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E_1939_Zeitung_Nr.083

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\Si AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 21. NOVEMBER 1939 — N° 83 Die Kontinentalsperre Nach der Niederlage bei Trafalgar im Jahre 1805 hatte Napoleon I. es aufgegeben, den Engländern zur See beizukommen, da seine Flotte zu schwach war. Nun versuchte er, sie durch eine Sperre in ihrem empfindlichsten Punkt, dem Handel, entscheidend zu treffen. Von den führenden Männer der französischen Revolution war bereits dieses Mittel angewandt worden, indem die Einfuhr englischer Waren verboten wurde. In den letzten Jahrzehnten hatte Englands Handel einen gewaltigen Aufschwung gewonnen. Er war zum Welthandel geworden. Das Inselreich besitzt Indien und seine imermesslichen Produkte; die englische Industrie erlebt e n phantastischen Aufschwung, der durch die Erfindung der Maschinenindustrie ins Ungemessene gesteigert wird. Es entstehen die grossen englischen Industriezentren. Selbst während der ununterbrochenen Kriege hält England seine Ausfuhr auf der Höhe, da die englische Flotte die Meere beherrscht. So wird der Verlust der nordamerikanischen Kolonie wettgemacht durch den intensiven Handel, den die Engländer nunmehr mit den jungen Vereinigten Staaten betreiben. Während England seine Waren, die Weltruf erlangt haben, Woll-, Seiden- und Leinenstoffe, in die ganze Welt sendet, beliefert es gleichzeitig alle Staaten der Erde mit seinen Kolonialprodukten, mit Tee, Kaffee, Zucker, Indigo, Salpeter und Gewürzen. Ohne den guten Willen Englands bekommt der Bürger in Europa keinen Kaffee, keinen Tee, keinen Zucker. Die Konzentration des Handels in England hat zur Folge, dass London der erste Finanzplatz der Welt wird. So ist die Lage, als Napoleon sich entschliesst, dem Inselreich durch die Kontinentalsperre einen vernichtenden Schlag zu versetzen. Bisher ist es mit England nie zu einem wirklichen Frieden gekommen. Den Wareneinfuhrverboten der französischen Regierung hat England stets zu antworten gewusst : mit der Blockade und mit einem gross angelegten Schmuggelhandel. Im Jahr 1806 erklärt es die ganze französische Küste von Brest bis zur Elbe als blockiert, während es nach dem geltenden Recht nur diejenigen Küstenstriche als gesperrt erklären durfte, die es effektiv blockieren konnte. Darauf antwortet Napoleon, der nach der Doppelschlacht von Jena und Austerlitz siegreich in Berlin einmarschiert ist, in einem Dekret mit der Kontinentalsperre, deren Bestimmungen allerdings noch mehr das Völkerrecht verletzen als die Massnahmen der Engländer. Die am 21. November 1806 verkündete Verfügung bestimmt in den Hauptpunkten folgendes : « 1. Die britischen Inseln sind in Blockadezustand erklärt. F E U I L L E T O N Der Siedler. Roman von Heinrich Lämmlin. ich hier. Aber hat es einen Sinn, dass ich bleibe ? — Zum Streiten kam ich nicht. Soll ich wieder nach Zürich fahren und dem Vater sagen : Die Lisbeth ist unversöhnlich. Es geht ihr gut, sie bauen sogar ein Haus, aber sie ist stolz geworden und will von ihren Eltern nichts mehr wissen ? Wir werden auch bald einen Enkel haben, aber da die Lisbeth so ist, werden wir ihn wohl nicht kennenlernen. — Soll ich so nach Zürich zurückkehren ? » Die alte Frau hat sich ins Feuer geredet. Jetzt schaut sie ihrer Tochter erwartungsvoll ins Gesicht. Da diese nicht sofort antwortet, fährt sie fort : « Hat dir der Vater etwas zuleide getan ? — Ich weiss nichts davon- Aber trotzdem willst du ihn auch meine Fehler büssen lassen. Ist das recht ? — Ich weiss ja auch nicht mehr, was ich damals gesagt habe. Ich war so ausser mir, als ich sah, wie du hier leben musst, dass ich mir nicht mehr alles so genau überlegen konnte. Aber daran ist doch der Vater nicht schuld. Du solltest ihn auch nicht für meine Fehler büssen lassen ! » Sie weiss ihren Vorteil zu nützen und versteht sich auf Worte. Das ganze Stadtviertel in Zürich fürchtet ihre Zunge und geht ihr aus dem Wege. Und hier steht die Tochter und wagt ihr zu trotzen. Es wird ihr nichts nützen, und wenn sie noch eine Stunde reden muss. Lisbeth hat sich erhoben und steht neben dem Tisch. Was soll sie tun ? — Sie kämpft 2. Aller Handel und aller Briefverkehr mit England ist verboten. 