Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1939_Zeitung_Nr.066

E_1939_Zeitung_Nr.066

8 AUTOMQBIWJEVUE

8 AUTOMQBIWJEVUE DIENSTAG, 15. August 1939 — N° 66 SPEZIAL- MERCEDES-BENZ 170 H Fr. 3900.— Modell 1936, 4 Zylinder, 9 PS MERCEDES-BENZ 200 lg. Fr. 4500.— Modell 1935, 6 Zylinder, 10PS MERCEDES-BENZ 230 Fr. 5500.— ModeU 1936, mit Schiebedach, "ZyL, 11 m MERCEDES-BENZ 290 Fr. 2900.- Modell 1933, 6 Zylinder, 15PS WANDERER Fr. 3900.— Modell 1936, 6 Zylinder, 11im MERCEDES-BENZ 200 D Modell 1934, 6 Zylinder, 10 PS MERCEDES-BENZ 2001g. Modell 1935, 6 Zylinder, 10PS MERCEDES-BENZ 290 ' iiij Modell 1934, 6 Zylinder, 15 MERCEDES-BENZ 460 Fr. 1000.— Typ Nürimrg, 8 Zylinder, 24 PS MERCEDES-BENZ 260 Fr. 5000.— Diesel, Taxi-Landaulet, 4 Zylinder, 13 PS Sämtliche Fahneng» sind kcmtroHbereit und können unverbindlich besichtigt und probegefahren werden bei Mercedes-Benz-AutomobH AG., Zürich geben Ihnen volle Sicherheit. - Wir führen komplette Lager für die Marken: PLYMOUTH - CHRYSLER DE SOTO - OPEL FARGO - BLITZ illlgste Preise, prompter Versand nach auswärts. WERKSTÄTTE Telephon 67360 Hohlstrasse 86 ANHÄNGER Stahl- und Leichtmetall-Ausführung Kipper - Bremsen - Umbauten LastwagenbrQcken in Leichtmetall- und StahlausfOhrung J.MERK - Anhängerbau - FRAUENFELD OCCASIONEN Limousinen, 4plätzig Cabriolets, 4plätzig 6-Plätzer-Lhnousinen Fr. 3500.— Fr. 4500.— Fr. 3500.— Badenerstrasse 119 Telephon 5 IQ 93 Nur TZSLA.X*XJXT 9 Originalersatzteile RITZI&WAGNER,AMRISWIL Central garage Telefon 600 ZSxxriolx Ersetzenv.gebrochenen Anlasserwellen Heawicklanren - Reparaturen Ferner, Güdel Co Tei. 22211 Luzern Machen Sie eine „Kleine Anroiorp" in rfpr liitnmnhit.RpviiP Automobil-Vertretung einer erstklassigen und in der Schweiz seit Jahren erfolgreich eingeführten Europäermarke mit interessant. Fabrikationsprogramm noch für einige Kantone bzw. grössere Bezirke der deutschen und französ. Schweiz an seriöse, gut eingeführte Garage, Autovertreterfirma oder sonstige, in der Branche gut eingeführte Persönlichkeit zu rergeben. Gefl. Anfragen unter Chiffre 16989 an die iüTOMOBIL-REVUE, BERN. HLAÜCHv PNEU-, FEUERWEHR- ^SCHLAUCH-REPÄRÄTUREN F. StOCkll • Tel. 7.20.70 Heraisvril a.S. Darum heisst es, vorsichtig wählen, wenn es gilt, für die kommenden Veranstaltungen eine geeignete Occasion hereinzunehmen. Ein bewährtes Mittel bietet immer noch das Kaufgesuch in der f Automobil- Revue >, in welchem Sie alle Ihre Wünsche festlegen können. Denn di« Auswahl unter den eingehenden Offerten ist meistens nur noch eine Kleinigkeit. sind schon vielfach im KL Aargau, presse Durcbgangsstr., gute Kundschaft Einrichtung wird er. auch einzeln verkauft durch die «Automobil-Revue» verkauft Offerten unter Chiffre 9833 an die und gekauft worden, denn unter unseren Automobil-Revue, Bern. Lesern, die in rund Zu vermieten 2000 Ortschaften in Basel eine kleinere Zu vermieten der Schweiz verteilt sind, finden sich immer zahlungsfähige Auto- Garage Interessenten. Reparaturwerkstatt mit Lagerraum Alles für Ihre Diverses Zürich 6, Meinradstr. 