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E_1939_Zeitung_Nr.084

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k 2x30 WATT DYNAMO

k 2x30 WATT DYNAMO 50-130 Warf Die Belastung der Batterie im Winter. Die von den verschiedenen Stromverbrauchern des Wagens in einer Minute (in einer Sekunde) verbrauchte elektrische Energie entspricht den hier dargestellten Hebeleistungen. Allerhand, was man ihr manchmal zumutet, nicht?! Berechnungsgrundlage : 1 PS = 746 Watt = 76 mkg/seo. 'Am Abend benotigen die verschiedenen Dauerverbraucher wie Heizscheiben, Scheinwerfer, Positionslampen, Schlusslicht und Zündspule ohnehin fas allen Strom, den die Dynamo liefert (Leistung 50 bis 130 Watt). Dies besonders dann, wenn man auch noch den Scheibenreiniger und den Radio in Betrieb setzt. Dazu gesellt sich der jeweils nur einige Sekunden anhaltende Verbrauch durch das Hörn, den Zigarrenanzünder, die Winker, sowie die geradezu « unverschämte» Anzapfung durch den Anlasser, üher deren Höhe unser Bild 2 Auskunft gibt. Sie ist so beträchtlich, das« die Batteriespannung beim Anlassen stark abfällt und nur 4 statt 6 (oder 9 statt 12) Volt beträgt, was das Anspringen weiter erschwert. ZUM GUTEN START GEHÖREN NÄMLICH DREI DINGE (GUTER AU.GEME1NZUSTAND DES MOTORS NATÜRLICH IMMER VORAUS- GESETZT): Erstens müssen die Zylinder etwas zum Anzünden, d. h. zündfähiges Benzin-Luft-Gemisch enthalten, zweitens muss an den Zündkerzen ein kräftiger Funke überspringen und drittens muss die Anlassdrehzahl mindestens 50 U/Min, erreichen. Nehmen wir einmal die zweite Forderung, voraus. Da die Batterie als Stromlieferant der Zündspule fungiert, erhält diese infolge des Spannungsabfalls auf 4", respektive 9 Volt beim Start einen schwächeren Zündstrom. Fliesst aber das elektrische « Niederepannungsbächlein » dünner durch die Kupferädern der Spule, so nimmt auch die Stromstärke auf der Hochspannungsseite ab und die Zündfunken fallen magerer aus. Unter diesen Umstanden kann schon ein kleiner Defekt im Zündeystem den Zündungen überhaupt zum Verhängnis werden. Sie setzen dann ganz aus und der Motor verweigert seinen Dienst. Wenn daher die Zündung zu allerhand « Mucken » neigt, so wäre jetzt der Moment *ur Instandstellung gekommen. Alte Zündkerzen oder rissige Zündkabel, ein abgebrannter Verteilerrotor, ein nicht mehr ganz einwandfreier Unterbrecher-Kondensator etc. sind zu ersetzen. Diese kleinen Teile kosten nicht viel und doch hängt eine ganze Menge von ihrem tadellosen Funktionieren ab. Der Elektrodenabstand muss '• auf den im Instruktionsbuch angegebenen Abstand eingestellt werden. Früher gab man dafür allgemein O,&—0,7 mm an, heute jedoch verlangen eine Reihe von Wageriiiiodellen Abstände bis zu 1 mm. Zur Erleichterung des Zündfunken-Uebertritts baut ein. Fabrikant Zündkerzen mit einer Mittelelektrode', an deren Ende ein feines Scheibchen aus einem Edelmetall angenietet ist, von dessen scharfer Kante die Funken auch bei verhaltnismässig geringer Zündspannung noch leicht abspringen. Der Grund liiefür liegt in der sogenannten Spitzenwirkung hochgespannter Ströme, die durchwegs leichter von Spitzen als von stumpfen Elektroden abspringen. Als,erste Forderung für raschen Start wiesen wir darauf hiüj dass die Zylinder beim Anlassen zündfähiges Gemisch enthalten müssen. Es muss also etwas drin sein, das die Zündfunken in Brand •«stecken können. Nun haben Gasgemisch ebenso wie Benzinnebel-Lüft-Gemische die Eigenheit, dass sie nicht in jedem Mischungsverhältnis brennen. Aehnlich wie- im Ofen das Heizmaterial nicht in Brand kommen will, wenn man zuviel davon hineinstopft, so lässt sich auch ein Benzinnebel-Luft-Gemisch im Motor nur ßchwer oder gar nicht entflammen, wenn es zuviel Benzin enthält. Die erste Verbrennung "setzt dann-nicht ein und der Motor kommt nicht in Gang. In ganz ähnlicher Weise versagt er den Dienst, wenn umgekehrt das Gemisch zu mager ist, d. h. zu wenig Benzin enthält. Von Natur aus neigen oder neigten doch noch vor wenigen