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E_1939_Zeitung_Nr.069

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AUTOMOBIL-REVUE FREITAG,

AUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 25. AUGUST 1939 — Grand Prix-Bildnachschan Dr. Farina, der Spitzenreiter von Alfa-Corse, der den Vorlauf der «Kleinen> in überlegener Manier gewann und sich im Endlauf inmitten der Formel- Boliden klassierte. Links: Gigi Villoresi (links) betätigte sich am Grand Prix als gewöhnlicher Zuschauer und zwar stoppenderweise an der Boxe seines Landsmannes Rocco. — Rechts: Herzliche Begriissung zweier alter Bekannter- Paul Lareida (links), der Rennleiter des in acht Tagen steigenden Maloja-Bergrennens und Meister Dietrich von den Conti-Reifen. Bundesrat Dr. Joh. Baumann wohnte dem Grand Prix als Vertreter unserer Landeshehördfi bei. Rennleiter Ugolini von Alfa-Corse führte im Training persönlich die Runden- und Zeitkontrolle für Farina und Biondetti. Caracciola gönnt sich auf der Mercedes-Benz-Boxe vor Beginn des Samstag-Trainings noch einen Moment .der Ruhe. A.C.S.-Zentralpräsident Dr. Mende im Gespräch mit dem Spitzenfahrer der Auto-Union, Tazio Nuvolari. DKW Luxus-Cabriolet 4 PL, Mod. 1938, erst 12 Mte. im Betrieb, 15 000 km gefahren, aus Privathand zu verkaufen. Offerten unter Chiffre 16993 an die Automobil-Revue, Bern. IIXFLX 4 PL, 9 PS, prima Zust., aus Privath. billig zu verkaufen. — Auskunft: Jos. Dürmüller, Schaffhauserstr. 495, Zürich- Seebach. Tel. 68.912. Für Ihr Auto: Eclatin AG., Solothnrn, Farben- and Lackfabrik. Telephon 21139 MERCEDES Zu verkaufen Kleinwagen 7 HP, 4/5plätzig, 4türig, wie neu, mit Garantie, preiswert. — Karl Enz, Tel. 770, Glarus. Auto -Abbruch Ankauf von alten und verunfallten Personen- und Lastwagen Grösstes OccasionsersatzteiIlager von Ober 200 verschied. Marken MOTOREN, ACHSEN etc. Ständiges Lager von guten Personen- und Lastwagen V.TOGNAZZO, ZÜRICH-HÖNGG Am Giessen 49 Tel. 67.299 Zu verkaufen FORD V 8 11 PS, 1937, Club-Coupe, 4/5 Plätze, in tadellosem Zustand. Offerten unter Chiffre 17001 an die Automobil-Revue, Bern. Verkaufe Praga Cabriolet 4-PL, 4 ZyL, 6 PS, 1939, fabrikneuer Wagen, zum Selbstkostenpreis abzugeben wegen Räumung. Fr. Riesen, Bern, Stadtbachstrasse 8a. Lastwagen FORD V8 3 T., neueres Modell, langes Chassis, Spezialbrücke von 5 m, 8 ZyL, 19 HP, aerodynamische Kabine, in tadellosem Zustande. Preis Fr. 5800.—. Grand Garage Economique, Rue Village-Suisse 14, Plainpalais-Genf. Luzern: TH. WILLY. BundesDlatz Zu verkaufen Cabriolet Citroen Langenthal-Karosserie, 4/5 PL, in tadellosem und gepflegtem Zustand, zu äusserst günstigem Preis. Anfragen unter Chiffre 20008 an die (67-69 Automobil-Revue, Bern. Saurer - Kipper Krankenanstalten! Gemeindebehörden! in neuwertigem Zustand, geeignet zum Umbau als Krankenwagen, sehr günstig abzugeben. 5/6 Tonnen, Typ 5 AOD mit Dieselmotor (direkte Einspritzung), sofort preiswert zu verkaufen. — Anfragen unter Chiffre Z 6699 strasse 71, Zürich. Auto-Service Bahnhof Wiedikon, Birmenstorfer- an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. FORD Zu verkaufen ein AUTO Marke STEYR 11 St.