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E_1939_Zeitung_Nr.077

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6 AUTOMOBIL-REVUE

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BEIM, Dienstag, 10. Oktober 1939 Automobil-Revue - II. Blatt. Nr. 77 Ausstellungen je grösser, desto schöner Sensationen de* 1üe£t=AussteUuuQen Von Fred Coppersmith. Die New Yorker Welt-Ausstellung ist eines der phantastischsten und groteskesten Bauprojekte des letzten Jahrhunderts: Die rollende Weltkugel in überdimensionaler Grosse, in deren Inneren die wissensdurstigen Zuschauer das Gruseln lernen können und deren Silhouette mit einem überdimensionalen Obelisk beherrschen zusammen das Bild der Welt- Ausstellung. Herr Constant Bernard war unbedingt dagegen, dass der schlanke, hohe Turm auf schwachen vier Beinen stehen sollte. Er entwarf in den eisernen Koloss des Turmes hineingebaut ein im verschnörkelten Geschmack errichtetes Riesenhotel, dem er den Namen «Aux pieds de la tour Eiffel» gab und in dem fünftausend Personen übernachten konnten. Ein Proteststurm der Hoteliers Paris' setzte Million Dollar betragen. Einzig und allein der Million Dollar scheiterte das Proj« Schon vor sechzig Jahren hatten die Arne kaner Sinn für das Gigantische... die Kost summe allerdings war ihnen zu gigantisch Jeder Besucher einer Welt-Ausstfllung kennt das mühselige Hin- und Herlauf« Pavillon zu Pavillon, und schon vor fünf Jahren war dies eine der grössten Schwierigkeiten, die Besucher auch in alle Ausstellungshallen der Länder zu locken. Mr. Guillemont in Chicago wollte dieses Problem für die Welt-Ausstellung von 1893 in Chicago ebenso genial als auch einfach lösen. Er wollte eine drei Kilometer lange Halle bauen, in der sich in kurzen Abständen Eisenbahnstation neben Eisenbahnstation befand. Eine wirkliche Bahn sollte durch die Halle fahren, die fünfundsiebzig Meter im Durchmesser messen sollte und an den Stationen hielt, von denen jede das Ausstellungsgelände eines anderen Landes berührte. Im Vordergrund der- riesigen Eisenbahnhalle hatte er eine Kugel projektiert und in dieser Kugel ein Restaurant vorgesehen. Das Projekt fand begeisterte Zustimmung, bis ein paar Pessimisten meinten, dass es kein Vergnügen werden würde, in einer solchen riesigen, verqualmten Bahnhofshalle Ausstellungen anzusehen. Das sensationellste Projekt aller sensationellen Projekte früherer Weltausstellungen ist jedoch das Luftschloss;. das der Brüsseler Mechaniker Tobiansky, der den Raum zwischen Himmel und Erde für die Weltausstellung von Antwerpen im Jahre 1894 auf eine originelle Art erobern wollte. Ein Gebäude aus Aluminium und Bambusrohr sollte an einem riesigen Fesselballon einige hundert Meter in die Luft gelassen werden. Ein Lift, der den Verkehr mit der Erde vermitteln sollte, konnte hundertfünfzig bis zweihundert Personen einem luxuriösen Restaurant zuführen, in dem Tanz- und Gesellschaftsabende veranstaltet werden sollten. Angemessen der Höhe des Restaurants sollten die Preise sein, und als die Skeptiker darauf hinwiesen, dass der erste Sturm das stolze Luftschloss ver- nichten würde, antwortete ihnen Tobiansky, dass man dagegen Massnahmen treffen könnte. Binnen einer halben Stunde könnte man das RS7O8 Herrn Constant Bernards Plan für die Pariser Weltausstellung 1889 ging dahin, den Raum zwischen den vier schlanken, hohen Beinen des Eiffelturmes auszunutzen. Er schlug vor, dahinein ein Hotel zu bauen, das nicht weniger als fünftausend Zimmer haben sollte. Die Pariser Hoteliers protestierten energisch gegen dieses Projekt und das Riesenhotel wurde nicht gebaut. Herr Gnillemont ans Chicago hatte Verständnis für das ermüdende Hin- und Herlaufen der Besucher in einer Ausstellung und so entwarf er für die Chicagoer Weltausstellung im Jahre 1893 eine riesige Bahnhofshalle mit richtigen Zügen und vielen