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E_1939_Zeitung_Nr.079

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F E U I L L E T O N Der

F E U I L L E T O N Der Siedler. Roman von Heinrich Lämmlin. 13. Fortsetzung « Es hat mich genug Kopfzerbrechen gekostet, bis alles so weit war. Was wusste ich auch vom Bauen ? Als Bub stand ich — wie alle Buben — auf den Bauplätzen herum und schaute den Handwerkern zu. Wenn ich mich dabei schmutzig machte, so bekam ich eins hinter die Ohren, wenn ich nach Haus© kam. Damals Hess ich mir auch nicht träumen, dass ich das, was ich den Handwerkern abschaute, einmal verwenden kann. Ja, der Stall ist fertig, und man kann schon sagen, dass er gelungen ist. > « Gelungen ! > ereifert sich Lisbeth. « Hör doch ein Mensch diesen Mann an! Gelungen! — Wie kann man auch die eigene Arbeit so herabsetzen ? — Kein Maurer hätte die Arbeit besser machen können. Ein richtiges Ziegenschloss ist es geworden ! » « Du übertreibst! > lacht der Mann, geht zum Wasser und wascht sich. « Machst du für heute schon Feierabend? » f Nein, ich muss aber noch ins Dorf. Wenn ich dir etwas mitbringen soll, so musst du es nur sagen.» c Du hast mir nicht gesagt, dass du heute ins Dorf gehst. Was hast du dort verloren? » fragt Lisbeth neugierig. < Ich brauche noch Schrauben und Nägel, denn ich muss in nächster Zeit noch einiges fertig machen. Heute kann ich doch nicht mehr viel tun. Deshalb will ich jetzt gehen. Also — was soll ich dir mitbringen ? > Lisbeth braucht Mehl und Fett. Auch Faden sollte sie haben. Der Sepp hat schon die Strasse erreicht, da ruft sie ihm noch einmal nach : < Also, dass du mir die richtige Sorte bringst! » « Ja, ja ! Ich werde mir Mühe geben ! > — Wenn der Siedler in den Anfangsnionaten in das Dorf kam, so steckten die Bauern die Köpfe zusammen und lachten hinter ihm her. « Das ist auch so ein Narr >, sagten sie. « Es wird nicht lange dauern, so lässt er alles liegen und geht davon ! » — Jetzt ist das anders geworden. Sie grüssen ihn freundlich und haben Respekt vor ihm als vor ihresgleichen. « Seht >, sagt Dominik zu den Gästen in seines Vaters Wirtschaft, als der Sepp vorbeigeht, < das ist der Mann vom Berge droben. Er hat die Bäume gefällt, das Land umgebrochen, einen Garten gepflanzt und eine Hütte gebaut. Alles das tat er mit seinen beiden Händen, und nur seine Frau war ihm eine Hilfe ! » Die Gäste sehen dem Sepp nach, der nicht weiss, dass er der Gegenstand ihrer Neugierde ist. Jetzt steht er vor dem Kaufladen. Er könnte eintreten und seine Bestellung aufgeben. Aber er geht weiter und bleibt erst vor dem letzten Hause stehen. Einen Moment bleibt er stehen und blickt umher, da er aber niemand sieht, ruft er laut in den Flur : < He, Carlo ! » Schlurfende Schritte kommen über die Treppe herab. Der Sepp nickt zufrieden : « Er ist also zu Hause ! » Dann tritt ein alter Bauer heraus. « Buona sera, Signore ! Ich dachte schon, Sie wollen die Ziege nicht mehr haben ! » « Ich musste doch erst den Stall bauen, Carlo ! Das ist jetzt getan, und wir wollen sehen, ob wir uns einigen können.» < Si, si, Signore ! » Carlo geht in den Stall zurück und kommt mit einer weissen Ziege zurück. c Es ist ein schönes Tier », sagt er. « Ich würde sie nicht verkaufen, wenn ich nicht dringend Geld haben müsste. Sie ist der Liebling meiner Enkelkinder ! » « Was willst du haben ? > c Achtzig Franken ! — Es ist nicht zuviel für das schöne Tier. •» « Nein, Carlo! — Für achtzig Franken will ich deine Enkelkinder nicht berauben. Ich gebe dir sechzig Franken und