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E_1939_Zeitung_Nr.081

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AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAO

AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAO 7. NOVRMTffiR 15)30 _ NTO S1 Tlusete 0lepo>Uage: Fallschirmschützen Als vor einigen Jahren bekannt wurde, dass die Russen sog. Fallschirm-Bataillone geschaffen hatten, die im Kriegsfall hinter der gegnerischen Front niedergehen und Rückenangriffe ausführen sollten, gab es ein allgemeines Kopfschütteln. Diese langsam zur Erde schwebenden menschlichen Gestalten würden — so schien es — den modernen Feuerwaffen ein allzuleichtes Ziel bieten, als dass sie irgendwelche Aussicht hätten, den Erdboden überhaupt lebend zu erreichen. Der Wert des Fallschirms als Rettungsgerät für den Flieger war natürlich nach wie vor unbestritten, dagegen wollte es scheinen, dass die Verwendung im grösseren Verband, wie Bilderdienst und Kino sie dokumentieren, mehr schaustellerischen als militärischen Bestrebungen zu entspringen schienen. Hinter dem Gedanken steckt jedoch viel mehr als eine selbstgenügsame Spielerei, was schon daraus hervorgeht, dass diese neue Spezialwaffe bereits in andern Armeen Eingang gefunden hat. Die Aufgabe des Fallschirmschützen ist ähnlich derjenigen des Kampfflugzeuges. Im modernen Krieg, der nicht mehr bloss frontal operiert, sondern die Angriffshandlung weit in das Hinterland hineinträgt, ist die Zerstörung von militärisch wichtigen Objekten, wie Bahnhöfen, Brücken, Strassenverbindungen, Industrieanlagen usw. fast ebenso wichtig wie ein Erfolg im eigentlichen Kampfgebiet. Nicht grössere Einheiten, sondern einzelne Soldaten lassen sich unter Mitnahme der erforderlichen Bewaffnung im Schutz der Nacht oder des Nebels an einer geeigneten Stelle unbemerkt «ausladen», schleichen unter Ausnützung der vorhandenen Geländedeckung an das Objekt heran und entledigen sich der vorhandenen Aufgabe, was vielfach dadurch erleichtert wird, dass die vorhandene Wache einen bevorstehenden Ueberfall wenn nicht für unmöglich, so doch für unwahrscheinlich hält. Die Anforderungen, welche an diese Leute gestellt werden, sind alles andere als einfach. So beträgt die Ausbildungszeit in Deutschland volle zwei Jahre, und auch Frankreich hat durch die Schaffung einer speziellen Schule in Pujaut in der Nähe von Avignon dafür gesorgt, dass alle erforderlichen Sparten mit der wünschbaren Peinlichkeit gepflegt werden. Die Basis bildet wie bei den andern Waffengattungen die soldatische Schulung,- daran reihen sich das eingehende Studium des Flugwesens und der Meteorologie, der Konstruktion des Fallschirmes, seine zweckmässige Behandlung und Bedienung, die Kenntnis der Patrouillentätigkeit und des Tarnens, und endlich eine gründliche Schiessausbildung. Der Fallschirmschütze verfügt damit über das technische Rüstzeug, das zur Erfüllung seiner Aufgabe notwendig ist. Noch wichtiger als dieses sind für die Praxis jedoch gewisse Charaktereigenschaften. Von dem Augenblick an, wo er mit einem kühnen Sprung in die Tiefe das Flugzeug verlässt, ist er vollständig auf sich selbst angewiesen. Führt ihn die Landung unvorhergesehenerweise in Baumkronen, in den Sumpf oder ins Wasser, so steht niemand zu seiner Hilfeleistung bereit. Beim Pirschen durchs Gehölz, über Gräben und 1 Wiesen macht ihn kein Vorgesetzter oder Kamerad auf die unmittelbaren Gefahren aufmerksam. Nähert er sich dem Objekt, so muss er Beobachter, Stratege und Kampfmacht in einem sein. Und ist die Sprengung der Brücke, das Legen der Mine oder die Beseitigung eines lästigen Wachtpostens einmal erfolgt, dann kommt erst das schwerste Stück: den Weg zu den eigenen Leuten zu finden. Schon die feindliche Front an sich bildet dafür ein fast unüberwindliches Hindernis; dazu ist durch die Erledigung der Aufgabe der Gegner meistens auf seine Gegenwart aufmerksam geworden und hat die Jagd auf ihn bereits systematisch organisiert, eine Jagd, aus der ein Entrinnen höchst unwahrscheinlich ist. Fallschirmschützen müssen darum nicht nur vortreffliche Soldaten sein, sondern auch verwegene