Jahren die meisten Motoren ein wenig zu diesem Uebelstand. Schon' im Vergaser wird der Luft beim langsamen Durchdrehen ein bisschen zu wenig Brennstoff zugemischf Und zudem wird auf dem Wege zu den Zylindern noch ein bedeutender Teil durch Kondensation an den besonders beim Start recht kalten Saugstutzenwänden ausgeschieden. Dieser Anteil fehlt nun im Gemisch, weshalb es zu mager ausfällt, um sä mehr als gleichzeitig bei den geringen Aniassdxehzablen die Durchwirbelung im Zylinder und Saugrohr viel weniger intensiv ist. , , (Fortsetzuna Seite 9.) BTTTH 6 VOLT 60-100 ah. 15-21 Kg. I^THI 45 WATT* 45 WATT 2x50 WATT 36 WATT 24 WATT 30 WATT 2x6 WATT 12 WATT 6 WATT 1000-3000 WATT 40 WATT 25 WATT 30 WATT 6 WATT Hack d&i definitiven !Be Mit dem Empfang der Rationierungskarte ist jeder Fahrzeughalter darüber im Bild, welcher Dringlichkeit«- und Quantitätskategorie ihn die Behörden zugeteilt haben. Dass sie es dabei nicht allen recht machen konnten und dass die Beschwerden über die Einteilung denn auch promptesten« eingesetzt haben, darüber braucht man sich bei der mitunter sehr summarischen und mangelhaften Ausfüllung der Fragebogen nicht zu wundern. Im Rahmen des Möglichen soll aber ein jeder zu seinem Rechte, will sagen zu jenen Treibstoffmengen kommen, die er tatsächlich und nachweisbar benötigt. Dazu sieht die Verfügung des Eidg. Volkswirtschaftsdepartementes vom 15. November 1939 die Möglichkeit der Einreichung eines Gesuches um Versetzung in eine höhere Dringlichkeitskategorie vor. Wie man die Sache in praxi bewerkstelligt ? Ganz einfach durch Ausfüllung des besonders hierfür•> geschaffenen, vorgedruckten grünen Formulars, das bei der kantonalen Motorfahrzeugkontrolle, den kantonalen Kriegswirtschaftsämtern und den Olubsekretariaten bezogen werden kann und an das kantonale Kriegswirtschaftsamt zu richten ist. Sofern die für die Behandlung dieser Gesuche zuständige Instanz — die Sektion für Kraft und Wärme — den Gesuehsteller abweist, so kann er dagegen binnen 14 Tagen beim Eidg. Kriegsindustrie- und Arbeitsamt einen Rekurs anhängig machen. Der Entscheid dieser Stellen ist endgültig; ein weiteres Rechtsmittel existiert nicht. Vor einer wesentlich weniger klaren Regelung aber stehen wir dort, wo es sich um Gesuche nach Umteilung in eine höhere Quantitätskategorie innerhalb einer und derselben Drinehchkeitskategorie handelt. Die Verfügung des Eidg. Volkswirtschaftsdepartementes schweigt sich nämlich darüber aus, was der Automobilist oder Motorradfahrer in diesem Fall vorzukehren hat, denn sie spricht nur von Versetung in eine höhere Dringlichkeitskategorie. 's bedarf jedoch keiner näheren Beigründung, dass auch der Weg der Einreihung in ine höhere Quantitätskategorie geöffnet bleiben muss. Was gilt also hier, wie ist dabei vorzugehen, und welche Formalitäten sind zu beobachten ? Diese Frage abzuklären und wenn möglich eine befriedigende Lösung zu finden, haben sich die Verbände mit dem Chef des Eidg. Kriegsindustrie- und Arbeitsamtes, Fürsprech Renggli, ins Einvernehmen gesetzt. Die Besprechung führte zum Ergebnis, dass für die Versetzung in ine höhere Quantitätskategorie praktisch das gleiche VerSahren Anwendung indet wie für die Umteilung In eine höhere Dringlichkeitskategorie. AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 28. NOVEMBER 1939 — N° 84 wiaüom *una Wenn Sie in eine höhere Quantitäts-Kat. umgeteilt sein wollen... Was nichts anderes heisst, als dass Gesuche der erstgenannten Art auf dem amtlichen grünen Formular einzureichen und mit stichhaltigen Gründen zu belegen sind. Dabei ist im Titel das Wort « Dringlichkeitskategorie » durchzustreichen und durch « Quantitätskategorie » zu ersetzen. Die gleiche Aenderung muss auch im zweitletzten Satz auf der ersten Seite vorgenommen werden (< Der Unterzeichnete stellt das Gesuch um Versetzung des obgenannten Fahrzeugs in die Quantitätskategorie...» anstatt Dringlichkeitskategorie). Das ist bei weitem die einfachste Prozedur; wir empfehlen deshalb