3. Jeder englische Untertan, der in den von unsern Truppen oder von unsern Verbündeten besetzten Gebieten angetroffen wird, ist Kriegsgefangener. 4. Jeder Laden, jede Ware, jeder Besitz, die einem englischen Untertan gehören, werden als Beute erklärt. 6. Kein direkt aus England oder aus den englischen Kolonien kommendes Schiff wird m einem unserer Häfen aufgenommen.» Im Laufe der Zeit werden diese Bestimmungen noch verschärft. Neutrale Schiffe, die sich der Durchsuchung durch die Engländer unterzogen haben, müssen es sich gefallen lassen, als Prise erklärt zu werden. England antwortet mit entsprechenden scharfen Massnahmen, so dass auch der Handel der Neutralen empfindliche Einbussen erleidet. Kein Zweifel, dass die Kontinentalsperre, einheitlich durchgeführt, den englischen Handel schwer treffen muss, obwohl sie eine zweischneidige Waffe ist, denn Industrie und Handwerk auf dem Kontinent sind ebenso auf englische Rohstoffe und Waren angewiesen wie das Inselreich selbst. Nichts aber ist schwieriger als ein Gesetz durchzuführen, das dem eigenen Lande schadet. Wenn nun aber Frankreich schon unter den neuen Massnahmen seufzt, so kann man sich leicht vorstellen, wie die anderen Staaten sie aufnehmen. Die Durchführung lässt sich nur durch Zwang ermöglichen. Russland und Preussen haben ihn im Frieden von Tilsit mit sich selbst und weiss nicht, was sie der Mutter antworten soll. Ja, wenn der Sepp hier wäre. Aber gerade heute musste er nach Ascona gehen. Da sie sich nicht zu Helfen weiss, fährt sie auf: «Warum erzählst du mir das alles ? — Was willst du jetzt von mir ? » Einen Augenblick verliert du Mutter die Fassung und muss nach Worten suchen. Dann sagt sie : < Ich wollte sehen, wie es dir geht. Ja, das wollte ich ! Auch helfen wollte ich, wenn es not tut! » « Wir brauchen keine Hilfe mehr ! » Jetzt fühlt sich die .junge Frau wieder sicher und trumpft auf; « Nein, wir brauchen keine Hilfe mehr. Aus dem Gröbsten sind wir ja — Gott sei Dank — heraus, und was noch fehlt, das werden wir auch noch allein schaffen können- > < Das sehe ich! Ihr habt viel geleistet in der kurzen Zeit. Das muss auch der Neid anerkennen. Aber du sagtest doch, dass ihr ein Haus bauen wollt ? — Das kostet noch viel. Bis dein Mann das alles verdient hat, wird noch viel Wasser in den See laufen!» « Wir sind jung und haben keine Eile! Was wir in einem Jahr nicht schaffen, das schaffen wir in zwei oder drei! » sagt Lisbeth und tut stolz. Aber sie denkt doch an die Schulden, die sie bei Fürst machen mussten, und ihrer Stimme fehlt die alte Sicherheit. «Ich sehe, du willst es mir schwer machen. » Die Worte der alten Frau klingen müde. « Wenn es nicht anders sein kann, so will ich jetzt gehen. Ich werde dem Vater sagen müssen, dass du dir nichts mehr aus ihm machst. Es ist ein harter Weg, aber in Gottes Namen... > auf sich nehmen müssen, die andern Länder, die zum französischen Reich gehören oder ihm nahestehen, sind dazu auf Grund ihrer Abhängigkeit verpflichtet. Napoleon aber muss den Ring schliessen können, wenn die Sperre wirksam sein soll. Sie zwingt ihn im Laufe der nächsten Jahre zu neuen Annexionen; sie setzt ihn erneut zu den Staaten in Gegensatz, die er militärisch bereits besiegt hat und mit denen er nach geschlossenem Frieden in erträglichen Verhältnissen