Burschen, die auf die Zähne beissen können und den Gottseibeiuns nicht fürchten, auch wenn er in eigener Gestalt vor sie hin- *itt. 0 Schicksalstunden der Menschheit Am 10. Februar 1904 bricht zwischen Russland und Japan der Krieg aus, nachdem jahrelange Spannungen wegen der Vorherrschaft im Fernen Osten bestanden haben. Vorausgegangen war ein überraschender Angriff der japanischen Flotte unter Admiral Togo auf die in der äusseren Reede von Port-Arthur ankernd© russische Flotte, bei dem die Japaner 2 Panzerschiffe und einen Kreuzer versenken, ein unersetzlicher Verlust für Russland. Port-Arthur wird von der See aus blockiert, von der Landseite aus angegriffen. Zum Entsatz und zur Erlangung der Seeherrschaft im Fernen Osten entsendet Russland von der Ostsee das 2. Pazifikgeschwader, das aus 8 Linienschiffen, 4 Panzerkreuzern, aus kleinen Kreuzern, Torpedobooten und zahlreichen Transport- und Hospitalischiffen besteht. Dieses riesige Geschwader sticht am 15. Oktober 1904 unter dem Kommando des Admirals Roschestwenskij von dem baltischen Hafen Libau aus in See, um die lange Reise nach Wladiwostok anzutreten. Mit Interesse verfolgt die ganze Welt diese Fahrt einer Kriegsflotte, denn bis zu diesem Augenblick hat man noch kein Beispiel in der Seekriegsgeschichte erlebt, dass eine Flotte auf einem Kriegsschauplatz eingesetzt wird, der in so ungeheurer Entfernung von ihrer Basis liegt. Die Seekriegsgeschichte aber kennt auch kein zweites Beispiel, dass eine Riesenflotte derart leichtsinnig in den sicheren Untergang geführt wurde. Von Anfang an stellt die Fahrt unter einem Unstern. Russische Gleichgültigkeit, russischer Mangel an Organisation sind schuld, dass die Ingenieure- schon auf der Hinreise aus den Reparaturen an den Maschinen nicht herauskommen. Die meisten Schiffe sind veraltet, aber man fügt dem Geschwader auch noch Schiffstypen hinzu, die weder einer langen Fahrt, noch einer modernen Seeschlacht gewachsen sind. « Selbstersäufer » nennen die russischen Offiziere diese alten Kästen, die das Tempo der ganzen Flotte bestimmen und ihr die Beweglichkeit nehmen, die der Krieg zur See vorschreibt. Nach einer unter den grössten Schwierigkeiten durchgeführten Fahrt, die mehr als 7 Monate dauert, läuft die Flotte am 27.»Mai 1905 in den Meeresarm ein, der zwischen der Insel Tsuschima und der japanischen Küste liegt. Seit langem liegt die japanische Flotte unter Admiral Togo auf der Lauer, um die Russen zur Schlacht zu stellen, bevor sie den schützenden Hafen erreicht haben. Nun wird es sich entscheiden, ob Japan endgültig Fuss fassen wird auf dem asiatischen Kontinent. Die japanische Flotte ist sich bewusst, dass das Schicksal des Landes auf dem Spiel steht. Mit der ganzen Verbissenheit dieser zähen Rasse haben sie sich auf diese Schlacht vorbereitet, und mit eiserner Ruhe sieht ihr ausgezeichneter Admiral dem Ausgang des Ringens entgegen. Anders bei den Russen. Sie wissen, dass ihnen ein starker, unerbittlicher Gegner gegenübersteht, der ihnen in der Führung gewachsen, im Material weit überlegen ist. Sie wissen, dass in ihrer Flotte nichts, aber auch gar nichts den Anforderungen entspricht, die der Fachmann an moderne Seestreitkräfte stellen muss. Nur eine Ueberzeugung ist in ihren Herzen fest eingegraben : dass sie wie Helden kämpfen werden. Tsuschima Der grösste Teil der Fahrt ist zurückgelegt, der Hafen von Wladiwostock nicht mehr weit. In ungeheurer Spannung stellen sich Offiziere und Mannschaften der russischen Flotte die bange Frage : werden die Japaner sie entdecken ? Bis jetzt ist das Glück ihnen hold. Auf dem Geschwader, dem die Verwendung der Funkentelegraphie verboten ist, werden die Telegramme der Japaner abgehört. Noch deutet nichts darauf hin, dass die japanische Flotte ihren Standort kennt. Im Morgengrauen des 27. Mai stösst der japanische Hilfskreuzer « Schinano Main » fast mit der Nase auf die russischen Hospitalschiffe und findet dadurch das Geschwader selbst. In dem herrschenden Nebel bemerken die Russen das Schiff nicht, aber sie stellen fest, dass der Charakter der japanischen Telegramme sich plötzlich ändert, Nun merken