keinen Rappen darüber.» Mit erhobenen Händen wehrt der Bauer ab. «Was denken Sie, Signore. Das kann ich nicht tun ! > « Gut, dann behalte deine Ziege. Es sind Bauern genug in der Gegend, die mir eine Ziege für vierzig Franken verkaufen ! » Er ist ärgerlich und wendet sich zum Gehen. Da Carlo sieht, dass er nichts erreichen kann, versucht er zu handeln. «Geben Sie mir siebenzig Franken, Signore, so will ich den Rest verschmerzen ! » < Sechzig Franken, Carlo ! > Einen Augenblick zögert der Alte noch, dann streckt er dem Siedler die Hand entgegen : t Gut, sechzig Franken ! > AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 24. OKTOBER 1939 — N° 79 Der Sepp schlägt ein und wandert bald darauf mit der Ziege zur Siedelung zurück. Lisbeth schlägt die Hände zusammen, als er zu Hause ankommt. « Nein, jetzt hast du schon eine Ziege gekauft. Und was für ein prächtiges Tier ! » « Sollen wir den leeren Stall ansehen ? > lacht der Mann, c Dazu habe ich ihn doch wahrhaftig nicht gebaut! > « Gewiss nicht! Aber wir müssen dem Tier doch einen Namen geben ! » « Nenne sie Liese ! Die meisten Ziegen heissen so ! » « Wenn du meinst. — Wer wird aber jetzt melken ? » « Du natürlich ! Das ist überall die Sache der Frau, und wir wollen doch davon keine Ausnahme machen. » « Ja, das ist recht, aber ich kann nicht melken. Wo hätte ich das auch lernen sollen ? Du wirst es mir zeigen müssen. Oder kannst du am Ende auch nicht melken ? > Lisbeth lacht und sieht den Mann von der Seite an, so dass er nicht den Mut hat, ihr zu gestehen, dass er auch nicht melken kann. « Ich werde es dir morgen zeigen ! » sagt er und wird verlegen. « Jetzt will ich das Tier in den Stall führen. Ja, morgen werde ich dir zeigen, wie man melkt. Es ist nicht sehr schwer, und du wirst es rasch lernen ! » Um seine Verlegenheit zu verbergen, führt er die Ziege in den Stall und bindet sie dort umständlich an. Wie, wenn die Lisbeth sofort sehen will, wie man eine Zieg© melkt ? — Darauf darf er es nicht ankommen lassen. Deshalb greift er sich an den Kopf, so, als habe ihn sein Gedächtnis im Stich gelassen, und sagt : « Nun muss ich noch einmal ins Dorf. Ich habe ja alles andere vergessen ! > Und ehe Lisbeth noch etwas sagen kann, eilt er davon. Im Dorfe zeigt ihm der alte Carlo schmunzelnd, wie man eine Ziege melkt. Spät am Abend kehrt der Sepp nach Hause zurück. Es ist doch nicht so einfach, ein Bauer zu werden, denkt er bei sich. Mit zufriedenem Lächeln geht der Mann seinem Tagwerk nach. Immer wieder findet et etwas zu tun. Er hat eine Wiege gezimmert und mit bunten Farben bemalt, er hat auch Laub gesammelt, um im Winter Streu für die Ziege zu haben. Lisbeths Gang ist schwerfällig geworden. Sie kann keine schwere Arbeit mehr verrichten, sondern sitzt oft auf der Bank vor der Hütte und näht oder strickt. Hin und wieder geht der Sepp am Abend mit ihr spazieren. * Sie gehen dann den Waldweg entlang, bis zur nächsten Bank, sitzen dort eine Viertelstunde und kehren wieder zur Hütte zurück. Selten sprechen sie von den vergangenen Zeiten. Ihre Blicke sind vorwärts gerichtet; jeder Gedanke des Mannes gehört der Siedelung; die Gedanken der Frau dem Kinde. « Im Winter, wenn die Erde nicht zu tief gefroren ist, will ich das Fundament ausheben für das Haus», sagt der Sepp eines Abends. Sie sitzen auf der Bank im Walde und sehen einem Eichhörnchen zu. « Ja, es wird gut sein, wenn wir ein Haus haben ! » antwortet Lisbeth. « Denk doch auch, dass dein Thronfolger nicht gut in einer Hütte wohnen kann! Es ist nur schade, dass ich dir nicht mehr so