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E_1939_Zeitung_Nr.068

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8 AUTOMOBIL-REVUE noch,

8 AUTOMOBIL-REVUE noch, dass bei den schwereren Typen lange nicht immer die volle Leistung zur Beschleunigung herangezogen werden kann, weil sonst die Räder durchgehen, so werden die Erfahrungen vom Sonntag verständlich. Allerdings möchten wir nicht das Kind mit dem Bad ausschütten und etwa die Behauptung aufstellen, dass nun die grossen und kleineren Wagen einander in Jeder Beziehung ebenbürtig (?) seien und daher stets miteinander in den Kampf ziehen wollten. Die Kleinen sind natürlich durch das Band weiter gegen die Bruchgrenze beansprucht als die Grossen. Ihr beträchtlicher Gewichtsunterschied muss irgendwo eingespart worden sein: Da ein Millimeter an der Wandstärke und dort wieder einer. Der Sicherheitsfaktor wird daher geringer ausfallen und die Möglichkeit eines mechanischen Versagens bei an sich gleicher Fahrleistamg näherrücken. Auch die ganz wesentliche Steigerung der Drehzahlen werden die Motoren wohl nicht hinnehmen, ohne gelegentlich noch bittere Lehren zu erteilen. Einige unerwünschte Uefoerraschungen brachte der Vorlauf in Sachen Reifen. Wir hatten Gelegenheit, Stucks Hinterreifen in Augenschein zu nehmen, von dem vor den Tribünen ein Stück der Laufdeoke mit lautem Knall abplatzte, wovon ein grösseres Teil nach einem kurzen «Stratosphärenflug» dem etwa 70 Meter weit entfernten Berichterstatter bei den Boxen fast vor die Füsse flog, als der Wagen schon längst vorbei war. Da Stuck noch ein© Runde mit defektem Reifen weiterführ, war die HäMte der Laufdecke des betreffenden Pneus abgerissen, als er zum Reifenwechsel an die Boxen fuhr. Auch Nuvolari ereilte in der letzten Runde des Vorlaufs ein ähnliches Geschick, nur dass der Defekt in diesem Fall sich noch nicht so bedeutend erweitert hatte. Der prelswQrdlge französische Qualltatswagen. Befriedigt den anspruchvollsten Fahrer; eine ,, Probefahrt wird Sie davon überzeugen. 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Denn der Klimawechsel erfordert zugleich auch eine andere Vergasereinstellung, und die ist in der Hitze des Gefechts gar nicht so einfach zu bewerkstelligen, weil die Mechaniker dabei mit langen Steckschlüsseln durch die Lüftungsschlitze des nicht abnehmbaren Teils der Motorhaube hindurchhineinzirkewi müssen. Eine verd... delikate Arbeit, wenn man ein wenig zapplig ist Da wirkt Herrn Neubauers überlegene Feldherrnruhe wie Balsam für aufgeregte Gemüter. — Nicht einfach habenis die Monteure' aller Rennställe, die sich abmühen, die Rollschemel mit den schweren Startbatterien an Ort und Stelle zu bringen, denn die kleinen Rollen bleiben im Schotter und in den Unebenheiten der «Strassenbsetzi > zu leicht hängen. Grössere Rollen würden da heMen. — Und wenn erst ein grosser Rennwagen vor der Tribüne immer wieder vom Wagenheber seitlich abglitt, als man vor dem Vorlauf die Vorderräder gegen solche mit Regenreifen auswechselte, so ist auch das nicht ganz in Ordnung. Ein kleines Blech auf jede Seite der Hebermulde aufsohweissen und diese etwas länger machen als den Stützpfropfen unten am Wagen. Dann ist die Sache in Butter und solche zeitraubende Aergernisse können nicht mehr passieren. So bringt jedes Rennen neue Erfahrungen auch für die Organisation des Hilfsdienstes. Die von der hohen Schule. Wer das Rennen ausschliesslich von der Tribüne aus verfolgt, kommt schwerlich hinter das Geheimnis, wieso die einen Fahrer soviel schneller sind als andere auf gleichwertigen Fahrzeugen. Denn vor den Tribünen scheinen die Spitzenreiter meist gleich schnell zu