sie, dass sie entdeckt sind. Tatsächlich wusste Admiral Togo bis zu dieser Stunde nichts über die Lage der russischen Flotte. Sofort trifft er seine Massnahmen. Gegen 6 Uhr morgens meldet ein russisches Schiff, dass 4 japanische Fahrzeuge hinter der russischen Flotte den Kurs gekreuzt haben. Um 6 Uhr 45 wird ein japanischer Kreuzer festgestellt. Kurz nach 8 Uhr kommen mit fast parallelem Kurse 4 japanische Schiffe aus dem Nebel heraus, vor ihnen ein kleiner Kreuzer. Kurz vor 10 Uhr wird eine Division kleiner Kreuzer gesichtet. Um 11 Uhr fällt vom « Orel» ein unbeabsichtigter Schuss. Daraufhin eröffnet die Flotte das Feuer, bis vom Flaggschiff « Suwaroff» das Signal kommt : « Keine Munition verschwenden! » Die Geschütze schweigen. Am Tage der Schlacht hätte eigentlich in der Offiziersmesse der Schiffe ein Diner zum Jahrestag der Krönung des Zarenpaares stattfinden sollen. Auf dem Flaggschiff serviert der Küchenchef alle Gänge auf einmal. Die Ordonnanzen schenken Champagner ein. Man trinkt auf das Wohl des Zarenpaares. Da wird Generalmarsch geschlagen. Leichte japanische Kreuzer mit Torpedobooten befinden sich im Anmarsch. Gegen halb 2 Uhr sichtet Admiral Roschestwenskij von der Brücke des «Suwaroff» aus die feindliche Flotte, die weit vor der russischen Flotte läuft, in einem leichten Nebelschleier eingehüllt. Deutlich erkennt man die Umrisse der 6 Linienschiffe Togos und der 6 Panzerkreuzer des Admirals Kamimura, die diesen folgen. Ganz unerwartet führt Togo ein Manöver aus, das beim russischen Geschwader lebhaftes Staunen auslöst. Er geht plötzlich auf Gegenkurs. Die Russen laufen zu Beginn der Schlacht in einer Formation von drei Linien, die sich parallel vorwärts bewegen. Um 1 Uhr 49, als vom japanischen Geschwader erst 2 Schiffe den neuen Kurs eingeschlagen haben, fällt vom « Suwarow > der erste Schuss aus einer Entfernung von etwa 6 Kilometern. Dann donnert die ganze Flotte los. Kurz darauf antworten die Japaner. Nach den ersten Schüssen, die zu weit gehen, kommen Kurzschüsse, dann Treffer. Plötzlich wird der « Suwarow» mit einem Hagel von Granaten überschüttet. Splitter sausen durch die Luft, schlagen klirrend gegen die Bordwand und die Aufbauten. Und wie die Japaner schiessen ! Mit schmerzlichem Erstaunen sehen die russischen Offiziere die geradezu ungeheure Sprengwirkung der japanischen Granaten. Geschosse, die einen vorstehenden Teil der Aufbauten kaum berühren, explodieren und schleudern einen Hagel von Splittern auf das Schiff. Die Japaner verwenden einen streng geheimgehaltenen Explosionsstoff von stärkster Sprengund Splitterwirkung. Der « Suwarow» erhält einen Volltreffer nach dem andern. Eine Granate durchschlägt die Kommandokajüte, dringt durch das Deck und explodiert in den Offiziersräumen, die sofort in Brand geraten. Togo vollendet die Schwenkung seines Geschwaders, dann lässt er seine Schiffe eng aufgeschlossen in parallelem Kurs zu den Russen laufen. Er versucht aufzuholen und die russische Flotte zu umfassen, ein Manöver, das bei der grossen Geschwindigkeit seiner Schiffe alle Aussicht auf Erfolg hat. Die seinem Geschwader am nächsten laufenden russischen Schiffe, vor allem « Suwarow », « Alexander » und « Borodino », überschüttet er mit einem Hagel von Granaten, so dass diese buchstäblich in einer Wand von Feuer und Rauch einherfahren. Um 2 Uhr 50 sinkt das russische Linienschiff « Ossljabia ». Admiral Roschestwenskij hat angeordnet, dass im Fall der Kampfunfähigkeit des Flaggschiffes zwei Torpedoboote ihn und seinen Stab aufnehmen und an Bord eines andern Schiffes bringen sollen. Dieser Augenblick ist jetzt gekommen. Der « Suwarow •» brennt lichterloh. Er ist vollkommen zusammengeschossen. Unter dem japanischen Feuer verliert er seinen Fockmast und beide Schornsteine. Die meisten Geschütztürme sind zerstört. Trotzdem feuert das Schiff mit den heilgebliebenen Kanonen untentwegt weiter, aber es vermag nicht mehr mit der übrigen Flotte Tempo zu halten und ist gezwungen auszuscheren. Roschestwenskij ist verwundet, Splitter haben ihn in den Kopf, am Rücken und am rechten Bein getroffen. Ein weiterer Splitter verwundet