unsern Lesern, die sich mit ihrer Einteilung nach Quantitätskategorien nicht einverstanden erklären zu können glauben, sich dieses Mittel nutzbar zu machen. Die Rekursmöglichkeit bleibt dem Gesuchsteller im Falle der Abweisung auch hier gewahrt. Zwar Hesse sich darüber diskutieren, ob sich die Rekursfrist dabei nicht nach allgemeinem Bundesrecht, d.h. nach dem Bundesgesetz über die Eidg. Verwaltungs- und Disziplinarrechtspflege bemesse und somit 30 Tage betrage, eben weil in der erwähnten Verfügung des E.V.D. vom 15. November lediglich von der Versetzung in eine höhere Dringlichkeitskategorie, nicht aber auch in eine höhere Quantitätskategorie die Rede ist und weil die Ausdehnung des ömteilungsVerfahrens auf die letzteren nur auf einer behördlichen Zusicherung beruht, die keinen formalgesetzlichen Charakter an sich trägt. Um sich nichts zu vergeben, raten wir unsern Lesern indessen an, bei allfälligen Rekursen eine Htägige Frist einzuhalten. Dabei fängt die Rekursfrist mit dem Tage zu laufen an, da der Gesuchsteller in den Besitz des ablehnenden Entscheides der Sektion für Kraft und Wärme gelangt. Ausstellungen Kommt der Genfer Salon 1940? Die Frage lässt sich nach wie vor weder mit einem klaren Ja noch mit einem Nein beantworten. Auf jeden Fall, sollte der Salon stattfinden, dann käme dafür der bisher übliche Zeitpunkt nicht in Frage. Einstweilen nämlich ist das Komitee noch nicht zusammengetreten, und es wird, sofern es überhaupt dazu kommt, vor Ende Dezember keine Sitzung abhalten. Denn zuvor bedarf noch die Frage der Abklärung, ob das Problem der Verkehrssteuern einer Lösung entgegengeführt werden kann, die es dem Automobilisten erlaubt, den Fahrbetrieb •unter tragbaren Bedingungen aufrechtzuerhalten. Erfüllt sich diese Vorbedingung nicht, dann bleibt auch die Wiederingangsetzung unseres Wirtschaftslebens gehemmt. Sie aber bildet die conditio sine qua non für eine Neuauflage des Salons. AKTUELLES nolzkohlengas. Wie wir hören, soll eine Lausanner Firma im Begriff stehen, die Erzeugung von Holzkohlengas vermittele eines Apparates an die Hand zu nehmen, wofür sie die Konzession für die Schweiz besitzt. Zwei dieser Apparate sind durch Vermittlung des Kriegswirtschaftsamtes bestellt worden. Die Firma hofft, binnen Monatsfrist mit der Lieferung von Holzkohle beginnen zu können. Nochmals die Befreiung neuer Motorfahrzeuge von der Requisition Für Personenwagen besteht keine formelle Dispensationsverfügung, aber faktisch ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass sie requiriert werden. Der in unserer letzten Nummer veröffentlichte Artikel über dieses Thema, der sich auf Angaben kompetenter Stellen stützte, hat, wie die Erfahrungen gezeigt, bei Automobilisten, welche vor dem Abschluss eines Kaufvertrages für einen neuen Wagen standen oder ihren Kontrakt bereits unterzeichnet hatten, eine gewisse Unschlüssigkeit hervorgerufen. Mit dem Erfolg, dass bereits signierte Verträge wieder annulliert wurden. Um die Sachlage noch eingehender abzuklären, sind wir deshalb mit den zuständigen Instanzen neuerdings in Verbindung getreten und erhalten nun vom Armeekommando folgendes Schreiben : « Die Armeeleitung hat bis jetzt noch keinerlei Verfügung herausgegeben, dass neu in Verkehr gesetzte Wagen gleich zu behandeln wären wie Lastwagen, dass diese Art von Motorfahrzeugen ebenfalls während eines Jahres von der Requisition ausgenommen würden. Eine solche Verfügung wird aller Voraussicht nach auch nicht erlassen werden. Dagegen ist wenig wahrscheinlich, dass neu in yerkehr gesetzte Personenwagen während einer gewissen Dauer requiriert werden, kriegerische Verwicklung unseres Landes ausgenommen. Die Armee hat kein Interesse daran, neu in Verkehr gesetzte Personenwagen so rasch wie möglich zu requirieren, weil einerseits bei der militärischen strengen Verwendung ein sorgfältiges Einfahren der Fahrzeuge gar nicht möglich ist und weil anderseits solche Fahrzeuge, weil sie hoch in die Schätzung kommen, für die Armee