sein. Man muss schon den verschiedenen Kurven nachgehen und dort genau aufpassen, um den Unterschied in der Durchschnittsgeschwindigkeit zu begreifen. Man muss gesehen haben, wie die grossen Fahrkünstler beispielsweise ungefähr in der Mitte der Forsthauskurve wieder etwas Gas geben und nicht mehr vom Gaspedal weggehen, während die Nachwuchsfahrer hier nur so cstupfweise» Gas zu geben wagen, muss beobachtet haben, wie präzis auf Zehntelssekunden die «Asse vom Volant» ihr Fahrzeug durch vermehrtes Gasgeben aus der Kurve herausziehen, wenn man schon glaubt, sie würden im nächsten Augenblick längsseits mit den Schutzbrettern Bekanntschaft machen, um die Unterschiede in Fahrstil und Fahrkunst richtig würdigen zu können. Eine Beobachtung, die nicht verheimlicht werden soll: Wir hatten gerade beim Forsthaus den Eindruck einer bombensicheren Strassenlage der Mercedes-Wagen, die am letzten Sieg sicher nicht unbeteiligt war. Auch bei stärkster Beschleunigung konnten wir bei ihnen nie einen ernsthaften Schleudertanz beobachten. Und noch etwas: Wir zerbrechen uns heute noch den Kopf, wieso die Mercedes- Leute beim Wegfahren aus d«r Forsthauskurve nie (wenigstens nicht hörbar) schalten mussten, während die Leute der Auto-Union innerhalb der gleichen Strecke »weimal zu schalten hatten. Ob da irgendeine besonders weich eingreifende und unempfindliche Kupplung, vielleicht eine solche hydraulischer Bauart, eingebaut ist, oder gar... nun, wir wollen uns in keinen Vermutungen ergehen. 8 PS, mit Speeder, revidiert, für Fr. 2200.— zu verkaufen. — Offerten an Postfach 173, Zürich-Enge. garantiert 230 Std./km, Gr. 225/170 cm, mit Eisen tadelloser Zustand, sehr beschl., abklappb. Seitenbretter, zu nur Fr. 220.—, interessanter Preis. Offerten an Emil Senn, oder den Belp. 20043 (68 Zu verkaufen CHRYSLER ROYAL mit Ia. Motor, welcher einen sehr guten Traktor be, Steuer bis 1940 bezahlt, zu nur Fr. 600.—. 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Xukaufen aeöucftt Der « Grosse Preis der Schweiz 1939» gehört der Geschichte des europäischen Rennsports an und dürfte, dort nach seinem so grossartigen Verlauf einen hervorragenden Platz für alle Zeiten behalten. Denn dieses am Sonntag im Bremgarten aasgetragene Rennen war eine Motorenschlacht, die die stählernen Nerven von Fahrern und Maschinen bis zum Zerreissen anspannte und die den Technikern an den Boxen das Herz oft still stehen liess in den Sorgen um ihre Maschinen, die hier von im erbittersten Kampf schonungslosen Fahrern bis zum letzten Möglichen gehetzt wurden. Nach diesem Kampf, der so Alles f. Bremse u. Kupplung zu Dodge-Wagesi S.A. Fratelli Ambrosoli, Zürich 34X7 Offerten unter Chiffre 16994 an die aeöucfvt OCCASION, in gutem Zustande, neueres Modell, nicht über 13 PS. 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Rlmn, Bern, SUdt- A ulAiMAKil-QM/Ha Divm A ii(AmnhiLR«viiii Rapn AAAAAAAAAAAAAAAA ejeöuchf FORD erbittert hatte werden müssen, weil ihn der Verlauf der vorhergegangenen Grand-Prix- Kämpfe in diese Erbitterung hineingejagt hatte, ist es doppelt interessant sich mit dem Rennleiter zu unterhalten, in dessen « Rennstall » das siegreiche « Pferd» steht und natürlich auch mit dem «Reiter » dieses vielhundertpferdigen «Pferdes» aus dem Gestüt Untertürkheim. Noch ein wenig nur von der Aufregung der vergangenen Stunden steht auf den Gesichtern der Männer von der Rennboxe, als wir nach der Preisverteilung beieinandersitzen und ich den Mercedes - Benz - Strategen, Rennleiter Neubauer bitte, mir ein wenig von seinen Eindrücken über den Kampf zu erzählen. «Der Grosse Preis der Schweiz», beginnt er, «hat wieder im üblichen Rahmen