5 mtt Pneno 36XB, billig.. W. Obritt, Garns«, - Wlntflsch. Telepb, 4.13.00. Anhänger- Achsen Lastwagen- Pneu 38/9 auf 20-Zoll-Felgen. Anfragen unter Chiffre 9679 an die (6 Automobil-Revue, Bern. Ersatzteile ZYSSET, ZOLLIKOFEN (Station). Teleph. 4.70.11. W Ankauf von Wagen aller Art. evcntl. mit Autoboxen (m. oder ohne Wohnung). Gefl. Offerten an Post- mit modernem Werkzeug, am Genfersee, schön gelegen, an guter Passage, gross. Benzinabsatz. Platz für 18 bis 20 Wagen. in Verkehrsstadt des Kts. Bern. Offerten unt Chiffre P 2479 R an Public!- 9838 an die Offerten unter Chiffre (65-67 Bewerberinnen, die bereits in der Auto-Branche tätig •waren, erhalten den Vorzug. Offerten sind unter Beilage von Zeugnisabschriften und Photo einzureichen unter Chiffre 16987 an d. Automobil-Revue, Bern. mit allen Reparaturen vertraut Alter nicht unt. 27 Jahren. Gutbezahlte Jahresstelle. Eintritt nach Uebereinkunft (64,65 Offerten unter Chiffre 9830 an die Automobil-Revue, Bern. per sofort oder später. — Zeugnisse steh, zu Dienst. Offerten unter Chiffre 9865 an die Automobil-Revue, Bern. für Wasch- und Schmierdienst. Gutbezahlte Dauerstelle. Offerten mit Bild und Zeugnisabschriften unter Chiffre 16981 an die Automobil-Revue, Bern. Junger, arbeitsamer Bursche mit Fahrbewilligung Zu verkaufen sucht Stelle als 76572 nns gntertiaUene Tanksäule Garage Volontär bei tüchtigem Fachmann. Kost und Wohnung im SAUSER A.-G„ mit Mo-Haustorantrieb. Walter Feiler, Lotzwil. erwünscht Offerten unter Chiffre 16990 an die Automobil-Reva«, Bern. V Gesacht tüchtiger, selbständiger Zu verkaufen Liegenschafts-Markt Hotels, Villen, Garagen PROMPT UND tILLIO Zu verkaufen gut eingerichtete Auto-Lichtwerkstatt liilliiiiiliil iililiiiiii Telephon 6 56 60 einige liefert prompt ab Lager Zu vermieten oder zu verkaufen Autogarage und Reparatur-Werkstätte ^t ••«4h HHAH • • ^3 ^3 M •••* STEILEN-MARKT Auto-Garage sucht zu baldmöglichstem Eintritt Büro-Tochter Gesucht Solider, tüchtiger, gesunder (65,66 Ford- Mechaniker sucht Stelle Gesucht in Garage auf dem Land. Alter nicht unter 24 J. Offerten unter Chiffre 9873 an die .. (66-68 Automobil-Revue, Bern. Gesucht zu sofortigem Eintritt jüngerer, perfekter (66,67 Auto- Mechaniker Auto- Mechaniker Auto- Mechaniker Auto- Mechaniker Offerten mit Zeugnisabschriften, Referenzen und Lohnansprüchen unt Chiffre 9883 an die Automobil-Revue, Bern. Gesucht ein junger, lediger Mann, der im (66 Auto-Service Gesucht per sofort tüchtiger, selbständiger (65,66 der auch den Meister vertreten kann. Bewerber ist Gelegenheit geboten, sieb, den Fahriehrerausweis n. Führerbewitt, der Kat C zu erwerben (vorausgesetzt 1 Jahr Lastwagenpraxis). Für strebsamen u. intelligenten Jüngling schöne Dauerstelle. — Off. unt Chiffre 9839 an die Automobil-Revue, Bern. Gesuch! auf L Ottobe* ein absolut zuverlässiger, tüchtiger. (65,67 nicht unter 25 Jahren. Es kommen nur Bewerber in Frage, welche gute Umgangsformen besitzen, saubere und rasche Arbeit leisten und den Meister vertreten können. Offert mit Lichtbild, Zeugnissen und Referenzangaben sind zu richten unter Chiffr» 9844 an die Automobil-Revue, Bern. 28 J. alt mit langjahr. Praxis auf Privat-, Liefer- n. Lastwagen, sucht Dauerstellung. Zürich und Umgebung bevorzugt Offerten unter Chiffr» Z6685 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. 