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E_1939_Zeitung_Nr.075

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6 AUTOMOBIL-REVUE

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N° 75 — DIENSTAG, 26. SEPTEMBER 1939. AUTOMOBIL-REVUE TTrtco-v r%nlitiQnhe>f JCii-rr.h/»irinht ? Sofort bei Kriegsbeginn hat England seine Hand auf die Handelswege der Meere gelegt. Die Art und Weise, wie es das tut, beschäftigt aber nicht nur diejenigen, gegen welche die Blockade gerichtet ist, sondern auch die Neutralen. Und zwar in einem Masse, das man zu unterschätzen scheint. Holland meldet bereits schwerwiegende Auswirkungen der englischen Blookademassnahmen. In den letzten drei Wochen sind über hundert holländische Schiffe, die in Rotterdam erwartet wurden, von der englischen Flotte gekapert und grösstenteils zur Löschung nach England gebracht worden. Der holländische Getreide- und Wollmarkt ist dadurch ganz besonders hart getroffen worden, ganz abgesehen davon, dass die britischen Kaperungsfeldzüge geeignet sind, den stark entwickelten holländischen Schiffsverkehr zu ruinieren. Es unterliegt keinem Zweifel: Wenn England die in den ersten drei Kriegswochen angewandte Praxis nicht einer Revision unterzieht, so erwachsen für die Neutralen —darunter befindet sich auch die Schweiz — •auf die Dauer Schwierigkeiten, die zu einem der härtesten Probleme unseres neutralen Lebens führen müssten. Man wird sich noch daran erinnern, dass es London während dem letzten Weltkrieg für notwendig erachtete, in verschiedenen Ländern, so auch in der Schweiz, eine Ueberwachungsorganisation ins Leben zu rufen, die unter dem Namen SSS den schweizerischen Handelsverkehr unter die Lupe nahm, mit andern Worten, darüber wachte, ob Rohstoffe und Nahrungsmittel, die von der Entente der Schweiz geliefert oder zum Transit nach der Schweiz freigegeben wurden, nicht in irgend einer Form den Zentralmächten zugingen. Das britische Informationsministerium erklärte dieser Tage, Grossbritannien erhebe keineswegs den Anspruch, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den neutralen Ländern und Deutschland zu reglementieren und die Handelsfreiheit der Neutralen über die Ausübung der Rechte eines Kriegführenden hinaus zu begrenzen. Die britische Regierung sei bereit, die Bedürfnisse der neutralen Länder wohlwollend in Betracht zu ziehen und ihre Versorgung mit genügenden Mengen von Erzeugnissen aus Uebersee sicherzustellen. Wir haben vorderhand keinen Grund, an dieser Zusicherung Zweifel zu hegen. Der englische Standpunkt scheint aber mit den Grundsätzen einer vorbehaltlosen Neutralität nicht ohne weiteres vereinbart werden zu können; denn es ist naheliegend, dass die andere Partei, im gegenwärtigen Fall also Die Stimmung war niedergeschlagen und gereizt auf dem englischen Admiralsschiff, das Ende Juni 1704 in der Nähe des marokkanischen Tetouan vor Anker lag. Alle kriegerischen Unternehmungen der letzten Zeit hatten fehlgeschlagen. Nachdem bereits vor zwei Jahren der Versuch, die damals bedeutende und reiche Handelsstadt Cadiz zu erobern, erfolglos geblieben war, hatte ein kürzlich unternommener Angriff auf Barcelona ebensowenig zum Ziel geführt. Dazu war die befehdete französische Mittelmeerflotte soeben durch den unerwarteten Zuzug des Atlantikgeschwaders beträchtlich verstärkt worden, weshalb es nicht ratsam erschien, sich auf weitere Unternehmungen grösseren Stils einzulassen. Sollte demnach der Oberbefehlshaber, Sir George Rooke, mit seinen 20 000 Mann und 3°00 Geschützen unverriehteter Dinge nach «Good old England» zurückkehren, und der Königin Anne berichten müssen, dass die ganze Expedition nutzes gewesen sei? Die Rettung aus diesem für einen seefahrenden Krieger doppelt erniedrigenden Dilemma kam mit dem Vorschlag, Gibraltar zu besetzen. Zwar handelte es sich dabei nur um einen Hafen dritter Ordnung, und auch die nachmalig überragende strategische Bedeutung war damals noch nicht im vollen Deutschland, die