessieren würden. Fragen Sie Ihren Arzt,» Ein anderer Erfinder, aber ungefähr vom selben Typus. Mit hufeisenförmigen Dingern über dem linken Arm steuert er auf mich zu, stellt sich vor und beginnt: «Ich habe eine Erfindung gemacht, die geeignet ist, auf dem Gebiete des...» «... Automobilwesens revolutionierend zu wirken, ich weiss schon,» unterbreche ich ihn. «Ist es das, was Sie da überm Arm tragen?» «Ja. Es ist mein neuer Gleitschutz. Diese hufeisenförmigen Rippen werden über die Hinterräder der Autos gelegt, und zwar versetzt, derart, dass immer eine der Eisenrippen in den Boden greift, einmal rechts eine, einmal links eine, so dass stets die höchste Sicherheit gewährleistet ist.» «Ahal Ach sol Wie stellen Sie sich denn das aber vor? Die Hinterräder drehen sich doch nicht gleichmässig. Da ist doch das Differential...» «Wie bitte, was? Diff... ?» «Na ja, das Differential I Dadurch würde die versetzte Anordnung der Rippen bald von selbst aufhören, sobald Sie um die nächste Ecke fahren!» «Bitte — was ist ein Differential?» «Wie? Was? Was ein Differential ist, wollen Sie wissen? Entschuldigen Sie, aber Sie sehen, ich habe sehr viel zu tun ...» Plötzlich geht die Türe auf und ein Mann mif Blaupause und Stinkwut nähert sich mir. «Ich bitte», sagt er, «Ihr Diener wollte mich nicht vorlassen! Er behauptet, dass Leuten mit Blaupausen der Eintritt verboten ist. Unerhört! Kündigen Sie ihm am nächsten Ersten! Mein Name ist Wuliwuli. Ich habe eine Erfindung gemacht, die geeignet ist auf dem Gebiete des...» «Bitte, bitte, ich weiss schon! RevolutionierendI Beruhigen Sie sich doch und nehmen Sie Platz.» «Unerhört! Bitte: ich erfinde eine solche Erfindung, und Ihr Mann da — na, ich hoffe, dqss Sie ihm den Standpunkt klar machen, Herr Redakteur. Also sehen Sie hier, hier habe ich die Pausen meiner Konstruktion.» «Schön. Aber ich kenne mich nicht recht aus, vielleicht erklären Sie mir.» «Wieso? die Sache ist doch ganz klar. Das muss doch ein Mensch von gesunden fünf Sinnen sofort heraushaben. Ich will Ihnen nur verraten, auf welchem Wege ich dazu' gelangt bin. Ich legte mir die Frage vor, weshalb wir immer noch an der orthodoxen Form des runden Zylinders festhalten. Weshalb baut man keine viereckigen Zylinder mit viereckigen Kolben?» «Interessant 1 Eine Contradictio in adjecto. Ein viereckiger Zylinder. Aber immerhin. Ich verstehe, was Sie meinen.» «Na sehen Sie! Man rnuss Ihnen nur ein wenig helfen, dann geht's schon. Nun hatte ich aber die Schwierigkeit mit der Abdichtung des viereckigen Kolbens. Mit viereckigen Kolbenringen geht das nicht.» «Das hätte ich Ihnen gleich sagen können.» «Eben. Was tat ich also?» «Ehrlich gestanden, ich weiss es nicht.» «Ich yerliess die viereckige Form und baute also Zylinder, deren Querschnitt ein sphärisches Zweieck zeigt. Sehen Sie hier zum Beispiel Ihr Brillenfutteral, das hat ungefähr die Form meiner Zylinder. Ich ziehe die beiden Hälften des Futterals auseinander; Sie können sich an einer Hälfte des Futterals einen Zylinder meines Systems vorstellen. Der Kolben, der darin auf- und abläuft,, hat natürlich gleichfalls sphärische Zweiecksform.» «Ich verstehe. Kolben im Flachformat. Kolben mit Bügelfalte.» «Jawohl, Sie haben kapiert. Bei Kolben dieser Art lässt sich die Abdichtung ganz leicht erzielen. Nicht