65,66) 9855 Streb«, fleiss, gut beleumdeter Jüngling sucht in gröss. Werkstätte Lehrstelle als Automobil-Mechaniker «. gründl. Erlernung des Berufes (Vertragsverhältnis). Gelegenheit z. Besuch einer gut Fachschule erw. Bewerber besitzt gute Vorkenntnisse (Chauffeur) u. ist an exaktes, rasches Arbeiten gewöhnt Gute Zeugn. Stelle m. Kost u. Logis b. Meister bevorz., jed. nicht Beding. Eintr. n. Uebereinkunft. Offert unt Chiffre OF 5869 R. an Orell FOssli-Annoncen, Aaran. Auto- Mechaniker Einen vertrauenswürdigen Chauffeur bewandert ist Ein der Lehre entlass. Automech. wird bevorzugt. — Off. m. Bild sind zu richten unt. Chiff. Z 6691 an die Automobil-Revue, Bur. Zürich. Solider, Junger MANN, Deutsch und! Französisch sprechend, sucht Stelle in Garage als (66)9882 Wagenwascher und zur Besorgung des Schmierdienstes. Zeugnisse vorhanden. — Sich wenden an M. Torche, Cheyres (Kt. Automechaniker Automechaniker Militär-Chauffeur SoBder, tüchtiger 76568 CHAUFFEUR '•C verb.., ohne Kinder, ge\- Schlosser, m. 8jähr. Fahrpraxis auf Lux.-, Lastwagen u. Car, sucht Jahresstelle gleich welcher Art in Industrie oder Privat Gefl. Offert unt Chiffre P 53271 W au PnWiciUs, Zürich. Gesucht ein tüchtiger, absolut selbständigar (66 (FORD-Spezialist) zn sofortigem Eintritt Offerten unter Chiffr« Z6689 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. finden Sie durch eine „Kleine Anzeige" in der Automobil-Revue

.Antomobfl-Revne" — Nr. 66 BERN, Dienstag, 15. Augast 1939 WIE begegnen Sie geschäftlichen Es hat im menschlich geführten Wirtschaftsleben schon von jeher Perioden gegeben — und sie werden auch in Zukunft nicht aus der Welt zu schaffen sein — wo der Geschäftsmechanismus, der bisweilen auf einen blossen Fingerdruck zu gehorchen schien, plötzlich widerspenstig wird und allen gutgemeinten Anstrengungen hartnäckigen Widerstand zu leisten anfängt. Die Aufträge werden rarer, die Kundschaft will sich nicht mehr zeigen, das Geld geht langsamer ein, kurz, es ist, als ob der Schmierstoff in den Lagern harzig geworden wäre und das emsige Drehen der Räder beeinträchtige. Am einfachsten lassen sich diese Dinge natürlich dadurch erklären, « dass die Verhältnisse nun einmal derart lägen und wohl oder übel in Kauf genommen werden müssten». Allerdings, ein fortschrittlicher Geschäftsleiter wird sich durch eine solche globale Begründung und Ausrede nicht befriedigen lassen. Er hat aus früheren analogen Fällen vielerlei gelernt: Dass es sich dabei vielfach nur um ein zufälliges Zusammentreffen verschiedener Faktoren handelt und dass die Arbeitsschrumpfung gar oft ebenso schnell wieder verschwindet, wie sie gekommen ist; dass anderseits aber auch tiefere Ursachen vorhanden sein können und sich die Ausfälle nur dadurch wettmachen lassen, dass neue Massnahmen ausgeklügelt und mit unbeirrbarer Konsequenz durchgeführt werden, und endlich dass auch in den verzweifeltsten Lagen ehrliches