stattgefunden, wie auch in all den vorhergegangenen Jahren. Im Training das herrlichste Wetter der Welt, so dass wir nach Herzenslust auf Höchstgeschwindigkeiten unsere Vergaser einstellen und unsere Boschkerzen mit der grössten Hitzebeständigkeit wählen konnten. Und als alles daraufhin vorbereitet war, machte das zum Rennnen, und besonders zu dem ja wichtigsten Entscheidungslauf bescherte Wetter genau das Gegenteil notwendig und wir standen einmal mehr in diesem Jahr vor der überaus schweren Aufgabe, sogar noch zwischen Vorlauf und Endlaut unter Einsatz der wohl überhaupt höchstmöglichen Arbeitskraft unserer Mechaniker und Ingenieure, im Handumdrehen Brennstoffmessungen, Ueberlegungen in der Kerzen und Einstellungsfrage anzustellen und dann auch auszuführen. Was in solchen knapp bemessenen Minuten von einer Handvoll Männer geleistet wird, kann sich ein Laie überhaupt nicht vorstellen. Wer wusste denn schliesslich, ob wir nicht wieder wie in Reims ein Opfer einer zu reich gewählten Einstellung werden würden? Mercedes-Benz hat beim « Grossen Preis von Frankreich» gerade in dieser Hinsicht sehr teuer bezahlen müssen, denn damals schrieb die gesamte französische Presse, dass die Mercedes-Benz-Rennwagen zu schnell seien und die Motoren dieser Geschwindigkeit nicht gewachsen. Zu diesem « Grossen Preis der Schweiz » nun haben wir uns, ebenso wie die Auto- Union, auf das sorgfältigste vorbereitet und sind zu neuerlichen Proben eigens auf den Nürburgring gefahren, um die auszuprobieren. Wir fiatten Glück, denn das Wetter bot uns in diesen wenigen Trainingstagen sämtliche Möglichkeiten. Wir hatten im {Training zum Grossen Preis von Deutschland die volle Grand-Prix-Strecke Miber 500 Kilometer bei gutem und nassem Wetter ohne Schwierigkeiten abgefahren. Schlimm wurde es dann im Rennen nur deshalb, weü sich uns ein mittleres Wetter zwischen trokken und Ttass bot, das ungeheuer schwer zu meistern Ist. Aber auch das haben wir jetzt geschafft, denn am Sonntag mussten wir ja gerade um die Entscheidung bei dem Wetter kämpfen, das ans bis jetzt am meisten Sorge gemacht hat. Dass unsere vier Mercedes- Benz-Wagen ausnahmslos dieser ^schwersten Zerreissprobe standgehalten haben und dass wir bei keinem der vier Wagen auch nur eine einzige Schwierigkeit hatten, beweist am besten den Wert der ungeheuer reichen Erfahrungen, die man in einer einzigen Saison, wenn man von Rennen zu Rennen vor immer wieder neue Situationen nmd Aufgaben gestellt wird. Und es ist auch mit den Rennmotoren so wie mit allen anderen Dingen: Man lernt nie aus.» Auch über den Rennverlauf erzählt Rennleiter Neubauer sehr interessante Einzelheiten. Nachdem unsere drei Wagen unange- einer erstklassigen und in der Schweiz seit Jahren erfolgreich eingeführten Europäermarke mit interessant. Fabrikationsprogramm noch für bzw. Bezirke der deutschen und französ. 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N° 68 — DIENSTAG, 22. AUGUST 1939 AUTOMOBIL-REVUE 9 fochten in Führung tagen* kämpften unsere drei Spitzenfahrer mit einer Heftigkeit, wie ich selbst sie selten erlebt habe, um Führung und Sieg. Es gab in diesem Kampf, nachdem unsere Gegner uns nicht mehr gefährlich werden konnten, keine Anweisungen für die einzelnen Fahrer mehr, sondern nur noch Zeichen über ihre Position im Rennen. Und selbst für uns alte Rennhasen war es ein seltenes Erlebnis, diesen zum Schluss geradezu aufreibenden Zweikampf zwischen Hermann Lang wid Rudolf Caracciola um die Führung und schliesslich ja auch um die Europameisterschaft zu beobachten. Wohl niemand ihat so wie wir am Depot die Verbissenheit erkannt, mit der sich Hermann des heftigen Angriffs Rudis