schwerer als beim alten, dummen, runden Kolben. Nun will ich Ihnen zu erklären versuchen, was für Vorteile sich daraus ergeben. Vielleicht wissen Sie, dass es seine Schwierigkeiten hat, einen Reihenachter zu bauen, weil der Motorraum zu lang würde. Einen Reihenzwölfzylinder zu bauen, ist aus diesem Grunde ganz unmöglich. Deshalb ist man auf die blöde Idee gekommen, den Motor in zwei Blöcke zu teilen, diese v-förmig anzuordnen...» «Ich danke Ihnen für Ihre lichtvollen Ausführungen und möchte Sie inständigst bitten, meine Zeit nicht allzusehr in Anspruch zu nehmen ....» «Also entschuldigen Siel Ich erkläre Ihnen da den epochemachendsten Fortschritt der Motorkonstruktion, und Sie — na also: mit meinen Flachzylindern kann ich unter einer normalen Motorhaube einen Reihenvierundzwanziger bauen, indem die Querstrasse meiner Zylinder den Sagitalschnitt um das Fünffache übertreffen. Das muss auch der Mindergebildete begreifen.» «Danke. Jetzt muss ich Sie doch darauf aufmerksam machen, dass ich ein Idiot, ein Kretin bin, dass ich das Alphabet nur mühsam beherrsch», und dass ich zu Hause einen Wärter habe, der mich bei den Mahlzeiten füttert. Schlimm ist, dass ich bisweilen Anfälle habe, die für meine Umgebung unangenehm werden können. Sie kündigen sich durch ein kribbeliges Gefühl im Biceps an. Eben spüre ich wieder so was...» Der Diener kommt herein: «Der Herr ist da, der schon vormittags nach Ihnen gefragt hat. Er sagt, er muss Sie privat sprechen.» «Na, wenn er muss.» Der Herr tritt ein und flüstert seinen Namen. «Ich habe eine Erfindung gemacht...» «Ich weiss schon, ich weiss schon. Zeigen Sie mir ihre Revolution!» «Ich habe den Fünfzylinder für Automobile erfunden. In Reihe geordnet. Fabelhafte Vorteile. Der Motor kommt weit billiger als der Sechszylinder und hat alle seine Vorzüge: das Ueberschneiden der Taktzeiten, den ausgeglichenen Gang. «Hm, schön. Wie läuft der Fünfzylinder? Wie zünden die Zylinder? «Eins, drei fünf, zwei, vier. Wie gesagt, die Explosionshübe überschneiden sich, so dass ich einen ebenso ruhigen Lauf erziele wie mit sechs, acht oder zwölf Zylindern. Dieser fünfte Zylinder ist die glänzendste Idee, seit Automobilmotoren erzeugt werden. Technisch liegt nicht die geringste Schwierigkeit vor. Das Problem ist nur, das nötige Geld zu bekommen.» ,jtJa, das ist immer das schwierigste Problem. Wie hoffen Sie, es zu lösen?» «Es müsste eine Aktiengesellschaft gegründet werden, deren Stammkapital natürlich nicht wenif er als 500000 Franken betragen dürfte. Diese ache muss gross angepackt werden, sonst ist nichts zu machen. Jedenfalls wollte ich Sie für die Sache interessieren.» «Mich? Ich würde das, was ich habe, drangeben, wenn ich dafür das bekäme, was mir auf 500000 Franken fehlt.» «Ja. Es ist furchtbar schwer, das Leben. Aber — leihen Sie mir fünf Franken!» Ein Herr mit langem Bart, Brille, Blaupqusen und einer Aktentasche erscheint im Türrahmen. Ich: «Bitte, nehmen Sie Platz. Sie haben eine Erfindung gemacht, die geeignet ist, auf dem Gebiete des Automobilwesens umwälzend zu wirken.» BIERLIHANS' ERLEBNISSE MIT DEM-WELTMEISTER" X. bar Zavb«rlcDn*H«r) Hans Bierli'i Bierglaszaubar war, ?in jeder sogt es, wunderbor.