Neutralität der Schweiz nur für vollwertig betrachtet, wenn unser Land bereit ist, im Sinne der Handelsverträge und der Usanzen vor Kriegsbeginn seine Handelsbeziehungen aufrechtzuerhalten. In holländischen Geschäftskreisen herrscht bereits die Meinung, dass das niederländische Wirtschaftsleben über kurz oder lang von der Gnade Englands abhänge, sofern es sich nicht entschliesst, dem Standpunkt der Neutralen etwas mehr Verständnis entgegenzubringen. Unser Land ist auch in Kriegszeiten auf den Warenaustausch mit allen seinen Nachbarn angewiesen, ganz abgesehen davon, dass es DIE TEILUNO POLENS. ^ Ä , DEUTSCH-RUSSISCHE ^ ^ DEMARKATIONSLINIE ••-•-• GRENZE 10H i Oel © Eisen "TexHI *ßf Schwerind. Gebot einer richtig verstandenen Neutralität ist, Handel und Wandel im Rahmen der bisherigen Gepflogenheiten ohne Rücksichtnahme auf die Flagge und ohne politische Ressentiments aufrechtzuerhalten. Wenn es den Neutralen nicht gelingt, in London Gehör für ihre Wirtschaftslage und ihr neutrales Gleichgewicht zu finden, so werden die Exportmärkte der neutralen Staaten bald schwer erschüttert sein. Das ist eine Tatsache, an welche wir denken müssen, auch wenn uns London versichert, dass es den Neutralen an den lebenswichtigen Rohstoffen und Nahrungsmitteln nicht fehlen soll. Das Gebiet um Posen zwischen den beiden Grenzlinien gehörte vor 1914 zu Deutschland, dasjenige von Krakow. Lemberg und Kuty zu Oesterreich-Ungarn und der Nordosten und das Zentrum zu Russland. SCHLÜSSELSTELLUNGEN DER WELTPOLITIK: Gibraltar U N Umfang bekannt. Doch war es eine Beute, die mit ihrer beschränkten Besatzung von achtzig Regulären und ein paar hundert Milizen ohne grosse Mühe und Opfer erkämpft werden konnte, die Hände der Heimkehrer füllte und in Zukunft geeignet war, eine Wiederholung der Vereinigung zweier Flotten, wie dies soeben geschehen war, zu verhindern. So wehte denn am 1. August 1704 die englische Flagge zum erstenmal auf dem Felsbrocken, der aus den Fluten des Mittelmeers 425 Meter hocn beinahe senkrecht her»usschiesst und dessen Verbindung mit dem Festland sich auf eine etwa kilometerbreite Landzunge im Norden beschränkt. Trotzdem im Laufe der seither verstrichenen 235 Jahre unzählige diplomatische und militärische Versuche unternommen wurden, um Gibraltar für die Spanier zurückzugewinnen, ist es den Briten doch gelungen, daran festzuhalten. Die Bedeutung Gibraltars für das britische Weltreich ist nicht handelspolitischer Art. Die benachbarten Cadiz und Malaga sind in dieser Richtung ungleich günstiger gelegen und eingerichtet. Auch die frühere Funktion als Sprungbrett nach Nordafrika hat mit der fortwährenden Entwicklung der Schiffahrt bedeutend eingebüsst. Gibraltar ist vielmehr deswegen wichtig, weil es ermöglicht, I I T fl U E N }&* G.'.fl.'RN. / - R U die Passage vom Mittelländischen Meer in den Atlantischen Ozean und umgekehrt nach eigenem Gutfinden abzuriegeln. Diese Möglichkeit ist aber für das Gedeihen der Seeverbindungen mit den ostafrikanischen, asiatischen und australischen Kolonien und Dominions der Britischen Krone von ausschlaggebendem Einfluss. Mit den beiden Positionen Gibraltar und Suez hat das britische Weltreich heute nicht nur die Schlüssel zum Seeweg nach dem Osten in der Hand, sondern ist zugleich auch noch Beherrscher des Mittelmeeres. Dazu ist es jederzeit in der Lage, die Vereinigung der Atlantik- mit der Mittelmeerflotte eines oder mehrerer Gegner zu verhindern. Ferner gestattet der gleichzeitige Besitz der beiden Stützpunkte die Durchführung einer Blockade gegen jedes Land des Mittelmeerbeckens, das für seine Lebensbedürfnisse auf die Verbindung mit dem offenen Meer angewiesen ist. Auch wenn alle diese Umstände im gewöhnlichen Lauf der Dinge nicht in Erscheinung treten, so sind sie dennoch entscheidend für die Machtposition der verschiedenen Konkurrenten im i Wettkampf um die Güter der Welt. Auch I wenn es nur indirekt geschieht, so machen I sie doch ihren Einfluss geltend. Müssen