erwehrte und wie beide bis zum Schluss um die siegbringenden Sekunden rangen. Es war schlechthin herrlich.» Nicht weit von uns sitzt Hermann Lang mit Frau Lydia im Kreise seiner Kameraden. Er hat nicht viel zu sagen, wie immer, nur ein paar Worte, die aber treffender denn alles andere seinen Kampf kennzeichnen. «Des Renne war saumässig schwer», sagt er in seinem schwäbischen Dialekt, «und mir hen alle verdammt nalange müsse». Mehr nicht. Aber auf die Frage, ob er mit dem gemeinsamen Kampf der grossen und kleinen Klasse einverstanden sei, sagt er sofort: Ja, die kleinen Wagen haben uns keinerlei Schwierigkeiten gemacht, da sie in der Hauptsache von guten Fahrern gesteuert wurden und die Ueberholungsmanöver keine besonderen Probleme boten.» Dass die General-Motors eine neuartige Kurbelwellen-Konstruktion zum Patent angemeldet haben, deren Kurbelzapfen nicht mehr gehärtet, sondern vielmehr mit konvexen Laufschalen versehen werden, welche gegen Verdrehung gesichert sind und aus einem Metall bestehen, das auf dem der eigentlichen Lagerschalen gut läuft. An Stelle des bisherigen Nachschleifens der Kurbelwelle tritt bei dieser Neukonstruktion lediglich der Austausch der Laufschalen. Dass sich nach einem neueren Entscheid des Oberlandesgerichts in Karlsruhe Jeder Fahrer vor Benützung der Autobahn zu überzeugen hat, ob sein Brennstoffvorrat ausreicht. Anderfalls kann er für Unfälle, die durch seinen parkierten Wagen entstehen, haftbar gemacht werden. Dass die Frist für die Umstellung der Automobilmotoren auf Brennstoff der Oktanzahl 74 in Deutschland für Lastwagen am 15. August abgelaufen ist. Andere Motorfahrzeuge müssen bis zum 1. November dieses Jahres in dieser Weise abgeändert werden. Praktisch betrifft diese Vorschrift einzig die Halter von Wagen mit sehr hohem Kompressionsverhältnis, die auf die Verwendung von Superbrennstoffen angewiesen waren. Denn ein normal verdichteter Benzinmotor läuft ohne weiteres mit Brennstoff der neuen Standard-Klopffestigkeit. Dass die Italiener im Laufe der letzten beiden Jahre in Abessinien Strossen in einer Gesamtlänge von 2620 km bauten. Weitere Strecken von 330 km Länge sollen bald dem Verkehr übergeben werden können. Eine religiöse Gemeinschaft in Kalifornien habe einen Traktor-Anhängerzug gekauft, dessen Anhänger als Kapelle dient. Dass auch die New Yorker Polizei den selbstfahrenden Damen das Tragen von Schleiern verboten hat, weil sie die Sicht um 50 % vermindern. Von Werkzeugen, die an feinste Präzisions-Rundfeilen gemahnen und neuerdings zur Feinbearbeitung von Diesel-Einspritzdüsen entwickelt worden sein sollen. Das grösste Modell dieser Werkzeuge soll eine Länge von 115 mm und einen Durchmesser von 2,4 mm haben. Seine Zähne sind in Abständen von nur 1 mm angeordnet. Von einem «Schneekreuzer», der aussieht wie ein seetüchtiges Schiff auf vier riesigen, luftbereiften Rädern und auf seinem Rücken einen kleinen Doppeldecker trägt. Das Vehikel soll für eine der nächsten amerikanischen Polarexpeditionen entworfen worden sein. Die Baukosten belaufen sich auf 150 000 Dollar. Vom Vorschlag, an gewissen Strassenkreuzungen in Glasgow die roten Verkehrslichter für beide Fahrrichtungen gleichzeitig eingeschaltet zu lassen, um den Fussgängern eine bessere Chance zum unbehelligten Queren der Fahrbahn zu geben. Die massgebenden Instanzen sollen jedoch den Vorschlag abgelehnt haben. Praktisch*» nke Alter Reifenschlauch als Ersatzkiihlerschlauch für Notfälle Ein englischer Automobilist hat sich aus einem alten Luftschlauch einen Ersatz für den KüMerschlauch hergestellt, als einmal « Not an den Mann kam > und kein neuer Schlauch aufzutreiben war. Der