N° 59 — Automobil-Revue Er: «Allerdings. Woher wissen Sie das?» Ich: «Ich hab' mir's ausgerechnet.» Er (indem er seine Blaupausen, ungefähr hundert, aufwickelt und meinen Schreibtisch damit zum Verschwinden bringt): «Die Sache ist die: unsere geläufigen Anschauungen über den Wirkungsgrad des modernen Automobilmotors bauen sich auf nicht tragfähigen Voraussetzungen auf. Gestatten Sie, dass ich Ihnen vorerst theoretisch meinen Standpunkt und meine Folgerungen daraus erkläre.» Ich konnte nichts dagegen tun, dass er aus seiner Aktentasche noch einen Bergsturz von Papieren kramte. Und ebensowenig gelang es mir, zu verhindern, dass er nach einem tiefen Schnaufer, der mich Böses ahnen liess, zu sprechen begann. Was er sagte? Ich weiss es nicht mehr. Ich kann es nur dem, allgemeinen Eindruck nach wiedergeben. Er stiess mit dem Zeigefinger auf Diagramme und erklärte ungefähr so: «Hier die Ordinaten verzeichnen den Rollwiderstand, die Abzissen das Gewicht des Chauffeurs, das Sie hier oben in der Formel 12 wiederfinden. K ist ein Koeffizient, der in der Konstanten 0,0002 zum Ausdruck kommt. Sie sehen hier in der geläufigen Formel: W ist gleich B mal hu gebrochen durch N ist gleich Kalorien-Pferdekraftstunden, dass die Wärmeaufnahme in einer äusserst günstigen Ziffer resultiert, da ich für B praktisch Null setzen kann, hu, der untere Heizwert, ist hier mit der siebzehnten Wurzel aus 39mal 36007 gebrochen durch 523 angegeben, wobei Sie ein Vergleich belehrt, dass der Wirkungsgrad auf über 42 Prozent gesteigert erscheint, da wir aus Y Quadrat mal Pi gleich Seh ein unerhört vorteilhaftes Ergebnis ziehen, wie hier aus diesem Diagramm ersehen werden kann. Bei 50 Meterkilogramm mal 212mal Eins zur Zwölften gebrochen durch 0,58 ist unter Berücksichtigung der Leistungsabfälle in den kritischen Drehbereichen bei 5000 Umdrehungen pro Minute eine Bremsleistung- zu erwarten, welche die sonst bei gleichen Dimensionen zu errechnenden, um das 740mal Pi gebrochen durch 331fache übertreffen müsste, was ja auch in Uebereinstimmung mit der Torsionsberechnung steht, deren Kurve Sie hier dargestellt sehen und die sich assymptotisch der Idealen annähert bis fast zur völligen Deckung ...» Er sprach mit ungeheurer Geläufigkeit, er redete mich zu Brei. Nach einer kleinen Weile überliess ich ihn seinen Papieren, stahl mich leise fort und ging auf Urlaub. Vier selige Wochen an einem See. Als ich wiederkam, sass er noch immer an meinem Schreibtisch und röchelte eben mit verlöschender Stimme «Pi...» E. S. £ie&e, £he und JCcmp Arme Briefkastentante! Im Briefkasten des «Press-Scimitar» der amerikanischen Stadt Memphis erschien vor kurzem der folgende Notschrei einer ratsuchenden Seele: «Liebes Fräulein! Ich bin ein sehr hübsches Mädchen und ging bisher mit einem sehr hübschen und gut aussehenden Boy. Ich fange auch an, ein bisschen viel an ihn zu denken. Aber wenn ich mit ihm gehe, so geht der Boy, den ich lieber habe als ihn, mit einem anderen Mädchen und macht ihm den Hof. Dann ist da noch ein anderer Boy, den ich ein bisschen liebhabe, und er hat mich auch lieb, aber geht mit einem anderen Mädchen, weil das Mädchen ihn liebhat. Der Boy, mit dem ich gehe, ist schrecklich eifersüchtig und will nicht erlauben, dass ich mit irgendeinem anderen gehe. Der Boy, der oft mit uns zusammen ist, ist in das Mädchen verliebt, das mit dem Boy geht, den ich ein bisschen gern habe und der mich auch ein bisschen gern hat. 