-HP., Ballon demontabel, mit neuem Cabrio- Modell 1939-De Luxe prächtiges Langenthaler Cabriolet, 2 Türen, 4/5 PL, let-Yerdeck. — Anfragen neu und mit voller Fabrikgarantie, preiswürdig erb. unter Chiffre Z 6697 zu verkaufen Anfragen unter Chiffre Z 6696 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. CHEVROLET TRUCK, 1750 kg, mit Kabine und Brücke, 16 PS, in Ia. Zustand, vorteilhaft abzugeben. Anfragen unter Chiffre Z 6698 an die Auutomobil-Revue, Bureau Zürich. MINERVA Wagen an die 20062 (69-71 Automobil-Revue, Zürich. CHEVROLET FRANIO Der ideale Vierrad-Kleiniieferungswagen der Zukunft! UV" Niedrigster Verbrauch, grösste Leistung! Nutzlast 550 kg. Orig.-DKW-Motor, 500 ccm, luftgekühlt. Weder wärme- noch kälteempfindlich! Ia. Vierradbremse, 4-Gang-Getriebe. Normaler Kardan-Hinterradantrieb. Höchstgeschwindigkeit bis 65 km usw. usw. Generalvertrieb für die Schweiz: STEYR-AUTOMOBILEAG. ZÜRICH 3 — Albisriederplatz 3 "•"" Ortsvertreter gesucht - * a LANCIA 8 ZyL, DILAMBDA 2pL, Cabriolet FARINA, maschinell in neuwertigem Zustande. Schöner, gepflegter Wagen, zu sehr interessantem Occasionspreis abzugeben. Offerten unter Chiffre Z 6687 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. Zu verkaufen 1932, 4/5 PL, 4 T., Schiebedach (neu), 2 Res.-Räder, G.-Träger, in tadellosem Zustande, Kassa Fr. 1000.—. Tausch mit Original - Plymouth de Luxe Kleinwagen oder sonstig Mod. 1934, 16,8 PS, 6 ZyL, 5 Plätzer, grosser Kofferraum, öfach bereift, neu lackiert, in einwand- Gegengeschäft. (67-69 Offerten unter Chiffre freiem mech. Zustand, gepflegter Wagen aus Privatbesitz. Preis Fr. 1600.—. (67-69)9888 9885 an die Automobil-Revue. Bern. W. Kistler, Hunzikerstrasse 2, Aarau.

69 — FREITAG, 25. AUGUST 1939 \UTOMOBIL-REVUt »••«»•• Notizen Rückt es mit der neuen bernischen Verkehrssteuervorlage ? Die Vorarbeiten für das neue Gesetz über die Strassenpolizei und die Besteuerung der Motorfahrzeuge sind um einen Schritt weiter gediehen : der Regierungsrat hat seinen Entwurf bereinigt und die grossrätliche Kommission für die Behandlung der Angelegenheit, woran die bernischen Automobilisten insofern besonders interessiert sind, als es sich um die Frage der Gewährung von Verkehrssteuer-Erleichterungen handelt, ist bestellt. Den Vorsitz führt Herr Joho (Bolligen), als Vizepräsident amtet Herr Bärtschi (Worblaufen), womit an der Spitze dieses Gremiums zwei Männer stehen, die materiell und fachlich nach jeder Richtung hin qualifiziert sind. Im übrigen gehören der Kommission als Mitglieder an die Herren Buri (Etzelkofen), Burgdorfer (Burgdorf), Chavanne (Glovelier), Dr. Freimüller (Bern), Holliger (Heimberg), Jakob (Port), Lauper (Seedorf), Sahli (Bern), Salzmann (Papiermühle), Schneiter (Enggistein), Schwendimann, Dr. Steinmann (Bern), Strahm (Cormoret), Tschannen (Gerzensee) und Wüthrich (Belipberg). Am 5. September tritt die Kommission zu ihrer ersten Sitzung zusammen; ihr vorgängig findet am nächsten Dienstag eine von Regierungsrat Seematter, dem kantonalen Polizeidirektor einberufene Vorbesprechung mit den Verbänden der Strassenverkehrsinteressenten statt, wozu diese je zwei Vertreter delegieren können. Der regierungsrätliche Entwurf enthält die neuen Steueransätze nicht; vielmehr schafft er lediglich den Rahmen, währenddem die eigentliche Steuerskala, wie bisher schon, durch