hätte leben können. Gleichzeitig aber wird die Kontinentalsperre zu einem bequemen Vorwand, um neutrale Fürsten zu knechten oder zu entthronen. Nichts beweist dies so sehr als das System der «Lizenzen », auf Grund deren das französische Reich die Sperre selbst durchbricht, sobald es ihm gutdünkt. So wie man dem Seekrieg in der napoleo- 5. Der Handel mit englischen Waren istnischen Epoche zu wenig Beachtung geverboten, schenkt hat, vernachlässigte man auch das Studium der wirtschaftlichen Seite. Die Kontinentalsperre ist von einschneidender Bedeutung für die grosse Politik gewesen. Nachdem der Kaiser einmal die Absperrung Englands als das vornehmste Prinzip des Kaiserreichs und seiner beginnenden Weltherrschaft erklärt hat, um damit die Vernichtung des Inselreichs zu erzielen, muss er logischerweise die weiteren Schritte tun, um zu diesem Ziele zu gelangen. Die wirtschaftlichen Massnahmen, die den Handel der Länder des Kontinents ruinieren, bringen diese, in schärfsten Gegensatz zum französischen Kaiserreich. Die Folge davon ist, dass Napoleon seine Verordnungen erzwingen muss. Als letztes Mittel gibt es da stets nur die Einverleibung oder den Krieg. So entsteht der merkwürdige Gegensatz zwischen Napoleon und seinem Bruder Ludwig, den er auf den Thron von Holland erhoben hat. Ludwig verdankt seinem Bruder alles, aber er bringt es nicht über sich, das Land, das er nun regieren muss, gleich von Anfang an in den Grundlagen seiner Existenz, dem Handel, zu ruinieren. Das richtige Verständnis für diese Lage hat uns in Europa ja erst der Weltkrieg gebracht, nachdem wir gesehen haben, das« es keinem « Mutter ! » Wie ein Schrei bricht das Wort von den Lippen der Tochter. « Du kannst dem Vater nicht sagen, dass ich mir nichts aus ihm mache. Das ist nicht wahr ! Auch ich hatte oft Heimweh, und wenn ich nicht geschrieben habe, so ist das deine Schuld. Gegen den Vater hatte ich nichts ! Aber was konnte ich anderes machen als schweigen ? » « Darum bin ich wieder gekommen. Ich möchte gut machen, was ich verdorben habe. Es ist nicht schön von dir, dass du mir das unnötig schwer machst. Soll ich noch einen Kniefall tun ? — Soll ich dich auf den Knien bitten, damit du dir von deinen Eltern helfen lässt ? Würdest du das tun ? » Nein, das würde Lisbeth nicht tun. Sie würde aber auch ihre Kinder nicht so von sich stossen, wenn sie sich die Einmischungen in ihr Leben nicht gefallen lassen würden. Aber soll sie das der Mutter sagen ? — Würde sie die alte Frau verstehen ? — Es ist ein harter Kampf, den sie mit sich zu kämpfen hat und sie muss ihn Uliein ausfechten, denn der Sepp ist in Ascona. «Warum bist du nicht gekommen, solange mein Mann hier war ? » fragt sie deshalb. Aber die Mutter schüttelt den Kopf: « Konnte ich denn wissen, dass er nicht hier ist ? — Bin ich allwissend ? » «Aber du siehst doch, dass er nicht hier ist! Kannst du nicht kommen, wenn er zu Hause ist ? — Ich möchte, dass du auch mit dem Sepp redest. Ohne ihn kann ich nichts machen ! » Die Mutter wurde rot vor Zorn, aber sie beherrscht sich. Meine Zeit wird auch noch kommen, denkt sie, dann will ich dir diese Stunde heimzahlen. Laut sagt sie : Lande — auch den neutralen nicht — möglich ist, sich vollkommen abseits von den Geschehnissen zu halten. Auch damals schon häuften sich die Konflikte, wenn die Befriedigung legitimer Lebensbedürfnisse eines Staates oder das Erdulden eines Zwanges seitens einer kriegführenden Macht von der andern als feindlicher Akt betrachtet wurde. Im Falte Hollands endet der Konflikt damit, dass Ludwig dem Throne entsagt und Napoleon Holland annektiert (Juli 1810). Folgerichtig führte diese Einverleibung zur Besitzergreifung derjenigen Staaten, die intensiven Handel mit England treiben : in erster Linie die Hansastädte