u. U. zu teuer zu stehen kommen. Im weiteren sind im Lande so viele Pesonenwagen vorhanden, dass hier viel grösserer Spielraum für die Indienstnahme von Fahrzeugen besteht als beispielsweise bei den Lastwagen. » Armeestab, Gruppe Transportdienst, Sektion für Motorwagendienst, sig. von Erlach, Oberstlt. Die Erklärungen, welche die kompetenten Armeestelfen in diesem Brief abgeben, dürften geeignet sein, die herrschende Beunruhigung zu beschwichtigen. Steht einstweilen auch ein formeller Erlass, der die neuen Personenwagen, ähnlich wie die neuen Lastfahrzeuge, von der Requisition während eines Jahres befreit, noch aus, so lässt sich doch nach den Zusicherungen, welche das Schreiben der Sektion für Motorwagendienst enthält, der gute Wille der militärischen Instanzen nicht bezweifeln, auch neue Personenwagen soweit als möglich von der Mobilisation zu dispensieren. Den Kaufsinteressenten sei empfohlen, vor Abschluss des Vertrags ein Gesuch um Dispensation des Wagens an den Armeestab, Sektion für Motorwagendienst zu richten. Diesen Gesuchen, die wohlwollender Prüfung durch die Behörden gewiss sein können, sind die nötigen Dokumente (Kaufvertrag usw.) beizulegen. Für nächstes Jahr: 20% Ermässigung der Haftpflichtversicherungsprämie Neben der den heutigen Verhältnissen besser gerecht werdenden Abstufung der Sistierungsrabatte, worüber wir in unserer letzten Nummer berichteten, gewähren die schweizerischen Versicherungsgesellschaften, wie nunmehr feststeht, für 1940 auf der Jahresprämie der Haftpflichtversicherung eine Ermässigung von 20 % für Personenwagen, Lieferwagen und Motorräder. Für Lastwaen beträgt der Abbau 15%, währenddem Motorfahrzeuge für Postkurse und konzessionierte Personentransporte, Taxi und Mietwagen von der Ermässigung ausgeschlossen sind. Ueber die Rückvergütungen, zu deren Gewährung sich die Versicherungsgesellschaften auf Ende des Geschäftsjahres 1940 bereit erklärt haben und wovon in der letzten Nummer der « Automobil-Revue » ebenfalls die Rode war, gehen die Verhandlungen zurzeit noch weiter, wobei es sich darum handelt, die Voraussetzungen für die Einräumung ines derartigen Entgegenkommens noch näher festzulegen. TOURISTIK Fahrten ins Ausland. Der T.C.S. erinnert die Automobilisten daran, ass sie nur 10 Liter Benzin mitnehmen können, renn sie ins Ausland fahren. Es kommt häufig vor, dass diese Bestimmung ergessen wird und dass die Automobilisten dann der Ueberschreitung der Grenze gezwungen lind, ihr Reservoir zu entleeren. Diese Massnahme irschwert nicht nur die Arbeit der Zollbeamten, :ondern auch die Formalitäten beim Grenzübertritt. Achten Sie also gut darauf, dass Sie bei der breise aus der Schweiz nicht mehr als 10 Liter irennstoff im Tank haben I

flJO 84 — DIENSTAG, 28. NOVEMBER 1939 AUTOMOBIL-REVUE Was steckt in den 8 Rappen Benzinpreisaufschlag alles drin? Hat etwa der Bund... ? Nein, er hat nicht. « In Ihrem Blatt » — schreibt uns ein Leser — « war schon oft die Rede von der zur Zeit gebannten Gefahr eines weiteren Aufschlages auf dem Benzinpreis. In Holland z. B. "wurde aber der Preis zur gleichen Zeit, als der Säulenpreis bei uns um 8 Rp. stieg, nur um zirka 3 Rp. bzw. deren Gegenwert erhöht. Welcher Aufschlag entspricht nun der effektiven Verteuerung durch die erhöhten Transportund Versicherungskosten? Ist bei uns nicht large gerechnet und eine erwartete weitere Verteuerung zum voraus einkalkuliert worijen, wobei die Differenz einstweilen oder dauernd dem Bund zugute kommt? » Nein, diesmal können wir nicht umhin, •den Bund reinzuwaschen. Von der 8-räppigen Benzinverteuerung fällt für ihn tatsächlich nichts, auch nicht ein Krümelchen ab. Und so gut er sich sonst aufs Rechnen versteht, im vorliegenden Fall hat er für sich nichts einkalkuliert, weder für die Gegenwart noch für die Zukunft. Vielmehr liegt die Sache so, dass die 8 Rappen, um die sich der Liter Benzin verteuert hat, zum Ausgleich der durch den Krieg ausgelösten Erhöhung der Transport- und Versicherungskosten