grossrätliches Dekret geregelt werden soll. Sihr«aws^n Vierzig Jahre Klausenstrasse. Kantonal-aargauische Chauffeurtagung in Im Laufe dieser Woche konnte die Klausenstrasse ihren 40. Geburtstag feiern. Ein kurzer (iMitget.) Gegenwärtig stehen die Verkehrspro- Lenzburg. Rückblick auf den Werdegang dieses' prächtigen bleme im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, Bauwerkes, dessen Namen das .Klausenreimen in sowohl im privaten als auch im staatlichen Transportgewerbe oder bei den militärischen Instanzen. alle Welt hinausgetragen hat, mag deshalb bei dieser Gelegenheit angebracht sein. Im Mai 1892 Erst kürzlich wurde von der Bundesversammlung beschlossen die Glarner den Bau der Strasse und ein Beschluss angenommen, der die Sanierung des im November desselben Jahres folgte die Zustimmung der Urner Landsgemeinde. Nahmen die lage ist von allergrösster Wichtigkeit, da sie für privaten Transportgewerbes bringen soll. Diese Vor- "tfrrier den Bau" der Strasse auf ihrer Seite 1893 ein ganzes Gewerbe einschneidende 'Neuerungen in Angriff, so. taten dis Glarner 1895 den ersten bringt. An dieser «Transportardnung> shrd' söwoh"! Spatenstich. Sechs Jahre erforderte die Verwirk- ' lichung und Vollendung des Werkes, da« verkehrspolitischer Weitblick und Tätkraft geschaffen. Ende Juli 1899 war es sa weit: die Klausenstrasse konnte von Volk und Behörden feierlich eingeweiht werden. Und der Kostenpunkt ? 4,14 Millionen erforderte der Bau. An diese Aufwendung leistete der Bund einen Beitrag von 3,6 Millionen, wobei der Kanton Glarus auf seinen Anteil an der Subvention verzichtete, so dass er den Urnern gutgeschrieben werden konnte, die damit finanziell bes- 1. April 1937 eine Ausdehnung von 60.788 Kilo- Vom gesamten Strassennetz Polens, das am ser wegkamen. metern besass, waren 14.703 km Staatsstrassen, Wie an dieser Stelle bereits gemeldet worden 34.216 km gehörten den Woiwodschaften (Provinzen) und Grafschaften (Kreisen) und 11.869 km ist, figuriert die Klausenstrasse als Zugang zu der neu zu erstellenden Kisten- wie zur Pragelstrasse, deren .Finanzbasis nunmehr gesichert er- 1924—1937 wurden nicht weniger als 16.171 km entfielen auf die Kommunalstrassen. Im Zeitraum scheint, ebenfalls im Programm für den Ausbau Strassen neu angelegt und Korrektionen in einer der Alpenstrassen. Daneben 1 hat kürzlich, auch Länge von 2059 km durchgeführt, um das aus vormals österreichischen, deutschen und noch ein Projekt für die Untertunnelung des Klau- russischen sens das Licht der Welt erblickt, wobei der Gedanke eines wintersicheren .Betriebs, das Leitmotiv bildete. Allerdings ist die Diskussion darum bereits verstummt. &ut«»B*ui«se Alpenposten. Wie ihr Vorgänger schliesst auch die Betriebswoche vom 14.—20.. August bei den Alpenposten mit einer allerdings bescheidenen Frequenzzunahme, verglichen mit dem nämlichen Zeitabschnitt des Vorjahres. Von 52,474 ist die Zahl der Fahrgäste um 1213 auf 53,687 angewachsen, wobei von den insgesamt 40 Kursen 25 eine Steigerung verzeichnen. Am stärksten ist sie ausgefallen auf den Linien Thusis - S. Bernardino - Mesocco (+ 629), Sembrancher - Fionnay (+ 491) und auf der Gotthardroute (+ 481). Umgekehrt musste die Grimselpost eine Einbusse von 923, die Furka