'Was soll ich jetzt tun - doch mit anderen gehen und diesen Boy schiessen lassen? Ich bin doch in ihn-verliebt und möchte nun gern einen Rat haben, wie ich ihm beibringen soll, dass ich gern auch mit anderen gehen möchte.» Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die bedauernswerte Briefkastentante heute noch damit beschäftigt, die einzelnen Boys auseinanderzufinden und zu numerieren. Aerztlictier Untersuchungszwang verhindert Eheschliessung Im Jahr 1935 wurde im amerikanischen Bundesstaat Connecticut ein Gesetz angenommen, demzufolge die Eheschliessung von der Vorlage eines ärztlichen Gesundheitsattestes abhängig gemacht wurde. Dieses Gesetz hat sich als geradezu eheverhindernd ausgewirkt: während 1935 in Connecticut noch 13,000 Ehen geschlossen wurden, belief sich die Zahl der Eheschliessungen im Jahr 1938 nur hoch auf rund 8000. Es ist anzunehmen - die Statistik gibt darüber allerdings keine Auskunft - dass eine grosse Zahl von in Connecticut ansässigen Paaren sich in benachbarten Staaten, die noch keine Untersuchung vorgeschrieben haben, trauen Hessen. Nach fünfhundert Jahren — das erste Madchen In der auf der kleinen Insel Guernsey wohnhaften Familie Kinnersley sind seit dem Jahr 1431 ausschliesslich Knaben geboren worden — in manchen Generationen bis zu 15 Stück pro Familie. In diesen Tagen nun ist das Unerwartete Ereignis geworden; ein Kinnersley hat eine Tochter bekommen! Ganz Guernsey ist in heller Aufregung und betrachtet das Ereignis quasi als Ankündigung des bevorstehenden Weltuntergangs. Verheiratet, ohne es zu wissen Als vor wenigen Wochen Monsieur Elie Gayraud auf einem Pariser Standesamt erschien, um die für seine Verheiratung notwendigen Papiere anzufordern, erfuhr er zu seiner begreiflichen Ueberraschung, dass er bereits seit 6 Jahren verheiratet war. Es stellte, sich weiterhin heraus, dass seine Frau seine Schwägerin war, d. h. iene Dame, die er bisher für die Gattin seines Bruders Marcel gehalten hatte. Und nun musste sich Marcel zu dem Geständnis bequemen, dass er im Jahre 1933, da er minderjährig war und infolge Abwesenheit seines Vaters dessen Einwilligung nicht beibringen konnte, einfach auf den Namen seines Bruders geheiratet hatte. Er hat es damals offenbar sehr eilig gehabt, denn einen Monat später wäre er volljährig gewesen. Um jetzt selber heiraten zu können, blieb Elie Gayraud nichts anderes übrig, als die Anzeige gegen seinen Bruder (mit dem er In bestem Einvernehmen steht) zu erstatten. -Marcel Gayraud stand dieser Tage wegen Urkundenfälschung vor Gericht. Weder die Richter noch die Geschworenen konnten das Lachen verbeissen, während er berichtete, welche Komödie er während der letzten sechs Jahre hatte durchführen müssen, um einmal als Marcel, ein andermal als Elie aufzutreten. Trotz des Lachens mussten sie ihn allerdings schuldig sprechen. Marcel — diesmal ohne Verwechslung — erhielt 2 Jahre Gefängnis und 100 Fr. Geldstrafe, beides jedoch, bedingt erlassen. Und jetzt kann er — unter seinem eigenen Namen — seine Frau nochmals heiraten. Die beiden Brüder wollen eine Doppelhochzeit feiern. • Bildnis einer Unbekannten Die Besucher der Kunstausstellung drängten sich um ein Bild: das Porträt eines jungen Mädchens, einen Krug auf dem Kopfe