allerdings als arger Notbehelf zu taxierende Schlauch wurde mit den normalen Bindern an den Anschlußstutzen von Motorfolock und Kühlerblock festgemacht, was ganz annehmbar gelungen sein soll, obwohl der Reifenschlauch natürlich viel zu weit war. Damit er sich zwischendrin nicht aufblähte, wurden in gleichmässigen Abständen Schnurschlingen darum gelegt, die man zur Verhinderung des Durchsackens vermittels Bindfaden an den Verstrebungen des Kühlers befestigte. Die Reparatur soll sich über viele Kilometer Fahrstrecke vollkommen bewährt haben. Auf der Saugseite der Pumpe allerdings (unterer Schlauch) wäre eine derartige Behelfslösung nicht möglich, weil sich der Schlauch unter der Saugwirkung der Pumpe zusammenziehen und den Kühlwasserkreislauf unterbinden würde. Glocke hinten an Lieferwagen warnt Passanten Mit der Sicht nach hinten ist es bekanntlich bei Lieferwagen nicht immer zum besten gestellt Infolgedessen kann der Chauffeur beim Rückwärtsausifahren aus engen Passagen nicht sehen, was alles hinter dem Wagen vorgeht. Um Unfälle, die aus diesem Grunde passieren könnten, auszuscfaliessen, hat sich ein Lieferwagenhalter hinten an seinem Fahrzeug eine Warnglocke einbauen lassen, die von einem Kontakt automatisch in Tätigkeit gesetzt wird, sobald der Fahrer den Rückwärtsgang einrückt. Hiedurch werden Passanten oder spielende Kinder gewarnt, wenn der Wagen aus dem engen Durchgang ausfährt, der zu seiner Garage führt Wer aus irgend einem Grunde auf die häufige Benützung des Blendschutzschildes angewiesen ist und das Verlassen des Lenkrades mit der einen Hand zum Herabkilappen des Schildes als lästig empfindet, kann sich in einfacher Weise eine Fussibetatigung anfertigen. Auf dem schrägen Bodenbrett wird der eine Schenkel eines langschenkiligen Scharniers angeschraubt, während der andere frei und beweglich bleibt, und als Pedal dient. Eine solide Vorhangssohnur verbindet das freie Ende des Scharniers mit der Unterkante des Blendschutzschildes über der Windschutzscheibe. Eine in entgegengesetzter Richtung gegen das Wagendach hinziehende, am gleichen Punkt angreifende Schraub emfeder dreht das Schild von selbst in die Ausgangsstellung zurück, sobald man nicht aufs Pedal drückt. Natürlich darf die Schnur nicht in der kürzesten Luftlinie von Punkt zu Punkt gespannt werden, sondern man muss sie vermittelst Oesen oder auch Viele Strossen führen zur Schweizerischen Landes- GUSSfie ung ^ Itifc aber ist die'Ssso-Strasse"! denn dort treffen Sie fegelmassig, wie ein Netz über die ganze Schweiz verteilt, Verkaufsstellen für unsere Qualitätserzeugnisse. Sie finden aber auch erfahrenes Fachpersonal, zweckmässige Geräte und Einrichtungen, sowie alle Brennstoffe und Schmiermittel, die unter dem Esso-Zeichen verkauft werden, dem Symbol unübertroffener Güte. STANDARD - MtNERAlOELPRODUKTE A. G. 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Können Sie mir die Adresse de« schweizerischen Generalvertreters der Lötlampen, Marke Barthel, bekanntgeben? C. in F. Frag« 1247. Transparente Kennzeichenschilder. Sind Ihnen schweizerische Herstellerfirmen bekannt, welche transparente, also von innen beu leuchtete Kennzeichensohilder für Autos und Motorräder herstellen? D. in L. Frage 1248. Kompressoren zum Einbau an Fiat- Motor. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir Adressen angeben wollten, wo ich einen Kompressor zum Einbau in meinen Fmt 1500 erhalten könnte. G. in M. Frage 1249. Ersatzteile für Automobil, Marke Clement-Bayard? Können Sie mir mitteilen, wo ich Ersatzteile für einen Wagen Marke Clement-Bayard erhalten könnte? C in F. Frage 1250. Kilometergeld. Was für ein Kilometergeld wird einem Reisenden für seinen 11-PS- Wagen ausgerichtet (mit oder ohne Amortisation)? St in H. Frag« 1251. Amortisation. Was für eine monatliche Amortisationssumme ist für einen neuen Walten von Fr. 6000.