Suchen, unablässiges Wollen und die Benützung aller vorhandenen Hilfsmittel i fast immer noch positive Resultate gezeitigt haben. Man darf füglich behaupten, dass es für den Erfolg des privatwirtschaftlichen Betriebes noch nie wichtiger war als unter den gegenwärtigen Arbeits- und Erwerbsbedingungen, das Einzelunternehmen möglichst bis zum Maximum seiner Kapazität auszunützen. Noch nie zuvor nahmen die Generalien, d. h. die Unkosten, die unbeschadet der Höhe des Auftragseinganges gemacht werden müssen, einen grösseren Teil des Roheinkommens in Anspruch, Wenn die Statistiker feststellen können, dass dem Garagisten pro verrechneter Arbeitsstunde netto durchschnittlich nur zwischen 15 und 20 Rp. als Reinverdienst bleibt, so zeigt dies kurz und bündig, wie wenig «Leerlauf» eigentlich notwendig ist, um das ganze Bene mit Stumpf und Stiel zu verschlingen und wie vorteilhaft sich anderseits ein ständig guter Beschäftigungsgrad auf das Schlussergebnis auswirken muss. Damit soll nicht gesagt sein, dass in der Praxis eine kontinuierliche Höchstbelastung nur Vorteile böte. Zwischendurch bedarf jeder Betrieb einer gewissen Atempause, die es ihm erlaubt, diese oder jene Arbeiten zu erledigen, die wegen dringlicheren Aufträgen zurückgestellt werden mussten und die im weiteren Gelegenheit geben, im weitesten Sinne des Wortes wieder einmal «aufzuräumen» und sich für neue Stosszeiten zu rüsten. Diese Intervalle sind in jeder Garage nicht zu entbehren und können im Grunde gar nicht als notwendige Uebel betrachtet werden — solange wenigstens ihre Dauernder Organisation zum Nutzen gereicht. Wird dieses Mass aber überschritten, dann ist der Zeitpunkt gekommen, um die. einzige annehmbare Parole zu verwirklichen: Tatkräftig einzugreifen und durch einen tüchtigen Schulterdruck dem Räderwerk einen neuen Schwung zu verleihen. Es spielt dabei gar keine Rolle, ob sich nachträglich herausstellt, dass der Arbeitsrückgang vxa vorübergehend aus einem zufälligen Zu- FLAUTEN ? sammentreffen verschiedener Umstände entstand, oder aber als Beginn einer längeren Schrumpfungsperiode zu betrachten war; Vorausgesetzt, dass unsere Massnahmen zweckentsprechend gewählt und durchgeführt werden, behalten sie ihren Wert und Nutzen auf alle Fälle bei. Es wäre jedoch grundsätzlich verkehrt, in beschaulicher Geduld auf den Moment zu warten, wo eine. Eingebung jenen Gedanken in unserm Gehirn wachruft, der sich in der Praxis als rettende Tat durchführen Hesse, schon deswegen, weil die sog. guten Einfälle, die auf den ersten Anhieb verführerisch gut aussehen, bei näherer Prüfung diesen oder jenen Haken aufweisen, der im Widerspruch mit den Notwendigkeiten der Verhältnisse steht. Es kann sich Vernünftigerweise nicht darum handeln, die Kündschaft, die ausgerechnet jetzt einen vermehrten Widerstand gegen das Geldausgeben zeigt, allein durch irgend eine ausgefallene oder wenigstens ungewöhnliche Idee zum Zuspruch zu bewegen. Wenn Absonderlichkeiten hie und da auch Erfolge haben mögen, so ist es meistens in einem .Augenblick, wo das Publikum aus diesem oder jenem-, Grunde ausgabeffeüdiger als