helfen kann, wie ich möchte. Ich komme mir ganz nutzlos vor neben dir. > « Du wirst bald grössere Arbeit zu verrichten haben. Ich denke,. es ist nicht so leicht, ein kleines Kind zu pflegen. > « Diese Arbeit fürchte ich nicht», antwortet die Frau. «Ich kann mir nichts Schöneres denken. Stell dir doch einmal vor wie das ist: Unser Kind ! > « Unser Kind! > — Sepp spricht die Worte nachdenklich aus. — < Das klingt so sonderbar : Unser Kind ! — Ich kann mir das alles nicht vorstellen. Männer sind doch schwerfällig in diesen Dingen ! » Er lacht und schaut die Frau mit leichter Bewunderung im Blick an. Lisbeth wird rot. < Du, Sepp ! » « Ja?> « Du solltest mich nicht mehr so ansehen. So wie ich bin, kann ich dir doch nicht gefallen. Ich möchte dir aber gefallen; darum solltest du mich nicht mehr ansehen ! » < Ach, du lieber Himmel ! > Der Sepp seufzt komisch auf und erhebt sich. « Komm, wir wollen nach Hause, sonst kommst du noch auf dumme Gedanken ! » Langsam gehen sie den Weg zurück. « Lisbeth ! » beginnt der Mann und stockt. < Ja, Sepp ? » < Ach, es ist nichts Besonderes ! > Der Mann ist rot, und Lisbeth wird neugierig. « Deshalb kannst du es mir doch sagen.» « Ja, ich könnte es schon, aber es ist doch zu dumm von mir !» (Fortsetzung folgt.) Jäggi+Wüthridi UNION AG. SCHNEEKETTENFABRIK BIEL Generalvertreter Henri Bachmann Biel, Spitalstrasse 12 b, Telephon 48.42 Genf, Rue de Fribourg 3, Telephon 26.343 Zürich, Löwenstrasse 31, Telephon 58.824 Die ächten Union-Schneeketten sind in allen Garagen und Fachgeschäften erhältlich. Verlangen Sie aber ausdrücklich Original-Union-Schneeketten mit der Armbrustplombe.

NP 79 — DIENSTAG, 24. OKTOBER 1939 Städtebau und Verkehrsplanung an der LA Den Mittelpunkt der ganzen Abteilung bildet der kleine Saal, in dem das Bebairangsplanbureau der Ausstellungsstadt unter der Leitung seines Chefs, Architekt Hippenmeier, eine instruktive Sonderschau der städtebaulichen Bemühungen Zürichs aufgebaut hat. Sie fuhrt dem Besucher vor Augen, wie eine moderne Großstadt für eine richtige Siedelungspoliük, für eine ökonomische, gesunde und schöne Bebauung ihres Geländes sorgt, wie sie systematisch ihr Verkehrsnetz ausbaut, Grünflächen im Häusermeer ausspart und zu wirklichen Erholungsstätten für die Bevölkerung gestaltet, und was derlei Aufgaben modern verstandenen Städtebaues noch mehr sind. Die meisten dieser Dinge können hier nur angedeutet werden, damit wir uns etwas einlässlicher mit den ausgesprochenen Verkehrsfragen beschäftigen können, deren sich die Limmatstadt sorgfältig und grosszügig annimmt Gleich beim Betreten der kleinen Halle finden vrir rechts einen äusserst interessanten Vergleich der Verkehrsdichte Stockholms und Zürichs. Die Hauptstadt Schwedens ist offenbar gerade darum Zürich gegenübergestellt worden, weil auch sie durch ein Gewässer zur Hauptsach© in zwei grosse Hälften getrennt ist und sich an den wenigen Brükkenübergängen eine gewaltige Verkehrsdichtung ergibt. Diese hat vor einigen Jahren an dem früher berüchtigten Engpass «Slussen», dem einzigen nach dem nördlichen Stadtteil führenden, dicht beieinanderliegenden Brückenpaar zur Erstellung einer grossartigen dreistöckigen Strassen« Kreuzung» geführt. Aber wenn dieser Verkehrsknotenpunkt Stockholms, dieser Stadt von 540 000 Einwohnern, im Jahre 1936 zwischen 7 und 20 Uhr einen Verkehr von 1700 Strassenbahnzügen aufzunehmen hatte, so bewältigten die vier von der Strassenbahn benützten Zürcher Limmatbrücken in einem freilich etwas längeren Tagesabschnitt bei einer knappen Drittelmillion