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E_1939_Zeitung_Nr.067

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BERN, Freitag, 18. August 1939 Nummer 20 Cts. 35. Jahrgang — No 67 ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrsinteressen ABONNEMENTS-PREISE: Aufibe A (ohne Versicherung) halbjährlich Fr. 5.—, jährlich Fr. 10.-. Ausland mit Portozuschlag, wenn nicht postamtlieh abonniert. Ausgabe B (mit gew. Onfallversich.) vierteljährlich Fr. 7.5U. Ausgabe C (mit Insassenversicnening) vierteljährlich Fr. 7.75. Erhöhter Bedarf, teilweise verstärkte Bohrtätigkeit und die Erschliessung neuer Vorkommen haben die Weltgewinnung an Bohöl im ersten Halbjahr 1939 erneut ansteigen lassen. Nach Schätzungen des Petroleum Press Bureaux sind in diesem Zeitraum 139 609 000 t Rohöl gefördert worden, verglichen mit 135 438 000 t in der entsprechenden Periode des Vorjahres, was einer Zunahme um 4171000 t oder 3,1 % entspricht. Die rückläufige Entwicklung, die die Weltausbeute im vergangenen Jahr gekennzeichnet hatte, ist damit wieder in die entgegengesetzte Richtung umgeschwenkt. Wie immer wird das Produktionsbild auch jetzt wieder von den Geschehnissen in den Vereinigten Staaten massgebend bestimmt, Dort allein ist eine Steigerung um 2 638 000 t oder 3,2 % auf 84 478 000 t eingetreten, so dass sich für alle übrigen Erscheint Jeden Dlemtaf tmd Freitag Wöchentliche Beilage „Auto - Magazin". Monatlich! mal -CMfce Utte" REDAKTION u. ADMINISTRATION: Breitenralnstr. 97, Bern Telephon 28.222 - Postcheck III414 - Telegramm-Adresse : Autoren», Bern Geschäftsstelle Zürleh > Lawenstrasse 51. Telephon 39.743 Länder zusammen ein entsprechend doch steht es ausser Zweifel, dass diese geringerer Zuwachs, nämlich von nurniedriger waren als im Vergleichsabschnitt des Vorjahres. 1533 000 t, d. h. 2,8%, ergibt. Diese stärkere Steigerung in den Vereinigten Staaten war durch einen tatsächlichen Mehrbedarf bedingt,„_während sich das gleiche Mit Rücksicht auf die durch die Kapazität der Mittelmeerleitung gezogenen mangels verfügbarer "Unterlagen nicht mit Grenzen hielt sieh die Rohölföt'detüng^'Ini absoluter Ge^issheit auch von der übrigen Irak ungefähr auf ihrem Vorjähresstand; Wels sagen: lässt. Immerhin deuten die Von den Oelländern Südamerikas, hatten, bisher vorliegenden Importziffern zahlreicher Länder darauf hin, dass auch der Kolumbien und Argentinien ebenso wie die zum Britischen Reich gehörige Insel, ausseramerikanische Oelbedarf im laufenden Jahr überwiegend in die Höhe gegan- Trinidad weiter erhöhte, Peru und Ekuador dagegen verringerte Ausbeuten zu gen ist, wobei die aus wehrwirtschaftlichen Gründen eingelagerten Mineralöle Bahrein, das in den Vorjahren einen so verzeichnen. zweifellos mitgesprochen haben dürften. markanten Aufschwung erlebt hat, musste Allerdings wird man die Grössenordnung seine Produktion in diesem Jahr infolge der hierbei in Betracht kommenden Mengen in ihrer Bedeutung für die Gesamt- dieses Oel verkehrsgünstig gelegenen Ab- der begrenzten Aufnahmefähigkeit der für nachfrage nicht überschätzen dürfen. satzmärkte gedrosselt halten. In gleicher Russland hat ungeachtet aller Anstrengungen seine Rohölgewinnung auch in Förderung mangels wirtschaftlicher Ver- Weise konnte sich auch die kanadische diesem Jahr nicht wesentlich voranzubringen vermocht. Genaue Ziffern liegen der Ergiebigkeit des Turner-Tal-Feldes wertungsmöglichkeiten nicht entsprechend zwar nicht vor, doch geht aus allem, was entfalten. darüber der sowjetamtlichen Presse zu Auch das Deutsche Reich hat seine Rohölgewinnung sowohl innerhalb der frühe- entnehmen ist, hervor, dass die Voranschläge