einerseits und des Kompensationskontos anderseits dienen. Auf Dezimalstellen genau vermögen wir allerdings nicht zu sagen, wieviel davon in den einen und wieviel in den andern Kanal fliesst. Immerhin trifft man kaum stark daneben mit der Annahme, dass die Wiederherstellung des Gleichgewichts des Kompensationskontos das Benzin mit rund 3 Rappen pro Liter belastet. Um eine Preissteigerung in diesem Ausmass wären wir ohnehin nicht herumgekommen, das wurde uns schon im Laufe des Sommers, noch vor Kriegsausbruch also, bedeutet. Dem unheimlichen Anschwellen besagten Kontos zuungunsten der Konsumenten hiess es einmal Einhalt gebieten, und wenn uns die unvermeidliche Verteuerung noch bis über den August erspart blieb, dann nur, weil die Konsumenten es verstanden, das drohende Damoklesschwert am Niedersausen zu verhindern. Bis dann die Kriegsfackel aufloderte. Hätte man sich aber zur Tilgung des Kontos mit einem geringeren Aufschlag, mit 2 Rappen oder weniger begnügt, dann würde es, namentlich bei der durch die Rationierung hervorgerufenen Einschränkung des Benzinkonsums, fast eine Ewigkeit währen, bis der Schuldenberg abgetragen wäre. Bleiben nach Adam Riese noch immer 5 Rappen. Wem wir sie «verdanken» ? Ausschliesslich dem Ausbruch des europäischen Konfliktes, in dessen Gefolge die Frachten und die Versicherungsprämien ruckartig emporschnellten. Diese « runden » 5 Rappen Aufschlag stellen den Gegenwert der effektiven Verteuerung der Versicherung- und Transportkosten dar. Ja — aber Holland hat gleichzeitig den Benzinpreis nur um zirka 3 Rappen heraufgesetzt. Wie erklärt sich dieser Unterschied ? Was am Benzin in den holländischen Häfen liegt, ist auch schon im Lande. Was aber für die Schweiz in den Meerhäfen eintrifft, muss erst noch herbefördert werden. Und dass der Bahntransport, auf den wir heute angewiesen sind, die Grenzpreise verteuern muss, bedarf keiner weiteren Erörterung. Da drin steckt somit ein weiterer « Anteil» an den 8 Rapnen. Schliesslich und endlich hat Holland offenbar auch keine Kompensationskontosorgen: die bilden allem Anschein nach eine spezifisch schweizerische «Errungenschaft ». Um die Vorschläge Vallotton der einzelnen Organisationen der Strassenbenützer. Dazu hat sich, wie bereits gemeldet, auch die Via Vita der Angelegenheit angenommen und dem Bundesrat eine Eingabe unterbreitet, worin sie sich für Steuererleichterungen verwendet Der dunkle Punkt der gegenwärtigen Si- [ ehe, worin eine Anpassung der Steuern an tuation liegt darin, dass uns nur noch fünf die heutigen Verhältnisse im Strassenverkehrswesen gefordert wird. Fanden die darin Wochen vom Jahresende trennen. Unserer Auffassung nach sollte deshalb der Bundesrat ohne längeres Zögern eine Konferenz der dass die Steuer für Fahrzeuge, welche von formulierten Begehren in dem Punikt Gehör, kantonalen Finanzdirektoren einberufen, um der Armee requiriert sind, für die restlichen, gestützt auf das Ergebnis der Aussprache nicht angerochenen Monate des Jahres zurückerstattet wird, so erklärt sich die Re- einen Plan für die Anpassung der Fiskallasten an die gegenwärtige Lage auszuarbeiten. Darum kommen wir nicht herum, soll tigsten Wunsch — nämlich jenem nach einer gierung anderseits ausserstande, dem wich- unser Automobilwesen im kommenden Jahr Herabsetzung der Steueransätee — entsprechen zu können. Den Grund für dieses non neuen Auftrieb erhalten, was eine unerlässliche Voraussetzung für den Fortgang der possumus bildet die Notwendigkeit, den Wirtschaft hinter der Front darstellt. durch die Mobilisation bedingten erhöhten finanziellen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Ob man sich aber nicht den « lätzen » UM DIE STEUERREVISION Finger verbindet, wenn man sich der Hoffnung hingibt, durch unnachgiebiges Festhal- Ein erster Schritt zur Aufhebung ten an den bisherigen Steueransätzen den zu der kantonalen Hubraumsteuern erwartenden Einnahmenrückgang möglichst Der Kanton Tessin hat ein Projekt in Vorbereitung, das auf 1. Januar 