Einwohner einen solchen von 4700 Tramzügen, wovon allein die Quaibrüeke 1500. Und während Slussen gleichzeitig einen Durchgang von 25 000 Autos aufwies, so waren es allein bei der Quaibrücke 14 000, auf sämtlichen neun Limmatbrücken aber 50 000. Wenn Zürich auch durchaus kein Gewicht darauf legt, mit Verkehrskalamitäten zu renommieren, und selber darauf hinweist, dass zwar der Gesamtverkehr zwischen den Stadtteilen grösser ist als Stockholm, dank der vielen Brücken Spntziackierung Eclatin AG., Solothurn, Farben- und Lackfabrik, Tel. 21139 1500 Zu verkaufen ADLER CABRIOLET (Schlu88 aus Nr. 78) Modell 1937/38, wenig gefahren, Zustand wie neu, 35, 4plätz., wie neu, Preis J*"~ billigst abzugeben. günstig, eventl. Tausch. Anfragen unter Chiffre Offerten unter Chiffre 17025 an die 17015 an die Automobil-Revue, Bern. Automobil-Revue, Bern. aber leichter verteilt werden kann, so bildet jener Vergleich doch gewissennassen das Leitmotiv zu den verschiedenen Darstellungen darüber, wie Zürich an einzelnen besonders belasteten Funkten seines Strassennetzes die aus alten, unzweckmässigen Anlagen entspringenden Verkehrsprobleme bewältigt Ȧuch die Limmatstadt gründet diese ihre Bemühungen seit Jahren auf möglichst einlässliche Untersuchungen über Struktur und Dichte ihres Straßenverkehrs. Davon zeugt an der LA der «Routenplan der Motorfahrzeuge», an Hand dessen die Behörden feststellen können, welche Hauptverkehrsrichtungen etwa auf irgend einem grossen Kreuzungsplatz vor allem zu berücksichtigen sind. Dieser Routenplan, der seinerseits wieder auf die vor einigen Jahren durchgeführten Zürcher Verkehrszählungen beruht, wirkte in weitem Masse auch richtungweisend bei den Projekten für den Umbau des Verkehrs^entrums Bahnhofplatz/Leonhardsplatz («Zentral»), Seit Jahren arbeiten die Zürcher Behörden an der Sanierung dieses Verkehrsgelenkes, und deT Darstellung der darauf abzielenden Projekte gilt denn mit Recht das Prunkstück und der Blickfang dieses Saales: das grosse Modell des ganzen Stadtviertels um Bahnhof und Bahnhofbrücke mit den nach dem gegenwärtigen Stande der Vorarbeiten vorgesehenen städtebaulichen und verkehrstechniscben Aenderungen. Der Umbau dieses ganzen Stadtteiles bedeutet eine um so schwerere Aufgabe, als solche Arbeiten nicht ohne sorgfältigste Eingliederung in die Verkehrsplanung der ganzen Stadt und in eine ganze Reihe von Notwendigkeiten anderer Art unternommen werden können. Auch in den übrigen Abschnitten der vorzüglichen Zürcher städtebaulichen Schau bemerkt der aufmerksame Besucher — dazu gehört freilich ein wenig Zeit und der gute "Wille, sich für eine Vierteloder halbe Stunde der Führung der kurzen klaren Erläuterungstexte anzuvertrauen — immer wieder die Symptome der Sorge um eine befriedigende Regelung des Verkehrs. An einer Stelle finden wir die geschichtliche Entwicklung des Paradeplatzes dargestellt, und in einer kleinen Vitrine bemerken wir Beispiele aus der Zürcher Verkehrsunfall-Statistik, wobei wieder für den Paradeplatz eine Feinanalyse des 'Unfallgeschehens nach der Schwere der Folgen versucht ist, welcher für die richtige Bewertung der Sicherheit oder Unsicherheit des Strassenverkehrs so stark ins Gewicht fällt. So kann denn diese ganze S'chau der Landesund Verkehreplanung mit Recht Anspruch auf das Interesse auch des Autofahrers erheben. Für den rage an die grofjen Parteien: meisfenfeils im Ausland in Sicherheit zu haben und dafür keine genügenden im Land — und ein Gewerbe, das ca. 40000 Arbeifer und Angestellte ernährt, nahezu lahmzulegen — und mit dem