gewöhnlich, ist;.; nicht aber dann,' wenn es den Beutel sbwtesö enger schnürt. — Unsere Massnahijien werden sich im Gegenteil nur dann als nützbringend erweisen, wenn wir dem einzelnen Automobilisten zu zeigen vermögen, dass er, indem er uns seinen Wagen zum Service oder Unterhalt bringt, sich selbst am meisten nützt. Dazu müssen wir in erster Linie versuchen, die Gründe zu ermitteln, aus welchen der Umsatz im Vergleich zu früher nachgelassen hat. und zwar indem wir in unserer Kunden-Kartothek jeden einzelnen Fall überprüfen — auch wenn darüber ein halber Tag «verloren» gehen sollte (der sich aber nachher sicher als sehr gut verwendet erweisen wird). Denkt der Automobilist vielleicht gar nicht an Sie? Fährt er weniger, und warum? Liegen persönliche Gründe vor? War die Behandlung von unserer Seite nicht angemessen? Sind finanzielle Motive vorhanden? Befindet sich der Wagen in einem soU chen Zustand, dass das Fahren für den Eigentümer überhaupt kein Vergnügen mehr ist? Hat der Automobilist vielleicht gar die Ueberzeugung verloren, dass die Benützung des Automobils sich für seine geschäftlichen Zwecke lohnt? Erst wenn wir auf diese Weise die Gründe sondiert haben, die im Einzelfall verantwortlich sind und durch eine Zusammenstellung über die Häufigkeit dieser Gründe Klarheit besteht, ist die Basis gegeben, auf der wir unsere weiteren Schritte planen können. Wir werden uns dabei aber vor allem vor einem hüten: Wir suchen die Lösung nicht einfach darin, dass wir unsere Arbeit billiger ausführen als früher, sondern wir werden umgekehrt trachten, jene Arbeiten ausfindig, zu machen, deren Erledigung sich für den Kunden unter Beibehaltung der normalen Ansätze lohnt. Preisschleuderei,: die nicht auf einer Rationalisierung des Betriebes beruht, war noch in jedem Fall ungesund. Wir werden uns also mit andern Worten nach dem an dieser Stelle immer wieder verfochtenen Grundsatz bestreben,. dem Kunden mit unserer Leistung und Arbeit mehr zu bieten, als wir es bisher • taten-. Diese- Aufgabe ist allerdings weniger fachtechnischer als kaufmännischer Art, was erklärt, dass mehr als ein tüchtiger Fachmann, der als Mechaniker weit über dem Durchschnitt steht, daran scheitert. Welcher Art die nun notwendigen Massnahmen sind, lässt sich selbstverständlicherweise nicht nach Schema bestimmen, weil die Voraussetzungen immer wieder ändern. Um aber zu zeigen, wie vielfältig sie sein können, seien wahllos einige Beispiele angeführt, in der Meinung, dass sie für den interessierten Leser wenigstens in dieser oder jener Richtung als Fingerzeig dienen können. War die Behandlung des Kunden unrichtig? Sie suchen den Kunden auf, falls Sie sich sagen müssen, dasa er sich mit Recht beklagen darf, sprechen sich mit ihm aus, schaffen die Differenz aus der Welt und vereinbaren mit ihm in aller Form die Höhe des Kredites, den Sie laufend im Maximum einzuräumen bereit sind, falls die schlep- 1 pende Zahlungsweise Ursache des Zwistes war. Befindet sich der Wagen in einem unbefriedigenden Zustande ? Auch hier ist persönliche Aussprache angezeigt, im Verlaufe derer Sie Ihr Gegenüber