noch immer nicht erfüllt werden ren Landesgrenzen als auch in der Ost- steigern können, doch stammen konnten. Soweit zu sehen ist, war dasmark die Produktionsergebnis von annähernd 15 Mill. t nur ganz unerheblich besser als im ersten Semester 1938. Dagegen konnte Venezuela seine Förderleistung sehr ansehnlich, und zwar um 9,7%, vergrössern, so dass es mit 14,4 Mill. t der Sowjet-Union Und sie sitzen zusammen und tauschen Erinnerungen aus. < Ja, damals ! » spricht auch der Sepp, c Wer hätte auch das gedacht ? — loh komme aus dem Ausland zurück, habe meine Heimat noch niemals gesehen, und wer sitzt mir im Zug gegenüber : Meine Frau ! » Lisbeth lacht. «Damals war ich noch das Fräulein Sturfcenegger, und du dachtest nicht daran, dass ich einmal deine Frau werde. > « Freilich nicht! > lacht da auch der Sepp. < Du hast sehr schlecht ausgesehen », erinnert sich Lisbeth und macht ein ernstes Gesicht. «Ich hatte Mitleid mit dir, ehe ich dich noch kannte. Ganz grosse Elendsaugen hast du gemacht, und als ich mein Brot auspackte, wurden sie noch grösser. Trotzdem habe ich allen Mut zusammennehmen müssen, als ich dir einen Teil meines Proviants anbieten wollte. Und jetzt bin ich so glücklich mir dir geworden !> sehr nahe gerückt ist. Wenn die Entwicklung auch nur eine kurze Weile so weitergeht, kann es als ausgemacht gelten, dass Venezuela sehr bald an die zweite Stelle unter den Produktionsländern aufrücken wird. Während die starke Expansion in Venezuela in gewissem Umfang durch die Ausfälle an mexikanischem Rohöl mitverursacht ist, war die russische Oelindustrie ausserstande, mit dem wachsenden Eigenbedarf des Landes Schritt zu halten. : Die Kurve der Gewinnung in Iran, dem viertwichtigsten Oelland, war leicht nach unten geneigt, indes die von Niederländisch-Ostindien weiter aufwärts verlief. Die rumänische Produktion ist erneut, wenn auch in verlangsamtem Tempo, abgesunken, und was Mexiko angeht, so fehlen zwar authentische Daten über die in diesem Jahr geförderten Rohölmengen, Mehrmengen grossenteils aus dem neuen Felde von Reitbrook bei Hamburg, während die älteren Bezirke zumeist stationäre oder rückläufige Ausbeuten lieferten. Die Entwicklung im einzelnen ist der folgenden Uebersicht zu entnehmen: Welt-ErdSIprodukflon 0" 1000 Tonmn). Januar—Juni Veränderung Erdöl-Weltproduktion im Anstieg 84.478 F E U I L L E T O N Der Siedler. Roman von Heinrich Lämmlin. 4. Fortsetzung U.S.A, Russland Venezuela Iran Holl. Ostindien Rumänien Mexiko Irak Kolumbien Trinidad Argentinien Peru Bahrein Brit. Burma Brit. Borneo Kanada Deutschland *) Aegypten Polen Japan Brit. Indien Saudisch-Arabien Equador Andere Länder 9 ) 1939 1938 in % 81.840 14.966 13.124 5.352 3.672 3.328 2.867 2.198 1.518 1.190 1.187 1.066 578 512 443 368 303 .76 249 182 149 3 15.000 14.400 5.200 3.900 3.107 2.600 2.100 1.550 1.350 1.300 900 520 500 480 450 365 296 263 200 150 150 150 200 157 110 INSERTIONS-PREIS: Dia aehtcwpattene 2 mm hohe Grandzeile oder deren Baum 45 Rp. GrSssere Inserate nach SpezialtarU. Imeratensehliiss 4 Tage vor Erscheinen der Kummer ..+ 3,2 + • 0,2 + 9,7 — 2,8 + 6,2 — 6,6 — 9,3 — 4,5 + 2,1 + 13,5 + 9,5 — 15,6 — 10,0 — 2,3 + 8,3 + 22,3 + 20,4 +289,5 + 5,7 + 10,0 + 0,7 — 4,5 + 81,8 Insgesamt 139.609 135.438 + 3,1 *) Einschl. Oesterreich; *) einschl. Albanien, Frankreich, Ungarn, Italien, Tschecho-Slowakei, Bolivien und Marokko. Dieser kurze Ueberblick wäre nicht vollständig, würde nicht noch mit einem Wort des starken Aufschwungs Erwägung getan, den die Produktion in, Ländern, die bisher in der Oelgewinnung kaum oder nur eine untergeordnete Rolle gespielt Jmbfln, genommen hat.'Wir denken hier »V