ihn am Knöchel des rechten Fusses, so dass er nicht mehr gehen kann. Nachdem das Flaggschiff die Linie verlassen hat, übernimmt der Kommandant des Linienschiffes < Alexander « den Oberbefehl. Hartnäckig verfolgt Togo seinen Plan weiter, das Spitzenschiff zu vernichten. In dieser Absicht ziehen sich die japanischen Schiffe vor die russische Linie und gehen in ihrem Eifer so weit, dass sie dem « Alexander » den Weg hinter ihrer Queue nach Nordosten freigeben. Dies machte sich der russische Flottenkommandant zunutze und dreht scharf nach Norden um. Gelingt dies, so ist es ihm möglich, die Queue der japanischen Flotte unter enfilierendes Feuer zu nehmen, für die Japaner eine gefährliche Situation. Togo aber erkennt die drohende Lage und entschliesst sich, das ganze Geschwader 10 Strich nach Backbord wenden zu lassen. Die Wendung gelingt nicht ganz. Admiral Kamimura scheint das Signal nicht ganz verstanden zu haben, und da er eine Schwenkung erwartet, läuft er mit dem alten Kurs zwischen dem russischen Geschwader und den in der Wendung begriffenen Linienschiffen hindurch, maskiert dadurch das Feuer der letzteren und kann erst wieder drehen als ihm genügend Raum zur Verfügung steht. Dann holt er auf und setzt sich in das Kielwasser der Linienschiffe Togos. So können die Russen die gefährliche Lage der Japaner nicht ausnützen. Der Feind vertraut seiner grösseren Geschwindigkeit und ist imstande, sich wieder an die Spitze zu setzen, um sein Umfassungsmanöver zu wiederholen. Das Feuer der japanischen Artillerie konzentriert sich auf den «Alexander », der, wie vorher « Suwarow >, in einer Wolke von Feuer und Rauch einherfährt. Gleichzeitig werden japanische Torpedoboote eingesetzt. Um der Umfassung zu entgehen, dreht das russische Geschwader ab. Beide Gegner bewegen sich nun auf konzentrischem Kreisbögen, die Russen auf der inneren, die Japaner auf der äusseren Linie. Noch einmal scheint den Russen die Rettung zu winken. In dem Qualm, der sich mit dem herrschenden Nebel mischt, verlieren die Japaner bei ihrem Umfassungsmanöver die russische Flotte aus dem Auge. Togo glaubt, sie sei nach Norden entkommen. Kamimura sucht das Geschwader im Süden und Südwesten. Er trennt sich von Togos Schiffen und trifft auf seinem Kurs japanische Kreuzer, die im Kampf mit russischen Kreuzern und Transportschiffen stehen. Sofort greift er in den Kampf ein und sichtet plötzlich das Gros der Russen, das jetzt, nachdem es einen Kreis von etwa 5 Seemeilen durchfahren hat, zu dem Punkt zurückkommt, wo der « Suwarow » hilflos herumtreibt. Als Spitzenschiff führt nunmehr « Borodino », nachdem der « Alexander », zum Wrack zusammengeschossen, hilflos umhertreibt. Es ist 5 Uhr nachmittags. Um diese Zeit trifft ein Torpedoboot längsseits des « Suwarow» ein und nimmt den schwerverwundeten Admiral unter grössten Schwierigkeiten — er wird buchstäblich von einem Schiff zum andern geworfen — an Bord. Ein grosser Teil der russischen Schiffe sinkt oder wird kampfunfähig geschossen, darunter die stärksten Schiffe « Suwarow », « Alexander » und « Borodino ». In der Nacht vollenden die Japaner das Zerstörungswerk, an dem besonders die Torpedoboote Anteil haben. Am Morgen des 28. Mai lebt die Schlacht wieder auf, bei der fast der ganze Rest der russischen Flotte den Untergang findet. Admiral Nebogatoff streicht die Flagge und ergibt sich. Das Torepdoboot mit dem Admiral Roschestwenskij fällt den Japanern in die Hände. Der Admiral selbst gerät in Gefangenschaft. Lediglich Konteradmiral En-