1940 in Kraft abbremsen zu können ? Wir unserseits sind überzeugt, dass eine angemessene Reduktion treten soll. den Ausfall ausgleichen, dabei auch der Wirtschaft, vor allem dem schwer leidenden In Bellinzona fand kürzlich eine Konferenz Autogewerbe, zustatten kommen würde. zwischen dem' kantonalen Polizeidirektor Celio und dem Sekretär des kantonalen Verkehrsbureaus einerseits und den Tessiner Automobilverbänden anderseits statt. Nach einer langen und interessanten Diskussion kam dabei eine Einigung darüber zustande, dass die Einführung eines neuen Steuersystems, das an Stelle des gegenwärtigen träte, in Prüfung gezogen werden solle. Um beim Studium des Projektes mit der gebotenen Gründlichkeit vorgehen und das Besteuerungssystem auf 1. Januar 194Q in Kraft setzen zu können, hat das kantonale Polizeidepartement ein Memorial an die Zentralverwaltung des ACS gerichtet mit dem Ersuchen, das geplante System gemeinsam mit dem Eidg. Amt für Verkehr zu prüfen und das Ergebnis dieser Untersuchung der Tessiner Behörde bis zum 3. Dezember mitzuteilen. Der Tessin ist entschlossen, einen Anfang mit der Beseitigung der kantonalen Hubraumsteuer zu machen, wobei er hofft, dass die andern Kantone dem Beispiel folgen werden, um zur Aufhebung dieses Besteuerungsmodus im Gebiete der ganzen Schweiz zu gelangen. Glarus kann keine Reduktionen gewähren. - Im Schosse des Glarner 'Regierungsrates kam kürzlich die Eingabe des ACS zur Spra- Krififj auszukommen. Einzig daher griff man zu dieser Komplikation... Immerhin sind heute bereits Kerzen im Handel erhältlich, die dank ihren günstigen thermischen Eigenschaften dem Fabrikanten erlaubten, die Zahl der notwendigen Modelle auf das Minimum zu beschränken ... Die Firma PEM hat nun gerade eine Zündkerze in den Handel gebracht, welche diese Reklameteil Um.- zu einer wirksamen Benzineinsparung zu gelangen, bedarf es als einen der wichtigsten Fakoren eine gut funktionierende Zündung. Eine schlechte Zündung verhindert in der Tat die vollständige Ausnützung der Explosionskraft, die sich aus der Verbrennung des Benzins ergibt. In Anbetracht der Rarität dieses Brennstoffs ist es heute mehr denn je notwendig, alle Anstrengungen zu machen, um eine maximale Ausnützung dieser Explosionskraft zu erzielen. Will man diesen Zweck erreichen, so ist erforderlich, den Motor mit solchen Kerzen zu versehen, die sich für ihn am besten eignen. Wenn unsere Leser Gelegenheit hatten, in der « Automobil-Revue » den interessanten Artikel über Zündkerzen zu lesen, der in den Nrn. 76 und 78 enthalten war, so werden sie sicher den Abschnitt auf Seite 5 der Nr. 78 vom Dienstag 17. Oktober beachtet haben. ... Hieraus kann geschlossen werden, dass es beim gegenwärtigen Stand der Technik unmöglich ist, Zündkerzen zu fabrizieren, die ich gleicherweise für alle Motoren eignen... Es wäre allerdings ein Fehler, zu glauben, dass ein Fabrikant, der eine grosse Zahl von Kerzenmodellen auf den Markt bringt, damit unbedingt das Problem der Anpassung von Zündkerze und Motor am besten löst... Im Gegenteil liegt der Grund für diese Vielzahl von Typen meist darin, dass es nicht gelang, mit »n Kantonen Und der Benzinzoll-Anteil? Die Kantone rechnen für 1940 mit einem Rückgang. Bei der Behandlung des Budgets des Kantons Graubänden für 1940 wies der Kommissionspräsident im Grossen Rat darauf hin, dass die Einnahmen bedeutend zurückgehen^werden. So müsse man voraussichtlich mit einer Verminderung des Benzinzollanteils rechnen, denn infolge der Mobilisation vermindere sich der Ertrag dieses Zolls. Aehnliche Ueberlegungen hat ja auch die thurgauische Regierung in ihrer Budgetbotschaft für 1940 angestellt, wobei sie richtigerweise auch noch den Ausfall in Rechnung stellte, der dem Staat auf dem Posten Verkehrssteuern erwachsen dürfte. Ob die Kantone unter diesen Umständen nicht in ihrem eigenen Interesse handeln und eine Erweiterung des drohenden Loches in ihrer Kasse vermeiden, wenn sie, dem Begehren der Automobilisten entsprechend, zu