Hamburg, Bremen, Lübeck; das zum Rheinbund gehörige Herzogtum Oldenburg (dessen Herrscher ein naher Verwandter des Zaren ist) und ein Teil von Hannover, das kurz vorher an das Königreich Westfalen abgetreten worden war. So dehnt sich nun das französische Reich bis an die Ostsee aus. Nachdem das grundlegende Dekret der Kontinentalsperre erlassen ist, jagen sich von beiden Seiten die verschärfenden Massnahmen, so dass auch die Neutralen vollkommen der Willkür der Kriegführenden preisgegeben sind. Durch ein Dekret, das am 5. August 1810 erlassen wird, lässt Napoleon eine wahre Treibjagd auf englische Waren veranstalten. In den Handelsstädten Deutschlands und der Schweiz findet eine Massenverbrennung dieser Waren statt. Am 16. Oktober stellt er an den Zaren das Ansinnen, die neutralen Schiffe in den russischen Häfen — es waren meist amerikanische — die Kolonialprodukte an Bord haben, mit Beschlag zu belegen. Der Zar lehnt ab. So wird der seltsame und politisch unkluge Zug Napoleons nach Russland bis zu einem gewissen Grad verständlich. Dieser Krieg ist ein reiner Handelskrieg. Nachdem die ganze Politik des französischen Kaiserreichs auf die Niederringung Englands gerichtet ist, darf sie am Widerstand des Zaren nicht scheitern. Gewiss ist schon aus andern Gründen die Freundschaft zwischen dem eitlen Zaren und dem rücksichtslosen Korsen erkaltet, aber der eigentliche Konflikt bricht doch erst wegen der Kontinentalsperre aus. Kaffee, Zucker und andere Kokmialiprodukte werden nach Russland unter neutraler Flagge eingeführt. Der russische Handel ist stark von der Verbindung mit England abhängig. Soll das grosse Zarenreich sich nun für alle Ewigkeit von Napoleon vorschreiben lassen, was es zu tun hat ? Soll es sich seinen blühenden Handel ruinieren lassen ? Der Zar entscheidet : nein ! Russland beantwortet die französischen Boykottforderungen damit, dass es den englischen Waren eine Vorzugsbehandlung einräumt, während es die französischen mit hohen Zöllen belegt. So kommt es zum Krieg. Ebenso stark werden die Verhältnisse in Schweden und Dänemark von der Kontinentalsperre berührt. Der Schwedenkönig Gustav IV., dessen Geist sich — wie man später feststellt — in zerrüttetem Zustand befindet, geht in seinem Hass gegen den korsischen Usurpator so weit, dass er Preussen und Russland in beleidigender Weise die ihm von diesen Ländern verliehenen Orden < Du musst doch wissen, ob du mir noch böse bist und nicht dein Mann. Was soll ich dem Vater mitteilen, wenn ich ihm schreibe? — Du kannst dir doch denken, dass er auf Nachricht wartet.» «Schreibe ihm einen Gruss — ja — und schreibe ihm, dass auch ich Heimweh nach ihm habe. > « Soll ich ihm nicht schreiben, dass du uns bald in Zürich besuchen wirst ? » Die Frage klingt so lauernd, dass Lisbeth die Mutter prüfend ansieht und hart sagt : «Ich kann keine Reisen machen. Dazu habe ich weder Zeit noch Geld ! » « So will ich jetzt gehen ! » Die Mutter wendet sich der Tür zu. « Ich kann doch wieder kommen ? » « Ja, aber wenn mein Mann hier ist ! » < Ich fürchte deinen Mann nicht. Du wirst schon sehen, dass ich ganz gut mit ihm auskomme. Sicher ist er nicht so ungerecht wie du ! — Wem gibt er denn Stunden ? Es geht bereits auf den Abend und ich- denke, dass er schon lange hier sein müsste.» « Der Weg durch den Wald ist weit! » « Und wem gibt er Stunden ? » < Ich weiss es nicht — einer Dame —, aber ich kenne sie nicht. Er ist heute das, erstemal dort. > « Einer Dame — so — einer Dame ! Ja, dann verstehe ich, dass er lange ausbleibt!» < Mutter, noch ein Wort, und wir sind geschiedene Leute. Meinen Mann lasse ich nicht verdächtigen !» Aus Lisbeths Augen leuchtet der Zorn. « Wenn du nur gekommen bist, um wieder Misstrauen zu säen...» Die Mutter lächelt über den Zorn der Tochter. (Fortsetzung S. V.)