veranlassen können, Ihnen den Wagen zu zeigen und eine detaillierte Kostenrechnung ausarbeiten zu lassen. Hier bietet sich meist sehr gut Gelegenheit, darauf hinzuweisen, welche Vorteile die Wiederinstandstellung des Wagens verschaffen —würde. Denkt der Kunde nicht an Ihre Firma? Es gibt viele Automobilisten, die in ihrem Zuspruch unzuverlässig sind und grundlos von einem zum andern Garagisten laufen. Solche Leute werden am besten durch Neuig- ; keiten gefesselt: Die Nachricht, dass Sie einen neuen Apparat angeschafft haben, der die Bedienung erleichtert,' dass eine Umorganisation getroffen wurde, die die Arbeit rationeller gestaltet, dass Sie irgend eine'Zubehör oder Oel oder Mittel nun auf Lager führen, deren Verwendung Sie sehr empfehlen möchten. Bei solchen Menschen muss die* Aufmerksamkeit ständig durch etwas gefes- • seit werden, das ausserhalb des Ueblichen gepflegte Wagen «verleiden» das ^FahrejiT^Als Fachmann haben Sie und nie- *S?jHäkcl..ahders -die notwendigen Mittel in der §Hand, um den Wagen wieder richtig instand ^zu stellen. Vielleicht gibt sich der Automobilist gar keine Rechenschaft darüber, dass die Schäden und Unzulänglichkeiten mit re- - lativ wenigen Auslagen behoben werden könnten. Diese wenigen Beispiele zeigen ohne Zweifel, auf welche Art und Weise die weiter oben geforderten Ueberlegungen gemacht werden sollten. Es gibt aber noch andere Gesichtspunkte, nach denen Sie Ihre Untersuchung durchführen können, z. B. der Beginn von Herbst oder Winter. Viele Wagenbesitzer verzichten mehr oder weniger prinzipiell darauf, ihren Wagen weiter zu fahren, wenn die Windschutzscheibe zum erstenmal gefriert, oder das erste Eis die Strassen schlüpfrig macht. Bietet Ihnen für diese Zeiten die Zubehörindustrie praktisch nicht alles, was dem Automobilisten die Empfindung abschwächt, dass der sonnig« Sommer vorüber ist: Frostschutzscheiben, Vorwärmer, Stossdämpfer, Spezialpneus, Frostschutz-Heizungen? Und erweisen sich nicht gerade in diesen Fällen Revisionen, das Aufladen der Batterie, Oelwechsel und wie die Dinge, die Sie ja kennen, alle heissen mögen, am nützlichsten, ohne dass sich der Wagenbesitzer davon Rechenschaft gibt? Eine weitere Möglichkeit bietet das Studium der Kundenbedürfnisse im Zusammenhang mit den Berufen. Da ist z. B. der Arzt, der während einer Epidemie, aufs Aeusserste beansprucht, seinen Wagen gerne ein paar Tage lang durch einen Garagen-Angestellten lenken lässt, um die Spannkraft ganz auf die Verpflichtungen zu konzentrieren, die ihm seine Mission als Ratgeber und Helfer auferlegt. Da ist der Geometer, der nie empfänglicher für den Gedanken des Automobils ist als zu Regenzeiten, wenn seine Aufgabe verlangt, nicht nur stundenlang über Felder und Wiesen zu laufen, sondern oft auch noch weite Strecken zurückzulegen, um an Ort und Stelle und wieder nach Hause zu gelangen. Da ist selbstredend auch der Prototyp des berufsmässigen Autonlcbilisten, der reisende Kaufmann, der immer empfänglich ist für die Reduktion der Spesen, die ihm sein Wagen verursacht und sicher die notwendigen Arbeiten gerne vornehmen