einer vorübergehenden Anpassung der Verkehrssteuern an die gegenwärtigen Verhältnisse, will sagen an die beschränkte Gebrauchsmöglichkeit des Fahrzeuges und die dadurch bedingte Verteuerung der Kilometerkosten Hand bieten? Zürcher Verkehrsfragen. Mit dem Ende der Schweizerischen Landesaus-. Stellung .sind, in Zürich auch all- die vielen Verkehrsbeschränkungen in Wegfall gekommen, welche die Polizeiorgane für die reibungslose Abwicklung und Benzineinsparung Wo steht deren Verwirklichung ? Was die in den Vorschlägen von Oberst Vallotton angeschnittenen militärischen Fra- gen betrifft, so hat der General, wie unsere Leser wissen, den Generalstabschef mit der Bildung einer kleinen Expertenkommission beauftragt, welche neben den Chefs des Motorwagendienstes der Armeekorps einige Spezialisten umfasst. Hinsichtlich der in das zivile Gebiet eingreifenden Fragen, die vor allem fiskalischer Natur sind, glauben wir zu wissen, dass eine von den PTT bestellte Expertenkommission, der schon vorher die Prüfung dieses Problemkomplexes übertragen worden war, die Anregungen Oberst Vallottons mit den ihrigen verschmolzen hat. Beim Zoll jedoch finden die vom «Verkehrsministerium » geplanten Lösungen nicht eben grosse Gegenliebe; vielmehr geht man dort seine eigenen Wege. Und schliesslich bilden die Propositionen Vallotton auch noch den Gegenstand von Beratungen im Schosse einer kleinern Zahl von Zündkerzenmodellen Sand charakteristischen Eigenschaften besitzt, und deren zwei Typen das richtige Funktionieren von 95 bis 98 % aller normalen Motoren gewährleisten. Dieser hohe Prozentsatz stellt wirklich das Maximum dar, das heute erreichbar ist. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass eine angenommene Anzahl von neuen Motoren, die der Marke und dem Typ nach miteinander übereinstimmen, doch voneinander abweichen, so dass ihre Kerzen nur mehr oder weniger dazu passen. Es ist daher leicht verständlich, dass solche Motoren nach verschieden hoher Kilometerleistung und unter verschiedenartigen Umständen gebraucht, erst recht unter sich differieren, was die 3—5% von Fällen reichlich erklärt — dies ist ein bedeutender Erfolg — für die sich die Anwendung des ganzen PEM-Dienstes als notwendig erweist. PEM stellt sich seinen Abnehmern kostenlos zur Verfügung, um alle schwierigen Fälle zu prüfen, die ihm unterbreitet werden, um sie zum Nutzen des Kunden zu lösen. Solte der gewählte Typ der PEM-Zündkerze nicht vollauf seinen Zweck erfüllen, so wird er entsprechend überarbeitet, und wenn notwendig, wird auf Grund der gemachten Feststellungen ein angepasstes Modell geschaffen. Dadurch erhält der Automobilist die Gewissheit, eine solche Zündkerze zu bekommen, die ihm eine maximale Leistung garantiert. Keine andere Zündkerzenfabrik In der Welt besitzt einen so gut ausgebauten Kundendienst. PEM hat ihn schaffen können, weil sich die Fabrik und seine Techniker in der Schweiz befinden und so ständig in Reichweite der schweizerischen Automobilfahrer sind. Der vollständige PEM-Dienst hat seine Leistungsfähigkeit schon zur Genüge bewiesen durch die grosse Zahl von Verbrauchern, die von der PEM-Bedienung begeistert sind. PEM, Delsberg. des Ausstellungsverkehrs seinerzeit vorsorglich angeordnet hatten und sich im grossen und ganzen, auch bewährten, trotzdem der Strassenverkehr nicht jene Ausmasse annahm, die man erwartete. Die Verteilung des Ausstellungsbesuches auf sechs Monate erbrachte keine rapid emporschnellenden Spitzenfrequenzen, wie dies bei kürzeren Veranstaltungen jeweilen der Fall ist. Nun atmen die Zürcher Automobilisten wieder auf. Nicht nur ist das Parkierungsproblem wieder einfacher geworden, sondern auch die zeitraubenden Umwege bleiben ihnen erspart. Nur ein grosser Schönheitsfehler ist geblieben: Noch immer ziert die Holzschranke die untere Bahnhofstrasse bei der Kreuzung mit der Uraniastrasse. Es dürfte an der Zeit eein, nun auch dieses Hindernis zu beseitigen, denn es geht doch nicht an, dass eine solche