N° 81 — BIENSTOAG, 7. NOVEMBER 1939 AUTOMOBIL-REVUE 11 quist gelingt es, nach Manila zu entkommen, wo er mit drei havarierten Kreuzern eintrifft Das 2. russische Pazifikgeschwader ist vernichtet. Die Japaner haben nicht ein einziges Schiff verloren. Ihre Mannschaf tsverluste betragen nur 800 Mann, die der Russen 7000, unter Einrechnaing der Gefangenen sogar 9000 Mann. In einem japanischen Spital besucht eines Tages der Oberkommandierende der japanischen Flotte, Admiral Togo, den geschlagenen Gegner, den schwerverwundeten Admiral Rosehestwenskij. Aus dem Munde des Siegers vernimmt der erstaunte Russe Worte der Bewunderung, der Teilnahme, des Trostes. In die Heimat zurückgekehrt wird er — im April 1906 — vor ein Kriegsgericht gestellt, verurteilt und erhält seinen Abschied. So dankt Russland einem seiner tapfersten Admirale. lieber die definitive Benzinrationierung die auf 15. November in Kraft tritt, ebenso wie Ober die Ergebnisse der Auswertung der bei der Rundfrage eingegangenen Antworten und weitere mit der Treibstoffrationierung zusammenhängende Fragen werden wir unsere Leser in der nächsten Nummer der «Automobil-Revue» eingehend orientieren. Dem Vernehmen nach soll übrigens die provisorisch vorgesehene Mengenzuteilung bei den hinteren Fahrzeug-Kategorien eine gewisse Erhöhung erfahren. Die erste Periode der definitiven Rationierung erstreckt sich, wie in unserem Interview mit Nai-Rat Grimm erwähnt (siehe Leitartikel der vorliegenden Nummer) auf 1% Monate, d.h. bis Ende Dezember 1939. Letfztfe IfStsEduing^m Ein Auto als Geschenk. Wir vernehmen, dass dem General von Seiten einer Lausanner Automobil-Firma ein neues Automobil, Marke «Opel Olympia >, im Wert von 5500 Franken zur Verfügung gestellt worden ist. Der Inhaber der Garage und grosszügige Donator, Herr Ch. Ramuz, verbindet damit die Anregung, es möchte durch Soldaten eine Weihnachtslotterie zugunsten der Soldatenfürsorge durchgeführt werden, •wobei der Wagen als Haupttreffer einem Losinhaber zugute kommen soll. Die Tagespresse zum Begehren nach Steuersenkung. Wir dürfen es wohl als ein erfreuliches Zeichen buchen, dass auch die Tagespresse die von den automobilistischen Kreisen erhobene Forderung nach einem Abbau der Verkehrssteuern und deren Anpassung an die beschränkte Benützungsmöglichkeit während der Dauer der Treibstoffrationierung aufgenommen hat. Die cThurgauer Zeitung» schrieb nämlich unlängst dazu: «Auf die ... Frage, ob man angesichts der durch das Sonntagsfahrverbot (das auf den 15. November hinfällt. Red.) und die knappen Benzinmengen erheblich reduzierten Gebrauchsmöglichkeiten selbst derjenigen Wagen, die nicht ausser Betrieb genommen wurden, die Automobilsteuer reduzieren solle, wird man sicher auch bald noch zu sprechen kommen müssen.» Was doch wohl soviel heisst, als dass auch die angesehene «Thurgauer Zeitung» die Richtigkeit des von uns eingenommenen Standpunktes grundsätzlich anerkennt. ^uti:«»l*u •»*«* Die Reiseposten Im September. Mit den Keiseposten wurden im September im ganzen 195 818 (1938: 465 663) Reisende befördert. Davon fallen 5-4 631 (118 899) auf die Saisonlinien und 141187 (346 764) auf die übrigen Linien. In den Monaten Januar—September wurden befördert: 4110 287 (4 255 758) Reisende, wovon auf Saisonlinien 1 014 098 (1 099 395) und auf die übrigen Linien 3 096 189 (3 156 363) Reisende fallen. Verminderung gegenüber 1938 im ganzen 145 471 Reisende. Sttassen Für den Ausbau des waatdländlschen Strassennetzes. Die waadtländische Regierung hat dem Grossen Rat einen Dekretsentwurf vorgelegt, der sie ermächtigen soll, aus den verschiedenen im Staatsbudget von 1940 im Ressort der öffentlichen Arbeiten vorgesehenen Posten einen Betrag von 305.000 Fr. für den Bau und die Korrektion von Kantonsstrassen zur Verfügung zu stellen, ebenso eine weitere Summe von 45.000 Fr. für Beiträge an die Gemeinden zur Verbesserung ihrer Verkehrswege. b. 350 Mann beim Bau der Sustenstrasse. Wie sich die N. Z. Z. berichten lasst, befinden sich, die Bauarbeiten auf der Berner Seite der Sustenstrasse, die Ende Oktober wegen des schlechten Wetters eine teilweise Unterbrechung erfahren hatten, zur Zeit wieder in vollem Gang. Von einer völligen Einstellung der Tätigkeit konnte nie die Rede sein, denn bei starkem Schneefall und grosser Kälte werden die Leute bei der Erstellung von Tunnels beschäftigt. Heute umfasst der Arbeiterbestand etwa 350 Mann. Erschwerten auch die andauernd schlechte Witterung und die Mobilisation den Fortgang des Werkes, so konnte das Bauprogramm dessenungeachtet eingehalten werden, so dass der Abschnitt von Innertkirchen über Wiler bis Hinterflühli heute fertiggestellt ist. Zwischen Nessenthai und Gadmen haben drei Unternehmergruppen das neue