lässt, die sich letzten Endes rentieren. Da ist der Gewerbetreibende, dem die richtige Instandhaltung des Lieferwagens unzählige Arbeits- £qmsmus> Zwar geniesst er als dominierende Eigenschaft des menschlichen Charakters keineswegs die Sympathien der Allgemeinheit und gilt in den Augen des einzelnen gar oft als Hauptsünder, wenn sich dessen geschäftliche Pläne nicht in der erhofften Weise durchführen lassen. Ist eine solche grundsätzliche Ablehnung wirklich sinnvoll und richtig? ' Gründet sich unsere ganze Wirtschaft mit ihren ungeheuer vielfältigen Wechselbeziehungen von Mensch zu Mensch letzten Endes nicht darauf, dass wir — direkt oder indirekt — das Verlangen unseres Nächsten nach mehr Lebensgenuss befriedigen? War unsere zivilisatorische Entwicklung nicht erst dadurch möglich, dass jedes Individuum aus ursprünglichem Antrieb heraus ein Mehreres an Daseinsfreude anstrebte? In den Diskussionen um das Wachsen und Werden unserer materiellen Existenzgrundlagen spricht man gerne von der sich ständig ausweitenden Maschinerie und setzt dann als Antriebsmoment jenen Paktor ein, der am besten in das entwikkelte Schema hiheinpasst: Geldumlauf, Kaufkraft, Arbeitsleistung, Bedarf oder irgend etwas anderes. Man übersieht dabei aber, dass es sich letzten Endes um weiter nichts als grössere oder kleinere Teile handelt, um Schwungräder und Rollenlager, Walzen und Treibriemen, Zahngestänge und Sicherheitsventile. Die richtige Funktion eines jeden ist wohl von grossem Einfluss auf das Endresultat; sie sind aber weiter nichts als wertlose Abbruchware, wenn nicht eine gezähmte Kraft sie zur Arbeit zwingt. Die Wirtschaftsgeschichte kennt zahllose Systeme, die — einem verführerischen ersten Eindruck zum Trotz — letzten Endes doch Schiffbruch erlitten haben, weil ihre Schöpfer wähnten, den naturgegebenen Egoismus des Individuums abschaffen oder wenigstens unberücksichtigt lassen zu können. Nicht darum handelt es sich, den Egoismus zu unterdrücken, sondern ihn in geordnete Bahnen zu lenken und ihn zu nützlicher Arbeit zu veranlassen. Genau so wie die Menschen die Gewalt des Wassers und des Feuers nicht vernichtet, sondern gebändigt und sich dienstbar gemacht haben. 0 stunden erspart und die Kundenbedienung verbessern hilft. Nachdem wir durch eine dieser Methoden abgeklärt haben, was wir unsern Kunden Nützliches und Vorteilhaftes offerieren könnten, entscheiden wir, wie wir die Bearbeitung an die Hand nehmen wollen. Ob dies individuell oder serienmässig geschieht, hängt ganz von der spezifischen Lage des einzelnen Falles ab. Immer, auch dann, wenn wir der serienmässigen Bearbeitung den Vorzug geben, wird sich die Auswahl der Argumente in weitgehender Weise auf die Ergebnisse unserer Untersuchung stützen. Der erstrebte Erfolg wird um so eher eintreten, je mehr sich die gewählte Form der Bearbeitung auf die gewonnenen Erkenntnisse stützt. Die Hauptsache ist und bleibt zu allen Zeiten, schlechten oder guten: Die Dynamik des eigenen Wollens nicht verlieren, jener Dynamik, die jeder verantwortliche Leiter mit der Ueberfülle eines Krösus sollte spenden können. =