wir uns wundern, wenn unter Tlns&ie Jlepartaye: Die deutsche Panzerdivision Der Vormarsch, der die deutschen Truppen innerhalb von drei Wochen bis weit über die Mitte des polnischen Landes hinausgeführt hat, steht mit seiner beklemmenden Raschheit in der Militärgeschichte einzig da. Er lässt sich nicht nur durch die Fehler erklären, die die polnische Kriegsführung allem Anschein nach sowohl in taktischer wie zweifelsohne auch in volkspsychologischer Hinsicht gemacht hat. Der Erfolg gründet sich vor allem auf die Verwendung von Truppeneinheiten, die vollständig motorisiert und weitgehend mechanisiert sind, der Panzerdivisionen, deren Leistungen in den Heeres- und Schlachtberichten immer wieder hervorgehoben worden sind. Die Panzerdivision ist in ihrem ganzen Aufbau für den Bewegungskrieg bestimmt, der einen raschmöglichsten, sprungartigen Einsatz, eine schlagartige Wirkungsweise auf die einzelnen strategisch oder wirtschaftlich wichtigen Punkte und selbständige Operationen ermöglicht. Diese Aufgaben verlangen in erster Linie eine vollständige Motorisierung der gesamten Einheit, und zwar nicht nur des Kerns der Truppe, der Tanks, sondern auch der Spezialwaffen, die diesen angegliedert sein müssen und die erst der Panzerdivision ihre Durchschlagskraft verleihen. Eine solche umfasst — nach den uns vorliegenden Angaben — 3 Regimenter von 9 Bataillonen, 27 Kompagnien und 81 Gruppen, deren jede über 5 Tanks verfügt. Die normale Stärke betrüge demnach 405 leichte Tanks, die mit je zwei Maschinengewehren bestückt sind. Daneben verfügt jedes Regiment über ein Bataillon schwere Tanks, die eine entsprechend stärkere Bewaffnung und Panzerung aufweisen. Sämtliche Fahrzeuge sind mit Radios versehen und gegen die Einwirkungen von Giftgas geschützt. t Man vergesse nicht, dass die Tankwagen wohl eine feindliche Front durchbrechen, aber kein Land besetzen können. Neben den Tankwagen verfügt deshalb die Panzerdivision noch über 2 Infanterieregimenter, deren Transport ausschliesslich in geländegängigen Raupenwagen erfolgt, 2 Artillerieregimenter, wovon das eine mit 77-mm- und das andere mit 100-mm-Kanonen ausgerüstet ist, 1 Pionierbataillon, 1 Nachrichtenbataillon, sowie 1 Sanitätsabteilung und den notwendigen Train. Es liegt auf der Hand, dass die Ausbildung der Mannschaft dieser Einheiten mit ganz besonderer Sorgfalt erfolgt. Wie überall bei den motorisierten Truppen gilt der Grundsatz, dass jeder Fahrzeuglenker in der Lage sein muss, im Gelände mit den unvermeidlichen Reparaturen selbst fertig zu werden. Dazu kommt die Schulung, welche die taktisch richtige Führung der Kampfwagen verlangt, ferner der psychologisch überaus wichtige Drill, durch den erreicht werden soll, dass der einzelne Mann, selbst im stärksten Kreuzfeuer, alle notwendigen Manipulationen mit automatischer Sicherheit auszuführen fähig ist. Die Panzertruppen werden darum nicht etwa im Rahmen der allgemeinen Dienstpflicht herangebildet, sondern stellen einen stehenden Truppenteil dar, der natürlich an Hegemonie ganz bedeutend gewinnt. Sie sind auch nicht etwa den einzelnen Armeeeinheiten zugeteilt, sondern in ihrer Gesamtheit dem direkten Befehl der obersten Heeresleitung untergeordnet, womit ihr Charakter als eigentliche Stosstruppe der Gesamtarmee besonders gekennzeichnet wird. Die Schaffung dieser schlagfertigen Panzertruppen des deutschen Heeres stellt ein gewaltiges Werk dar, um so mehr als bis zum Jahre 1933 kein einziger Tank vorhanden war und die langjährigen Erfahrungen, welche andere Heeresleitungen sammeln konnten, vollständig fehlten. Alerdings boten die Kämpfe in Spanien von 1936 bis 1939 der deutschen Technik Gelegenheit, ihre Erzeugnisse zu erproben und sie mit den Erfordernissen der modernen Kriegsführung in Emklaner zu bringen. 0" diesen Umständen «The Rock», wie er auch genannt wird, seitens der Briten eine Wertschätzung erfährt, die sich nicht nur aus ihrer Vorliebe für Tradition erklärt? Und dass die Erhaltung