eine solche von 726 Personen hinnehmen, um nur die «gewichtigsten» Posten der negativen Seite zu nennen. Nach absoluten Frequenzziffern geordnet, steht die Verbindung St. Moritz - Maloja - Chiavenna mit 5365 (+ 129) Reisenden obenan, gefolgt von Nesslau - Buchs mit 4458 (+ 157), Ghur - Julier - St. Moritz mit 3831 (+ 365) und Urnäs-ch - Sohwägalp mit 2336 (—65). In aufsteigender Linie bewegte sich auch der Besuch der Durchgan^gslinien Luzern - Klausen - Julier - St. Moritz mit 78 (+ 22) Passagieren, St. Moritz - Lugano - Locarno mit 867 (+ 236) und St. Moritz - Stilfser- ,jach - Bozen mit 265 (+ 37). Ausslellun^en Schluss der Prado-Ausstellung in Genf: 31. August. Wie der Verkehrsverein Genf mitteilt, ist der Schluss der Prado-Ausstellung unwiderruflich auf Donnerstag, 31. August, 22 Uhr 30 festgesetzt. Verbilligte Eintrittspreise gelten am Sonntag, 37. August und Donnerstag, 31. August, jedoch nicht, wie früher veröffentlicht, vom 3. bis 7. September. Oeffnungszeiten: ununterbrochen "von 9 Uhr bis 22 Uhr 30.. : l?lrt£t£S B '£s«k«-»s Kant.-bernischer Zivil- und Militarsporttag vom 27. August event. 3. September. Auf der Thuner Allmend führt der bernische Motorfahrerverband, zusammen mit den Mot.-RdL- Kp. 11 und 3 einen Motorsporttag durch, der sowohl für Publikum als auch für Konkurrenten äusserst interessant zu werden verspricht. Die Militärfahrer führen eine Vielseitigkeits-Konkurrenz durch, bestehend auf: Startprüfung, Regelmässigkeitsprüfung, Schiessen, Beobachtungs- und. Orientierungsübung, Erinnerungsprüfung, Distanzenschätzen und Feststellung von Mängeln. Die Zivilmotorradfahrer erwartet ein kombinierter Wettkampf auf der Thuner Allmend, bestehend aus: Langsam- und Hindernisfahren, Geländeslalom. Am Nachmittag wird auf einer Rundstrecke ein kombinierter Stafettenwettkampf ausgetragen. Für die Veranstaltung haben sich bereits 150 Konkurrenten angemeldet. Die Auto-Ueberland-Transporteure tagten am 20. August in Zürich, unter dem Vorsitz von Paul Fleig (Basel). Die Versammlung nahm dabei Stellung zum Motorfahrzeuggesetz und zur neuen eidgenössischen Autotransportordnung, welche auf den Herbst hin in Kraft gesetzt werden soll. Nach zwei Referaten und nach gewalteter Diskussion wurde folgende Resolution angenommen: 1. Es wird die sofortige Einleitung der Revision des Motorfahrzeug- und Fahrrad-Verkehrs- Gesetzes verlangt. 2. Die Bussen praxis der Behörden und Gerichtsorgane gewisser Kantone, die wegen sogenanntem Ueberladens der Lastautomobile für rigorose Massnahmen bekannt sind, wird verurteilt und alle wegen Ueberladens gebüssten gewerbsmässigen Transporteure werden aufgefordert, sich beim Autotransport-Sekretariat, Klarahofweg 36, Basel, zu melden. 3. Die Exekutivorgane der Autotransportordnung werden ersucht, die neuen Bundesvorschriften nicht rigoros anzuwenden, speziell hinsichtlich des Bedürfnisriachweises und der finanziellen Garantien, weil sonst zahlreiche Existenzen im Autotransportgewerbe vernichtet würden. Die baldige Einführung des eidgenössischen Auto-Transport-Tarifes wird begrüsst, sofern er eine loyale Konkurrenz zur Bahn zulässt. A. T. T>as Sicassennetz Jioiens und die de& fandes. Teilen bestehende Strassennetz, das alles andere als ein homogenes