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E_1939_Zeitung_Nr.078

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Die Alpenposten Im

Die Alpenposten Im Sommer 1939. Mit d«r-Mobilmachung wurde der Verkehr auf den Saison-AJpenposten: eingestellt. Wenn nun die Automobilabteilung der PTT in einer Zusammenstellung Rechenschaft über die Frequenzergebnisse des vergangenen Sommers ablegt, so muss sie sich dabei zwangsläufig auf die elf Betriebswochen vom 12,..Juni bjs 28. August beschränken. Um eine brauchbare Vergleichsbasis mit den Vorjahresziffern zu schaffen, können diese selbstredend auch nur für de» entsprephenden Zeitabschnitt mit in Berücksichtigung gezogen werden. Dass sich dabei für den Sommer 1939 ein Ausfall von 7,8 °/o ergibt, kann keineswegs überraschen, wenn man sich die Unsicherheit der weltpolitischen Lage einerseits und schlechte Wetter ; anderseits vergegenwärtigt, welche die in Betracht fallenden Monate kennzeichneten. : Beförderten die 40 Saison-Postkurse vom 12. Juni'bjs 27. August 1938 insgesamt 473.314 Reisende, so sank in den entsprechenden 3K Monaten des laufenden, Jahres diese Zähl auf 436.132. Dabei schliessen jedoch keineswegs alle Linien mit Fre- «juenz^erlusten ab; nicht weniger als 15 haben ihre Fahrgastkontingente erhöht, zum Teil sogar in relativ erheblichem Umfang. So stehen namentlich die Durchgangsrouten Luzern - Klausen - Julier - St. Moritz und St. Moritz - Stilfserjoch - Bozen mit erheblichen. Steigerungen-zu Buch, jene mit +58'/», diese .sogar mit +66"/«. Absolut den grössten Gewinn verzeichnet mit 5570 Passagieren (+ lö'/o) die Verbindung" St. Moritz - Maloja - Chiavenna. Die Gegenseite der Rechnung jedoch, umfassend 25 Kurse mit «Unterbilanzen»,.verwandelt das Schlussfazit iii eine Minderfrecfuenz von insgesamt 37*182 Personen. Entscheidend faljen dabei vor allem die Rückgän?e auf den Routen Urnäsch - Schwägalp (—9950), Grlmsel (§571), Furka (-r-6227) und Reichenbach - Griesalp £-4193) ins Gewicht. Sjp»' Jku4ol*uv*c-> Frequenzrfickgaiit um 7,8 %'. Und dieses Programm können Sie jede Woche durchführen — und zwar mit einem Wagen, den Sie jetzt noch für Fr. 2990.— kaufen können. Wenn es heisst, dass dies gleichbedeutend ist mit dem Kauf eines zu 100% in der Schweiz hergestellten Auto- mobils, so liegt dies hier klarer auf der Hand als in andern Fällen: 2 /3 entfallen auf die Bieter Montagearbeit und eingebautes Schweizer Material, das restliche 1 /s wird im Clearing gegen Schweizer Export und Kapitalverzinsung kompensiert. Der Kadett trägt am Kühler das Schweizer Montagezeichen, das Ihren Beitrag zur Arbeitsbeschaffung dokumentiert. Lassen Sie sich diese zeitgemässe Lösung Ihres Automobilproblems vom nächsten Kadett-Vertreter vorführen! ckt Sportnotizen. •Die « Gazietta dello Sport » erklärt, des bestimmtesten zu wissen, dass Alfa Romeo die Arbeiten an. seinem neuen 3-Liter-16-Zylindermodell unentwegt fortsetze, was übrigens auch auf den ebenfalls neuen lK-Liter-12-Zvlinder zutreffe. AlfarRomeo-Sieg in Argentinien. Auf einer im Stadtpark gelegenen Piste gelangte kürzlich der Grosse Preis von Tucuman zum Austrag, ein Rennen, das über eine Distanz von 50 Runden (155 km) führte und Nasi auf Alfa Romeo mit 1. St. 18 Min. 19 Sek. als Sieger sah, gefolgt von. Puoppolo auf Graham und Martini auf Ford- Mercrüy. Leider überschattete ein tragischer Unfall dies Veranstaltung. In einer Kurve ging dem Fahrer • Prigioni das Volant in die Brüche, der Steuerlast Wägen geriet in die Zuschauer hinein und tötete eini kleines Mädchen, währenddem 6 weitere Personen schwere Verletzungen davontrugen. ' Gavea-Rundrennen — Ja oder nein ? Ob das klassische Gaveo-Rundrennen in Brasilien; das auf 29. Oktober in Aussicht genommen ist, zur