Benzin jetzt schon 50 % (vom unverzollten Wert) aufzuschlagen? «liehe 200 Treiböl, '„"• Man wir,?VV e »^t*e '"4.uLS, durchaus bereit AUTOMOBIL-REVUE Ist es richtig, 3000 Millionen Gold Benzin-Vorräte 000 Tonn *n Benxfn, Heiz. Stärkt den Landesring LISTE eigentlichen Verkehrsfachmann ist sie ohnehin von höchster Aktualität. Eines aber wird uns, wenn wir diese Abteilung durchwandert haben, unversehens in aller Klarheit bewuset: alles, was hier zur Schau gestellt ist, bildet das Werk einzelner Behörden, einzelner Städte, ja sogar teilweise einzelner ländlicher Gemeinden; was völlig mangelt, ist auch nur die bescheidenste Andeutung, dass eich eine Wissenschaft, dass sich unsere Hochschulen mit diesen Dingen systematisch befassen. Die «Theorie» tritt in dieser Schau — soweit es eigentliche Verkehrsfragen anbetrifft •— nur als Rüstzeug der Praktiker auf, nicht aber als gesicherte Disziplin, die allgemeine Erkenntnisse vermittelt. Bezeichnenderweise ist die Eidgenössische Technische Hochschule hier überhaupt nicht beteiligt, während ihre vielen Institute doch in den verschiedensten anderen Abteilungen der LA mit teilweise »ehr instruktiven Darstellungen ihrer zahlreichen Arbeitsgebiete vertreten sind. Das bedeutet freilich fürs erste noch kaum einen Vorwurf; denn dieser Mangel an einer umfassenden Strassenverkehrslehre ist eine ziemlich allgemeine Erscheinung. Lefzte IfSelcfiun^en Bange machen gilt nicht! Keine Erhöhung des Benzinpreises. Von einem Teil der Tagespresse war letzter Tage die (Meldung von einer bevorstehenden abermaligen Bensänpreiserhöhung in Umlauf gesetzt worden. Die Nachricht hat sich, zum Trost für uns, als eine Ente entpuppt. Im Bundeshaus schüttelt man den Kopf und erlässt ein kategorisches Dementi, wie aus der nachstehenden Mitteilung des eidg. Volkswirtschaftedepartementes hervorgeht: « Entgegen den in einzelnen Tageszeitungen erschienenen Meldungen wird amtlich festgestellt, dass die Preise für Benzin, Gas- 51, Heizöl und Petroleum bis auf weiteres keine Aenderung erfahren. » Bis auf weiteresl *. c. s. Kein Herbstausflug und kein Martinimahl, daiür Spende an bedürftige Wehrmänner beschließt di« Sektion Schaffhausen des A.C.S. In einem Zirkular bringt die Sektion Schaffhausen des A.C.S. ihren Mitgliedern zur Kenntnis, dass d«r 'traditionelle Herbstausflug infolge des Ganges der weltpolitischen Ereignisse vom Programm abgesetzt worden sei. An Stelle des Kredites für diese Veranstaltung haJbe der Vorstand der Unterstützungskasse für bedürftige Wehrmän- e i ne ner des Schaffhauser Grenzechutzregiments Spende zukommen lassen uad angesichts der heutigen Lage im weitern auch beschlossen, von der Abhaltung des Martinimahls Umgang zu nehmen. Solche Hills- und Opferbereitschaft verdient ee, dass man ihr auch öffentlich ein Kränzchen winde. ftuto- Occasionen 1938—1939 neuwertig tu FORD «PERFECT», •; PS, 4 Tür., Farbe beig< und grün, Modell 1939 •> FORD, engl. Ausführung, 4 Türen, 7 PS Modell 1938. (79 t FORD, 7 PS, Cabrio- Lim., grün, 2 Türen, Mod. 1938. 2 FIAT, Typ «Balilla 508 L, 6/7 PL, 6 PS, Mod. 1938/39, Farbe beige und rot. 1 FORD, 8 Zyl., 11,3 PS 4 Türen, Mod. 1938. 1 FORD, 8 Zyl., 11,3 PS 4 Türen, Mod. 1939. 1 FORD, Cabriolet, 7 PS, 2 Türen, schwarz, Modell 1939. 20248 1 ADLER, Cabriolet, 2 Türen, 2 1, neuestes Mod., 9,9 PS, sehr wenig gefahren. Anfragen und nähere Auskünfte an W. Bossert Viktoriastrasse 47, Bern. Telephon 21.833. Zu verkaufen: 1 AUSTIN, Cabriolet, Modell 1935, 6 PS, 4-P1. bloss 35 000 km gefahren, Fr. 1200.