NO 83 _ DIENSTAG, 21. NOVEMBER 1939 AUTOMOBIL-REVUE zurücksendet, weil sie mit dem korsrscnen Holland. Bald sieht sich Bernadotte in derselben Läge wie Naipoleons Bruder Ludwig Ungeheuer Frieden geschlossen haben (1807). Napoleon nimmt nun Schweden seine ganzen in Holland. Auch er steht zu seinem neuen Besitzungen in Deutschland — bekanntlich Lande. Napoleon verlangt den Abbruch aller besass damals Schweden die deutsche Ostseeküste und Finnland —," Russland, um Schweden nicht zugestehen, wenn es nicht Beziehungen zu England. Das aber kann diese Zeit noch Frankreichs Freund, besetzt die Grundlage seiner Existenz aufgeben will. Finnland. So wird es nach und nach in das feindliche In dieser Situation stellt England an Dänemark die Forderung, sich mit ihm zu verzung Pommerns reizt Schweden nun voll- Lager gedrängt. Napoleons erneute Besetbünden und seine Flotte auszuliefern. Als ends, so dass es bei Ausbruch des russischen Dänemark ablehnt, erscheint die englische Krieges mit dem Zaren das Bündnis von Abo Flotte vor Kopenhagen, schiesst die Stadt schliesst. Im Feldzug von 1813 sehen wir zusammen und führt die ganze Flotte nach Bernadotte als Befehlshaber eines schwedischen Heeres in Deutschland auf Seiten der England ab. Daraufhin schliesst sich Dänemark an Frankreich an, erklärt England und Verbündeten gegen Napoleon kämpfen. dem mit diesem verbündeten Schweden den' Mit Napoleons Niederlage in Russland ist Krieg und tritt der Kontinentalsperre bei. die Kontinentalsperre gescheitert. Mehr denn Französische, dänische und russische Trappen bedrohen nun Schweden, dessen Zusamker Europas aber, die durch die Kontinental- je beherrscht England die Meere. Die Völmenbruch nur eine Frage von Tagen ist. Da sperre die lebensnotwendigsten Dinge entbehren mussten, deren Lebensnerv, der Han- bricht eine Verschwörung aus, in der der König gefangen genommen und' abgesetzt del, schwer getroffen ist, wollen dies nicht wird. Die Schweden wählen Karl XIII. zum mehr länger ertragen. Sie sind ausserdem König. Da dieser kinderlos ist, müss ein erschöpft durch die vielen Kriege mit ihren Thronfolger bestimmt werden. Die Wahl Kontributionen, Einquartierungen, Zerstörungen. Nicht das zu Boden getretene National- fällt sonderbarerweise auf Bernadotte, der es aus einfachen Verhältnissen unter Napoleon zum Marschall gebracht hat. Obwohl gefühil und. die Ausübung der Fremdherrschaft allein, auch die Entbehrungen, die ungern, erteilt der französische Kaiser hierzu seine Genehmigung. Bernadotte wird wirtschaftliche Not "haben dazu geführt, dass sich die Völker Europas wie ein Mann erheben, um ihre -politische, persönliche und später König von Schweden unter dem Namen Karl Johann. wirtschaftliche Freiheit durch die Abschüttelung des napoleonischen Joches wieder zu Aus demselben Grunde entstehen nun auch erlangen. in Schweden die gleichen Konflikte wie in älsd*Eck« Kombiniertes Kreuzwort-Bandrätsel. «Der Mensch, gesund und krank.» Kaum jemals war das Interesse des Laien an den biologischen Vorgängen im Innern des menschlichen Körpers grösser als in den letzten Jahren. Versuchte man jedoch, sich an Hand populärer Fachliteratur oder auf Grund von Vorträgen über solche ärztliche Wissensgebiete zu unterrichten, so wendete .man sich bald enttäuscht wieder davon ab. Entweder wurde der Stoff uninteressant und trocken vorgetragen oder die Forschungsergebnisse schienen ohne gründliche anatomische und physiologische Vorkenntnisse überhaupt nicht verständlich zu sein. Seit einigen Jahren versuchten verschiedene Autoren, ärztliches Fachwissen dem Laien nicht nur durch eine populäre Darstellung, sondern auch in der Form eines fesselnden und unterhaltsamen Feuilletonstils näherzubringen. Der Amerikaner De Kruif hat mit seinem «Mikrobenjäger» diese