kleinen Stationen. Hinter jeder Station sollte sich (das Ausstellungsgelände eines anderen Landes befinden. Die hufeisenförmige Halle sollte einen Durchmesser von fünfundsiebzig Metern und eine Länge Ton drei Kilometern haben. Im Vordergrund der Bahnhofshalle projektierte er ein kugelförmiges Restaurant. Herr Guillemont konnte seinen Plan nicht verwirklichen, da man ihm mit Recht vorhielt, dass die Besucher sicher das Laufen einer Fahrt durch eine verqualmte Bahnhofshalle vorziehen würden. In Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, gibt es kein phantastisches Projekt und «je höher, desto besser, je grösser, desto schöner» ist ein Slogan, der in den U.S.A. durchaus alltäglich ist. Will Amerika den Amerikanern imponieren, so muss alles gigantisch-gross ... überdimensional sein. Das Gefühl, dass mit Riesigem die Zuschauer verblüfft werden müssen, ist jedoch nicht nur ein «amerikanisches» Gefühl. Wo und wann auch immer Welt-Ausstellungen projektiert und abgehalten wurden, spielte man mit dem Gedanken, diese Welt-Ausstellung mit dem Nochniedagewesenen zu schmücken. Das prominenteste Bauwerk, das alle anderen in den Schatten stellte, war der Eiffelturm, der 1889 die Pariser Weltausstellung bis in den Himmel trug. Als Monsieur Eiffel mit seinem Plan ans Tageslicht trat, war sein Plan vielen seiner Zeitgenossen noch nicht einmal gigantisch genug. ein, die sich durch diese sensationelle Konkurrenz benachteiligt fühlten, und so wurde das Hotel Bernards nicht gebaut und der Eiffelturm stand einsam und verlassen auf dem Marsfeld. Als 1876 sich Ingenieure und Artisten zur ersten Konferenz zur Welt-Ausstellung in Philadelphia an den grünen Tisch setzten, liebäugelten sie sehr mit einem Vorschlag zweier Ingenieure Clarke und Reevers, die als Gipfelpunkt der Sensation der Welt-Ausstellung einen über dreihundertunddreissig Meter hohen Turm aus Schmiedeeisen vorschlugen, dessen Basis fünfzig Meter im Durchmesser und dessen Spitze sich bis zu zehn Meter verjüngen sollte. In vier Fahrstühlen sollten fünfhundert Personen in drei Minuten nach oben und in fünf Minuten hin und zurück befördert werden können. Vier Galerien als Aussichtsplattform waren gedacht und die Baukosten sollten eine UNÜBERTROFFEN Zur Antwerpener Weltausstellung 1894 entwarf der Brüsseler Mechaniker Tobiansky ein gewaltiges Projekt, das «Luftschloß«» Ein Gebäude aus Aluminium und Bambusrohr sollte an einem riesigen Fesselballon hängen. In diesem Gebäude sollte sich ein luxuriöses Restaurant mit riesigen Sälen für Tanzund Gesellschafts-Abende befinden. Die Räume sollten hundertfünfzig bis zweihundert Personen fassen können, die mit einem Fahrstuhl in die Luft befördert werden sollten. Um der Gefahr zu begegnen, dass das Luftschloss im Falle eines Sturmes vernichtet würde, konnten es vermittels neunzehn Dampf winden allerschnellstens auf die Erde geholt •werden. Man fand das Projekt zwar sehr interessant, *ber doch zu gefährlich und so blieb das Luft- •chloas ein Loftecblosa. Luftschloss vermittels neunzehn Dampfwinden allerschnellstens auf die Erde holen. Das Luftschloss blieb ein Luftschloss, genau wie das Riesenhotel, der Riesenturm und der Luftboulevard. Vor einem halben Jahrhundert trauten sich die Menschen in Wirklichkeit noch nicht so gigantisch zu sein wie auf dem Papier. Heute zeigen nicht nur Weltausstellungen, sondern auch Landesausstellungen, dass man mit nüchternem Sinn an die Verwirklichung abenteuerlich erscheinender Prospekte schreitet. Oder sind etwa der Schifflibach und die Seilschwebebahn unserer «Landi» nicht Sensationen, die wir uns noch vor kurzem nicht hätten träumen lassen ? Mäntel, Capes, Füchse etc. Qualitätsware und -Arbeit. Massige Preise Modernisieren fachgemäss und preiswert 0. Vorberg, Kürschnermeister, Zürich Limnvatquai 94, I, Rndolx-Mosse-Hans Gegründet 1904 Telephon 210 29