Ganzes bildete, auf die Höhe der Zeit zu bringen. Besonders was die ehedem in Russland gelegenen Provinzen Polens anbetrifft, welche ungefähr zwei Drittel des Flächeninhalts des Landes repräsentieren, lagen die Dinge sehr im argem, so dass hier die Neubautätigkeit ein weites Feld vorfand. Am besten war das russische Netz selbstverständlich im Bereiche der Verwaltungshauptstadt Warschau entwickelt, wo daher der Zuwachs am geringsten ist; andere, früher zu Russland gehörige Provinzen aber waren in dieser Hinsicht derart zurückgeblieben, dass der Zuwachs an neuen Strassen dort zwischen 52 und 83 % schwankt. Am wenigsten Neuanlagen erforderten die vormals in Deutschland und Oesterreich gelegenen Provinzen, hatten doch die beiden Staaten in diesen ihren damaligen Grenzgebieten nicht nur aus militärischen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen in strassenbaulicher Beziehung etwas geschaffen, das ohne grosse Verbesserungen und Erweiterungen auch für die Bedürfnisse' Polens genügte. Finanzielle Aufwendungen. Das umfassende Bauprogramm, das die staatlichen, provinzialen und lokalen Strassenverwaltungen Polens verwirklicht haben, bedeutet einen grossen finanziellen Kraftaufwand. In den zehn Finanzjahren 1927/28—1936/37 wurden für das Strassenwesen insgesamt 1824 Millionen Zloty ausgegeben (ungefähr. 1500 Millionen Schweizerfranken). Dieser Betrag setzt sich aus Zuwendungen aus dem Staatsbudget, aus dem Strassen- und einer Reihe anderer Fonds zusammen, wobei dem Strassenfonds die Erträgnisse der Taxen auf dem Gewicht der Motorfahrzeuge und der Treibstoffsteuern zufliessen. Die Einnahmen aus der erstgenannten Quelle beliefen sich im Finanzjahre 1933'34 auf 7 Millionen Zloty, um sich dann bis einschliesslich 1936/37 um die 6 Millionen Zloty herum zu bewegen. Daneben brachte die Treibstoffsteuer 1933/34 5 Millionen Zloty ein, in den folgenden Jahren je 8 Millionen. Die Motorisierung Polens. Obzwar sich der Bestand an Motorfahrzeugen aller Art in den letzten Jahren zusehends vermehrt hat, muss er für ein 35-Millionen-Land noch als verhältnismässig gering bezeichnet werden. Zu Beginn des Jahre 1938 entfielen in Polen auf 10.000 Einwohner nur 9,9 Motorfahrzeuge, eine der niedrigsten Quoten in Europa. Auf die Woiwod- Arbeitnehmer wie Arbeitgeber in gleichem Masse interessiert. Um allen Kreisen eine genaue Kenntnis der Bestimmungen und. Auswirkungen der neuen Regelung zu vermitteln, hat die Landeskommission der Berufschauffeure V.H.T.L. die Initiative zu allgemein kantonalen und regionalen Ohauffeurtagungen ergriffen. Die aargauische Tagung findet am Sonntag, 27. August 1939, nachm. 2 Uhr im Saale zum «Feldschlösschen» in Lenzburg statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen zwei Referate von Herrn Zentralsekretär Hermann Leuenherger auz Zürich. Als äusserst. sachkundiger Referent und Mitglied der neugebildeten eidgen. •Expertenkommission zur Begutachtung der Vollzugserlasse zur Autotransportordnung wird er sowohl über deren materiellen Inhalt wie auch über die Auswirkungen für die -Arbeitnehmer im speziellen orientieren. Ganz besonders legen wir Wert darauf, zu erklären, dass über das Zustandekommen der Gesamtarbeitsverträge berichtet wird. Letzte