Reihe populärmedizinischer Bücher eröffnet. Weitaus das glänzendste Werk dieser Art sind jedoch die beiden Bände «Der Mensch gesund und krank» von Dr. Fritz Kahn, die der schweizerische Verlag Albert Müller in Zürich herausgegeben hat. Hier hat der Autor grundsätzlich neue Wege beschriften, um komplizierte biologische Vorgänge dem Nichtmediziner mundgerecht zu machen. Mit einem unvergleichlichen Phantasiereichtum hat Dr. Kahn Vergleiche gezogen zwischen dem Geschehen im Organismus und den bekannten Erscheinungen des täglichen Lebens. Mit welcher Anschaulichkeit ihm das auf Grund eines ausgezeichneten Bildmaterials gelungen ist, zeigt der kleine Abschnitt «Muskelfaser und Automotor», den wir in dieser Nummer mit Erlaubnis des Verlags aus diesem Werk zum Abdruck bringen. Auf die gleiche Weise, wie hier komplizierte Erkenntnisse modernster Forschung eines bestimmten Problems dem allgemeinen Verständnis nähergebracht und begrifflich klar und eindeutig erklärt werden, ebenso sind in den beiden Bänden in Lexikonformat der gesamte Aufbau des menschlichen Körpers und seine normalen und pathologischen Funktionen in Wort und Bild dargestellt. Mit derselben Spannung, als lese man die Geschehnisse eines Reise- oder Forscherabenteuers, wird man zunächst in die phantastische Welt der Atome, der Strahlungen und der lebenden Zelle eingeweiht, um sodann den körperlichen Aufbau des Menschen vom Knochengerüst über die Muskulatur, dem Blutkreislauf, die Atmung und die Verdauung kennenzulernen. Der zweite Band befasst sich mit Problemen der Ernährung, dem Nervensystem, der Haut und den Sinnesorganen und dem Geschlechtsleben. Bewundernswert ist die grosse Mühe und Genialität, mit der es dem Autor gelungen ist, Begriffe und Vorgänge, die sich sonst nur durch langatmige Beschreibungen erklären lassen, in Gestalt vieler sorgfältig ausgearbeiteter Bilder leicht verständlich darzustellen. Manche mögen vom graphisch-künstlerischen Standpunkt nicht immer einwandfrei scheinen, vom Standpunkt des Pädagogen sind sie alle unübertrefflich. Th. Sjsit wann wird Bier getrunken? Historische Dokumente beweisen, dass die Bierbereitung aus Zerealien bei allen Völkern so alt ist, wie die Kultur des Getreides. Es wird heute ziemlich allgemein angenommen, dass die Getreidekultur an einem Orte der Erde aufgenommen und von da an die einzelnen Völker weitergegeben wurde. Und zwar soll Babylonien, bzw. die Euphratländer, die Heimat der Getreidekultur sein. Die Wirt schaffst exte, die das älteste Kulturleben des Landes widerspiegeln, enthalten fast ausschliesslich Angaben über Getreide und Getreideprodukte, Emmer, Gerste, Mehl ; Brot und Bier. Wir können die Rechenschaftsberichte der alt babylonischen Braumeister die ältesten «Bierrezepte» der Menschheit nennen. Hammurabi, einer der bedeutendsten aller babylonischen Könige (um 2250 y. Chr.), gab das erste Gesetzbuch heraus, welches eine Regelung des Biermachens und der Schankstätten enthält. Das Bier bildete einen täglichen Teil des Lohnes des Arbeiters und des Angestellten. Die Trankopfer an die Götter wurden in Bier dargebracht; spielte aber auch in der Medizin eine grosse Rolle. B. B.: «Süssholzwurzel, gegen Husten, zerstossen und in Bier dreimal trinken.» Von den Babyloniern übernahmen die Aegypter die Kenntnis der Bierbereitung. Bier war auch Volksgetränk bei den alten Hebräern. Von Aegypten strahlten die menschlichen Errungenschaften, damit auch die Kenntnis der Bierbereitung, nach dem Osten (bis China) und nach dem Westen (zu den Kelten) aus. Auf diesem Wege erhielten auch die Germanen Kenntnis von der Bierbereitung, die sie ihrerseits wieder den Römern weitergaben. Dass dem Bier auch bei den Alemannen Bedeutung zukam, erfahren wir aus den Berichten der ersten christlichen Missionare