Trasse in Angriff genommen, und der Sektor Gadmen- Obermaad geht seiner Vollendung entgegen. Indessen schreitet die Arbeit auch an den oberen Teilstücken unaufhaltsam fort. Wenn das alte Sustensträsschen die Höhe bis zur Bäregg in dreissig engen Kurven überwand, so bezwingt sie die neue Strasse in weitausholenden Kehren und Schlei- Die flüssige Verkehrsabwicklung im Zeitalter der motorisierten Strasse wird bei uns nicht nur durch Stadttore, wie beispielsweise in Liestal oder Baden behindert, sondern ebensosehr durch ungenügende Brückenbreiten. Ein typisches Beispiel für ein Verkehrshindernis letzterer Art ist die Ergolzbrücke von Äugst an der Hauptstra&se Nr. 3 Basel-Zürich. Diese recht unübersichtliche Passage bietet gerade fen, in deren Zug die zahlreichen Kunstbauten bereits fertig dastehen. Bis zum Jahr 1942/43 werden die 28 km auf der Berner Seite der neuen Sustenstrasse zur Vollendung gediehen sein. s.» Hug auf dem Wege der Genesung. Der Schweizer Rennfahrer Armand Hug, der im Sommer beim Grossen Preis von Albi in Frankreich schwer verunglückte und später, als er transportfähig war, im Flugzeug nach seiner Heimatstadt Lausanne verbracht wurde, befindet sich auf dem Wege zur vollständigen Wiederherstellung seiner Gesundheit. Bereits unternimmt er kleine Spaziergänge und fährt hin und wieder mit seiner Mutter im Wagen aus. Das Ende des britischen Rennwagenfonds. Dne Beauftragten für die Verwaltung des englischen Rennwagenfonds, woraus die Mittel fliessen sollten, um den Bau eines britischen Rennwagens zu finanzieren, haben dessen vollständige Liquidierung' beschlossen. Zu groseen Hoffnungen berechtigte die Angelegenheit schon von allem Anbeginn an nicht, denn die Beschaffung des nötigen DEUTSCHLAND Reifen sparen... heisst die Losung in Deutschland auch nach der Beschlagnahme der Pneus. An die Halter der noch im Betrieb stehenden Fahrzeuge ergeht deshalb die Mahnung, ihren Reifen alle Schonung angedeihen zu lassen, um deren Lebensdauer zu verlängern. Der zivile Verkehr muss bis auf 15 % gedrosselt werden. Mit der Verordnung über die Weiterbenutzung von zivilen Motorfahrzeugen verfolgt Deutschland nach den Mitteilungen des Reichsverkehrsministers das Ziel, die Verwendung von Personenwagen und Motorrädern auf 15 % des Bestandes vor Kriegsausbruch zu drosseln, mit andern Worten also 85 % aus dem Verkehr auszuschalten. Dabei fallen die Taxi allerdings ausser Betracht. In einzelnen Gegenden wird die Einschränkung bis auf 8 % gehen können, in anderen mit intensiverem Verkehrsbedürfnis dagegen kaum unter 15 %. Auch die Anschaffung von Fahrzeugen bewilligungspflichtig. Obwohl die zahlreichen Einschränkungen, womit sich heute der deutsche Motorfahrzeugbesitzer abzufinden hat und welche den Betrieb eines Wagens für den zivilen Fahrer praktisch fast gänzlich verunmöglichen, die Kauflust wohl kaum mehr gross zu reizen vermögen, haben die Behörden nunmehr auch die Anschaffung von Motorfahrzeugen reglementiert. Danach ist der Erwerb eines solchen — soweit der Bestand ausreicht und die Dringlichkeit nachgewiesen werden kann — an die Vorweisung eines Bezugsscheines geknüpft, der durch die Behörden ausgestellt wird. Eine Uebertragung des Bezugsrechtes gibt es indessen nicht. Auf Grund früherer Bestellungen steht noch eine begrenzte Anzahl von Fahrzeugen aus der Friedens-Auslaufproduktion zur Verfügung. FRANKREICH Die „Schleuse 44 von Äugst «h« Fahrzeuge mit Gasantneb von der Requisition ausgenommen. Zwischen den zuständigen französischen Ministerien ist eine Vereinbarung zustandegekommen, genügend Raum, um ein einziges Motorfahrzeug «durchzuschleusen». Zahlreiche die Brüstungsmauern zierende Kratzer illustrieren zur Genüge die Gefährlichkeit dieses Ueberganges, auf dem neben einem Lastwagen weder ein Velofahrer noch ein Fussgänger gleichzeitig passieren kann. Gewiss existieren seit langem Umfahrungsprojekte, bis aber diese zur Ausführung gelangen, dürfte noch geraume Zeit vergehen. Damit ist aber dem Strassenverkehr in keiner Weise gedient. Namentlich zur Winterszeit stellt der Ergolzübergang von Äugst einen der gefährlichsten Uebergänge