Durchführung gelangt, steht noch keineswegs fest.'"Für die diesjährige Auflage hatten Alfa Ronjep, Maserati,und Auto Union (mit Nuvolari) ihre Beteiligung, zugesagt, doch scheint im brasilianischen Automobilclub wenig Neigung vorhanden zu sein, die Veranstaltung in Szene zu setzen. Auf jeden ,Fall fasste er mehrheitlich den Beschluss, die Sache abzublasen. Eine ^kleine, aber einflussreiche Minderheit dagegen setzt sich nach wie vor für 3ie Abhaltung des 'Rennens ein, wobei allerdings nur amerikanische Fahrer verpflichtet werden sollten, so u.a. Wilbur Shaw, Sieger von Indianapolis, und die beiden 'südamerikanischen Grossen Arzani (der letztes Jahr hinter Pintacuda. Zweiter wurde) und Naai. WEITERE AUTOMATISIERUNG VON SCHALTUNG UND KUPPLUNG — VERBES- SERTE «STROMLINIE». — ERHÖHTER KOMFORT DER INNENAUSSTATTUNG schichte der Verkehrsmittel darstellend, bilden einen Rahmen, der an Farbenfreudigkeit mit den bunten Wagen selbst wetteifert. Am letzten Sonntag, den 15. Oktober erfolgte die Eröffnung, 3 Wochen früher als gewöhnlich, um den auswärtigen Besuchern Gelegenheit zu geben, gleichzeitig die Weltausstellung, die Ende Oktober vorläufig geschlossen wird, kennenzulernen. Im Gegensatz zu den grossen europäischen Ausstellungen ist die Veranstaltung im wesentlichen national. Neben mehr als 20 amerikanischen Autowerken stellt nur eine europäische, eine englische Firma aus. Tatsächlich ist auch der europäische Wettbewerb hier von geringer Bedeutung. Ein Tatrawagen, der hier als einziger seiner Art von seinem tschechischen Besitzer benutzt wurde, erregte solches Aufsehen, dass der Chauffeur, durch die fortwährenden.Fragen ermüdet und unfreundlich reagierend, in eine Schlaf gerei verwickelt und bestraft wurde. Im Erdgeschoss, das den Personenwagen gewidmet ist, findet man anlässlich des Jubiläums auch historische Typen, von denen jede Firma aber aus Raummangel höchstens einen zeigen darf. Es ist bemerkenswert, wie viele der altertümlichen Motor- Kutschen, deren Formen heute stark humoristisch wirken, noch gebrauchsfähig und auch tatsächlich noch im Betrieb stehen. Zum ersten Male werden auch die inneren mechanischen Einrichtungen der Wagen an betriebsfähigen Modellen vorgeführt;: Die technisch bedeutsamsten Neuerungen: betreffen die Bedienungsgetriebe. Es scheint, dass eine neue Welle des Fortschrittes, die in den letzten Jahren schon stark vereinheitlichte Art der Gangschaltung und Kupplung erfasst. Das Autofahren soll zum Kinderspiel werden. Fast alle Marken werden serienmässis oder AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 17. OKTOBER 1939 — N° 78 New Yorker Autoschau eröffnet Typisches Autogesicht für 1940. (Oldsmobile.) Die diesjährige Automobilausstellung ist als vierzigjähriges Jubiläum der New Yorker Auto-Salons in besonderer Pracht aufgezogen worden. Das Innere des mitten im regsten Geschäftsviertel gelegenen Grand Central Palace ist in einen griechischen Tempel verwandelt worden, dessen Freitreppen, dorische Säulen und Überlebensgrosse Götterbilder eigenartig zu den Schöpfungen modernster Technik in Gegensatz stehen. Blumenschmuck und von ersten Künstlern geschaffene Wandgemälde, die Geauf Wunsch mit Gangschaltungen ausgerüstet, die, durch kleine Hebel an oder unter dem Steuerrade betätigt, viel weniger Kraft und Aufmerksamkeit erfordern als die bisherigen langen Schalthebel und den Raum nicht beengen. Die Verwendung hydraulischer Gänge und hydraulischer Kupplungen hat beträchtlich zugenommen. Bei einigen Typen ist die Kupplung vollautomatisch, so dass das Kupplungspedal in Fortfall kommt. Der sogenannte Schnellgans findet allgemeine Anwendung. Weniger tiefgreifend sind die Veränderungen der Motoren. Viele Modelle zeigen Verbesserungen der Lagerung