Sportnachrichten Tkmmm den Verbänden Nachträgliches zum Grand Prix Das Bern©* Grand-Prix-Meeting 1939 ist in die Geschichte. eingegangen, als. ein spprtlicher Erfolg, woran es nichts zu deuteln gibt, auch wenn sich vereinzelte «Kritiker» bewogen fühlten, an der Aufteilung in Vorläufe und Endlauf und an der Mischung von 3-Liter-Wagen mit den löOOern zu nörgeln. Allen kann man es ja nie recht machen, doch mögen sich die Veranstalter damit trösten, dass massgebende Blätter des Auslandes, welche dieser Neuerung anfänglich skeptisch gegenüberstanden, deren Gelingne unumwunden eingestehen. Farina vor allem hat mit seiner geradezu phantastischen Fahrt auf der Alfetta die Spannung bis zur Siedehitze gesteigert, als er sich während des ersten Viertels des Endlaufs dem führenden Lang wie eine Klette anhängte und sieben Runden hindurch einem Caracciola die Stirne bot. Wiederum verdiente die Organisation des Prädikat «mustergültig», ein Beweis dafür, dass sich der neue Rennleiter, Herr F. Christen, , famos in sein schwieriges Amt eingelebt und sich seiner Aufgabe glänzend entledigt hat, wie ürbigens auch das Heer seiner Mitarbeiter. In dieses Generallob gehört auch der Pressedienst einbezogen, der uns Leute von der Feder mit. einer Promptheit mit Futter versah, an der es nichts auszusetzen gibt. Der Suche nach neuen Einfällen, nach stetiger Bereicherung des Programms verdankte der von einer Anzahl bernischer Automobilverireter arrangierte Wagenkorso seine Entstehung. Angeführt vom «jüngsten Rennfahrer», dem achtjährigen Rene Schütz, der in weissein Dress und Rennhaube auf seinem Liliputaner-Rennwagen wie ein Grosser wirkte, rollte besagter Korso, eine Parade der Schönheit und Eleganz, in der ersten und in der Mittagspause über die Piste. Warum die Grossen des Volants gerne nach Bern kommen, darüber plauderten sie in jenen Interviews aus der Schule, die ihnen der rührige Pressechef entlockte. Indessen — die Berner. Atmosphäre hat es auch andern angetan, die früher mal 'mit dabei waren. Ghiron, Wimille, Veyron, Kante — sie konnten es sich nicht verkneifen, wieder Bremgartenluft zu atmen, freilich bloss als Zuschauer. Schw-er"genug fiel ihnen diese Rolle, wie -uns Kautz gestand," denn — so meinte er mit resigniertem JiatocisiecuHQ Schäften bezogen, unterliegt dieser Durchschnitt natürlich grossen Schwankungen, von einem Maximum von 61,5 Motorfahrzeugen für die Stadt Warschau durchläuft er eine ganze Skala bis zum Minimum von 1,5 in der Woiwodschaft Tarnopol. Automobile und Motorräder in Polen* Motorfahrzeuge Jahr Motorwaten** PtrtonMiwagen 1. Jan. Total Total per Total Taxi Butt« Lattw. Motos 10000 E 1928 25.656 21.922 7,2 18.316 3973 1544 3494 3734 1929 34.298 29.701 9,6 24.527 6016 2841 4896 4597 1932 36.737 28.690 8,9 22.163 5152 3047 5801 8047 1935 34 173 25.868 7,8 19.876 4578 1542 4945 8305 1936 34.129 25.734 7,7 19.659 4298 1499 5000 8395 1937 37.468 28.570 8,4 21.881 4453 1543 5545 8898 1938 44.200 34.324 9,9 26.248 4946 1754 6843 9876 * Registrierte, mechanisch betriebene Fahrzeuge, aüsschliesslich Militärfahrzeuge. ** Einschliesslich Feuerwehrwagen, Ambulanzwagen, Traktoren, etc. Polen besitzt zwar eigene Automobilfabriken (unter denen die polnischen Skoda werke, ein Tochterunternehmen