dar. Kleingeldiee harzte an allen Ecken und Enden und über 1000 £ kam der Fonds unse-res Wissens nie heraus. Nun geht er in aller Stille seiner Auflösung entgegen. De Teffe gewinnt den Grossen Preis von Brasilien. Obwohl sich der AC von Brasilien für die diesjährige Auflage des Grossen Preises von Rio de Janeiro um die Teilnahme europäischer Fahrer bemüht und auch die Preissumme erhöht hatte, musste er sich mit einer Startliste begnügen, auf der ausschliesslich die Namen südamerikanischer Piloten erschienen. Als Sieger ging aus dem Kampf der auch bei uns -vom Berner Grand-Prix-Meeting 1938 bekannte Manuel de Teffe (Maserati 1,5 1) hervor. Als zweiter passierte Lopez auf Alfa Romeo das Ziel, gefolgt von Santos Sereira auf Fiat. Eaury Schell tödlich verunglückt, Lude Schell schwer verletzt In der Nähe von Sens ereignete sich letzter Tage ein Automobilunfall, wobei der Gatte der bekannten französischen Rennstallbesitzerin Madame Schell, der erst 45 Jahre alte Laury Schell, derart schwere Verletzungen davontrug, dass er nach der Einlieferung ins Spital verschied. Madame Schell kam mit schweren Schürfungen davon und befindet sich in einer Pariser Klinik in ärztlicher Behandlung. JOae^staUt&chaß im Ausland wonach Fahrzeuge, die mit Gas betrieben werden, in jedem Fall von der Requisition befreit bleiben. Dreimal mehr Führerbewilligungen als vor dem Krieg. In Frankreich hat sich die Zahl der Bewerber um die Fahrbewilligung seit Kriegsbeginn verdreifacht, und zwar sind es fast ausschliesslich Frauen, die sich zur Fahrprüfung drängen. Nicht nur ersetzen sie den zur Fahne eingerückten Mann am Volant des Privatautos, man sieht sie auch häufig das Lenkrad von Lastwagen meistern. Dazu betätigen sich Damen der hohen Gesellschaft als « Chauffeusen » der von ihnen zur Verfügung gestellten Ambulanzwagen. HOLLAND Holland rationiert ab Mitte Dezember. Auch Holland kommt um eine Benzinrationzerung nicht herum. Die bezüglichen Massnahmen treten auf Mitte Dezember in Kraft. Königliche Familie benutzt Pferdewagen und Velos. Die Königin der Niederlande hat mitsamt ihrer ganzen Familie beschlossen, bis auf weiteres auf den Gebrauch der Autse vollkommen zu verzichten und sich statt dessen der alten Pferdewagen zu bedienen, die seit vielen Jahren unbenutzt in Remisen standen und nur noch zu ganz seltenen Repräsentationsgelegenheiten benützt wurden. Ausserdem sieht man ja bekanntlich auch in Friedenszeiten sowohl die Königin wie die Prinzessin Juliana und den Prinzen Bernhard häufig genug auf ihren Fahrrädern sich unter das Volk mischen. JUGOSLAWIEN Jugoslawien trifft einschränkende Massnahmen. Meldungen der Belgrader Presse zufolge hat sich das jugoslawische Handelministerium veranlasst gesehen, dem motorisierten Strassenverkehr gewisse Einschränkungen aufzuerlegen. Nach der Verordnung, die sich im Wurf befindet, soll die Benützung ziviler Personenwagen inskünftig unter Verbot gestellt werden. Soldatenweihnacht 1939 Hunderttausende unserer Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten werden dieses Jahr fern von ihren (Lieben Weihnachten feiern. Der Oberbefehlshaber der Armee hat deshalb angeordnet, dass die Soldatenweihnacht 1939 in einem nationalen Rahmen vorbereitet und durchgeführt werde. Als sein Beauftragter wende ich mich an die Oeffentlichkeit, damit wir alle gemeinsam den richtigen Weg einschlagen, um seine hochherzige Devise zu erfüllen: «Das Schweizervolk beschenkt seine Soldaten!» Um in dem knappen Zeitraum von wenigen Wochen die Schenkfreudigkeit unserer gesamten Bevölkerung aufzunehmen und ihre Weihnachtsgabe in Gestalt von Hunderttausenden von Soldatenpäcklein allen Wehrmännern unter den Christbaum legen zu können, müssen wir wohlüberlegt vorgehen. Ich bitte deshalb die Bevölkerung aller Landesteile, mir durch Einhaltung der folgenden Wegleitung tatkäftig zu helfen: 1. Vermeidet Sonderaktionen, wie z. B. Patentschaften oder Sammlungen für einzelne Truppenkörper. Wir müssen alles zusammenfassen, um als Volk und nicht als Komitee die Armee zu beschenken. 