der Steuerungsteile durch Wälzlager und Erhöhung der Pferdekräfte. Die V-Anordnung der Zylinder gewinnt an Verbreitung. Der grösste Personenwagen-Motor ist ein Cadillac mit 16 V-förmig angeordneten Zylindern. Für die Karosserieformen ist selbstverständlich der Zug zur Stromlinie massgebend gewesen. Man muss aber mit der Uebersetzung dieses Wortes vorsichtig sein. «Streamlined» ist so sehr zum Schlagwort des Tages geworden, dass es in Amerika schlechtweg alles bedeutet, was als zweckbedingte Schönheit empfunden wird, also auch z. B. ein Sportkleid oder eine politische Ansprache, und so hat auch mancher Autoteil, der als «stromlinig» bezeichnet wird, nichts mit Aerodynamik zu tun. Aber die letztere hat sicher verstärkten Ausdruck in den Modellen des neuen Jahres gefunden. Typisch ist eine wohlgerundete Motorhaube, die organisch mit dem Gitter für die Kühlluft und in vordere Kotflügel von windschnittigem Profil übergeht. Die Scheinwerfer sind mehr oder weniger stark in die Kotflügel hineingezogen. So nähert sich das «Gesicht» der Tropfenform, ohne jedoch schon die letzte Konsequenz der völlig ungebrochenen Wölbung zu ziehen. Nach oben, manchmal auch" nach den Seiten zurückweichende Windschutzscheiben und rund auslaufende Enden sind ziemlich selbstverständlich. Die Fensterfläche ist vielfach im Interesse besserer Sicht vergrössert worden, bei einem Typ um 22 %>. Weitgehend findet Sicherheitsglas Verwendung, und zwar in einer Zusammensetzung, die erst im letzten Jahre hier neu entwickelt wurde und höhere Splitterfestigkeit mit klarerer Durchsicht verbinden soll. Grosse Sorgfalt kennzeichnet die Fortbildung des Heiz- und Ventilationssystems. Bei Plymouth-, Dodge-, De Soto- und Chrysler-Modellen wird gefilterte Frischluft von rechts und links an der Spritzwand verteilten Heiz- und Kühlapparaten geliefert, die die Temperatur dem Wetter anpassen. Andere Systeme arbeiten ganz oder teilweise mit Luftzirkulation. In jedem Falle legen die Konstrukteure Wert auf gleichmässige und zugfreie Bedienung des ganzen Raumes. Unter den vielen Verbesserungen der Innenausstattung verdient die Verwendung von Schwammgummi für Sitze Erwähnung. Vereinzelt wird auch mit Erfolg Gummi zum Ersatz der stählernen Wagenfedern verwendet. Dies dürfte wegen der mehrfach grösseren Federarbeit des Gummis erhebliche Fortschritte ermöglichen. Auch die elastische Lagerung der Motoren hat mehrfach Verbesserungen erfahren. Ebenso zeigen Stossdämpfer und Stabilisatoren viele Verfeinerungen. Chrysler synchronisiert die Blattfedern und liefert die im Vorjahre vereinzelt eingeführte Oelkupplung serienmässig für den Typ «Crown Imperial», für andere wahlweise. Buick bringt einen Kühler, der unter erhöhten Druck gesetzt werden kann, um den Siedepunkt der Kühlflüssigkeit im Bedarfsfalle zu erhöhen. Nach einer Mitteilung der Firma sind deren Motoren durch ein elektrisches Verfahren bis auf eine Genauigkeit von nur Vnoo mkg ausbalanciert. Bei Plymouth sieht man unter anderem ein neues Steinschutz-Hinterdeck. Dodge verwendet im gesteigerten Masse seinen eigenen Sonderstahl cAmola». Die Firma hat den Achsabstand ohne Vergrösserung der Wagenlänge erweitert und bringt ein Instrument, das dem Fahrer bunte Signale gibt. Cadillac und La Salle verwenden Kreuzgelenk- Stabilisatoren. Die erstere Marke hat ihr V-förmiges Steinschlaggitter beibehalten, ihre Kofferbehälter haben eine neue Parabelform erhalten. Der Torpedo- Sondertyp von La Salle ist erheblich verbreitert. Bei Oldsmobile ist der Wechsel vom ersten bis zum vierten Gang vollautomatisch. Kotflüsel und Seitenwände bestehen aus einem Stück. Von den zahlreichen weiteren Verbesserungen seien Quadrat- Schrauben federn, «Vierweg-Stabilisator» und automatische Verriegelung