Hauptverkehrsader kurzerhand, dafür aber dauernd abgeriegelt wird. Was bis anhin Jahr für Jahr möglich war, die Benützung der untern Bahnhofstrasse durch alle Strassenbenützer, muss auch für die Zukunft wieder Geltung haben. V Rechtfertigt sich diese SondergebUhr noch? Im zürcherischen Kantonsrat hat der Bauernvertreter Peter eine von weiteren 23 Ratsmitgliedern unterzeichnete Interpellation eingereicht, die folgenden Wortlaut trägt: Seit der Kriegsmobilmachung besteht in vielen Landwirtschaftsbetrieben nicht nur ein Mangel an Arbeitskräften, sondern auch ein ausgesprochener Mangel an Pferden. Als Ersatz müssen die vorhandenen Landwirtschafts-Traktoren weitgehend beigezogen werden. Gemäss Beschluss des Regierungsrates vom 14. Januar 1937 werden für entgeltliche Traktor-Fahrten Extra-Bewilligungen gegen Bezahlung von Tagesgebühren verlangt. Hält der Regierungsrat nicht auch dafür, dass diese engen Vorschriften für die heutigen ausserordentlichen Verhältnisse unhaltbar sind und eine neue Regelung Platz greifen sollte? Ist der Regierungsrat bereit, diese Bestimmungen den heutigen Verhältnissen anzupassen? la^v^ches Aus dem Militärschultableau 1939/40. SCHULEN FÜR LEICHTE TRUPPEN UND MOTORTRANSPORT-TRUPPEN Nach dem kürzlich erschienenen Militärsohultableaux 1939/1940 sind die Schulen für leichte Truppen und Motortransport-Truppen wie folgt festgesetzt : REKRUTENSCHULEN Motorisierte leichte Truppen: Vom 29. Januar bis 25. Mai 1940, Waffenplatz Thun. Dazu haben von jedem Kanton die Hälfte (exklusive Tessin) aller französisch- und deutschsprechenden Lmg.-, Motrdf.-, Mitr.-, Ik.- und Pzw.-JRekruten einzurücken, ferner alle italienischspreohenden Rekruten. Mofortransportfruppe: Vom 29. Januar bis 25. Mai 1940, Waffenplatz Thun (von jedem Kanton die Hälfte aller Motf.- und Motrdf.-Rekruten). KADERSCHULEN Motorisierte leichte Truppen: Unteroffiziersschule vom 8.—28. Januar 1940, Waffenplatz Thun. Offiziersschule (Kav., Rdf. und Mot.U Trp.): Vom 4. März bis 1. Juni 1940, Waffenplatz Bern- . Motortransporttruppe: Unteroftiziersschule vom 8.-28. Januar 1940, Waffenplatz Offiziersschule vom 7. Mai bis 17. August 1940, Waffenplatz Thun. Taktisch-technischer Kurs I u. 11 für Subalternoffiziere und Hauptleute vom 27. Mai bis 15. Juni 1940, Waffenplatz Thun. Ausbildung von Kaders ausserhalb des Rahmens des Schultableaus Bei der Kriegsmobilmachung war die Anzahl der Kader, die gemäss der neuen Truppenordnung vorhanden sein sollte, teilweise noch nicht vorhanden. Um diese Lücken der Kriegsbereitschaft genügend rasch zu beseitigen, reicht die Ausbildung des Kadersatzes in den normalen Schulen nicht aus und es müssen demzufolge besondere Massnahmen getroffen werden. Für die MOTORTRANSPORTTRUPPEN gilt dabei folgende besondere Regelung: ZUGFÜHRER. Um dem bei dieser Truppe ganz besonders fühlbaren Mangel an Subalternoffizieren beizukommen, kommt für die sich zur Ausbildung zum Landwehrleutnant eignenden Unteroffiziere der Motortransporttruppe folgendes Ausnahmeverfahren zur Anwendung: Die vorgeschlagenen Landwehr - Unteroffiziere werden in eine vierwöchige Offiziersschule,- welche vom 15. Dezember 1939 bis 13. Januar 1940 stattfinden wird, einberufen, für die praktischen Bedürfnisse des Subalternoffiziers der MotortransporU truppe ausgebildet und nach mit Erfolg bestandener Offiziersschule zum Landwehrleutnant der MotTrsp. Trp. befördert. UNTEROFFIZIERE. Der Ersatz von Unteroffizieren ist, mit Aus« nähme der Mot.Trsp.Trp auf dem ordnungsgemäßen Weg über die Unteroffiziers- und Rekrutenschule möglich. Bei der Motortransport-Truppe sind wir darauf angewiesen, ältere Gefreite und Soldaten in einer ausserordentlichen Unteroffiaiersschule in der Dauer von drei Wochen auszubilden. Gefreite und Soldaten des Landwehralters, die auf Grund ihrer bürgerlichen Tätigkeit und ihrer allgemeinen militärischen Befähigung für die Weiterbildung geeignet sind, können in diese ausserordentliche Unteroffiziersschule, welche vom 27. November bis 16. Dezember