der tschecho-slowakischen Skodawerke, eine führende Stellung einnehmen), doch ist es trotzdem für Motorfahrzeuge stark auf den Import angewiesen, der in der Hauptsache via Gdingen erfolgt. Das Hauptkontihgent stammt aus Grossbritannien (Wert in den Jahren 1935, 1936 und 1937- 12,3, 10,0 und 8,3 Millionen Zloty), dem Frankreich, Deutschland, die Vereinigten Staaten und Italien folgen. Einen verhältnismässig raschen Aufstieg hat in Polen der Personenverkehr mit dem Autobus genommen. Infolge des vielfach langsam fortschreitenden Aufbaues des zerstörten Eisenbahnnetzes lebte sich dieses Verkehrsmittel während der ersten Nachkriegsjahre rasch ein; im übrigen ist auch das heutige Bahnnetz in gewissen Teilen des Landes sehr weitmaschig, so dass der Autobus- Ueberlandverkehr der Bevölkerung sehr zu statten kommt. Verglichen mit der Zeit kurz nach dem Weltkrieg, befindet er sich naturgemäss stark im Rückgang; er erlebte jedoch in den letzten Jahren wieder eine Erholung, besonders seitdem die' polnischen Staatsbahnen selbst gewisse Autodienste in Betrieb genommen haben. Autobus-Ueberlandverkehr in Polen. Staatibahn- Autobusverkehr 1928 1932 1936 1937 1936 1937 Anzahl der Autobuslinien 2041 1193 799 921 35 34 Länge der Autobusstrecken (1000 km) 20,3 22,2 22,6 25,9 3,1 2,7 Mittlere tägliche Autobusleistung (1000 km) 286 236 140 179 12,7 13,5 Reisende (1000) (approximativ) 41600 —2350628813 2403 3061 Unterton: «Zusehen macht keinen Spass. Wen die Leidenschaft für das Rennfahren einmal gepackt, den lässt sie nicht mehr los.» f In Beantwortung zahlreicher Anfragen sei bei dieser Gelegenheit noch bemerkt, dass es sich bei dem in der Startliste aufgeführten und im Rennbericht zum «Preis vom Bremgarten» erwähnten «Postmann» tatsächlich um das Pseudonym eines Zürcher Fahrers und keineswegs etwa um den durch den Setzer entstellten Basler Portmann handelt. Vor dem II. Bergrennen Casaccia—Maloja. i Das vom Vorsitzenden der Ortsgruppe Oberengadin des A. C S., Herrn Paul Lareida, präsidierte Organisationskomitee der II. nationalen Bergprüfungsfahrt Casaccia—Maloja, die am 3. September auf der kurvenreichen Malojastrasse ausgetragen wird, hielt in St. Moritz eine wichtige Sitzung ab, in welcher alle Einzelheiten der Organisation mit den Kommissionspräsidenten und -mitgliedern eingehend besprochen wurden, so dass man mit einer reibungslosen Abwicklung des Rennens rechnen darf. Neben den bekannten Schweizerfahrern, wie de Graffenried, Blancpain — der jetzt zwar im Militärdienst weilt — Hans Kessler, de Montfort, Christen usw. werden auch einige Ausländer am Start erscheinen, die das Recht haben, einmal im Jahr eine schweizerische Rennfahrerlizenz zu. lösen, die aber für die schweizerische Automobilmeisterschaft nicht mitzählen werden. Man darf mit ziemlicher Bestimmtheit mit der Anwesenheit von Hans Stuck (Auto-Union), Rudi Caracciola (Mercedes-Benz), Louis Chiron (Delahaye), Soffietti (Alfa Romeo) und einiget weiterer Fahrer rechnen, die in Bern dem Organisationsprä'sidenten ihre Beteiligung zugesichert haben. Bei Redaktionsschluss erfahren wir noch, dass auch die beiden Neffen Gigi und Enrico Plate auf Talbot bzw. Maserati gemeldet haben. Die Veranstalter machen alle Interessenten darauf