— 1 FIAT 514, Limousine, 7 PS, 4-Plätzer, 4 Türen, neue Kolben, tadellos erhalten, Fr. 1200.— 1 FORD, Cabriolet, Mod. 1939, 6 PS, 4-Plätzer, 18000 km gefahren, Fr. 3200. 1 OPEL KADETT, Cabriolet, Modell 1939, 5 PS, abzugeben. revidiert, mit —• 4-Plätzer, Schwingachsen, Fr. 3000.— 1 HANOMAG, Limousine mit Schiebedach, Mod. 1938, 4 Zyl., 8 PS, Schwingachsen, Fr. 2800— 1 LIEFERUNGSWAGEN, 600 kg Tragkraft, neue Brücke, Fr. 1200.— 1 OPEL, Limous., 6 Zyl., 10 PS, 4 Türen, Zustand wie neu, Fr. 2500.— Offerten unter Chiffre 17029 an die Automobil-Revue, Bern. jjjjf»^*^, jj"" AwKiamcl Italien hält seinen automobilsportlichen Betrieb auch 1940 aufrecht. Die « Mille Miglia » erstehen in neuer Gestalt wieder. Der italienische Automobilsportverband hat kürzlich an einer Sitzung in Rom eine Reihe .von Problemen behandelt, denen für die weitere Entwicklung des Automobilsports in unserm südlichen Nachbarstaat Bedeutung zukommt. Vorerst handelte es sich darum, die Ergebnisse der Automobilmeisterschaft 1939 zu proklamieren, die folgendermassen lauten: Meisterschaft der gTOSsen Rennwagen. 1. Farina 5 Punkte; Biondetti 4 Punkte; Pintachuda 3 Punkte; Gortese 3 Punkte. Die Meisterschaft der Marken wurde Alfa Romeo mit 8 Punkten zuerkannt. Meisterschaft der Anderthalbliter- Rennwagen: 1. Villoresi Luigi, 8 Punkte. Taruffi 6 Punkte; Cortese 6 Punkte; Romano 1 Punkt; Barbieri 1 Punkt. — Die Meisterschaft der Marken errang sich Maserati mit 14 Punkten. Meisterschaft der Sportwagen: 1. Galamai, 12 Punkte. Tadini 10 Punkte. Im weitern legte der Verband den Sportkalender für die Saison 1940 fest, der nach Umfang und Inhalt vollständig den Stempel eines «Friedensprogramms » an sich trägt. Unzweifelhaft die wichtigste Neuerung stellt dabei die Wiederaufnahm©, der klassischen Mille Miglia dar, die allerdings nicht mehr auf der frühern Strecke, sondern auf einer 150 km langen, geschlossenen Piste «um, Austrag gelangen, wobei die Konkurrenten den Parcours zehnmal zu absolvieren haben, so dass sich an der Gesamtdistanz, über welche das Rennen in seinen bisherigen « Auflagen » führte, nichts ändert. Im einzelnen bietet der italienische Autosportkalender 1940, soweit es sich um international ausgeschriebene Rennen handelt, folgendes Bild: 7. April: Targa Florio (1^-1-Rennwagen). 28. April: Grosser Preis von Brescia (Mille Miglia); Sportwagen. 12. Mai: Grosser Preis von Tripolii (1 K-1-Rennwagen). 9. Juni: Bergiennen Parma-Poggio dt B e r c e t o (Sportwagen). 23. Juni: Goppa Principessa di Piemonte (Sportwagen). 21. Juli: Stilfserjoch-Bergrennen (Sportwagen). 5. August: Coppa Ciano für Wagen der int. Formel und 1 ^-1-Rennwagen. 15. August: Coppa Acerbo für Wagen der int Formel und 1K-1-Rennwagen. 18. August: Targa Abruzzo (Sportwagen). 25. August: Gircuito del Garnaro (Sportwagen). 8. September: Grosser Preis von Italien für Wagen der int. Formel und 1 %-I-Rennwagen. In Zeiten der Benzinknappheit ist Anschaffung der bekannt Wirtschaftliehen 5 PS JUNIOR ADLER-Wagen geboten. Alle Modelle in bewährter Qualität und Ausstattung lieferbar. — 7V 2 Liter 100 km. IMPORT hilft unseren EX- PORT fördern. Ausserdem bleiben über 90 % der Importbeträge in der Schweiz. Es sind ebenfalls einige vorzügliche Occasionen erster Marken: 5, 7, 8 PS, mit Garantie lieferbar. A.-G. für Automobile, Zürich Theaterstrasse 12 Telephon Pflanzschulstrasse 9 Telephon 2 28 00 7 27 33 10 PS, 6 Zyl., in sehr gutem Zustand, Steuer und Vers. bez. Sehr vorteilhafter Preis. — Offerten an Raymond Pitfef, Cheiry s. Granges-Marnand. 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