—• Kassapreis zu rechnen bei 40000—50000 km jährlicher Fahrt? In welcher Zeit soll ein solcher Wagen amortisiert sein? S. in H. Frage 1252. A.-Automoblle. Können Sie mir die Adresse des Generalvertreters der A,-Automobile bekanntgeben? S. in B. Frage 1253. Gray-Motortn. Können Sie mir die Vertreter-Adresse der Graf-Motoren in der Schweiz bekannteeben? V. in G. Stauen Strassenpflaster aas BergwerkshaWen. Versuchsstraseen in Missouri sind mit einem neuen Belag versehen worden, der aus einem Gemisch von Bergwerkshalden-Rückständen und Asphalt besteht. Die Mischung wird in einer Länge von 60—70 Metern an jeder Seite von scharfen Kurven, gefährlichen Kreuzungen usw. aufgetragen; ihrer Verwendung soll eine nicht unerhebliche Verminderung der Verkehrsunfälle zuzuschreiben sein. KLEINE CHRONIK Den teuersten amerikanischen Wagen, der als Serienmodell herausgebracht wird, bauen die Rust Heinz-Werke in Pasodena (Kalifornien);, er kostet ab Fabrik 12,750 Dollar. Dabei handelt es sich utn ein Sechszylinder-Coupe mit einem Achtzylinder-Lycoming-Motor und elektrisch betriebener Viergangschaltung. Die Türen öffnen eich durch Druck auf einen Knopf; die Scheiben bestehen aus unzerbrechlichem Polaroidglas, das Blendung ausschliesst. Inbegriffen im Preis ist die komplette Ausrüstung, einschlieselich eines Radioempfängers für alle We.uc.alängen und zweier Lautsprecher. Neue Autobustype für Fernverkehr. Mit der Einführung der vorläufig einmal wöchentlich verkehrenden direkten Autobus-Schnellverbindung Berlin-München überwindet die Reichsbahn zum erstenmal auf der Strasse eine Entfernung von 600 km, während die bisher längste Strecke nur ca. 300 km mass. Auf der neuen Strecke wird ein neuartiger zweiteiliger Autobuszug eingesetzt, der 78 Personen Platz bietet. Seine Besonderheit liegt in der Starrgekuppelten Verbindung mit dem selbstspurenden Anhänger mit Allradlenkung. Ein Faltenbalg ermöglicht wie im D-Zug den Uebergang zwischen dem mit einem 150-PS- Dieselmotor ausgerüsteten Antriebswagen und dem Anhänger. Trotz seiner Länge von 21 m kann der Zug auch enge Strassenkrümmungen mühelos durchfahren, da der Anhänger fast genau der Spur des Triebwagens folgt. Der kleinste Wenderadius beträgt 9,5 m. Die starre Kupplung ermöglicht Höchstgeschwindigkeiten, ohne dass der Anhänger schleudert oder pendelt Auch eine Sanierung des Strassenverkehrs. Langsame Fahrzeuge zu bestimmten Zeiten in Paris verboten. Die Pariser Polizeiverwaltung hat eine neue Yerkehrsvorschrift herausgegeben, durch die langsam fahrende Transportmittel, wie Pferdegespanne, Handwagen, Lastwagen mit Vollgummibereifung, Lastzüge mit mehr als 10 Tonnen Ladegewicht und Zugmaschinen, in den Hauptverkehrszeiten von 2—7 Uhr nachmittags von bestimmten, stark benutzten Verkehrsstrassen der Innenstadt verbannt sind. Die langsamen Strassenbenützer haben sich während der Hauptverkehrszeiten als «Verkehrshindernisse» erwiesen und den fliessenden Verkehr gestört Die verbotenen Strassen werden durch besondere Schilder kenntlich gemacht. Man hofft durch diese Massnahme eine raschere Abwicklung des ständig zunehmenden Verkehrs zu erreichen. Fast gleichzeitig wurden auch die obligatorischen Haltestellen der Autobusse aufgehoben, so dass die Pariser Autobusse jetzt nur noch bei Bedarf anhalten, wenn ein Fahrgast durch Klingelzeichen den Wunsch zum Aussteigen zu erkennen gibt oder ein Passant durch den Autobus durch Hochheben der Hand zum Anhalten auffordert.