in unsern Landen. Im Mittelalter lag die Pflege des Brauwesens bei den Klöstern, die sich um die weitere Entwicklung der Braukunst hohe Verdienste erwarben. Einen interessanten Einblick in den Braubetrieb der damaligen Zeit vermitteln uns die Akten des Klosters St. Gallen aus dem 9. Jahrhundert. Von den Köstern haben zunächst die Städte und Bürgerschaften das Privileg des Brauens übernommen. Vor Hammurabi schon, ihr Leute, Genoss man Bier - und trinkt's noch heute Was sich Jahrtausende erhält, Muss etwas wert sein in der Welt! Waagrecht: 1. Plötzliche Polizeistreife. 3. Zah- nw, sondem ???. 17. Hygienische Hauseinrichtung, hing zur Strafe. 8. Uferstrasse. 9, Arbeit, Ausführung, JS. Triebstoff. 19. Krankenhaus. 20. Kurort im Unter- 12. Musikal. Huldigung. 13. Türk. • Volksstamm engadin. 21.AbgekürzteMännernamen. 22.Schmuck- (Mehrz.). 13. ???al. 16. Auf dieses freut man sich behälter. 23. Filmgesellschaft. 26. Nordländer, gewöhnlich. 19. Stütze, Speiche. 22. Bibl. Männer- 27. Ort am Zugersee. 29. Schweiz. Velomarke. 33. gestalt. 24. Entschuldigung im franz. 25. Eine Ar Altägyptische Göttin. 36. Vorsilbe. 38. Japan. Münze. Verneinung oder auch Fragwort. 28. Redlich, na- 41. T e u des Klosters. 42. Ekelhaft, übermütig, mentlich im Spiel. 30. Rohmetall. 31. Beauftragt. 43, Wasservogel. 43. Abkürzung für: und andere« 32. Gebirg in Innerasien. 34. Mohammedan. Fürsten- folgt. 46. Span. Exkönigin. 47. Engl.: zehn. 48. titel (Mehrz.). 35. Form von passen, auch Jassaus. Spalt, Sprung. Sl. Schmackhaft. 52. Westarabisches druck. 37. Kai. Alpentruppen. 39. Holzmass. 40. Fürstentum. 83. Fischart. 56. Abkürzung für Süd-Ost. Autozeichen für einen Schweizerkanton. 41. Schildlausfett. 44. Ein Gegenstandsgebraucher. 49. Nachkommen eines griech. Göttergeschlechtes. 50. (ch gilt als ein Buchstaben und j, i gleich.) Nun sollen aber die Wörter: Bündnisse, Vereinigungen. 54. Dickhäuter. 55. 3 senk rM 14 senkr., 16 waagr., 19 senkr., 26 Deutscher Name für die franz. Stadt Sousse. 57. waagr., 35 waagr., 44 waagr., 51 senkr., 56 senkr., Postkutscher. so geordnet in - zwischen die schon eingetragenen Senkrecht: 2. Schönheit, Blickfang. 3. Wunsch. Bandwörter gesetzt werden, dass alle zusammen 4. Abk. für einen Erdteil. S. Verschiedene Orts- einen «GUTEN RAT» für alle Menschen ergibt. Er namen der Schweiz. 6. Meerenge bei der dänischen soll in Reimform gelesen werden und wo die Wörter Insel Seeland. 7. Schluss. 10. Gleichbedeutend wie: von rechts nach links laufen, sollen sie auch so ein. Gawein (Artusromanheld). 11. Gewässer. 14. Nicht gesetzt werden. - Die richtige Lösung zählt 5 Puuhte. Einsendetermiri: 28. November 1939. Auflösung des Silbenrätsels. 1. Imitation. 2. Mecklenburg. 3. Gehrock. 4. Umjubeln. 5. Theater. 6. Geweih. 7. Elektrizität. 8. Mailand. 9. Island. 10. Sessel. 11. Chemie. 12. Heimat. 13. Tinte. 14. Erebus. IS. Nansen. 16. Okarina. 17. Reduktion. 18. Tiere. 19. Alligator. 20. Mississippi. 21. Batterie. 22. Orinoko. 23. Dattel. 24. Eleganz. 25. Nilpferd. 26. Sustenpass. 27. Eternit. 28. Echo. Im gut gemischten Ort am Bodensee Ich jeweils einen Adelstitel seh. (Arbon - Baron.) Auflösung der Städte und Flüsse. Jenissei (Krasnojarsk), Aller (Celle), Nil (Faschoda), Guadalquivir (Sevilla), Traun (Gmunden), Seine (Troyes), Elbe (Aussig), Kama (Perm), Inn (Kufstein), Arno (Pisa), Neckar (Heilbronn), Ganges (Benares). Jangtsekiang. Richtige Lösungen des Silbenrätsels. 5 Punkte. A. Bachofen, Glarus; E. Benz, jun., Goldach: Max Bertschmann, Basel; H. Boiler, Winterthur; Frl. Margrit Bossert, Lenzburg; C. Burgener, Rorschach; Frl. Margrit Epple, St. Gallen; Frau C. Fravi, Rapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; K. Keusen, Biel; G. Laepple, Basel; Josef Leimer, Bettlach; Frau E. Lienhard, Töss-Winterthur; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; Frl. Milly Ruf, Winterthur; Guido Schmezer, Thun; Frau E. Steinbömer, Schaan; Fritz Wenger, Bern; Frl. E. Winteler, Glarus. Richtige Lösungen der Denkaufgabe «Städte und Flüsse». 