aufmerksam, dass in Anbetracht der allgemeinen Lage die Meldefrist verlängert wird, und zwar läuft der erste Termin bis Samstag, den 26. August, der zweite bis Donnerstag, den 31. August. Im Hinblick auf die Neuerung im.diesjährigen Rennprogramm, dass sämtliche Wagen •nicht nur. einmal, sondern zweimal Startgelegenheit haben, geben die Organisatoren im Anschluss an den ersten Lauf vom Vormittag ein Communique mit den Resultaten heraus, wodurch das sportliche Interesse wesentlich erhöht werden dürfte. Alles, was im schweizerischen Automobilrennsport einen Namen hat, startet am 3. September im letzten Bergrennen der Saison^ Gaeaccia^-Maloja-Kuhn oben im herbstlichen Engadin! PROGRAMM Freitag, den 1. September. 17.00—19.15 Uhr: Training für alle Wagen; Samstag, den 2. September. .6.00— 6.40 Uhr- Training für Tourenwagen. 6.45— 7.30 Uhr: Training für Sport- und Rennwagen. 17.00—17.45 Uhr: Training für Tourenwagen. 17.50—19.00 Uhr: Training f\ir Sport- und Rennwagen. 21.00 Uhr: Gemütliche Zusammenkunft des Rennkomitees und der Gäste in der Chesa Veglia in St. Moritz. Sonntag, den 3. September. 6.00— 7.15 Uhr: Training für alle Wagen. 7.30 Uhr: Wagenabnahme beim Hotel Schweizerhaus, Maloja. 9.00 Uhr- Sperrung-der Rennstrecke. 9.30 Uhr- 1. Start der Tourenwagen. 10.30 Uhr: 1. Start der Sportwagen, 11.30 Uhr: 1. Start der Rennwagen. 12.00—13.30 Uhr: Mittagspause. 13.45 Uhr- Sperrung der. Rennstrecke. 14.00 Uhr- 2. Start der Tourenwagen. 15.00 Uhr- 2. Start der 'Spottwagen. 16.00 Uhr- 2. Start der Rennwagen. 16.30 Uhr: Oeffnen der Strecke von Casaccia bergwärts. 17.00 Uhr: Freigabe der Rennstrecke. 18.00 Uhr: Schlussakt und Preisverteilung auf der Terrasse Hotel Schweizerhaus in Maloja. 21.00 Uhr: A.aS.-Ball und .Rend*ez-vous der Konkurrenten, Ehrengäste und Mitarbeiter im Kulmhotel in St. Moritz. Im Grossen Preis von Luttich für Sportwagen, der am kommenden Sonntag über 300 Kilometer ausgetragen wird, startet ausser Farina und Biondetti auf Alfa Romeo, Dreyfus, Raph, Mazaud und Villeneuve auf Delahaye, Levegh und Legros auf Bugatti, Chinetti auf Talbot, Herkuleyns auf M.G. und Lord Seidon auf Lagonda auch der Glarner Trürnpy auf einem 2,3-Liter-6-Zyilinder-Bugatti. 3e Leipziger Herbstmesse 1939. Die diesjährige Leipziger Herbstmesse findet vom 27.—31. August statt. Ca. 6000 Aussteller haben ihre Vorbereitungen getroffen, um auf der Allgemeinen Mustermesse mit einer FüUe von neuen Mustern ihrer Erzeugnisse aufzuwarten. Ganz besonders gut werden die Branchen Lederwaren und Reiseartikel, Bijouterie und Schmuckwaren, Uhren, Galanteriewaren. Papierverarbeitung, Spielwaren, Musikinstrumente, Glas, Porzellan und Keramik, Hausrat aller Art vertreten sein. Nicht unerwähnt «darf die Textilund Bekleidungsmesse bleiben; die von ca. 710 Firmen beschickt eein wird. Die Gesamtstrecke Zürich-Leipzig beträgt für Motorfahrzeuge 1 ca. 630 km. Die günstigste Route ist Zürich - Romanshorn - Friedrichshafen - Ulm- Heidenheim - Nördlingen - Nürnberg - Bayreuth - Leipzig. In Deutschland stehen zur Beratung in fast allen Städten, Geschäftsstellen des Deutschen Automobil-Clubs (DDAG) zur Verfügung. Alle nähern Auskünfte werden durch die Schweizer Geschäftssielle des Leipziger Messamts Zürich erteilt.