der Motorhaube bei Abschluss der Wagentür erwähnt. Zum erstenmal ein Kleinwagen. Der neue Kleinwagen Crosley, nicht mit dem englischen, etwas anders geschriebenen zu verwechseln, erscheint zum erstenmal auf der Ausstellung. Weitere Personenwagen-Marken sind Bantam, Graham, Chevrolet, Hudson, Hupmobile, N'ash, Packard, Pontiac, Studebaker, Willys und der englische Standard. Der zweite Stock birgt weitere Personenwagen, während Nutzfahrzeuge den dritten belegen. Nur Vvtkatktt Jiühtex schwächen die ihex= mischt £eistuHgsfätigAeit des Jiotots und stüqtHH dtti tBenzwoexitauch. Jede qutt Qatag/t itswiqt das qxünd- Ucht üttkatken. N\itzwagen bieten Federal, Mack und White an. Hier findet der BesuCher auch die Stände der Zubehör- und Motorenindustrie. Der vierte Stock enthält eine Sonderschau unter dem Namen «Sicherheits-Centrum», eine Demonstration, alles dessen, was der Sicherheit des Autoverkehrs dient, von Abblendlampen bis zu den organisatorischen Massnahmen der Behörden. Die wirtschaftlichen Aussichten des mit der Ausstellung beginnenden Produktjonsjahres werden zuversichtlich beurteilt, weniger wegen der noch ungewissen Kriegskonjunktur als wegen der schon vor Kriegsausbruch bemerkbaren Absatzsteigerung. Dr. Ine. 0. S. Benzinrationierung: EIN TYPISCHER WOCHENFAHRPLAN MIT EINEM 1 2 3 4 5 6 7 8 o in 14 15 A 17 11 12 13 18 19 20 21 MONTAG DIENSTAG MITTWOCH DONNERSTAG FREITAG SAMSTAG M 5,47 PS Kilometer 23 24 GENERAL MOTORS SUISSE S.A. BIEL

NT 0 78 — DIENSTAG, 17, OKTOBER 1939 ATJTOMOBII>REVUE Von den Zündkerzen Nachdem -wir die ftuftretenden Wänüeprobieme durchgangen haben, sei kurz auf deren Losung ein-^ beitreten. Vor allem, wie wird die Kerze gekühlt, oder mit andern Worten : die überschüssige Wärme abgeleitet? Die Kerzenpartien, welche wärme aufnehmen, befinden sich offenbar im Zylinderjnnern, wo sie im Kontakt mit den heissen Gasen, stehen, E5.sind.dies die, Innen teile de.s Kerzenkorpers, dje'JiitteleleltfrQde und der Isolator, Da der Kerzenkörper in .den,Zylinderkopf geschraubt ist, wird er durch dpa Kontakt mit dessen. Wänden gekübJt und; seine. Tempe-, ratür bleibt .dauernd, niedrig, üenug». so .'dass diesr bezüglich keinerlei Sclwierigkeitea-iu. meistern, sind. Dagegen kann die Mittelelektrode praktisch 1 ;, nur durch ihren Kontakt mit dem sie umgebenden Isolator gekühlt werden. Da sie nämlich im ; allgetrieinen" aus Metallen von,' mit'telmassfger Wärmelertfähigk'eit besteht, ist die Kühlwirkuhg des Prqpel-, lerwindes auf das nach aussen vorstehende Ende der Mittelelektrode vernachlässigbar"kteihis'Es handelt sich also darum, die Wärme durch den" Kerzenisolator hindurch »bfculeiteii; Dieser"nimmfe'einerseits durch seine in den Zyliäder ragende Anssönflache sowie anderseits durch "die- Mittelelektrode Wärme auf. Sie steigt nach oben (B. die Richtung der Pfeile in Fig. 12) bis-wir m% innern Kerzendichtüng. Ü—^\ ü U b FIG.10- Die' Elektrodenform ist von Elnfluss auf den Ueberiritt des Zündfunkens (siehe dazu auch Text in Nr. 76 der «A.-R.>). Fig. 9 zeigt die normale Elektrödenfornij wie sie bisher fast •allgemein angetroffen wurde. Um der sogenannten Spitzenwirkung teilhaftig zu werden,phat man versucht, eine feine Platinspitze nach Fig. 10 auf die eine Elektrode aufzusetzen. Die neuste Elektrodenform ist in Fig, 11 dargestellt, < Auf-dag, Ende, der Mittelelek* (Fortsetzung aus Nr. 76) Der grässte Teil der Wärme passiert diese Dichtung und wird -zum Kerzenkörper abgeleitet, von wo sie an das Kühlmwasser des Zylinderskopfs gelangt. Bei luftgekühlten Motoren, wo die Zylindertemperaturen höher ausfallen, kann ein Teil der vom Kerzenkörper aufgenommenen Wärme, direkt an die Luft abgegeben, werden, die auch -den Kerzenkörper kräftig 1 umspült. Der Rest wird