4 Punke. A. Bachofen, Glarus; E. Benz, jun., Goldach; Max Bertschmann, Basel; H. Boiler, Winterthur; Frl. Margrit Bossert, Lenzburg; C. Burgener, Rorschach; Frl. Margrit Epple, St. Gallen; Frau C. Fravi, Rapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; K. Keusen, Biel; G. Laepple, Basel; Josef Leimer, Bettlach; Frau E. Lienhard, Töss; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; Guido Schmezer, Thun; Frau E. Steinbömer, Schaan;, Frl. E. Winteler, Glarus. «Dummes Mädchen! Was sagte ich er sie begrüsst hat. Dazu schaut sie ihm so schon ? — Ich meinte ja nur, dass Damen oft recht unpünktlich sind und dass der Sepp warten muss. Sicher ist es nicht leicht, einer Dame Unterricht zu geben ! » forschend ins Gesicht, dass er lachen muss. « Schau nur, Lisbeth, ich bin es noch genau so, wie ich fortging ! » < Ja, das bist du allerdings ! Nur besser Sie weiss sich gut zu drehen und zu wenden gelaunt bist du wieder !» und hat sich jetzt für den Hochmut der Tochter gerächt. Sie hält ihr die Hand hin und.sagt mit freundlichem Gesicht: «Ich werde also wiederkommen, wenn dein Mann hier ist. Du wirst schon sehen, dass ich mich ganz gut mit ihm verstehe.» Dann geht sie mit erhobenem Haupte. Lisbeth schaut ihr nach. « Du hast recht! > Der Mann lacht leise. t Weisst du, ich habe mir nichts als unnütze Gedanken gemacht, und nun ist alles anders gekommen.» « So, war die Dame nett zu dir ? > < Auch das! Aber am meisten freut es mich, dass sie wirklich Talent hat und die Das ist die Mutter, denkt sie. Sie hat dem Zeit nicht vergeudet ist, die ich dort verbringen Vater das Leben schwer gemacht und hasst alle, die zufrieden sind. Herrschen wiW sie, nichts als herrschen und ist auch dann nicht zufrieden, wenn sich andere beherrschen lassen. Wenn sie nur nicht mehr kommen wollte ! Tränen treten ihr in die Augen, und sie beginnt leise vor sich zu weinen... muss !» Und ietzt nimmt er seine Frau an den Schultern und dreht sie zu sich herum. Wie ein Bub lacht er ihr ins Gesicht: « Aber gespielt habe ich heute wie schon lange nicht mehr. Das war wieder wie früher im Konzertsaal. Auch das Prickeln war wieder da, das erst aufhört, wenn der erste Spät am Abend kommt der Sepp von Ascona Ton aufklingt. Ich war wie verzaubert, ein zurück. Als er den Weg durch den Gar- ganz anderer Mensch. Schade, dass du nicht ten heraufsteigt, hört ihn Lisbeth ein lustiges dabei sein konntest! » Lied vor sich hin pfeifen. Gott sei Dank ! «Ich bin froh, dass es dir gefallen hat. denkt sie. Wenigstens hat er Glück gehabt und ist wieder in besserer Laune als am Nachmittag. < Du bist spät, Sepp ! > sagt sie, nachdem Ich hatte schon Angst, es könnte dir verleiden >, gesteht Lisbeth. « Dummes Mädchen ! » (Fortsetzung folgt) MuriBern Hotel Sternen Erlach bekannt durch seine vorzügliche Küche, an der Bem-Thun-Strasse gelegen, 5 km von Bern. Offene und geschlossene Veranden. Zimmer mit fliess. Wasser. Wenn Mahlzeiten i. Haus eingenommen, Garage gratis. " T.C.S.- und A.C.S.-Mitglied. Telephon 42.201. A.C.S. Hotel Erle T.c.s. Altbekanntes Haus. Vorzüglich in Küche und Keller. - Fischspezialitäten. - Gartenrestaurant. am Bielersee Garage. Tel. 8. A. Geissbühler, neuer Bes. T.C.S. Gutbürgerhches Haus, direkt an der Worbenbad Strasse Lyss-Biel. Vorzügl. Küche und Keller. Stets. Forellen. Rheumabäder. Autogarage, Hotel-Rest. Worbenbad Benzin. Tel. 84.255. W. Iff-Häusermann. Zäziwil LE. an der Thunstrasse Automobilisten sind gute Kunden Gasthof zum weissen Rossh T.C.S. 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