tragend, das träumerisch vor sich hinblickt. «Bildnis einer Unbekannten», stand darunter. «Ich wundere mich», sagte die schöne Lucia zu dem jungen bleichen Maler, der selbst ganz unbekannt war, «ich wundere mich, dass Ihnen mein Porträt so gut gelungen ist, obwohl ich Ihnen nicht Modell sass. Ich wusste nicht einmal, dass Sie mich malten, wo haben Sie mich denn gesehen?» «Wenn Sie des Nachmittags in Ihrem Garten unter dem grossen Lindenbaum schliefen», sagte der junge Maler und wurde rot. „ Als der junge Maler die schöne Lucia heiratete, änderte er den Titel seines Bildes. Nun hiess es «Porträt meiner Frau». Guido war arm. Der einzige luxuriöse Raum, den er der schönen Lucia bieten konnte, war der in der Kunstausstellung, wo ihr Gemälde hing. Lucia beneidete die vornehmen Damen, die in die Ausstellung kamen, verachtete die Kritiker und schloss Freundschaft mit einem reichen Fabrikbesitzer, den sie in der Ausstellung kennenlernte und furchtbar nett fand. Und eines Tages war es so weit, dass Guido sich gezwungen sah, in die Scheidung einzuwilligen. Und eines Abends, als er gerade allein im Ausstellungsraum war, vertauschte er die Aufschrift auf dem Bilde gegen eine andere, und die lautete: «Porträt der Frau Bonerfi». Dann ging er in die Künstlerbar, um seine Traurigkeit bei einer Flasche Wein zu vergessen. «Guido, lieber, böser, stolzer Guido», rief ihm die reizende Lisetta zu, als sie ihn erblickte. «Wo warst du denn so lange? Man hat mir erzählt, du habest ein wunderschönes Bild gemalt.» «Hast du es dir denn nicht angesehen?» «Ich wartete darauf, dass du mich in die Ausstellung führst und es mir zeigst», sagte Lisettä. «Willst du morgen mit mir hingehen?» «Uebermorgen», versprach Guido. Lisetta war sehr eifersüchtig. Darum ging Guido anderntags erst allein in die Ausstellung und vertauschte die Aufschrift. Nun hiess das Porträt wieder: «Bildnis einer Unbekannten.» C. M. Umgang mit Meerrettich. Es gibt auffallend wenig Hausfrauen, die den Meerrettich richtig zu behandeln verstehen. Schon beim Reiben merkt man das. Nachdem die Stange zuerst gründlich gewaschen und geschält worden ist, stellt man sich mit dem Reibeisen ans offene Fenster - dann erspart man sich das Weinen während des Reibens. Man reibt die Stange immer so, als wolle man sie anspitzen, und reibt dann wieder die Spitze weg; auf diese Weise hat man überhaupt keinen Verlust. - Gegessen wird der Meerrettich von den meisten Leuten auf «Wiener» Art: einfach trocken. Unbedingt vorzuziehen ist die «bayrische» Art: der geriebene Meerrettich wird gut eingezuckert und mit Milch (oder noch besser Rahm) und verdünntem Essig angemacht. Zu gekochtem Rindfleisch schmeckt am besten Meerrettichsauce: man stellt eine gewöhnliche weisse Sauce her, fügt etwa drei Esslöffel geriebenen Meerrettich hinzu und lässt das Ganze noch fünf Minuten ziehen. Ist die Sauce zu scharf, so wird sie je nach Geschmack gezuckert. Hotel Simmenthai T.C.S. A.C.S. GrimEnialp Grand Hotel T.C.S. SPIEZ T.C.S. A.C.S. Günstig gelegener Rendez-vous-Platz mit kleinen und grossen heimeligen Lokalitäten. - Ia Küche und Keller, Pensionspreis von Fr. 6.50 an. Stets frische Forellen. — Bauernschinken. Garage. , Telephon 93.551. Ii. Rieder-Hixschi, Bes. 1260 m ü. 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