2. Die hochherzigen Spenden für die Soldatenfürsorge stehen ausserhalb der Aktion Soldatenweihnacht 1939. Am Christfest beschenken wir nicht die Bedürftigen, sondern alle; deshalb gehören Socken, Lismer, Wäsche und dergleichen persönliche Ausstattung nicht unter unsere Sammelaktion. 3. Das «Eidgenössische Soldatenpäcklein 1939» ist unsere Volksgabe! Es wird als Grundstock ein soldatisches Einheitsgeschenk enthalten, dazu kommen kleine Gaben wie Schokolade, Rauchwaren, Seife, die wir vorteilhaft einkaufen, und endlich als Schönstes eine ganz besondere Ueberraschung, über die ich mich direkt mit der lieben Schuljugend des ganzen Landes verständigen werde. An dich, liebes Schweizervolk, an euch Frauen und Männer zu Stadt und Land, zu Berg und Tal, an euch alle wendet sich der folgende Aufruf: Spendet uns die Geldmittel, damit wir im Laufe des Monats November das «Eidgenössische Soldatenpäcklein 1939» für jeden Wehrmann herrichten können. Geldspenden bitte ich einzuzahlen auf Postcheckkonto HI/7017, Bern, « Soldatenweihnacht 1939 ». Bitte, organisiert kantonale und' lokale Sammelaktionen! Bedenkt, dass wir für Hunderttausende sorgen müssen! Mit dem Dank der Armee nnd eidgenössischem Gruss Soldatenweihnacht 1939 Walter Stammbach, Oberst. Me Erleichterungen für den Kauf neuer Lastwagen. Das Armeekommando hat mit Verfügung vom 10. Oktober bestimmt, das« neu angeschaffte Motorlastwagen für die Dauer eines Jahres von der.R>e- «ruisition durch die Armee dispensiert werden (eine Weisung, die übrigens auch für die Anschaffung neuer Personenwagen gilt). Die Dispemsation wird nur hinfällig, wenn aussergew&hnliche Umstände die Retpiisition sämtlicher im Land verfügbaren Motorfahrzeuge notwendig machen. Sie kann aber nach den im Moment abwaltenden Umständen erneuert werden. Die Dispensatkm wird durch die Gru-ppe 'Transportdienst des Armeekommandos erteilt, der die nötigen Dokumente zu unterbreiten sind. Mit diesem Entgegenkommen will das Armeekommando helfen, die durch die Requisition eines Teiles der im Lande befindlichen Mötorlastwagen entstandenen Transporteohwierigkeiten zu mildern. Tatsächlich bedeutet die Dienstbefre-iung während eines Jahres, die je nach den Umständen erneuert werden kann, edne grosse Hilfe für alle jene Wirtschaftskreise, die auf den Sachentransport mit Mptorlaetwagen angewiesen sind und', die ohnehin für früher oder später eine Erneuerung oder Ergänzung ihres Wagenparks vorsahen. Die Bestimmungen des Bundesbeschlusstes vom 5. April 1939 über die Hebung des Bestandes an militärtauglichen Lastwagen bleiben in Kraft und die Käufer solcher Fahrzeuge erhalten die vorgesehenen finanziellen Unterstützungen. Käufer neuer Dieselwagen haben dazu den Vorteil, dass ihnen bei der Zuteilung von Kraftstoff eine bevorzugte Stellung eingeräumt wird. Mit den zugeteilten Krafstoffnwngen können 40—50% gröesere Fabrleistungen als mit Benzinwagen gleicher Tragkraft erreicht werden. A. C. S. .SEKTION BERN. Das Winter-Vortragsprogramm, das übrigens nicht die geringste Kürzung erfahren hat, wird am kommenden Montag, den 13. November, durch einen Filmvortrag des Zenträlpräsidenten Herrn Dr. Mende eröffnet. «Eine tfordamerikareise» betitelt sich die Darbietung, die in Bild und Wort die New Yorker Weltausstellung, das Rennen von Indianapolis, einen Besuch bei den Fordwerken und vieles andere mehr schildern wird. Die «Uraufführung» dieses Films findet im Hotel Schweizerhof, Bern, statt und beginnt um 20 Uhr. T. C. S. Auch die Autosektion Thurgau des TCS verzichtet auf ihr Jahresfest und unterstützt dafür die Wehrmänner. Immer höher wächst die Zahl der Sektionen unserer grossen Automobilistenverbände, die in Anbetracht des Ernstes der Zeit auf festliche Veranstaltungen verzichten und sich dafür in den Dienst der Wohltätigkeit an unsern Soldaten stellen. So hat nun auch die Autosektion Thurgau des TCS beschlossen, ihre alljährlich stattfindende Jahresfeier mit Rücksicht auf die derzeitige Lage aus Akt und Traktanden zu streichen und statt dessen der thurgauischen Regierung für die Unterstützung bedürtiger Wehrmänner im Kanton einen Betrag von 1000 Fr. zur Verfügung zu stellen. Unsern Lesern möchten wir auch diese Ehrenmeldung nicht vorenthalten.