durch das Metall dss Zylinderkopfs und die Kühlrippen wegbefordert. • Nachdem wir nun den Weg der Wärme kennen, handelt es .sich- darum, die Wärmeableitung so zu regulieren, dass man die erwünschten Resultate erhält. * ,Hiezn verfügt der Techniker über mehrere Mit- : teä; welche sich in *wei Gruppen einteilen lassen : Die Art der verwendeten Werkstoffe und die Konstruktion der Bauelemente. Aus diesem Grunde veri wendet man Metallelektroden mit mehr oder weniger ; grosser Wärmeleitfähigkeit, man verändert die Grosse der Hohlräume in der Kerze, die Länge de« Isolators, die Länge der Mittelelektrode usw. Von < heissen » und von « kalten > Zündkerzen. Ungeachtet all; dieser Möglichkeiten jrelang es^ bis jetzt noch niemandem, diese Wärmeprobleme einer endgültigen .Lösung: zuzuführen, obwohl nicht verschwiegen: werden soll, dass gewisse Fabrikanten diesbezüglich in letzter Zeit beträchtliche Fortschritte gemacht haben. Der Grund liegt in erster Linie darin, dass das Problem sehr schwierig zu lösen ist.- Denn tatsächlich läuft ja der Motor unter den verschiedensten Betriebsbedingungen. Bei Volllast entwickelt er eine beträchtliche Wärmemenge, so dass die Temperatur aller Teile im Verbrennungsraum sehr hoch steigt. Anderseits bleiben diese Teile während de$ Leerlaufs verhältnismässig kühl. Wenn somit unsere Kerze so gebaut ist, dass sie bei hohen Geschwindigkeiten keine Glühzündungen ergibt, so wird -ihr Isolator während des Leerlaufs zu kalt sein, um eine Verrussung zu verhindern. Ausserdem entwickeln nicht alle Motoren bei identischem Betriebszustand die gleichen Wärmemengen. Sportmotoren mit höherer. Verdichtung und höhern Tourenzahlen, welche pro Liter Hubraum eine höhere Leistung abgeheii, liefern mehr Kalorien an die Kerze als sogenannte normale Motoren. Schliesslich, und das ist sicher die grösste Schwierigkeit, welche gelöst werden muss, vergrössern alle Aenderungen, welche man an der Kerze vornimmt, um ihre Neigung zu Glühzündungen zu vermeiden, gleichzeitig ihre Neigung zur Verrussung. Denn wenn man die Kerze für Vollast ausreichend kühlt, so verstärkt man damit natürlich auch die Kühlwirküng im Leerlauf. Hieraus kann geschlossen werden, dass es beim gegenwärtigen Stand der Technik unmöglich ist, Zündkerzen zu fabrizieren, die sich gleicherweise für alle Motoren eignen. Es ist unmöglich, die Glühzünd J und Verrussurigsgrenzen derart auseinariderzuschieben. Die Zündkerzenfirmen sind deshalb* gezwungen, eine ganze Serie verschiedener Kerzenmodelle zu fabrizieren, um allen Motoren gerecht zu werden. Das ist die berühmte Geschichte von den"«warmen» und «kalten» Zündkerzen. Weg der. Wärme in der Zündkerze. Eine warme Zündkerze ist nach' Definition eine solche, welche sieh leicht' erhitet: Sie widersteht deshalb besser der Verrussüngjjwrrd jedoch Glühzündungen verursachen, 'wenn .man" sie an einem Motor verwendet, der sich stark' erhitzt. Man darf sie deshalb ausschließlich für die sogenannten normalen Motoren benützen. Dagegen widersteht eine kalte Zündkerze Glühzündungen besser, verrusst jedoch leichter, weil sie die Oelinederschläge nicht wegzubrennen vermag. Dies ist die Zündkerze, die sich vor allem für Sportmotoren eignet Es wäre allerdings ein Fehler, zu glauben, dass ein Fabrikant, der eine grosse Zahl von Kerzenmodellen auf den Markt bringt, damit unbedingt das Problem der Anpassung von Zündkerze; und Motor am besten löst.\ Inv Gegenteil liegt der Grund für diese Vielzahl ; von Typen meist darin, däss es nicht gelang, mit einer kleinern Zähl von Zühdkerzenmodellen auszukommen". Einzig daher griff man zu dieser Komplikation', die, was hier nachdrücklich testgeistellt sei, "hindernd und kostspielig ist, und ?war genau so gut für den Fabrikanten selbst wie f